Kr. 205 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen)
Freitag, 3-. August (954
ZurMndfunkansprachedesReichsjugendsührers
Baldur von Schirach schreitet die Front der Hitler-Jugend ab, die ihn vor dem Rundfunkhaus erwartete.
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Eine Zeltstadt zum „Tag der 100000".
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Am 1. und 2. September werden in Frankfurt a. M. die Hitler-Jungen des Gebietes 13 zu einem Gebietsaufmarsch vereinigt sein. Zur Unterbringung der 100 000 Hitler-Jungen sind im Ostpark und im Huthpark Zeltstädte aufgeschlagen worden, von denen hier ein Ausschnitt wiedergegeben wird.
Geschichten aus aller Welt.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!)
Die Japaner essen die meisten Fische.
(bk) Tokio.
Auf die Tatsache, die meisten Fischesser der Erde zu beherbergen, ist Japan stolz. Immerhin ist es auch eine ganz ansehnliche Leistung, innerhalb eines Jahres vier Milliarden Kilo Fische von den 14 Milliarden Kilo, die in dieser Zeit von der ganzen Welt verzehrt werden, zu vertilgen.
Alle anderen Länder folgen erst in sehr weitem Abstand: Die Vereinigten Staaten von Amerika mit 1,5 Milliarden Kilo, Rußland mit 1,4 Milliarden Kilo, England 1,2, Frankreich nur mit 300 Millionen Kilo. Andorra, die Pyrenäen-Republik hält dagegen den „Winzigkeitsrekord" mit 15 000 Kilo jährlichem Fischverbrauch.
Wassertöpfe mit Pocken.
(ns) Kalkutta.
Die Monsune wehen früher als sonst und auch stärker. Daran ist die seltsame atmosphärische Verwirrung dieses ganzen Jahres schuld. Doch die Ursachen interessieren hier weniger, als die Folgen:
Rings um Kalkutta sind in diesen Tagen wenig heile Tontöpfe mehr anzutreffen. Aber man kann viele Frauen auf den Straßen sehen, die mit Steinen ihre Töpfe zerklopfen oder ins Wasser versenken.
Warum diese Vernichtung? „Weil die Töpfe die Pocken haben!" Kein Europäer glaubt es und kein gebildeter Inder hält das für wahr. Aber auf deren Tontöpfe kommt es ja auch nicht an. Die werden glasiert sein und haben nicht diese — Pocken.
Die Regierung hat die besten eingeborenen und weißen Wissenschaftler mit der Klarstellung dieses Phänomens beauftragt, das sich so verblüffend ausnahm, daß die Inderinnen meinten, die Töpfe hätten eben die Pocken und von ihnen würden sie auf die Menschen überspringen.
Die Wissenschaft hat untersucht und gesprochen: Der Monsun ist schuld. Die Hitze hat im Verein mit dem Monsun die in den porösen Töpfen befindlichen Wassertropfen aufgetrieben und zum Platzen gebracht. Und das Ganze sieht dann aus, als wenn der Topf die Pocken hätte. Gefördert wird das Gerücht — von den Töpfern, die denn auch bereits gute Geschäfte mit „gesunden" Töpfen machen ...
„Ehrensträfling" von Sing-Sing bekommt einen Diener.
(th) Chikago.
Rabat muß einst ein sehr schöner Bursche ge- wesen sein. Denn sie verurteilten ihn zu lebenslänglichem Aufenthalt in der Verbrecherkolonie Sing-Sing und begnadigten ihn auch nicht, als er feine 30 oder 40 Jahre abgebüßt hatte. Robat sah das alte Sing-Sing und das neue. Er sah die größten Banditen des Jahrhunderts und die besten Direktoren aller Jahrzehnte.
Er ist nun in diesen Tagen 100 Jabre alt geworden, der alte Robat. Seine Gefährlichkeit hat sich abgeschliffen. Man hält ihn heute für einen harmlosen älteren Herrn, den man freilich auch zu seinem 100. Geburtstage nicht mehr begnadigen kann. Einmal wegen der Gesetze und dann auch, weil er sich nicht mehr zurechtfinden würde.
