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Dekan

blüfji erbst

Mispel (Amelanch

gez. Jakob Sprenger, Gauleiter und Reichsstatthalter.

Aus der Pwvinzialhauptstadt.

Ein Gang durch die Gießener Anlagen.

Der Einladung des Reichsbundes Volkstum und Heimat, Orisring Gießen, zu einem Gang durch die hiesigen Anlagen waren am Sonntagoormittag etwa 20, meist Lehrerkreisen entstammende Teil-

siebenbürgiiche Flieder mit großen Blättern (Sy- ringa Josikaea), ein aus China stammender gelb blühender Jasmin (Jasminum nudiflorum) und die erbsengroße Aepfelchen tragende kanadische Felsen­mispel (Amelanchier canadensis). Bei einem japa­nischen Kaiserbaum (Paulownia imperialis), dem unser Klima anscheinend nicht recht qusagt, war die interessante Führung zu Ende.

Der Ortsringführer dankte den Herren Universi- täts-Professor Dr. Funk und städtischen Garten­meister Herrn Lange für ihre Bemühungen. Je­der Teilnehmer an dem Rundgang wird unseren Anlagen größeres Interesse abgewinnen als seither.

mann (Lollar-Kirchberg) über-

5. Wiedereröffnung von vorübergehend geschlosse­nen Läden (z. B wegen Krankheit, Konkurs, neuer Herrichtung).

Dagegen dürfen ohne ausdrückliche Genehmigung nicht neu zugelassen werden:

1. Betriebe der unter 3 genannten Arten, in denen auch artfremde Waren verkauft werden (z. B. Zigarettenoerkauf in Friseurgeschäften).

2 Bahnhofsverkaufsstellen, Kellerläden, Etagen­läden, Hofgeschäfte, Kioske, Tankstellen.

3. Ausstellungen auf Privatmärkten.

AlsNeuerrichtung" einer Verkaufsstelle gilt nicht, wenn eine Kaufstelle unter Aufgabe der bis­herigen Verkaufsräume in andere Räume des glei­chen Gemeindebezirkes verlegt wird, wenn die Ver­kaufsstelle in den bisherigen Räumen von dem Inhaber mindestens ein Jahr betrieben worden ist und die neuen Verkaufsräume nicht mehr als ein Zehntel größer als die bisherigen find.

Das Winzerfest in (Hießen.

Wie uns von der NS.-GemsinfchaftKraft durch Freude" geschrieben wird, sind die Vorbereitungen für das Winzerfest in der Volkshalle in vollem Gange. In der Ausschmückung der einzelnen Win­zerhäuser und Heckenwirtschaften wird etwas ganz besonderes geboten. Wir hören auch, daß die Pro­paganda im ganzen Kreisgebiet sehr lebhaft betrie-

F. d. R.

gez. Willi Becker, Landesobmann d. NSBO. Bezirkswalter der DAF.

Ich wende mich an alle Wirtfchaftsführer des Gaues Heffen-Naffau, den Zellenobmann und feine Stellung im Betriebe unter diesen klaren Gesichts­punkten anzusehen, und bitte, daß von allen drei Gruppen, d. i. dem Betriebszellenobmann, dem Wirtschaftsführer und dem Vertrauensrat, ein har­monisches Verhältnis entsteht, so, wie wir es in der Mehrzahl der Betriebe bereits in vorbildlicher Weise zu verzeichnen haben.

Dies alles verbürgt, daß eine blühende Wirt­schaft, ein gemeinsamer Geist und eine zufriedene Gefolgschaft entsteht.

Darum vorwärts in diesem Geiste für unser Wirt­schaftsgebiet Rhein-Main, dessen wirtschaftliche Auf­gaben nicht nur von größter Bedeutung, sondern dessen Wollen und Entwicklung vorbildlich sein muß, sowohl in der sachlichen, als auch in der geistigen Betreuung der Menschen!

Heil Hitler!

Deutsche Arbeitsfront.

An alle Wirtschaftsführer und Betriebszellenobmänner.

Die Eröffnung von Ladengeschäften.

