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1.1.1934
 
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Dienstag, 2. Januar <934

IM. Jahrgang

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Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Deutschland tritt über die Schwelle des neuen Jahres.

Eine Reujahrsboischast des Führes: Dank für das Lahr der deutschen Revolution. Parole für das kommende Lahr des deutschen Aufbaus.

Berlin, 2. Ian. (DNB.) DerVölkische Be­obachter" veröffentlicht in großer Aufmachung einen Neujahrsaufruf des Führers an die Partei, in dem es heißt:

Nationalsozialisten, Nationalsozialistinnen, Parteigenossen!

12 Wahlkämpfe im Jahre 1932 hatten auch an unsere eigene Kraft und unsere Nerven d i e schwer st en und Höch st en Anforderun­gen gestellt und trotzdem! Niemals hatte ich die Notwendigkeit, den Kampf um die Macht ohne Kompromisse bis zur letzten Konsequenz sortzufüh- ren mehr erkannt, als damals, niemals war ich mehr bereit, dieser Erkenntnis blind zu gehorchen, niemals aber hat sich zugleich Euere Treue und Anhänglichkeit, meine Parteigenossen und -genossinnen, mehr bewährt als in dieser letzten schwersten und entscheidenden Zeit! Dreizehn Jahre lang habe ich als Nationalsozialist und als Euer Führer mit äußerstem Fanatismus die These ver­treten, daß das Wort Kapitulation in unserem Lexikon nie zu finden sein darf. Es ist immer noch besser, in Ehren vernichtet zu werden, als sich Fein­den freiwillig zu unterwerfen. Der Erfolg des 15. Januars 1933 in Lippe-Detmold führte zur end­gültigen Entmutigung unserer Gegner und leitete damit jene große Umwälzung ein, die Deutschland seit vielen Jahrhunderten erlebt hat. Am 30. Januar wurde durch den großherzigen Entschluß des Herrn Reichspräsidenten die nationalsozialistische Bewe­gung mit der Führung des Reiches betraut.

Was sich in den zurückliegenden elf Monaten seit­dem in Deutschland vollzogen hat, ist ein Wandel von so wundervollem Inhalt und Ausmaß, daß ihn spätere Generationen schwerlich in seinem Um­fange werden erfassen können. Am 12. November

haben sich nahezu 50 Millionen Deutsche zu diesem Regiment und über 40 Millionen zu unserer Poli­tik bekannt!

Getreu dem Programm unserer Bewegung haben wir in diesen elf Monaten einen uner­bittlichen Kamps ausgenommen gegen die Feinde und Zerstörer unseres Volkes und Vaterlandes. Die große mir selbst gestellte Aufgabe meines Lebens hat in knapp sechs Monaten ihre Er­füllung gefunden. Der Marxismus wurde vernichtet und der Kommunismus zu Boden getreten! Der Marxismus in Deutschland existiert nicht mehr! Der National­sozialismus ist Sieger geblieben und wird feine Gegner niemals mehr sich erheben lassen! Wir haben dem Marxismus nicht die Organisationen verboten, nein, wir haben ihm das Volk genommen. Der deutsche Arbeiter ist nicht mehr ein Fremdkörper im nationalen Staate, sondern die tragende Kraft der deutschen Nation. Und so wie der marxistische Feind vernichtet wurde, sind die bürgerlichen Parteien beseitigt. Die Organisationen der Klassenspaltung, des Klas­senhasses und des Klassenkampfes sind auf beiden Seiten aufgelöst und weggefegt. Der Staat dieser Parteien aber, er existiert nicht mehr. Den par­lamentarischen Geschäften mit ihren korrump- tierenden Kuhhandel ist ein für allemal ein Ende bereitet worden. Das nationalsozialistische Prin­zip der Autorität bet 3üt)tung hat die parlamentarische Unfähigkeit besiegt.