„Mir geht es ja auch sehr gut hier!" meinte er, als man ihm zu seinem 100. Geburtstag gratulierte. Wenn die ersten hundert Jahre einmal herum sind, hört die Feindschaft ja auf, meinte auch der Direktor von Sing-Sing und brachte einen Negersträfling mit in die Zelle des Alten. „Das wird dein Diener fein, Robat. Auf deine alten Tage muß man es dir ein wenig bequemer machen. Das geht doch nicht mehr so mit dem Bettenmachen und dem Stiefelputzen, wie?"
Robat nickte verbindlich und betrachtet sich seit diesem Tage gewissermaßen als Ehrenmitglied von Sing-Sing.
Lily will keine Stenern bezahlen.
(ur) Buenos Aires.
In den nächsten Tagen wird in den amtlichen Blättern von Buenos Aires eine Anzeige zu lesen sein: dort und dort würden die Schmucksachen und Kleider der Metropolitan-Opera-Sängerin Lily Pons öffentlich versteigert. Man wird sich drängen, um diese Schätze zu sehen und — zu ersteigern.
Lily Pons aber ist längst in Rio de Janeiro — ohne Schmuck und mit ganz wenigen Kleidern. Wieso man der bekannten Sängerin die Juwelen versteigert? Weil sie ihre Steuern von ihren Konzerteinnahmen nicht bezahlen wollte. Sie hatte früher einmal ein Konzert gegeben und war dann, ohne die Steuern zu zahlen, verschwunden. Als sie jetzt ein neues Konzen ansetzte, beschlagnahmte man schon vom Vorverkauf den ganzen Steuerbetrag. Aber Lily Pons war so wütend darüber, daß sie das Konzert abblies. Die Polizei bekam Wind davon und beschlagnahmte Juwelen und Kleider. Sie ist unerbittlich, die Polizei von Buenos Aires — erst die Steuern, dann alles andere. Die Welt harrt gespannt der Versteigerung. Denn die Juwelenpreise stehen schlecht in Buenos Aires. Und für „alte Kleider" zahlt man auch keine Vermögen ... Lily Pons singt derweilen schmollend in Rio.
Das Taschengeld einer Neunjährigen.
(th) N e u y o r k.
Amerikanische Blätter veröffentlichen Ziffern aus dem privaten „Haushaltsplan" einer jungen Dame des Landes. Diese junge Amerikanerin, mit Namen Miß Lucy Thomas, braucht wöchentlich rund 2500 Mark nach deutschem Gelde für ihre persönlichen Ausgaben. Zu den regelmäßigen wöchentlichen Ausgabenposten gehören:' etwa 500 Mark für Hotelmieten usw., 150 Mark für Chauffeur und Kindermädchen, 50 Mark für Massage und 100 Mark für sonstige Schönheitspflege, rund 150 Mark für Sonderausgaben beim Delikatessenhändler für Kaviar, Pasteten, Schokolade, Artischocken usw.; und allein die Instandhaltung und Stimmung ihres Pianos verschlingt monatlich 250 Mark. — — —
Das erwähnte Kindermädchen ist das der Miß Lucy selbst, denn diese junge Dame zählt erst — neun Lebensjahre und gibt darum auch wöchentlich 40 bis 50 Mark für Spielfachen aus.
Miß Lucy erbte von ihrem kürzlich verstorbenen Vater, einem bekannten amerikanischen Rennstall- besitzer, das schöne Sümmchen von vier Millionen Dollar, deren Zinsen ihr nach den Bestimmungen ausdrücklich zum Lebensgenuß zur Verfügung stehen. Ein großer Erzieher scheint der verstorbene Herr Papa nicht gewesen zu sein.
Der Gitterzaun von Naarden.
(j) Amsterdam.
