.. I zur Weiterfahrt nach Rio de Janeiro starten. Das QitfHrhiff hat di? Strecke Friedrichshafen—Pernam-
in
am
g e b l i ch.
Nicht vergeblich aber war das heldenhafte kühne Sterben und Kämpfen der Kameraden und ihrer Träger. Es galt, ein hohes und ideales Ziel für Deutschland zu erobern. Der Geist, der diese Man. ner beseelte, wird weiterleben und zu neuen Taten rufen.
25 M w _______
Lehrstandes, 8800 Aerzte, '54 850 Offiziere, 260 000 Soldaten, 10 500 Polizisten, 48 000 Gendarmen, 19 850 Beamte, 344 250 geistige Arbeiter, 815 000
Eine grausige Statistik.
Die Opfer der GPU. — Eine Seite aus dem Schuldkonto des Bolschewismus.
Der Führer auf dem Oberfalzberg
Luftschiff hat die Strecke Friedrichshafen—Pernam- buco in 71^ Stunden zurückgelegt.
Relchsreglerung. Die ehrliche Anteilnahme bet Reichsregierung an der Arbeit des Kongresses komme aus der tiefen Ueberzeugung von der Sendung der Frau als der Garantin für die Unvergänglichkeit der Völker, als der Hüterin jeder völkischen Zukunft überhaupt. In der kommenden Reform des deutschen Mädchen- und Frauenschulwesens werde dem Hauswirtschaftsunterricht eine entscheidende Rolle zufallen.
Aus aller Welt.
Bandenüberfall In USA. — 457 000 Dollar geraubt.
Die Tragödie am „berg des Grauens"
Ein Bericht vom ünglück der deutschen Bergsteiger am Nanga parbat.
Gold vom Meeresgründe. — Die Bergungsarbeiten am Dampfer „Egypl".
Der italienische Bergungsdampfer „Artiglio" wird in Plymouth mit Gold von der Ladung des im Jahre 1922 auf der Höhe von Ouessant an der bretonischen Küste gesunkenen Dampfers „E g y p t erwartet. Der Dampfer hatte insgesamt eine Million Pfund Sterling Barrengold in seinem Safe. In den letzten zwei Jahren hat der „Artiglio Gold im Werte von 800 000 Pfund Sterling geborgen. Die Arbeit wird aber jetzt schwierig, weil das Wrack des gesunkenen Schiffes allmählich aus den Fugen geht.
Wolfsplage in den Appeninen.
Im toskanisch-emiliamschen Hochappeninen-Gebiet waren aus den dort weidenden Schafherden in den letzten Wochen weit über 100 Tiere verschwunden, deren Krrdaver man später zerrissen im dichten Gehölz auffand. Die Erklärung wurde jetzt von einigen Hirten gegeben, die in den letzten Tagen verschiedentlich Wolfsrudel bemerkten. Man erinnert sich nicht an >das Vorkommen von Wölfen in diesem Gebiet des Appenins.
Venzlnexplosion bei einem Feuerwerk.
Bei einem Feuerwerk in der französischen Hafenstadt La Rochelle fiel ein Funken auf den Bezin- behälter eines vor Anker liegenden Vergnügungsdampfer der Behälter explodierte. Das Feuer griff sofort auf eine Kiste mit Feuerwerkskorpern über, die unter mächtigem Getöse in die Luft flog. Zwei Frauen sprangen über Bord. Rur eine von ihnen konnte gerettet werden. Die Leiche der anderen ist noch nicht geborgen. Der Besatzung des Dampfers gelang es in kurzer Zeit, den Brand zu löfchen.
Hilferuf eines englischen Fliegers.
teiaerte sich von Stunde zu Stunde und wurde chließlich zum Orkan. Roch leistete jeder Mder- Land gegen die entfesselten Elemente, aber der Traum vom Sieg war ausgeträumt. Es galt jetzt,
Die Einzelhandelsumsätze. .
