Dienstag, 2. Januar <934
IM. Jahrgang
Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher
Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Reichspfennig; für Textanzeigen von 70 rnm Breite 60 Reichspfennig, Platzvorschrift 25% mehr
Chefredakteur:
Dr. Friedr. Wilh. Lange Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H. Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil i. V. Th. Kümmel sämtlich in Gießen
Hr. 1 Erstes Blatt
Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gienener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle
Monats-Bezugspreis:
Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt
Hernfprechanschliifse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen
Postscheckkonto:
Zrantsurt am Main 11686
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Druck und Verlag: Vrühl'sche Univerfitäts-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Gießen. Scstriftlertung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7
Deutschland tritt über die Schwelle des neuen Jahres.
Eine Reujahrsboischast des Führes: Dank für das Lahr der deutschen Revolution. — Parole für das kommende Lahr des deutschen Aufbaus.
Berlin, 2. Ian. (DNB.) Der „Völkische Beobachter" veröffentlicht in großer Aufmachung einen Neujahrsaufruf des Führers an die Partei, in dem es heißt:
Nationalsozialisten, Nationalsozialistinnen, Parteigenossen!
12 Wahlkämpfe im Jahre 1932 hatten auch an unsere eigene Kraft und unsere Nerven d i e schwer st en und Höch st en Anforderungen gestellt und trotzdem! Niemals hatte ich die Notwendigkeit, den Kampf um die Macht ohne Kompromisse bis zur letzten Konsequenz sortzufüh- ren mehr erkannt, als damals, niemals war ich mehr bereit, dieser Erkenntnis blind zu gehorchen, niemals aber hat sich zugleich Euere Treue und Anhänglichkeit, meine Parteigenossen und -genossinnen, mehr bewährt als in dieser letzten schwersten und entscheidenden Zeit! Dreizehn Jahre lang habe ich als Nationalsozialist und als Euer Führer mit äußerstem Fanatismus die These vertreten, daß das Wort Kapitulation in unserem Lexikon nie zu finden sein darf. Es ist immer noch besser, in Ehren vernichtet zu werden, als sich Feinden freiwillig zu unterwerfen. Der Erfolg des 15. Januars 1933 in Lippe-Detmold führte zur endgültigen Entmutigung unserer Gegner und leitete damit jene große Umwälzung ein, die Deutschland seit vielen Jahrhunderten erlebt hat. Am 30. Januar wurde durch den großherzigen Entschluß des Herrn Reichspräsidenten die nationalsozialistische Bewegung mit der Führung des Reiches betraut.
Was sich in den zurückliegenden elf Monaten seitdem in Deutschland vollzogen hat, ist ein Wandel von so wundervollem Inhalt und Ausmaß, daß ihn spätere Generationen schwerlich in seinem Umfange werden erfassen können. Am 12. November
haben sich nahezu 50 Millionen Deutsche zu diesem Regiment und über 40 Millionen zu unserer Politik bekannt!
Getreu dem Programm unserer Bewegung haben wir in diesen elf Monaten einen unerbittlichen Kamps ausgenommen gegen die Feinde und Zerstörer unseres Volkes und Vaterlandes. Die große mir selbst gestellte Aufgabe meines Lebens hat in knapp sechs Monaten ihre Erfüllung gefunden. Der Marxismus wurde vernichtet und der Kommunismus zu Boden getreten! Der Marxismus in Deutschland existiert nicht mehr! Der Nationalsozialismus ist Sieger geblieben und wird feine Gegner niemals mehr sich erheben lassen! Wir haben dem Marxismus nicht die Organisationen verboten, nein, wir haben ihm das Volk genommen. Der deutsche Arbeiter ist nicht mehr ein Fremdkörper im nationalen Staate, sondern die tragende Kraft der deutschen Nation. Und so wie der marxistische Feind vernichtet wurde, sind die bürgerlichen Parteien beseitigt. Die Organisationen der Klassenspaltung, des Klassenhasses und des Klassenkampfes sind auf beiden Seiten aufgelöst und weggefegt. Der Staat dieser Parteien aber, er existiert nicht mehr. Den parlamentarischen Geschäften mit ihren korrump- tierenden Kuhhandel ist ein für allemal ein Ende bereitet worden. Das nationalsozialistische Prinzip der Autorität bet 3üt)tung hat die parlamentarische Unfähigkeit besiegt.
