Deutschlands Kampf um das Recht auf Arbeit
it und Eis
-eben und
t
r
3
r
\<
4
iS
Leider ist das die einzige Anekdote, die man von Herbert Bismarck kennt.
ßle den alt' dis rau er-
?r' leß 10 die ers ?e
V$)‘ ;kus polfl igen ran' haN' ien ngs' be- 5 rten and'
L n« en )er er« ;en )ek iet*
llle iuf in« er« in.
r« ft
ile al ir« !N, n« >ch ir- en n»
af
-n e- it, ’n
Deutschen d i e Saar-Plakette tragen. Wer die Saar-Plakette trägt, zeigt den kämpfenden Brüdern an der Saar, daß sie in ihrem Ent- cheidungskampf bis zum Abstimmungstag nicht allein stehen. Die Brüder und Schwestern im Reich itehen mit dem Führer dafür ein, daß die Deutschen m der Saar Millionen helfende, sor- gend^deutsche Herzen im Reich finden.
Kunst und Wissenschaft.
3000-TNark-Erzählerpreis 1935.
Der von der Monatszeitschrift „die neue I i n i e" 1931 auf die Dauer von fünf Jahren ge- V iftete Erzählerpreis in Höhe von 15 OOO Mark kommt auch im nächsten Jahr zur Verteilung. <000 Mark sind für die besten deutschen Erzählungen ausgesetzt worden. Dem Preisgericht gehören en: Dr. Paul Fechter, Helene v. Rostitz, Dr. Qilhelm v. Scholz, Will Vesper, Dr. Bruno C. Werner. Das Septemberheft der Zeitschrift rsröffentlicht die näheren Bedingungen.
konnte geborgen werden. Mit erfrorenen B e i n en wurde er in ein Krankenhaus nach Cha» monix übergeführt. Er erklärte, daß er alle nach ihm ausgeschickten Rettungskolonnen gehört habe; leider hätten sie aber seine Hilferufe nicht vernommen.
Die älteste $rau Deutschlands gestorben.
In Lenzkirch (Baden) verschied an Altersschwäche im Alter von 106 Jahren Frau Maria Schoepperle, die älteste Frau Deutschlands. Sie war am 6. Juni 1828 geboren. Von ihren Kindern leben noch drei; sie stehen im Alter von 77, 74 und 72 Jahren.
Zwei Frauen durch einen explodierenden Kühlschrank schwer verletzt.
In Berlin-Dahlem explodierte in der Küche einer Villa ein Kühlschrank in dem Augenblick, in dem er abgestellt wurde. Die Wucht der Entladung war so stark, daß der Kühlschrank vollkommen in Trümmer ging und kaum ein Gegenstand in der Küche ganz blieb. Die 62 Jahre alte Besitzerin der Villa und ihre Hausangestellte wurden von den umherfliegenden Splittern getroffen. Sie sind schwer verletzt. Auch die Einrichtung der Rebenräume hat unter der Auswirkung der Explosion stark gelitten. Einzelne Wände wurden eingedrückt. An der Front des Hauses ist kaum ein Fenster ganz geblieben.
Zwei Tote durch Pilzvergiftung.
Vor einigen Tagen waren der Jnvalidenrentner August Späth von Allach (Oberbayern) mit einer bei ihm wohnenden Frau und ihren zwei Töchterchen nach dem Genuß von Pilzen schwer erkrankt und mußten in das Pasinger Krankenhaus eingeliefert werden. Rach qualvollem Leiden ist das etwa vier Jahre alte Mädchen Gertrud Hipp gestorben, wenige Stunden später er- l a g Späth der Pilzvergiftung. Das Leben der ebenfalls schwer erkrankten Frau und des anderen Mädchens ist nach wie vor ernstlich gefährdet.
„Korinthenkrieg" in Peloponnes.
In den Städten des Peloponnes ist es wegen der amtlichen festzusetzenden Korinthenpreise zu Kundgebungen der Korinthenbauern gekommen. In Aegion versuchten Bauern, den Korinthenspeicher in Brand zu stecken. Dabei kam es zu einem Zusammenstoß mit der Polizei. Eine Person wurde getötet und zahlreiche Personen verletzt, davon drei schwer.
