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Oberhesien.

Oer Schottener Prämiierungsmarkt.

8 Schotten, 23. Mai. Bei günstigem Pfingst- wetter fani) der altbekannte Schottener Prä- miierungsmarkt in althergebrachter Form statt. Aufgetrieben waren etwa 210 Stück Großvieh, 21 Stück Jungvieh, 10 Pferde, Zuchtvieh und 650 Schweine. Die Preise für Schweine betrugen: 4 bis 6 Wochen alte Ferkel 16 Mark, bis 10 Wochen alte Ferkel 21 Mark, bis 12 Wochen alte Ferkel 23 Mk., bis 13 Wochen alte 25 Mark, Einleger 34 Mark. Der Handel war flott, der Markt wurde ausver- kauft. Die Zahl der Marktbesucher war sehr groß. Außerordentlich viele Marktstände waren aufge­schlagen, das Publikum war kauflustig. Zu bewun­dern war das prachtvolle R o t v i e h , das zur Prämiierung aufgetrieben war. Die Preis­richter hatten bei der Auswahl der Preise schwere Arbeit. Mit Ehrenpreisen und ersten Preisen wur­den bedacht: Vogelsberger Rasse: Hartmann, Damb- mann (Rudingshain), Deubel (Rudingshain), Cel- larius (Schotten), Lingner, Becker (Wingershau­sen), Schott (Wohnfeld), Schloerb (Schotten); Sim- menthaler-Rasse: Schauermann (Eichelsachsen), Spa- mer, Schmidt (Schotten), Diehl (Gedern). Das Tier- zuchtamt Gießen war durch Oekonomierat Dr. Wagner und H. Richtberg vertreten. All­seitig konnte man sich von dem großen Fortschritt der Vogelsberger Rassezucht überzeugen. Besonders schöne Tiere waren aus Rudingshain, Burkhards und Wingershausen aufgetrieben. Mit dem Markt war erstmalig auch eine Versteigerung von reinrassigem Vogelsberger Herdbuch­vieh verbunden, zehn Stück Rotvieh gelangten zum Ausgebot. Das übliche Volksfest schloß sich mit­tags und abends an den Viehmarkt an, das sehr harmonisch verlief.

Seuer in Alsfeld

00 Alsfeld, 23. Mai. Heute morgen gegen 3.30 Uhr brach in dem Anwesen der L a ck f a b r i k Ern st Diegel aus noch ungeklärter Ursache in einem Lagerschuppen ein Brand aus. Der rasch herbeigeeilten Freiwilligen Feuerwehr gelang es, des Feuers Herr zu werden, bevor dieses auf das eigentliche Lagerhaus übergreifen konnte, so daß größerer Schaden vermieden wurde. Dagegen brannte der an das Lagerhaus angrenzende kleinere Schuppen, in dem sich verschiedene leere Oelfässer befanden, vollständig nieder. Die sogleich am Brand­ort erschienene Gendarmerie nahm alsbald die Er­mittlungen auf. Jedoch konnte bis jetzt die Ursache des Feuer nicht festgestellt werden.

Landkreis (ließen.

8 Alten-Buseck, 23. Mai. Am ersten Feier­tagabend gelangte im vollbesetzten Saale von Phi­lipp Einhäuser durch die NSDAP, der Tonfilm Kreuzer Emden" zur Aufführung. Die Darbietun­gen, die den Zuschauern einen Einblick in die viel­seitigen und verantwortungsvollen Aufgaben eines Schlachtschiffes km Falle eines Krieges gewährten, wurden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Be­sonders starkes Interesse fand auch das Beipro­gramm, das unseren Führer als Redner bei zahlreichen staatspolitischen Vorgängen zeigte. Die gesamte Vorführung, die mit dem Deutschland-Lied ihren würdigen Abschluß fand, hinterließ bei allen Teilnehmern einen tiefen Eindruck.

