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Oberbeffen.

Werbeturnen

mit Schlageter Gedenkfeier in Wieseck.

* Wieseck, 28. Mai. Der Turnverein 1862 e. V. Wieseck leitete gestern die in ganz Deutschland von der DT. durchgeführte Werbewoche durch eine große Werbeoeranstaltung ein. Nach Aufstellung an dem Vereinslokal Braun bewegte sich unter Dovantritt der Spielleute vom Turn­verein Alten-Buseck ein stattlicher Zug durch die Straßen unseres Ortes. Die große Schar der Tur­ner und Turnerinnen in ihrer schmucken Sport­kleidung gaben dem Zug ein werbendes Gepräge. Auch die SA. des hiesigen Reserve-Sturmes nahm an diesem Werbeumzug teil, der auf dem Adolf- Hitler-Platz endete.

Hier hatte sich bereits eine große Menge Zuschauer eingefunden, um Zeuge der Kundgebung zu sein. Die Anwohner des Adolf-Hitler-Platzes hatten aus Anlaß dieser Veranstaltung ihre Häuser reichlich ge­schmückt.

Als Auftakt der Kundgebung ging eine Sch lä­ge ter-Gedenkfeier voraus, die mit dem LiedeHier ist dein Land" durch die Gesangsabtei­lung des Turnvereins eröffnet wurde. Zwei durch die Jugendturner Scherer und Dapper gut vorgetragene Gedichte, dem Gedenken Schlageters gewidmet, sowie die begeisternde Ansprache des Turnvereinsführers Daupert, der in längeren Ausführungen die Art des vortrefflichen deutschen Mannes kennzeichnete, dürfte bei den Versammelten einen tiefen Eindruck hinterlassen haben: Albert Leo S ch l a g e t e r, als letztes Opfer des großen Welt­krieges, war zugleich der erste Soldat der neuen

Zeit, der sich !m Ausbäumen der Not gegen Ent­ehrung und Knechtschaft mit seinem Leben opferte. Er starb den Heldentod als Märtyrer seines uner­schütterlichen Glaubens an eine bessere deutsche Zukunft. Der Geist dieses wackeren Mannes ist heute mitten unter uns, wir werden ihn nie ver­gessen. Die Gedenkansprache des Redners klang aus mit den Worten:Deutschland muß leben, auch wenn wir sterben müssen!" Mit dem gemein» schaftlich gesungenen LiedeIch hab mich ergeben", sowie einem weiteren LiedeNach der Heimat möcht ich wieder", vorgetragen von der Gesangs- abteilung, fand die würdige Gedenkfeier mit dem ersten Vers des Horst-Wessel-Liedes ihren Abschluß.

Unter den Klängen der schneidigen Musik des Alten-Bufecker Turnvereins, begann alsdann das große turnerische Werbeprvgramm. Demselben war in flotter Folge zu entnehmen: Die Massenfrei­übungen der Schüler und Schülerinnen, Völkerball­spiele, Gemeinschaftskampf der Schülerinnen am Barren, Keulenschwingen der Turnerinnen, Turner der Sugenb», Unser-, Mittel- und Oberstufe beim Gruppen-Turnen am Barren, Stafettenlauf der Schüler, Schülerinnen und Turnerinnen, Muster­riege am Reck, Singspiele der Schülerinnen und Turnerinnen. Die Geiamtdarbietungen wickelten sich reibungslos in bester Disziplin und mustergültiger Ordnung ab. Den mitwirkenden Turnern und Tur­nerinnen, sowohl wie auch den rührigen Turn­warten Bernhardt, Heller und R e e h ge­bührt für die dargebrachten Leistungen, die zum Teil auf höchster Stufe standen, besondere Aner- Tönnung. Es wäre zu begrüßen, wenn diese gut aufgezogene Werbe-Veranstaltung auch für den hiesigen Verein sich fruchtbringend auswirken würde. Vereinsführer Daupert dankte in seiner Schluß-

acksvrache allen Besuchern, Mitwirkenden, sowie der SA. und deren Führung für ihre Unterstützung. Er wies des weiteren darauf hin, daß das Gezeigte nur Ausschnitte aus dem so regen Turnbetrieb seien und lud die Versammelten ein, sie möchten auch an den Abenden der kommenden Woche als Zuschauer und Gäste den angesetzten Turnstunden beiwohnen, um auch hier den echten Turnergeist kennenzulernen. Die Kundgebung wurde in üblicher Weise und mit dem Abfingen des Turnerliedes beschlossen.

Frankfurter Hitler-Jugend in Lich.

