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Ser Deutsche Geographentag in Vad-Aauheim

Kunst und Wissenschaft

Kampf

Erteilung von Auf-

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Aus aller Welt

Vom Vurschenlag in Eisenach.

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Jetzt mit der Lauffläche

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«Iiken. Der Minister hält es für unerläßlich, baf bei allen Neu-, Um- und Erweiterungs- baiSen des Reiches, der Länder, der Gemeinden, btr Körperschaften des öffentlichen Rechts und der köperschaften, bei denen Reich, Länder oder Ge- iticmben die Aktienmehrheit oder die Mehrheit der Vcchästsanteile besitzen, grundsätzlich ein inagemessener hundertsah der Bau -

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laub in Karlsbad. Der neue Botschafter S u r l tz, für dessen Ernennung das Agreement der Reichs- regieruna erteilt wurde, dürfte feinen Berliner Poften Mitte Juli antreten.

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Auf dem Waldfriedhof in Stuttgart fand die Beisetzung des Ballonfahrers Dr. Martin Schrenk statt, der bei feinem der wissenschaft­lichen Forschung dienenden Ballonaufstieg in Ruß­land den Tod gefunden hat. Ein Flieger-Ehren­

Während eines Generalstreiks der jüdischen Be­völkerung in Tel Aviv gegen die Einwande­rungsbeschränkung der Regierung kam es zwischen Demonstranten und der Polizei zu schweren Z u - sammenstößen, bei denen rund 50 Personen verletzt wurden. In Jerusalem hatte die Kund­gebung nur kleineren Umfang.

Künstler und

Meter weiter abermals festzufahren. In einem Sandsturm, der durch die Gewalt der aufprasselnden Sandkörner die Windschutzscheibe wie mit einem Sandstrahlgebläse blind machte, während die Achsen und Bremstrommeln des Wagens wie poliert er­schienen, mußten die Fahrer den Vergaser aus­bauen und reinigen. Auf der eigentlichen Rekord­fahrt fanden sie nachts im Scheinwerferlicht einen Spahi-Offizier, der mit feinem Flugzeug in der Wüste zu einer Notlandung gezwungen war, und benachrichtigten den nächsten Militärposten. Für die Gefahren der Fahrt spricht auch der Umstand, daß die französischen Militärbehörden vor dem Start eine Kaution von 15 000 Frcs., die später auf 2000 ermäßigt wurde, verlangten, um die Kosten einer möglicherweise erforderlichen Rettungsexpedi­tion gesichert zu sehen.

Polnischer Ingenieur will eine Brücke über den Aermelkanal bauen.

Die Warschauer ZeitungLEcho de Varsovie" meldet aus Paris, daß ein polnischer Ingenieur Adalbert K r a m s z t y k, der in Südamerika tätig ist, nach London und Paris gekommen sei, um einen Plan über den Bau einer Brücke, bie Eng­land mit Frankreich verbindet, vorzu­legen. Die Verbindung Englands mit dem Konti­nent soll also nicht mehr, wie früher wiederholt ge­plant wurde, durch einen Tunnel erfolgen. Die Brücke über den Aermelkanal würde genau 40 v. 5). weniger kosten als der Tunnel. Somit er­scheine das Projekt sowohl vom technischen als auch wirtschaftlichen Standpunkt verwirklichbar. Eine pri­vate Gesellschaft, zusammengesetzt aus Finanzleu­ten verschiedener Länder, sollte das nötige Baukapi­tal stellen. Ihre Einnahmen würde die Gesellschaft im Erträgnis der Eisenbahn und der Straße, die über die Brücke geführt werden, finden. Den Haupt­gewinn würde jedoch eine künstliche Insel, ausgestattet mit allem Luxus, abwerfen. Die Insel sollte genau in der Mitte zwischen den beiden Ufern gebaut werden. Wenn Ingenieur K r a m f z t y k die Erlaubnis der zuständigen staatlichen Stellen er­hält, so rechnet er damit, eine Aktiengesellschaft gründen zu können und mit dem Bau schon zu Be­ginn des nächsten Jahres anfangen zu können.

Die Pleßsche Wisentherbe gepfändet.

Zur Zeit werden in den Pleßschen Betrie­ben in Ostoberschlesien umfangreiche Pfändun­gen wegen Steuerforderungen des polnischen Fis­kus aus den Jahren 1928 bis 1930 vorgenommen.