Auf Grund der Ergebnisse der Betriebs- I zählungvon 1933, die in voriger Woche ver- । öffentlich! worden sind, hat die Forschungsstelle für l den Handel eine Neuberechnung der Ern- zelhandelsumsätze und ihrer Verteilung auf die einzelnen Handelszweige und Betriebs^r- men des Handels vorgenommen. Aus dieser Berechnung geht die bemerkenswerte Feststellung hervor, baß d i e H ä l f t e des gesamten Volkseinkommens auf dem Wege über d en Einzelhandel wieder verausgabt wird. Auf Grund der Neuberechnung ergibt sich ferner, daß der Wert der Einzelumsätze im Jahre 1933 insgesamt auf 20,8 Millionen Mark veranschlagt werden kann. In dieser Ziffer sind allerdings manche Umsätze, die man eigentlich ebenfalls zum Einzelhandel rechnen müßte, wie z. B. die Umsätze des Kraftfahrzeughandels, die allem 400 Millionen Mark betrugen, ferner die Umsätze der Bäckereien, Fleischereien und des übrigen Hand- wcrkshandels und ebenso die Umsätze der Gastwirtschaft im Verkauf über die Straße nicht enthalten. Würde man auch diese Umsätze embezlehen so würde sich ein noch wesentlich höherer Gesamtum- ^Gine^nbere interessante Tatsache, die durch die neue Betriebsstatistik aufgezeigt wird, ist die Z u - nähme der Einzelhand e l s g e s ch a ft e. Man hat vielfach geglaubt, daß die Wirtschaftskrise die Uebersetzung im Einzelhandel vermindert hotte. Das ist nicht der Fall gewesen. Vielmehr ist die Zahl der Einzelbetriebe in der Zeit von 1925 bis 1933 noch um 7,6 Prozent gestiegen. Allerdings ist das teilweise- auf das Entftehen neuer Handelszweige und Handelsformen, wie z. B. des Funkhandels und der Einheitspreisgeschäfte, zurückzuführen.
Endlich darf man noch darauf Hinweisen, daß nach der Umsatzstatistik mehrals45 Prozent aller Einzelhandelsumsätze auf den Lebens- und Genußmittelmarkt entfallen. Würde man auch noch die Umsätze der Fleischer, Bäcker, Gastwirte usw. berücksichtigen, so würde sich wahrscheinlich ergeben, daß die Hälfte aller Einzelhandelsumsätze Nahrungs- und Genußmittel betreffen. Auf den Einzelhandel in Textilwaren und Bekleidung entfällt ein weiteres Viertel der Gesamtumsätze. Die Umsätze in Gegenständen des Kultur- und Luxusbedarfs sind mit einem Zehntel an den Gesamtumsätzen beteiligt.
Die englische Saumwollindustne und der deutsche Markt.
London, 21.2Iug. (DNB.) In einer Sitzung der englischen Baumwallgarnsabrckanien und -expor- teure in Manchester wurde am Dienstag der fjoff. nung Ausdruck gegeben, daß eine b al bi ge JU qelunq der Schulden deutscher ®arn- Importeur« an die englische Industrie zustande, kommen werde. Es wurde zwar mitgeteilt daß das englische tzandelsamt nichts oon irgendwelchen unmittelbaren Schritten für die Regelung der bestehenden Schulden wisse. Sir George chaldon, der Führer der englischen Abordnung, die kürzlich Deutschland besuchte, teilte jedoch mit daß man ihm gewisse Bedingungen für eine 'Regelung vorgeschlagen und ihn gefragt habe, ob die Gamerporteure auf volle Bezahlung bestehen wer den bevor sie neue Lieserungen empfeWn tnurben,
Öunge^n mit Ä
werde, um eine Regelung der Schulden ms Auge -»n fiaffen In der Versammlung wurde der anpajr Mud gegeben, 4 eine Wiederau nähme des Garngeschäftes mit Deutschland unmöglich sei, bevor nicht befriedigende Dor- tschläge für die S ch u l d e n l i g u i d i e r u n g vorgelegt würden.
Kein Friede im Zuckerkrieg.
