for erläuterte den Bilanzbericht. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt. Hinsichtlich der Beschlußfassung über Verwendung des Reingewinnes wurde einem Vorschlag des Vorstandes zugestimmt. Der seitherige Rechner wurde wiedergewählt. Der Präsident Otto Fauldrath dankte im besonderen dem Rechner für seine wertvolle Tätigkeit. Aus dem Aufsichtsrat schieden; Otto Erb und Heinrich Häuf. Erb wurde wiedergewählt, während man für Heinrich H a u f den Sohn Ludwig Häuf wählte. In bezug auf die Statutenänderung wurde beschlossen, das Einheitsstatut einzuführen.
Preußen.
fiine Akademie für zahnärztliche Iortdildung in Marburg.
1J Marburg, 30. Mai. Auch innerhalb der Gruppe Marburg des Reichsverbanües der Zahn- ärzte Deutschlands, welche Sie Kreise Marburg- Stadt und .Land, Ziegenhain, Fritzlar, Eder, Dillen- bürg und Biedenkopf umfaßt, ist im Rahmen der geplanten Hochschulreform eine Akademie für zahnärztliche Fortbildung gegründet worden. Wie der zum Vorsitzenden der Akademie neu ernannte Professor Dr. Fliege (Marburg) bei Eröffnung der Akademie im Zahnärztlichen Institut der WJiPP?3 Universität u. a. ausführte, hat die neue Akademie die Aufgabe, die in der Praxis stehenden Zahnarzte weiterzubilden und aufs neue die Fühlung zwischen Forschern und Aerzten aufzunehmen. Zu diesem Zwecke werden die bereits bestehenden Fachorganisationen unter einheitlicher Führung neu zusammengefaßt und nicht nur Bildungs-, sondern vor allem auch Erziehungsarbeit geleistet. Der Redner unterstrich die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen Zahnärzten, Krankenkassen und Patienten, die Ausschaltung von den sich zwischen Patienten und Aerzten einschiebenden Wirtschaftsinteressen, Erhaltung der freien Praxis und Gleichachtung des Kassenzahnarztes. Die Schulung der Zahnärzte der Gruppe Marburg erfolgt durch geeignete aus der freien und Kassenpraxis zu bestimmende Vertreter. Die Eröffnungssitzung der neuen Akademie wurde mit einem Sieg-Heil aus Reichspräsident und Reichskanzler sowie dem Gesang des Horst-Wessel- Liedes geschlossen.
Kreis Wetzlar.
<9 Hörnsheim, 30. Mai. Die hiesige evangelische Gemeinschaft feierte am Sonntag ihr Jahresfest im Freien. Es erfreute sich recht guten Besuches aus der Gemeinde und der Umgebung. Das Fest wurde eröffnet mit tinem Posaunenvortrag der Posaunenchöre von Hochelheim und Hörnsheim. Die erste Festansprache hielt Prediger Tr i pp° l e r • Groß-Rechtenbach über das uralte und doch
ewig neu6 Bibekwork Johannes 3, 16: „Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." Der Ortsgeistliche, Pfarrer K o ch - L ützellinden, hatte feiner Festansprache das Bibelwort Lukas 19, 10: „Des Menschen Sohn ist gekommen zu suchen und selig zu machen, das verloren ist" zugrunde gelegt. Er betonte besonders, daß jetzt und zu aller Zeit nur das Evangelium von Christus Rettung für die Menschheit bedeuten könne. Prediger Jung- Grvhen-Linden, der das Fest leitete, hielt die Schlußansprache über Hebr. 11, 6: „Ohne Glaube ist es unmöglich, Gott zu gefallen." Die Ansprachen waren umrahmt von sehr wirkungsvoll Dorgetragenen Gesangsvorträgen des Gemischten Chores, die das Fest verschönten.
Rotkreuztag
Am 10. Juni ist in ganz Deutschland der Rot- kreuztag. Am 9. und 10. Juni findet eine Straßensammlung, vvm 9. bis 15. Juni eine Haussammlung statt. Die Sammler sind durch besondere Ausweise gekennzeichnet. Kein Volksgenosse weise die Sammler zurück! Stiftet reichlich für die gute Sache! Das Deutsche Rote Kreuz leistet Dienst für das deutsche Volk.
Werdet Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes! Stiftet reichlich am Rotkreuztag! Daß jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau Mitglied der NS.- Volkswohlfahrt und des Reichslufdschutzbundes ist, erscheint allen Volksgenossen selbstverständlich, aber auch Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes müssen alle fein, denn
die Tätigkeit des Roten Kreuzes ist nützlich für die Allgemeinheit und bitter notwendig für das ganze deutsche Volk.
Besonders gegen Angriffe aus der Luft müssen umfassende Vorbereitungen getroffen werden, bei denen das Rote Kreuz durch Ausbildung von Sanitätsmannschaften und durch Organisation des gesamten Luftschutz-Sanitätsdienstes hervorragend betätigt ist.
Aber auch schon im gewöhnlichen Leben ist das Rote Kreuz picht zu entbehren, es leistet den g e - samten öffentlichen Sanitätsdienst, d. h. die erste Hilfe und den Krankentransport bei allen Unfällen, wie sie täglich überall vorkommen, wie sie sich aber in ungeahntem Maße steigern bei Festen aller Art, politischen Veranstaltungen, Umzügen und Sportveranstaltungen. Ferner ist das Rote Kreuz verpflichtet zum amtlichen Sanitätsdienst bei Katastrophen aller Art, wie Ueber- fchwemmungen, Wolkenbrüchen, Feuersbrünsten,
Büchertisch.
