Kür den Bücheriisch.
Volk und Wirtschaft
Politik und Geschichte
Neue Nachschlagewerke
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zu der Konsequenz, auch im Wirtschaftlichen das Führerprinzip einzuführen. An dem Beispiel des Reichsautostraßenbaues zeigt Feder die Tragfähigkeit dieser Idee, um dann die notwendigen Elemente der praktischen Durchführung des Führer- tums in der Wirtschaft durch das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit und das Gesetz zur Ordnung der nationalen Wirtschaft zu zeigen, die durch eine allgemeine Reichsplanung, die Feder als die Generalstabskarte der Wirtschaft bezeichnet, ergänzt werden müssen.
— D r. Theodor Lüddecke: National- sozialistische Menschenführung in den Betrieben". Leinen 5.70 Mk. Hamburg. Hanseatische Verlagsanstalt. — (48) — Die nationalsozialistische Revolution hat in den Betrieben die Vorbedingung für ein neues harmonisches Zusammenarbeiten aller erst wieder schaffen müssen, lieber die zerklüfteten Klassen und Stände, die durch ihre Kämpfe untereinander oft genug eine Höchstleistung der Produktion verhinderten, errichtete er wieder die Betriebs- und Werksgemeinschaft, in der jeder an seiner Stelle dem Ganzen dient. Das vorliegende Werk kommt auf Grund langjähriger Studien über das Verhältnis von Arbeiter, Unternehmer und Betrieb zu Erkenntnissen, deren Wert in ihrer praktischen Erfahrung beruht. Die Herausbildung eines neuen industriellen Lebensstiles, der die Vblkskräfte nicht zermürbt, sondern zu höchsten Leistungen steigert, ist das eigentliche Ziel des Verfassers. — Als wichtigstes Mittel dazu sieht er Die Werkszeitung an. Sie muß zum Mittler eines neuen Gemeinschafts- und Wirtschaftsgeistes, einer neuen industriellen Lebensform ausgestaltet werden. Dem Arbeiter, der bisher allzu oft nur einen | kleinen Teilausschnitt des Produktionsweges übersah, muß wieder die Gesamtübersicht über Wirtschaftszweig, Betrieb und Mitarbeiterkreis zurück- gegeben werden, damit er das Bewußtsein von dem Wert und der Bedeutung auch der einfachsten Arbeit für die gesamte Wirtschaft wieder erkennt. Jeder Betriebs- und Werkleiter wird diesem Buch weitgehende Anregungen entnehmen können.
— Mit dem 3. Band des .Kleinen Meyer"*) liegt das erste mehrbändige deutsche Lexikon, das bereits alle Veränderung des staatlichen, sozialen und kulturellen Lebens Jurtf) die nationalsoziallstl- scke Revolution von A bis Z darstellt, fertig vor. Wenn man z. B. das Stichwort „Sozialverfassung nachschlägt, so findet man einen ausführlichen Artikel über die organisatorischen Maßnahmen der Reichsregierung für den ständischen Ausbau, dre Ordnung der nationalen Arbeit und die Deutsche Arbeitsfront. Oder wollen Sie wissen, welche Verbände in die Reichskulturkammer einaegliedert finp, was die Rangabzeichen der SA. bedeuten, welche Ziele das Schulwesen im neuen Deutschland verfolgt, wie die Neugestaltung des Rechtswesens vor sich gehen wird, aus welchen Posten sich der Reichs- haushalt 1933/34 zusammensetzt? Alles das ist bereits eingehend dargestellt. Ein Anhang über die Geschichte des Deutschen Reiches fuhrt den im 1. Band enthaltenen Artikel bis Anfang 1934 weiter. — Aber auch Oesterreich und die Schweiz, Polen und Tschechoslowakei, Sowjetunion und UwA. sind in ihrer staatlichen Entwicklung bis Anfang 1934 berücksichtigt. In Naturwissenschaft und Technik, Dorgeschichtsforschung und Geographie, Litera- tur und Kunst — überall find die neuesten Fortschritte verarbeitet, die jüngsten Veröffentlichungen benutzt und erwähnt. Auch auf alle Fragen des praktischen Lebens bekommt man knappe, erschöpfende Auskünfte, ob man sich über Unfallhilfe oder Schädlingsbekämpfung, Wohnhaus und Siedlung, Tierzucht und Pflanzenpslege unterrichten.will