Paris, 22. Aug. (DNB.-Funkspruch.) Ein Pa- rifer Verlag bringt ein Buch von Essad Bey über die Geschichte ber GPU. heraus, das über den Ursprung der bolschewistischen Revolution und der geheimen Sowjetpolizei Aufschluß gibt und sich auch eingehend mit der Frage der „bolschewistischen Verschwörung gegen die Welt" befaßt. Zum Beweise der „bolschewistischen Barbarei" skizziert der „Matin" aus diesem Wert folgende Statistik, die wie das Blatt erklärt, jeden Kommentar überflüssig mache: von 1917 bis 1923 wurden hingerichtet
Bischöfe, 1215 Geistliche, 6575 Angehörige des
Berlin, 21. Aug. (DNB.) Don der deutschen Himalaja-Expedition ist dem Drahtlosen Dienst nunmehr ein ausführlicher Bericht zugegangen über das Unglück am Nanga Par- bat, das den deutschen Bergsteigern Mer kl, Wieland und Welkenbach, sowie sechs Darjeeling-Trägern das Leben kostete. Der Bericht lautet:
Bis zum 6. Juli wurde der Angriff planmäßig gegen den Gipfel des Nanga Parbat vorgetragen. Infolge der Anstrengungen war schon an den vor- hergehenden Tagen eine große Anzahl Darjeeling- Hochträger kampfunfähig geworden und m die tieferen Lager zurückgekehrt. Durch diesen Ausfall konnten die fünf Bergsteiger A s ch e n b r e n n e r, Mer kl, Schneider, Welzenbach und Wieland nur mit elf Trägern zu den höchsten
Lagern starten. v , .v
Bekanntlich sind Aschenbrenner und Schneider an diesem Tag bis 7900 Meter Höhe vorgedrungen. Sie waren an dieser Stelle nur noch vier Stunden vom Gipfel entfernt. Sie befanden sich in bester Form und warteten hier, wo ur- sprünglich Lager 8 errichtet werden sollte, auf die anderen. Die Träger gingen aber nicht so weit, so daß Lager 8 bereits in einer Höhe von 7600 Meter aufgeschlagen werden mußte. Aschenbrenner und Schneider kehrten in dieses Lager zuruck.
Das Wetter in der Höhe war bisher verhältnismäßig gut. Die Spitzengruppe war meist über den Wolken. Nur an den Nachmittagen wurde der Grat eingenebelt. An diesem 6. Juli ragte der Nanaa wie eine Insel über das gewaltige Wolkenmeer, das sich aber nicht über 6800 Meter Hohe erhob. Die Bergsteiger waren guten Mutes und voll Zuversicht, am nächsten Tag den Gipfel zu erreichen. Das Schicksal entschied es anders. Es begann eine Tragödie am Berg, die in der Erforschung des Himalaja und in der ganzen Geschichte des Alpinismus ihresgleichen nicht hat.
In dieser Nacht setzte h e f t i g e r S t u r m em. Trotz dichtester Verschnürung der Zelte lag schließlich der Schneestaub z e n t i m e te r h o ch auf den Schlafsäcken. Unter der Gewalt des Wmdes brachen die Zeltstäbe. Am Morgen war dichter Nebel, es schneite, und der Sturm raste mit um heimlicher Wucht über die Hochfläche. Man konnte im Freien kaum atmen. Der Sturm war derartig stark, daß die Kocher nicht brannten. Daher war es unmöglich, Tee und Essen zu bereiten.
Die zweite Nacht war noch schlimmer als die erste. Wieder wurde sie 'schlaflos verbracht. Der Sturm
DNB Berchtesgaden, 21. August. Reichskanzler Adolf Hitler traf heute nachmittag auf dem Obersalzberg ein. Bevölkerungund © o m m e r g ä ft e des Berchtesgadener Landes hatten fichzuvielenTaufenden eingefunöen und begrüßten den Führer begeistert. Bereits bei feiner Ankunft wurde er am Untersalzberg durch Böllerschüsse empfangen. Um 21 Uhr veranstaltete die Berchtesgadener Neujahrs - und Weihnacht s f ch ü tz e n g i l d e auf dem Obersalzberg vor dem Haus Wachenfeld zu Ehren des Führers ein Schießen. Tausendfach hallte d^s Echo der Schüsse durch die Täler des Berchtesgadener Landes. Anschließend ließ sich der Führer vor seinem Haus die Schützen einzeln vorstellen, dankte ihnen für bie erwiesene Ehrung und lud sie zu einem Glas Bier ein nahegelegenes Gasthaus ein.
