NIVEA
Hilfswerk deutscher Techniker in Gießen
Hessischer Gemeindelag, Kreisableilung Gießen
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Dolkögenoffen!
Zeigt euch dankbar undgebt am SA.-Spendetag reichlich.
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♦♦ Straßensperre^ Die Provinzialstraße Freienseen—Stockhausen im Zuge der Straße Laubach—Mücke ist am 25. und 26. Mai (Freitag und Samstag) wegen der Aufstellung eines Seilbahngerüstes für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Grünberg.
** Sonntagsrückfahrkarten zur Haupt- versammlung des DHC. Die Reichsbahn gibt zu der am kommenden Samstag und Sonntag in Gedern stattfindenden Hauptversammlung des Vogelsberger Höhenclubs Sonntagsrückfahrkarten aus. Die Karten gelten zur Hinfahrt vom 26. Mai 0 Uhr bis 27 Mai 24 Uhr und zur Rückfahrt vom 26. Mai 12 Uhr bis zum 28. Mai 24 Uhr (spätester Antritt der Rückreise.)
** Sonntagsrückfahrkarten zu dem I u b i l ä u m s t r e s f e n der Kriegerkamerad sch ast „Hassia". Die Reichsbahn gibt zu der in der Zeit vom 9. bis 11. Juni in Darm« st ad t stattfindenden Verbandsfeier des 60jährigen Bestehens des Deutschen Kriegerbundes „Kyff- häuser", Landesverband Hessen-Darmstadt, (Kriegerkameradschaft „Hassia"), Sonntagsrückfahrkarten innerhalb eines Umkreises von 100 km um Darmstadt aus. Die Fahrkarten haben folgende Geltungsdauer: zur Hinfahrt vom 9. Juni 0 Uhr bis 11. Juni 24 Uhr: zur Rückfahrt vom 9. Juni 12 Uhr bis 12. Juni 12 Uhr (spätester Antritt der Rückreise).
Rundfunkproqramm
Freitag. 25.2Hai.
5 50 Uhr: Gymnastik. 6.25: Gymnastik. 6.55: Frühkonzert (Schallplatten). 8.20 bis 8.40: Gymnastik. 11- Werbekonzert. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittags- konzert I (Schallplatten). 13.20: Mittagskonzert II des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 14: Mit- tagskonzert III. 14.40: Stunde der Frau. Was die Mütter und Hausfrauen vom Süßmost wissen sollten. 15.50: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert. Aus den Opel-Werken,- Rüsselsheim. In der Pause: Hörbericht aus den Opel-Werken, Rüsselsheim. 17.30: Etwas von unseren Kinderliedern. 17.45: Kleine Zithermusik. 18: Stunde der Jugend. Wir kommen von der Mosel! 18.25: „Die Gold-Stadt Pforzheim". 18.50: Griff ins Heute. 19: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 20: Von Berlin: Reichssendung: Politischer Kurzbericht. 20.15: Bon Berlin: Reichssendung: Stunde der Nation. Wir arbeiten des Nachts. 21: Slawische Musik. Gespielt vom Rundfunkorchester. 22.40: „Speyer 1689". Hörspiel von Roland Betsch. 23: Vom Schicksal des deutschen Geistes. Annette Droste von Hülshofs. Vortrag von Herbert v. Buttlar. 24 bis 1: Nachtmusik. Eindrücke aus Spanien.
Samstag, 26.2Hal
5.50 Uhr: Gymnastik. 6.25: Gymnastik. 6.55: Frühkonzert. 8.20 bis 8.40: Gymnastik. 11: Werbekonzert 11.50; Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13.20: Mittaqskonzert II. Kunstpfeifer und Jodler (Schallplatten) 14: Mittagskonzert III. Singspiel und Tonfilm (Schallplatten). 14.30: „Fröhliches Wochenend". 15.10: „Lernt morsen!" 15.45: Quer durch die Wirtschaft. 16: Aus dem Kroll-Garten: Gartenkonzert und Tanz-Tee-Musik. 18: Stimme der Grenze. 18.20: Der Polizeipräsident spricht! 18.30: Stegreifsendung. 19: „Till Eulenspiegel. Hörspiel von Otto Rahn. Musik von Werner Wen- heuer. 20.05 Saarländische Umschau. 20.15: Bunter Abend. 23: Nachtmusik. 24 bis 2: Nachtmusik.