Aebi Aufträge an bildende Künstler un d Kunsthandwerker

Eine Mahnung des Reichspropaganda- nnnisters.

Serlin, 23. Mai. (DRV.) Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Hal a n d i e Lc u v e r w a l l u n g e n des Reiches, der ILcnder, der Gemeinden und der Kör­perschaften des öffentlichen Rechts bie Bitte gerichtet, den kunst-und kultur- fchoffenden Menschen wieder A r b e i t s - enib Gestaltungsmöglichkeit zu gewäh- ren Dabei sollen die oben genannten Vauverwal- lnticjcn voranschreiten und dutch ihr Beispiel a n - reßend auf die privaten Bauherren

Der scheidende russische Botschafter C h i n t s ch u k, tu Ende Juni Berlin verläßt, weilt in Ur-

Ul n st Handwerker aufgewendet wird. Von odiz em- Grundsatz dürfen Bauten ausgenommen »elften, deren Bausumme den Betrag von 10 000 tlocF nicht übersteigen.

Schachturnier um die Meisterschaft von Deutschland. |3in der zehnten Runde des Aachener Schach­te n i e r s um die Meisterschaft von Deutschland gewann der Hamburger Zonen- |g?r Reinhardt gegen den unter seiner Form M enden Breslauer Altmeister Schmi11. Hein - r c, (Ludwigshafen) errang einen Gewinnpunkt

Ir: gen an bildende

Die Unglücksfahrt des BallonsBartsch von Sigsfelb".

Der deutsche Geschäftsträger in Moskau, von Twardowski, übermittelte dem stellvertretenden Außenkommissar K r e st i n s k i den Dank der Reichsregierung für die Unterstützung, die die Be­hörden der Sowjetunion bei der Auffindung und Bergung des verunglückten HöhenballonsBartsch von Sigsfelb" geleistet haben sowie für die Ehrungen, die den sterblichen Ueberresten der deut­schen Ballonflieger Schrenk und M a s u ch bei der Ueberführung nach der Heimat erwiesen wurden.

Grauenvolles Flugzeugunglück in Rußland.

Oer betrunkene Pilot. Passagiere getötet, der Flugzeugführer standrechtlich erschaffen.

ren, sofern der Imam seinen Verpflichtungen licht nachkommt.

Im englischen Luftfahrtminifterium wird ein

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London eine unterirdische d i e Verteidigung der

gegen den Bayreuther Hahn. In bem Krause (Leipzig) gegen Elstner (Berlin)

die neuerdings von den Japanesen eingeführten Tretschöpfräder.

In Sitzungen, bie unter dem Vorsitz von Profes­sor Dr. Krebs- Berlin unb Professor Dr. Mei- n a r d u s - Göttingen standen, wurden Stand und Aufgaben der geographischen Forschung in beacht­lichen Referaten behandelt. Professor Dr. Schrep - f e r - Frankfurt a. M. sprach überVolk, Rasse und Raum' und behandelte drei Fragenkomplexe: Rasse und Raum, Volk unb Rasse, Volk unb Raum, lieberGeographie unb Deutschtumskunbe" refe­rierte Dr. Rüdiger-Stuttgart. Professor Dr. Waibel-Bonn behandelte neueProbleme der Landwirtschaftsgeographie", Dr. Louis- Berlin Probleme der Rumpftreppen" und Professor Dr. Edwin Fels- MünchenProbleme der glazialen Abtragungslandschaft".

In einer Geschäftssitzung des Verbandes Deut­scher Schulgeographen wurde die Eingliederung des Verbandes in den Nationalsozialistischen Lehrer- bunb beschlossen. Der Reichsfachberater für Erd­kunde im NSLB., Professor Dr. Buchard- Frankfurt a. O., verkündete im Anschluß daran die Gründung der Fachschaft Erdkunde im NSLB.

Der Donnerstag bringt eine ausgesprochen schul­geographische Sitzung mit dem Hauptthema:Die Bildungs- und Erziehungsaufgaben der Geographie im neuen Staate". Am Freitag beginnen die wis­senschaftlichen Exkursionen, die ins Lahntal, in den Taunus, Spessart, Rheingau und ins Saar­land führen. Frankfurter Geographen haben dazu einen ExkursionsführerRhein-mainische Land­schaften" herausgebracht, der als wertvolles Hei­matbuch bleibenden Wert behalten wird.