ken den Männern der Organisation unserer Bewegung, unseren Amtswaltern, will danken den Männern unserer Propaganda und unserer Presse, will danken den hunderttausenden Frauen, Mitkämpferinnen und Helferinnen für unser neues Reich. Und ich will weiterhin danken den Männern der großen Organisation m e i n er S A. und SS., und ich will dabei insbesondre auch jenen danken, die ähnliche Ziele verfolgend, aus einem anderen Lager zu uns gestoßen sind und nun heute als Stahlhelmkameraden zu uns gehören für immer. Ich will danken meinen alten treuen Mitkämpfern, die heute a l s Führer der gewaltigen Organisation unserer Bewegung, in der SA. und SS., dem Stahlhelm, in der Jugend sowie in der Presse oder im Staatsdienst die Garanten für das Gelingen der nationalsozialistischen Revolution waren und für immer sein werden, danken dem Manne, der als Führer des Stahlhelms über die persönliche Verbundenheit hinaus, in großherziger Weise seinen verband der nationalsozialistischen Bewegung eingegliedert hat, und will endlich auch jenen danken, die, obwohl nicht zu uns gehörend, dennoch mi t mir und mit uns im Sinne unserer na
tionalsozialistischen Idee und für unsere nationalsozialistische Revolution eingetreten sind und weiterhin mit uns kämpfen wollen. So verlassen wir das Jahr der deutschen Revolution und gehen als Nationalsozialisten hinein in das Jahr des deutschenAufbausmit dem gegenseitigen Versprechen, eine verschworene Gemeinschaft zu sein, erfüllt von dem einzigen glühenden Wunsch, unserem deutschen Volke dienen zu dürfen zu seinem friedlichen Glück.
München, den 1. Januar 1934.
Gez.: Adolf Hitler.
Der Appell des Führers.
München, 1. Jan. (DNB.) Der „Völkische Beobachter" veröffentlicht folgendes Geleitwort des Führers für 1934: Seid in den kommenden Mona- ten und Jahren hartund entschlossen, treu und zugleich diszipliniert. Kennt kein anderes Ziel, als Deutschland wieder glücklich und da- mit wieder frei zu machen, kein anderes Ziel, als den Millionen unserer Volksgenossen wieder ihre Ehre zurückzugeben. Am Anfang unseres Kampfes stand Deutschland, am Ende unseres Kampfes wird wiederum Deutschland stehen.
gez.: Adolf Hitler.
Gegenseitiges Vertrauen die Voraussetzung jeder Zusammenarbeit.
Willensgemeinschast des Volkes.
Wir alle sind uns dabei im klaren, daß die Durchdringung unseres öffentlichen Lebens mit diesen neuen Gedanken nicht in wenigen Monaten erfolgen kann, sondern einer jahrzehntelangen Erziehung und dauernden Weiterbildung bedarf. Gleichlaufend mit dieser Ueberwindung des Parteienstaates erfolgte die Stärkung der Autorität des Reichsgedankens. Diese Neubildung des Reiches erhält aber ihre höchste Bedeutung erst durch die Bildung einer wirklichen deutschen Nation. Das deutsche Volk hat sich über Parteien — Stände — Konfessionen und Weltanschauungen hinweg endlich zu ei a e r E i n - heit zusammengefunden. Den Schädlingen an dieser Gemeinschaft aber ist auf allen Gebieten unseres öffentlichen Lebens ein unbarmherziger Kampf angesagt worden.