Auch in dem sonst so gemütlichen Holland lassen die Behörden nicht mit sich spaßen. Das mußte kürzlich zu seinem Leidwesen auch Mijnheer L. erfahren, der sich in Naarden am Rembrandtlaan eine schmucke Villa gekauft hatte. Er war gerade eingezogen, als er eine Zuschrift des Magistrats von Naarden erhielt, in dem er aufgefordert wurde, einen Streifen feines Vorgartens zwecks Verbreiterung des Rembrandtlaans abzutreten. Herr L. lehnte das unter der Begründung ab, gerade der schöne Vorgarten habe ihm seinerzeit derart in die Augen gestochen, daß er nur seinetwegen sich zum Kaufe dieser Villa entschlossen habe. Er denke daher gar nicht daran, irgend etwas von seinem neuen Besitz abzutreten. Äuf eine zweite Aufforderung hin erhielt die Gemeinde denselben abweisen-
Mutti will schlafen.
Don Martha von Zobett h.
Ort der Handlung: Muttis Zimmer, zu dem die Schwelle schon ordentlich ausgetreten ist. Notwendige Requisiten: ein Sofa, ein Telephon, eine Geldtasche, ein nie zu Ende gelesener Band von Stifters „Studien".
Zeit: eine Viertelstunde nach dem Essen.
Der Vater: „Du siehst so müde aus, Liebste, komm, leg dich ein bißchen aufs Ohr, ich decke dich zu! Und nun Ruhe, Kinder! Wer Mutter stört, wirL von mir eigenhändig verprügelt. Verstanden?"
Chor der Kinder: „Wir sind ganz still!"
Mutti (lächelt etwas skeptisch): „Na, dann möchte ich wirklich mal ... Was wollen Sie, Doris?"
Das Mädchen Doris: „Es ist bloß, weil ich nachher einholen muß ..."
Mutti (betont ernst): „Nachher!"
Doris: „Ja, aber gleich nachher!"
„Mutti (ergeben): „Also, besorgen Sie ..."
Längeres Gespräch. Doris ab.
Fünf Minuten sind vorbei. Mutti bettet sich wieder. Mieze schwebt mit ihrem Silberklingelchen auf lautlosen Katzenpfötchen vorbei.
Chor der Kinder: „Miez, Miez, husch doch! Du störst Mutti!"
Große Katzenjagd. Rettung aufs Büfett. Sturz eines schweren Gegenstandes. Kinderweinen.
Chor der Kinder: „Schschsch!"
Solo (leise und schmerzlich): „Mutti!"
Mutti (noch ergebener): „Komm rein!"
Ein Finger wird verbunden. Zehn Minuten sind um. Mutti bettet sich. Das Telephon gellt.
Die Freundin: „Tag? Wollte bloß mal hören, wie's dir geht! Du sprichst so komisch, ich hab dich doch nicht geweckt? Wir essen heute nämlich später, und nachher schlafe ich ..."
Weitere zehn Minuten sind um. Ruhe. Es klingelt am Eingang.
Richtig, Doris ist fort.
Mutti (erhebt sich, öffnet): „Ich habe doch ausdrücklich gesagt, die Wäsche soll immer vormittags gebracht werden?"
Der Wäschemann (brummig): „Ich muß mich nach meiner Tour richten!'
Gr wird aus der Geldtasche bezahlt, erhält aber fein Trinkgeld und geht brummend ab. Der Chor der Kinder übernimmt die Beaufsichtigung der Wohnungstür. Ruhe. Mutti betftt sich. Es läutet.
Chor der Kinder (haucht leise durch die geschlossene Ziwmertür): „Ein Bettler, ein ganz armer Mann! Er hat kein Hemd, Mutti, sagt er."
Mutti (ärgerlich): „Ich auch nicht!"
Man hört flüsternde Beratung, dann —
Solo: „Mutti, vielleicht einen Fünfer? Nimmt er auch."
Mutti (ergeben): „Hol' ihn dir!"
