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1. (Sauturnfest Nordheffen in Gießen.

Der Stadt Gießen und ter Gießener Turnerschaft ist für 1935 die Durchführung des ersten Gauturn­festes angetragen worden. Das Fest wird in Gießen zur Durchführung gelangen. Ein Gauturnfest ist nach ter Neugliederung von Turnen und Sport das, was früher ein Kveisturnfest war. Mit den Vorbereitungen wird demnächst begonnen. Im ersten Jahre seines Bestehens hielt der Gau noch kein Gauturnfest ab, an feine Stelle waren die Bezirksturnfeste in Friedberg und in Bebra (Bezirk Kassel) getreten.

Große Erfolge des MTV. Gießen.

Beim Frauen- und Iugendsportfesl in Offenbach.

Eine erstklassige Besetzung hatten die am ver­gangenen Sonntag durchgeführten nationalen Frauen- und I u g e n d w e t t k ä m p f e des Ball-Spiel-Club 1899 Offenbach auf­zuweisen. Auch rein zahlenreich übertraf diese Ver­anstaltung alle bisher durchgeführten Wettkämpfe. Besonders gute Kräfte waren am Start von der Eintracht Frankfurt, dem Postsportoerein München, Phönix Karlsruhe, Kölner Ballspiel-Club, JG- Sportverein Frankfurt a. M, Sportclub 1880 Frankfurt a. M, BSC. 1899 Offenbach u. a. m. Am stärksten war der IG.-Sportverein Frankfurt mit 46, die Eintracht Frankfurt mit etwa 30 und der BSC. Offenbach mit 27 Wettkämpfern vertre­ten. Die Lorbeeren waren bei einer solch erstklas- sigenBestzung naturgemäß sehr hoch gehängt. Wenn bann trotz dieser ungünstigen Voraussetzungen der Männer-Turnverein Gießen, der auch nur mit einer kleinen Mannschaft an diesenNationalen" teil­nahm, 5 dritte, 6 vierte und einen fünften Sieg erringen konnte, so muß man zugeben, daß sich die MTVer (die als einzige den Gau Nordhessen vertraten) recht wacker geschlagen haben. Nach­stehend die Ergebnisse:

Frauenklasse.

Speerwurf: 1. Frl. Fleischer, Eintracht Frank­furt a. M, 38,70 Meter; 2. Frl. Köhler, Eintracht Frankfurt a. M, 32,45 Meter; 3. Frl. Röhmig, MTV. Gießen, 30,65 Meter. Der Sieg war der bekannten Eintrachtlerin nicht zu nehmen. E. Röh­mig, MTV. Gießen, trat bei einem gutem Wurf von etwa 35 Meter leider über.

Kugel st oßen: 1. Frl. Fleischer, Eintracht Frankfurt a. M., 12,78 Meter; 2. Erl. von Hayn, Eintracht Frankfurt a. M, 11,62 Meter; 3. .Frl. Kalk, JG.-Sportverein Frankfurt a. M; 4. Frl. Röhmig, MTV. Gießen, 10,87 Meter. Alles ganz vorzügliche Leistungen! E. Röhmig, MTV. Gießen, erzielte ihre bisherige Bestleistung.

Fünfkampf: 1. Frl. Fleischer, Eintracht Ffm.; 2. Frl. Kalk, IG.-Sportv. Ffm.; 3. Frl. Köhler, Eintracht Ffm.; 4. Frl. Röhmig, Mtv. Gießen, Frl. Röhmig (Gießen) landete durch schlechte Hochsprung­leistung ganz knapp hinter der 2. und 3. Siegerin.

2ugendklasse A.

200 Meter: 1. Felix, Kölner Ballspiel-Club (ÄBC.), 26,6 Sek.; 2. Kiefer, Tv. Haßloch, 24,8 Sek.; Menges, Mtv. Gießen, 25 Sekunden. Der Männer­turner, der schon den Fünfkampf und die Vorläufe hinter sich hatte, schlug sich recht tapfer.

Hochsprung: An dieser Konkurrenz nahm W. Hußke, Mtv. Gießen, teil und wurde mit 1,52 Meter gemeinsam mit einem Münchener und einem Kölner Sportler nur Vierter.

Diskus: 1. Küfer, SpCl. 1880 Ffm., 34,10 Meter. 2. Felix, KBC. Köln, 31,12 Meter; 3. Men­ges, Mtv. Gießen 31,05 Meter. Der Mtver startete erstmalig in dieser Hebung und zeigte schon eine recht schöne Technik.