150 000 Saardeutsche sind freudig dem Ruf des Führers zur Saar - Treuekundgebung auf dem Ehrenbreitstein gefolgt. Weitere 320 000 Mitglieder der Deutschen Front, die aus politischen oder familiären Gründen nicht mitkommen konnten, sind an diesem Tage mit treudeutschem Herzen bei ihren Brüdern und Schwestern im Reich. Sie trennen die Ketten des Versailler Diktats noch vom Reich, illber über alle Schranken hinweg reichen sie allen Deutschen die Hand.
Das ist eine innere Verbundenheit, die im Reich darin zum Ausdruck kommt, daß an diesem Tage bis zum 13. Januar 1935 alle
Öen interessanten Mann. Dann begann am Tisch ein Geflüster.
„Sprechen Sie ihn jetzt an!" riet man dem Freunde von allen Seiten, der aber erklärte:
„Aber ein paar Minuten müssen Sie ihn doch erst verschnaufen lassen!"
Ra, man ließ Herbert Bismarck „ein paar Minuten verschnaufen!" Aus den „paar" wurden viele Minuten, aber der Freund war ein rücksichtsvoller Mann, und es bedurfte vielerlei Zuredens und sogar des Drängens, wo nicht gar des Nötigens, bis der gute Mann, der fein so lange gehaltenes Renommee in unbestreitbar großer Gefahr sah, sich — Angstschweiß auf der Stirn — entschloß, das Wagnis zu unternehmen. Er erhob sich von seinem Platz, zog erst noch einmal seinen Rock gerade, wischte sich den Schweiß von der Stirn und stellte sich dem immer noch auf und abgehenden Herbert Bismarck entgegen mit der sonor und mit Brustton ertönenden Anrede:
„Guten Abend", Herr von Bismarck! Was gibt's Neues in London?"
Herbert Bismarck unterbrach feinen Spaziergang, blieb stehen und schaute den ihm völlig Unbekannten mit jenem Blick an, den man vom Alten so gut kannte, wenn der in Rage aeriet. Mit diesem Blick schaute er „feinen Freund" erst einmal so ganz langsam, dreimal, von Kopf bis zu Füßen an, — dann kam die Antwort:
„Nebel!" und das klang schon ganz schön laut, und dann kam's zum zweiten Male:
„Nebel!" Das klang wie die Posaune von Jericho, von deren Donner bekanntlich die Mauern dieser ansehnlichen Festung umfielen. Und zum dritten Male erklangs:
„Nebel!" Und dieses drittemal soll, wie später die Zuhörer berichteten, sich angehört haben, wie ein phantasievoller Dichter sich etwa die Posaunen des jüngsten Gerichts vorstellen mag.
Und dann drehte sich Herbert Bismarck ganz sachte um, legte die Hände wieder auf den Rücken und ging wieder mit großen Schritten im Warte- faalc auf und ab, bis der Stationsvorsteher kam und ihm meldete, daß fein Zug vorgefahren sei.
//Sei der blonden Kathrein.^
Dieser Film beginnt mit einem Vorwort, in dem es heißt, es handele sich um eine Parodie auf das deutsche Studentenleben einer vergangenen Zeit; das Bild, das hier gezeigt werde, habe nichts gemein mit dem Wesen des deutschen Studenten von heute, dessen Leben der Arbeit und dem Dienst am Volke yehört. Als der Film bei der Uraufführung ohne diesen Hinweis erschien, erregte er einen geharnischten Protest der Berliner Studentenschaft und mußte abgesetzt werden. Später kam er dann mit der erwähnten Vorbemerkung wieder, wobei allerdings zu bedenken ist, daß eine Parodie nicht einfach dadurch entsteht, daß man einen Prolog vorausschickt, mit dem es sich die Hersteller etwas bequem gemacht haben. Die verschollene Studenten- romantik aus „Alt-Heidelberg" ist vom Regisseur Franz Seitz in die schöne Stadt Würzburg verlegt worden, wo bei der blonden Kathrein in der „Goldenen Gans" die Ereignisse mit geschwungenen Gläsern