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Die Polizei nimmt an.

Aus aller Welt

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Der Reichsbauernsiihrer eröffnet die erste Aussteüung des Reichsnährstands in Erfurt

.' dann weiter gum -ilumen, Girlanden und Teppichen in Gold und Purpur geschmückt war. Oberbürgermeister Dr. Zorne r geleitete den Führer in den Lichthof zur Ausstellung des Volks­bundes deutscher Kriegsgräberfür- sorge, wo der Führer einige Zeit verweilte. Gau­leiter Mutschmann und Oberbürgermeister Zörner zeigten dem Führer dann die Pläne und Modelle für die in nächster Zeit geplanten Bauten In Dresden, so den Ausbau des rechten Elbeufers zu einer großen Kundgebungsstätte und den Ausbau der G ü n z w i e s e zu einem Monumentalplatz. Nach einem Gang durch die Fest­räume des Rathauses begab sich der Führer auf den Balkon, um die seit Stunden vor dem Rathaus harrenden Zehntausende zu begrüßen, die immer wieder mit stürmischen Rufen den Führer zu sehen

Aloisi, und dessen ersten Mitarbeiter Minister B i a n ch e r i. Unter italienischer Vermitt­lung sind heute die Dreierbesprechungen über die Frage der Saara-dstimmung weitergefuhrt worden. Au<f Grund der herbei gewonnenen Eindrücke wol­len nun die Italiener einen Vermittlungsvor­schlag ausarbeiten, den sie beiden Parteien, plso Deutschland und Frankreich, unterbreiten wollen. Morgen Vormittag will man dann in Genf noch­mals über diesen Dermittlungsvorschlag sprechen. Wahrscheinlich wird dann vor endgültiger Beschluß­fassung erst eine Stellungnahme der beteiligten R e- gierungen herbeigeführt werden müssen.

Ein tapferer Vorkämpfer für die deutsche Grenzmark im Osten.

Nach einer Meldung aus Schneidemühl hielt Pfarrer Hegemann am letzten Sonntag seine letzte Predigt in der überfüllten Kirche von Schwen- ten. Pfarrer Hegemann, der, wie erinnerlich, in der Zeit der Greuzkämpfe eine Republik Schwenken gründete, deren Ministerpräsident er war, hat es durch seine mutige Tat verstanden, diesen Gebiets­streifen dem deutschen Mutterlande zu erhalten.

I Seine vaterländische Tat fand auch in einem Schlußwort des Propstes der Grenzmark, Grell, eingehende Würdigung.

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Oer Besuch des Führers in Dresden.

Die begeisterte Bevölkerung jubelt überall dem Führer zu.

t e l l u n g feierlich eröffnet. Sie umfaßt alles, was \ der deutsche Nährstand an Spitzenleistungen auf dem Gebiete der Tierzucht, der landwirtschaftlichen I Erzeugnisse und des landwirtschaftlichen Maschinen­baues aufzuweisen hat. Trugen die früheren Aus- ' tellungen im wesentlichen einen mehr flachen Cha- 1 ratter, so steht die Erfurter Ausstellung erstmalig im Zeichen der Volksverbundenheit zwischen Stadt und Land. Die Schau soll nicht nur dem Fachmann Anregungen und Förde­rung geben, sondern soll auch Brücken schlagen zwischen dem Nährstand als dem Träger der Volks­versorgung und dem Städter, der in dieser Aus­stellung die hohe Leistungsfähigkeit, die Mühe, den Fleiß und die Zuversicht des deutschen Landvolkes erkennen wird.

