Oberheffen.
1. September einschließlich für den Kraftfahr- zeug- und Fuhrwerksverkehr polizeilich gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die neue Umgehungsstraße.
L Landkreis Giebcu
♦ Lang-Göns, 28. Aug. Beim Transport einer Dreschmaschine geriet gestern abend der Dreschmaschinenarbeiter Albert Becker aus Krofdorf hier zwischen die Dreschmaschine und einen Traktor, der die Maschine fortziehen sollte. Dabei erlitt der bedauernswerte Mann eine Brust- Quetschung, die seine Ueberführung durch die Gießener Sanitätskolonne vom Roten Kreuz nach der Chirurgischen Klinik zu Gießen erforderlich machte.
* G r ü n b e r g, 28. August. Gestern nachmittag wurde hier das 9 Jahre alte Töchterchen des Wilhelm H ä u ß n e r, als es sich auf dem Wege zum Garten befand, von einem Radfahrer umgefahren. Dabei stürzte das bedauernswerte Kind so heftig auf die Straße, daß es mit einem schweren Schädelbruch von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz nach der Chirurgischen Klinik in Gießen gebracht werden mußte
cx) Langsdorf, 27. Aug. Bei der gestrigen Feuerwehrübung wurde die von der Gemeinde neuangeschaffte Motorspritze zum ersten Male erprobt unter großer Anteilnahme der Einwohner und zu allgemeiner Zufriedenheit. Unsere Gemeindeleitung hat damit ein dankenswertes Werk geschaffen. Denn da unsere Wasserleitung nicht über den erforderlichen Hochdruck verfügt, bestand die Befürchtung, daß sie bei einer etwaigen Feuersbrunst nicht ausreichen würde. Das war um so bedenklicher, weil im alten Kern unseres Dorfes, das in den engen Raum einer Befestigung gezwängt war, die Gehöfte geradezu ineinander geschachtelt sind. Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, soll demnächst die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr erfolgen.
Kreis Schotten.
Z Schotten, 27. Aug. Heute 11 Uhr fand in der festlich geschmückten Turnhalle die Vereidigung der Beamten im Kreise statt. Rach einleitenden Ausführungen des Kreisdirektors Z ü r tz , in denen er die Bedeutung des zu leistenden Eides würdigte, nahm er die Vereidigung auf den Führer vor. Zur Eidesleistung waren sämtliche im Kreise seßhaften Staats-, Provinz-, Kreis- und Gemeindebeamten erschienen. Rur Reichsbeamte und Geistliche werden besonders vereidigt.
ch Groß-Eichen, 27. August. Gestern fand hier der Eröffnungs-Gottesdienst für den Konfirmandenunterricht statt. Es ist diesmal eine stattliche Zahl Konfirmanden: elf Knaben und sieben Mädchen, darunter zwei Knaben aus Klein-Eichen.
Kreis Büdingen.
Nidda, 27. August. Dieser Tage fand unter dem Vorsitz des Beigeordneten Supp eine Gemeinderatssitzung statt, in der folgende Beschlüsse gefaßt wurden: In Abänderung des früher gefaßten Beschlusses wird die Erhebung einer Filialsteuer für 1934 in Höhe von 200 Prozent Zuschlag zur Gewerbesteuer beschlossen, einheitlich für alle Filialbetriebe. Als weiterer Ehrenfeldschütz wurde Oberzugschaffner i. R. Karl Müller II. bestimmt. Entsprechend dem Vorschlag des Kreisamts Büdingen und der Industrie- und Handelskammer wurde beschlossen, den Straßenhandel in Nidda für die Folge von der Erlaubnis des Kreisamts Büdingen abhängig zu machen
Kreis Alsfeld.
ll. Merlau, 27. August. Dieser Tage ereignete sich an einer hiesigen Straßenkreuzung ein Ver- k e h r s u n f a l l, der noch einigermaßen glimpflich ablief. Ein Viehtransportauto einer hiesigen Metzgerei sollte an der Straßenkreuzung nach Mucke umdrehen, als plötzlich ein SS.-Mann dagegenfuhr. Das Motorrad des Fahrers ging vollständig in Trümmer. Er selbst erlitt einige stark blutende Kopfverletzungen. Durch einen hiesigen SA.-Sanitäter wurde ihm erste Hilfe zuteil.
preutzeu.
Straßensperren im Kreise Wehlar.
Die Ortsdurchfahrt Dorlar im Zuge der Landstraße Wetzlar —Garbenheim—Dorlar —Atzbach — Heuchelheim wird auf der Wegstrecke von Kilometer 5,5 bis 6,1 wegen Instandsetzung der Fahrbahn für die Zeit vom 3. bis 11. September für jealichen Kraftfahrzeug- und Fuhrwerksverkehr polizeilich gesperrt. Der Verkehr wird über die Orts- nebenftraßen umgeleitet.
