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M.118 Zweites Blatt

Gletzener Anzeiger sGeneral-Anzeiger für Gberheffen)

Donnerstag, 24. Mal 1934

Oer Sieger im 5. Reichs-Segelflug- modell-Wettbewerd.

Der 14jährige Günther Marth mit einem seiner Modelle. Dieser Berliner Hitler-Junge konnte bei dem auf der Rhön veranstalteten Modell-Wettbe­werb einen außergewöhnlichen Rekord aufstellen. Sein Modell entschwand nach einer Flugzeit von 12 Minuten 35 Sekunden, in der es eine Strecke von 4000 Meter zurücklegte, aus dem Gesichtskreis der Meßinstrumente und landete wie später fest- gestellt werden konnte bei Erfurt/

chenden Monaten des Jahres 1931 betrug nicht weniger als 106 Millionen Pfund. Der Erfolg die- ser Politik, Beendigung der Periode derfreien Einfuhr ohne Freihandel", wie man sie hier ge­nannt hat, setzt aber zugleich auch den Rah­men, innerhalb dessen sich die englische Konjunk­turentwicklung vollzieht. Das Charakteristische an der englischen Konjunktur ist bis heute noch, daß

Konjunklmanstieg m England

Von unserem Or^G.-Verichierstaiier.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) London, Mai 1934.

Wer Englands Lage im Jahre 1931 zur Zeit der großen Krise kannte und dieses selbe England in seinem heutigen Zustand erlebt, wird erstaunt sein über den großen Wandel, den es in dieser Zeit durchgemacht hat. Damals konnte ein so aus­gezeichneter Nationalökonom und hervorragender Kenner Englands wie Andre Siegfried mit seinem Buche über'Englands Krisis" einen geradezu un­erhörten Erfolg In der englischen Oeffentlichkeit er­zielen. Wenn man sich auch hier, und zwar mit Recht, gegen die Uebertreibungen Siegfrieds wandte denn auch Frankreichs relative wirt­schaftliche Ueberlegenheit, so glänzend sie damals schien, ist inzwischen längst geschwunden, so be­saß man jedoch Selbstkritik genug, um zugeben zu müssen, daß es schlecht um England stand. Heute kann davon keine Rede mehr sein. Andrä Siegfried selbst hat erst im Oktober letzten Jahres in dem Vorwort zu der Neuauflage seines Buches (das ebenfalls wie seinerzeit ein Teil seines Bu­ches als Artikel in derTimes" erschien), einen großen Teil seiner Meinung, daß es endgültig bergab ging mit England, revidiert. Nur die auf weiteste Sicht gesehenen Tendenzen der englischen Entwicklung haben vielleicht noch heute ihre Gül­tigkeit. Englands Gegenwartskrisis jeden­falls ist endgültig überwunden. Seit dem Ende 1931, dem Tiefpunkt seiner Depression, erlebt Eng­land ein langsames, aber ständiges Anwachsen seiner wirtschaftlichen Aktivität. In der dauernden Abnahme der Arbeitslosigkeit und in der Steige­rung der Produktion und Preise kommt diese Ent­wicklung am nachhaltigsten zum Ausdruck. Die Zahl der Arbeitslosen ist im April d. I. nach den offi-

Zum Zutematioualeu Avus-Rennen.

Am 27. Mai wird auf der Berliner Avus ein internationales Autorennen gefahren, zu dem die besten Fahrer von sieben Nationen ihre Meldungen abgegeben haben. Unser Bild zeigt die Nordkurve der Avus während eines Rennens. Oben links: Hans v. Stuck, Auto-Union (Deutschland). Oben rechts.: Peter de Paolo, Miller (USA.). Unten links: Manfred von B r a u ch i t f ch , Mercedes (Deutschland).