Gegen Mittag versammelten sich die Ehrengäste mit den Ausstellern und den bereits am ersten Tage zahlreich von überall her erschienenen Land- und Stadtbewohnern zu einer schlichten Eröffnungsfeier im Großen Ring. Nachdem ein SS.-Musikzug die Feier mit dem Badenweiler Marsch eingeleitet hatte, folgte ein wuchtiger Sprechchor der Land­jugend im brauenen Ehrenkleid der Hitlerjugend em Bauernlied. Die Begrüßungsansprache hielt der Er­furter Oberbürgermeister Pichler. Nach dem Stabshauptabteilungsleiter Motz- Berlin ergriff, mit starkem Beifall begrüßt,

NeichmimsterR.WalterOarre das Wort zu einer Ansprache, in der er u. a. fol­gendes ausführte:

Wenn der Reichsnährstand heute seine erste Aus­stellung veranstaltet, so will er damit Rechenschaft ablegen vor sich selbst und vor dem ganzen Volk über seine Leistung und sein Können. Der Bauer will hier seine Stellung als unterster und breitester Träger der Gesamtwirtschaft als Diener am Volk veranschaulichen. Damit kehren nur in gewissem Sinne wieder zu dem Grundgedanken zuruck, aus dem heraus Max Eyth ursprünglich diese Ausstellung geschaffen hatte, bevor sie dann schnell entartete und dem Geschäftsgeist einzelner dienstbar gemacht wurde. Die Ausstellung soll ver­anschaulichen, wie sich der neue Gemein- schaftsgeist im deutschen Bauerntum auf den verschiedensten Gebieten auswirkt; sie soll nicht nur die wirtschafts politische Stellung des Bauern im Rahmen der Gesamtheit veranschau­lichen, sondern vor allem auch s.ewe.Gesell­schaft l i ch e und in tiefem Sinne sittliche Stel­lung im Volk. Im Haus d e r P f l a n z e n z u ch t ist zum ersten Male eine Gemeinschaftsausstellung der deutschen Pflanzenzucht aufgeführt, in der nicht die häufig widerstrebenden Sonderinteressen der Einzelzüchter zu Worte kommen, sondern die Pflan-

Erfurt, 29. Mai. (DNB.) Am Dienstagmittag wurde auf dem am Erfurter Flughafen gelegenen Gelände die erste Reichsnährstandsaus-

Nach' einer Meldung aus Sacramento (Kalifor- nien) wurde die Tochter des Finanzsekretärs des Staates Kalifornien, ein durch feine Schönheit be- kanntes junges Mädchen, verbrannt aufgefunden. Ihre Kleider waren mit Petroleum getränkt^ und dann angezündet worden. D'' daß das Mädchen vor der Verbrennung e r - mordet worden ist.

Hier in Erfurt kommt es nun darauf an, dem Bauern ein einwandfreies Bild von der stolzen Höhe unserer germanisch - nordischen Bauernkultur vorzuführen. Diesen weltan­schaulich-kulturpolitischen Teil enthält das Reichs- nährstandshaus. Man wird hier erkennen, wie unsere ganze nationalsozialistische Agrar-Gesetz­gebung bewußt auf der F r e i b a u e r n v e r f a s- sung unserer germanischen Vorfahren aufgebaut ist Das Reichserbhofgesetz und das Reichsnähr- standqesetz beruhen auf der alten germanischen Ein- tellung zu Grund und Boden. Von diesem Ge- ichtspunkt aus betrachtet gewinnt auch unsere Geschichte ein anderes Aussehen, und auch das haben wir versucht, zur Darstellung zu bringen. Nach all den Kämpfen und blutigen Unterdrückun­gen der Bauern, erblicken wir in der Aufrichtung des Dritten Reiches der Deutschen durch unseren Führer Adolf Hitler die endgültige Wiederbe- freiung des deutschen Bauern und damit die Er­lösung des Volkes zu sich selbst.

Großadmiral Togo t«

Der Sieger von Tsuschiina.

T o k i o , 30. Mai. (DNB. Funkspruch.) Der Groß, admiral der japanischen Flotte, Graf Togo, lsi am heutigen Mittwochmorgen nach monalelangem Krankenlager an Kehlkopfkrebs gestorben Seine Gattin und feine beiden Sahne weltt-n am Sterbe- lager. Die Vorkehrungen für ein Staats be- aräbnls werden heute in einer Sanderfchung des Kabinetts befchtoffen. Der -m-rikanifche Strmtsfetre. lär fjull hat dem japanischen Auhenminister tele­graphisch das ausrichtige Beileib tret Regierung und be9 Volkes der Bereinigten Staaten bekundet.

