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nunq waren wenige Tage vorher die Umrisse für nicht vorübergehen können. Die Errichtung eines die ständische Gliederung des Handwerks, eines wich- Dölkerbundsregimes auf deutschem Boden war ia Ligen Teiles der NS.-Hago, festgelegt worden, doch nur ein Symptom für die deutsche Ent- Durch die Mainzer Kundgebung ist bewiesen wor- rechtung. Es kostet dem Reich und der deutschen den, daß der Gemeinschaftsgeist in diesem Volkswirtschaft laufend große Opfer, um über die Berufsstand bereits tiefe Wurzeln g e- Zollgrenzen an der Saar hinweg den Wlrtschasts-

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Als in früher Nachmittugsstunde am Pfingst­montag Tausende von Saarländern auf dem Festplatz erschienen, schallten ihnen die Willkom­mensgrüße der übrigen Teilnehmer der Kund­gebung wurm entgegen. Man könnte sich fragen: Was haben deutsches Handwerk und deutscher Han­del mit dem Saargebiet zu tun? Wenn Nuchbar- gebiete, die mit dem Saargebiet in nahen wirt­schaftlichen Beziehungen stunden, die Beendigung des unseligen Zwitterzustandes fordern, so wäre die Erklärung hierfür nicht schwer. Was aber haben entlegene Reichsteile wie etwa Oberschlesien und Ostpreußen, mit dem Bergbau- und Industriege­biet im linksrheinischen Deutschland zu tun? Die oberschlesische Abordnung hat von der Fahrt nach der Kundgebung den Saarländern ein Telegramm geschickt:Tausend Kilometer sind zu nah, um Oberschlesien zu trennen von der Saar." Man könnte daran denken, daß Oberschlesien gleich­falls ein national bedrängtes Grenzland ist und Abstimmungssorgen bestehen mußten. Aber was kann den tausend Ostpreußen, die sich am Montag in Mainz einfanden, viel an der Saar liegen?

Es gibt hierauf nur eine Antwort: Die Er­kenntnis, daß über den kleinen wirtschaftlichen Interessen das große deutsche Schicksal steht, und daß kein Glied des deutschen Volks­

verkehr aufrecht zu erhalten, der sich seit vielen Jahrhunderten zwischen den Saarländern und den übrigen Deutschen eingespielt hat.

Auch andere Fragen der hohen Politik müssen von den .einzelnen Berufsständen mehr als bisher als vordringliche eigene Sorge empfunden wer­den. Bei Fragen mehr wirtschaftlicher Art liegt das auf der Hand. Die deutsche Auslandsverschul­dung und der daraus erwachsene Kampf um die Aufrechterhaltung unserer Währung gehen jeden einzelnen Berufsstand an. Die Störungen in der Kapitalbildung und der Kreditversorgung sind dem Handwerk und dem Handel nicht weniger verderb­lich gewesen als etwa der Industrie, dem Bank­wesen und dem internationalen Warenaustausch. Die Rohstoffversorgung, die durch die gespannte Devisenlage erschwert wird, ift eine unmittelbare Sorge auch des Kleingewerbetreibenden und des Einzelhändlers. Es fehlte bisher nur daran, daß diese übergeordneten Fragen von den Angehörigen der einzelnen Berufsstände als ihre eigene Angelegenheit empfunden wurden. Das läßt sich natürlich auch nicht mit einem Schlag ändern. Wer aber einmal persönlich miterlebt hat, wie andere Volksteile unter diesen großen Schick­salen leiden, wird auch leichter begreifen, wie viel von der eigenen Not aus den großen gemein-

Hemricourt de Grünne, Gra.

Baillet-Latour und Herrn Philippe Li p -

Wohlfahrtsamt Hannover.