Die Ausstattung des 3. Bandes übertrifft noch die seiner beiden Vorgänger. Die Anzahl Kar- tenbeilagen und der farbigen Tafeln fft vermehrt. In prachtvollen Offsetbildern lernen w r diealten bunten Volkstrachten kennen, ine Uniformen und Abzeichen der Reichsbeamten, des Heeres und der Marine, der politischen Organisationen usw.. Zier- pflanzen und Vögel, Wappen und Teppiche u. v. a. In vielen Tabellen und Uebersichten werden wls- senswerte Namen und Daten geboten, sämtliche Nobelpreisträger, die Papste von Petrus bis auf
Men e r s Kleines Lexikon, S., gänzlich neubearbeitete Auflage 1933/34. Rund 72 000 Stich- »Srter uiü>Wei auf 5050 Spalten, über 4000 Textabbildungen und 270 ^um ^ mehrfarbige Bildtafeln Karten und Uebersichten. 3 Bande, m Ganzleinen je 10 RM, in Halbleder je 15 RM. Vermag Bibliographisches Institut AG., Leipzig. - (279) —
— Renä Fülöp-Miller: Führer, Schwärmer und Rebellen, die großen Wunschträume der Menschheit. Mit 130 Bildern in Seinen 7,80 Mark. Verlag F. Bruckmann AG., München. — (239) — Führer, Schwärmer und Re- bellen, große und kleine, erhabene und lächerliche Gestalten der Weltgeschichte, denen uralte Wunschträume der Menschheit ihre historische Funktion zu- weisen Männer, die diese Träume mitträumen und aus ihnen die Kraft zur Erregung und Meisterung der Massen ziehen — das sind die Helden dieses Buches: Meister der Angst und Meister der Verheißung, Rebellen in Christo und Rebellen der Vernunft, gelehrte Narren, die utopischen Weltsystemen nachträumen, geniale Seher, heldenhafte Könige und Krieger, die neue Wirklichkeiten schaffen, romantische Schwärmer und zielbewußte Staatsmänner von grandiosem Format. Und gebannt folgen ihnen die Massen der Geschichte — Völkerschaften der Urzeit, entfesselte Sklavenhorden, Büßerprozesstonen, Geiß- lerscharen, heilige Ritter der Angst, trotzige Bauern unter dem Bundschuh und hinter dem Hussitenkelch, aufschäumender Pöbel in den Straßenschachten des revoluttonären Paris, schwarze Freiheitskämpfer m den Urwäldern von Haiti. Und heute: dort mechanisierte Massen, hier Völker im Aufbruch, dort die letzten chiliastischen Uebersteigerunaen der Marxist:, schen Heilslehre, hier ein leidenschaftliches Ringe um die Neugestaltung der Nationen aus ihrem Mi thos. Schon in seinen früheren Werken hat Nene Fülöp-Miller große Epochen und faszinierende Ge- stalten der Geschichte mit mufjergultiger Objektivität oarzustellen verstanden und dabei doch nie auf ein ganz persönliches Schauen und Urteilen, Bewundern und Verdammen verzichtet. In seinem neuen Werk breitet der Autor diese Gabe der lebendigen kulturgeschichtlichen Betrachtungsweise auf das erregende, aufwühlende Erlebnis unseres Zeitalters, aus. Das Buch ist mit einer Fülle der interessantesten Bilder aus allen Zeiten und Kulturen illustriert, die noch dazu beitragen, die Anschaulichkeit des Textes zu unterstützen und die historische Genauigkeit zu dokumentieren.
Untersuchung über die Fragen, wie sich die arbeitenden Massen und die regierenden Klassen im Fa- chismus bilden und welches ihre besonderen Auf- I oben sind. Nach der korporativen Lehre ist der Staat eine politisch geordnete Einheit, beruhend auf dem Gleichgewicht der zur Befriedigung eines höheren Interesses wirkenden Kräfte. Darüber hinaus aber ist er eine Gewalt, die Disziplin ausübt ur Erreichung der gemeinfamen Ziele und ein Dille, der aus den sozialen Notwendigkeiten wächst. Das Merkmal der faschistischen Lehre ist das korporative Prinzip und der korporative Aufbau in einer Klassen übergreifenden Form. Sie vereinigt die Interessen der Berufskategorien gleicht sie aus und bringt sie mit den höheren Interessen der All- aemeinhelt in Einklang. Darüber hinaus hat die korporative Lehre noch eine andere politische Bedeutung: Die Vereinigung aller im nationalen Bereich existierenden Kräfte in einer sie vereinenden, bürgerlichen und echischen Solidarität zur Erreichung der zentralen Staatsziele. Wenn auch der Faschismus von anderen Voraussetzungen wie der Nationalsozialismus ausgeht, so bleibt das Grund- problem, die staatserhaltende und fördernde Einheit von Masse und Führer auch für uns von grundlegender Bedeutung.