Das Gaupresseamt teilt mit: Durch das Gesetz zum Schutze des Einzelhandels ist die Errichtung neuer Ladengeschäfte zunächst bis zum 31. Dezem­ber 1934 verboten worden. Gegenwärtig ist also die Neueinrichtung von Einzelhandelsgescyäften nicht möglich. Eine Ausnahme hiervon machen lediglich:

1. Verkaufsstellen, die ausschließlich dem Derkau an Wiederverkäufer dienen.

2. Hilfsbetriebe anderer, z. B. handwerklicher oder landwirtschaftlicher Betriebe, die dem Verkau der dort yergestellten Waren dienen und mit dem Hauptbetrieb öffentlich verbunden sind.

3. Läden, bei denen die Vornahme gewerblicher Leistungen Hauptsache und der Warenverkau nur Zubehör ist, z. B. Friseurgeschäfte, Repa­raturwerkstätten

4. Verkaufsstellen, die nur aus Kontorräumen bestehen und nur der Entgegennahme von Be­stellungen dienen (Kohlenkontor, Kontore von Dersandgeschäften.

Das Kind wird auf seinen Gesundheitszustand untersucht, denn krankhafte Kinder oder solche, die körperlich benachteiligt sind, werden nicht in Land­pflegestellen gegeben, sondern kommen in die hierzu eingerichteten Heime. Der Lehrer wird aufaefordert, auf dem Personalbogen einen entsprechenden Ver­merk des Betragens ufw. einzutragen. Dies ist des­halb wichtig, weil wir keine Kinder verschicken, die uns durch ihr schlechtes Betragen ein Weiterwerben von Pflegestellen unmöglich machen. Kinder, von denen wir Nachteiliges während ihres Ferienaufent­haltes hören, werden sofort zurückgeholt und somit einem weiteren bedürftigen Kinde Erholung ge­geben.

Gerade die Jugend muh heute nach außen hin ein Bild der Gemeinschaftlichkeit und der Vor­bildlichkeit zeigen.

Um all den Buben und Mädels, die wir ver­schicken und die nicht dem Jungvolk, oder dem BdM. angehören, einen Einblick in den Gruppen­betrieb zu geben, werden diese von den örtlichen Führern und Führerinnen zu den Heimaben­den einqeladen. Hier kommen sie zusammen, die­jenigen, die das Braunhemd tragen und die sich in ihrer frühesten Jugend dem Führer Adolf Hitler auf Tod und Leben verschrieben haben, und die­jenigen, die noch nichts von all dem erfahren haben, was ihre Kameraden im Braunhemd bindet

An der W a l l t o r st r a ß e machte Prof. Dr. Funk aus die im Schirmerschen Garten stehende, aus Nordamerika stamniende Sumpfzypresse (Taxo- dium distichum) die Gattung Taxodium war im Tertiär auch in Europa weit verbreitet und die in Südeuropa heimische Baumhasel (Corylus colurna), zwei Seltenheiten bei uns, aufmerksam. Als Gebüsch finden sich in den Anlagen Weichsel­kirsche und Amerikanische Traubenkirsche (Prunus mahaleb und americana). Die Linden, welche am 116er-Denkmal stehen, sind Krimlinden (Tilia euchlora). In der Nähe des Teiches am Hit­ler w a l l finden wir verschiedene Formen von bekannten Bäumen, so eine schlitzblättrige Roß­kastanie, eine ebensolche Linde, sowie die weißbunte und hängende Form der Bergulme. Am Teich selbst stehen eine amerikanische Hickorynuß (Carya spec.?) und ein kleinblätteriger ostasiatischer Ahorn (Acer spec.?). Don Nadelhölzern sind hier orientalische Fichte (Picea orientalis), die aus Kanada stam­mende Hemlockstanne (Tsuga canadensis) und zwei Scheinzr>pressenarten vertreten. Hier und auch in der Nähe der Johanneskirche stoßen wir auf je einen, in China beheimateten Götterbaum (Ailan- tus glandulosa) mit großen gefiederten Blättern. Einigemal wies Prof. Dr F u n k auf die mehr­mals vertretene Goldulme hin, eine Form der Bergulme, deren Blätter je nach der Belichtung eine mehr oder weniger goldgelbe Färbung auf­weisen.

