Argwöhnische Aufmerksamkeit in Paris. Ser Beschwerdeweg für -arteiangelegenheilen.
Mißtrauische Kommentare der pariser presse zur Begegnung in Florenz. Sine Verfügung des Stellvertreters des Führers.
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großen Fragen der Nation, die a l l e in der
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che Leute gibt es immer und überall in der Wett, sie sind wahrlich keine Besonderheit des national» sozialistischen Deutschland. Wir werden sie nicht da» für bestrafen, daß sie mit Nein gestimmt haben. Sie mögen es sich aber gesagt sein lassen, daß wir es auf keinen Fall dulden werden, wenn sie mit ihrer ablehnenden Haltung gegenüber der nationalsozialistischen Staatsführung irgendwie und irgendwann im Volke Propaganda tret» b e n, und wir werden mit eiserner Faust zuschlagen, wenn sie sich zu verbrecherischen Handlungen hin» reißen lassen, die die Sicherheit und Ordnung im Staate bedrohen.
„Echo de Paris", das Blatt der Militärkreise, fragt, ob Mussolini etwa an einem von Frankreich und England mit zu unterzeichnenden Pakt zur
Der Aationalsozialismus wird durch Leistung und Erfolg auch den letzten Deutschen überzeugen.
Ministerpräsident Göring über den Ausgang der Volksabstimmung.
ziehung des Beschwerdeführers zu prüfen oder prüfen zu lassen haben.
Darüber hinaus steht jedem Parteigenossen auf Grund meiner verschiedenen Verlautbarungen der Weg der Beschwerde an den Führer oder mich offen, den er nach Möglichkett aber nur dann beschreiten soll, wenn von unteren Dienststellen der Partei — also Ortsgruppen», Kreis- oder Gauleitung — eine Bereinigung seiner Beschwerden nicht erfolgt ist.
Jeden Parteigenossen aber, der sich in Zukunft noch in Dingen der Partei beschwerdeführend an außerhalb stehende staatliche oder an» dere Stellen bzw. deren Leiter wendet, werde ich künftig rücksichtslos aus der Partei aus» schließen.
Ich erwarte im übrigen von jedem Parteigenos» sen, daß er sich ganz allein voll verantwortlich für ein von ihm unterschriebenes Beschwerdeschrei» den fühlt und seinen Namen nicht für Sammel u n t e r s ch r i f t e n, die als Meuterei anzu» sehen sind, hergibt."
Der Selbstmord Dr.Rintelens.
Eine amtliche Darstellung.
Wien, 21. Slug. (DNB.) Das Bundeskom» missariat für Heimatdienst wendet sich gegen die Gerüchte von einem Mordversuch an Dr. Rintelen und gibt folgende Darstellung der Vorgänge:
Dr. Anton Rintelen wurde am 25. Juli nach» mittags bekanntlich angewiesen, sich in den Räumen des Landesverteidigungsministeriums zur Verfü- g u n g z u h a l t e n. Am 26. Juli gegen 1 Uhr früh erschienen im Landesverteidigungsministerium zwei Kriminalbeamte, die den Auftrag hatten, Dr. Rintelen zu seiner Einvernahme bei der Staatspolizei vorzuführen. Die Krimi- nalbeamten wurden von einem hohen Offizier emp- angen. Nachdem sie Meldung erstattet hatten v e r- ließ der Offizier den Raum. Die 'beiden Kriminalbeamten blieben in der Nähe der Tür zu dem verschlossenen Nebenraum. Nach unqe- führ zwei Minuten hörten sie aus dem Neben- raum einen Schuß. Sie drangen sofort ein und fanden Dr. Rintelen im Sessel vor dem Schreibtisch sitzend. Er war an der linken Brustseite verwundet. Aus dem Tisch lag eine Pistole mit der sich Dr. Rintelen angeschossen hatte. Dr. Rintelen war vollkommen bei Sinnen. Einer der Kriminalbeamten rief: „Herr Minister, was machen Sie?", worauf Dr. Rintelen antwortete: „Weil man mich so behandelt." Er übergab den Kriminalbeamten zwei Zettel mit einem Abschiedsbries an feine Angehörigen.