Kundgebung der Rhein-Mainischen Wirtschaft.
Zum 125jähriaen Bestehen der Industrie- $nb Handelskammer Frankfurt a. M. findet am Montag, 2 8. Mai, um 20.15 Uhr in der Fest- Halle zu Frankfurt a. M., Hohenzollernplatz, eine Kundgebung der Rhein-Mainischen Wirtschaft statt. Herr Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger, Herr Präsident Dr. Lüer, Herr Ph. Keßler, Führer der Deutschen Wirtschaft, Herr Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront Becker und Herr Reichswirtschaftsminister Dr. Schmitt werden m dieser Kundgebung das Wort ergreifen.
Karten zum Preise von 50 Pfennig sind bei der NS.-Hago, der NSBO. und der Industrie- und Handelskammer erhältlich.
An sämtliche Gaststätteninhaber, Vereinsvorstände und Verbände.
Das Gaupresseamt teilt mit: Laut Beschluß der Reichstheaterkammer, Abt. Reichsverband der Deutschen Artistik e. 23., werden Veranstalter von Bunten Abenden und ähnlichen Veranstaltungen ersucht, sich mit der Arbeitsbeschaffungsstelle des Reichsoerbandes der Deutschen Artistik e. 23. Bezirk XI, Main-Pfalz, Frankfurt, Bleichstraße 57 (Telefon 23011) in Verbindung zu setzen, um engagementslose Künstler in Brot zu bringen und auf diese Art und Weise Schwarzarbeiter, Dilettanten, sowie Doppelverdiener auszuschalten.
Schwerkriegsbeschädigtenfahrt der NS.-Kriegsopferversorhung.
Die Ortsgruppe Gießen des DDAC. in Verbindung mit dem NSKK. plant für den 17. Juni eine Automobilfahrt für Schwerkriegsbeschädigte, bei der unsere schwerkriegsbeschädigten Volksgenossen kostenlos eine schöne Ausflugsfahrt machen können. Anmeldungen der Schwerkriegsbeschädigten aus Gießen And der näheren Umgebung sind bis 1. Juni sinnreichen. (Siehe heutige Anzeige.)
Versammlung der landwirtschaftlichen Ortsfachberater im Kreise Gießen.
Die landwirtschaftlichen Ortsfachberater und die örtlichen Pressewarte hielten gestern nachmittag im „Hotel Hopfeld" eine Versammlung ab, bei der alle Gemeinden des Kreises Gießen vertreten waren. Nach der Begrüßung durch den Leiter der Ver- -anstaltung, Kreisbauernführer D ö r r s ch u ck - Frie- delhausen, ergriff Pg. Mains- Frankfurt a. M., Referent für das Siedlungswesen der Hauptabtei-
Reiben der Haut, durch Abklatschen mit Handtüchern usw. in Gang zu bringen. Nachher ist der Körper in warme Tücher einzuhüllen, damit eine weitere Abkühlung, die infolge Versagens der Herztätigkeit eingetreten ist, vermieden wird. Erst wenn die Herztätigkeit wieder in Gang gekommen ist und der Puls wieder seine normale Schlagzahl und Stärke erlangt hat, ist die unmittelbare Gefahr vorüber.
Unfälle bei der Heuernte vermeiden!
Landwirte sorgt für Sicherheit und beachtet die Unfallverhütungsoorschriften! Sensen auf dem Weg zur Arbeitsstelle verwahren! Nicht vor die Messer bespannter Mähmaschinen stellen, Störungen von hinten oder von der Seite aus beseitigen, dabei Getriebe ausrücken, auch während der Arbeitspausen. Einrücken erst bei Wiederbeginn des Mähens. Ge- chirr und Fuhrwerkketten, Bindseile, Bindebäume, Bremsvorrichtungen in Ordnung bringen, schadhafte Teile ersetzen. Kindern kein Fuhrwerk anvertrauen. In den Scheunen trittsichere Bodenbeläge Herrichten, auch bei Einbauten in Banseräumen. Die meisten Unfälle sind selbst verschuldet!