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Toao wurde 1847 als Sohn eines kleinen Samu­rai geboren. Im 16. Jahre begann er öui See- mannslaufbahn und im 21. Jahre machte er das erste Feuergefecht mit, als er für die Satsuma- Regierung auf dem Kriegsschiff Kasuga Dienst tat bas9 mit einem Kriegsschiff der Schogune m Kampf aeriet Im Jahre 1871 kam er zu 'Studienzwecken nach England. Nach seiner Rückkehr^machte er rasch Karriere: 1890 wurde er Chef des Stabes der M^ rinestation in Kure, als Kapitan kam er 1893 nach Hawai und hieraist nach Wladiwostok Beim Aus­bruch des chinestsch-iapaniichen Krieges 1896 war er Kommandant des Kreuzers Namwa. Im Krieg aeaen Rußland wurde er dann 1904 als Admiral Ober befehlshaberder gef am ten Flott e. Er zerstörte zuerst das Port-Arthur - G e - schwader durch den Angriff im Hafen und auf offener See, kehrte dann, nachdem die noch im Ha­fen liegenden russischen Schiffe durch das Feuer vom 203-Meter-Hügel aus vernichtet waren, nach Tokio zurück und schlug dann am 27. 5.1905 in der S e e - s ch" a ch t bei Tsuschima das zweite Russen- q^chwader vollkommen. 8 große Kreuzer, 9 leine Kreuzer, 3 Küstenverteidigungsschiffe, 9 Zerstörer, 1 Hillskreuzer, 6 Spezialschiffe und 2 WP^irfe der Russen wurden zerstört. Nach der Schacht wurde Togo mit dem Grafentitel ausgezeichnet.

Durch die anhaltenden Regenfälle der letzten Zeit war die Strömung auf dem Staukanal einer Holz­schleiferei in der Nähe von Reval so stark, daß ein mit sechs Personen besetztes Boot durch die ge­öffneten Schleusentore gerissen wurde und ken­terte. Fünf der Bootsinsassen ertranken. Nur einem zehnjährigen Knaben gelang es, sich zu retten.

Besuch llallenlscher Flieger in Stuttgart.

Auf dem Wege zu einem Flugwettbewerb in Brüssel ist in Stuttgart eine aus 10 Einsitzern be- stehende Staffel d e r Königlichen ita­lienischen Luftstreitkräfte unter Füh­rung des Obersten Da-Va-Barberino einge­troffen. Die Staffel hat damit einer Einladung der Reichsregierung Folge geleistet. Zum Empfang hat­ten sich u. a. Reichsstatthalter Murr, Ministerpra- sident Mergenthal er und Innenminister Dr. Schuld eingefunden.

Schreckliches Ende einer jungen Amerikanerin.

zenzucht in ihrer Gesamtheit als Voraussetzung und Grundlage unseres Ackerbaues. Auch die Tier­zucht mußte in diesen neuen Grundgedanken ein­gebaut werden, gerade im Hinblick auf die Abgren­zung zwischen Landestierzucht und Hochzucht. Es kommt also auch hier nicht so sehr darauf an, ßet- stungsrekorde einzelner aufzustellen, sondern die Grundlage für die gesamte Züchtungsarbeit muß wieder die eigene Futtererzeugung ab­geben. Der Reichsnährstand wird also auf dem Gebiete der Schauen und des Preiswettbewerbes alterprobte Wege zwar nicht verlassen, wohl aber wird er im Gegensatz zu früher Tiere, die nichts mehr gemein haben mit der Scholle, auf der ste leben, trotz aller aufgelegten Formenschönheit von der Preiszuerkennung zurückweisen.