lnn n2n 3" unterzeichnenden Pakt zur durch die römischen Protokolle zwischen Italien, Garantierung der Unabhängigkeit und territorialen Oesterreich und Ungarn geschaffene System a u f Unversehrtheit Oesterreichs denke, der Mussolini das die Kleine Entente und auch °ü
& fu,r Me Unabfjangigteit Sorge zu Deutschland auszudehnen, falls letzteres einem Oesterreich z u den „Zusicherungen des Herrn von Papen ent-
einem italienischen Protektorat machen|sprechend" handele.
bewegungen meist nachts ausgeführt werden. Äls Spezialtruppe spielen neben der Luftflotte Diesmal noch die „reparti celeri", die sogenannten S ch n e l l t r u p p e n , die mit Fahrrädern ausgerüsteten Bergsalieri eine besondere Rolle; ihr Wert probt ""gesichts schwerster Aufgaben en
Sieben den eigentlichen Gefechtsprüfungen kommt wahrend dieser Manöver vor allem auch die Er- probung rasch st er Verproviantierung d e r T r u p p e n zur Abwicklung. Auch aus diesem Grunde hat man ein besonders schwieriges Uebungsgelände ausgesucht, in dem es, trotz vieler Flußlaufe, beträchtlich an Wasser mangelt. Ferner wird derstrategischeWertdreierEisen- bahnlmien erprobt, die das Gebiet durchschneiden. Vor allem handelt es sich um die erst im letzten Jahre eingeweihte „D i r e t t i s s i m a'' öie neue Verbindungslinie zwischen Bologna “rL?« m°,r e.n^'. e*ne ausgesprochen „strate- S> «?• J°a^n ?’cfem Gelände der verschiedensten Verbindungsschwierigkeiten ist und sozusagen zur Unterstützung der „Porettana", der alten Bahnver- Dinöung zwischen den beiden genannten Punkten gebaut wurde, deren Fahrzeit sie um rund vierzig h^l^U<Tn wobei pe jn i^rem größeren Teil
^"nnels lauft. Daneben gewinnt bei den dies» jährigen Manovern noch die Linie von Florenz nach Faenza Bedeutung..
Die besondere Bodenbeschaffenheit stellt auch an die schweren Motorwagen und Geschütze unerhörte Anforderungen — nicht nur ausgesprochen gebirg- lerischer Art, sondern auch durch die hier gelagerten „Calanchi", einen zehn Kilometer breiten und fünfzig Kilometer langen Streifen brüchig-lehmigen
und damit wäre die Gefährlichkeit der Politik des Beiseitestehens erwiesen, die Frankreich seit einem Jahr in Mitteleuropa befolgt habe. Ein derartiger Pakt würde sich wahrscheinlich auf die südslawische Politik ähnlich auswirken wie die Unterzeichnung des Viermächtepaktes auf Polen. Wünsche man, daß Belgrad eines Tages Berlin in ebenso skandalöser Form zujubele, wie Warschau die Betrauung Hitlers als Reichsführer begrüßt habe? Die beste Politik sei immer noch die, unter Festigung der alten Allianzen neue Freundschaften zu gewinnen. Man müsse sich ständig vor Augen halten, daß Frankreich nirgendwo in Europa fehlen dürfe.
3m Spiegel der englischen presse.
Schwierige Ausgaben für die italienischen Herbstmanöver
Oie motorisierte Truppe im Gebirge.
rer regelt. Vor unserem Führer Adolf .....
schweigt alle Kritik. Wenn der Führer ruft und befiehlt, dann hat jedemann bedingungslos zu folgen und zu gehorchen, wer immer er auch sei.