Gietzencr Wocheninarktprcise
Gießen, 24. Mai. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter das Pfund 140, Landbutter 130 bis 135, Kochbutter 110 bis 115, Matte 20 bis 25, Käse das Stück 4 bis 10, Eier, Klasse S 10^, Klasse A 9%, Klasse B 9V-, Klasse C 9, Klasse D 8, Wirsing, grün, das Pfund 20, Rotkraut 15, gelbe Rüben das Bund 20, Spinat das Pfund 12 bis 15, Römischkohl 12, Spargel 30 bis 40, Tomaten 50 bis 60, Zwiebeln 15, Rhabarber 8 bis 10, Kartoffeln, alte, 3%, der Zentner 320 bis 330, Aepfel 20 bis 30, Kirschen 50 bis 60, Erdbeeren 70, Tauben das Stück 50 bis 60, Blumenkohl das Stück 50 bis 60, Salat 10 bis 15, Salatgurken 40 bis 50, Ober-Kohlrabi 15 bis 20, Lauch 5 bis 10, Rettich 15, Sellerie 10 bis 35, Radieschen das Bund 8 bis 10 Pfennig.
'LZornonzen.
— Tageskalender für Donnerst aa. Stadttheater, 20 bis 22.30 Uhr: „Die Pfingstorgel'. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Früchtchen." — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand- platz, 16 bis 17 Uhr: Ausstellung.
Die Berufsgemeinschaft der deutschen Techniker! im Bezirk Hessen hat in einer Reihe von Städten des Rhein-Main-Gebiets Arbeits gemein- chaften für ft ellenlose Techniker gebildet mit dem Ziel, auf diese Weise
die berufliche Betreuung der stellenlosen Be- ruföfameraöen zu pflegen, insbesondere die einmal erworbenen Kenntnisse wieder auszu- frischen bzw. zu erweitern und zu vertiefen.
Durch diese Arbeitsgemeinschaft wird gleichzeitig eine Reserve gut eingearbeiteter Techniker geschas- en, die bei der Wiederbelebung der Industrie reibungslos in den Produktionsprozeß eingegliedert werden kann. Ferner bietet die Arbeitsgemeinschaft den stellenlosen Technikern Gelegenheit zur Um« tellung auf ein anderes Fachgebiet, auf dem bereits Mangel an Arbeitskräften besteht; so werden z. B. Tiefbautechniker zu Vermessungstechnikern herangebildet. Die einzelnen Gruppen sind der Ansicht tüchtiger Oberingenieure unterstellt, die in ersten Firmen tätig sind, so daß Gewähr für neuzeitliche und wirklich praktische Hebungen gegeben ist. Die in der Arbeitsgemeinschaft ausgesührten Arbeiten werden von den aufsichtführenden Oberingenieuren bewertet, hierüber erhalten die stellenlosen Kameraden später Zeugnisse. Dadurch wird den Firmen die Garantie gegeben, daß sie bei Neueinstellungen wirklich qualifizierte und unbedingt zuverlässige Mitarbeiter erhalten.
Damit kommt dieses Hilfswerk — ganz abge- sehen von der nicht zu unterschähenden psychologischen Wirkung auf die stellenlosen Berufskameraden — auch der Industrie selbst wieder zugute.
In anerkennenswerter Weise hat die Errichtung dieser Arbeitsgemeinschaften bisher allenthalben regste Unterstützung der örtlichen Industrie und der Behörden gefunden.
