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Die ZZ.Haupiversammlmlg des VHLin Gedern.

Ser weitere Verlauf

sehn. Gedern, 27. Mai. Nachdem VHC- Bruder Ringshausen sich verabschiedet, fährt der

Bundesführer Sr. Bruchhäuser

in seiner Begrüßung fort und gibt seiner Freude darüber Ausdruck, daß unsere Hauptversammlung nicht nur trockenes Auf- und Abrollen geschäftlicher Tagesordnungen sind, sondern daß sie durch Reden, wie die der VHC.-Brüder Ringshausen, Werner und anderer, anregungs- und bedeu­tungsvoll werden. Er spricht dann von der frühe­ren Zerrissenheit in den Wanderoereinen Deutsch­lands. VHC.-Bruder Prof. Dr. Werner ist e- als Reichsführer der deutschen Gebirgs- und Wan dervereine gelungen, alles zu vereinigen in dem genannten großen Reichsverband. Wir bilden nun mit die Säule 11 im Reichsausschuß für Leibes Übungen. Hier ist uns Schutz gewähr der sich schon aut ausgewirkt hat gegenüber Angriffen mancherlei Art. Dafür danken wir den beiden Führern Wer­ner und von Tscharnrner und Osten.

Ortsgruppenleiter Klein-Gedern spricht auch für den verhinderten Kreisleiter. Er freut sich des überaus günstigen Eindrucks der gestrigen und heutigen Tagung und zeigt an prak­tischen Beispielen von Gedern, wie mit gutem Willen auf beiden Seiten alle die Nachteile zu beheben sind, die im Verlauf der nationalen Revolution für das Bestehen und.die Arbeit der Vereine ent­standen sind.Die Vereine sollen nicht untergehen, und es ist Pflicht der politischen Leiter, durch öftere gemeinsame Besprechungen mit den Pereinsleitern Reibereien zu vermeiden, aufbauende Arbeit zu ge­währleisten und mit allen Polksgenossen in reger Fühlung zu bleiben. Die Partei muß ihr Wollen auf solche Art in alle Vereine übersetzen. Er wünscht, daß der VHC. Gedern sich wieder recht tatkräftig in unserem Gemeinwesen für seine Ziele einsetzt, volksverbunden und heimattreu. Wenn alle von hier den gestärkten Willen dafür mitnehmen, dann war diese Tagung ein Segen und voller Erfolg. _

Ringen Sie immer und immer um die Seele jedes Volksgenossen, dann werden Sie und wir alle größer, Glieder, die nicht entbehrt werden können?"

Der Versammlungsleiter dankt und wünscht jedem Verein einen solchen Ortsgruppenleiter.

Es folgt dann die Rede des Führers der deut­schen Gebirgs- und Wandervereine,

AHC.-Bruders Prof. Or. Werner: Verehrter Freund Dr. Bruchhäuser, liebe Freunde und Freundinnen! Der Tag von Gedern steht unter einem günstigen Stern. Das, was wir heute von VHC.-Bruder Ringshausen und meinem verehrten jungen Freunde an meiner Seite (Ortsgruppenleiter Klein) gehört haben, das ist die Bestätigung dafür. Es ist Sonne über dem schönen Städtchen, über dem herrlichen Tal, über dem ganzen Land. Und so wünsche und will ich und wir alle, daß das Wort Ringshausens vom Wandern, das Herzens- und Gemütssache sei, wie Sonnenschein Kraft und Stärke in die tiefste Her­zensfaser hineinbringen. Die Worte zeigen uns die alte Wahrheit, daß die Vernunft nicht umzu­bringen ist. Daß damit das neue Deutschland gebaut wird, von den Jungen und von den Alten; und das möchte ich hinzufügen: Ein Staat, her' die Klassen aufgehoben hat, kann nicht nur von Jungen oder nur von Alten leben. Diese Jugend wäre nicht da, wenn die Alten nicht gewesen wären. Das schönste Sinnbild dafür, wie es sein soll, ist unser Führerpaar Hitler und Hindenburg. Von den Jungen und von den Alten muß geleitet werden!

Der VHC. ist der Horst, von dem ich ausgeflogen bin, ein kleiner Sperling vielleicht nur, aber immer­hin geflogen und mit Freuden eine schon lange Bahn. Es ist die Zeit nicht ausreichend und der Ort nicht gegeben, davon zu erzählen. Ich habe nichts mit größerer Liebe und Freude getan, als meinen deutschen Wanderern zu dienen. VHC.-

Dienst ist mit das höchste, was mein Leben ver­schönert hat.