<55 Lich, 22. Mai. Einer jahrzehntealten Ueber- lieferung treu bleibend, unternahm die Sänger-

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Mutter den

wahren Berater sehen. Er soll verhindern, daß Müt­ter Fragen hilflos gegenüberstehen, in deren Er­kenntnis ihre eigentliche Bestimmung, die Mutter-

DerRatgeber für Mutter und Kind" ist durch alle Ortsgruppen der RS.-Volkswohlfahrt zu be­ziehen.

Deutsche Mütter?

Der gesunde, reine zukünftige Mensch kann sich nur durch eine reine, vollkommene Frau fortpflan- zen.

Der materialistische Sumpf ist nicht die Geburtsstätte des Vollkom­menen.

Kinder, unter Sorgen geboren, erwecken keineMutterfreuden". Der quälende Gedanke über die Beschaf­fung des täglichen Brotes in einer Zeit der Knebelung der deutschen Volksgenossen durch eine rasse­fremde Ausbeutersippe dämmte das natürliche Verlangen der Mutter nach dem Kinde ein.

Angst und Bangigkeit, trauriges Erwarten belasteten den noch un­geborenen Erdenbürger.

Sorgen einer vergangenen Zeit.

Heute schafft der Führer Arbeit und Brot. Heute geht es vorwärts aufwärts. Der Führer hat einen Staat geschaffen, der seine Hände schützend über das Höchste breitet, über die Mutter.

Die NS.-Volkswohlfahrt wird be­sonders den werdenden Müttern raten und helfen.

Eine vollkommene Ausstattung für den Säugling, Milch und Ver­pflegungszuschüsse sollen die mittel­lose Volksgenossin von ihrer Sorge befreien.

DerRatgeber für Mutter und Kind" ist der deutschen Mutter ge­widmet. In ihm soll die kommende

schäft, liegt.

Vereinigung Cäcilia am zweiten Pfingsl- feiertagvormittag ihren Pfingstrundgang durch un­sere Stadt, um an den freien Plätzen unsere Ein­wohnerschaft mit dem Vortrag von Chorliedern zu erfreuen. Auch der für das letzte Konzert zusammen­gestellte Schülerchor hatte sich den Sängern ange­schlossen, um gemeinsam mit der Sängervereinigung Cäcilia, beide von Lehrer I l g e (Oppenrod) geleitet, schöne Proben deutscher Lieder darzubieten. Allent­halben wurde den Sängern' den alten und den jun­gen, für den gebotenen Genuß herzlicher Dank der Einwohner zuteil.

Kreis Friedberg.

Friedberg, 23. Mai. (LPDJ Im benachbar­ten Ober-Wöllstadt verlor vor 26 Jahren die Ehefrau eines Landwirtes bei Feldarbeiten den Trauring. Vor einigen Tagen fand nun ein dor­tiger Landwirt bei Arbeiten auf dem Acker den Ring, der sich in einem Eggezinken gefangen hatte. Der Ring ist noch sehr gut erhalten. An den Eingravie­rungen konnte man die frühere Eigentümerin fest­stellen.

* Butzbach, 24. Mai. Auf der Straße Gießen Butzbach ereignete sich am Dienstag ein Ver­

kehrsunfall. Ein Pferdefuhrwerk wurde unter­wegs von einem Kraftwagen angefahren. Der Lenker des Fuhrwerks und die Insassen des Autos blieben unverletzt, der 53jährige Maurer Karl Nesseldreher von Butzbach, der auf dem Pferdewagen mitfuhr, erlitt eine Gehirner­schütterung und wurde in die Chirurgische Kli­nik eingeliefert.

Kreis Schotten.