ken den Männern der Organisation unserer Be­wegung, unseren Amtswaltern, will danken den Männern unserer Propaganda und unserer Presse, will danken den hundert­tausenden Frauen, Mitkämpferinnen und Helferinnen für unser neues Reich. Und ich will weiterhin danken den Männern der großen Or­ganisation m e i n er S A. und SS., und ich will dabei insbesondre auch jenen danken, die ähnliche Ziele verfolgend, aus einem an­deren Lager zu uns gestoßen sind und nun heute als Stahlhelmkameraden zu uns gehören für immer. Ich will danken mei­nen alten treuen Mitkämpfern, die heute a l s Führer der gewaltigen Organisation unserer Bewegung, in der SA. und SS., dem Stahl­helm, in der Jugend sowie in der Presse oder im Staatsdienst die Garanten für das Gelingen der nationalsozialistischen Revolution waren und für immer sein werden, danken dem Manne, der als Führer des Stahlhelms über die persönliche Verbundenheit hinaus, in großher­ziger Weise seinen verband der nationalsozia­listischen Bewegung eingegliedert hat, und will endlich auch jenen danken, die, obwohl nicht zu uns gehörend, dennoch mi t mir und mit uns im Sinne unserer na­

tionalsozialistischen Idee und für unsere natio­nalsozialistische Revolution eingetreten sind und weiterhin mit uns kämpfen wollen. So verlassen wir das Jahr der deutschen Revolution und gehen als Nationalsozialisten hinein in das Jahr des deutschenAufbausmit dem gegenseitigen Versprechen, eine verschwo­rene Gemeinschaft zu sein, erfüllt von dem ein­zigen glühenden Wunsch, unserem deut­schen Volke dienen zu dürfen zu seinem friedlichen Glück.

München, den 1. Januar 1934.

Gez.: Adolf Hitler.

Der Appell des Führers.

München, 1. Jan. (DNB.) DerVölkische Be­obachter" veröffentlicht folgendes Geleitwort des Führers für 1934: Seid in den kommenden Mona- ten und Jahren hartund entschlossen, treu und zugleich diszipliniert. Kennt kein an­deres Ziel, als Deutschland wieder glücklich und da- mit wieder frei zu machen, kein anderes Ziel, als den Millionen unserer Volksgenossen wieder ihre Ehre zurückzugeben. Am Anfang unseres Kampfes stand Deutschland, am Ende unseres Kampfes wird wiederum Deutschland stehen.

gez.: Adolf Hitler.

Gegenseitiges Vertrauen die Voraussetzung jeder Zusammenarbeit.

Willensgemeinschast des Volkes.

Wir alle sind uns dabei im klaren, daß die Durch­dringung unseres öffentlichen Lebens mit diesen neuen Gedanken nicht in wenigen Monaten er­folgen kann, sondern einer jahrzehntelan­gen Erziehung und dauernden Wei­terbildung bedarf. Gleichlaufend mit dieser Ueberwindung des Parteienstaates erfolgte die Stärkung der Autorität des Reichsgedankens. Diese Neubildung des Reiches erhält aber ihre höchste Bedeutung erst durch die Bildung einer wirklichen deutschen Nation. Das deutsche Volk hat sich über Parteien Stände Konfessionen und Welt­anschauungen hinweg endlich zu ei a e r E i n - heit zusammengefunden. Den Schädlingen an dieser Gemeinschaft aber ist auf allen Gebieten unseres öffentlichen Lebens ein unbarmherziger Kampf angesagt worden.