seine Hängepartie gegen Dr. R ö d l unentschieden gespielt hatte, war die Reihenfolge der ersten Platze klar bestimmt, da Lange gegen Wächter eben­falls nur ein Unentschieden erzielen konnte. Im üb­rigen gewannen Krause gegen W e i ß g e r d e r und Hahn gegen John. Unentschieden endeten die Partien Grohmann gegen Dr. Lach m a n n und Schmidt gegen Dr. Antze. Die Punkt­tabelle stellt sich nunmehr wie folgt dar: 12^2 Punkte Carls- Bremen, 12 Punkte Reinhardt- Ham­burg, 11 Punkte Dr. Rödl - Nürnberg, IOV2 Punkte Lange-Essen, IOV2 Punkte Heinicke-Ham- bürg und Elstner-Berlin, 10 Punkte Krause-Leipzig, 9 Punkte Dr. Antze-Bremen, 8V2 Punkte Hahn- Bayreuth, 8 Punkte Heinrich-Ludwigshafen, 7V2 Punkte John-Berlin, 7 Punkte Weißgerber-Saar, Engels-Düsseldorf und Grohmann-Leipzig, 6 Punkte Dr. Lachmann-Stolp, 5V2 Punkte Borgardts-Köln und Wächter-Berlin, 5 Punkte Schmidt-Breslau.

Großer Erfolg der Wagner-Festspiele unter Furtwängler in Paris.

Die W a g n e r - F e ft f p i e l e der P a r t j e r Oper begannen mitTristan und Isolde' in deutscher Besetzung vor völlig ausverkauftem Hause. Diese feierliche Eröffnung der Sommerspielzeit wurde zu einem großen Erfolg Furtwänglers und der deutschen Künstler. Das Pariser Publikum nahm die hervorragende künstlerische Leistung mit stürmischem Beifall auf, der besonders nach dem dritten Akt nicht enden wollte. Immer wieder mußte der Vorhang für Furtwängler und die Künstler hochgehen. Unter den zahlreichen anwesenden Per- sönlichkeiten bemerkte man den französischen Kam­merpräsidenten B 0 u i s s 0 n und seine Gattin, die Mitglieder der Deutschen Botschaft sowie den ita­lienischen Komponisten R e s p i g h i.

Fünf Todesopfer eines Voolsunglücks bei Reval.

Nach dem Krieg wurde er Chef des Admiral- st ab es bis 1909. Er trat bann aus dem aktiven Dienst und war seither Mitglied des Obersten Kriegsrates. Zum Großadmiral wurde er 1912 er­nannt.

Zur Erinnerung an König Albert von Belgien.

Das zur Erinnerung an König Albert von Belgien geplante N a t i 0 n a l d e n k m a l wirb wahrscheinlich einem Wunsche des jetzigen Königs entsprechend in Gestalt einer aroßen öffent­lichen Bibliothek in Brüssel errichtet wer­den. Der belgische Ministerpräsident gab in einer Sitzung des Denkmalausschusses einen Brief be­kannt, in dem König Le 0 p 0 ld diesem Wunsche Ausdruck verleiht und darauf hinweist, daß die Verwirklichung einir solchen Idee auch im Sinne seines Vaters liege, der ein großer Freund der Wissenschaften und ihrer Einrichtungen gewesen sei. Von den ehemaligen Frontkämpfern war angeregt worden, zu Ehren desKämpfers an der Jser" ein monumentales Standbild in Flandern zu er­richten; wieder andere Vorschläge gingen dahin, dem König an dem Ort, an dem er ums Leben gekommen ist, in Marche-les-Dames, ein Denkmal zu setzen. Es ist nunmehr anzunehmen, daß die Anregung König Leopolds, der der Denkmalaus­schuß bereits seine Zustimmung gegeben hat, ver­wirklicht wird.

Earls Sieget im Aachener Schachturnier.