Wegen Instandsetzung der Fahrbahn wird die Strecke von Kilometer 3,3 bis 3,5 der Ortsberingstraße Hermann st ein im Zuge der Landstraße Wetzlar —Herborn vom 2 8. August bis
Rundfunkprogramm.
Mittwoch, 29. August.
5.50 Uhr: Gymnastik 1. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.10: Schulfunk. Drei Jungens fahren an den Rhein. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst; Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten 14: Mittagskonzert III. 14.30: Dreimal 15 Minuten aus dem Sendebezirk. 15.35: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Die sechs Bücher deutscher Dichtung. Zwiegespräch von Lily Biermer. 17.45: Stunde der Jugend. Pfälzer singen. 18.20: Mütter, erzählt euren Kindern wieder Märchen! Eine Plauderei. 18.35: Neue deutsche Dichtung: Hans Schwarz. 18.50: Griff ins Heute. 19: Abendkonzert. 19.45: Stegreiferzählung: Paul Laven. 20: Nachrichten. 20.10: Reichssendung: Unsere Saar. Den Weg frei zur Verständigung. 20.35: Reichssendung: Stunde der jungen Nation. 21: Klaviermusik. Werke von Beethoven. 22: Reichssendung^ Ergebnis des Rundfunksprecherwettbewerbs. 22.20: Nachrichten. 22.35: Du mußt wissen ... 22.45: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 23: Volksmusik. 24 bis 1: Nachtmusik.
Aus der Zeltstadt bei Hungen.
Noch einmal sind die großen Rundzelte zu einem Dauerlager aufgerichtet worden. Schon einmal, vor etwa sechs Wochen, standen sie in der Nähe Hungens. Damals allerdings weiter draußen, auf einem Kopf vor Nonnenroth, unweit der Teiche. Einige Wochen lagerte dann das Jungvolk bei Friedelhausen, um nun zu seiner lieben und bekannten Lagerstelle bei Hungen zurückzukehren. Der Platz des Lagers ist besonders gewählt. Dicht dabei sind der Galgenberg und die Ruhestätte von Hunderten kaiserlichen Soldaten des Dreißigjährigen Krieges.
Aber nicht allein der Platz und die Stadt haben ihre besonderen Vorzüge zum Zelten, sondern auch die Bevölkerung Hungens rechtfertigt jenen seltsamen Zug der Jungen zu dieser Stadt. All dem Beistand, der den Jungen und ihren Führer gewährt wird, gebührt voller Dank. Denn was ist da all an Notwendigem für Küche und Lager geopfert und zur Verfügung gestellt worden! Wir steuen uns über so viel Bereitwilligkeit der Verwaltungsstellen und der Privatpersonen! Wir spüren es, daß man da draußen weiß, wie notwendig und wie segensreich diese Jungenlager sind. Besonoeren Dank, das empfinden wir alle, schuldet das Jungvolk Frau Jockel in Hungen.
Aber wir wissen es aus dem, was man uns sagt und was man uns ausrichten läßt, wir nehmen nicht allein, sondern wir geben auch. Den ganzen Tag über kommen Einwohner, um mal nach „ihren" Jungen zu sehen, um mal sich selbst von allem Wunderbaren einer Jungenzeltstadt zu überzeugen. Und jedesmal gehen sie weg mit dem Bemerken: „So hatten wir uns das alles nicht gedacht!" Und wirklich, es ist nicht zum Ausdenken, wie großartig in allem für die Jungen gesorgt ist! Da sind neuartige Zelte mit dickem Boden, in denen die „armen
Buben" gar nicht mehr frieren können, wie oft gefürchtet wird. Da sind Lagerführer, die es wirklich verstehen, mit den Lagerjungen gut umzugehen. Freilich Zucht und Jungenhaftigkeit verlangt der verantwortliche Lagerleiter, Stammführer Weber, aber er ist allen der beste Kamerad, wenn er auch bereits zum „älteren Jungvolk" gehört. Da gibt es nahrhaftes "und reichliches Essen, von dessen Güte man sich gar oft überzeugt.
Abends erweitert sich der Kreis ums Lagerfeuer lautlos. Man hört unseren Geschichten zu, die vorgebracht werden, man staunt über die vielen schönen Lieder. Und wir freuen uns, wenn es unseren Freunden bei uns gefällt, wenn sie mit uns eine Feierstunde froher Gemeinschaft erleben. Noch einmal gleitet ein Sommerhalbjahr mit seinen vielen Fahrten, mit seinen Lagern in Gespräch und Erinnerung vorüber. Immer wieder wird verglichen mit früheren Jungenerlebnissen. Ein ganz großes Erlebnis steht noch aus, von dem alle immer neues zu erzählen wissen: der Gebietsaufmarsch in Frankfurt, bei dem der Reichsjugendführer zugegen sein wird.