Wir haben uns bemüht, die W i r t s ch a f t von jenen Parasiten zu befreien, die in der organisier­ten Zersplitterung das heil ihrer eigenen Existenz erblickten. Wir haben daher den internationalen marxistischen Zerstörern unseres uralten Gewerk­schaftsgedankens die Organisationen genau so aus den Händen genommen, wie umgekehrt auch den Vertretern großkapitalistischer Syndikate. Wir haben damit das Vertrauen der gesamten Wirt­schaft in die politische Führung der Nation so gestärkt, daß sie nunmehr auch ihrer­seits den großen Aufgaben gerecht werden konnte, die wir ihr zu stellen gezwungen waren. Denn die Katastrophe unterer Arbeitslosigkeit kann nur be­hoben werden d u r ch d i e ä u ß e r st e n A n st r e n- qungen aller, denen wieder allein das gläu­bigste Vertrauen die Voraussetzungen zum Erfolge schaffen kann. Und in knapp elf Monaten ist es uns gelungen, einen hohen Prozentsatz der deut­schen Arbeiter und Angestellten wieder in eine allen nützliche Produktion zurückzuführen.

Gewaltig sind die wirtschaftlichen Aufgaben, die wir uns stellten und an deren Erfüllung wir tätig sind. DieMotorisierungunseres Verkehrswesens hat in diesem Jahr einen außerordentlichen Aufschwung genommen. Ein gewaltiges Straßennetz befindet sich im Van. Heber 1,5 Millionen Bauarbeiter und Handwerker sind zur Zeit in Deutschland damit beschäftigt, Reparaturen an Häusern und Wohnungen anszusühren. Große öffent­liche und private Staats- und Mo­numentalbauten sind begonnen worden. Der planmäßigen Zerstörung des B a uern- tu ms wurde von oben herunter Einhalt ge-> boten. Ungeheuere soziale hilfswerke sind ins Leben gerufen. Es ist unser unerfdjüt- terlicher Wille, genau so wie wir bisher in 14 Jahren den Kampf um die Macht erfolgreich be­standen haben, am Schluß auch den Kampf gegendieNot erfolgreich zu beenden!

Indem wir das Zentrum vernichteten, haben mir nicht nur Tausende von Priestern wieder in die Kirche geführt, sondern Millionen von anständigen Menschen den Glauben an die Religion und die Priester zurückgegeben. Der Zusam­menschluß der evangelischen K ' r ch e zur Reichskirche, das Konkordat mit der katholischen Kirche, sie sind nur Marksteine auf dem Wege zur Herstellung eines nützlichen Verhältnisses und einer nützlichen Zusammenarbeit zwischen dem Reiche und den beiden Konfessionen. Der Kampf gegen die religiösen, sittlichen und moralischen Verfalls­erscheinungen wäre aber zwecklos geblieben, wenn wir nicht d i e d e u t s ch e P r e s s e aus dem Niveau einer manchmal geradezu planmäßigen Zersetzungs- I arbeit berausqehoben hätten.

3u sich selbst zunickgefmiden.

Oer höchste und schönste Erfo'g dieses Jahres.

Wenn bas deutsche Volk den großen Kampf unserer Bewegung und der von ihr getragenen deutschen Regierung um den Frieden, die Ehre und die Gleichberechtigung am 12. November mit dem gewaltigsten Votum, das jemals ab­gegeben wurde, unterstützte, dann weih ich, daß dies nicht so sehr ein Zeichen für die Vorzüglich­keit seiner heutigen Regierung ist, als vielmehr ein Zeichen für die innere 21 n ft ä n - digkeit unseres Volkes selbst, das sich wieder zu seinem besseren Ich zurückgefunden hat. Und dies ist d e r h ö ch st e u n d s ch ö n st e Erfolg dieses Jahres!

Wenn dieses große Werk der Reorganisation unseres Volkes und Reiches so erfolgreich m An­griff genommen werden konnte, dann war esnur möglich dank dem Geist der nat.onalsoz.al. t.scheu Partei. Ihr, meine Parteigenossen und -genossinnen, seid die Träger unseres K a m p f e s t n d e r Vergangenheit gewesen, und Ihr allein Cnnm di- Garanten sein für den Aufbau in

der Zukunft! Ohne die nationalsozialistische Par­tei ohne die SA. und SS. hätte aber selbst eine deutsche Erhebung nur den Charakter eines bluti­gen Gemetzels annehmen können und nur dank ihr ist eine der größten Revolutionen der Welt­geschichte in einer Disziplin und einer Ordnung vollzogen worden, die nur in einem einzigen Staat der neueren Zeit em Vorbild und Gleichnis besaß: In Italien, der faschistischen Re­volution.