Die letzte Runde im Aachener Schachmeisterschafts­turnier brachte noch eine Reihe dramatischer Bege­benheiten. Zwar kam Carls-Bremen durch ein Unentschieden gegen Borgardts mühelos zu Siegerehren; dem Hamburger Heinicke aber, der vor der Runde Anwärter auf einen hohen Platz war, unterlief ein großes Versehen, bas ihm sofort einen Turm und damit die Partie kostete. Auch in der Partie Reinhardt gegen Engels ging es drunter und drüber. Nachdem Engels zunächst die größere Gewinnchance hatte, machte er später in höchster Zeitnot einige schwere Fehler, und Reinhardt gewann ziemlich hoch. Nachdem E Ist n e r

verlangten.

Am Adolf-Hitler-Platz nahm der Führer in seinem Wagen stehend den Vorbeimarsch der ge­samten Dresdner SA.-Brigade 3 3 und der Dresdner S S.° S t a n b a r t e 4 6 ab. Auch hier hatten sich wieder Zehntausende angesammelt. Ferner waren alle Dächer und Fenster der Um­gegend, sogar Turm und Dach der Hofkirche und der Staatsoper von Menschen dicht besetzt.

Nach dem Vorbeimarsch begab sich der Führer hin­über nach der Staatsoper, wo die Schwer­kriegsbeschädigten in ihren Wagen Aus­stellung genommen hatten. Der Führer grüßte die Kriegsverletzten und ließ ihnen die ihm überreich­ten Blumen auf die Wagen legen.

Am Nachmittag fuhr der Führer von der Woh­nung des Ministerpräsidenten von Killinger zum Zwinger, wo er mit Volksbildungsminister Dr. Hartnacke und dem Direktor der Gemälde­galerie Bosse einen Rundgang durch die wichtig­sten Säle antrat. Am Abend fuhr der Führer ins Schauspielhaus, wo im Rahmen der ersten Reichs- theaterfeftwoche in einer ausgezeichneten Besetzung Peer G y n t" gegeben wurde, der von Dietrich Eckardt, dem Dichter des Nationalsozialismus, ins Deutsche übertragen worden ist. Die Vorstellung stand künstlerisch auf beachtlicher Höhe. Der Führer sowie die Reichsminister Dr. Goebbels und Rust äußerten sich außerordentlich befriedigt über die Leistungen. Nach Schluß der Vorstellung kam der Führer mit den Ministern auf d i e Bühne und ließ sich die Hauptdarsteller und alle Bühnenarbei­ter und Mitwirkenden vorstellen. Er begrüßte ins­besondere die Bühnenarbeiter mit Handschlag und richtete bann an die Mitwirkenden einige Worte des Dankes

Landespolizeigruppe General Göring führt die Tradition der Polizeitruppe von Deutsch-Ostafrika weiter.

Berlin, 29. Mai. (DNB.) Im Hof der ehe­maligen Kadettenanstalt in Lichterfelde fand die feierliche Uebergabe der Tradition der Polizeitruppe von Deutsch-Ostafrika an die Landespolizeigruppe General Göring, und zwar an die erste Hundert­schaft, statt. Nachdem Ministerpräsident Göring mit Reichsstatthalter Ritter v. Epp unter klin­gendem Spiel die Front der aufgestellten Forma­tionen abgeschritten hatte, nahm Reichsstatthalter Ritter v. Epp, der von 1904 bis 1907 in Südwest- Afrika Dienst tat, das Wort zu einer Ansprache, in der er betonte, die Tradition einer Kolonialtruppe unterscheide sich von der einer festländischen Truppe dadurch, daß sie die (Erinnerung an die uns geraubten Kolonien bewahren und ihre Aufgabe in dem Kampf um die Wiedererlan­gung unserer Kolonien erblicken solle. Minister­präsident Göring gedachte der ruhmreichen Taten der Polizeitruppe der Schutztruppe und wandte sich energisch gegen d i e K 0 l 0 n i a l s ch u l d l u g e, die schon allein durch die Treue und Liebe, die die (Eingeborenen der Schutzgebiete auch heute noch zu Deutschland hegten, schlagend widerlegt werde. Die Tradition verpflichtet, das Heldentum der Vorkämp­fer niemals zu vergessen.