Den freudigen Auftakt, den dieser Wandertag gebracht hat, darf ich nun durch einen Fanfaren­stoß erhöhen:

Wir haben erstens ein gutes und günstiges Verhältnis zu der OrganisationKraft durch Freude" und demAmt für Reise, Erholung und Wanderungen" gewonnen und Richtlinien für gemeinsame Arbeit. Sodann: Die Wander­vereine stellen die Führer für das neue deutsche Wandern und bilden weiter aus.

Da haben wir nun die große, oolkserziehe- rische Aufgabe der Erziehung unseres Volkes >u seiner ihm fast abhanden gekommenen, aber 'lutsmäßig gesicherten alten Liebe zu Blume, Baum mb Tier. Wandern war ja für uns schon immer Lemüts- und Herzenssache.

Wir haben das Monopol der Wegmarkierungen für uns gesichert und sind nun auch aus den ganzen Sorgen wegen des Perhältnisses zu dem Reichs­bund Volkstum und Heimat herausgerissen. K l cur e Grenzen gehen über alles; von festen Grundlagen aus kommen wir höher. Ein Bund für Volkstum und Heimat sind wir ja schon seit Jahr­zehnten. Ich segne die Stunde, wo wir in den Reichsbund für Leibesübungen hineingestellt worden sind. Wenn wir auch drei Viertel Gemüt und nur ein Viertel Sport sind, so ist doch das Wandern unsere unumgängliche Aufgabe. Es wird radikal darauf gesehen, daß gewandert wird; die faulen Wanderer sind auch sonst faul.

Unser Sportführer von Tscharnrner und O st e n ist unseres Geistes und hat uns manche Sorge abgenommen. Die deutsche Wanderschar ist zu groß, als daß man sie unterbuttern könnte.

Nun haben Sie eine Waffe in der Hand, mit der Sie Ihre Bestände auffrischen können, sagen Sie allen Beamten, daß sie einem Sportverein ange­hören müssen! Der Reichsoerband ist körperschaft­liches Mitglied beim Reichs-bund Volkstum und Heimat. Was jetzt von uns verlangt wird, haben wir ja schon seit langen Jahren den Leuten und dem Volke gegeben, aber wir wollen nun noch mehr tun und immer mehr in der Stille und ohne viel Trara! Wir weihen heute die Fahye: Ein Ge­danke meines früheren Lebens findet seine Ver­wirklichung in Fahnen und Wimpeln: Bunte Far­ben werden unser Bild beleben und dazu kommt die Wandertracht!

Fallen Sie nicht vom Stengelchen! Ja, Wander­tracht! Die Eigenart der einzelnen Vereine soll darin zum Ausdruck kommen. Das muß ohne Zwang mit den einfachsten Mitteln erreicht wer­den. Ich komme gerade von Wolfram von Eschenbachs Spuren... die ziehen in das Seelische, daß Glocken darin erklingen. Aber wie ich durch das schöne Niddertal fuhr, die frischen Wälder und Flußläufe, die herben Leute und Gesichter sah und wie ich nach Gedern hineinkomme... da Huben wieder andere an zu tönen... Gedern bedeutet ja ein besonderes Kapitel... hier ward Franseky ge­boren, hier ist der Park und die alten Bäume und der Helle See und die vielen klaren Bächlein... da strömt eine Kraft in die Seele, daß man nicht weiß, wie man seiner Heimatfreude Ausdruck geben mag.

3e älter man wird, desto mehr weih man, was hoherodskopf, Vogelsberg, hesfenheimat, hessen- finn bedeuten und wie sie sich einfügen in Deutschland und Deutschtum.

So schließe ich denn meine Worte mit dem Rufe: Unserem Hessenland, unserem Vaterland und seinem Führer Adolf Hitler dreifachesSieg-Heil!" Horst-Wessel- und Deutschlandlied runden den gro­ßen Eindruck dieser Worte.

Dr. Bruchhäuser dankt und bringt ein Frischauf" auf den Reichswanderführer aus, dem dieser mit einem gleichen für von Tscharnrner und O st e n erwidert.

Als Vertreter des Kreisamts ist inzwischen Regie­rungsrat Dr. Schwann (Schotten) eingetroffen.

Der geschäftliche Teil wird genau in dem Sinne erledigt, wie im Beichte der gestrigen Beirats- sitzung gemeldet. Es sprechen dazu Bruchhäuser, Dem (Offenbach), Buß, Scriba und Hitz (Schotten), sowie der Rechnungsprüfer Burk (Darmstadt). Dr. S ch w a n n als Vertreter des Kreisamts Schotten bringt dem Verein feine besten Wünsche und die Zusage der Unterstützung. Wir haben noch die Freude, Herrn Dr. Mahr (Darm- stadt) begrüßen zu können als Vertreter des Herrn Staatsministers Jung. Er bringt dessen Grüße und Wünsche für das gute Gelingen der Tagung und unserer weiteren Volkstumsarbeit.