Zur Schaffung einer derartigen Arbeitsgemeinschaft in Gießen, deren große Bedeutung ohne weiteres klar ist, fand gestern mittag im Sitzungssaale der Industrie- und Handelskammer Gießen eine Besprechung statt, zu der an die in Betracht kommenden Stellen Einladungen ergangen waren. Der Syndikus der Industrie- und Handelskammer Dr. Keim brachte zu Beginn der Sitzung den Gruß und besten Wunsch der Handelskammer zum Ausdruck. Hierauf machte der Führer der Berufsgemeinschaft der Techniker im Bezirk Hessen, Sturmführer Ernst (Frankfurt a. M.), mit den vorstehend geschilderten Grundgedanken der Arbeitsgemeinschaft bekannt. Er betonte dabei u. a., daß es sich für die Weiterbildung der erwerbslosen Berufskameraden als zweckmäßig erwiesen habe, in einem Scheinbetrieb ganz nach den Regeln des Gewerbebetriebes arbeiten zu lassen. Mit der Arbeit in diesen Scheinfirmen habe man bisher im Hinblick auf die Zielsetzung gute Erfahrungen ge- macht.
Die Industrie und die Behörden seien sich der großen Bedeutung dieser Förderung erwerbsloser Volksgenossen aus dem Technikerstande bewußt, da auf diesem Wege gedeihliche Aufbauarbeit zum Besten des einzelnen Volksgenossen und auch der Gesamtheit geleistet werde.
Alljährlich ertrinkt eine große Anzahl Menschen beim Baden. Deshalb kann nicht eindringlich genug Dor unbedachtem Verhalten gewarnt werden. Wer überhitzt, vielleicht in der Mittagssonne sch sofort iin das Wasser begibt, ohne die notige Abkühlung des Körpers in Ruhe zu erwarten, setzt sich»der Gefahr aus, durch Herzschlag em schnelles Ende zu ffinden. Es darf nicht übersehen werden, daß ge« rabe beim Schwimmen das Herz besonderen Anftren- □ungen ausgesetzt ist, die ein von vornherein ganz Gesundes Herz schnell zum Erlahmen bringen. Wmmt dann noch die schädliche Wirkung großer Hitze auf das Herz hinzu, so tritt diese Erscheinung umfo schneller ein. In allen Fallen baben baper Herzkranke ober solche Personen, deren Herz leicht anfallia ist, das Schwimmen zu unterlassen. Ebenso st es angebracht, daß alle Personen, die körperlich -licht in bester Verfassung sind, sich des Schwimmens enthalten, weil wiederum gerade sie ihr Herz besonderen Anstrengungen aussetzen aussen und die Gefahr des Erliegens der Herzkraft im gefährlich MTb^SefI rbefimbfö nr5ift8rän63ü^en ba6 man NchlanNm auXibtt, damit d°- durch G°h°n und nutzere Hitzeeinwirkung heiße Körpersich ablub en l#ann, und sich erst nach genügender Abkühlung ns Wasser begibt. Eine bestimmte Dauer des Schwim mens anzuraten, ist nicht gut möglich, weil bas schwimmen sich völlig nach der, kvrpe ch ttunasfähigkeit des einzelnen Schwimmers ricyie. Schwächliche Personen sollten aber ein pausenloses Schwimmen nicht über 10 Minuten ausdehnen
fmt infolge des Versagens der Herzkraft oder an fOerer Ursachen jemand das Bewußtsein verloren, io ist schnelles Handeln unumgänglich. Dem Unter« gegangenen ist Schlamm, der sich Sei dem Aufenhalt
Redner wies einleitend auf das Wort des Führers hin, daß bei der Losung des Problems der Arbeitsbeschaffung jeder einzelne deutsche Volksgenosse mitarbeiten müsse. Er schilderte sodann den Arbeitsdienst in treffender Weise als die neue Pflicht d e s deutschen Menschen, der in Zukunft alle jungen deutschen Menschen im Alter von 17 bis 25 Jahren zugeführt werden. Völlig falsch sei es, in dem Arbeitsdienst etwa eine Erwerbslosenfürsorge ober einen Ersatz dafür zu sehen, vielmehr sei
der Arbellsdiensi hohe sittliche Verpflichtung des jungen deutschen Volksgenossen gegenüber der Volksgesamtheit.