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ziellen Angaben des britischen Arbeitsministeriums auf 2,148 Millionen gesunken. Das sind 53 382 Ar­beitslose weniger als im März und 549 439 weni­ger als vor einem Jahre. Damit zugleich ist die niedrigste Arbeitslosenziffer seit August 1930 er­reicht worden. Die industrielle Produktion auf der anderen Seite hat sich, wenn man den Index des Britischen Handelsamtes zugrunde legt, von 93 im Monatsdurchschnitt des letzten Quartals des Jahres 1933 erhöht. Auch die Einzelhandelsumsätze weisen wesentlich erhöhte Ziffern auf. Und nicht zum letz­ten beweist der außerordentlich beträchtliche lieber» schuß des vergangenen Etatsjahres von rund 30 Millionen die große Verbesserung der englischen Gesamtsituation.

Die Gründe für Englands Konjunktur sind zum Teil offensichtlich, zum Teil umstritten. Ganz all­gemein läßt sich wohl sagen, daß England, da es sich in seiner wirtschaftlichen Expan­sionspolitik nie so weit vorgewagt hatte, wie andere große Industriestaaten, auch viel weniger stark von den Rückschlägen aus einer sol­chen Entwicklung getroffen werden konnte. Das gilt nicht zuletzt auch in bezug auf die Schaffung übertrieben großer Konzerngebilde. Für England ist, abgesehen von einigen wenigen ganz bestimmten Wirtschaftszweigen, das kleine und mittlere Unternehmen immer noch das Charakteristische. England, das sich während des gewaltigen Wirtschaftsaufschwunges bis 1929 oft genug große Rückschrittlichkeit in seiner technischen und wirtschaftlichen Organisation hat vorwerfen lassen müssen, genießt vielleicht bis heute zu einem gewissen Grade die Vorteile aus seinem übergroßen Konservativismus. Nachdem erst einmal die gro­ßen Schwierigkeiten überwunden waren, die ge­rade für England mit Rücksicht auf seine starke Verflechtung im internationalen Wirtschaftsver­kehr aus der großen Vertrauenskrise des Jahres 1931 erwachsen mußten, waren hier die Voraus­

setzungen für eine natürliche Wiederbelebung der Wirtschaft viel eher gegeben als irgendwo anders.

Am stärksten in seiner günstigen Auswirkung machte sich nach der Sommerkrise 1931 der allge­meine englische Konservativismus in dem finanziel­len Status seiner privaten Unternehmungen be­merkbar. Die ungeheure Verschuldung, die so charakteristisch z. B. für die Vereinigten Staaten von Nordamerika und aus anderen, hier nicht näher zu untersuchenden Gründen auch für Deutsch­land ist, und die ein Auftauen der Wirtschafts­starre so ungemein erschwert, fehlt in diesem Ausmaß in England fast gänzlich. Deswegen konnte sich auch die normalerweise gegen Ende der Krise einstellende Verflüssigung am Geld- und Kapitalmarkt verhältnismäßig schnel­ler in England durchsetzen als wo anders. Auf der Grundlage des von jeher vorhandenen allgemeinen Reichtums seiner Bevölkerung konnte eine solche Finanzpolitik früher oder später nicht ohne gün­stige Wirkungen bleiben. Reichlich vorhandenes bil­liges Geld und Kapital, verbunden mit einem ge­wissen Vertrauen in die Zukunft, sind denn auch unzweifelhaft die wesentlichste Ursache für Eng­lands Konjunktur. Der Bankdiskont, der Mitte Sep­tember 1931 4V- betrug, steht seit Juni 1932 nur noch auf 2 Prozent. Der Satz für tägliches Geld ist von 3V2 Prozent Mitte September 1931 auf 3/4 Prozent seit Mitte Mai 1932 heruntergegangen.

Neben diese fundamentalen Gründe treten na­türlich, und zwar gerade für die Erklärung des rein relativen Ausmaßes der englischen Konjunk­tur gegenüber dem Auslande, die Aufgabe des Goldstandards und die Einführung des Schutzzolles. Beide Maßnahmen zusammen sind in ihrer protektionistischen Wirkung außer­ordentlich bedeutsam für die Belebung des Innen- Marktes geworden. Dieses Ergebnis war bei einem Lande wie England, das sich bis 1931 dem aus­ländischen Wettbewerb gegenüber in einem Zu­stande fast vollkommener Ungeschütztheit befand, kaum anders zu erwarten. Ein großer Teil der Produktionssteigerung im Innern kommt denn auch im wesentlichen dem Ausmaß der Einfuhr- drosselung gleich. Der Rückgang des Imports an Jndustrieerzeugnissen während der ersten elf Monate des Jahres 1933 gegenüber den entfpre-

Haß überbrückt alle Gegensätze!