— Dr. A. Scheffbuch: Helfferich, ein Kämvfer für Deutschlands Größe. Mit 14 Aboildungen in Kupfertiefdruck. Preis kartoniert 2,— RM. Verlag Ehr. Belfer AG., Stuttgart. — (183) — Der Verfasser hat dem deutschen Volk und der deutschen Jugend ein Bild von der Persönlichkeit und dem Schaffen des Staatsmannes, Gelehrten und Wirtschaftsführers zu zeichnen. Hier schreibt einer, der die Größe und Tragik feines Lebens er-
Deutsche Gestalten.
— Ernst Bertram: Deutsche Gestalten. Fest- und Gedenkreden. 280 Seiten. Im Insel- Verlag zu Leipzig, 1934. — (272) — Erfüllt von der hohen Verantwortung seines akademischen Wächteramtes, beschwört der als Nietzsche-Forscher besonders bekannt gewordene Kölner Literarhistoriker und Dichter Ernst Bertram in unseren Tagen der großen Wendezeit deutsche Gestalten — nicht um unsere Blicke rückwärts zu lenken, sondern um die ewigen Kräfte deutschen Geistes, die sich in jenen beispielhaft geoffenbart haben, unter uns wach zu halten und von neuem wirksam zu machen. Von Bach bis Stefan George führt die Reihe; im Mittelpunkt steht Goethe, der Gesetzgeber, der gläubige Verehrer der Geheimnisse. Erkenntnis des Gelehrten und schöpferische Ahnung des Dichters haben sich vereinigt, um diese über Die Feierstunde ihrer ersten Veröffentlichung hinaus wirkenden Fest- und Gedenkreden zu prägen — das bleibende Zeugnis des geistigen Mitkämpfers an einem neuen Deutschland.
— Lothar Schreyer: Frau Uta in Naumburg. Stalling-Bücherei „Schriften an die Nation" Bd. 26. Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. O.-Berlin. — (201) — Schreyer ist den Lesern der „Schriften an die Nation^ bekannt durch seine Schrift „Der Bamberger Reiter". Wie im Bamberger Reiter das Sinnbild des heroischen Führers erscheint, so erscheint in den Stifterfiguren des Naumburger Domes das Sinnbild der heroischen Gemeinschaft. Dielen tausend Deutschen find diese erhabenen Kunstwerke in der Verschiedenheit der geschichtlichen Menschen und der Gemeinschaft ihres Schicksals ein unvergängliches Wahrzeichen der Einheit der Nation. So haben die Werke prophetisch die Jahrhunderte überdauert und stehen heute unter uns als ein Denkmal deutscher Erfüllung. 3m Kreis der Stifter ist das steinerne Bild von Frau Uta die deutsche Frau, schön und geheimnisvoll, in keuscher Zucht, fraulich, mütterlich, königlich in den weiten Mantel gehüllt, Hüterin der Ehre. 3n ihr sammeln sich alle Kräfte der Gemeinschaft. Aus dem Schoß der Frau geht das Volk hervor. Darum steht sie unscheinbar im Kreis der anderen und doch hervorleuchtend aus allen. Die Deutungen, die Lothar Schreyer dem Dom, den Stiftern und Frau Uta gibt, sprechen das aus, was alle fühlen, auf die das Geheimnis dieser unvergleichlichen Kunstwerke wirkt: Offenbarung der deutschen Seele.