Das kleinste Solo holt den Fünfer und gibt dafür einen Kuh. Mutti sorgt sich, ob die Wohnungstür auch richtig geschlossen ist. Steht auf, sieht nach. Legt sich wieder hin. Sie hat gerade die Augen geschlossen, da kommt auf Zehenspitzen aus seinem abseits und störungsfrei gelegenen Zimmer
Der Vater (läßt aus Versehen die Tür zuknallen): „Na, meine Gute, ausgeruht? Ich auch. Das war doch ein friedliches halbes Stündchen! Jetzt heißt es hopla, auf!"
Mutti (richtet sich an feiner Hand hoch, seufzend): „Ihr seid so lieb zu mir, du und die Kinder!"
Chor der Kinder (vor der Tür in voller Stärke): „Mutti, bist du wieder wach?"
Das Signal.
Von Ilse Zahrenhoitz.
Eine schlaflose Nacht.
Zwei Uhr vorüber. Totenstille. Mondlicht geistert durch eine Spalte im Vorhang.
Draußen rast ein verspätetes Auto über den glatten Asphalt der Villenstraße: ohne viel Geräusch, । nur ein dumpfes, zitterndes Brausen, das schnell anschwillt und abnimmt. Aber da läßt der Wagen ' ein Signal ertönen, einen langgezogenen Laut, der mich im Innersten trifft. Es ist ein seltsamer Ton, in mittlerer Lage, metallisch, nicht hell, nicht dunkel: rufend, durchdringend, aber nicht grell, fast ein Naturlaut, der aus unbekannten Regionen zu stammen scheint; langhinhallend, immer gleichmäßig stark, langsam verklingend.
Sa ähnlich denke ich mir irgendeinen Laut in der Nacht der endlosen afrikanischen Steppe.
Ein schicksalhafter, unerbittlicher Klang, der mich aufrüttelt. Warum nur? Meine suchenden Gedanken wenden sich in ferne, vergangene Zeiten.
Seelenwanderung?
Vielleicht lebte ich schon einmal, vor Jahrtausenden, im Reiche der Mitte. Und dies war das Signal, das meinen Geliebten, einen großen Feldherrn des Kaisers, im Morgengrauen von meiner Seite riß. Deshalb konnte ich diesen Ton nie wieder vergessen in unzähligen Wiedergeburten.
Vielleicht sprang ich in allerfrühesten Zeiten als 1 leichtfüßiges, schönes, pfeilschnelles Tier durch unermeßlich grüne Wildnis, und ein solcher weit- hallender, durchdringender Ton, dessen Ursprung ich
nicht kannte, warnte mich rechzeitig vor meinen Verfolgern.
Vielleicht war ich Priesterin im Sonnentempel des Aton am Nil in Unterägypten, und dieser Laut erklang vor Sonnenuntergang, um noch zum strengen, heiligen Dienst zu rufen.
Vielleicht spielte ich, ein Kind, im Palast eines Fürsten der Inka, und dies war ein Ton, der von fern an mein Ohr drang, als die beutegierigen Spanier unsere metallenen Kultgefäße zerschlugen.
Vielleicht geschah es einstmals in einer weih- goldenen, überschwänglich heiteren Barockkirche, daß ich durch den ersten einsetzenden Orgelton, der diesem glich, aus flüsternder Unterhaltung aufgeschreckt wurde, über der ich vergessen hatte, das Salve Regina mitzubeten...
Vielleicht..., es gibt so viele Möglichkeiten.
Vielleicht fährst du, mein Liebster — irgendwann, eines Nachts in einem Wagen mit gleichem Signal an meinem Hause vorbei — und ich werde es nicht wissen und dich nicht halten können. Und auch nicht halten wollen.