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politische Arbeit der gesamten Studentenschaft her­aus. Zur Vorbereitung der jungen Burschenschafter auf die inhaltsvolle Tagung ihres Verbandes war ein Schulungslager in Ruhla bem Burschentag vor­ausgegangen, bei dem Fragen der politischen Er­ziehung, der Erziehung zu Rassebewußtsein, außen­politischem Denken und Wehrwissenschaft durch namhafte Redner eine eingehende Behandlung er­fahren hatten.

Eine Rekorbfahrk durch die Wüste Sahara.

Die durch frühere Langstrecken-Motorradfahrten bekannten Brüder 2Iufermann, Essen, haben auf einem serienmäßigen 13/50 PS. Korbwagen die Wüste Sahara von ihrem südlichsten Punkt, dem Fort Gao, ungefähr 500 km östlich von Tim­buktu, bis nach Algier, also eine Strecke von 3200 km, ohne Halt in der Rekordzeit von 733/< Stunden durchfahren. Sie trafen fast zwei Tage vor der errechneten Zeit in Algier ein. Außer der Anbrin­gung eines Luftreinigers zwecks Vermeidung des Eindringens von Flugsand in den Motor war der Wagen in keiner Weise für diese Fahrt hergerichtet. Während tagsüber bis zu 50 Grad Hitze gemessen wurde, sank die Temperatur des Nachts bis auf 2 Grad. Mehrere Male versank der Wagen bis an die Achsen im Flugsand unb mußte in stunden­langer Arbeit ausgegraben werden, um mehrere

sturm schritt mit zahlreichen Kränzen bem ge­schmückten Sarge voraus. Unter ben Kran^spen- ben befanden sich auch die Kränze, mit denen Sowjetrußland das Opfer der Luft ehrte. Den Sarg umhüllte die Reichsflagge, bie an ber Gonbel bes verunglückten Ballons hing. In ben Nach­rufen unb ben Gebenkworten des Geistlichen er­stand noch einmal ein Bild der Persönlichkeit Dr. Schrenks, dessen ausgezeichnete Leistungen für die Flugtechnik unb das Luftfahrtwesen in ehrenvoller Weise gewürdigt wurden.

Postwagen uni) Briefkästen sehen künftig rot aus.

Die Deutsche Reichspost wirb künftig, wie bereits gemeldet, bei Erneuerung des Anstriches ihrer Fahr­zeuge die Farbe der nationalsozialistischen Bewegung verwenden. Die Einführung des roten An- st r i ch s wird schrittweise erfolgen.

Der Anfang wird in Berlin, München und Nürnberg gemacht werden. Außerdem wird bei den Kraftomnibussen, Personenanhängern und Lastkraftwagen der bisherige Reichsadler durch das Hoheitszeichen der NSDAP. und die Auf­schriftReichspost" durchDeutsche Reichspost" er­seht werden. Das Dach der Fahrzeuge wird elfen­beinfarbig, die Kotflügel, Trittbretter usw. werden schwarz lackiert werden. Aehnlich wie die Wagen der Relchspost erhalten auch die Briefkästen und Wertzeichengeber, später auch die Fernsprech- häuschen die rote Farbe. Die Postscheck- und Luft­postbriefkästen behalten ihre bisherige Farbe.

Bergrutschkatastrophe in China. 250 Tote.

Bei einem Bergrutsch bei Loktschang in der Provinz Kwantung haben, wie befürchtet wird, 2 5 0 Menschen das Leben eingebüht. Line Seite des Kaiman-Berges stürzte plötzlich ein und ver­schüttete ein Dutzend Dörfer. Die in den be­nachbarten Fluh rollenden Fels- und Lrdmaffen verursachten eine hohe Flutwelle, die Hunderte von Booten zum kentern brachte. Rach dem großen Erdrutsch zeigte sich die merkwürdige Erscheinung, daß das von den Erdmassen zusammengedrängte Wasser an der einen Seite des Berges wie ein Wasserwall hervorquoll.

S2t.-Transport verunglückt. 3 Tote, 3 Schwer­verletzte.