Berlin, 23. Mai. (DNB.) Ein jüdischer Ober- spielleiter in Hannover, dessen Name, um ihm in seinem neuen Wohnort keine Ungelegenheiten zu bereiten, nicht genannt wird, hat an das städ ti- sche Wohlfahrtsamt Hannover nachfol­genden Brief gerichtet:

Da ich genötigt bin, aus wirtschaftlichen Gründen und um der öffentlichen Wohlfahrt nicht noch wei­ter zur Last zu fallen, Deutschland auf einige Zeit zu verlassen, fühle ich mich verpflichtet, leider nur auf diesem Wege, dem Städtischen Wohlfahrtsamt meinen tief empfundenen Dank für die mir gewährte Unter st ützung während sechs Monaten abzustatten. Nicht nur die Un­terstützung allein verpflichtet mich zum Dank, son-

verbracht habe, die berechtigten und nötigen Auf­klärungen zu geben, und auf diese Weise mei­nen Dank abstatten.

Aus dem Schreiben geht mit aller Deutlichkeit hervor, daß die von Emigranten verbreiteten Greuelmärchen, nach denen die Juden in Deutschland rechtlos sein sollen, erlogen smd.

Ein Jahr Reichsschule des Oeuischn Arbeitsdienstes.

zurrechlen Zeitjederkleinsie Scha­den an elektrischen Leitungen, an Automobil- bremsen und -Steuerungen, an Leitern und Treppen, an Rädern und Hebeln, an Seilen und Riemen und an sonstigen Materialien b e- s e i t i g t worden wäre, dann wären heute hunderttausende von INenschsN noch am Leben, die im Laufe der vergangenen Jahre den Un­falltod als Opfer der Arbeit, als Opfer des Verkehrs und auch im alltäglichen Leben des Haushalts, der Freizeit, der Sportbetätigung eines unnatürlichen Todes gestorben sind.

Unter diesem Gesichtswinkel gewinnt die Scha- denverhütungsaktion, die das Amt für Dolkswohlfahrt bei der Obersten Leitung der PO. im Auftrage des Reichsministeriums für Volksauf­klärung und Propaganda z. Z. in die Wege leitet, erst ihre richtige weittragende Bedeutung. Jeder Volksgenosse muß sich damit vertraut machen, daß nicht nur Verkehrsdisziplin auf der Straße selbstverständliche Notwendigkeit in den Zeiten des gesteigerten motorischen Verkehrs ist, sondern daß er diese Disziplin in allen Lebens­lagen zu wahren hat, um Schäden jeglicher Art zu verhüten. Es sind unersetzliche Werte

der Kundgebung aus der Mitte des Be­rufs st andes heraus entstanden sei. Er hat daraus geschlossen, daß das neue Deutschland den Geist der Selbstsucht aus den Herzen der Menschen verdränge und ihn durch einen Geist der Ver­bundenheit und der Mitverantwort­lichkeit ersetze. Wenn man die Abordnungen der verschiedenen Gaue an- und abmarschieren sah, er­hielt man einen lebendigen Eindruck von der Rich­tigkeit dieser Feststellungen. Kein einziger der Teil­nehmer an der Kundgebung hat die Anfahrt am Pfingstsonntag, die Kundgebung am Pfingstmontag und anschließend die Rückfahrt ohne erhebliche Opfer an Zeit und Kraft, häufig sogar auch an Geld, mitmachen können. Durch eine Regierungsverord-

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Die Katastrophe von Buggingen hat ganz Deutsch­land in Erregung gesetzt. Mitgefühl mit den Opfern und ihren Hinterbliebenen war das erste Gefühl, das alle beherrschte. Nachdem jetzt aber die erste Erregung abgeklungen ist, sei einmal dieses aktuelle Ereitznis Anlaß zu andersgearteter Betrachtung.