A Lich, 29. Mai. Gestern vormittag verließen etwa 80 Frankfurter Hitlermädel (BDM.) nach mehr als achttägigem Aufenthalt unser Landstädt­chen mit fröhlichem Gesang, um über Arnsburg die, Bahnstation Butzbach zu erreichen, von der aus sie vor Pfingsten zu Fuß hierhergekommcn waren. Diekleinen Pimpfe" und das recht stattliche Ge­päck wurden dankenswerter Weise durch einen Last­wagen der Firma Jhring-Melchior nach Butzbach befördert, damit beide bei der Fußwanderung nicht hinderlich würden. In unserer Stadt hatte die stattliche Schar Schülerinnen und Berufstätige von 11 bis 17 Jahren in den Räumen der Club- gefellfchaft, die ihnen von dieser in zuvorkommen­der Weise aur Verfügung gestellt worden waren, freundliche Aufnahme gefunden. Der schöne Saal war zur gemeinsamen Lagerstätte hergerichtet wor­den, mehrere Nebenräume und Küche dienten ihren Zwecken und der schattige Garten nebst dem präch­tigen Tennisplatz waren zu Speisesaal, Lesehalle und Spielplatz umgewandelt worden. Die Mädchen fühlten sich in den Räumen überaus wohl, zogen aber auch täglich in einzelnen Gruppen mit Ge­sang in die herrlichen Laub- und Tannenwälder

der nahen Hardt, wo sie sich nach ihrer Art Lesen und fröhlichem Spiel unterhielten.

Von den Sehenswürdigkeiten unserer Stadt such, ten sie das Wichtigste zu gewinnen, insbesondeä ließen sie sich die Schönheit unserer alten Marien» stiftskirche zeigen und erklären, nahmen auch ant Pfingstgottesdienst teil, so daß sie, körperlich und geistig gestärkt, sich dankbar dieses Ferienaufent. haltes erinnern werden. Die Führerin, Frl. Käth- Nicolai, war ihrer Aufgabe, eine so größt Schar zu betreuen, völlig gewachsen. Das zeigtß sich an dem musterhaften Betragen der Mädchen» ganz besonders aber in dem Ernst ihrer Abschieds! rede, die sie gestern abend bei dem auf dem Hardt« festplatz veranstalteten Lagerfeuer hielt und bi< von gut deutschem Geiste durchdrungen und beseelt war. Trotzdem können wir es ihr nachfühlen, daß sie erleichtert aufatmen wird, wenn sie alle ihr, Pflegebefohlenen wieder heil und gesund an bitf Eltern abgeliefert hat. Allem Anschein nach hat es den Mädchen so gut gefallen, daß sie nächstes Jahr wiederkommen: das' läßt sich schon aus den Beziehungen schließen, die sich zwischen ihnen uni der Licher Jugend (BDM.) entwickelt haben.

Oie hessischen Dichter in Butzbach.

LPD. Butzbach, 29. Mai. Im Rahmen bet Deutschen Ständewoche, die vom 8. bis 14. Juli in Butzbach stattfindet, wird auch ein Hessische, Dichtertag veranstaltet. Die Vorbereitungen lie, gen in den Händen des Butzbacher Professors Weide, eines alten Volksbildungsvorkämpfers, unb der Gauführung des Reichsverbandes Deutschen Schriftsteller.

Sammlung, die jetzt den Packungen der be­

rühmten ZigaretteAlva" 3'h beiliegt. Diese hochaktuelle Sammlung ist ein Dokument unserer Zeit, das auch den kommenden Ge­schlechtern Mahnung und Ansporn sein wircL^C

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Arbeitsvergebung.

Detr: Herstellung von Kabelgräben. nr.^on^erJtesUun9rD0n Z'rka 1700 Meter Kabel- EhL b bleL erforderlichen Nebenarbeiten sollen OuEch vergeben werden. Die Vergebung erfolgt ^ugrunbelegung der RVO. und der deson- Di- 9rnbnXnöetl brer unterzeichneten Verwaltung.

o ^unterlagen sind auf Zimmer Nr. 16 beg Verwaltungsgebäudes der Stadt. Elektrizitäts- Elttich^^ ber Dienststunden von 7 bis 15 Uhr si"d bis zum 7. 3uni d. 3., vornrib "hr, verschlossen und mit entsprechender ^unÄÄ" tCi bCr unterzeichnet Vermal. "Elen SeH^f Almmer^Nr^ls'im^!8chein°° erschienener Interessenten. Freie Auswahl des U^r° nehmers behalten wir uns vor. uruer«

Gießen, den 29. Mai 1934.