Nahe der M o l t k e st r a ß e ist der aus Amerika stammende, in seiner Heimat Balsam liefernde Am­berbaum (Liquidambar styraciflua), bei UNS eine Seltenheit, und in einem Vrivntgarten die kalifor­nische Flußzeder (Libocedrus decurrens) ange­pflanzt. In der Umgebung des Liebigdenk- mals stehen Eiben (Taxus baccata) verschiedener Form, Sanddorn (Hippophae rhamnoides) und mehrere Weißdorne, zum Teil amerikanischen Ur­sprungs.

Auf dem Platz nach dem Theater zu sind Ba­stardeberesche, schlitzblättrige Erle und blutblätteri- aer Spitzahorn zu finden. Die auf der Westseite des Theaters stehende Libanon-Zeder (Cedrus Libani), eine weitere Seltenheit unserer Anlagen, hat sich von den Frostschäden des letzten strengen Winters wieder gut erholt. Neben nordamerikanischen Blau­fichten (Picea puugens-glauca), einer Trauerform der Haselnuß, dem längere, gebogene Dornen tra- oenden nordamerikanischen Hahnensporn Weißdorn (Crataegus crus galli) und amerikanischen Zucker- Ahornbäumen (Acer saccharum) sind zwischen Theater und Johanneskirche noch verschie­dene kleinere Sträucher bemerkenswert. So der

10 bis 12, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20 bis 25, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen (grün) 15 bis 20, (gelb) 20 bis 25, Erbsen 40, Tomaten 10 bis 12, Zwiebeln 12, Meerrettich 80 dis 100, Rhabarber 8 bis 10, Kürbis 8 bis 10, Pilze 40 bis 60, Kar­toffeln, das Pfund 5 Pf., der Zentner 4,50 bis 5 Mark, Frühapfel, das Pfund 8 bis 20 Pf., Fall- apfel 4 bis 5, Pfirsiche 20 bis 35, Brombeeren 30 bis 35, Preißelbeeren 35 bis 40, Birnen 10 bis 25, Wetschen 8 bis 10, Mirabellen 15 bis 18, Reine- cumDcn 15, junge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner in li n en 90, Tauben, das Stück 50, Blumenkohl

l15 00, nalat 10, Salatgurken 15 bis 25, Ein- mad)gurfen (100 Stück) 70 bis 100, Endivien 10 °!5 }«' Oberkohlrabi 5, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 nies 1(1 SanA*;« on u:, oe J

nehmer gefolgt.

Ortsringführer Dr. Michel begrüßte die Er­schienenen, besonders aber Herrn Universitäts-Pro­fessor Dr. Funk, der sich wieder als Führer zur Verfügung gestellt hatte, und den städtischen Gar­tenmeister Herrn Lange, dem die Wartung der Gießener Anlagen anoertraut ist. Einleitend wies Prof. Dr. Funk darauf hin, daß die Anlagen im Zuge der ehemaligen Stadtbefestigung angelegt worden find. Ein kleiner, von Herrn Universttäts- garteninspektor t. R. R e h n e l t verfaßter Führer enthält das Wissenswerteste über die Anlagen, die ursprünglich wohl nach den Plänen der bekannten Gartenbaufirma Sießmayr (Frankfurt a. M.) er- richtet wurden. Gartenmeister iiange führt den unbefriedigenden Wuchs mancher Bäume auf zu dichte Bepflanzung zurück, deren rechtzeitiges Aus­lichten versäumt worden sei.

An der Damm st raße beginnend, machte Prof. Dr. Funk auf die in den Anlagen reichlich ver­tretenen einheimischen Ahornarten, Berg- und Spitz­ahorn (Acer pseudoplatanus und platanoides) auf­merksam. Hier ist der Bergahorn in buntblättriger Form vorhanden. Die zierlich gefiederte Blätter besitzendefalsche Akazie^ (Robinia pseudacacia), aus Nordamerika stammend, ist in den Anlagen häufig und verschiedentlich auch als einblätterige Form vorhanden. Von Sträuchern fallen der im Herbst mit eigenartigen roten Rispen geschmückte, in Sudeuropa heimstche Perückenstrauch (Cotinus coggygria) und die klappernde Früchte in blasiger Hülle tragende amerikanische Pimpernuß (Staphy- lea spec.?) auf. Ein dornentragender schlanker Baum ist der aus Nordamerika stammende Chri­stusdorn (Gleditschia triacanthos), dessen Zweige aber der nordamerikanischen Heimat wegen nie­mals zur Dornenkrone Christi Verwendung haben finden können. Oesterreichische Schwarzkiefern (Pi- nus austriaca) sind verschiedentlich angepflanzt. Eine dem Kaukasus entstammende Nordmannstanne (Abies Nordmanniana) zeigt schlechten Wuchs, der vielfach an in Städten gepflanzten Nadelhölzern festzujlellen und auf die hier verunreinigte Luft (sckwefliae Säure!), gegen deren Einwirkung die