Wtr wissen aus den Meldungen, daß der Brand in einer fast 800 Meter tiefen Sohle durch Kurz­schluß entstanden ist. Wörtlich wird mitgeteilt, es hätte sich ein Schaden am Kabel gezeigt, der Sicherungsschalter wurde herausgeschlagen. Es sei nun hier nicht etwa die Frage oufgerollt, wer für die Instandhaltung und Wartung all der elek­trischen Leitungen, der Kabel und Sicherungen verantwortlich war. Es sei nur dieser Vorfall ganz allgemein zum Anlaß genommen, um auch bei dieser Katastrophe einmal die Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit darauf zu lenken, daß derartige Un­glücksfälle in den seltensten Fällen durch höhere Gewalt und durch unvermeidbares schicksalhaftes Geschehen hervorgerufen werden, sondern f a st immer durch menschliche Fehler, Schwächen und Unzulänglichkeiten.

Denn wenn nicht nur in diesem Falle, sondern in Tausenden und hunderttausenden von ande­ren nicht so katastrophal auslaufenden Fällen

B a s e l, 23. Mai (DNB.) Erzherzog Eugen, der sich nach dem Zusammenbruch der Donaumonarchie in Basel aufhielt, ist am Mittwochnachmittag nach Oesterreich ab gereist, nachdem er die Einreiseerlaubnis erhalten hatte. Voraussichtlich wird er acht Tage in Wien verweilen und sich dann nach dem Sitz Gumpoldskirchen be-

Kleine politische Nachsichter.'

Nachdem der Waffenstillstand im ar a &JA,, Krieg am 21. Mai abgelaufen war, soll tag L auf der Friedensvertrag unters . n e t worden sein. Da aber Ibn Saud bez daß der Imam von Jemen die Bedingung erfüllt, hat er seine Söhne beauftragt, ote seligfeiten am Donnerstag wieder ausZ

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Berufsstand und Hohe Politik

Ein Nachwort zur Mainzer Saarkundgebung der NS.-Hago.

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land in wirtschaftspolitischer Beziehung mu . sicht auf die Sicherheit und die gesunde körperliche Entwicklung der deutschen Arbeiteri . als Glied der deutschen Nation eingehend oo stellt wird. Die Idee des Arbeitsdienstes uns Verwirklichung in den Arbeitslagern Leser der ZeitschriftDeutscher Arbeitsdienst - lin SW 11, eingehend und anschaulich darg

gegetz aes aeurtcyen Zevens. 2?er im u . 1,1 r i verkörperte Lebenswille des deutschen Volkes kor- Ringen i; bei den Aufmärschen in Halle und Koblenz F _

Ausdruck, über die eingehende Bildberichte p _ An bis

der Volksgesundheit, die auf dem Spielt- stehen, unersetzliche Werte aber auch der Volks» wirtschaft, die in sträflichem Leichtsinn Jahr unu Jahr vergeudet werden.

Von sachverständiger Seite wird die Belastung des in schwerstem Wirtschaftskampfe stehenden deutschen Volkes durch Schäden aller Art, Un­fälle, Krankheiten, Verkehrsunfälle, Brände, Sachwertsvernichtung ufw. auf etwa 5 Milliar­den Mark jährlich geschäht. Man bedenke, daß nach sachverständigem Urteil etwa 75 v. h. aller Schäden vermeidbar wären. Viele hun­derte von Millionen Mark könnten also gespart werden, der Volkswirtschaft, dem Wiederaufbau, der Arbeitsbeschaffung zu- gute kommen, wenn sie erhalten blieben. 27 000 Menschen verlieren jährlich ihr Leben durch Unfälle, also eine ganze mittelgroße Stadt wird jährlich ausge rollet. Täglich sind das mehr als 60 Todesfälle nur durch Unfall! 1400 Menschen kommen bei Feuersbrünsten um, 3000 ertrinken alljährlich Man bedenke, wieviel Leid und Kummer, Sor­gen und Röte dadurch über Zehntausende von deutschen Familien kommen. Und ein erheb- licher Teil davon wäre vermeidbar! Allein in den gewerblichen und landwirtschaftlichen Be­hieben gibt es Jahr um Jahr rund 150 000 entschädigungspflichtige Unfälle. Also wiederum Schmerzen, Qualen und Sorgen in entsprechend viel Familien und dabei eine Belastung der Allgemeinheit mit ungeheuerlich hohen Summen

'für Heilbehandlung und Rentenzahlung.