Fünfkampf: 1. Emmel, JG.-Spv. Ffm., 4447 Punkte; 2. Kiefer, Tv. Haßloch, 4004 P.; 3. Schäfer, Eintracht Ffm., 3802 P.; 4. Menges, Mtv. Gießen, 3767 Punkte. Menges hielt sich unter den zahlrei­chen Konkurrenten recht gut. W. Hußke landete an sechster Stelle.

Jugendklasse B.

Hochspruna: 1. Bäuchle, BSC. 99 Offenbach, 1,55 Meter; 2. Brenn, Postsportv. München, 1,50 Meter; 3. Kley, Mtv. Gießen, 1,50 Meter (durch

Stechen entschieden). Für 15jährige Jugendliche ganz ausgezeichnete Leistungen!

2 00 Meter: Kley schied mit 26 Sekunden im Vorkampf aus. Leider hatte er das Pech, mit Ritzel (Offenbach) und Genal (München), dem 1. und 2. Sieger des Endlaufes, in den gleichen Dorlauf zu kommen und kam nur als dritter durchs Ziel. Zeit des Ersten im zweiten Vorlaus 26,7 Sek., Zeit des Ersten im dritten Dorlauf 26,4 Sekunden.

800 Meter: An diesem Wettkampf nahm B. Walter teil und wurde mit der guten Zeit von 2:24 Minuten noch in den letzten Metern auf den vierten Platz verwiesen. Das übrige Feld folgte erst mit etwa 40 bis 50 Meter Abstand.

Speerwurf: Während Kley und Walter, beide Mtv. Gießen, schon in den Vorkämpfen aus­schieden, konnte sich Eger für die Entscheidung durch­ringen. Mit der guten Leistung von 35,80 Meter wurde er jedoch nur Vierter,

Dreikampf: 1. Ritzel, BSC. 99 Offenbach, 2519 P.; 2. Genal, München, 2463 P.; 3. Emmel, JG.-Spv. Ffm., 2319 P.; 4. Loewe, SC. 1880 Ffm., 2298 P.; 5. Kley, Mtv. Gießen, 2284 Punkte. Bei dieser auserwählten Konkurrenz machte Kley eine recht gute Figur, doch fehlt ihm noch die nötige Wett­kampferfahrung und vor allem der Kampfgeist.

Schwedenstaffel: 1. JG.-Spv. Ffm., 2:19,4 Minuten; 2. SC. 1880 Ffm., 2:25,6 Min.; 3. Mtv. Gießen, 2:31,4 Min.; Der Sieg war dem JG.-Spv. mit seinem ganz erstklassigen Läufermaterial nicht zu nehmen. Mtv. lief mit Walter, Eger, Kley, Möckel ein recht schönes Rennen.

Holzapfel in Kastel siegreich.

Bei dem in Kassel durchgeführten Olympia-Werbe- sportfest konnte H. Holzapfel im 10-Kilometer-Lauf wir berichteten bereits kurz darüber einen recht schönen Sieg feiern; gelang es ihm doch nach einem glänzenden Lauf bei einem auserlesenen Feld in der guten Zeit von 34:14,7 Minuten als Erster durchs Ziel zu gehen. Nach etwa fünf Runden ge­lang es einer aus drei Mann bestehenden Gruppe (Dieckmann, Hannover; S ch i n g , Hessen-Preu­ßen, Kassel und Holzapfel, Mtv. Gießen) sich vom Feld loszulösen und konnte bei abwechselnder Führung den Abstand immer mehr vergrößern. Nach etwa sechs Kilometer konnte Holzapfel durch Verschärfung des Tempos auch diese beiden ab­schütteln. Dieckmann (Hannover), der noch vor kur­zem zur deutschen Langstrecken-Elite gehörte, gab bald danach nachdem er einige Runden versuchte dem ausreißenden Holzapfel zu folgen das Ren­nen auf. Mit großem Vorsprung zerriß dann Holz­apfel (Mtv. Gießen), von den Zuschauern mit star­kem Beifall belohnt, als Erster das Zielband.

Die Turnerinnen des Mtv. Gießen schnitten beim Kreisfrauenturnen in Grünberg ebenfalls sehr gut ab.