(schweflige Säure!), gegen deren Einwirkung Nadeln empfindlich sind, zurückzuführen ist. K« dische Pappel (Populus Canadensis) und Silber­linde (Tilia alba), letztere von der Balkanhalbinsel stammend, sind in den Anlagen nicht selten.

Kirche und Schule.

Missionssest der Inneren Mission im Dekanat Gießen.

§ Beuern, 27. Aug. Die Mi sionsfeste des De­kanats Gießen für Innere Mis ion erfreuen sich immer eines regen Interesses un erer evangelischen Bevölkerung, wie dies bei dem am Sonntag in un­serer Gemeinde abgehaltenen Dekanatsmissionsfest erneut festgestellt werden konnte. Fast die gesamte Dorfgemeinde feierte das Fest mit; auch aus den umliegenden Orten waren zahlreiche Festbesucher erschienen.

Schon vor Beginn des F e ft g o 1t e s b i e n ft e s hatte sich unsere Kirche, eine der geräumigsten des Dekanats und für solche Feste besonders geeignet, mit Besuchern gefüllt. Direktor Röhricht (Darm­stadt) vom hessischen Landesverein für Innere Mis­sion versah die Liturgie und hielt auch die Fest- predigt. Der Redner sprach von der Pflicht der Christen der Inneren Mission gegenüber und von dem Segen der Missionsarbeit. Er führte u. a. aus, daß in unserem deutschen Vaterland heute 34 700 Blinde, 38 500 Taubstumme, 404 600 körperlich ge­brechliche und 194 000 geistig gebrechliche Menschen zu betreuen seien. Einzelne allein könnten die hier notwendigen Arbeiten nicht leisten, unsere Gemein­den müßten Missionsgemeinden werden und zu- ammenstehen in der Arbeit. Für nicht lebendig ar­beitende Gemeinden gäbe es kein besseres Mittel lebendig zu werden, als sich mit der Arbeit der In­neren Mission zu beschäftigen.

brachte die Grüße des Dekanats und schilderte die Arbeit der Inneren Mission als eine Arbeit der heilserfüllten an der heilsbedürftigen Gemeinde. Eine segenbringende Arbeit sei aber nur dann mög­lich, und unser Volk könne auch nur dann äußer­lich genesen, wenn eine innere Umkehr jedes ein­zelnen Christen und Volksgenossen erfolge, wie sie auch unser Führer und Volkskanzler Adolf Hitler erstrebe. Nationalsozialistische Volkswohlfahrt und Innere Mission wären beide gleich nötig. Noch treuer als seither mitzuarbeiten, sei die Pflicht aller. Der Kirchenchor, geleitet von Chormeister Sch o m- b e r, hatte die Feier mit einigen Chören umrahmt.

Nach einer kurzen Kaffeepause, bei der die aus­wärtigen Festbesucher bei den hiesigen Gemeinde­gliedern zu Gast geladen waren, fand in der Kirche die Nachversammlung statt. Direktor Röh­richt sprach über die Pflichten eines Christen, im­mer für seinen Mitmenschen zu leben nach dem Vorbild der großen Vorkämpfer auf dem Gebiet der Inneren Mission Johann Hinrich W i ch e r n , Va­ter Bodelschwingh u. a. Heute bestünden in Deutschland 26 Diakonissenhäuser, 45 000 Diakonis­sen und 4000 Diakone stellten ihre Kraft dem Werk zur Verfügung, in Hessen allein werden 80 An­stalten und Heime von der Inneren Mission be­treut. Die Bilder, die der Redner aus unserer größten hessischen Anstalt Nieder-Ramstadt mit ihren 500 Insassen entwarf, lieferten den Beweis, wie groß die Not dort ist, zeigten aber auch, wie oft schöne Erfolge an den Seelen der Aermsten erzielt werden. Die besondere Aufgabe der Kirche sei es, die Seelen der Kranken, zu Gott zu führen.