»Das Schloß im Süden/'
Der Schauspieler Victor de Ko w a, der vor kurzem eine ausgezeichnete Leistung in dem Film „Kleiner Mann — was nun?" vorführte, spielt die Hauptrolle im „Schloß im Süden", und zwar eine Doppelrolle oder vielmehr eine Rolle mit doppeltem Boden, worauf die ganze Handlung sich aufbaut: ein leibhaftiger Prinz wird von einer mit Außenaufnahmen beschäftigten Filmgesellschaft per Zufall für einen kleinen Komparsen ohne Engagement angesehen, geht auf den Spaß ein und muß alsbald das spielen, was er wirklich ist: einen Prinzen. Spiel und Wirklichkeit mischen sich in einem Schloß im sonnigen Süden zu einer episodenhaften Komödie der Irrungen und gipfeln in einer romantischen Liebesgeschichte und der für den Zuschauer leicht vorauszusehenden Entwirrung des Knotens. Geza von Bolvary führt Regie und glänzt mit bewegten Volksszenen und wirklich malerischen Landschaftsbildern. Die Inszenierung muß der Ufa übrigens allerhand gekostet haben. Die komischen Pointen bringt Paul Kemp — am schönsten in der Liebeserklärung mit Böllerschuß. Liane Haid als intrigante Filmdiva, Helga Jürgensen als Beatrix, Jessie Vihrog und Gülstorfs zeichnen sich im Ensemble aus. Die Musik von Franz G r o t h e ist ziemlich nüchtern und konventionell. — Im Beiprogramm: ein luftiger Kurztonfilm mit Jacob T i e d t k e , sowie je ein Vorspann zu „Ma- nolescu" und .Csardasfürstin". (Lichtspielhaus.)
Zeitschriften.
Man sollte denken, daß die „Wandlungen der Weltanschauun g", die sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten vollzogen haben und denen das Augustheft der „Süddeutschen Monatshefte" (München) gewidmet ist, schwer auf einen Nenner, zu einer einheitlichen Gesamtschau zu bringen seien. Daß dem nicht so ist und daß sich die durch den Blutstrom des Volkes getragene Weltan- schauung in der scheinbaren Verschiedenheit der wissenschaftlichen Anschauungspunkte letztlich doch als eine gewaltige Einheit offenbart, — dies nachzuweifen, war Zweck des Heftes. Mit dem durch den nationalen Umbruch bedingten, grundsätzlich ver- änderten Verhältnis von „Weltanschauung und Wissenschaft", besaßt sich der Einleitunqsaufsatz des Heidelberger Pädagogen Univ.-Prof. Ernst K r i e ck. Die Geisteswissenschaft konnte diesem neuen teilweise politischen Impuls unschwer folgen, da die Ganz- heitsphilosophie, ja auch die Psychologie und noch mehr natürlich die Soziologie solchen Gedankengängen von sich aus nahegekommen war. Das zeigen die Aufsätze von Priv.-Dozent Dr. Reinhard Höhn (Heidelberg): „Die Wandlung in der Soziologie" und von Univ.-Prof. Dr. Gerhard Pfähler (Gießen): „Wandlungen in der Psychologie". Was dagegen nicht so selbstverständlich erscheint, ist der „Grundlagenwandel in den Naturwissenschaften", über den Prof. Dr. Bernhard B a v i n k (Bielefeld) berichtet. Auf andere Pfade führt der geopolitisch aesehene Aufsatz von Univ.-Prof. Dr. Karl Haushofer: „Das Problem Westen und Osten." Hier ist ein einheitliches Ergebnis der Natur der Sache nach unmöglich. West und Oft find und bleiben Gegensätze schon ob der rassischen Verschiedenheiten ihrer Völker, deren jüngste Entwicklung nicht zu einer Zersetzung des Ostens durch die Weltanschauung des Westens, sondern zu einer gewaltigen geistigen, durchaus asiatischen Entwicklung des Ostens führte.
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In der Theologischen Fakultät der Universität Marburg wurde der Ordinarius für Kirchengeschichte, Professor D. Herme 1 ink zur Disposi- Hon gestellt und seines Lehrstuhls enthoben.
Professor D. Freiherr von Soden, Ordinarius für neutestamentliche Theologie und Kirchengeschichte an der Universität Marburg, ist auf Grund des § 6 des Beamtengesetzes in den Ruhestand versetzt worden.
Lic. D. Doerne, Studiendirektor am Prediger- stminar in Lückendorf, ist mit Wirkung vom 1. Oktober d. I. an zum Ordinarius für praktische Theologie und Pädagogik an der Universität Leipzig ernannt worden.