— „D i e deutsche Innerlichkeit" ist der Titel einer Buchreihe, die in zwangloser Reihenfolge vom Frundsberg-Derlag G. m. b. H., Berlin, herausgegeben wird. Mit diesen Büchern wird der Versuch unternommen, die organische Verbindung von Seele und Werk in Wesensdarstellungen führender deutscher Männer der Gegenwart _ aufzuzeigen. In der Erkenntnis, daß in dieser unlösbaren Verbindung von Seele und Leib, Traum und Wille, Innerlichkeit und Macht das Wesen des Deutschen beruht, ist die Reihe begründet worden. Es werden hier Menschen zur Darstellung gebracht, die eine jeweils ganz verschiedene Bedeutung für die Nation besitzen: Hanns Johst so gut wie Ernst Jünger, Werner Krauß, Max Reger und Stefan George, Professor Junkers und der Grönland- forscher Wegener, Agnes Miegel, die Tänzerin Mary Wigman und viele andere. Damit ist für spätere Zeit die Verpflichtung verbunden, jungen und noch wenig bekannten Kräften des Deutschtums zum Durchbruch zu verhelfen. Aus der ersten Serie der Reihe liegen uns folgende Bände vor: „Hanns I o h st" von Curt Hotzel; „W erner Krauß" von Alfred Mühr; „Agnes Miegel" von Paul Fechter; „Franz Schauwecker" von Oswald Claassen. Jeder Band kostet 1.20 Mark. — (572) —
faßte und uns den Helden, sein Wirken und Wollen volkstümlich schildert. Dor unseren Augen entrollt sich aber auch ein Stück deutscher Geschichte: die Zeiten frohen, freudigen Schaffens vor dem Weltkrieg, das gewaltige Völkerringen, die verzweifelten Anstrengungen, das Verhängnis abzuwenden, der schmähliche Zusammenbruch, die Wirren der Revo- tionsjahre und das zähe, todesmutige Ringen eines kleinen Häufleins um Deutschlands Wiederaufer- stehen. Helfferich stand dabei in vorderster Linie.
— D r. Ernst Meier - Erlangen: D i e Schmach der deutschen Kriegstribute. Die deutschen Verluste und Leistungen durch Reparationen. Mit vielen Bildern. 1,20 Mk. Buchhandlung des Waisenhauses Halle a. d. S. — (96) — Der Verfasser entwirft ein erschütterndes Bild von dem 14jährigen Leidensweg Deutschlands unter der Geißel der Reparationen. Das Buch gehört in die Hand aller nachdenklichen Volksgenossen, da unser aller Schicksal mit der Frage der Reparationen unlösbar verknüpft ist. Die eindrucksvollen Abbildungen geben eine plastische Ergänzung für die Worte und Zahlenangaben des Textes.
— Adolf Stein: „Gift, Feuer, Mord." Augenblicksbilder vom Reichstagsbrandprozeß. Herausgegeben vom Gesamtverband Deutscher Ariti- kommunistischer Vereinigungen e. V, Berlin W. Kartoniert 85 Pf. — (33) — Wie ein wirres Phantom sind die Verhandlungen des Reichsgerichts an uns oorübergegeiftert. Täglich schrieb Rumpelstilzchen feine Stimmungsbilder nieder. Sie sind jetzt, um ein Anfangs- und ein Schlußkapitel bereichert, in Buchform erschienen. Hundert anschauliche Kleinigkeiten, die den spröden Stoff lebendig machen, sind darin Seite um Seite enthalten.
Pius XI., die Opern und Operetten und ihre Komponisten, die führenden Zeitungen und Zeitschriften des In- und Auslandes usw.
Man mag den „Kleinen Meyer" aufschlagen wo man will, überall wird man gefesselt und zum Wei- terlesen angeregt.