In den einzelnen Berichten werden alle Arbeits­gebiete des Vereins, wie Markierungen, Natur­schutz, Bergwacht, Werbung, Verkehrsdienst und deren Bearbeitung im verflossenen Vereinsjahre be­leuchtet. Wenn der Verein im vergangenen Jahr auch mit vielerlei Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, die Arbeit geht trotzdem im großen und ganzen aufwärts. Zu der Frage der Umbenennung des Vereins ergreift Prof. Werner und Prof. H ü t h- wohl noch einmal das Wort. Der Name bleibt zunächst noch der alte.

Die nächste Hauptversammlung findet in Dich statt.

Im Schlußwort dankt Prof. Werner dem Dor. stand, der Stadt Gedern und allen, die ihre Ar­beitskraft in die Sache hineingesteckt haben. Er faßt den Dank aller derer, die hierhergekommen sind, in den Wunsch zusammen, daß der Verein neu blühen, alle Abtrünnigen wieder zu sich ziehen und viele neue Mitglieder gewinnen möge. Auch der Dank des Reichsverbandes für die stille, von vielen kaum begriffene, wenig verstandene Arbeit fei dem her­ein gewiß.

Dr. Bruchhäuser gibt den Dank an seine Mitarbeiter weiter. Hier ward nur Pflicht getan iinb wird es weiter. Damit schließt die Dersamm- lung.

Nach einem äußerst bunten Festzug weiht Prof. Werner im schönen Schloßpark die F a h n e d e s Gesamtoereins und viele Wimpel der Zweig, vereine, die immer heimatfrohen Menschen in einem freien und friedlichen Deutschland voranleuchten mögen. Bei Musik und deutschem Tanz^ waren Gäste und Einheimische noch einige frohe Stunden beieinander, die unser Georg Heß noch recht fein verschönte.

Als die Abendglocken tuteten, zogen die letzten Wanderscharen bewimpelt und musizierend aus dem festlichen Städtchen.

Jungvolk heraus!

An die Bildner, Zeichner, Maler, Schreiber, Dichter, Fotografen, Bastler, Singer im Deut­schen Jungvolk des Gebietes Heffen-Raffau.

Viele von euch haben schon großes Können und bestes Schaffen gezeigt. Heute sollt ihr alle mitein­ander wetteifern. Alle Jungen sollen schaffen, zeich­nen, malen, basteln, fotografieren, erzählen, Lieder bringen.

Jungens, es soll eure Arbeit fein, eine Gesamt­schau eures Könnens und Leistens.

Bedingungen:

1. Der Wettbewerb des Pfälzer Jungvolks wird verlängert. Die dafür eingereichten Arbeiten werden weiter verwertet.

2. Teilnehmen darf jeder Jungvolkjunge und jeder Jungvolkführer bis zum 17. Lebensjahr. Führer müssen ihre Arbeiten besonders zeichnen.

3. Die Arbeiten müssen eigene Arbeiten des Jung- volkjungen sein.

4. Der Gegenstand der Arbeiten ist freigefteüt. Möglichst sollen die Arbeiten Jungvolkdienst- und -leben zur Vorlage haben.'

5. Bastelarbeiten dürfen von ganzen Jungenschaf- ten oder Jungzügen gearbeitet sein. Ein entsprechen­der Zusatz ist beizugeben.

6. Die Einsendungen müssen bis zum 15. Juli an das Jungvolk des Gebietes 13 Hessen-Nassau, Wiesbaden, Ühlandstraße 5", eingesandt werden. Jeder Arbeit ist auf besonderem Bogen Name, Wohnort, Straße und Jungvolkeinheit zuzufügen.

7. Auf Fragen geben die Jungvolkfüyrer Aus­kunft.

8. Als Preise werden ausgesetzt Fotoapparate, Bücher, Jungvolkuniformen, HJ.-Messer höchster Preis bleibt die Ehre, Gutes geleistet zu haben.

Führer, Jungens!

In eure Hände ist dieser Wettbewerb gegeben. Kein Fähnlein, kein Jungzug, keine Jungenschaft ohne Arbeit und den Willen Bestes zu leisten.

Das Jungvolk im Gebiet geht ans Werk. Es soll eine Schau deutscher Jungenarbeit geben, weil sie größer und herrlicher nie gewesen ist.