Die Schadenverhütungsaktion der NS.-Dolk-, Wohlfahrt hat zunächst unter der Förderung bin für die Unfallverhütung verantwortlichen und \r Jahren auf diesem Gebiet vorbildlich für die gan.« Welt arbeitenden Berufsgenossens ch aftex die Aufklärung in die Betriebe hineingetrager! Denn die Neueinstellung vieler Arbeiter, die bur$ oft jahrelange Erwerbslosigkeit der Gefahr erc? wohnt sind, fordert gebieterisch eine erhöhte Un? sallverhütungs- und SchadenverhütungstätiM Alle verantwortlichen Volksgenossen, insbefonbeni aber d i e Arbeitgeber, werden dringend er­beten, mit Einsicht und Verständnis diese AufklL rungsarbeit der NS.-Volkswohlfahrt mit allen Kräften energisch zu unterstützen. Wenn wir tiii Schadenverhütungsdisziplin auf allen Gebiete- unseres öffentlichen und privaten Lebens in bet gesamte Volk hineintragen, so werden gerade hrt Unternehmer die ersten sein, die eine Eni? l a st u n g durch Senkung der sozialen Abgab!" und durch Auftrieb in der gesamten Volkswirtjcho: verspüren roerben. Sie sollten also weitsichüg gib nug sein, diese Dolksaufklärung und Volfserziehrnri zur Schadenverhütung zu unterstützen un! zu fördern.

Aber darüber hinaus gehört diese Aktion auch in jeden Handwerksbetrieb, in jede Fach- und Fortbildungsschule, in jeden haushalt, in jede Behörde, kurz in jedes Haus, in jede Familie. Der Rationalsozialismus arbeitet auf allen Gebieten nicht für heute, sondern vorausblickend für weite Zukunft. Schadenver­hütung ist in einem um feine Existenz ringenden Volk dringliche Pflicht jedes oeranfroorfungS' bewußten Volksgenossen. Den Ruhen wird et selbst und die Gesamtheit des Volkes in kurzer

Zeit verspüren.

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der die Art, wie diese gewährt wurde. Obwohl Jude und Ausländer, wurde mir jede Wohl­tat erwiesen, ohne nach wie oder wieso gefraat zu werden oder wegen meiner nichtarischen Abstam­mung irgendwelcher Mißachtung ausgesetzt worden zu sein. Ich werde nicht ermangeln, in meinem näch­sten ausländischen Wohnort über das nationalsozia­listische Deutschland, wo ich die letzten sieben Jahre

Der Sprengstoffanschlag von Braunau das Werk einer kommunistischen Terrorgruppe.

E,n amtliches Eingeständnis.-Keinerlei Anhaltspunkte für nationalsozialistische Beteiligung an den Eisenbahnanschlägen.

nach der König ermordet und das Schloß ab­geriegelt worden sei. Die ganze Aktion sei ohne einen einzigen Schuß und in voller Ruhe verlaufen. Wenn die Armee eingegrif­fen und dem Parteichaos ein Ende gesetzt habe, so bedeute das noch lange nicht, daß sie politisiert sei. Das Heer stehe geschlossen hinter seinem obersten Chef, dem König. Aus die Frage, ob und wann es zu einer Auflösung der Parteien kommen werde, erklärte der Mi- nisterpräsident, daß die Regierung hierüber noch keinen Beschluß herbeigeführt habe, aber fest ent­schlossen sei, dem Parteiunwesen für immer einen Riegel vorzufchieben.