— Das kluge Alphabet. Konversations- Lexikon in 10 reich bebilderten Bänden. Preis pro Band: in Ganzleinen 3 Mk. Erster Band: A—Bildung. Im Propyläen-Verlag, Berlin. — (72) — Ein neuer billiger Lexikontyp, kein wissenschaftliches Spezial-Lexikon für den Gelehrten, sondern ein praktischer Gebrauchsgegenstand. Wissen Sie, was Alpaka, As, Batzen bedeuten?, bitte schlagen Sie nach, Sie werden sich wundern, daß Sie diese Worte gebrauchen und doch nicht sicher wissen, woher sie stammen. Wissen Sie, daß es mehr Beuteltiere gibt als das Kängeruh? Haben Sie nicht schon von Astigmatismus, von Astrologie gehört und selbst gesprochen, ohne daß Sie damit eine klare Anschauung verbinden? Was ist ein Aquädukt, ein 2Inte- pendium, wie sieht eine Agave aus, eine Aubrietie, der Beifuß, der Baldrian? Was ist eine Dake, was ist eine Boje? Wie muß das Aquarium beschaffen jein (Sie finden eine ganze Seite Text darüber)? Was ist Aufwertung? Was sollte man über die de- fttzten Gebiete, was über die Anschlußfrage wissen? Was sind Arbeitsdienst, Arbeitsspende, Antiterrorgesetz? Alle diese willkürlich beim Durchstöbern der Seiten herausgegriffenen Stichworte zeigen, wie oielseittg und aktuell das »Kluge Alphabet" geschrieben ist. Erstaunlick reich ist die Bebilderung. Es sind viele hundert Abbildungen bei gegeben, teils im Text, teils auf Tafeln. Es ist ein Vergnügen, so geschmackvolle Zusammenstellungen wie Aegypten, Baukunst, Barock, Bildniskunst anzuschauen. Auch die farbigen Tafeln und Landkarten sind lobenswert.
— Lexikon der Arbeitsordnung. Don Paul Hart. Heckners Verlag, Wolfenbüttel. —(298) — Das Buch ist ein sicherer Führer durch die Fülle der Gesetzesbestimmungen. Es enthält in lexikalischer Anordnung die wichtigsten Begriffe und Bestimmungen des Gesetzes mit Hinweisen auf in die Frage kommenden Gesetzesparagraphen und Verordnungen. Eine tabellarische Uebersicht am Schluß gibt Auskunft über Führer und Gefolgschaft in ihrem Zusammenwirken und erklärt mit Stichworten die Verteilung von Pflichten und Rechten. Alles in allem ein Nachschlagewerk zu schneller Unterrichtung beim praktischen Gebrauch.
— „Art und Glaube der Germanen". Kart. 2 Mk. Hanseatische Derlagsanstalt. Hamburg. — (187) — Der Verfasser, der durch ein langjähn- ges Studium der Quellen mit dem Wesen der germanischen Völker oertraut ist, sucht die vielfach falschen Vorstellungen über Art, Glaube und Wesen der Germanen zu zerstören. Bewußt hält sich der Verfasser von jeder wie auch immer gearteten Glaubensbewegung fern, um zur Klärung dieser für unser völkisches Leben so bedeutsamen Frage beantragen.
_ Prof. Guido Bortolo11o: „M affen und Führer in der faschistischen Lehre." Kart. 2,40 RM. Hanseatische Verlagsanstall, Hamburg — (263) — Der bekannte Rechtslehrer des faschistischen Italiens gibt hier eine tiefgründige
— Dr. Karl C. Thalheim, a. o. Professor der Volkswirtschaftslehre an der Handels-Hochschule Leipzig: Die natürlichen und gesell- chaftlichen Grundlagen der Wirt- ch a f t. (Wirtschaftslehre 2.) Reclams Universal- Bibliothek Nr. 7229. — (220) — Die Aufgabe des Bändchens ist es, die Beziehungen der Wirtschaft u den übrigen ßebensgebteien und ihre Bestimmt- >eit durch Naturtatsachen darzustellen. Maßgebende Grundauffassung dabei ist, daß die Wirtschaft nicht entscheidend Sacke des einzelnen, sondern als echte Volkswirtschaft Die materielle Grundlage für das Volksleben in feiner Gesamtheit bildet. Der 23er- affer stellt zunächst die natürlichen Voraussetzungen )er Wirtschaft dar, die im Wirtschaftsraum sowie im wirtschaftenden Menschen und seiner „Wirt- chastsgesinnung" liegen, und behandelt dann die Beziehungen zwischen Wirtschaft und Bevölkerung, wobei der moderne Geburtenrückgang und die sich aus ihm ergebende ernste bevölkerungspolitische Lage Deutschlands scharfe Beleuchtung finben. Weiterhin zeigt Thalheim, wie die ©trurtur der Wirt- chaft von großer Bedeutung für Ordnung oder Unordnung Des ganzen Volkslebens ist, unb entwickelt daraus Die Notwendigkeit der staatlichen Wirtschaftspolitik und ihre Erscheinungsformen. Der Schlußabschnitt stellt dar, daß das Ziel der taatlichen Wirtschaftspolitik die Verwirklichung einer organischen Wirtschaft fein mutz.
