Kennst du Gläubige, die sich deiner annehmen, di« dich ermuntern, der Welt und ihrem Wesen, ihren Trinksitten und Trinkverführungen den Rücken zu kehren? O lerne, diesen Dingen früh mit ganzer Entschiedenheit abzusagen, damit in deinem Herzen Raum werde für das Wort des ewigen Lebens! Frage nicht, was die Zechgenossen sagen, höre nicht auf ihre Lockungen und nicht auf ihren Spott! Soll Jesus deine Sündenwunden heilen? Es würde für keinen Menschen ausreichen, von dem Fluche des Trinkens befreit zu werden. Du mußt von allem Sündenfluche befreit werden. Das Blut Jesu muß dich völlig erlösen, abwaschen, versöhnen, daß du ein Kind Gottes werdest. Dann gehen dir die Augen des Herzens auf, du erblickst Jesum, und du wirst Sieger über alle Mächte Satans und der Sünde, ja über den Tod. Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. v. V.
K
Eine Morl'adung vor Gericht.
Ein junger Christ, welcher in der Fabrik ar- beitete, hatte viel von seinen Mitarbeitern zu leiden, weil er ihr sündiges Treiben nicht mitmachte. Be- sonders einer seiner Nebenleute trieb es arg mit seinem Spott. Der Fabrikaufseher, der es gut mit unserem jungen Freunde meinte, aber die Sache nur vom menschlichen Standpunkt aus betrachtete, riet ihm, den Mann, der ihm soviel zusetzte und ihn tat- sächlich schon schwer beleidigt hatte, bei Gericht zu verklagen. Der Christ, der Gottes Wort gut genug kannte und die Gesinnung seines Herrn und Heilandes hatte, „welcher nicht wiederschalt, da Er gescholten ward, nicht drohte, als Er litt," sagte nur freund, lich zu dem Aufseher: „Die Vorladung wird schon kommen." Diese Worte kamen auch dem ^Arbeiter zu Ohren, der unseren jungen Freund soviel ver- spottet und gekränkt hatte. Was er sich unter der
Vorladung zu denken hatte, wußte er nicht recht; er konnte sich nicht wohl denken, daß der jung' Mann mit ihm vor Gericht gehen werde; bisher hatte er sich doch alles bieten und gefallen lassen Da geschah es nach Verlauf einer kurzen Zeit, daß der Spötter und Verächter in der Fabrik aus große: Höhe herabstürzte. Da lag er mit zerbrochener. Gliedern, schwer beschädigt. Alles lief herbei, auch der junge Christ. Als er diesen wahrnahm, ries er voll Verzweiflung: „Die Vorladung ist ge- kommen!" Ja, es war die Vorladung vor den Richter st uhl Gottes. Nur noch wenige Augen- blicke und Atemzüge, und er war hinübergegangen, um vor den Richterstuhl Gottes gestellt zu werden, und zwar beladen mit all seinen Sünden. Schreckliches Ende! Furchtbarer Anfang einer nie endenden Ewigkeit! —
Mein Leser, bist du bereit, wenn die Vorladung an dich kommt? Sie mag schneller kommen, als du meinst, und wie furchtbar, wenn du dann noch in deinen Sünden dastehst: sie gehen dann mit dir in die Ewigkeit vor Gottes Richterthron und bringen dich in ewige Nacht und Verdammnis. Du meinst vielleicht, du könntest Gott und deinem Gericht ausweichen. Aber so wahr du lebst, so gewiß tritt auch der Tod an dich heran, und „wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden". „Es ist den Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht." (Röm. 14, 10; Ebr. 9, 27.) Vielleicht erreicht dich die Vorladung gerade, während du an der Maschine, in der Werkstatt oder sonstwie bei der Arbeit bist, oder aber in stiller Nachtstunde, wenn niemand etwas ahnt. Dann legt der Tod seine kalte Hand auf dich, du mußt der Vorladung folgen und alles, was dir auf Erden teuer ist, deine Angehöri- gen und Freunde, dein Hab und Gut und alle Pläne und Hoffnungen für diese Erde zurücklassen. Und wo wirst du dann hingehcn? Wo wirst dv die Einigkeit zubringen?
Versammlungs-Anzeigen.
Bezirk Gießen, Stadtmission Gießen, Löberstr. 14.
Jeden Sonntag Vh Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenverein; 8 l A Uhr: Versammlung. 4'/s Uhr: Christlicher Verein junger Männer. Jeden Mittwoch 8 '/ü Uhr: Bibclstunde. Jede» Freitag 8'/-' Uhr: Gebetsstnnde. In der Gebetswoche jeden Abend im Vereinshaus Gcbetsstunde.
Sonntag, den 9 Januar, abends 8 Uhr: Versammlung in Grnnberg, Altenbuseck u. Wieseck; 19.: Beuern.
Anzeigen für die Nummern 5—8 I
Bezirk Lich.
Lich, Vereinshaus: Jeden Sonntag 12'/« Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenstunde; 8 Uhr abends: Versammlung. Jeden Freitag Kriegsgebetsstunde.
2. Januar: Dorfgill und Holzheim; 4. und 25. Januar: Ettingshausen; 5. und 26. Januar: Oberbessingeu; 6. und 27. Januar: Burkhardsfelden; 11. Januar: Villingen; 12.: Wohnbach; 13.: Wat- zenbvrn; l8.: Dorsgill; 20.: Langsdorf. 16. Januar: Gemeinschaftskonferenz in Nidda, Text: Joh. 1, 49—51.
is zum 16. Januar ds. Js. erbeten.


