Weitere Veranstaltungen -es Nürnberger Reichsparteitags.
Frankreichs Seerüstung im Norden.
Cherbourg wird Flottenstützpunkt für Aermelkanat und Nordsee.
Paris, 23. Aug. (DNB.) Nach dem Besuch des französischen Kriegsministers P i e t r i in Cherbourg wird eine bedeutende Umgestaltung des Hafens als Flottenstützpunkt vorgenommen. Man will große Seestreitkräfte in Cherbourg zusammenziehen, um die Hafenstadt genau wie vor dem Kriege zum bedeutendsten Sicherheitsfaktor für den Aermelkanal und die Nordsee im Kriegsfälle zu machen. Im November werden verschiedene Einheiten, die augenblicklich in den Mittelmeerhäfen Toulon und Bizerta liegen, nach Brest übergeführt und zum Teil von dort nach Cherbourg weitergeleitet. Das Cherbourger Marinearsenal, das sich nach dem Kriege mit Unterseebootsbauten beschäftigte, soll neu organisiert und in Zukunft für die Reparatur von Kriegsschiffen aller Gattungen Verwendung finden. Die Hafenanlagen werden entsprechend dem Zuwachs der Flotte ausgebaut. Man will vor allem einen neuen großen Kai anlegen, für den 20 Millionen Franks vorgesehen sind.
Tagung -esökumenischenRats für praktisches Christentum.
Bischof D. Heckel
Vertritt die Deutsche Evangelische Kirche.
Am 24. August tritt in Fanoe (Dänemark) der ökumenische Rat für Praktisches Christentum zu seiner diesjährigen Tagung zusammen. An der Arbeit des Rates, der die organisatorische Fortsetzung der Stockholmer Weltkirchenkonferenz ist, ist auch die Deutsche Evangelische Kirche durch eine Abordnung unter Führung des Leiters des kirchlichen Außenamtes, Bischof D Heckel, vertreten. Die Leitung der Konferenz liegt in den Händen des gegenwärtigen Präsidenten des Rates, des Lordbischofs von Chichester (England). Die Stockholmer Bewegung, die ihren Ursprung dem vor wenigen Jahren allzu früh verstorbenen schwedischen Erzbischof Söderblom verdankt, hat sich zum Ziele gesetzt, sämtliche christlichen Kirchen der Welt zu gemeinsamem Handeln angesichts der großen sozialen und sittlichen Probleme der Christenheit zusammenzuführen. Bei der diesjährigen Tagung wird das Problem „Staat und Kirche" im Vordergrund der Verhandlungen stehen. Es wird dabei die besondere Aufgabe der deutschen Vertreter sein, für das völkische und kirchliche Geschehen, das der Nationalsozialismus in Deutschland ausgelöst hat, gegenüber den kritischen Bedenken des Auslandes tieferes Verständnis zu erwecken.
Gleichzeitig tagt in Fanoe der Weltbund der Freundschaftsarbeit der Kirchen, an dessen Arbeit jedoch die Deutsche Evangelische Kirche nicht offiziell beteiligt ist, und auf deren Verhandlungen und Beschlüsse sie daher keinerlei amtlichen Einfluß nimmt.
Jägerlatein der Auslandspreffe.
Berlin, 23. Aug. (DNB.) In der Auslandspresse werden Meldungen verbreitet, daß als B e - ginn einer großen Aktion gegen die Neinsager am Mittwoch von der Geheimen Staatspolizei 15 0 Personen verhaftet worden seien, die im Verdacht ständen, gegen Hitler gestimmt zu haben. Nach den Meldungen dieser Auslandsblätter soll es sich bei den Verhafteten vorzugsweise um Angehörige zweier verschiedener Gruppen, nämlich um Katholiken und um Juden handeln. Das ist nach Ansicht dieser Blätter das Signal zu allgemeinen großen Unterdrückungsmaßnahmen und zu einer Jagd auf die Neinsager.
Diese Jagd besteht, wie wir von zuständige r Stelle erfahren, nur in der Phantasie der Auslandspresse. Die Meldungen sind natürlich von Anfang bis Ende erlogen. Verhaftungen aus den angegebenen Gründen sind selbstverständlich in keinem Falle vorgekommen. Es scheint, daß hier übelwollende und sensationslüsterne Berichterstatter die in den letzten Tagen vorgenommenen Verhaftungen von Kommuni st en, die im Rahmen eines seit langem laufenden Hochverratsoerfahrens vorgenommen wurden, zum Anlaß einer verleumderischen Hetze genommen haben.