Heil Hitler!

Der Führer des Gebietes 13. gez. Kramer Gebietsführer.

Der Führer des Jungvolks im Gebiet, gez. Rupprecht Hainer, Jungbannführer.

Besucht die Aömerbergfestspiele in Frankfurt a. M.

DNB. Frankfurt a. M 28. Mai. Die Bor- bereitungen zu den Römerbergfestspielen sind schon im vollen Gange. Auf dem Römerberg wird das Gerüst für die Zuschauertribüne aufgerichtet, die in diesem Jahre 1650 Sitzplätze haben wird gegen 1100 im ersten Jahre der Festspiele. Im Monat Juni beginnen die Proben zu der großen romanti­

schen Tragödie Friedrich SchillersDie Jungfrau von Orleans", die schon im vorigen Spieljahr große Erfolge auf dem Römerberg erringen konnte.

Die Freilichtspiele auf dem Römerberg ermög- lichen eine ganz andere Ausgestaltung der auf­geführten Stucke, wie etwa In einem geschlossenen Theater. Vor der imponierenden Front des alten Römergebäudes, in dem viele deutsche Kaiser ihre Bankette und Festmahle abhielten, wird dieJuna- frau von Orleans", der ^Wallenstein", dasKäth- chen von Heilbronn" mit großem Aufwand an Aus­stattung und Farbenpracht in Szene gehen. Die ein­zigartige Lage des Römers als Spielhintergrund und die gewaltigen Anstrengungen der städt-Bühnen die auf die Ausgestaltung der Spiele verwandt worden sind, Haden es bewirkt, daß die Römerbevgfestspiele weit über Frankfurt, ja weit über Deutschland hin­aus bekannt geworden sind. So wird in diesem Jahr eine große Anzahl von Ausländern die Fest- spiele besuchen. Die Schätzung, deren sich die Römer­bergfestspiele in Deutschland erfreuen, kommt auch durch die Tatsache zum Ausdruck, daß der Reichs­propagandaminister Dr. Josef G o e b b e l s die Fest­spiele alsr e i ch s w i ch t i g" erklärt hat, und daß der preußische Ministerpräsident Hermann Göring die Schirmherrschaft übernommen hat.

Frankfurt am Main pflegt mit diesen Festspielen die große klassische Tradition, die es als alte Kai­ser- und Krönungsstadt und als Geburtsort Johann Wolfgang Goethes angetreten hat. Die Städti­schen Buhnen haben sich zur Aufgabe gesetzt, die unvergänglichen Kunstwerke deutscher klassischer Dra­matik, allen voran die Werke Schillers, Goethes und Kleists auf dem Römer zur Aufführung zu bringen, um diesen bedeutenden Dramatikern die Gelegenheit zur vollen Entfaltung ihrer Werke zu geben und um der alten Kulturstadt Frankfurt am Main einen ihrer Bedeutung in der deutschen Ge­schichte entsprechenden kulturellen Mittelpunkt zu verleihen.

Im 1. Juni beginnen in diesem Jahre die Fest­spiele. Sie dauern bis zum 31. August. Wir rufen alle Volksgenossen auf, sich an triefen großen Volksfest­spielen zu beteiligen. Ein mitreißendes, begeisterndes Erlebnis erwartet die Besucher. Darum: Kommt und seht! Frankfurts Theater das Bollwerk im Westen sein Aufbau Dein Werk!

Kirchendiebstahl in Worms.

LPD. Worms, 28. Mai. Aus der Liebfrauen­kirche zu Worms wurde am 20. Mai eine wert­volle Reliquie gestohlen. Es handelt sich um ein Marienkopfbild in Halbplastik, um das mehrere in Silberfiligran gearbeitete Reliquien von Heiligen befestigt sind. Das Ganze befindet sich in einem kastenförmigen Holzrahmen mit Glasscheibe, 32:35.10 Zentimeter groß, und ist vermutlich 200 bis 300 Jahre alt. Sachdienliche Mitteilungen er­bittet die Kriminalpolizei Worms.

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Sophie von der Heydt, geb.Krieter heute im Alter von 27 Jahren sanft entschlafen.

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben entschlafenen

Elisabeth Gernandt, geb. Sack

für die vielen Kranz- und Blumenspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Weisel sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Heuchelheim, Düsseldorf, den 28. Mai 1934.

Hermann von der Heydt Marianne von der Heydt Wilhelm Krieter

Emma Krieter, geb. Jung Mariechen Krieter

Labes, Kolnhausen, den 28. Mai 1934.

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