So war, wie aus all diesen Berichten ersichtlich ist, der 26. August ein für den Männer-Turnverein Gießen sehr erfolgreicher Tag. All diese Erfolge stellen aber den Abteilungsleitern das beste Zeug­nis aus und sind der beste Beweis dafür, daß in dem MTV. Gießen tüchtig zum Wohle des deutschen Volkes und zum Wohle jedes einzelnen gearbeitet wird.

Waldeslustpokalspiele^ im Radball.

Bei bestem Wetter und vor zahlreichem Publikum kamen am Sonntag auf derWaldesluft" bei Gießen erstmals die Pokalspiele um den von einem Mitglied des Wiesecker Radfahrervereins gestifteten Pokal zum Austrag. Es hatten sich zu den Punktspielen die ersten Mannschaften vonTeutonia" Krofdorf, 1885 Gießen und 1900 Wiefeck sowie die zweiten Mannschaften von Wiefeck und Krofdorf gemeldet, so daß der Sieger in 10 Spielen ermittelt werden mußte

Während die erste von Krofdorf überraschend sicher sich den Sieg sichern konnte, brachten die Spiele im allgemeinen einen recht spannenden Ver­lauf. Die Spiele brachten folgende

Ergebnisse:

Krofdorf I. Wiefeck I. 6:1 1885 I. Krofdorf II 2:2 Wiefeck I. Krofdorf II. 5:5 1885 I. Wiefeck II. 10:1 Krofdorf I. Wiefeck II. 10:0 Krofdorf I. Krofdorf II. 9:6

Wiefeck I. 1885 I. 5:8

Wiefeck II. Krofdorf II. 0:10 Krofdorf I. 1885 I. 11:7.

Die Spiele 1, 4, 5 und 8 waren jederzeit eine klare Sache des Siegers. Im 2 und 3. Spiel wurde, wie auch bereits durch die Ergebnisse zum Ausdruck kommt, erbittert gekämpft.

Im Spiel Krofdorf I. gegen Krofdorf II. sah es anfangs nicht nach einem so sicheren Siege der I. aus, die zweite Garnitur, diesmal gut aufgelegt, ließ sich nur schwer bezwingen. Recht interessant und spannend verlief das Spiel 85 Gießen gegen Wiefeck I. Die Wiesecker dürften hier ihre bisher beste Leistung gezeigt haben. Ihr hartnäckig geführ­ter und jederzeit offener Kampf fand vor heimischem Publikum viel Beifall.

Den Höhepunkt und gleichzeitig die Entscheidung des Wettbewerbs brachte das Spiel 1885 Gießen Teutonia" Krofdorf (beide Rivalen bei der Be- zirksmeifterfchaft). Krofdorf hatte es sich vorgenom­men, Revanche für die bei der Bezirksmetsterfchast erlittene Schlappe zu üben. Das gelang. Hart wurde um die Führung gekämpft. Bald lag diese bald jene Mannschaft mit einem Tor vor, bis sich schließlich zuletzt eine kleine Überlegenheit der Teutonen bemerkbar machte und der Bezirksmeister die Waf­fen strecken mußte. Konnte man hier bei Krofdorf eine kleine Formverbesferung ganz besonders tm Zusammenspiel feftfteüen, so mußte man von den 85ern behaupten, daß ihr Spiel nervöser und zer­fahrener wirkte als vor einigen Wochen.

Die Spiele wurden vor Beginn der Rede des Füh­rers aus Koblenz unterbrochen und nach Beendi­gung derselben fortgesetzt. Die Spieler, ob Sieger oder Unterlegener dürfen mit Stolz feststellen, daß sämtliche Spiele einwandfrei und stets im Rahmen des Erlaubten durchgeführt wurden.

Die Tabelle sieht wie folgt aus: Krofdorf I. 8 Punkte, 85 Gießen 5 Punkte, Krofdorf II. 4 Punkte, Wiefeck I. 1 Punkt, Wiefeck II. 0 Punkte. Das letzte Spiel Wiefeck I. gegen II. konnte nicht mehr ausgetragen werden.

Bergmeisterschaft

des Bezirks Gießen im ORD.

Die Bezirksbergmeisterschaft führte in Wetzlar über die 1,7 Kilometer lange Strecke Solmfer Platz, Hindenburgring, Frankfurter Straße zur Spilburg. Gefahren wurde im Einzelstart von Zwei-Minuten­abständen.