und gebrochenen Herzen, mit Gesang und Tanz, mit ehelichen Szenen und entsprechendem Katzenjammer ihren Verlauf nehmen. Von den vielen alten und neuen Melodien des Films hat sich die „Blonde Kathrein" bald selbständig gemacht und erfreut sich großer Beliebtheit. Die Photographie ist im allgemeinen recht gut, doch hätte sich bei einem Film, der in Würzburg spielt, rein bildmäßig erheblich mehr aus dem berühmten Schauplatz herausholen lassen. In der Hauptrolle sieht man Liane Haid, die eine fesche und resolute Wirtin darstellt; von den übrigen sind in erster Linie Rolf v. Goth, Fred Hennings und Joe Stöckel zu nennen. — Im Beiprogramm bringt das Lichtspielhaus außer der neuen Wochenschau einen Kulturfilm „Deutsches Land — deutsches Lied" mit einer Menge schöner Aufnahmen; ferner eine groteske Szene des bekannten Münchener Komikerpaares Karl D a l l e n t i n und List Karlstadt.—
Nach achttägigem Suchen ist es einer Hilfskolonne in den Alpen gelungen, einen französischen Ausflügler aufzufinden, der bei einem Aufstieg i n eine Gletscherspalte gestürzt war. Obgleich der Unglückliche acht Tage in Nacht verbringen mußte, war er noch am Lt
um derjenigen willen, die ohne Arbeit dem Elend und der Vernichtung preisgegeben sind. Wir erkämpfen für das deutsche Volk das Recht auf Ar- beit in der Weltwirtschaft und wir erkämpfen das Recht auf Arbeit für jeden Volksgenossen. Solange die Arbeit beim Kapital betteln gehen muß, um leben zu können, solange ist der Kapitalismus noch nicht überwunden, auch wenn sich die Rechtlosigkeit der Arbeit und die Ausbeutung durch das Kapital in den verbindlichsten Formen vollziehen sollte. Der Staat muß eines Tages das Recht auf Arbeit verbürgen und feine buchstäbliche Verwirklichung für jeben Volksgenossen sichern. Das Recht auf Arbeit ist die unentbehrliche Voraussetzung für die Wiedergewinnung einer freien Wirtschaft. Es ist damit auch die Voraussetzung für die ununterbrochene Auslese zur höheren Leistung und zum Aufstieg jedes Tüchtigen. Wie soll der Tüchtige seine Ausbildung finden oder fördern, wenn er gehindert wird, überhaupt zu arbeiten. Wie soll er seine Leistung mit der anderer messen können, wenn er gar nicht dazu kommt, auch nur die geringste Leistung anzustreben. Auch die Frage der Frauenarbeit wird ein ganz anderes Gesicht bekommen, wenn das Recht auf Arbeit verwirklicht ist. Denn wenn erst der Weg zur Besitzbildung für jeden Volksgenossen freigemacht ist, bann gibt es auch für bie Frau wieber unzählige Ausgaben in ber Verwaltung unb Pflege dieses Besitzes, so baß sie roeber männlichen Kräften Wettbewerb bereiten, noch gar ihren natürlichen Aufgaben entfrembet ober für ihre Vollbringung geschäbigt werben muß.
Wenn vorläufig anbere Völker in der Hörigkeit unter den Finanzherren der Weltwirtschaft durch Erschwerung der deutschen Einfuhr ihre eigenen Volksgenossen arbeitslos machen, so können wir sie nicht daran hindern. Aber niemand kann von uns verlangen, daß wir uns die Wirtschaftspolitik anderer zum Vorbild nehmen, bie ihren Volksgenossen nicht einmal bas primitivste Lebensrecht zu verschaffen wagen. Unb niemanb kann uns hindern, unseren eigenen Volksgenossen bas Lebensrecht, bas Recht auf Arbeit, zu erkämpfen. Mit seinem Bekenntnis zur politischen Führung hat bas Volk seinen Willen kunbgetan, daß es zwar geführt, aber nicht mehr durch Geld ober Kapital ober irgenbeine Wirtschaftsmacht bewirtschaftet werben will.