Gegen Saboteure der Arbeitsfront.
Ein Erlaß Dr. Lehs.
München, 23. August (DNB.) Der Stabsleiter der Obersten Leitung der PO. veröffentlicht folgende Anordnung:
Ich habe festgestellt, daß mit dem Fortschreiten des Aufbaues der Deutschen Arbeitsfront einige wenige Kräfte versuchen, diese Arbeit zu sabotieren. Es sind dies Kräfte der alt elf Gewerkschaften und der alten Arbeitgeberverbände, die in letzter Minute versuchen, den Aufbau zu verhindern, da sie wissen, daß hiermit ein für alle Mal ihre Zersetzungsarbeit in den schaffenden Kreisen lahmgelegt ist. Einige Amtswalter der Deutschen Arbeitsfront haben sich diesen Kräften dienstbar gemacht.
Ich sehe mich deshalb genötigt, die Parteigenossen Brücker, Krüger und Hauen st ein ihrer A e m t e r in der NSBO. und der Deutschen Arbeitsfront zu entheben, weil sie meine Anordnungen nicht befolgten.
Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen, und ich bin gewillt, rücksichtslos gegen jeden in» und außerhalb der Partei vorzugehen, der es versucht, den mir vorn Führer gegebenen Auftrag zu sabotieren. Wer sich zum Büttel unserer Gegner macht, hat auch die Folgen zu tragen. Ich bitte, diese Anordnung allen Dienststellen der NSDAP, und der Deutschen Arbeitsfront bekanntzugeben.
(Gez.) Dr. Robert Ley.
Dank
des preußischen Ministerpräsidenten.
Berlin, 23. Aug. (DNB.) Die Pressestelle des Preußischen Staatsministeriums veröffentlicht folgende Mitteilung des Ministerpräsidenten Hermann Göring: Anläßlich meines Unfalles sind mir von allen Seiten so zahlreiche Beweise der Anteilnahme übermittelt worden, daß ich leider nicht jedem einzelnen Volksgenossen persönlich danken kann. Ich bitte daher alle die, die mir in den letzten Tagen ihre Teilnahme bekundeten, meinen herzlich st en Dank auf diesem Wege anzunehmen«
Son-ertagungen.
Das jetzt vorliegende ausführliche Programm des Reichsparteitages 1934 in Nürnberg sieht für Samstag, 8. September, folgende Sondertagungen vor:
9 Uhr: Gau- und Kreispropagandaleiter im Apollo-Theater. Redner: Pg. Dr. Goebbels. Leiter: Pg. Hugo Fischer.
9 Uhr: Agrarpolitisches Institut im Katharinenbau. Redner: Pg. W. Darre. Leiter: Pg. Meinberg.
9 Uhr: Amt für B e a m t e im Marientorzwinger. Redner: Pg. N e e f. Leiter: Pg. Reusch.
9 Uhr: NS.-Studentenbund im Christlichen Verein junger Männer. Redner: Pg. Rudolf Heß, Pg. Rust, Pg. Dr. Wagner, Pg. Erich Derichsweiler. Leiter: Pg. Hildebrandt.
10 Uhr: Gau- und Kreisleiter im Opernhaus. Redner: Pg. Rudolf Heß, Pg. Dr. Le y. Leiter: Pg. Rudolf Schmeer.
10 Uhr: Kommission für Wirtschaftspolitik im Sebaldussaal. Redner: Pg. Bernhard Köhler.
10 Uhr: Arbeitsdienstführer im Kulturvereinshaus. Redner: Pg. H i e r l.
10 Uhr: Finanzwesen- und Verwaltung im Sitzungssaal des Rathauses. Redner: Pg. Dr. H a e p e, Pg. Lingg. Leiter: Pg. Hans Saupert.