Michsguiachierausschuß
Der Fischdampfer „Dervish" aus Hüll hat einen Funkspruch des britischen Fliegers John Grier- | o n aufgefangen, der berichtet, an einer einsamen Küste im arktischen Meer zu einer N okia n bung gezwungen worden zu sein. Der Flieger hatte beabsichtigt, auf der nördlichen Route über Island- Grönland nach Ottawa zu fliegen. Er hatte am 21. Juli Rochester verlassen. Seine Maschine war bei der Landung in Reykjavik beschädigt worden. Am Dienstag dieser Woche trat er nach erfolgter Wiederinstandsetzung den Weiterflug nach Grönland an. Am gleichen Tage um 20 Uhr fmg der erwähnte Fischdampfer folgende Botschaft auf: „Eisfreier Fjord, glatte Landung ungefähr 5 Kilometer von Küste, wo sie von Osten nach Westen zieht. Ich habe Lebensmittel für 10 Tage. Bitte stellt Nachforschungen an."
Wettervoraussage.
Eine kräftige Störung mit ihrem Kern über den Farveren bringt weiter östlich vor. Die an ihrer Vorderseite zunächst noch herrschenden südlichen Winde werden späterhin beim Weiterzug des Tiefs mehr auf Westen zu drehen und auch uns etwas kühlere Ozeanluft zuführen. Obwohl sich bei. uns vorerst der hohe Druck noch behauptet, wirb jeboch beim Eintreffen der kühlen Luft Anlaß zu Gewitterstörungen mit Gewitterregen und nachfolgen, ber Abkühlung gegeben werden.
Aussichten für Donnerstag: Zunächst noch warm und zeitweise aufheiternd, doch auf- kommende Gewitterstörungen nut nachfolgender A A^u s"s"i9ch t e n für Freitag : Teils wolkig, teils aufheiternd, noch Neigung zu Gewltterstvrun- aen oder gewittrigen Niederschlägen.
Lufttemperaturen am 21. August: mittaas 24 8 Grad Celsius, abends 14,3 Grad; am 22. August: morgens 11 Grad. Maximum 26,2 Grad, Minimum 6 Grad. — Erdtemperaturen io 10 cm Tiefe am 21. August: abends 23,5 Grad; am 22. August: mor- gens 17,2 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 10,5 Stunden.
das Leben zu retten. „
Am Morgen des 8. Juli wurde der R u ck z u g beschlossen.Aschenbrenner und Schneider brachen mit drei Trägern auf, um im tiefen Schnee zu spuren. Mer kl, Welzenbach und Wieland folgten mit acht Trägern, von denen einer kurz nach Verlassen des Lagers starb. Wahrscheinlich infolge des dadurch entstandenen Aufenthaltes und eigener Erschöpfung kam diese Gruppe kaum vorwärts und war gezwungen, noch vor Erreichung des Lagers 7 ein Zwischenlager zu beziehen, wo wieder ein Träger starb. Bei unvermindertem Sturm mußte die Nacht ohne Zelte verbracht werden. Schwere Erfrierungen waren die Folge.
Am nächsten Tage, dem 9. Juli, starb Wieland während des Abzuges, Merkl und Welzenbach er» reichten Lager 7 (7100 Meter), wo ein Zelt stand. Vier Träger gingen weiter, aber nur drei von ihnen tarnen später mit einem Ueberleb enden der Trägertruppe von Aschenbrenner-Schneider ins Lager 4. Willi Welzenbach starb im Lager 7.
Am 13. schleppte sich Merkl, der seit Tagen ohne Nahrung war, mit übermenschlicher An- ftrengung in Begleitung der Träger Angtsering und Gay-Lay nach Lager 6 (6900 Meter), das ent- weder weggeweht oder vom Schnee begraben war. Deshalb mußten sie in einer selbst gehobenen Schneehöhle Zuflucht suchen. Angtsering schlug sich am folgenden Tage mit erfrorenen Gliedern nach Lager 4 durch. Der treue Gay-Lay blieb bei Willi Merkl, seinem Bara Sahib, um mit ihm zu sterben.