— So wie der Feldfoldat über seine Erinne- rungen und Erlebnisse an allen Fronten, auf dem Wasser und in der Lust, in der Gefangenschaft und in den Tropen berichtet, schlicht und einfach, traurig und luftig, aber immer erlebnisnah, haben Georg von der Bring und E. G. Erich Lorenz solche Erzählungen zusammengestellt in der Sammlung „Erzähle Kamerad". (Verlag W.Kohlhammer, (Stuttgarts. — Preis 1,— Mark.) — (3) — Band II dieser Sammlung unter dem Titel „Das tote Dorf" enthält außer der Titelerzäh- i'ung die Beiträge: Eine wilde Torpedobootfahrt. — In der Flandernschlacht. — Eine unfreiwillige Patrouille. — Der Tambour und seine Trommel. — Kamerad Proser. — Das Himmelbett. Die Er-
am ^0. Ium.
Bergwerksunglücken, Explosionen und endlich auch beim Auftreten von Seuchen.
Endlich hat es in den letzten Jahren noch manche Sonderaufgaben bekommen, wie Unfallmelde- und Hilfsdienst auf bei) Landstraßen, und gar mancher Autofahrer dankt den Männern und Frauen des Roten Kreuzes Gesundheit oder gar das Leben. Dann Wasserrettungsdienst, der sich auf den vielen Freibadeplätzen und bei den Unfällen beim Paddeln aufs Beste bewährt hat. Bei den Rodel- und S k i p l ä tz e n i m Winter und auf den Flugübungsplätzen find besondere Hilfsstellen des Roten Kreuzes eingerichtet, die schon recht bemerkenswerte Leistungen aufzuweisen hatten.
Schließlich sei noch die Ausbildung der Betriebshelfer erwähnt, durch die. m den Werken Arbeiter und Arbeiterinnen in der ersten Hilfe Untermieten werden, damit sofort bei Unfällen bis zum Eintreffen des Arztes die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden können. Endlich bildet das Rote Kreuz in gleicher Weife auch Mädchen und Frauen für die erste Hilfe im Hause aus und übermittelt ihnen das Wissen, über das jede Hausfrau für vorkommende Unfälle verfügen sollte. Auch die soziale Tätigkeit vom Roten Kreuz ist keineswegs geringer geworden, doch darüber wollen wir uns ein anderes Mal unterhalten.
Werdet Mitglied des Roten Kreuzes und gebt reichlich am Rötkreuztag! Reichsminifter Dr. Frick hat gesagt:
„Das Deutsche Rote kreuz ist ein Baustein im lebendigen Gefüge unseres Volkes und Dienst für das Rote kreuz ist Dienst für Volk und
Vaterland."
«en dieses Bandes schließen sich würdig es 1. Bandes an, der unter dem Titel „Minen am Toten Mann" erschienen ist. Bezeichnend für den Wert dieser Erzählungen ist es, daß sie alle in der Sendung des deutschen Rundfunks „Viertelstunde des Frontsoldaten" gesendet werden. Die den Band einleitende fesselnde Erzählung „Das tote Dorf" stammt aus der Feder von K. E. Ruckeishausen, Gießen.
— Zur Freude derer, die im Ullsteinbuch nicht nur die kurzlebige Reise-Lektüre sehen, bringt der Verlag diese beliebte Serie guter Unterhaltungs- rcmane jetzt in neuem dauerhaften Gewand. An die Stelle der gelben Karton-Umschläge treten schmucke Ganzleinen-Einbände. In Aufmachung und Preis .(1 Mark der Band) kehren die Ullsteinbücher somit zu der millionenfach bewährten Vorkriegsform zurück. Soeben erschienen vier dieser neuen Ganz- leineh-Bände: Ein Liebesroman der bekannten Dichterin Gabriele Reuter „Dom MÄrchen, das nicht lieben konnte"; ein Bergroman von Ludwig Kapelle r „Der Weg durch die steinerne Wand"; die Geschichte einer sonderbaren Rache „Die alte Rechnung" von Fred Andreas und ein Kriminal- Roman von M. und C. Bud „Alarm im Mietshaus". — (231/234) —
— Was muß jeder Unternehmer und Vertrauensmann vvm neuen Arbeits - recht wissen? Auf der Grundlage des Gesetzes vom 20. Januar 1934 und der beiden Durchfüh. rungsoerorönungen vom 1. und 10. März 1934. Dargestellt von Ämtsgerichtsrat Dr. P. Schaefer. Verlag W. Stollfuß, Bonn. Preis 1 RM. — (164.) — Mit der Titelsetzung ist der Inhalt Umrissen. Der Betriebsführer und'Vertrauensmann find nicht Vorgesetzte sondern Erste unter Gleichberechtigten. Aus diesem Grundsatz entspringen gegenseitige Rechte und Pflichten. Die Schrift, die die Bestimmungen der letzten Durchführungsverordnung schon berücksichtigt, umreißt vor allem klar die Stellung der Vertrauensmänner. Wie werden sie bestellt? Wie groß ist ihr Einfluß? Welche Stellung hat der Dertr'auensrat? Welche Mitwirkungsrechte haben Vertrauensmänner bei Strafverhängung und Ent- laffungen? Alle die darüber Aufschluß haben müssen, werden die Herausgabe dieser Schrift willkommen heißen.
— Lisbeth Burger: Der Narr Iah» Des. Roman vom Schicksal der Menschheit. Geb. 4,50 Mark. Bergstadtverlag Wilhelm Gottl. Korn, Breslau 1. — (567) — Die Verfasserin will zeigen, wie Stolz und Ueberheblichkeit, die sich um Gottes Gebot und Sittengesetz nicht kümmern, die wahre und täglich sich wiederholende Ursache sind für den 'Verfall, für das Ungemach und Leid, die über die Menschen gekommen sind und noch kommen, seit das Paradies verlorenging bis auf ßen heutigen Tag.
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