10 Uhr: NS. -Frauenschaft in der Kongreßhalle. Redner: Pgn. Gertrud Scholz-Klink. Leiter: Pg. Erich Hi'lgenfeldt.
11.30 Uhr: Auslandsorganisation der NSDAP, im Apollo-Theater. Redner: Pg. E. W. Bohle.
13 Uhr: NS. -Juristenbund im Katharinenbau. Redner: Pg. Dr. Frank. Leiter: Dr. L. Fischer.
14 Uhr: Amt für Kommunalpolitik in der Kongreßhalle. Redner: Pg. F i e h l e r, Pg. Dr. Weidemann. Leiter: Pg. Schön.
17 Uhr: Amt für Technik im Marientorzwinger. Redner: Pg. Feder, Pg. Dr. Tod t. Leiter: Pg. Seebauer.
17 Uhr: Parteigerichtsvorsitzende im Katharinenbau. Redner: Pg. W. Buch.
17 Uhr: Gau- und Kreisschulungsleiter im Sebaldussaal. Redner: Pg. Alfred R o - s e n b e r g, Pg. Dr. Stang, Pg. Dr. Z u g - sch wert. Leiter: Pg. Otto Gohdes.
17 Uhr: NS. -Lehrerbund im Apollotheater. Redner: Pg. Roder, Pg. Schemm.
17 Uhr: NS. -Volkswohlfahrt im Opernhaus. Redner: Pg. Hilgenfeldt, Pg. Althaus, Pg. Semmel.
17 Uhr: Gau- und Kreisobmänner der N S B O. und NS. - Hago (Deutsche Arbeitsfront) in der Kongreßhalle. Redner: Pg. Rudolf Heß, Pg. Dr. Ley. Leiter: Pg. W. Schuhmann.
Der Gaarland-Treuestaffel- lauf in -er Reichshauptsta-t.
Große Kundgebung Berliner Turner.
Berlin, 24. Aug. (DNB.) Drei der Hauptstaffeln, die von den Grenzen Ostpreußens, Schleswig- Holsteins und Oberschlesiens zur Saartreuekundgebung auf dem Ehrenbreit st ein eilen, berührten in den späten Abendstunden des Donnerstags die Reichshauptstadt. Aus diesem Anlaß marschierten die Berliner Organisationen aller Sportzweige im Lustgarten zu einer Kundgebung auf, der Gauführer der Deutschen Turnerschaft, SS.-Standartenführer B r e i t h a u p t, wies auf den Sinn der Kundgebung als Treuebekenntnis der Turner und Sportler Berlins zur deutschen Saar hin. Reichssportführer von Tscharnrner und Osten erklärte dann, die Saar müsse durch legale Erfüllung der Verträge, die uns bänden, heimgeholt werden, um damit die Schande von Versailles in diesem Gebiete auszulöschen. Als Sinnbild dieses Willens begrüßte der Reichssportführer den Saarland-Treuestaffellauf und dankte den Läufern, die sich daran beteiligen. Abschließend brachte er die Grüße und den Dank des Reichsinnenministers Dr. F r i ck. Kurze Zeit später kündigten Böllerschüsse das Eintreffen der ersten Stafetten an. Standartenführer Breithaupt verlas darauf die Treueurkunden, die von den Staf-
Berlin, 21. Aug. (DRB.) Die Regierungskommission des Saargebieles hat am 8. 3uli 1934 die Vorschriften über die Aufstellung der Stimmlisten für die Volksabstimmung im Saargebiet am 13. Januar 1935 erlassen. Weiterhin hat die Volks- abstimmungs - Kommission des Völkerbundes am 20. Juli 1934 eine Bekanntmachung veröffentlicht, die nähere Vorschriften über die Abstimmungsbe- rechtigung und über die Anmeldung der Stimm- berechtigten zur Aufnahme in die Stimmlisten enthält. hiernach müssen Stimmberechtigte, die außerhalb des Saargebietes wohnen, einen besonderen Antrag auf Ein- tragung in die Stimmlisten stellen. Wer nicht in die Stimmlisten eingetragen ist, kann sein Stimmrecht nicht ausüben. Es liegt daher im eigenen Interesse aller im Reich wohnenden Stimmberechtigten, diesen Antrag mit tunlichster Beschleu- nigung einzureichen. Die Antragsfrist läuft mit dem 31. August 1 9 3 4 ab.
Der Antrag, der an den „G e m e i n d e a u s- schuh" des Bezirkes gerichtet ist, in dem der Abstimmungsberechtigte am 2 8. 3 u n i 1919 d i e Einwohnereigenschaft hatte, muh folgende Angaben enthalten:
1. Die Ramen, Vornamen, das Geburtsdatum, den Geburtsort und den Beruf des Antragstellers (im Falle einer Verufsänderung denjenigen, den er am 28. 3uni 1919 ausübte), sowie die Vornamen seines Vaters Md ferner, falls es sich um eine verheica-
17 Uhr: Landesleiter der Auslandorgani- s a t i o n der NSDAP, im Goldenen Saal des Rathauses.
Volksfest im Sta-iou.