Das Ziel unseres Kampfes für die deutsche Na­tion auch nach außen ist kein anderes als unserem Volke die Ehre und die Gleichberechti­gung zu geben und aufrichtigen Sinnes m i r z u - helfen an der Vermeidung eines Blut­vergießens in der Zukunft, in dem wir ehe­maligen Soldaten des Weltkrieges nur eine neue Völkerkatastrophe eines w ahn - finnig gewordenen Europas erblicken könnten.

So will ich am Ende dieses Jahres nun all den Mitkämpfern der Partei d a n k e n, ich will ban-

Deutschlands Wünsche an die Welt.

Der Reujahrsmorgen in der Reichshauptstadt.

Berlin, 1. Jan. (DNB.) Am Neujahrsmorgen fand in der Reichshauptstadt zum ersten Male seit vielen Jahren wieder ein großes Wecken statt. Der Tiergarten lag noch im Dunkeln, als das Musik­korps und die Spielleute der Landespolizeigruppe Wecke z. b. V. eintrafen, um zum großen Wecken aufzuziehen. Unter den Klängen des Deutschlandlie­des und der Preußenhymne marschierte die Truppe durch das Brandenburger Tor, wo sich eine zahlreiche Menschenmenge versammelt hatte. Durch die Friedrichstraße ging der Marsch zum Potsdamer Platz und von dort zur Wohnung des Ministerpräsidenten Göring. Das Musikkorps nahm im Garten Aufstellung und spielte den Marsch des ehemaligen Regiments des Minister­präsidenten, der 112er, sowie den Friedericus Rex und den York-Marsch. Von Tausenden begleitet zog darauf die Truppe wieder zurück.

Kurz vor 10 Uhr marschierte d i e Ehrenwache für den Reichspräsidenten von der Ka­serne in der Rathenower Straße ab. Der Marsch ging zunächst zum R eichsehrenmal Unter ben ßinben und von dort zum Reichspräsidentenpa­lais. Die Ehrenwache besteht aus einem Zug des in Neiße liegenden 7. Reichswehrregiments. Unter dem Jubel der Menge trat der Reichspräsident vor das Portal,'wo er die Meldung des Zugführers Leutnant Schindler persönlich entgegennahm.

Die Wünsche des Diplomatischen Korps.

Berlin, 1. Jan. (DNB.) Anläßlich des Neu­jahrstages fanden bei dem Herrn Reichspräsidenten die üblichen Empfänge statt, die um 10,45 Uhr durch das Aufziehen der Wache eingeleitet wurden, deren Meldung der Herr Reichspräsident an der Tür seines Hauses entgegennahm. Um 11 Uhr emp­fing der Herr Reichspräsident in seinem Arbeits­zimmer eine Abordnung derSalzwir­ker-Brüderschaft in Thale zu Hall e", die ihm altem Brauch der Halloren Salz, Schlack­wurst und ein Neujahrglückwunschsgedicht, den soge­nannten Neujahrscarmen, überbrachte. Der Herr Reichspräsident dankte mit herzlichen Worten und sprach der Abordnung seine besten Neujahrswünsche aus.