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Die Rettung.

Don Frank $. Braun

Kurz vor dem großen Wasserfall führte eine Brücke über den Mühlbach, der hier nachdem er die Stadt durchlaufen und Zufluß erfahren hatte längst kein Bach mehr war, sondern ein Fluß von ansehnlicher Breite und gefährlichem Gefall.

Es stand zwar eine Warnungstafel mitten auf der Brücke und verbot das Ueberklettern der Holz­geländer sowie das Spielen auf den Tragflachen und Pfeilern, aber welchen Jungen hätte das ab­gehalten, den Kameraden zu beweisen, wiemel dum­men Mut er hatte. Wenn sie aus der Schule kamen, mutzten sie über die Brücke und immer wie­der war da einmal ein Neuer in der Klasse, der seine Tapferkeitsprobe noch nicht abgelegt hatte. Zwar der Herr Hauptlehrer, erfuhr er diese Streiche bestrafte er strenge; aber schlimmer als eine Tracht Prügel war es, die Mißachtung der Klassenkame­raden zu tragen; und also blieb diese Unvernunft­probe, am Brückenpfeiler bis zur bratenden Wasserfläche hinunter- und wieder heraufzuklettern, bestehen. Der Herr Hauptlebrer war machtlos. Sie bestände vielleicht heute noch, genau wie die alte Holzbrück- noch steht. Aber an einem gew, en M.t- tag geschah etwas, das hier Wandel schuf.

Der Leitner Franz war aus Passau in die Stadt gekommen und der Osterklasse zugeteilt worden. Er war ein bißchen kleiner und weniger kräftig als die Kameraden unter die er geriet. Seine zwols Jahre mackten das Sie waren alle dreizehn, und ein Jahr bedeutet in diesem Alter viel. Sie behaupteten nachher allesamt, niemand habe den Leitnersranz ausaesordert, über die Brückengeländer zu kletterni Ä- cht war das di- Wahrheit und der Leitner- frnn, hntte aus sich heraus den Ent chluß gefaßt, * U-° stumme Mißachtung spürte. Jedensall^ 1° meinte der Herr Hauptlehrer zornig, habe dem Leitnersranz aber doch überhaupt erst I-mand von dieses verrückten Kraft- und Nervenprobe Mitte.- lung machen müssen!

Darauf schwieg die Klasse. Der Leitnersranz aber w her Zeit noch nicht wieder antworten, * im Krankenhaus. Allerdings würde er ohne fnnhandle körperliche Schädigungen mit dem Leben nmmen Sie Angelegenheit wäre sicherlich mit einem Strafnachsitzen der ganzen Klasse erledigt ^m^en wenn nicht so besondere Umstande und eine bemerkenswerte Persönlichkeit bei der Rettung des Jungen mitgespielt hatten.

Sie kamen um zwölf Uhr aus dem -schiUgebaude und tobten lärmend über die Brücke nach Hause^ Der Leitnerfranz blieb mit ein paar Kameraden

zurück. Er wartete ab, bis keine Erwachsenen auf der Brücke waren; dann überstieg er das Geländer.