Arn Samstagnachmittag gegen 17 Uhr beginnt im Stadiangelände ein von der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranstaltetes Volksfest. Dabei werden u. a. ausgeführt in der Hauptkampfbahn des Stadions:
1. Aufmarsch von 1500 Sportlern, Vorführungen von Körperschulungsübungen im Sinne des Volkssports.
2. Massenspiel: „Stimmen und Stände", 1500 Personen in den Trachten aller deutschen Landsmannschaften.
3. Musikdarbietungen, Männerchöre mit Instrumentalbegleitung (200 Musiker). Diese Vorführungen werden ab 21.15 Uhr wiederholt.
17 Uhr: Hans-Sachs-Spiele im Waldtheater: aufgeführt durch die NS.-Kulturgemeinde. Auf der Zeppelin-Wiefe und den übrigen Festplätzen finden Massenkonzerte, Trachtenvor- sührungen, Volkstänze, Tonfilmvorführungen und mannigfache sonstige Darbietungen statt. Ausstellung des Amtes für Reife und Wandern der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Vorführung auf dem Dutzendteich ufw.
20 Uhr: Beginn des Feuerwerks in der Hauptkampfbahn auf der Zeppelin-Wiefe und um den Dutzendteich. Es werden u. a. in riesig großem Ausmaß vorgeführt: Bombenparaden, Gewehrfeuerbatterien, Goldregen, Rotfeuer, Fallschirmraketen, Wasserfälle, Blitz-Donner-Granaten, Rake- tengirandolen, Bombenfinale, Fächerscheinwerfer ufw. Im ganzen Gelände sind Verkaufsstände für Getränke und Lebensrnittel errichtet. Schluß des Volksfestes 24 Uhr.
£eni Riefeusiahl dreht auch den Film des diesjährigen Parteitages.
Berlin, 23. Aug. (DNB.) Wie wir erfahren, ist die Schöpferin des vorjährigen Reichsparteitag- Films „Sieg des Glaubens", Leni Riesenstahl, über ihre damalige Aufgabe hinaus nun mit der gesamten künstlerischen und technischen Oberleitung beauftragt worden. Im Gegensatz zum vorjährigen Film sind nicht nur die Ereignisse von Nürnberg selbst einzufangen, sondern in einem abendfüllenden Film soll sich um den Kern der feierlichen Geschehnisse von Nürnberg die Geschichte der national» sozialistischen Freiheits-Bewegung ranken. Seit Wochen werden bereits in ganz Deutschland Aufnahmen für diesen Film gemacht. Zur engsten Mitarbeit wurden der Regisseur Walter R ü 11 m a n n und der Operateur Sepp All- g e i e r verpflichtet.
felläufern, überbracht wurden, um von hier aus weitergetragen zu werden bis zum Rhein. Im Namen der Stadt Berlin händigte Bürgermeister Dr. M a r e tz k y den Staffelläufern eine künstlerisch ausgestattete Urkunde der Stadt Berlin aus.
Michsminister Nr. Goebbels spricht bei derEröffnungsfeier der Ausstellung „Deutsche Saar".
Köln, 23. Aug. (DNB.) Die Ausstellung „D e u t= s ch e Saar" Köln 1934 wird am Sonntag, dem 26. August, 10 Uhr, mit einer Feier in der festlich geschmückten großen Messehalle eröffnet. An ihr nehmen Mitglieder der Reichsregierung, leitende Persönlichkeiten der Reichs-, Staats- und Kommunalbehörden, Reichsleiter der NSDAP sowie Vertreter der in- und ausländischen Presse teil. Ferner wird aus dem Saargebiet eine große Zahl Vertreter aller Behörden und Wirtschaftsgruppen nach Köln kommen und mit den übrigen Gästen im Anschluß an die Ausstellungseröffnung zur Saarkundgebung nach Ehrenbreitstein fahren.