gierung, wegen ber neuen Tarife zu verhandeln. Ueber diese Verhandlungen wurde von beiden Seiten strengstes Stillschweigen gewahrt, und bie beut- schen Großindustriellen, die an ben Dingen sehr interessiert waren, erfuhren zu ihrem Leibwesen nichts, was ihnen hätte von Nutzen sein können. Wohl aber brachten sie in Erfahrung, daß Herbert Bismarcks Salonwagen mit einem fahrplanmäßigen Zuge ankommen werbe und — ausgerechnet in Hörde abgehängt und an einen anderen, nach Berlin gehenden, Schnellzug angekoppelt würde. Danach mußte der Graf in Hörde eine Stunde Aufenthalt haben, und da ja in Hörde „fein Freund" wohnte, hoffte man, daß ber ihm so allerhand Würmer aus der Nase ziehen werde. Selten ist dieser Mann so umworben worden, wie an diesem Tage. Man bestimmte ihn, dem sehnlich Erwarteten entgegenzufahren, bereits einige Stationen hinter der Grenze in seinen Zug zu steigen und zu versuchen, bereits auf ber Fahrt einiges in Erfahrung zu bringen. So bringenbem Verlangen konnte sich Herberts Freunb nicht entziehen, unb er tat, was man von ihm wünschte.
, Als Herberts Zug auf bem Bahnhof Hörbe ein- lief, standen bie Neugierigen in Mengen auf bem Bahnsteig. Der Graf stieg aus feinem Salonwagen, fein Freund aber entstieg zur Enttäuschung aller — einem der gewöhnlichen Wagen des Zuges. Vorwurfswolle Augen empfingen ihn.
„Ja, leider hat er noch keine Zeit für mich gehabt!" war alles, was er zu erklären vermochte. Aber da der Aufenthalt eine Stunde dauern würde, war man guten Muts unb wartete der kommenden Dinge.
Es war ein bitterkalter Abend. Der Salonwagen mußte rangiert werden. Deshalb war Herbert Bismarck ausgeftiegen. Aber die Temperatur auf dem Bahnsteig von Hörde war so, daß er sich schleunigst in den Wartesaal begab, und dort, die Hände auf dem Rücken, mit großen Schritten, gedankenvoll auf und ab ging.
Die Industriellen und „der Freund" folgten ihm, nahmen an einem ber Tische Platz und beobachteten
r-23™1!”' 25- Aug. Der Leiter der Kommission für Wirtschaftspolitik der NSDAP., Pg. Bernhard Kohler, sprach vor den 15 000 Amtswaltern der Ortsgruppe Berlin der Reichsberufsgruppen der Angestellten über den Vormarsch oes deutschen Sozialismus. Er erklärte u. a.: Die ununterbrochene und niemals aufhörende nationalsozialistische Umwälzung bedeutet eine stete Auslese der besten Kräfte für die Aufgaben des deutschen Volkes. Nicht die Formen, aber die Grundsätze der politischen Auslese zur Führung werden sich auch auf anderen Gebieten durchsetzen, und zwar äußerlich sehr verschieden je nach der Eigenart des betreffenden Gebietes. Der Sozialismus ist nicht dann verwirklicht, wenn Arbeiter und Unternehmer geneigt sind, auf den Klassenkampf zu verzichten, sondern wenn jeder Klassenkampf überflüssig unb bamif unmöglich geworben ist. Es han- belt sich barum, eine Welt zu schaffen, in ber bie Achtung vor ber Arbeit unb bie Freiheit der Arbeit die Grundlagen des völkischen Lebens sind. Der Kapitalismus ist nicht etwa die Wirtschaftsform der freien Unternehmerinitiative. Kapital kann keine Initiative haben; nur die Arbeit setzt immer von neuem an zu erfinden, zu beginnen, zu leisten und zu.vollbringen. Kapitalismus tft der Egoismus des Kapitals, Sozialismus ist der Gemeinnutz der Arbeit. Das deutsche Volk hat erkannt, daß es in ber Arbeitsschlacht einen Kampf um seine wirtschaftliche Selbstbestimmung begonnen hat, unb es ist entschlossen, biefen Kampf siegreich zu Enbe zu führen. In mustergültiger Haltung nimmt bie deut- sche Arbeiterschaft bie Folgen ber gegnerischen Kampfhanblungen, Ausfuhrminberung, Einfuhrerschwerung, Rohstoffmangel auf sich. Unb von Tag zu Tag wächst bie Reihe verantwortungsbewußter Unternehmer, bie sich barüber klar finb, baß auch um ihre Sache hier gekämpft unb baß es enblich einmal zusammenzustehen gilt ohne Rücksicht bar- auf, ob ber einzelne Opfer bringen ober gar nur befonbere Anstrengungen auf sich nehmen muß. Denn solange bas beutsche Volk nicht völlig Herr über bie Anwenbung seiner Arbeitskraft ist, solange ist bas beutsche Volk nicht frei in seinen wirtschaftlichen unb sozialen Entschlüssen. Wir haben bie Arbeitsschlacht mit ber Inbesitznahme ber politischen Macht begonnen, nicht um berjenigen willen, bereu Geschäfte weniger gut gingen als früher, sondern
folgungen der deutschen Minderheit, die früher an ber Tagesorbnung waren, eingeschränkt. Aber ge- rabe in ber Behanblung ber Minberheiten macht sich doch ein starker Unterschied bemerkbar. Während in Deutschland den hier wohnenden Polen von je her in ihren kulturellen Bestrebungen keine Hindernisse entgegengestellt wurden, fühlen sich polnische Behörden noch immer bemüßigt, den Unter- brückungsfeldzug gegen bie Deutschen in Polen fortzusetzen. Welche gefährlichen außenpolitischen Mißdeutungen baraus entstehen können, bas zeigt klar ber Fall Pleß. Die Helle Freude, die ber Antrag auf Zwangsverwaltung bes Pleßschen Besitzes in Paris hervorgerufen hat, sollte ber Warschauer Regierung zu denken geben.