Stabt Elektrizitätswerke.

' x' v 3- L.; Dreyex, ;

Arbeits-u.LieferungS-Vergebung

Auf Grund der Rsichsverdingungsordnung sollen die für nachstehende Straßenstrecken erforderlichen Materiallieferungen und Arbeiten im öffentlichen Wettbewerb vergeben werden. 3253D

1. Herstellung von Kleinpflaster auf der provin- zialstraße SchottenRainrob km 27,02028,600; Ausführung: 9500 qm Pflasterarbeiten, 3160 m Randsteinversetzen, 9500 qm Vorprofilierung, 3160 m Bankettherstellung, 1580 m Grabenher­stellung. Lieferung: 1400 t Flußsand, 1300 Ztr. Zement, 500 cbm Basalt-Kleinschlag, 450 cbm Splitt, 150 cbm Sand.

2. Desgl. auf ber provinzialstrahe LeuselAngen- rob km 3,3644,422; Ausführung: 6300 qm Pflasterarbeiten, 2130 m Randsteine versetzen, 6300 qm Vorprofilierung, 4250 qm Banketther­stellung, 2120 m Grabenherstellung. Lieferung: 1060 t Flußsand, 420 Ztr. Zement, 120 cbm Basalt-Kleinschlag, 180 cbm Basalt-Splitt.

3. Desgl. auf ber Provinzialstraße HungenZn- Heiden km 20,96823,148; Ausführung: 13100 qm Pflasterarbeiten, 4300 m Randsteine ver­setzen, 11 800 qm Vorprofilierung, 2800 qm Kur­venerhöhung bzw. Verbreiterung, 10 000 qm Bankettherstellung, 4000 qm Grabenherstellung. Lieferung: 2000 t Flußsand, 1100 Ztr. Zement, cbm Basalt-Kleinschlag, 175 cbm Basalt-Splitt, 200 cbm Basalt-Sand, 500 cbm Basalt-Bruch­steine.

4. Verbreiterung ber provinzialstraße Nr. 16 Rir- felb-Jlibba km 34,0-38,530; Ausführung: 20 000 cbm Erdbewegung, 10 000 qm Chaussie- T10'15.0 m Rohrverlegung. Lieferung: 1000 cbm Basalt-Kleinschlag, 175 cbm Basalt-Splatt, 3500 cbm Basalt-Bruchsteine, 325 cbm Schlämm­sand.

5. Desgl. ber Provinzialstraße ScholtenRainrob km 28,54629,690; Ausführung: 2400 cbm Erd­bewegung, 3000 qm Bankettherstellung 1500 m Grabenherstellung, 2450 qm Chaussierung, 1400 qm Kurvenüberhöhung. Lieferung: 1000 cbm Basalt-Bruchsteine, 350 cbm Basalt-Kleinschlag 80 cbm Splitt.

6. Desgl. ber Vrovinzialstraße EichelsdorfOber- Schmitten km 32,58434,075; Ausführung- 1500 cbm Erdbewegung, 3700 qm Danketther^ stellung, 1500 m Grabenherstellung, 2700 qm Chaussierung, 2500 qm Kurvenüberhöhung. Lie- ferung: 1500 cbm Basalt-Bruchsteine, 500 cbm Basalt - Kleinschlag, 120 cbm Basalt - Splitt 50 cbm Sand.

Angebotsvordrucke sind, soweit Vorrat reicht, ab Auni, bei uns (Gießen, Hitlerwall 37) erhältlich. Die Bedingungen liegen bet uns offen.

Die Angebote sind verschlossen, und zwar für jede m t? besonderem Umschlag mit entsprechender Aufschnft versehen, bei uns bis Montag, den 11. Juni 1934, vormittags 9 Uhr, portofrei einzureichen.

Die Deffnung erfolgt in Gegenwart der etwa er­schienenen Bewerber. Die Ergebnisse werden für die ÄfoVSn!" 6Cr -""-Ebenen

Zuschlagsfrist 14 Tage.

Gießen, den 28. Mai 1934.

-iv v pro vinz ial-T le f bauamt /

Meiner werten Kundschaft zur gefl. Kenntnis­nahme, daß ich das von meinem verstorbenen Manne betriebene

Friseurgeschäft/Bahnhofstr.lOl

in unveränderter ^Veise weiterführe. Ich werde be­müht sein,meine werte Kundschatt auch weiterhin gut zu bedienen und bitte um geneigten Zuspruch Frau Frieda Kaiser Wwe.

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