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sozialdemokratisch organisiert war und vielfach dem R e p u b l i k a n i s ch e n S ch u tz ' bunb angehörte, da ferner in letzter Zeit die Bil­dung kleiner technisch ausgebildeter Terror- gruppen des Republikanischen Schutzbundes bekannt geworden sind, neigt man immer mehr zu der Auffassung, daß es sich bei den Eisenbahnan­schlägen um ein planmäßiges Vorgehen kommuni st ischer Gruppen handelt. Den­noch wird von den Behörden planmäßig in der Oeffentlichkeit der Eindruck hervorgerufen, als ob es sich hierbei nur um eine neue nationalsozialisti­sche Anschlagswelle handeln könne. 120 National­sozialisten wurden verhaftet, ohne daß ihnen auch nur die geringste Beteiligung an den Eisenbahn­anschlägen nachgewiesen werden konnte. Unter den verhafteten' Nationalsozialisten befindet sich auch ein Bruder des früheren Gauleiters Frauen­feld, der selber zusammen mit dem Gauinspek­teur Neumann in München eingetroffen ist.

Erzherzog Eugen doch nach Wien abgereist.

Wien, 23. Mai. (DNB.) In einer amtlichen Mitteilung wird zum erstenmale amtlich zugegeben, daß es sich bei dem Sprengstoffanschlag, durch den in der Nacht zum 20. Mat in Braunau das Transformatorenhaus und der Re­ser v e w a f f e r t u r m der Stadt schwer bescha- digt wurden, um einen Anschlag kommu- niftifefjer Parteigänger handelt. Es war der schwerste Sprengstoffanschlag der letzten Zett, der zu einer schweren Sachbeschädigung führte.

Amtlich verlautet, daß die polizeilichen Nach­forschungen nach den Urhebern der Zahl­reichen Eisenbahnanschläge der letzten Tage bisher ohne jedes Ergebnis geblie­ben sind. Bisher konnte noch keine einzige direkt mit den Eisenbahnanschlägen tn Zusammen­hang stehende Person verhaftet werden. Es liegen keinerlei stichhaltige Beweise vor, daß Die Eisenbahnanschläge von nationalsozialistischer Seite verübt worden sind. Die Prüfung durch Sachver­ständige hat vielmehr gezeigt, daß die Eisenbahn­anschläge nur von Personen ausgeführt werden konnten, die mit den technischen Einrich­tungen de 5 Eisenbahnwesens gut ver­traut waren. Sowohl die Auswahl der Orte, an denen die Anschläge ausgeführt wurden, als auch die technische Durchführung bei der Lockerung der Eisenbahnschienen und der Anbringung der Sprengstoffe an den entscheidenden Stellen, insbe­sondere an den Brücken zeigen, daß Fachleute am Werke waren. Da das Betriebspersonal

Eisenbahnen bisher fast ausschließlich

Ein Botschewisten-Adel?

Seltsame Borrechte und Sondervorteile für die bolschewistische Elite.

Paris, 23. Mai. (DNB.) Wie dasJournal" berichtet, soll in Sowjet-Rußland an die Errich­tung einer neuen Aristokratie gedacht werden in der Form, daß Personen, die dem sowjetrussischen Staat große Dienste geleistet haben, mit verschiedenen Orden ausgezeichnet werden sollen. Vorläufig seien zwei Orden bekannt, der eine trage das Bild Lenins, der zweite den Sowjetstern. Die Vorteile für die Inhaber dieser Orden sollen in einer Zuteilungvon besseren Wohnungen und Landsitzen sowie in einer zusätzlichen Bewilligung von Lebensmitteln zu herabgesetzten Preisen bestehen. Der Gedanke der Gründung eines sowjetrussischen Adels habe Stalin schon seit langem beschäftigt, und die Verwirklichung dieses Gedankens sei das logische Ende einer Po­litik, die darin bestehe, die reinen Bolsche- wisten aus der großen Masse hervorzu­heben. Im übrigen würden die neuen Aristokra­ten in Sowjetrußland noch weitere recht erstaun­liche Vorteile genießen. So höre man davon, daß ihnen kostenlose Beförderung auf Eisen- bahnen, Schiffen, Straßenbahnen und Autobussen zugestanden werden solle. <

Eine belgische Gonderniission kommt nach Berlin.