Pfarrer Bönning (Rödgen), der Vertrauens­mann für Innere Mission im Dekanat Gießen, sprach über die Arbeit im Dekanatserziehungsverein, der im Jahre 1932 insgesamt 19 Jugendliche- 14 Knaben und 5 Mädchen, und in 1933 18 Kinder, 13 Knaben und 5 Mädchen, betreute. Die meisten der Kinder, meist Vollwaisen, stammten aus hessi­schen Kleinstädten. Die Unterbringung der Kinder in geeigneten Pflegestellen falle sehr schwer. Leider stünden von privater Seite keine Mittel zur Ver­fügung. Die Gaben der Inneren Mission aus den Dekanatsgemeinden beliefen sich im verflossenen Jahr auf zusammen 7418 Mark, worunter Gießen mit 3187 Mark an der Spitze steht. Pfarrer Bön­ning schloß mit einem herzlichen Aufruf zur Mit­arbeit seine Ausführungen.

Das Schlußwort sprach der Ortsgeistliche Pfarrer Schmidt. Er dankte den Rednern des Tages, fer­ner der Gemeinde und dem Kirchenchor, der auch die Nachversammlung mit schönen Chören ausge­schmückt hatte, und ermahnte zur Unterstützung des Werkes der Inneren Mission.

und verpflichtet. Welch' ein Erlebnis für ein Groß­stadtkind, das vom Gemeinschaftsgeist, vom Kame­radschaftsgeist noch nichts verspürt hat, nun mitten unter Kameraden zu sitzen und zackige Fahrten­lieder zu vernehmen, zu hören, wie der Führer erzählt, und zu fühlen, wie ein Band der Ver­bundenheit sie alle umschlingt. Dann verlangt das Kind nach dieser Gemeinschaft, es will einge­reiht sein, will mitsingen, mitspielen, mitziehen, lachen und erzählen, das Braunhemd anziehen und hier mit allen anderen zeigen, daß es auch den Weg zu unserem Führer gefunden hat.

Welch herrliches Erlebnis allein ist schon die Fahrt durch die deutschen Lande. Die Eindrücke, die hier gewonnen werden, sind für die spätere Entwicklung von außerordentlicher Bedeutung. Jeden Tag erleben dann diese zur Erholung weilenden Kinder etwas Neues. Jeden Tag zeigt sich ihnen draußen die Welt neu.

Herzlich ist der Empfang und herzlich, aber auch schmerzlich dann der Abschied von den Pflegeeltern, wenn der Urlaub verstrichen ist und es wieder heimgeht zu Muttern. Glückliche Herzen senden ein noch glücklicheres Kinderherz wieder in seine Hei­mat. Da, wo es früher leer und öde aussah, da ist nun Sonnenschein und Glück.

So wie wir Kinder in andere Gebiete hinaus­senden, so nehmen wir auch Transporte in unserem Gaugebiet auf. So war im Laufe des Sommers ein großer Transport Schlefierkinder im Gaugebiet ausgenommen und untergebracht worden, ebenso Kinder aus dem Gau Thüringen. Die einen sanden Aufnahme im herrlichen Rhein- g a u, die anderen im Westerwald und im Vogelsberg. Ein anderer Teil fand in der fruchtbaren Wetterau Aufnahme.

Ganz besondere Freude machte uns der Kinder­zug aus dem Ruhrgebiet. Diese Kleinen, die in ihrem ganzen Leben noch nichts anderes gesehen hatten, als Schlote und Fabriken, die in Industrie­gebieten aufwachsen, die die Armut dort bitter schmecken müssen, leben in den von uns zur Verfü­gung gestellten Pflegestellen ordentlich auf.