Wir haben uns bemüht, die W i r t s ch a f t von jenen Parasiten zu befreien, die in der organisierten Zersplitterung das heil ihrer eigenen Existenz erblickten. Wir haben daher den internationalen marxistischen Zerstörern unseres uralten Gewerkschaftsgedankens die Organisationen genau so aus den Händen genommen, wie umgekehrt auch den Vertretern großkapitalistischer Syndikate. Wir haben damit das Vertrauen der gesamten Wirtschaft in die politische Führung der Nation so gestärkt, daß sie nunmehr auch ihrerseits den großen Aufgaben gerecht werden konnte, die wir ihr zu stellen gezwungen waren. Denn die Katastrophe unterer Arbeitslosigkeit kann nur behoben werden d u r ch d i e ä u ß e r st e n A n st r e n- qungen aller, denen wieder allein das gläubigste Vertrauen die Voraussetzungen zum Erfolge schaffen kann. Und in knapp elf Monaten ist es uns gelungen, einen hohen Prozentsatz der deutschen Arbeiter und Angestellten wieder in eine allen nützliche Produktion zurückzuführen.
Gewaltig sind die wirtschaftlichen Aufgaben, die wir uns stellten und an deren Erfüllung wir tätig sind. DieMotorisierungunseres Verkehrswesens hat in diesem Jahr einen außerordentlichen Aufschwung genommen. Ein gewaltiges Straßennetz befindet sich im Van. Heber 1,5 Millionen Bauarbeiter und Handwerker sind zur Zeit in Deutschland damit beschäftigt, Reparaturen an Häusern und Wohnungen anszusühren. Große öffentliche und private Staats- und Monumentalbauten sind begonnen worden. Der planmäßigen Zerstörung des B a uern- tu ms wurde von oben herunter Einhalt ge-> boten. Ungeheuere soziale hilfswerke sind ins Leben gerufen. Es ist unser unerfdjüt- terlicher Wille, genau so wie wir bisher in 14 Jahren den Kampf um die Macht erfolgreich bestanden haben, am Schluß auch den Kampf gegendieNot erfolgreich zu beenden!
Indem wir das Zentrum vernichteten, haben mir nicht nur Tausende von Priestern wieder in die Kirche geführt, sondern Millionen von anständigen Menschen den Glauben an die Religion und die Priester zurückgegeben. Der Zusammenschluß der evangelischen K ' r ch e zur Reichskirche, das Konkordat mit der katholischen Kirche, sie sind nur Marksteine auf dem Wege zur Herstellung eines nützlichen Verhältnisses und einer nützlichen Zusammenarbeit zwischen dem Reiche und den beiden Konfessionen. Der Kampf gegen die religiösen, sittlichen und moralischen Verfallserscheinungen wäre aber zwecklos geblieben, wenn wir nicht d i e d e u t s ch e P r e s s e aus dem Niveau einer manchmal geradezu planmäßigen Zersetzungs- I arbeit berausqehoben hätten.
3u sich selbst zunickgefmiden.
Oer höchste und schönste Erfo'g dieses Jahres.
Wenn bas deutsche Volk den großen Kampf unserer Bewegung und der von ihr getragenen deutschen Regierung um den Frieden, die Ehre und die Gleichberechtigung am 12. November mit dem gewaltigsten Votum, das jemals abgegeben wurde, unterstützte, dann weih ich, daß dies nicht so sehr ein Zeichen für die Vorzüglichkeit seiner heutigen Regierung ist, als vielmehr ein Zeichen für die innere 21 n ft ä n - digkeit unseres Volkes selbst, das sich wieder zu seinem besseren Ich zurückgefunden hat. Und dies ist d e r h ö ch st e u n d s ch ö n st e Erfolg dieses Jahres!
