aus der Welt des Unglaubens und der Gottesferne in die selige Gottesgemeinschaft; die Brücke aus dem vergänglichen, der Bernichtung anheimsallenden Leben dieser Erdenzeit hinüber ans Ufer der unvergänglichen Herrlichkeit des ewigen Lebens - hast du diese einzige Brücke deiner Errettung schon gesucht und gefunden und sie betreten? Jesus heißt diese rettende Brücke, neben der eine andere nicht zu finden ist, ivolltest du auch die ganze Erde danach absuchen. Denn allein Jesus, der vom Himmel herabgckommeue Sohn Gottes, hat die Kluft überbrückt, indem er in den Riß ge- treten ist und sich selbst als Opfergabe für der Menschheit Schuld und Sünde hingegeben hat zur Versöhnung mit Gott. Darum tritt im Glauben an das auf Golgatha vollbrachte Erlösuugswerk auf diese rettende Brücke, und du wirst sicher einmal eingehen dürfen in die Herrlichkeit droben, die denen gehört, die da sind des Glaubens an Jesum und die in keinem anderen als in Ihm Heil und Rettung suchten und fanden. G. H.
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Kine einge stürzte und eine feste Drücke.
Eine der mächtigsten Brücken der Erde führt bei Dundee (Schottland) über den breiten Meeres- arm des Tay. Die Brücke ist 3171 Al ter, also über drei Kilometer lang. Die heutige Taybrücke ist die zweite, denn die erste stürzte in der Nacht vom 28. zum 29. Dezember 1879 ein. Damals wütete ein furchtbarer Orkan an der englisch-schottischen Küste, welcher die hohe Brücke in heftige Schwankungen versetzte. Um Mitternacht nahte der Expreßzug ans London. Der Lokomotivführer schwankte einen Augenblick, ob er es wagen dürfe, den Zug t inüberzuführen. Bald jedoch entschloß er sich dazu, er glaubte, der Bau sei fest genug, um den Sturm auszuhalten. Als aber der Zug mitten auf der Brücke war, wurde die Gewalt des Orkans so mächtig, daß der ganze Zug mitsamt der Brücke in die Tiefe stürzte. Alle, die in dem Zuge waren, waren jedenfalls der festen Meinung, die Brücke wäre sicher, aber sie hatten sich getäuscht; sie kamen alle ums Leben.
Doch es gibt eine Brücke, die von Gott erbaut worden ist, und die ist so fest, daß sie niemals wanken und weichen wird.
Zwischen dem armen Lazarus in Abrahams Schoß und dem reichen Mann in der Hölle war eine große Kluft, die nicht durch eine Brücke passierbar war. Aber für die Zeit unseres Lebens auf dieser Erde hat Gott einen Weg gemacht, eine Brücke erbaut über diese Kluft.
Gott ist Licht, und in Ihm ist keine Finsternis. Wir Menschen sind aber allesamt Sünder. Es ist hin- kein Unterschied, alle sind abgewichen. Zwischen
dem heiligen, gerechten Gott und dem sündigen Menschen ist eine sehr große Kluft.
Aber Gott sei gepriesen, diese Scheidung braucht nicht für immer fortzubcstehen. In dem Versöhnungs- tod des vollkommenen Mittlers Jesu Christi, des Sohnes Gottes, ward die Brücke über jene unendliche und ewige Kluft geschlagen für alle Men- scheu, die Gott nahen wollen. Das teure Sühnopfer auf Golgatha hat den Bedürfnissen des Sünders, wie auch allen Ansprüchen des heiligen Gottes entsprochen. Die Tragweite des Opfers Christi befrie- digt die Ansprüche des gerechten Gottes und gibt dem schuldbeladenen Sünder Ruhe und Friede für seine Seele.
Wie wunderbar und herrlich ist das teure Evangelium ! Jesus, der ewige Sohn Gottes, ist gestorben für unsere Sünden, Er ist auferstanden und sitzt zur Rechten Gottes. Die Scheidewand zwischen Gott und dem Sünder ist hinweggetan in dem Tode und der Auferstehung Seines Sohnes.
Jene Brücke in Schottland war zwar fest gebaut, aber sie konnte doch nicht allen Stürmen widerstehen. Die von Gott für heilsbedürftige Sünder erbaute Brücke aber ist ewig fest und vollkommen sicher.
Ja, Christus selbst ist unsere Brücke, unser Mittler, Er, der für uns gestorben ist und nun lebt und die Schlüssel des Todes und der Hölle hat.
Er selbst, Jesus Christus, „der derselbe ist gestern und heute und in alle Eioig- feit", ist für den schuldbeladenen, heilsverlangende» Sünder „der neue und lebendige Weg" zu Gott.
Wer Sein Heil verschmäht, versäumt, wer diesen Weg verwirft oder verfehlt, der geht verloren. In der Ewigkeit gibt es keine Brücke, keinen Weg mehr zu Gottl Heil aber allen, die in der Zeit der Gnade die große Kluft überschreiten! Es gereicht zu ihrem ewigen Heil und Gott zum einigen Ruhm Seines herrlichen Namens! O. D.
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Zweimal von der Drücke in den Strom.
Es war zehn Uhr abends. In der sauberen Stube einer Großstadtwohnung saß eifrig nähend eine junge Frau. In dem Kinderbettchen neben ihr lag ihr einziges, geliebtes Töchterchen. Plötzlich ging ein heftiges Zittern durch den Körper der jungen Frau. Hastig legte sie ihre Näharbeit beiseite, blickte lange und ängstlich auf ihr schlafendes Töchterchen, dann warf sie sich weinend am Bette ihres Kindes aus die Knie. „O, Herr, bewahre meinen Mann, den Bnter meines Kindes)" rang es sich aus ihrer Brust.
Während die Frau betend ans den Knien lag, stand ihr Mann ans der Brücke des Stromes und t-Iutte lange sinnend in die Wellen, »nd ehe es