Laubach, 22. Mai. In einer am Freitag­abend im Saale desSolmser Hofes" abgehaltenen Ortsgruppen - Versammlung der NSDAP, sprach Kreisdirektor Pg. Z ü r tz (Schot­ten) über die Tagesfragen der heutigen Politik. Seine mehr als einstündigen Ausführungen wur­den mit großem Beifall ausgenommen. An den beiden Pfingsttagen trafen sich in Laubach etwa 650 Mädels der B D M. -Ringe Gießen, Butz­bach, Friedberg, Büdingen, Gedern und Schotten. Die Tagung nahm einen guten Verlauf. Ansprachen hielten die Obergauführerin des Gaues Hessen-Nassau Therese Walch er (Frankfurta. M.), Gauführerin Else Stab (Fried­berg) und Untergauführerin Jngeborg v. H a r

nier (Friedberg). Die Verpflegung der FesttrN, nehmerinnen wurde von der hiesigen NS.-Frauen» schäft vorgenommen.

Kreis Büdingen.

* Lißberg, 24. Mai. Der etwa 20jahrig, Mühlenbauer Heinrich Seipel von hier erlitt durch einen unglücklichen Sturz so erheblich, innere Verletzungen, daß er sofort in di. Chirurgische Klinik nach Gießen übergeführt mer.^ den mußte.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrsj stehenden Artikel übernimmt die Redaktion de«

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Ruhe vor den Kirchen beim Gottesdienst.

Während des Gottesdienstes am zweiten PfinA fei er tage in der Zeit von 10 bis 11 Uhr in dy Stadtkirche war von schul- und nichtschulpflichtig^ Kindern an der Rückseite des Kirchenplatzes eint Störung, wie zum Beispiel gegen die Kirchen türe schlagen, Lärm usw. zu bemerken, wie sie fomn bis setzt dagewesen ist. Der Predigt des Geistliche konnte man nicht folgen, bis die Kinder von einem Kirchenbesucher verscheucht wurden. Dringend empfehlen wäre den Anwohnern der Stadtkir<^ die das Unwesen mit angesehen haben, für die fünft doch Einhalt zu bieten und die Kinder eine; Besseren zu belehren. Auch für die Polizei diich bei dieser Gelegenheit ein Anruf nicht unberechtigt sein, um auch die Aufmerksamkeit der Polizeistreise» auf diese Zustände zu lenken, damit die Gottes bienfte in Ruhe ab gehalten werden können. Selbst, verständlich will ich auch nicht unterlassen, di, Volkserzieher, Lehrer usw. auf diese Angelegenhet aufmerksam zu machen, damit sie dementsprechend aus die Kinder einzuwirken. H.M.

Wettervoraussage.

Von den britischen Inseln erstreckt sich ein -och. druckgebiet bis über Deutschland und beherrscht ba Wetterlage, so daß bei meist heiterem Himmel taos über kräftige Erwärmung stattfindet. Da ab!, durch die Rückseite der noch über Finnland lagere den Störung vorübergehend kühle Luft heranbesör., dert wird, ist zeitweise, besonders im nördlichen Teil des Reiches, mit dem Aufzug gewitterhaft«! Bewölkung zu rechnen.

Aussichten für Freitag: Meist feitet,, doch zeitweise gewitterdrohende Bewölkung, tag«" über kräftige Erwärmung.

Aussichten für Samstag: Fortdauer ben heißen Wetters, vorübergehende Gewitterneiguni, Lufttemperaturen am 23. Mai: mittags 21# Grad Celsius, abends 13,3 Grad; am 24. Mail morgens 10,8 Grad. Maximum 22,1 Grad, Mini­mum 7,9 Grad. Erdtemperaturen in 10 an Tiefe am 23. Mai: abends 19,8 Grad; am 24. Mair morgens 16,3 Grad Celsius. Sonnenscheindaua 8,6 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für beni übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter!: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An» zeiaen: Theodor Kümmel. DA. IV. 34: 11 200. Drufl und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- unÄ Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.

Elisabeth Gemandt, geb. Sack

Frau Hilda Hammerschlag, geb. Herz

im 75. Lebensjahr.