Fast eine Million Kraftfahrzeuge am 1. Juli.
Berlin. 27. Aug. (DNB.) Die Zählung der Kraftfahrzeuge im Deutschen Reich am 1. Juli 1934 hat folgenden Bestand an im Verkehr befindlichen und vorübergehend abgemeldeten Kraftfahrzeugen (zusammengenommen) ergeben: 983 994 Krafträder (im Vorjahre 896 000), darunter 542 849 Kleinkrafträder, 674 523 Personenkraftwagen (580 987) 191715 Lastkraftwagen (174169), 31970 Zugmaschinen (28 683) und 5430 sonstige Kraftfahrzeuge (5080). Sämtliche Fahrzeuggattungen hatten eine Bestandszunahme gegenüber bem Vorjahr aufzuweisen, biefe betrug bei ben Kraft- räbern 9,8 v. H., bei ben Personenwagen 16,1 v. H., ben Lastwagen 10,1 v. H. unb ben Zugmaschinen 11,5 v. H.
*
In Nummer 419/20 der „Frankfurter Zeitung" behauptet Professor M e l l e r o w i c z, baß ber Führer unb Reichskanzler einen vom Reichsverkehrsminister in Vorschlag gebrachten Gesetzentwurf, ber bie Beenbigung bes Kampfes zwischen Schiene unb Kraftwagen zum Ziele hat, a b g e l e h n t habe. Die Nachricht ist, wie bas Reichsverkehrsministerium mitteilt, unrichtig. Gs entfallen beshalb auch alle an biefe Mitteilung geknüpften Folgerungen bes Zeitungsartikels. Die Dienststellen des Stellvertreters des Führers vorübergehend geschloffen.
München, 27. Aug. (DNB.) Die Dienststellen bes Stellvertreters bes Führers in München unb Berlin werben wegen der mit bem Reichsparteitag in Nürnberg verbundenen Arbeiten in der Zeit vom 31. August bis einschließlich 12. September geschlossen. In dieser Zeit können persönliche Besuche daher nicht angenommen werden. Da die Dienst- -stelleu des Stellvertreters des Führers ohnehin mit Arbeiten überlastet finb, können in biefen Tagen ■nur Schriftstücke von befonberer Wichtigkeit bearbeitet werben. Das Stabsquartier bes Stellvertreters bes Führers befinbet sich bis einschließlich 12. September in Nürnberg, Hotel „Deutscher Hof", Fernsprecher Nr. 26 551.
jeder Deutsche eine Saar-plakette!
Anekdote um Herbett Bismarck.
Von Ludwig Hermann, GOS.