Der Führer hat allen Deutschen feine Hand h i ngestreckt und den Willen zur Versöhnung in seinem Aufruf vom 20. August erneut ausgesprochen. Ich weiß, daß dieses große Ziel in furaer Zeit erreicht ist. Ein besonders erfreuliches Anzeichen hierfür bietet meines Erachtens die Tat- fache, daß das Wahlergebnis gezeigt hat, wie unerschütterlich gerade unsere deutsche Arbeiterschaft treu zu Adolf Hitler steht.
90 Prozent des deutschen Volkes haben sich stolz zum Führer des Reiches bekannt, sie geben dem Führer die Kraft, das Deutsche Reich zum Aus- stiege zu führen. Sie werden mit uns darüber wachen, daß sein Werk gelingt. In wenigen Iah- ren wird dann das ganze Volk wie ein einziger Mann in gläubiger Gefolgschaft zu Adolf Hitler stehen. Daran zu arbeiten ist unsere größte und höchste Aufgabe."
Der Sonderkorrespondent der „Times" in Lorenz erklärt, der Ton des Kommuniques, be- onbers die Bezugnahme auf die völlige innere Autonomie Oesterreichs, zeige, daß Mussolini und Schuschnigg gemeinsam Deutschland vor einer „Einmischung in innere österreichische Angelegenheiten" warnten. Ebenso sei der Hinweis auf das europäische Interesse am österreichischen Problem ein neuer Wink an Deutschland, daß es nicht nur mit Italien und Oesterreich zu tun haben würde. Es sei mit einer ernstlichen Bemühung zu rechnen, das
Arbeitstagung der Obergauführerinnen des BdM. München, 21.2tua. fDNB.) 3m großen Saale ^CT Nationalsozialisten versammelten tm die Obergauführerinnen bes BdM. zu einer ^rbertstagung, zu der auch Gauleiter Staatsmini, ster Wagner, der stellvertretende Reichsjugend, fuhrer, Stabsführer Lauterbacher und der
Berlin, 21. Aug. (DNB.) Einem Schriftleiter der DAZ. erklärte Ministerpräsident Göring über den Ausgang der Volksabstimmung u. a.: „Dieses Ergebnis ist für uns nicht überraschend gekommen. Auch die Welt wird, wenn sie ehrlich sein will, bekennen müssen, wie tief Adolf Hitler im Herzen aller Deutschen verwurzelt ist, und wie unzertrennlich sein Name und seine Persönlichkeit auf alle Zeiten mit dem deutschen Schicksal verknüpft ist. Welcher Staatsmann, welches Staats, oberhaupt der Welt kann sich der Tatsache rühmen, das ganze Volk aus freiem Willen in einer Ein- mütigkeit hinter sich zu wissen, die tatsächlich in der Weltgeschichte ohne Beispiel ist.
Wie kleinmütig müssen sich demgegenüber jene 10 v. H. Nein-Sager Vorkommen, die sich aus irgendwelchen Gründen außerhalb der Volksgemeinschaft gestellt haben. Genau so enttäuscht werden aber auch jene böswilligen Betrachter Deutschlands im Auslande werden, die glauben, an diese 10 v. H. irgendwelche Hoffnungen knüpfen zu können. Sie mögen versichert sein, daß wir die Entwicklung keinen Augenblick mit irgendwelcher Sorge oder Unruhe betrachten. Selbstverständlich werden wir den Gründen mit aller Genauigkeit nachgehen, die jene 10 v. H. unseres Volkes ver- anlaßt haben, am 19. August ablehnend zu stimmen. Im übrigen ist unsere Einstellung aber die folgende:
Die Nein-Sager sind zunächst wohl in den Schichten zu suchen, die sich nicht verstanden f ü h- l e n, und die sich aus Uebergangsmaßnah- men, die hart, aber gerecht sind, ihr Gesamt- urteil b i l d e n zu müssen glauben. Alle jene wer- den sich eines Tages selbst an die Brust schlagen und ihren Irrtum einsehen, überzeugt durch die Leistung und den endgültigen Erfolg der nationalsozialistischen Regierung. Einen nicht geringen Prozentsatz der Nein-Stimmen werden weiter nach meiner Auffassung diejenigen Personen stellen, die zwar genau erkannt haben, welche gro- ßen Ziele der Nationalsozialismus verfolgt, die je- doch aus eigensüchtigen Gründen an- d e r e Z i e l e verfolgen zu müssen glauben als wir. Diese Kreise der Bevölkerung werden eines Tages sich ebenfalls eines Besseren belehren lassen müssen oder aber sie werden aus Altersschwäche von der Bildfläche verschwinden. Die dritte Gruppe bil- dei die zahlenmäßig geringe Schicht, die einfach . unbelehrbar oder gar böswillig ist. Sol-
Die italienischen Herbstmanöver sind in vollem Gang. Sie spielen sich im Gebiet der toskanischen und emilianischen Apenninen ab, einem Gelände von mannigfaltiger Bodenbeschaffenheit: hier L l tc<Scn breite Täler an zweitausend Meter dohe Bergketten, Wälder wechseln mit ödem Brach- lanö, nacktem Gebirge und bebautem Kulturland, moöurd) Öen manövrierenden Truppen die vielfäl- tigsten Aufgaben gestellt werden. Vor allem sind Die Genietruppen und, dank der vielen Flußläufe die Pontomen stark angespannt. So erfüllt das Gelände ausgezeichnet feinen Zweck, die Schlag- kraft der einzelnen Waffengattungen auf die Probe zu stellen angesichts von Aufgaben und Erforder- n$n,orDOr bie itn Ernstfall einmal die italie- "' che Armee an den Grenzen des Landes, in den Alpen gestellt sehen würde.
Hauptzweck der diesjährigen Manöver, an denen Mussolini teilnimmt, ist, die modernste Kriegstechnik, nämlich die Verwendung der motori- fierten Beförderungsmittel und Was- fen im Gebirge sowie die Zusammenarbeit der Luftflotte mit dem Land- Heer zu erproben. Fünf Armeekorps und oerschie- bene Spezialtruppen sind an den Manövern be- teUigt, vor allem noch die Kriegsluftflotte und die Faschistenmiliz. Die Luftflotte hat unter anderem die wichtige Aufgabe, anstatt der bisher üblichen Jnsantenepatrouillen und Kavallerieabteilungen die Bewegungen und Stellungen des Gegners auszukundschaften. Die marschierenden und angreifen1 hen f) ec res ab te jlun ge n sind gezwungen, sich vor Den "feindlichen Fliegern zu „tarnen" auf Wegesi, die »st völlig nackte, steile Berge ohne Deckungs- mogllchkeiten überschreiten, weshalb die Truppen»
P a r i s, 22. Aua. (DNB. Funkspruch.) Die Unterredung zwischen Bundeskanzler Schuschnigg und Mussolini findet in der Pariser Presse stärkste Beachtung. Der offiziöse „Petit P a r i f i e n" behauptet, die Verlautbarung bekräftige die italie- nische Garantie und betone nachdrücklich, daß die innere Autonomie Oesterreichs gewahrt werden müsse. Hiermit habe Mussolini zweifellos andeuten wollen, daß er entschlossen sei, wenn nötig mit Gewalt s i ch jedem offenen ober versteckten Anschlußversuch z u widersetz e n , daß er jedoch nicht beabsichtige, in die österreichischen Angelegenheiten einzugreifen, wenn die Unabhängigkeit Oesterreichs nicht bedroht sei.