In Beringersdorf unweit von Nürnberg rannte ein mit etwa 40 SA.-Männern besetzter, von einem Ausflug zurückkehrenber Lastkraftwagen mit An­hänger infolge Uebermübung bes Führers, an einen Baum. Dabei würben brei SA.-Männer getötet unb brei schwer verletzt.

Fünf Menschen durch giftige Gase getötet.

In ber Gemeinde Feldkirchen in Kärnten ereig­nete sich durch giftige Gase in der Senkgrube eines Gemeindehauses ein schweres Unglück, bei bem fünf Personen ben Tob fanben. Einem Kna­ben fiel beim Fußballspiel ber Ball in die Grube. Er stieg hinab unb kam nicht wieber herauf. Vier weitere Personen, die ihn retten wollten, kamen ebenfalls nicht wieder. Schließlich wurde bie Feuer­wehr gerufen, welche nach Ablassen der Giftgase die fünf Toten aus ber Grube bergen konnte.

Mit dem Auto ins Schaufenster. Eine Tote, zwei Schwerverletzte.

Am Dönhoffplatz, einer ber verkehrsreichsten Stellen Berlins, ereignete sich ein schweres 23 e r kehrsunglück. Eine Kraftdroschke streifte einen Personenkraftwagen und sauste bann in bas Schaufen st er eines Schirmgeschäfts. Drei Per­sonen, bie sich bie Auslagen bes Geschäftes an­sahen, würben babei schwer verletzt. Eine Frau ist währenb ber Beförderung ins Kranken­haus gestorben. Eine zweite Frau mußte sich einer längeren Operation unterziehen. Ein Mann trug schwere Bein-, Hand- und Gesichtsverletzungen davon. Der Lenker der Kraftdroschke, ber keinerlei Verletzungen erhalten hat, war betrunken.

Nach polnischen Pressemeldungen sollen babei Werte in Höhe von a ch t Millionen Zloty ein getrieben werden, so daß in- ben Jn- dustriewerken und auf den Gütern des Fürsten von Pleß sämtliches lebende und tote Inventar ber Pfändung verfällt. So weiß die Kattowitzer Zeitung" zu berichten, baß auch die berühmte Wisentherbe in den Janowitzer Forsten bei Pleß gepfändet worden ist, wobei der Wert der einzelnen Tiere nur auf etwa 5000 Zloty angesetzt wurde. Prinz von Pleß, der vor einiger Zeit wegen Beschäftigung eines Aus­länders (Deutschen) in seinen Betrieben z u drei Wochen Haft verurteilt worden war, hatte am 2. Mai, nach der Rückkehr von einer Auslandreise, bie Strafe sofort angetreten. Am Mittwoch wurde Prinz von Pleß nach Verbüßung der Strafe wieder der Haft entlassen.

yilluptstabt gegen feinblidje ßuftan« griffe einzurichten. Von biefer Zentrale aus mür­ben die Derteidigungsmaßnahmen ber Kampfflug- Ziuge unb der Flugabwehrgeschütze geleitet werden.

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In der ersten wissenschaftlichen Festsitzung des 2". Deutschen Geographentages in Hub.Nauheim sprach u. a., wie schon kurz be- rchtet, Prof. Dr. L a u t e n s a ch (Gießen) über bie Ergebnisse einer Forschungsreise nach ^nrea. Wichtig sind pflanzengeographische Unter- - jungen, die zeigen, daß Korea bis auf den schon ^prähistorischer Zeit stark besiedelten Küstenstreifen r ber wohl ganz bewaldet war. An den Holz- äigen und durch die in Abfallhaufen befindlichen Füchte läßt sich erkennen, daß schon damals in bei Küstengebieten 12 verschiedene Holzarten bcmisch waren. Bis zu 600 Meter Meereshöhe ist hcite der Wald im großen und ganzen verschwun- b(t>, da einerseits das Land zu Ackerzwecken ge« rc et, andererseits der Holzbedarf wegen der kalten Dnter sehr groß ist. Sehr interessant waren bie A.ssührungen über bie Entstehung von Felshängen lud Felsbergen. Die Hauptursachen dieser auch im Bild auftretenden felsigen Partien und Berge sind flfr wechselfeuchte Monsumklima, die starken Regen tu Sommer und damit eine starke Flußerosion, ferner die Frostwirkung im Winter. Allerdings ist bei Auftreten auch von der Gesteinsart abhängig. 2) körnigen groben Massengesteine, ohne Schich- tu g, liefern die tiefgründige Verwitterung, deren PiDdukte an ben steileren Stellen der Oberfläche bei Abspülung anheimfallen. Zum Schluß bes Vor- tygs ging ber Rebner auf bie nasse unb trockene M istultur ein, bie je nach dem Gelände an­gewandt wird. Die nasse Reiskultur auf Bewässe- ringsfelbern wird besonders in den in Korea breit ejwicfelten Talebenen ber Flüsse angewandt. Zur Acvässerung bienen verschiedene Methoden, auch