Keine Aenderung von Stadt­oder Gemeindewappen.

Anschluß der Ardeits- und Erfahrungswerte der Rotkreuztätigkeit an die Erfordernisse der Gegen­wart, wie sie z. B. der zivile Luftschutz an den Bereitschaftsdienst des Roten Kreuzes stellt. Am Schlüsse der Tagung dankte der Präsident namentlich dem Reichsminister des Innern für die tets bewiesene Förderung bei der Stabilisierung )es deutschen Roten Kreuzes inmitten der Bildung des neuen Reiches. Wesen und Tradition des Ro­ten Kreuzes, so schloß der Präsident, liegen in dem Begriff selbstverständlicher Pflichter- ü l l u n g , wie Leben und Arbeit unseres Schirm­herrn, des Generalfeldmarschalls von Hinden­burg und unseres Volkskanzlers ein hohes Lied der Pflichterfüllung sind.Die Tagung verlief als feierlicher Auftakt zum Rotkreuztag, der bekanntlich am 10. Juni d. I. im ganzen Reiche einheitlich begangen werden wird.

Die Saarbesprechnngen in Genf.

Genf, 29. Mai. (DNB.) Der einstmalige Präsi­dent der deutschen Friedensdelegation, F r h r. von L e r s n e r, der als Vertreter des Saarbevollmäch­tigten der Reichsregierung Vizekanzler von Papen in Genf eingetroffen ist, hatte eine eingehende Unterredung mit dem Vorsitzenden des Dreierkomitees für die Saarabstimmung, Baron

0 r e s b e n, 29. Mai (DNB.) Der Führer begab sich mit dem Reichsminister Rust zum Reichs­statthalter Mutschmann, um dessen Diensträume zu besichtigen. Der Führer fuhr t Rathaus, das mit Blun

Fünflinge geboren.

In North Bay (Ontario) schenkte die 25jährige Frau Olivia Dionne sünf Mädchen das Leben. Der behandelnde Arzt hält alle Kinder für lebensfähig. Die Mutter hatte sich bereits am Tage nach der Geburt wieder erholt.

..Graf Zeppelin" in Rio be Janeiro gelandet.

Wie die HamburgAmerika-Linie mitteilt, ist Graf Zeppelin" am Dienstag um 7.30 Uhr Ortszeit in Rio de Janeiro gelanbet.

Blutiges Familiendrama in Paris.

Die Frau eines Gasanstaltangestellten in Paris hat ihren Mann und ihre beiden 7- und 8jährigen Kinder erschossen und dann S e l b st m 0 r d be­gangen. Wie einem an einen Polizeikommissar gerichteten Brief zu entnehmen ist, hat die Frau die Tat begangen, weil sie ihren Mann für schul­dig hielt, kurz zuvor die Pförtnerin eines Miethauses ermordet zu haben. Bereits feit längerer Zeit bestanden zwischen dem Angestellten und der Pfört­nerin heftige Streitigkeiten.

Kleine politische Nachrichten.

Reichspräsident von Hindenburg empfing den Beauftragten für Adrüftungsfraaen von Ribbentrop zur Meldung. Die in der ausländischen Presse verbreitete Nachricht, Herr von Ribbentrop habe sich nach Genf begeben, ent­spricht nicht den Tatsachen.

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Präsident Roosevelt hat mit Kuba einen Vertrag abgeschlossen, wodurch Kuba, das bisher zu der Interessensphäre der Vereinigten Staaten gehörte, zu einem unabhängigen Staats- wesen erhoben wird. Alle Rechte auf Internen» Hon sind beseitigt.

Wettervoraussage.