Berlin, 23. Mai. (DNB.) Arn Freitag, den 25. Mai, trifft der Botschafter in beson­derer Mission Baron Holvoet mit Be- aleitung in Berlin ein. Die königlich belgische Sondermission, die den Auftrag hat, dem Herrn Reichspräsidenten das Ableben des Königs Albert und die Thronbesteigung de^ Königs Leopold zu notifizieren, wird am Samstag von dem Herrn Reichspräsidenten zu diesem Zweck empfangen. Der Botschafter in be­sonderer Misston, Baron Holvoet, wird um 12.55 Uhr am Ehrenmal einen Kranz nieder­legen. Aus diesem Anlaß wird am Ehrenmal eine Ehrenkompanie Reichswehr Aufstellung nehmen. Die Sondermisston setzt sich aus dem Botschafter Baron Holvoet, Gouverneur der Provinz Antwerpen, dem General de G r o x, Kommandan­ten der Provinz Brabant, Graf Eugen de

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liegen, und in den Berichten aus den ArbeitsM die einen lebenswahren Ausschnitt aus der feit des Arbeitsdienstes geben. Besonderes merksamkeit verdient die Beilage ,

Aus der Saarkundgebung der NS.» körpers g-suud-n k<mn wenn irgeud wo anders

H a g o am Pfingstmontag auf dem großen Sand aus einer offenen Wunde Blut fließt. Das gilt

zu Mainz hat der Führer der Organisation, Dr. räumlich wie fachlich. Handwerk und Einzel- von R e n t e l n, hervorgehoben, daß der Plan zu handel waren leichter beruflich zusamnienzufas-

1 ** fen als etwa Industrie und Großhandel. Diese

Wirtschaftsgruppen haben auch stärker als andere Öen Druck verspürt, der anderthalb Jahr­zehnte lang auf dem deutschen Volk lastete. Sie haben jahrelang vergeblich versucht, einen gesunden Nährboden zu gewinnen. Sie haben daher auch für das neue Deutschland ein größeres Kontingent der Gefolgschaft gestellt als andere Berufe.

Die Wiedergewinnung der Saar ist eine wichtige Voraussetzung sowohl für die Belebung des deut­schen Innenabsatzes wie auch für die deutsche Aus­land sgeltung. Wenn man nach den Gründen sucht, die Deutschland jahrelang eine zusätzliche Krise be­schert haben, so wird man an der Behandlung, die das deutsche Volk in der Saarfrage erfahren hat, nicht vorübergehen können. Die Errichtung eines

p e n s zusammen. Graf de Hemricourt de Grünne ist der ältere Bruder des Oberhofmarschalls der ! Königin Elisabeth; Graf de Baillet-Latour ist der Sohn des Präsidenten des Welt-Olympia-Komitees; Herr Philippe Lippens ift ein Neffe des Unter­richtsministers Lippens und mit dem hiesigen Königlich-Belgischen Gesandten verwandt.

Oie französischen Marxisten gegen das Kabinett Oonmergne.

Paris, 24. Mai. (DNB. Funkspruch.) Mit 3600 Mandatsstimmen gegen 237 hat der Parteitag der französischen Marxisten in Toulouse die von L6on Blum vertretene Entschließung angenommen, wo­nach es Pflicht der Partei sei, sich im Zust a n de der Mobilisierung zu betrachten, um ihre eigene Existenz gegen faschistische Angrifte zu ver­teidigen. Die Ortsgruppen sollen ihre Schutzabtei­lungen und Jugendabteilungen ausbauen, um die marxistische Propaganda zu schützen. Der Regie­rung des nationalen Blocks, die alsKomplice des Faschismus" bezeichnet wird, sagt die Entschließung schärfsten Kampf an.