II „Sagenumwoben" war der alte Bismarck nicht. Ct wurde bewundert und geliebt, gehaßt und bekämpft, — aber sein Leben und seine Wesensart jlcg so offenbar für alle Welt, daß für Geflüster jn djts übrig blieb. Anders war es mit Herbert, dem Cohn. Der war mißtrauisch und verschlossen, litt, wie immer „ber Sohn des großen Mannes" unter dr Größe bes Vaters gelitten hat, bie ihn im Schatten stehen ließ -unb verhinderte, daß bei aller dl deutenden Einzelleistung und Eigenleistung — er M den Augen ber Welt je mehr würbe, als eben r der Sohn. Aber gerabe diese Verschlossenheit gab fern Vielzuvielen unb den Ewigneugierigen Stoff fir ihr Geschwätz, und während der Vater von Anekdoten umwoben war, umwob ben Sohn die Gage. Soviel Unsinn, wie über den geschwatzt wurde, 's selten um einen Menschen zusammengesponnen wurden. Da man nichts von ihm wußte, „mut» wußte" man, unb wenn irgenbjemanb behauptete, er ,l2nne" Herbert Bibmarck, so genügte das, diesen /bekannten" in den Augen der Leute zum bedeuten- jm oder bedeutsamen Mann zu stempeln. Solcher- e „Bekannte" und „Freunde" — von denen er elöer nichts ahnte, ober die er nie im Leben ge- ehen hatte — besaß Herbert Bismarck erschrecklich Di. le. Geradezu berühmt aber, — wenigstens im 3i buftriegebiet — war ein Mann aus Hörde, ber le allen möglichen Gelegenheiten „Bescheid wußte, 6)(il sein Freunb Herbert Bismarck ihn informiert ! arte." Die Industriellen aus Rheinland und Westen betrachteten diesen Vertrauten als eine Art »lakel, und bei allen möglichen Gelegenheiten tnrbe sein Rat in Anspruch genommen. Manchmal itg’s gut, manchmal hatte „Herbert Bismarck sei- ev Freund nicht ausreichend informiert". Dann ik g's eben weniger gut.
Nun ereignete es sich eines Tages, — daß wähl'der Zolloerhandlungen ber achtziger Jahre — fe'bert Bismarck als deutscher Bevollmächtigter 115) London fuhr, um dort mit ber englischen Ne-
Großfeuer in den Viehhöfen von Chikago.
In den Viehhöfen von Chikago brach ein riesiger Brand aus. Die ganze Umgebung war in dichte Rauchwolken gehüllt. Eine große Anzahl von Feuer- löschzügen begab sich zur Brandstelle, um das Feuer zu bekämpfen. Der Brand konnte nach Stunden gelöscht werden. Der Schaden wird auf 75 000 Dollar geschätzt. Dies ist der zweite größere Brand, der sich während der letzten vier Monate in den Viehhöfen ereignet hat. Im Mai dieses Jahres wurden, wie erinnerlich, die Höfe von einem riesigen Feuer heimgesucht, bei dem drei Personen den Tod fanden, 150 verletzt und 2000 obdachlos wurden. Tausende Stück Vieh gingen zugrunde. Der damalige Schaden betrug acht Millionen Dollar.
Blutige Kämpfe zwischen Weißen und Negern in USA.
In einem Stadtviertel von Niagarafalls (USA.) kam es zu schweren Kämpfen zwischen mehreren tausend Negern und Weißen. Die Zahl der Verletzten ist groß. Mehrere Personen haben sehr schwere Verletzungen erlitten. Den unmittelbaren Anlaß bildete die Abhaltung einer Versammlung zugunsten eines Negers, der angeklagt ist, ein weißes Mädchen angegriffen zu haben. Der tiefere Grund ist jedoch darin zu suchen, daß die Negerbevölkerung immer mehr in die bisher ausschließlich von Weißen bewohnten Stadtteile einbringt. Die Polizei befürchtet eine Wiederholung der Unruhen, die auch erheblichen Sachschaden verursachten.
Brandstiftung aus Rache. — 28 Gebäude in Flammen.