— Gottfried Feder: Wirtschaftsführung im Dritten Reich. (Gerhard Stalling Verlag, Oldenburg i. O. 1,20 Mk. — (258) — Das Buch enthält die Ausführungen, die Gottfried Feder auf Einladung des Hauses der Hansa in Bremen vor einer aufs äußerste interessierten Zuhörerschaft gehalten hat. Die vorzügliche Formulierung und die lebendige Darstellung kommen auch in der Druckschrift zum Ausdruck. Feder baut feine Betrachtungen auf eine Darstellung der Rassenfrage auf, um als wesentliches Merkmal der deutschen Rasse das Führertum aufzuzeigen, das staatspoli- tifch und raffenpolitifch zum Durchbruch gekommen ist. Die glänzenden Ergebnisse des Führerprinzips im Staatspolitischen zwingen, so führte Feder aus,
Deutsche Neben.
— Wilhelm Schäfer: Der Rückfalk ins Mittelalter. Eine Rede in Berlin. Preis kartoniert 80 Pf. Perlag Albert Langen-Georg Müller, München 1934. — (116) — Kein anderer hat die deutsche Geschichte so sinnvoll zu deuten gewußt, wie Wilhelm Schäfer in den „Dreizehn Büchern der deutschen Seele". Als Berufener also weist er in dieser Rede, die er in den Tagen der deutschen Buchmesse in Berlin hielt, den gehässigen Vorwurf der weltlichen Zivilisation, Deutschland habe den europäischen Gedanken verraten und ein neues Mittelalter heraufgeführt, zurück und wendet ihn ins Posittve: was die Welt uns als Rückfall ins Mittelalter vorwirft, ist nur die notwendige deutsche Ab- age an den Fortschrittsglauben des 19. Iahrhun- >erts und die rettende Heimkehr zu den Tiefen unsres deutschen Wesens. „Es ist kein Rückfall ins Mittelalter und auch kein Rückschritt; es ist nur Heimkehr, daß wir uns auf die Pflicht und das Glück der deutschen Gestalt besinnen, die wir so lange auf fremden Wegen des Fortschritts verlaßen." Diese Rede, die viele neue und überraschende Gedanken enthält, bedeutet einen wesentlichen Beitrag des Dichters zu klarerer Erkenntnis der Grundlagen und Vorgänge unserer Zeit. Sie wird als die deutsche Antwort auf die „Bannsträhle der Weltmeinung" stärksten Widerhall finden.
— Hans Friedrich Blunck: Deutsche Kulturpolitik. Verlag Albert Langen-Georg Müller, München, 1934. — (241) — Die bedeutsame Rede Bluncks über „Deutsche Kulturpolitik" ist als Broschüre herausgekommen. Die Bettachtung der weitverzweigten Probleme der kulturpolitischen Aufbauarbeit kristallisiert sich in der klar formulierten Erkenntnis: Dolkskultur ist da, wo ererbtes und gegenwärtiges künstlerisches Gut bewußt und unbewußt weitergeführt, wo Geschaffenes und Gewonnenes innerhalb der Gemeinschaft des Volkes erlebt wird. Mit Recht weist der Dichter darauf bin, daß die Lösung brennendster Fragen der Stunde — kleinbäuerliche Siedlung, Stärkung des Bauerntums, Wahrhaftigkeit, Ueberwindung des technokratischen Fortschrittsgedankens und der Verstädterung — geradezu die Voraussetzung für die Schaffung und Erhaltung dieser völkischen Erleb- nisgemeinschast ist. Die Schrift wird wesentlich dazu beitragen, auch im Auslande so manches bequeme und gehässige Vorurteil gegen die angebliche Barbarei unseres neuen Reiches endgültig zu zerstören.
Erzählungen.