Die Eröffnungsansprache hält nach einer Begrüßung durch den Landesleiter der Deutschen Front im Saargebiet Pirro Reichsminister Dr. Goebbels. Die Feier wird umrahmt von Chorvorträgen des Kölner Männergesangoereins (unter Leitung von Professor Dr. Trunk) und Orgelspiel von Professor Bachem. Sie wird überalledeutschen Sender übertragen.
fefe Frau handelt, die Kamen und Vornamen ihres Ehemannes (im Falle einer Veränderung des Familienstandes nach dem 28.3uni 1919 den Familiennamen, den sie an diesem Zeitpunkt trug):
2. Die Gemeinde, in der er die Einwohnereigenschaft am 28.3uni 1919 hatte.
3. Den gewöhnlichen Aufenthalt zur Zeit des Antrages.
4. Die Anschrift im Saargebiet, an die Mitteilungen zu richten sind.
Die vorhandenen V e w e i s st ü ck e für die Einwohnereigenschaft im Saargebiet find dem Antrag beizufügen. Befinden sich solche Beweisstücke nicht in den Händen des Antragstellers, so ist in dem Antrag anzugeben, bei welcher Stelle des Saargebietes diese Unterlagen erhältlich sind.
Sämtliche Abstimmungsberechtigten im Reich werden hiermit aufgefordert, ihren Antrag auf Eintragung in die Stimmlisten bis spätestens 30. August 1934 an den zuständigen Gemeindeausschuß im Saargebiet gelangen zu lassen. Zur Aufklärung über alle bei der Anmeldung zu berücksichtigenden Gesichtspunkte stehen den Stimmberechtigten die Saarmelde st ellen ihres jetzigen Wohnorts (das Einwohnermeldeamt, in den Städten die zuständigen Polizeireviere) sowie die Geschäfts st ellen des Bundes der Saarvereine — in Berlin befindet sich diese SW 11, Stresemannstraße 42 — zur Verfügung. Es. kvird jedem Abstimmungsberechtigten
Dor der großen Saar-Kundgebmg in Koblenz.
Ausruf zur Anmeldung für die Volksabstimmung im Saargebiel.
dringend empfohlen, vor Absendung seiner Anmeldung die vorgenannten Stellen zum Zwecke der Beratung in Anspruch zu nehmen.
UrlaubSreisende aus dem Saargebiet.
Die Saarländer, welche zurZeitaufReisen sind, und deren jetziger Wohnsitz im Saargebiel sichnichtmehrin dergleichen Stadt oder derselben Bürgermeisterei befindet wie am 2 8. 3 uni 1919, dürfen nicht vergessen, zweckmäßigerweise für die Volksabstimmung im Saargebiet einen schriftlichen Antrag auf Eintragung in d i e Liste der Abstimmungsberechlig- t e n beim Gemeindeausschuß des Bezirkes im Saargebiet zu stellen, an welchem sie am 28. 3uni 1919 ihren Wohnsitz hatten. Der Antrag muß vor dem 1. September!934 bei dem Gemeindeausschuß eingegangen sein.
Formulare zur Antragstellung sind bei den (Ein« wohnermeldeämtern der Polizeiverwaltung und den Saarvereinen zu erhalten.
Nie zulässige Bebauung darf nicht überschritten werden.
Auflockerung der Städte statt eines weiteren Anwachsens der Bevölkerungsdichte.
Berlin, 23. Aug. (DNB.) Jrn Zusammenhang mit den Maßnahmen der Arbeitsbeschaffung ist 'N letzter Zeit vielfach das Bestreben heroorgetreten, Grundstücke in Städten durch Ueberschreiten der zulässigen Bebauung, z. B. Ausbau von Dachgeschossen, Aufstockung und dergleichen über das nach den baupolizeilichen Bestimmungen zugelassene Maß hinaus auszunutzen. Diese Bestrebungen führen häufig zu einer Vermehrung der Wohnsitze, die ebensowenig mit den städtebaulichen und bevölkerungspolitischen Forderungen, wie mit den Belangen des Luftschutzes zu vereinbaren ist. Die Forderungen des Städtebaues und des Luftschutzes verlangen die Auflockerung der Städte und die Verhinderung eines weiteren Anwachsens der Bevölkerungsdichte über das nach den heutigen Anschauungen vertretbare Maß hinaus.
Der Reichskommisfar für das Siedlungswefen, Staatssekretär Feder, hat daher in Vertretung des Reichswirtschaftsministers die obersten Landesbehörden ersucht, die Polizeibehörden anzuweisen, b e t Erteilung von Ausnahmen oder Befreiungen von baupolizeilichen Bestimmungen über die Ausnutzbarkeit von Grundstücken, besonders in eng bebauten Stadtteilen, tunlichst Zurückhaltung zu üben. Gesuchen, die mit den Forderungen einer gesunden städtbaulichen Entwicklung und mit den Belangen des Luftschutzes nicht im Einklang stehen, soll nicht mehr ftattgegeben werden.