Die trauernden Hinterbliebenen.

im 80. Lebensjahre.

Heuchelheim, Düsseldorf, den 24. Mai 1934.

3109 D

Treis a.d. Ldan Gießen, den 23. Mai 1934.

Die Beerdigung findet Freitag, den 25. Mai, nachmittags 4 Uhr, statt

3123 D

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02689

Gestern vormittag 9V, Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Ur­großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Heute entschlief sanft unsere innigstgeliebte Mutter und Schwieger­mutter, unsere herzensgute, für uns stets so treu besorgte Großmutter, Schwägerin und Tante

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Die Beerdigung findet am Freitag, dem 25. Mal, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Ludwlgstraße 15, aus statt.

Die Beerdigung findet am Freitag, dem 25. Mal, nachmittags 4 Uhr, auf dem Neuen Israelitischen Friedhof statt.

Georg Becker.

Gießen, im Mal 1934.

In tiefem Schmerzt

Moses Hammerschlag und Frau Max Hammerschlag und Frau.

Nat.-Soz. Kriegsoplerversorgung, Bez. Gießen.

Von dem DDAC., Ortsgruppe Gießen, in Ver­bindung mit dem NSKK., ist eine Schwerkriegs- beschädigtenfahrt (keine ftabrtfoften für den Teil­nehmer) zum 17. Juni 1934 geplant.

Schwerkriegsbeschädigte aus Gießen und nähere r Umgebung, die daran teilnehmen wollen, werden gebeten, sich auf dem Büro der Bezirks-Geschäfts­stelle der NSKOV. Gießen, Bahnhofstraße 38, bis spätestens l.Zunr zu melden. sneD

Gießen.

Sonntag, ®

Wanderung!

Danksagung.

Für die uns beim Heimgang unserer lieben Ent­schlafenen in so reichem Maße erwiesene Teilnahme, die vielen Kranzspenden und Beileidsbezeugungen sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers sagen wir herzlichen Dank.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

u.a.last.Haare w nurd dievonmir angew.,einz.sich. Meth.u.Gar. für lmm.mil d.Wurz. schmerzl.entferm 12 Satire Praxis.

Frau B. Gulden.

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Beschluß.

lieber die nachstehenden landwirtschaftlichen Be­triebe wurde das Entschuldungsverfahren eröffnet:

1. am 12. Mai 1934, 7.55 Uhr, bezüglich der Firma Rübsamen & Co., Gut Mittelsmühle, G. m. b. H., vertreten durch ihren Geschäftsführer (Lw. E 30 (a)/ 34);

2. am 15. Mai 1934, 7.15 Uhr, bezüglich des Jakob Backhaus II. und seiner Ehefrau Elisabeths geb. Clvos, beide in Climbach (Lw. E. 31 (a) / 34);

3. am 16. Mai 1934, 14.55 Uhr, bezüglich des Jo­hann Heinrich Kehr IX. und seiner Ehefrau Anna geb. Gerhard, beide in Treis a. d. Lda. (Lw. E. 37 (a) I 34). 3103D

Entschuldungsstelle zu 1: Hessische Landesbank Staatsbank Darmstadt.

Entschuldungsstelle zu 2 und 3: Landesbauernkasse Rhein-Main-Neckar e. G. m. b. H., Frankfurt o. M., Bockenheimer Landstraße 25.

Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre An­sprüche bis zum 20. Juni 1934 bei dem unterzeich­neten Amtsgericht anzumelden und die in ihren Hän­den befindlichen Schuldurkunden dem Gericht einzu­reichen bei Meldung der in § 11 Abs. 2 des Entschul- dungsgesetzes angedrohten Rechtsnachteile.

Gießen, den 17. Mai 1934.

Hessisch^ Amtsgericht.

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Herr Joseph Löwenberg

im 63. Lebensjahr.

Im Namen der tleftrauernden Hinterbliebenen t Sophie Löwenberg, geb. Liebmann und Kinder

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