Um 11.30 Uhr begann die Anfahrt des Di­pl o m a t i s ch e n K o r p s. Die Chefs der beim Reich beglaubigten fremden diplomatischen Vertre­tungen, denen eine im Ehrenhof aufgestellte Abtei­lung Reichswehr unter Führung eines Offiziers bei'ihrem Eintreffen militärische Ehrenbezeugungen erwies, versammelten sich in dem großen Saal des Reichspräsidentenhauses. Um 12 Uhr betrat der Herr Reichspräsident den Saal, gefolgt vom Herrn Reichskanzler, dem Reichsminister des Aus­wärtigen Frh. v. Neurath nebst den Herren der Umgebung.

der apostolische Nuntius Msar. Cesare Orseniao

bracht-: als Doyen des Diplomatischen Korps dessen Glückwünsche in einer Ansprache zum Ausdruck, in der er u. a. ausführte: Das zur Neige gegangene

Jahr ist für Deutschland außerordentlich reich an Ereignissen politischer, wirtschaftlicher und sozialer Art gewesen, und wir haben sie mit der lebhaf­testen Aufmerksamkeit verfolgt. Für uns, die un­mittelbaren Zeugen der Wechselfälle, von denen die Geschichte der letzten Jahre dieses Landes durch­weht ist, war es nicht schwer, uns klar zu werden über den tiefgehenden politischenUm- s ch w u n g, der für Ihr Land einen wahren Wendepunkt der Geschichte bezeichnet. Unsere Herzen haben sich gefreut, als die Männer, denen Eure Exzellenz die Geschicke dieses Landes anoer- traut haben, feierlich ihre Bereitwilligkeit erklärten, die zwischen Deutschland und den anderen Natio­nen schwebenden Angelegenheiten auf dem friedlichen Wege freundschaftlicher Verständigung zu regeln. Im Glanze so edler Versprechungen begrüßen wir vertrauensvoll die Morgenröte des neuen Jahres und entbieten Ihnen, Herr Reichspräsident, die heißesten und aufrichtig­sten Wünsche für die Wohlfahrt und das Gedeihen Ihres Vaterlandes.

Der Reichspräsident

erwiderte darauf in einer Ansprache, in der er er­klärte: Mit Recht haben Sie darauf hingewiesen, daß das vergangene Jahr für Deutschland außerge­wöhnlich reich an Ereignissen von weittragender Be­deutung gewesen ist. Das Jahr 1933 muß in der Tat als ein Wendepunkt in der Geschichte Deutsch­lands bezeichnet werden. Das deutsche Volk hat binnen kurzer Frist eine völlig geistige und seelische Wiedergeburt erfahren. Es ist nach langen Jahren voller Not und Leid z u neuem Lebensmut erwacht. Die zielde- mußt Führung des Staates, getragen von dem Vertrauen und dem Opferwillen aller Volksge­nossen, hat es ermöglicht, der fortschreitenden Ver­elendung der Bevölkerung zu steuern. Der innere Hader ist gebannt. Mit der Hoffnung sieht vor allem die deutsche Jugend wieder in eine bessere Zukunft.

Diese Wiedergesundung eines großen Landes wird sich davon bin ich überzeugt immer mehr als eine Sicherung des Friedens und der internationalen Wohlfahrt auswirken. Sie selbst, Herr Nuntius, haben auf die feierlich verkün­dete Friedenspolitik der Reichsregierung hin- gewiefen. Ich, der ich als Soldat die Schrecken dreier Kriege erlebt habe, weih, daß Regierung und Volk nichts anderes wollen, als auf der Grundlage von Ehre und Gleichberechtigung in Eintracht mit allen anderen Nationen zu leben. Mit der deutschen Gleichberechtigung wird < u ch das Vertrauen wiederhergestellt fejK, das die unerläßliche vorausseh» "g für eine fruchtbare Zusammenarbeit der R^ierungen bildet.

Die hessische Gtaat^egierung zum Lahres»^chlel.

Darmstadt. 30. Dez. Das Jahr 1933 hat der Nationalsozialist^ Bewegung den hark erkämpften Sieg gebrack unö lwgczeigl,

daß die Bewegung anb faWfl lst, die Ge-