Unter ihm rauschte das Wasser und sauste mit tarier Strömung dem nahen Fall zu. Die Brücken­bögen fingen den Schall auf und verstärkten ihn. Es war 'dunkler hier unten unter der Brücke; Wasserwolken stiegen auf, ein feiner feuchter Nebel legte sich dem Jungen aus die Brust. Oder war es die Angst? Der Himmel und die Kameraden und das Leben überhaupt war so fern, irgendwo da oben im Licht ... er aber war abgeschlossen, aus- geschieden in das Dunkle, Ungewisse, er war ver­loren. Seine Hände wurden klamm. Er fühlte das nasse Holz gar nicht mehr. Ihm war, als greife er in weiche nachgebende Gebilde aus Algen­schlamm. Uebelkeit befiel ihn plötzlich. Er wußte, daß er sich nicht werde halten können, daß er nie die Kraft aufzubringen vermöchte, wieder emporzuklet­tern. Er stieß einen Schrei aus, der gellend, hoch und schrill bis nach oben drang Dann sanken seine Arme herab. Das Wasser griff nach ihm und ritz ihn mit sich

Die Jungen oben schrien auf. Sie rannten wie ein aufgescheuchter Schwarm zwecklos hin und her. Keiner wußte Rat.

Leitner Franz", schrien sie,schwimme an Land! Hüte dich vor dem Fall, er reißt dich mit!"

Aber der Junge hörte sie gar nicht in dem Brau­sen der Wogen. Er trieb mit dem Strom, tauchte aus, versank für eine Strecke, war wieder an der Oberfläche und sand sich vollkommen der Gewalt des Stromes ausgeliefert.

Es waren doch ein paar Erwachsene auf der Brücke. Don irgendwoher waren sie plötzlich da, standen am Geländer, gestikulierten, schrien sinnlos, riefen Ratschläge und konnten auch nicht helfen. Der Junge war schon eine Strecke weit mitgerissen. Rettung schien nicht mehr möglich. Da geschah es.

Aus der Tannenschonung am stromab liegenden Ufer löste sich eine Gestalt und trat aus dem schüt­zenden Grün des Waldes an das offene Wasser. Es war ein Mann. Er stand einen Augenblick über­legend. Nicht im Zweifel, ob er die Rettung ver­suchen solle; nur prüfend, wie er am besten gegen den Strom ankämpsen könne. Dann watete er, an= gezogen wie er war, im Hemd und kurzer Leder­hose, in die Strömung, warf sich, als ihm das Wasser bis zum Leib ging, vornüber und schwamm schräg mit der Strömung der Mitte des Flusses zu.

Er hatte richtig gerechnet. Der ßeitnerjunge wurde ihm sozusagen in die Arme getrieben. Cr konnte ihn auffangen, packte den schon reglosen, gar nicht mehr zappelnden kleinen Kerl und schwamm mühselig, selber keuchend und mit Not gegen die Wellen kämpfend, dem Ufer zu.

I Er erreichte es nicht zu früh. Wenige Meter roeib

ter abwärts fetzten schon die Schnellen und Wirbel des Falles ein und es wäre zu spät gewesen.

Am Ufer hatten sich Menschen angesammelt. Sie packten zu. Zwei Landgendarmen waren da. Sie griffen zu. Aber sie nahmen nicht zuerst den be­wußtlosen Jungen, den der Retter in das Gras legte, sondern sie legten dem triefenden Mann die Hände auf die Schultern. Während der Junge ins Krankenhaus geschafft wurde, führten sie den Ret­ter mit sich.

Brav, Sandhuber", jagte der eine Schnauzbär­tige,hast recht getan/' Dann hob er für einen kurzen Augenblick den Kopf und sah seinen Gefan­genen an.Hast dich verraten, wir wollten gerade abziehen, dachten, du seiest auf der Landstraße davon."

Der nasse Mann schüttelte sich, er schüttelte etwas von sich ab; nicht nur das Wasser. Mit einem ver­legenen Lächeln, so, als müsse er sich schämen, schaute er vor sich fyin.Da kann man halt nicht anders ..." sagte er leise und entschuldigend. Dann ging er willig mit den beiden Gendarmen.

Am Mittag wußte die ganze Stadt, daß der Sandhuber, der gefürchtete Wilderer, der den För­ster angeschossen hatte, auf der Flucht doch noch gefaßt worden war. Seine Geschichte machte die Runde und sie fanden es alle richtig und gut, daß ein Mann wie er, in solchem Fall, halt nicht anders gekonnt habe. Es wird ihm angerechnet werden, sagten sie und ließen offen, ob sie meinten, daß dies noch hier unten geschehe oder erst viel später beim großen Aufrechnen.