Das Hochbruckaebiet hat sich mit seinem Schwer­punkt weiter auf das Festland verlagert und be­herrscht die Wetterlage. Im Bereich feiner abfinfen- den Luft wird bei meist heiterem Himmel die Son­nenstrahlung tagsüber kräftigen Temperaturanstieg bewirken, während nachts noch stärkere Abkühlung erfolgt.

Aussichten für Donnerstag: Meist heiter, tagsüber sehr warm und trocken.

Aussichten für Freitag: Fortdauer der Schönwetterlage.

Lufttemperaturen am 29. Mai: mittags 19,3 Grad Celsius, abends 11,0 Grad; am 30. Mai: morgens 9,6 Grad. Maximum 21,2 Grad, Minimum 4,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. Mai: abends 19,4 Grad; am 30. Mai: morgens 13,2 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 13,2 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: 3.23.: H. L. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. DA. IV. 34: 11 200. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.

Berlin, 29. Mai. (DNB.) (Entgegen ben viel­leicht von gewissen Seiten bestehenden Absichten, die gemeindlichen Wappen zu ändern wird' von zu­ständiger Stelle daraus hmgewiefen, daß aus Gründen der Tradition eine derar­tige Aenderung im allge m e inen wicht erwünscht ist. Die Wappen verkörpern bekannt­lich die alten geschichtlichen Ueb erl1 e f er ungen der Gemeinden, sehr häufig aus der Zeit ihrer Entstehung heraus, und diese geschlcht iche Überlieferung sollte nicht aufgegeben oder durch­brochen, vielmehr die neue © e n e rat 1 o n noch enger an sie geknüpft werdem Keine Ausschmückung der öffentlichen Gebäude in München am Fronle.chnam

M ü n ck e n, 29. Mai. (DNB.) Im Stadtrat gab amDienstag Oberbürgermeister F i ehl e r folgende

bäube^ befaßt, nachdem in früheren i?

Rücksicht. daraus, d°h ° ° " r ch °icmal5 bie z°nb°i nati onale n F -1 ° r { ^rd-n finb. nationale n 3 ge-wungen, von einer Beflag- L unbU"on' !on?tigem Schmuck der ötfentlid)cn Gebäude abzusehen.

Erste Ratssitzung des Deutschen Uoten Kreuzes.

. ,. , v6- Deutfchen Roten Kreuzes,

Der Präsident des gacfjfcns(£oburg und

Herzog K a rl ®unb Großen Rat des Gotha, hat den Prasldlair Sitzung

Deutschen Roten tretende Präsident, Gene- einberufen. Der stellv er ten , erstattete

raloberstabsarzt a. D. f / öc5 Deutschen den Bericht über bie Staat.

Roten Kreuzes m Öen. natwna ] ö einzelnen Den Berichten der Relchswatt l Leiters der Aufgabengebiete ging em .trag Kreuzes

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Sie sehen auf dieser Ausstellung aber nicht nur den Reichsnährstand als Erzeuger, als Lieferanten, sondern auch als Kunden der übrigen Wirtschaft, vor allem der Industrie. Die bemerkenswerte Neuordnung der deutschen Indu­strie konnte sich aber noch nicht soweit auswirken, daß die Industrie als Aussteller in ihren ein« zelnen Fachgruppen mit ähnlicher Geschlossenheit auftritt wie der Reichsnährstand. Während sich die Verhältnisse bei der Industrie überall noch im Auf­bau befinden, hat sich der Handel, soweit er die landwirtschaftlichen Erzeugnisse betrifft, dem neuen, vom Reichsnährstand ausgehenden Geist der Ord­nung unb Gemeinschaft angeschlossen. Bei einer sinnvollen Marktorbnung barf fein Zweifel be­stehen, baß Anbau und Erzeugung der Landwirt­schaft so geleitet werden, wie es die Lebensbedürf­nisse des gesamten Volkes verlangen. Diese Markt­regelung, deren Aufbau und Auswirkungen wir auf dieser Ausstellung zeigen, stellt nichts anderes dar als die folgerichtige Durchführung des Gedan­kens von Max Eyth vom Wissen und Können.