So ruhig beurteilen jedoch nicht alle Blätter den italienisch - österreichischen Meinungsaustausch. Einige befürchten, daß Mussolini eine ausgesprochen italienische Politik auf Kosten anderer Mächte zu treiben versucht fein könnte. Nicht nur die radikalsoziallstische „Ere Nouvelle", die Mussolinis Spiel „beunruhigend und theatralisch" nennt, sondern auch rechtsstehende Blätter scheinen der vom Duce entfalteten diplomatischen Tätigkeit mit einigem Mißtrauen zu begegnen. In diesem Sinne schreibt im „Figaro" Graf d ' Ormesson: „So angebracht es ist, daß die italienische Politik in Mitteleuropa Stellung nimmt, so gefährlich wäre es, wenn diese Stellungnahme Formen annähme, an denen andere Mächte Anstoß nehmen könnten, selbst wenn diese Mächte in gleicher Weise wie Italien an der Erhaltung des Gleichgewichts in diesem Telle Eurovas interessiert sind. Diese Feststellung gilt für die Kleine Entente, aber auch in gewissem Maße für Oesterrelch f e l b ft. Die Oesterreicher dürfen nicht vor die Notwendigkeit ae ft eilt werden, zwischen Anschluß oder Italienischem Protektorat zu wählen. Eine solche Alternative würde nur den Interessen des Nationalsozialismus dienen. Die Lösung des österreichischen Problems liegt nicht in einer ausschließlich österreichisch-italienischen Politik als Gegengewicht gegen eine österreichisch-deutsche Politik, sondern in Der Unabhängigkeit Oesterreichs, die durch eine Donaupolitik, einen Donaupakt, einen Donau- frieden sicher und garantiert wird, wobei auf politischem wie auf wirtschaftlichem Gebiete sich Oesterreich, Ungarn, Italien und die Kleine Entente zusammenfinden müßten."
London, 22. Aug. Das Arbeiterblatt „Daily Her ald" schreibt: In Florenz sei etwas geschaffen worden, was große Aehnlichkeit mit einem i t a l ionischen Protektorat über Oe st erreich habe. Italien verpflichte sich nicht nur, Oesterreich gegen einen Angriff von außen her beizustehen, sondern auch alle Mittel anzuwenden, um den Sturz der jetzigen Diktatur in Oesterreich mit friedlichen Mitteln oder mit Gewalt z u verhindern. Falls die Regierung von einer solchen Gefahr bedroht werde, dann verpflichte sich Italien, zu ihrer Unterstützung italienische Truppen über öie Grenze zu schicken. Um Öen Schein zu wahren, roüröen Diese Truppen offiziell unter österreichischen Befehl g e ft eilt roeröen. Es verlaute, Daß öiese Vereinbarung in einem formell unterschriebenen Pakt enthalten sei. Die österreichische Regierung werde mit einem Wort im Innern wie nach außen hin völlig abhängig von der italienischen Unterstützung sein. Sie werde zu einer Vasallenregierung, deren Innen- und Au- zenpolitik von Rom kontrolliert werde.
Hügellandes, dessen Gestein abnorm weich ist und die Geschütze und Wagen hoffnungslos „versacken" läßt, sofern nicht die Genietruppen sich auf dem ©ipfel ihrer Leistungsmöalichkeiten bewegen. Man sieht, Italien hat Wert Darauf gelegt, in diesem Herbst möglichst allen Waffengattungen die schwie- rigsten Gelegenheiten zur Erprobung und univer- sellen Vorbereitung für den Ernstfall darzubieten.
Leiter bes sozialen Amtes der HI. Obergebietssüh. rer Axman n gekommen waren.
Staatsminister Wagner führte u.a. aus, die Ein» glteberuag der Jugend in die nationalsozialistische Bewegung sei eine wichtige Frage, die bei den Jungens viel leichter zu losen sei als bei den Mä» Dels. Gerade aber deshalb müsse dem BdM. viel mehr Beachtung geschenkt werden als bisher, denn oberstes Prinzip des Nationalsozialismus sei die Erhaltung des Volkes und dies werde in erster Linie gewährleistet durch die Mütter, jetzt und in aller Zukunft. Aus der Jugendbewe-' gung werde die Partei zu ihrer Ergänzung ständige Auslese treffen, denn nicht allein Uebermittlung von Aussen, sondern vor allem Ertüchtigung zum a m Staat werde in den HI.- und BDM.-Formationen angeftrebt. Ein Lager, wie es die HI. bei Murnau yat, werde demnächst auch für den BdM. geschaffen, um in engerem Zusammenleben eine Auslese durchführen zu können.