In Rußland ereignete sich vor wenigen Tagen ein grauenvolles Flugzeugunglück, bei bem mehrere Menschen ums Leben tarnen. Die Katastrophe ist darum besonders bemerkenswert, weil sie lediglich durch ben unglaublichen Seicht- sinn bes Piloten verursacht würbe. Nach Den Berichten aus Rußlanb hat sich bie Tragödie fol­gendermaßen zugetragen:

In den Morgenstunden versammelten sich einige Flugpassagiere in einem russischen Flughafen, der sich auf ber Strecke bes sowjetrussischen Flugdienstes zwischen Charkow und Kiew befindet. Die Ma­schine, welche die Flugpassagiere nach Kiew bringen sollte, stand flugbereit da. Man wartete nur noch auf den Piloten, der sich verspätet zu haben schien. Als ber Pilot namens Verschkoff auf bem Flughafen eintraf, um wie gewöhnlich auf seinem Führersitz Platz zu nehmen, ahnte noch niemanb die furchtbare Katastrophe, bie sich in wenigen Minu­ten hoch in den Lüften abspielen sollte. Wie immer war bie Maschine auch an diesem Morgen von den Mechanikern genau untersucht worden. Sie be­fand sich tadellos in Ordnung. An dem Beneh­men des Piloten Derfchkoff war nichts Auffallen­des zu bemerken. Er zeigte die gewohnte Ruhe und Gleichgültigkeit, die er bei allen feinen Flü­gen zur Schau trug. Er war die Strecke zwischen Charkow und Kiew schon sehr oft geflogen, ohne daß ihm ein Unglück zugestoßen wäre. Als die Maschine in den Lüften war, gerieten die ahnungs­losen Flugpassagiere in große Aufregung. Obwohl das Wetter vollkommen windstill war, fing das Flugzeug plötzlich auf eine rätselhafte Weise zu schwanken an. Die Leute in der Kabine hatten den Eindruck, als ob am Motor etwas nicht in

Itie Deutsche Burschenschaft hielt, wie bereits ge- tebet zu Pfingsten in Eisenach ihren Burschen- ti: ab. Im Mittelpunkt der Beratungen standen Bid tige Fragen ber Erneuerung der Form und der Intiefunq des Inhalts der politischen Ar- b? t der Deutschen Burschenschaft. Die . lursleiter gaben durch ihre Berichte einen an- schlichen Üeberblid über alle Zweige ber bur- t lidenschaftlichen Tätigkeit, besonders über die Flie- >:u5bilbung in den eigenen Lagern ber -Deut- llei Burschenschaft, über ihre politische Schulungs- , Ibrit und ihre weitverzweigte Wirksamkeit im I IrrLV und Auslandsdeutschtum. Auch die Erfah- I Fingen in der Kameradschaftshauserziehung wurden $ su-hend erörtert. Die einzelnen Burschenschaften hch n bis jetzt für diese Arbeit bereits rund 720 000 Irl aufgebracht. Die vom Bundesfuhrer vorge- n Richtlinien für die Arbeit und den Aufbau br Deutschen Burschenschaft wurden einstimmig geheißen. Der bisherige Bundesführer, Standar- inilihrer Dr Jng. Schwab, erfüllte den em- L gen Wunsch der gesamten Deutschen Burschen- calt, die Führung weiterhin Ö" übernehmen. In W. groß angelegten Rede unterstrich er die hohen letie der deutschen Korporation und stellte kl j-i-nbfäfre für ihren^notwendlg^^inbai^n^ie