Zwischendurch, mitten im täglichen Treiben, erscheint einer der Jungenführer Oberhessens, um sich nach dem Fortgang des Lagerlebens zu befragen. Oberbannführer Blumenröder, Oberjungbannführer D i ck e r h o f und der Jungbannführer Schuster waren schon oben auf dem Lagerplatz bei den Jungen.
Es ist das letzte Lager 'so großen Umfanges in diesem Jahr, das eben für die Jungen Oberhessens gehalten wird. Mitte September wird es abgebrochen werden. Ein Sommer voll Sonne und Gesundung, den Tausende unserer Jungen in der Freiheit erleben durften, zum Segen für Zukunft und Volksgefamtheit, ist damit hingegangen.
Die Kaufmannsgehilfenprüfung.
Einer Zuschrift der Deutschen Ange stellten schäft, Unterbezirk Mittelhessen, entnehmen wir u. a.: Nachdem früher nur wenige Handelskammern die freiwillige Gehilfenprüfung erprobten, konnten im Frühjahr 1934 mehr als 10000 Kaufmannslehrlinge am Ende ihrer Lehrzeit geprüft werden. Im Rhein-Mainische n W ir ts ch a st s bezirk ist die Gehilfenprüfung bereits P f l i ch t p r ü f u n g; sie erfaßte rund 2300 Kaufmannslehrlinge, und die Erfahrungen waren so gut, daß der Hauptausschuß für Be- rufserziehung beim Rhein-Mainifchen Industrie» und Handelstag die allgemeine Einführung der Pflichtprüfung befürwortet.
Zwei erzieherische Wirkungen sind deutlich er- kennbar: Der Ansporn für die Lehrlinge, in der Lehre selbst und in der zusätzlichen Berufsschulung Besseres zu leisten, und der Ansporn für die Betriebsführer, den Lehrlingen eine sorgfältigere und vielseitigere Ausbildung angedeihen zu lassen, als es bislang vielfach der Fall war. Aus den Ergebnissen der Prüfungen ergeben sich zugleich wichtige Anhaltspunkte dafür, welche Betriebe ihrer Art nach als Lehrbetriebe ungeeignet sind ober trotz Eignung die Ausbildung vernachlässigen (z. B. durch Lehrlingszüchterei), und welche Lehrlinge auf die Notwendigkeit eines Berufswechsels hingewiesen werden müssen. Es ist zu hoffen, daß die Kauf- mannsgehilfenprüfung sich nun schnell allgemeine Geltung erringen wird, und daß das Zeugnis über die bestandene Gehilfenprüfung bald eine ebenso selbstverständliche Voraussetzung für die Anstellung als Kaufmannsgehilfe werden wird, wie das Lehrzeugnis.
Wettervoraussage.
Obwohl der hohe Druck im Norden sich in seinem Kern noch weiter gekräftigt hat, arbeitet sich das Mittelmeertief immer weiter nördlich vor und wirkt sich störend auf unseren Witterungscharakter aus. Es kommt daher weiterhin zu wechselhafter Bewölkung, wobei vereinzelt auch mit gewittrigen Niederschlägen zu rechnen ist. Eine durchgreifende Wetterverschlechterung tritt jedoch vorerst nicht ein.
Aussichten für Mittwoch: Dunstig und bewölkt mit vorübergehender Aufheiterung, Temperaturen wenig verändert, vereinzelte Niederschläge, teils gewitterhafter Art.
Aussichten für Donnerstag: Keine wesentliche Aenderung.
Lufttemperaturen am 27. August: mittags 23,2 Grad Celsius, abends 17,9 Grad; am 28. August: morgens 16,3 Grad. Maximum 24 Grad, Minimum 11,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 27. August: abends 20,6 Grad; am 28. August: morgens 18,1 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 9,4 Stunden.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Langs, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VII. 34: 10100. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei
R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
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Gießen, den 27. August 1934.
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Amtliche Bekanntmachung des Kreisamts Schotten.
Es ergeht an die Bürgermeistereien und die Bevölkerung des Kreises Schotten die Aufforderung, dahin zu wirken, daß alle die, die saarabstimmungsberechtigt sind und sich bisher bei uns noch nicht gemeldet haben, dies sofort tun. Es kann nicht oft genug betont werden, daß es sich hier um die bedeutungsvollste Abstimmung handelt, zu der jede Stimme notwendig ist. Da gewisse Fristen und Formalitäten einzuhalten sind, ist es unbedingt erforderlich, daß sich die Betreffenden bei dem Kreisamt Schotten melden und nicht direkt bei ihrer früheren Heimatgemeinde. Da in wenigen Tagen die Frist abläuft, werden alle diejenigen, die sich bisher noch nicht gemeldet haben, aufgefordert, dies umgehend
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Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder vom Ableben unserer lieben Alterskollegin 04171
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Frau Dehus, Wilhelmstr. 67
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Frau E. Ohly, Hlndenburgw. 16 Anna Becker, Heuchelheim,
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