Wenn dieses große Werk der Reorganisation unseres Volkes und Reiches so erfolgreich m Angriff genommen werden konnte, dann war esnur möglich dank dem Geist der nat.onalsoz.al. t.scheu Partei. Ihr, meine Parteigenossen und -genossinnen, seid die Träger unseres K a m p f e s t n d e r Vergangenheit gewesen, und Ihr allein Cnnm di- Garanten sein für den Aufbau in
der Zukunft! Ohne die nationalsozialistische Partei ohne die SA. und SS. hätte aber selbst eine deutsche Erhebung nur den Charakter eines blutigen Gemetzels annehmen können und nur dank ihr ist eine der größten Revolutionen der Weltgeschichte in einer Disziplin und einer Ordnung vollzogen worden, die nur in einem einzigen Staat der neueren Zeit em Vorbild und Gleichnis besaß: In Italien, der faschistischen Revolution.
Das Ziel unseres Kampfes für die deutsche Nation auch nach außen ist kein anderes als unserem Volke die Ehre und die Gleichberechtigung zu geben und aufrichtigen Sinnes m i r z u - helfen an der Vermeidung eines Blutvergießens in der Zukunft, in dem wir ehemaligen Soldaten des Weltkrieges nur eine neue Völkerkatastrophe eines w ahn - finnig gewordenen Europas erblicken könnten.
So will ich am Ende dieses Jahres nun all den Mitkämpfern der Partei d a n k e n, ich will ban-
Deutschlands Wünsche an die Welt.
Der Reujahrsmorgen in der Reichshauptstadt.
Berlin, 1. Jan. (DNB.) Am Neujahrsmorgen fand in der Reichshauptstadt zum ersten Male seit vielen Jahren wieder ein großes Wecken statt. Der Tiergarten lag noch im Dunkeln, als das Musikkorps und die Spielleute der Landespolizeigruppe Wecke z. b. V. eintrafen, um zum großen Wecken aufzuziehen. Unter den Klängen des Deutschlandliedes und der Preußenhymne marschierte die Truppe durch das Brandenburger Tor, wo sich eine zahlreiche Menschenmenge versammelt hatte. Durch die Friedrichstraße ging der Marsch zum Potsdamer Platz und von dort zur Wohnung des Ministerpräsidenten Göring. Das Musikkorps nahm im Garten Aufstellung und spielte den Marsch des ehemaligen Regiments des Ministerpräsidenten, der 112er, sowie den Friedericus Rex und den York-Marsch. Von Tausenden begleitet zog darauf die Truppe wieder zurück.
Kurz vor 10 Uhr marschierte d i e Ehrenwache für den Reichspräsidenten von der Kaserne in der Rathenower Straße ab. Der Marsch ging zunächst zum R eichsehrenmal Unter ben ßinben und von dort zum Reichspräsidentenpalais. Die Ehrenwache besteht aus einem Zug des in Neiße liegenden 7. Reichswehrregiments. Unter dem Jubel der Menge trat der Reichspräsident vor das Portal,'wo er die Meldung des Zugführers Leutnant Schindler persönlich entgegennahm.
Die Wünsche des Diplomatischen Korps.
Berlin, 1. Jan. (DNB.) Anläßlich des Neujahrstages fanden bei dem Herrn Reichspräsidenten die üblichen Empfänge statt, die um 10,45 Uhr durch das Aufziehen der Wache eingeleitet wurden, deren Meldung der Herr Reichspräsident an der Tür seines Hauses entgegennahm. Um 11 Uhr empfing der Herr Reichspräsident in seinem Arbeitszimmer eine Abordnung der „Salzwirker-Brüderschaft in Thale zu Hall e", die ihm altem Brauch der Halloren Salz, Schlackwurst und ein Neujahrglückwunschsgedicht, den sogenannten Neujahrscarmen, überbrachte. Der Herr Reichspräsident dankte mit herzlichen Worten und sprach der Abordnung seine besten Neujahrswünsche aus.