Ordnung wäre. Die Schwankungen wurden immer stärker, ohne daß der Pilot Miene machte, eine Not­landung oorzunehmen. Das Verhalten des Flug­zeugführers war den Paffaaieren ein Rätsel. Der Mann mußte entweder wahnsinnig geworden sein oder die Maschine hatte einen schweren Defekt, der bei der Untersuchung übersehen worden war. Als sich das Flugzeug plötzlich in einem steilen Winkel in die Seite legte, bemächtigte sich der Flugpassa- giere eine immer größer werdende Unruhe. Bevor sie noch recht wußten, was geschah, hatte sich bie Katastrophe ereignet. Die Maschine begann abzu­sacken und stürzte in die Tiefe.

Während die Passagiere unter den Trümmern des Fluazeuges nur noch als Leichen geboraen werden konnten, war der Pilot mit bem Leben ba- oongefommen. Er war geistesgegenwärtig mit bem Fallschirm aus der Maschine gesprungen und glücklich gelandet. Als der Pilot von den Mit­gliedern der Untersuchungskommission, die sofort an der Unglücksstelle eintraf, verhört wurde, stellte sich heraus, daß er sinnlos betrunken war. Das Sonderbare war, daß niemand etwas davon ge­merkt hatte. Nicht einmal den Aufsichtsbeamten war die Trunkenheit des Piloten aufgefallen. Aus einem Kreuzverhör ergab sich, daß ber Pilot mit Freunben bie ganze Nacht durchgezecht hatte. Der Pilot wurde von mehreren Aerzten ge­wissenhaft untersucht, die alle zu dem gleichen Er­gebnis gelangten. Da er durch seinen unerhörten Leichtsinn den Tod mehrerer Menschen verschuldet hatte, kannte das Gericht kein Erbarmen. Dersch­koff wurde zum Tode durch Erschießen ver­urteilt. Das Urteil wurde auf der Stelle vollzogen.

mußte schließlich der Berliner kapitulieren. Weiß- g e r b e r (Saar) schlug Heinicke (Hamburg) nach vortrefflich angeordneter Spielführung. Unentschie- ben endete nach leichtem Geplänkel die Partie des Berliner Zonensiegers Wächter gegen den Dres­dener G r o h m a n n. Die Partie Dr. R o e b l gegen Dr. Antze blieb ebenfalls unentschieden. Die übri­gen Spiele wurden abgebrochen.

Ausstellung von Steinzeit-Funben in Nürnberg.

In Nürnberg wurde bie Ausstellung der Funde aus der Petershohle bei Velden (Mittel- franken) aus der älteren Steinzeit eröffnet. Prof. Hornung (Erlangen) hielt einen einführenden Vortrag über die Bedeutung ber Funde. Die Petershohle bei Velden, die von Konservator Dr. h. c. Hörmann in 14jähriger Grabungs­tätigkeit ausgegraben wurde, ist eine ber ältesten Kulturstätten in Deutschland und hat Parallelen in verschiedenen Alpenhöhlen. Diese Höhlen haben ge­meinsam, daß in ihnen nur sehr wenige roh be­hauene Steinwerkzeuge, dagegen über große Men­gen gleichartiger Knochentrümmer unb -splitter von bestimmtem Typus gefunden wurden, die nach ber Auffassung verschiedener Forscher, insbesondere des Steinzeitforschers Oswald M e n g h i n (Wien), Werkzeuge dieser frühesten menschlichen Kulturstufe vor etwa 150 000 Jahren darstellten, also eine so­genannteKnochenkultur". Die Ausgrabung in der Petershohle gewährte außerdem einen überraschen­den Einblick in die Kultur der Höhlenbärenjäger, denn es fanden sich verschiedentlich Deponierungen unb Anhäufungen von Hohlenbärenschädeln und Knochen sowie eine kistenähnliche Steinsetzung, in die ein Höhlenbärenjchädel eingebettet war. Diese Ausspeicherung der Jagdtrophäen deutet auf einen primitiven Opferkult hin, wie wir ihn in ähnlichen Formen bei heute noch lebenden Eismeervölkern finden. Hörmann kommt in einer soeben erschiene­nen Abhandlung zu dem Schluß, baß die Höhle als Heiligtum altpaläolithischer Horden zu denken ist.

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