— Friedrich G riese. Das Korn rauscht. Dorfgeschichten. Buchausstattung von Hans Meid, Berlin. Wohlfeile Ausgabe. Carl Schünemann, Verlag, Bremen. — (307) — Wie das ganze dichterische Werk Grieses handeln auch triefe Bauernnovellen vom mecklenburgischen Volk und seiner seit tausend und mehr Jahren wenig veränderten Lebensordnung. Das Besondere und eigentlich Bedeutsame ist, daß diese Welt nicht von außen gesehen und nur geschildert wird, daß hier vielmehr einer, der sebst bäuerlicher Herkunft ist, mit der Gebärde, dem Tonfall, der Weisheit und dem Erinnerungsschatz der Bauern zu erzählen weiß. Es wird nicht gesagt: so lebt der Bauer — hier tritt uns vielmehr der Bauer selbst entgegen, scharf und unverwechselbar gezeichnet.
— Diedrich S peckma n n : Das goldene Tor. Der Verlag von Martin Warneck-Verlin bringt diesen Roman im 3. bis 115. Tausend zu billigem Preis heraus. — (260) — Es ist die Le- bensgeschichte von Peter Eggers, der, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, Schullehrer wird, aus eigener Kraft sich zu einem brauchbaren Menschen entwickelt, ganz iung ein Mädchen trifft, das ihm das Glück seines Lebens zu werden verspricht, ihm vom tückischen Tod aber allzu früh entrissen wird. Diese Geschichte, die durch einige buntere Nebenzüge ergänzt wird, aber dennoch den verträumten Grund- zug nie verbirgt, ist mit schöner Einfall und in einem zu Herzen gehenden Ton erzählt.
— Wilhelm Sebastian Schmerl: Johann Keplers letzte Fahrt. Erzählung. 63 Seiten. Gebunden 1,10 RM. C. Bertelsmann Verlag in Gütersloh. — (102) — Ihrer Kaiserlichen Majestät Hofmathematikus und Astronom Johan- nes Kepler hat's nicht leicht gehabt mit dem Sterben. Niemandem konnte er's so ganz recht machen: den kaiserlichen Herrn drücken die geschuldeten Goldgulden, dem Leibmedikus ist er nicht aufgeklärt genug; Dem Pater ist er ein heimlicher Ketzer, den lutherischen Pfarrherrn bringt er in Gewissensnot, — was mag also Gott zu diesem Sterben gesagt haben? Aber darauf zu antworten, fühlt sich wieder der Erzähler dieser Geschichte nicht zuständig. Und das ist recht so.
— Heinz Steguw eit: Frohes Lebern Geschichten. (Die kleine Bücherei 34). Albert ßan- aen-Georg Müller, München, 1934. — 226) — Ein Kranz heiterer Kurzgeschichten, die, von ursprünglicher Wärme und fröhlichem Lebensernst getragen, den unverfälschten Ton des Volksliedes treffen. Eine Fülle urwüchsiger Gestalten — Kleine und Große, Arme und Reiche, Schrullige und Vernünftige, Schlaue und Ueberschlaue —, alle aus dem Leben gegriffen und verblüffend getreu nachgezeichnet.
— Hans B rann• Beff in : . trotzdem
lachen!" Die Geschichte einer Armseligkeit» gen/Georg Müller, München, 1934. — (226) — Ein — (287) — Der Kampf eines Schriftsteller-Ehepaares verkörpert den Kampf der jungen Generation und gibt einen Ausschnitt des Weges von der Armut zum Erfolg, vom Erfolg zur Enttäuschung und durch die Enttäuschung zu neuem Schaffen. In keiner Lebenslage verzweifelnd, immer lachend, jedoch niemals lelchffinnig, nur mit dem unbeugsam festen Willen, sich durchzusetzen, ist das Buch so recht für unsere Tage geschrieben.
— Else Wibel: Das glückselige Iah«. Roman, 281 Seiten Text mit farbigem Buchumschlag 2,60 RM. Leipzig 1934, A. H. Payne- Verlag. — (176) — Die junge Ilsabe von Urten wird die Frau des eitlen verderbten Junker von Kassoth. Sie, die gläubig und voll Vertrauen ihm auf seinen fernen Besitz folgte, erlebt dort das Grausamste, was je einer Frau zu leiden auferlegt worden ist. Aber aus der hoffnungslosen Dunkelheit führt ein Weg zu Hellem Glanz: Das glücffeligi Jahr der Ilsabe von Urten und des Leutnants Friedrich Burchard von Hallerstein bildet das Kerite stück des Romans, der in freier Bearbeitung bett Familienpapieren einer allen AdelsfamM <msDych Anfang des 18. Jahrhunderts nacherzphtt &