Ein Ehrenzeichen für die Hitlerjugend.
Die Pressestelle der Reichsjugendführung teilt mit: Der Reichsjugendführer verleiht den Ju» genbgenoffen, die v o r dem 2. Oktober 1932 her HL-, DJ., NSS., BdM. angehörten, und heute noch Mitglied der HI. ober NSDAP sind, etn HI.-Ehrenzeichen. Die Antragsformulare zur Erlangung eines HJ.-Ehren» Zeichens können bei b e n guftänbigen Sann» fuhrungen ber HI. angeforbert werben.
Kein Kriegsiellnehmer-Ehrenkreuz für Zivilinternierte und Hilfsdienst- pflichtige.
Mehrfache Anfragen geben bem Reichsmini» stercum des Innern zu folgenber Klarstellung Veranlassung:
, Nach ber einbeutigen Fassung ber Stiftungsur» tunbe bes Reichsprasibenten Generalfeldmarschall von Hinbenburg ist bas Ehrenkreuz — von ben Kriegs- Hinterbliebenen abgesehen — nur für Kriegsteilneh» wer, d. h. für solche Reichsbeutsche bestimmt, die im Weltkriege auf deutscher Seite oder auf Seiten der Verbündeten Kriegsdienste geleistet haben. Kriegs» Dienste hat nach der dazu von mir erlassenen Durchführungsverordnung derjenige Reichsdeutsche gelei» "et, der im Weltkriege zur Wehrmacht eingezogen war. Hiernach können, um nur Die hauptsächlich in {yrage kommenden Personen zu erwähnen, weder Die Zivilinternierten, noch die Hilfsdienstpslichtigen bei der Verleihung des Ehrenkreuzes berücksichtigt werden.
Berlin, 22. Aug. (DNB.) Der Stellvertreter des Führer, Reichsminister Rudolf Heß, hat laut „Völk. Beob." die folgende Verfügung erlassen:
„Aus Zuschriften geht immer wieder hervor, daß sich Parteigenossen mit Beschwerden über innere Parteiangelegenheiten und über Führer der Partei an staatliche und andere Stellen bzw. an Partei- und Nichtparteigenossen in solchen Stellen wenden.
Ganz abgesehen davon, daß dadurch eine Verzögerung in der Behandlung derartiger Beschwerden eintritt, muß ich ein solches Verfahren als Mangel an Vertrauen und als Disziplinlosigkeit gegenüber den vom Vertrauen des Führer eingesetzten Unterführern der-Bewegung betrachten.
Zuständig zur Entgegennahme und Bearbeitung von Beschwerden der bezeichneten Art sind einzig und allein die D i e n st st e 11 e n der NS DAP. und ihre Leiter, die mir für Sauberkeit und Gerechtigkeit in der Bewegung verantwortlich sind und jede mündlich ober sChrist- l i ch vorgebrachte Beschwerbe unter Zu-
Gewiß werben bet ber einen ober anberen Frage bes öffentlichen Lebens immer verschiedene Anschauungen möglich sein. Niemanden wird das Recht bestritten, unter ben großen, allein vom Führer bestimmten Gesichtspunkten a n feiner Stelle nach feinem Geiste zu arbeiten. Wir wünschen auch offene unb ehrliche Kritik bei all* ben schwierigen Problemen, die ber Neuaufbau unseres Staates stellt. Kritik aber barf nur ber aussprechen, der bereif und in der Lage ist, Besseres zu leisten und diese Fähigkeit unter Beweis gestellt hat. Und die Äri- tif findet ihre Grenze an den lebenswichtigen
ÖM rtr A Artw hrtr (BaI« am X!« * f f « 2_ k . - ö* y
Sonig Victor (Emanuel (In her mitte mit kleiner Feldmütze) und (rechts neben ihm) Mussolini im Manovergelände.