Das Ergebnis: Bergmeister: A. M e b u s, 85 Gießen, 4,29 Min.; 2. Hch. Preis, Germania Gießen, 4,36 Min.; 3. E. Muhl, 85 Gießen, 4,54 Min.; 4. K. Horn, Steinbach, 5,21 Min.; 5. Klappert, 85 Gießen, 5,41 Min.; 6. Weber, 85 Gießen, 5,50 Min.

VfB.-Heichsbahn-Leichtachletik.

Bei dem am vergangenen Sonntag vom Gau XII Nordhessen in Kassel abgehaltenen Olympia-Werbe­sportfest zeigte sich der Vertreter des VfB.-Reichs­bahn Otto Luh in ausgezeichneter Form. Er ge­wann das Kugelstoßen mit einem Wurf von 13,82 Meter. Der schönste Erfolg dürfte aber fein Sieg im Werfer-Fünfkampf sein, den er mit der guten Punktzahl von 3434,30 Punkte gewann. Luh erzielte innerhalb des Fünfkampfes folgende Leistungen: Kugel 13,75 Meter, Diskus 37,78 Meter, Schleuder­ball 54,10 Meter, Stein 9,57 Meter und Hammer 30,80 Meter.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Die Ligareservemannschaft der Gießener hatte sich am letzten Sonntag die erste Elf der sehr spiel­starkenViktoria" Nidda zu einem Gesell­schaftsspiel nach Gießen verschrieben und unterlag auch erwartungsgemäß, wenn auch mit 0:2 nicht allzu hoch. Der Gastgeber konnte nicht in stärkster Besetzung antreten. Beiderseits wurden zahlreiche Chancen ausgelassen. Das faire Spiel wurde von Schiedsrichter Deibel (Wiefeck) einwandfrei ge­leitet.

Anschließend sollte die dritte Elf der Spielvereini­gung gegen Wißmars 1. Mannschaft eins der schon lange ausstehenden Gesellschaftsrückspiele aus­tragen. Infolge falscher Benachrichtigung waren aber nur vier Gießener zur Stelle. Die vorher tätig gewesene Ligareserve sprang aber in die Bresche und half mit einigen Leuten aus. 1900 blieb mit 1:0 gegen den sehr eifrigen Gegner nur ganz knapper, aber verdienter Sieger.

Die 1. Jugendelf, die immer noch in der Auf­stellung probiert, daher auch nicht in bester Be­

setzung antrat, lieferte kein überragend gutes Spiel. Trotzdem genügte die Leistung, um die Jugendelf derTeutonia" W.a tz e n b o r n - S t e i n b e r g mit 2:1 geschlagen nach Hause zu schicken.

Ueberraschend ist die Kunde von dem schönen 4:0-Sieg der Allerkleinsten, der Schüler, über die Schüler des FC. Großen- Bus e cf. Die Kleinsten waren die Eifrigsten beim Training.

ZC.Teutonia" Watzenborn-Steinberg

FL.Teutonia Watzenborn-Steinberg lTeu­tonia Laubach I 10:1 (4:1).

Im ersten Spiel nach ter Sperre trat Watzen. born-Steinberg auf eigenem Platze der 1. Mann­schaft vonTeutonia" Laubach gegenüber. Laubach löste damit eine fällige Rückspielverpflichtung ein. Die Platzmannschaft hatte, da die komplette erste Garnitur nicht zur Stelle sein konnte, einige erst aus der Jugendmannschaft aufgerückte Spieler in sich ausgenommen, die sich gut einführten. Es trat somit folgende Elf auf den Plan: E. Happel; K. Schmandt, O. Fett; K. Schäfer, H. Schmandt, E. Burger; K. Jung, R. Lang, O. Happel, H. Fischer, O. Haas.

Die Gäste stellten eine körperlich sehr kräftige Mannschaft ins Feld und ließen die Einheimischen, die in der ersten Hälfte mit dem Wind im Rücken spielten, vorerst nicht zu Erfolgen kommen. Gut- gemeinte Schüsse von Fischer und Lang verfehlten knapp ihr Ziel, bis dann letzterer in der 14. Minute den Torreigen eröffnete. Laubach kämpfte hart um den Ausgleich, kann aber nicht verhindern, daß Watzenborn-Steinberg zwei weitere Tore vorlegte. Bei diesem Stand überschritt E. Happel mit dem Ball den Strafraum und der fällige direkte Frei­stoß wird von Laubach durch ein Mißverständnis der einheimischen Hintermannschaft zum Ehren­treffer eingeschossen. Bis zur Pause stellte O. Happel die alte Tordifferenz wieder her.