Günstige Entwicklung -er Steuereinnahmen.
Berlin, 23. Aug. (DNB.) Das Steigen der Einnahmen an Steuern, Zöllen und Abgaben hat auch im Juli 1934 weiter angehalten. Die Einnahmen betrugen bei den Besitz- und Verkehrs st euern 370,8 Mill. Mark gegen 300,5 Mill. Mark im Juli 1933 und bei den Zöllen und Verbrauchssteuern 313,9 Mill. Mark gegen 278,8 Mill. Mark, insgesamt also 684,7 Mill. Mark gegen 579,3 Mill. Mark im vergangenen Jahre. In dem Zeitraum vom 1. April bis 31. Juli 1934 betrugen die Gesamteinnahmen 2569,9 Mill. Mark gegen 2197,1 Mill. Mark im 2. Viertel des Vorjahres.
Von denjenigen Steuern, in denen sich die wirtschaftliche Entwicklung spiegelt, hat sich im Juli 1934 besonders die Lohn st euer weiter gut entwickelt. Das Juliaufkommen überstieg das des Vorjahres um 6,4 Mill. Mark. An veranlagter Einkommensteuer sind im Juli 1934 24,1 Millionen Mark mehr aufgekommen als im Juli 1933. Die Körperschafts st euer hat im Juli 1934 ein Mehr von 11,4 Mill. Mark erbracht. An Umsatzsteuer sind trotz der Senkung der Steuer für die Landwirtschaft 37,3 Millionen Mark mehr aufgekommen als im Juli des vergangenen Jahres. Das Aufkommen an Kraftfahrzeug ft euer blieb dagegen im Juli 1934 gegen das Vorjahr um 11,6 Mill. Mark zurück.
Die Artamanen-Dewegung gehört zur Hitlerjugend.
Berlin, 23. Aug. (DNB.) Die Pressestelle der Reichsjugendführung teilt mit, daß der Führer der Artamanenbewegung, Albert W o y i r f ch , in das Sozialamt der RIF. eingetreten ist. Damit ist für die Sozialarbeit der HI. die Führertruppe des Bundes der Artamanen gewonnen worden. Das Wesen und die Geschichte der Artamanenbewegung haben sich schon seit Jahren in die vorderste Front nationalsozialistischen Aufbruches gestellt. Nicht nur, daß nach der 1931 erfolgten Neugründung der Bewegung nur noch nationalsozialistische Parteimitglieder aufgenommen wurden; auch darüber hinaus hat die Artamanenbewegung neben der Pflege volkstümlicher Feierabendge st altung größte revolutionäre Bedeutung durch die Rückgewinnung der Großstadtjugend zur Landarbeit erhalten. Sa wurde manches Dorf im Osten, das eine Artamanengruppe beherbergte, der Idee des Führers gewonnen, ganz abgesehen von der wesentlichen Pionierarbeit an der Scholle selbst. Durch ein eisernes Ausleseverfahren wurde innerhalb der Artamanenbewegung eine hervorragende Führertruppe herangebildet, die heute bei der Umschulungs- und Siedlungsarbeit ebenso unentbehrlich ist wie bei Arbeitsdienst und Landhilfe. Mitte September findet in Güstrow (Mecklenburg) ein Bundestag der Artamanen statt, auf dem der Reichsjugendführer den gesamten Bund als alte nationalsozialistische Kampfgemeinschaft in die HI. eingliedern wird.
Schwere Zuchthausstrafen
im Stettiner INafsenbrandstifter-Prozeß.
Vor der Stettiner Strafkammer ging der 16. und lötzte Fechtner-Prozeß zu Ende. Es handelt sich dabei um eine Reihe von Prozessen gegen die Brand st ifterorganisation Fechtner und Gen., die in den Jahren 1928 bis 1933 in den pommerschen Kreisen Pyritz und Greifenhagen zahllose Verbrechen der Brandstiftung und des Versicherungsbetruges begangen hat. Als die Verhandlung Ende April begann, stellte es sich heraus, daß man es mit einem Umfang von Verbrechen der Brandstiftung zu tun hatte, die bisher in ganz Deutschland beispiellos sind. Erfaßt waren nicht weniger als 110 Brandstiftungsfälle. Neben d.N eigentlichen Brandlegerv. M dererr Spitze die Gs-