Um 11.30 Uhr begann die Anfahrt des Dipl o m a t i s ch e n K o r p s. Die Chefs der beim Reich beglaubigten fremden diplomatischen Vertretungen, denen eine im Ehrenhof aufgestellte Abteilung Reichswehr unter Führung eines Offiziers bei'ihrem Eintreffen militärische Ehrenbezeugungen erwies, versammelten sich in dem großen Saal des Reichspräsidentenhauses. Um 12 Uhr betrat der Herr Reichspräsident den Saal, gefolgt vom Herrn Reichskanzler, dem Reichsminister des Auswärtigen Frh. v. Neurath nebst den Herren der Umgebung.
der apostolische Nuntius Msar. Cesare Orseniao
bracht-: als Doyen des Diplomatischen Korps dessen Glückwünsche in einer Ansprache zum Ausdruck, in der er u. a. ausführte: Das zur Neige gegangene
Jahr ist für Deutschland außerordentlich reich an Ereignissen politischer, wirtschaftlicher und sozialer Art gewesen, und wir haben sie mit der lebhaftesten Aufmerksamkeit verfolgt. Für uns, die unmittelbaren Zeugen der Wechselfälle, von denen die Geschichte der letzten Jahre dieses Landes durchweht ist, war es nicht schwer, uns klar zu werden über den tiefgehenden politischenUm- s ch w u n g, der für Ihr Land einen wahren Wendepunkt der Geschichte bezeichnet. Unsere Herzen haben sich gefreut, als die Männer, denen Eure Exzellenz die Geschicke dieses Landes anoer- traut haben, feierlich ihre Bereitwilligkeit erklärten, die zwischen Deutschland und den anderen Nationen schwebenden Angelegenheiten auf dem friedlichen Wege freundschaftlicher Verständigung zu regeln. Im Glanze so edler Versprechungen begrüßen wir vertrauensvoll die Morgenröte des neuen Jahres und entbieten Ihnen, Herr Reichspräsident, die heißesten und aufrichtigsten Wünsche für die Wohlfahrt und das Gedeihen Ihres Vaterlandes.
Der Reichspräsident
erwiderte darauf in einer Ansprache, in der er erklärte: Mit Recht haben Sie darauf hingewiesen, daß das vergangene Jahr für Deutschland außergewöhnlich reich an Ereignissen von weittragender Bedeutung gewesen ist. Das Jahr 1933 muß in der Tat als ein Wendepunkt in der Geschichte Deutschlands bezeichnet werden. Das deutsche Volk hat binnen kurzer Frist eine völlig geistige und seelische Wiedergeburt erfahren. Es ist nach langen Jahren voller Not und Leid z u neuem Lebensmut erwacht. Die zielde- mußt Führung des Staates, getragen von dem Vertrauen und dem Opferwillen aller Volksgenossen, hat es ermöglicht, der fortschreitenden Verelendung der Bevölkerung zu steuern. Der innere Hader ist gebannt. Mit der Hoffnung sieht vor allem die deutsche Jugend wieder in eine bessere Zukunft.
Diese Wiedergesundung eines großen Landes wird sich — davon bin ich überzeugt — immer mehr als eine Sicherung des Friedens und der internationalen Wohlfahrt auswirken. Sie selbst, Herr Nuntius, haben auf die feierlich verkündete Friedenspolitik der Reichsregierung hin- gewiefen. Ich, der ich als Soldat die Schrecken dreier Kriege erlebt habe, weih, daß Regierung und Volk nichts anderes wollen, als auf der Grundlage von Ehre und Gleichberechtigung in Eintracht mit allen anderen Nationen zu leben. Mit der deutschen Gleichberechtigung wird < u ch das Vertrauen wiederhergestellt fejK, das die unerläßliche vorausseh» "g für eine fruchtbare Zusammenarbeit der R^ierungen bildet.
Die hessische Gtaat^egierung zum Lahres»^chlel.
Darmstadt. 30. Dez. Das Jahr 1933 hat der Nationalsozialist^ Bewegung den hark erkämpften Sieg gebrack unö lwgczeigl,
daß die Bewegung anb faWfl lst, die Ge-