Durch die Einreihung in den Arbeitsdienst werde das vom Führer erstrebte hohe Ideal der alle Stände und Schichten umschließenden Gemeinschaft der deutschen Menschen erreicht, in der sich die Volksgenossen persönlich kennen und verstehen lernen und daraus auch für ihr ferneres Leben in der Volksgemeinschaft eine ganz andere Einstellung und Einordnung als früher gewinnen. Neben dieser ideellen Seite habe der Arbeitsdienst aber auch noch große praktische Vorteile für die Gesamtheit des Volkes, weil durch ihn Arbeiten geleistet würden, die auf anderer Grundlage nicht zu bewältigen wären, aber für die Gesamtheit des Volkes zur Verbreiterung seiner Lebensgrundlagen von größter Bedeutung find. Der Redner erinnerte in diesem Zusammenhang z. 23. an die Kultivierung von Oedland, Aufforstungen, Straßenbauten, Vorbereitung von Siedlungsland, Bodenuntersuchungen usw. Sodann erläuterte er den Zuhörern die Bestimmungen für den Eintritt der jungen Volksgenossen in den Arbeitsdienst, der Ehrendienst der Heranwachsenden jungen deutschen Menschen ist, dem sich jeder widmen muß.
OberregierungSrai Dr. Schönhals-Gießen
als Vertreter des Kreisamts wies in kurzen Worten auf die Luftfahrt-Werbewoche hin, die vom 1. bis 8. Juni in ganz Deutschland durchgeführt wird und dem Zwecke dient, zur Forderung der Aufbauarbeit des Deutschen Luftsportverbandes, der nach den Bestimmungen des Diktats von Versailles vom Reich nicht unterstützt werden kann, Geldmittel aus privaten Spenden flüssig zu machen. Der Redner hob die außerordentlich große Bedeutung der Forderung des deutschen Flugsportes für die Gesamtheit unseres Volkes und auch für jeden einzelnen Volksgenossen hervor, die es notwendig macht, daß
Im Hause der Deutschen Arbeitsfront fand gestern nachmittag unter Leitung des Vorsitzenden der Kreisabteilung Gießen des Hessischen Gemeinde- togs, Bürgermeisters Euler (Wieseck), eine Versammlung der Kreisabteilung statt, zu der die Bürgermeister des Kreises Gießen bzw. ihre Vertreter in großer Anzahl erschienen waren.
Der Vorsitzende, Bürgermeister Euler, begrüßte zunächst die Vertreter des Kreisamts und aab sodann eine Anzahl dienstlicher Rundschreiben bekannt. Hierauf sprach
Dr. Lind-Darmstadt
als Vertreter des Landesstatistischen Amtes über: „Die Mitwirkung d e r Bürgermeister bei der Anbauflächenerhebung und der landwirtschaftlichen Statistik". Bevor der Redner zu seiner speziellen Erläuterung der Formulare für die bevorstehende Anbauflächenerhebung usw. überging, machte er grundsätzliche, auch für die breite Allgemeinheit bedeutsame Ausführungen über den Sinn und die gesetzlich fest umgrenzte Auswertung der Statistik. Er betonte nachdrücklich, daß bei den statistischen Angaben unbedingt der W a h r h e i t gemäß berichtet werden muß, damit für die aus den Ergebnissen der Statistik aufgebauten Maßnahmen d e r R e i ch s r e g i e r u n g die erforderliche sichere und einwandfreie Grundlage geschaffen wird.
Er hob hervor, daß der Bauer selbst an dieser wahrheitsgemäßen statistischen Ausstellung stark interessiert Ist, iveil er seine Forderung nach einer richtigen und gesunden Bauernpolitik der Regierung nur dann erfüllt sehen kann, wenn er dazu die richtigen Unterlagen zur Urteilsbildung liefert. Weiter machte der Vortragende darauf aufmerksam, daß unter gar keinen Umständen die Ergebnisse der statistischen Erhebungen für Zwecke des Finanzamts Verwendung finden, da durch gesetzliche Vorschrift bestimmt ist, daß die statistischen Aemter aus den Ergebnissen der statistischen Erhebungen keinerlei Auskunft an die Finanz- oder Gemeindbehör- den zwecks Festsetzung von Steuern und Abgaben geben dürfen. Ebenso gesetzlich unzulässig ist es, die statistischen Erhebungen für die Ausarbeitung von kommunalen Gebühren zu verwerten.