Die Kinder, die wir verschicken, stammen meist ans kinderreichen Familien. Da wo früher eine . Rote Hilfe" versagte, der alte Staat es nicht für nötig hielt zu helfen, da hilft die Organi­sation des Führers, die NS.-Volkswohlfahrt. Aus dem Fonds, der für das HilfswerkBlutter und Kind" der NSV. bestimmt ist. rocröen nach Prüfung einzelner besonders bedürftiger Kin­der Neuanschaffungen von Schuhen, Kleidungs­stücken usw. gemacht.

Die Hauptaufgabe der NSV. ist, denen zu helfen, die schuldlos an ihrer Armut sind, aber den Glauben an eine bessere Zukunft, den Glauben an unseren Führer besitzen! Die strahlenden Kinderaugen im rotwangigen Ge­sicht sind unser Dank; sie verpflichten uns aber wieder zu neuen Taten, die der sozialistischen Ge­meinschaft dienen.

Deshalb rufen alle Helfer der AbteilungJugend- erholungspflege" dir zu:

hilf uns, daß wir noch mehr Gutes tun können. Du ermöglichst dies durch deinen Beitritt zur Nationalsozialistischen Volks- wohlfahrk."

Kreisamtsleitung der NGV. Gießen.

gez.: Willi H a i n b a ch , Kreispropaganda- und Pressewalter der NS.-Volkswohlfahrt.

Das Gesetz zum Schutze der nationalen Arbeit sieht vor, daß der Wirtschaftsführer unter voller Verantwortung und Wahrung des Führerprmztps Führer der Wirtschafts-Gefolgschaft ist. Die natw- nalsozialistische Weltanschauung sieht aber nicht nur in der fachlichen Betreuung der Gefolgschaft eine vollkommene Regelung; sie will auch die Scl)asfung des Gemeinschaftsgeistes und der geistigen Betreu­ung der Menschen an den Stätten der Arbeit. Darum hat die Partei als Trägerin der NS.-Welt- anschauung bis in bas letzte Glied des deutschen Lebens auf diesem Gebiete ihre Amtswalter ein­gebaut

Der Vetriedszellenobmann ist als solcher der letzte weltanschauliche Führer der Partei In dem Betriebe selbst. Als solcher ist er Führer der Vetriebsgemeinschaft. Wenn der Sellen­obmann, soweit er nicht dem vertrauensrat angehört, nicht unter Kündigungsschutz steht, so wird dies ausgeglichen dadurch, daß er in sei­ner Stellung als Zellenobmann und Führer der Belriebsgemeinschaft unter bem Schuhe der Partei steht.

Laufe des Sommers konnten wir immer einen Re­kordbesuch feststellen.

DieMonte-Olivia"-Fahrer

der Fahrt vom 11. bis 19. August, treffen sich zum Austausch von Bildern am Mittwoch, 29. d. M., 20.30 Uhr, im Hotel Hindenburg.

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* Gießen, 28. Aug. Auf dem Jjeutigen Wochen- markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,45 bis 1,50 Mark, Landbutter 1,35 bis 1,40, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier Klaffe S 10'/,, Klaffe A 10, Klaffe B 9V,, Klaffe C 9, Klaffe D 8, Wirsing (grün), das Pfund 15 bis 20, Weiß­kraut 12 bis 15, Rotkraut 15 bis 18, Gelbe Rüben

Zugelaffene Sammlungen.

Wie das Hessische Staatsministerium bekanntgibt, wurde die von dem Amt für Volkswohlfahrt für den 2. September vorgesehene Sammlung für das HilfwerkMutter und Kind" auf öffentlichen Stra­fen und Plätzen, von Haus zu Haus, in Gast- und Vergnügungsstätten, ober an anderen öffentlichen Orten als Ausnahme von dem Sammelverbot zuge- lassen.

Der Verkauf eines Abzeichens für das am 30. September auf dem Bückeberg stattfindende Erntedankfest wurde ebenfalls genehmigt. Das Ab­zeichen darf jedoch nur an einem Tag, und zwar zweckmäßig am Erntedankfest selbst, vertrieben wer­den. Verkauf von Haus zu Haus kann nicht zuge­lassen werden.

BornoNzen.

Tageskalender für Dienstag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Bei der blonden Kathrein".