Mit 2430 Mandatsstimmen gegen 1280 wurde die Partei ermächtigt, mit dem Amsterdamer Aus­schuß zur Bekämpfung des Faschismus Verhand­lungen über die Durchführung bestimmter Aktio­nen einzuleiten. Eine Entschließung, die die Ent­sendung einer Ab ordn u'n g nach Mos­kau fordert, die über die Herstellung einer gemein­samen proletarischen Front mit den Kommunisten verhandeln sollte, wurde gegen 1300 Mandatsstim­men abgelehnt.

Görings Besuch in Griechenland.

Athen, 23. Mai. (DNB.) Von einer eindrucks­vollen Fahrt nach den Städten des klassischen Griechentums, nach Delphi, Nauplia und Mykene, kehrten Ministerpräsident Göring, Iustizminister Kerrl, die Staatssekretäre Körner und Milch und Generaldirektor Dorpmüller, nach Athen zurück. Die Bevölkerung hat der Reisegesellschaft überall einen herzlichen Empfang bereitet, verschiedentlich wurde den Gästen sogar der Deutsche Gruß erwie­sen. Die Besichtigung der antiken Bauwerke wurde durch die ausgezeichnete Führung von Professor Karo und Dr. W r e d e vom Deutschen Archäo­logischen Institut zu einem starken Erlebnis.

Mittwoch empfing Ministerpräsident Göring die Presse. Er betonte, daß seine Reste ausschließlich privaten Charakter trage und er nur einen kurzen Pfingsturlaub dazu benutzen wollte, um einem alten Wunsch au folgen, Griechenland ken­nen zu lernen, Er habe selten eine solche Gast­freundschaft wie hier in Griechenland gefunden. Er werde alles tun, um die Beziehungen zwischen Griechenland und Deutschland weiter zu festigen und auszubauen.

Ein jüdischer Oberspielleiter dankt dem

Wie die Landesstelle Hessen-Nassau des Reiäp Propagandaministeriums mitteilt, feierte am 15. ®!i 1934 die Reichsschule des Deutschen Arbeitsdienst in Potsdam-Wildpark ihr einjähriges Bestehen. $ diesem Anlaß legt der Leiter der Reichsschck Gauarbeitsführer Major a. D. Lance lle, u der ZeitschriftDeutscher Arbeitsdienst" die dar, die die Reichsschule bei der Heranbildung nationalsozialistischen Führer des Arbeitsdiecke verfolgt. Der von Frontsoldaten geformte nalsozialismuswill bewußt gewisse Eigenschaft!' die man ursprünglich als typische EigeD schäften des deutschen Soldaten beträte tete, zum Allgemeingut des gesamten Dol!^ Oer machen. Es sind dies: die Selbstzucht, die 'A iliirnier perliche und geistige Beherrschung ber eie.f yUux nen Person, die Ordnungsliebe, die uc* j iq;r nere und äußere Sauberkeit, die E h r ln. feit und Offenheit, die Pflicht treuem Bescheidenheit, und nicht zuletzt die ft'« Auffassung von Ehre, die die Pflege aller ® deren Mannestugenden in sich schließt." Wie es der Reichsschule gelungen ist, in den natio»:1 sozialistischen Arbeitsdiensftührern, die als teilnehmer in ihren Mauern weilten, diese schäften zu wecken und zu pflegen, geht aus »i- Bericht eines Lehrgangsteilnehmers hervor, M' er sagt:Wir verlassen Potsdam als eine schäft verschworener Männer, die nun in (Bauen Deutschlands in gleichem RhYth marschieren und um den gleichen HerM^i aller Männer des Arbeitsdienstes wissen. -- Durchdringung des ganzen deutschen Volkes runter diesen Gedanken und dieser Lebensauffassung 1 nur möglich, wenn eine allgemeine Ar b e i dienstpflicht eingeführt wird, auf deren wirklichung nun hingearbeitet wird; denn die beitsdienstpslicht ist ein Volksrecht und ein Ern , gesetz des deutschen Lebens. Der im Arbeitson^