Niemand braucht daher die 23efürd)tung zu hegen, daß seine statistischen Angaben in irgendeiner Weise zu seinem Nachteil verwandt werden. Daraus ergibt sich, daß alle statistischen Angaben getrost wahrheitsgetreu gemacht werden können, weil sie eben nur dem einen Zwecke dienen, als wissenschaftlich -st ati st ische Unterlage für die Maßnahmen der Regierung ausgewertet zu werden.
Major a. D. Lindenau-Gießen sprach anschließend als Leiter der Meldestelle Gießen für den freiwilligen Arbeitsdienst über das Thema: „DerdeutfcheArbeitsdien ft". Der
In Offenbach z. B. hätten nicht nur zahlreiche Techniker, sondern auch kaufmännisch ausgebildete Volksgenossen in einem solchen Scheinbetrieb Zweck- Weiterbildung Unterkunft gefunden. Die Finanzierung dieses Hilfswerks erfolge zum Teil aus Mitteln der Arbeitsämter, die jedoch für den Zweck nicht ausreichend find. Daher fei es erforderlich, daß auch von der Industrie eine gewisse monatliche Beihilfe gegeben werde, die aber angesichts der Bereitstellung gut ausgebildeter technischer Kräfte ür die Firmen nicht hoch und nutzbringend sei. Daneben wird zur Einrichtung der Scheinfirmen die leihweise Ueberlassung von Materialien erbeten, die jedoch als Eigentum der Firmen erforderlichenfalls jederzeit zurückverlangt werden können.
3m Bezirk Gießen Ist heule noch mit rund 60 erwerbslosen Technikern zu rechnen. Diejenigen arbeitslosen Berufskameraden der Techniker, die sich an diesem Fortbildungswerk beteiligen, sollen bei der Vermittlung von Stellen bevorzugt werden.
Der Redner gab zum Schlüsse seiner eindrucksvollen Darlegungen dem Wunsche und der Hoffnung auf ein gutes Arbeiten des Techniker-Hilfswerkes in Gießen Ausdruck.
Sodann machte Dr. A h l (Frankfurt a. M.) noch einige ergänzende Ausführungen, in denen er namentlich bie bisherigen guten Erfahrungen mit dem gleichartigen Hilfswerk in Frankfurt a. M. schilderte und dabei betonte, daß die Industrie den großen Wert dieser praktischen Schulungs- und Fortbildungsarbeit anerkannt habe, weil auf diesem Wege der stellenlose Arbeitskamerad unmittelbar wieder in die Praxis des Schaffens hineingeführt wird.
Hierauf bat der Bezirksleiter, Sturmführer E r n ft, die Vertreter der Gießener I n d u - ftri e um ihre Stellungnahme zu diesem Hilfswerk.
Dabei trat die Tatsache zutage, daß von den durch die Handelskammer eingeladenen 3n- dustriefirmen nicht eine einzige vertreten war.
Sturmführer E r n ft machte bei dieser Feststellung aus seinem großen Erstaunen keinen Hehl, und er betonte nicht mit Unrecht, daß dieses g e - schlossene Fernbleiben der geladenen Firmen außerordentlich bedauerlich fei und nur als völlige Verständnislosigkeit bezeichnet werden könne. Es sei für ihn die erste Sitzung dieser Art, in der die Vertreter der Industrie nicht zugegen seien. Er werde natürlich nicht umhin können, den maßgebenden Stellen in Frankfurt a. M. von diesem eigenartigen Ergebnis der Einladungen der Handelskammer Kenntnis zu geben.
Bon den Behörden waren sämtlich Vertreter zugegen, die in einen kurzen Meinungsaustausch eintraten, aber angesichts des Fehlens der in Betracht kommenden Firmen natürlich zu keinerlei positivem Resultat kommen konnten.