** Von der Landesuniversität. Don der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Der Direktor des Balneologischen Uni­versitäts-Instituts in Bad-Nauheim, Professor Dr. A. Weber, wurde aufgefordert, auf dem VI. In­ternationalen medizinischen Fortbildungskursus der Tomarkin Foundation (Rom) in Meran im Sep­tember 1934 zwei Vorträge zu halten über 1. Die praktische Bedeutung der Herzschallregistrierung; 2. Die Kohlensäure-Bäderbehandlung der Kreislauf­störungen.

** Umfangreiche Straßenverbesse- runaen sind im Verlaufe der letzten Wochen im Südviertel unserer Stadt durchgeführt worden. Im Wetzlarer Weg, in der Crednerftraße, Hofmann- stratze, Mittelweg, Glaubrechtstraße, Buchnerstraße und Am Steg sind die Bürgersteige und Fahrbah­nen in neuzeitlicher Weise mit guten und haltbaren Decken versehen worden, die nicht nur das Geräusch des Fährverkehrs erheblich mindern, sondern auch die Staubplage, uru, der die Anwohner chaussierter Straßen bekanntlich immer sehr zu leiden haben, beseitigen. Ferner wird durch diese Neuherrichtung der Straßen erreicht, daß künftig an den Straßen- reinigungs- und -Unterhaltungskosten ansehnlich ge­spart werden kann. Zu einem kleinen Teile sind die Arbeiten in diesem Stadtbezirk zur Zeit noch im Gange. Ferner ist in den letzten Tagen Der Bürger­steig vor dem Hauptpostamt bis zur Ecke Liebig- straße/Bahnhofstraße durch Herstellung einer guten Asphaltdecke in einwandfreier Weise neugestaltet woroen. Man kann sich nur freuen über diese vor­treffliche Verbesserung unseres Straßennetzes.

Der nationalsozialistischen Volks­wohlfahrt obliegt als der Organisation des Führers die Betreuung der deutschen Jugend. Zur Bewältigung dieser großen Aufgabe hat die NSV. sich in der AbteilungI u g e n d e r h o 1 u n g s- pflege" ein schlagkräftiges und elastisches In­strument ausgebaut. Die gestellte Aufgabe der Verschickung der Stadt- und Landjugend ist außer­ordentlich groß, und es gehört zur Erfüllung der­selben große Verantwortung; sollen doch Zehn­tausende erholungsbedürftiger Kinder der Groß­stadt und des Landes einen vierwöchigen Erholungs­urlaub bekommen.

Wir wollen die Kinder zu Blenschen bringen, die ihnen Freude und Glück schenken. Die deutsche Jugend, die unschuldig Zeiten größter Not mitgemacht hat, soll wissen, daß der Führer und mit ihm das ganze deutsche Volk für sie sorgt.

Bei der Auswahl der Kinder wird nicht auf Konfession, oder auf die Zugehörigkeit zu einer Organisation gesehen. Der Führer hat den Befehl gegeben, allen zu helfen und sie zu gewinnen, auch den Kleinsten, für Deutschland. Der Führer baut dieses neue Deutschland auf mit allen Kräften, die freiwillig mit innerer Erkenntnis und mit einer sozialistischen Haltung und Gesinnung rnit- helfen wollen. Er fragt nicht:Wo warft du?", sondern er prüft dich, ob du dich eignest und be­währst als Kämpfer für die Idee und die Gemeinschaft des Volkes.

In vergangenen Jahren wurde die Verschickung der Kinder von Verbänden und Vereinen unter den verschiedensten Gesichtspunkten vorgenommen. Die einen wurden benachteiligt, die anderen bevor­zugt. Diese Art der Verschickung von Kindern leh­nen wir ab Deshalb hat die NS.-Volkswohlfahrt in diesem Jahre die gesamte Verschickung der er­holungsbedürftigen Jugend übernommen.

Das Ausfuchen der Kinder, die zur Verschickung in Frage kommen, geschieht jeweils durch den örtlichen Amtswaller der NSV. im Einverneh­men mit dem Führer bzw. der Führerin und dem Lehrer.

ben wird, so daß man wohl an beiden Tagen mit einem Gesamtbesuch von 5000 bis 6000 Personen rechnen tann. Diese Zahl ist keineswegs zu hoch Ibis lih SellerieH bis rS^Radiescken^Bündeh'lO gegriffen, denn bet verschiedenen Veranstaltungen im Pfennig. » -ö