Nach Halbzeit spielten ine Gäste mit dem Wind als Bundesgenossen. Doch werten alle ihre wuch­tigen, aber meist planlosen Angriffe von den Ver­teidigern der Platzmannschaft obwohl beide nur aushilfsweise diese Plätze innehatten gestoppt. Die Läuferreihe arbeitete unermüdlich, konnte sich dem Aufbau widmen und es war eine Lust, mit- zuzusehen, wie der Ball von Mann zu Mann rollte. Erfolge konnten nicht ausbleiben. Laubach wurde, trotz Gegenwind, mehr und mehr eingeschnürt und bei massiver Verteidigung fielen noch sechs schone Tore. Obwohl Laubach bis zum Schlußpfiff kämpfte, kam der Sturm kaum bis an den einheimischen Strafraum. Als Schiedsrichter amtierte Schiri Kreiling, VfB. Gießen.

Die zweite Mannschaft, auch durch einige Jugend- svieler ergänzt, traf in Wieseck auf einen verstärkten Gegner und hielt sich überraschend gut. 6:10 (0:4) war das Endergebnis. Die Jugendmannschaft unter­lag in Gießen der spielstarken Jugend von 1900 mit 1:2 (0:1) Toren. DieSchülermannschaft war spiel- frei.

Spielvereinigung 1926 Leihgestern.

Leihgestern I VfB.-R. Gießen II 4:0 (3:0).

Am Sonntag empfing die erste Mannschaft der Spielvereinigung die Reserve des VfB.-Reichsbahn zum Gesellschaftsspiel. Das Spiel begann mit wech- feinten Angriffen beider Mannschaften, bis die Einheimischen ganz unverhofft in der 15. und in der 20. Minute mit 2:0 in Führung gingen. Dann wurden die Gießener etwas härter. Kurz vor der Pause sandte der Leihgesterner Linksaußen zum drittenmal den Ball in die Maschen. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause. Nach dem Wechsel waren die Einheimischen weiter überlegen, zu einem Torerfolg reichte es aber nicht. Endlich zur Mitte der zweiten Halbzeit gelang es dem Mittelstürmer der Spielvereinigung nach feiner Kombination des gesamten Sturmes das Endresultat herzustellen. Leider hatte der Schiedsrichter das Spiel nicht in der Hand.

Vor diesem Spiel trennten sich die zweiten Mann­schaften von Leihgestern und Wieseck mit 1:1. Die Einheimischen zeigten, ebenso wie die durch den Torhüter und Mittelläufer der ersten Mannschaft aus Wiefeck verstärkte Gästemannschaft, recht schwache Leistungen.

Den Auftakt der Spiele gab die Jugendmann- schaft. Sie schlug die Jugendmannschaft von Wiefeck mit nicht weniger denn 5:0 Toren, nachdem sie bei Halbzeit schon 3:0 geführt hatten. Am nächsten Sonntag sind sämtliche Mannschaften spielfrei.

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Gießen, den 29. August 1934.

Die Trauerfeier findet Donnerstag, den 30. August.

nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt

Von Kranzspenden und Beileidsbesuchen bittet man

abzusehen.

Die trauernden Hinterbliebenen:

I. d. N.: Familie Jakob Bepler

Die Beerdigung findet Donnerstag, den 30. August, nachmittags

6 Uhr, vom Sterbehause, Brauhausstrafee 31. aus statt

Todesanzeige.

Gestern nachmittag 5 Uhr verschied nach langem, mit großer

Geduld ertragenem Leiden, unsere liebe gute Tochter, Schwester,

Schwägerin und Tante

Gestern morgen entschlief nach langem, mit großer

Geduld ertragenem Leiden unsere geliebte Tochter

und Schwester

Hedwig Knobel

In tiefer Trauer:

Familie Knobel.

Lollar, im August 1934.

4989 D

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen

Frau MargareteWissemann, geb.Rain sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Besonderen Dank dem Herrn Pfarrer Arnold für seine trostreichen Worte am Grabe, sowie für die vielen Kranzspenden.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Ludwig Wissemann.