Mann und Pflug.

Von Franz Hühnlein.

Neben dem Grabenrand im unteren Feldzipfel steht der Pstug. Steht und blinkt wie mattes Sil­ber im Morgen.

Hügelan geht das Feld und schneidet den Him­mel mit seinem Kamm. Rechts und links fliehen die Wälder rückwärts, geduckt und dicht jo frei stößt das Feld in den Himmel hinauf. Nebel ziehen über die Wälder hin und hinter den Nebeln steigt das Licht auf und greift über das Land. Da kommt der Mann mit den Gäulen auf der Land­straße, selbst wie ein Pferd trottend hinterher, die kurze Pfeife schief im Mund. Die Pferde stehen. Sie recken die Hälse abwärts, schnuppernd schließen sie Freundschaft mit dem vorjährigen Anger, die Riemen spannen sich sie ziehen an. Knirschend sticht der Pflug in Den alten Boden, hebt die Erde aus und legt die Schollen in sanftem Schwung zur linken Seite ab. In eins verwachsen ziehen sie vorbei, Furche um Furche entlang, von einem

End zum anderen. An den Querfeiten angelangt, wirst der Mann den Pflug mit schnellem Schwung herum, während die Pferde sich wie im Tanz­schritt wenden, der neuen Furche zu. Hügelan geht es, hin und her, hin und her . . .

Wagen fahren vorbei, Menschen kommen aus dem i)orf, Männer und Frauen, Greise und Kin- der. Der Mann wendet den Kopf nicht um, di» Pfeife ist lange schon erloschen. Er hat nicht Zeit, Grüße zu bieten oder zu empfangen. Nur die Erde sieht er, die noch brach liegt, nur die Erde pflügt er, Furche um Furche, ohne zu rasten, ohne zu denken, ohne zu träumen. Hin und her, hin und her das ist des Pflügers Lied. Aufwärts geht es, dem Hügel zu, die Nebel über den Wäldern sind längst gewichen. Die Sonne steht schwer am Horizont und feine Schweißperlen tropfen von des Pflügers Stirn, feucht ist der Pferde Fell.

Fern über den Sümpfen fliegt der Fischreiher auf, braune Häher jagen in den Wäldern und ihre Schreie flattern durch die heiße Luft. Er hört sie nicht mehr, der Mann am Pflug, jo gut kennt er sie. Nur, wenn sie nicht ertönten und das Land sich in jähes Schweigen hüllte wie vor nahen Ge­wittern höbe er den Kopf, um zu lauschen . . .

Wie mattes Silber glänzt der Pflug, wenn des Mannes Hand ihn am Ende der Pflugschar herum­wirft. Die Pferde dampfen. Mann, Pferde und Pflug sind schon ganz weit im Land. Jetzt haben sie den Hügelkamm erreicht und ziehen, scharf vom Himmel abgetrennt, dahin, zwischen Himmel und Erde gleichsam wie ein einziges Wesen von selt­samer Gestalt.

Einmal wird der Abend kommen, dann ist das Feld gepflügt, dann kehren Mann und Pferde heim. Dann glimmt die vergessene Pfeife wieder, dann versiegt der Schweiß von der Stirn, dann kommen Gedanken wieder und Träume. Dann ist getan, was des Tages war.

Hin und her, hin und her das ist des Pflügers Lied.

Hochschulnachnchten.

Dr. med. Dr. phil. K. Hildebrandt, Direktor der Heil- und Pflegeanstalt in Berlin-Herz­berge, hat einen Ruf an die Universität Kiel erhalten.

Der 0. Professor für Chemie an der Universität Leipzig Dr. B. H e l f e r i ch hat einen Ruf als Ordinarius an die Universität Breslau erhalten.

Der Münchener Ordinarius für Orthopädie, Professor Dr. F. Lange, ist auf sein Ansuchen von der Verpflichtung zur Abhaltung von Vor« lefungen befreit worden.