In der Scheune eines Bauern in Geisling bei Regensburg brach in der Nacht Feuer aus, das in kurzer Zeit auf Wohnung und Stallung Übergriff. Die Feuerwehr der benachbarten Ortschaft Friedheim war sofort zur Stelle und griff tatkräftig ein. Während sie noch mit den Löscharbeiten beschäftigt war, traf die Nachricht ein, daß es auch in Frieoheim brenne. Begünstigt durch heftigen Sturm nahm das Feuer in Friedheim sehr rasch
riesige Ausmaße an. Als die Regensburger Feuerwehr am Brandherde erschien, standen fünf Wohnhäuser, neun Scheunen mit Erntevorräten und 14 Nebengebäude, also insgesamt 28 Gebäude, in Flammen. Die Wehren mußten sich auf die Rettung der von den Flammen noch nicht erfaßten Gebäude beschränken. Erst nach mehrstündiger angestrengter Tätigkeit der Löschmannschaften war die Gefahr beseitigt. Personen kamen nicht zu Schaden, das Vieh konnte noch rechtzeitig gerettet werden. Die Erhebungen haben ergeben, daß das Feuer auf vorsätzliche Brandstiftung zurückzuführen ist. Ein Friedheimer wurde unter dem dringenden Verdacht, den Brand aus Rache angelegt zu haben, in Haft genommen.
Schweres Unglück auf einer Achterbahn. — Zahlreiche Verletzte.
Auf der in diesen Tagen stattfindenden altbekannten Beecker Kirmes bei Duisburg-Hamborn ereignete sich ein schwerer Unglücks fall auf der Achterbahn. Aus bisher noch ungeklärter Ursache blieb plötzlich einer der Wagen stehen und die nachfolgenden Wagen fuhren mit voller Wucht auf ihn auf, wobei zahlreiche Personen verletzt wurden, während andere sich durch Abspringen retten konnten. Fünf Personen mußten mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Die übrigen wurden nach Anlegung von Notverbänden in ihre Wohnung transportiert.
Lin Weinhändler auf der Geschäftsreise ermordet. — Schrecklicher Selbstmord im Eiferfuchtswahn.
Der Weinhändler Gottfried A rn p l a tz aus Klagenfurt fuhr dieser Tage mit bem Werkmeister Karl Lorenz auf eine Geschäftsreise. In der Nähe von Krumpendors am Wörther See wurde er offenbar von feinem Begleiter, der seither verschwunden ist, durch zwei Pistolenschüsse in die Wange und in den Hinterkopf getötet. Ein des Weges kommender Kaufmann fand den herrenlosen Kraftwagen mit der Leiche. Der Täter hat vermutlich 300 Schilling geraubt. Es ist auch nicht aus
geschlossen, daß ein politischer Mord vorliegt. Der Mord hatte noch ein trauriges Nachspiel. Die Erhebungen in diesem Kriminalfall führte der Gendarmerieposten - Kommandant von Krumpendors, Schlat t i. Als er, mit seiner Arbeit beschäftigt, spät nachts noch nicht nach Hause heimgekehrt war, ging seine kranke Frau in einem Anfall von Eifersuchtswahn in den Keller des Hauses, übergoß sich mit Benzin und Petroleum und zündete sich an. Der Gendarmeriebeamte fand sie bei seiner Heimkehr als verkohlte Leiche vor.
Geistesgegenwart eines jungen Bergsteigers rettet die abstürzende Begleiterin.
Die als gute Alpinistin bekannte Dr. phil. Hanna Schweikert aus Heidelberg unternahm mit ihrem Neffen, dem 18 Jahre alten Helmuth Dung aus St. Georgen, der trotz seiner Jugend ebenfalls ein tüchtiger Bergsteiger ist, eine Üeberfdjreitung der drei Schafalköpfe im Kleinen Walsertal. Bei ber Umgehung eines Zackens auf einem schmalen Band wurde die Touristin plötzlich von einem Schwin - delanfall befallen. Ihr Begleiter schlang augenblicklich das Seil um einen Felsenvorsprung, so daß die nach rückwärts stürzende Frau mit dem Kopfe nach unten auf einem Felsband liegen blieb. Dem jungen Bung gelang es, die Touristin in eine Fels- nische zu schleppen, wo er sie gut anseilte, dann auf den Gipfel stieg und Notsignale gab. Nur der Geistesgegenwart des jungen Touristen ist es zu verdanken, daß die Bergsteigerin nicht weiter in die Tiefe stürzte und dabei ihren Begleiter mitriß. Einer sofort aufgebrochenen Rettungskolonne aus dem Walsertal gelang es, am nächsten Morgen die verunglückte Bergsteigerin, die eine Gehirnerschütterung davontrug und das Bewußtsein verloren hatte, zu bergen und in das Krankenhaus nach Oberstdorf überzuführen.
Acht Tage in einer Gletscherspalte.