Wir mochten dennoch der Hoffnung Ausdruck geben, daß sich das anerkennenswerte Bestreben der Berufsgemeinschaft der Techniker zur Schaffung einer solchen Arbeitsgemeinschaft auch in unserer Stadt noch möglichst rasch in die Tat umsetzt, denn fördernswert ist der gute Gedanke auf alle Fälle, und die Inanspruchnahme der Industrie ist nicht so erheblich, daß daran das gute Werk scheitern müßte.
lung II des Reichsnährstandes der Landesbauernschaft Hessen-Nassau, das Wort zu seinem Vortrage, aus dem u. a. folgendes mitgeteilt sei:
Eine großzügige und planmäßige Siedlung sei -in der Hauptsache im deutschen Osten durchzuführen, wo schon aus bevälkerungs- und staatspolitischen Gründen eine Aufteilung der großen Güter erfolgen müsse. Dem Drucke der slawischen Volksmassen müsse ein Damm aus deutschem Blut entgegengestellt werden. Die Große einer Siedlung -soll je nach den Boden- und persönlichen Verhältnissen 40 bis 60 Normalmorgen betragen. An -Eigenkapital werden dafür nur 10 v. H. der Kauf- •jumme benötigt Der Rest wird von der Deutschen ^iedlungsbank vorgeschossen und ist mit 2,75 v. H. ,zu verzinsen und 1 v. H. jährlich zu tilgen, ein -Satz, der auch bei einer bescheidenen Rente tragbar ist. Als Siedler kommen in erster Linie die in Auswirkung des Erbhof gesetzes freigewordenen uachgeborenen Bauernsohne in Betracht. Auch Sohne von gemischten bäuerlichen und hand- averklichen Betrieben können im Osten siedeln.
Die Auswahl der Siedlungslustigen wird von Der Reichsstelle für Siedlungswesen getroffen. Für Den dicht bewohnten 253eften und Südwesten des Vaterlandes ist die Anliegersiedlung vorgesehen. 'Betriebe, die nicht die Größe einer Ackernahrung haben, können durch Zuteilung von Land auf die^ • jen Stand gebracht und zu Erbhöfen gemacht wer- ;.ben. Der hessische Staatsminister hat für solche .Zwecke das für solche Fälle in Frage kommende staatliche Gelände zur Verfügung gestellt. Das bereits in bäuerlichen Betrieben bewirtschaftete Siedlungsland soll möglich in das Eigentum der jetzigen Inhaber übergeführt werden.
In seinen weiteren Ausführungen behandelte der Redner noch die Nebenerwerbs- oder Werksiedlung. Durch Zuteilung eines Stückes Land soll dem Ar- Leiter die Lebenshaltung erleichtert werden, so da «er aus Garten- und Obstbau und Kleinviehhaltung und viertägiger Arbeitswoche in der Lage ist, leine Familie zu ernähren. Reicher Beifall dankte Dem Vortragenden für seine klaren Ausführungen. «Eine lebhafte Aussprache schloß sich an.
Als zweiter Redner des Tages sprach Pg. «G l a h n , Hauptschriftleiter der Bauernzeitung Rhein - Main - Neckar, über das landwirtschaftliche Pres ewesen. Nach reichen Beifallskundgebungen sschloß Kreisbauernführer D ö r r s ch u ck mit Dan« -kesworten an den Redner und die Versammlung Die Tagung mit einem Sieg-Heil auf den Führer. Gine Besprechung der landwirtschaftlichen Ortsfach- Iberater bildete den Beschluß der Tagung.
Wie verhält man sich bei Badeunfällen?
unter Master in Rachen und Kehlkopf angesammelt hat, unverzüglich zu entfernen. Dann ist nach Entleerung der Lunge von Wasser die Zunge kräftig hervorzuziehen und mit der künstlichen Atmung zu beginnen, die unter Umständen längere Zeit fortzu- etzen ist. Daneben ist der Anregung der Herztätigkeit die größte Aufmerksamkeit zu schenken. Hat der Verunglückte bereits das Bewußtsein wiedererlangt und kann er schlucken, so ist ihm heißer Kaffee oder auch Kognak und dergleichen als Anregungsmittel einzuflößen. Die Tätigkeit der Hautgefäße ist durch