Die Darjeeling-Leute haben .bie Sache der deut- schen Bergsteiger zu ihrer eigenen gemacht und, furchtlos und treu, ihr Leben dafür eingesetzt. Sechs Todesopfer hat der Nanga Parbat von ihnen gefordert. In unerbittlicher Größe und Grausamkeit hat an diesem „Berg des Grauens" das Schicksal gegen alles menschliche Wollen und Können sich entschieden. Was auch die Ueberlebenden zur Rettung der Gefährten unter Einsatz aller ihrer Kräfte unternommen haben, es war ver-
Die Mark bleibi fest!
„Wie werden nicht devalvieren", sagt Reichsbankpräsident Dr. Schacht.
Prag, 21. Aug. (DNB.) Der volkswirtschaftliche Redakteur des „Ceske Slovo", Dr. Heyda, hatte ein Interview mit dem Reichsbankpräsidenten unb Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht, den er als eine der interessantesten Persönlichkeiten des heutigen Deutschlands, als fast absoluten Herrn der deutschen Wirtschaft bezeichnet. Dr. Schacht erklärte u. a.: Mein festes Bestreben wird es sein, das abjolute Vertrauen zu den Zahlungen zu erneuern. Wer mit Deutschland Geschäfte macht, muß wissen, daß er seine Ware bezahlt bekommen wird. Ich werde dafür Sorge tragen, dah das Vertrauen zu den Verträgen wieder hochkommt. Deutschland wird gegen feinen Willen in ein Zwangsclearing getrieben. Das ist keine vorübergehende Erscheinung. Ich kann mir nicht gut vorstellen, daß alle Kapitalien, die heute in der Ersatzindustrie investiert werden, entwertet werden könnten, wenn einmal diese Industrien nicht mehr nötig sein werden.
Wenn im Clearingverkehr eine Spitze erscheint, so ist schon das Bestreben da, dieselbe auszugleichen. Aus Deutschland fließt jetzt auch viel Geld über die Grenze im Fremdenverkehr. Sie wissen ja, der Deutsche ist von einer großen Wißbegierig- feit und darum sind wir solche Kosmopoliten, und so werden Sie Deutsche in Italien, Frankreich, England, bei Ihnen in Marienbad und Karlsbad usw. finden. Ich hoffe nicht, daß wir auch noch zu Einschränkungen im Reiseverkehr gezwungen werden. Auf die Frage: Ihren Entschluß, die Mark zu halten, haben Sie nicht geändert?, antwortete Dr. Schacht: Nein, die Mark ist fest, und wir werden nicht devalvieren (abwerten). Bei den heutigen Ausfuhrverhältnissen hat dies keinen Wert. Es wird viel von unserer Golddeckung gesprochen. Ich habe aber schon in meinen früheren Arbeiten verschiedene Male darauf hingewiesen, daß das Gold nur bei dem Ausgleich der Spitzen bei der Zahlungsbilanz nützlich ist, deckungs- mäßig aber keine Bedeutung hat.
aus Devisenrücksichten seine Zuckerausfuhr m ver- stärktem Umfana wieder aufzunehmen. Die Aus- fichten, daß fid) USA. und England anschließen werden, sind nun in weite F^ne geruckt. Auf die Märkte blieb der Ausgang in Brussel fast ohne Einfluß. Die Ernteaussichten werden, namentlich auch in Deutschland, günstiger beurteilt.
Bauern und 192 000 Arbeiter.
Kunst und Wissenschaft.
Paul krannhals, der kutturphilosoph des Dritten Reiches.
Die Reichspressestelle der NSDAP, veröffentlicht einen Nachruf für den vor einigen Tagen v erstorbenen bekannten Kulturphilosophen Dr. h. c. Paul Krannhals, worin es u. a. heißt: Krann- hals, geboren in Riga 1883, studierte in Leipzig und Berlin Naturwissenschaften und Philosophie und wirkte dann als Chemiker in Riga. Nach Beendigung des Weltkrieges und der Baltikum-Kämpfe 1918/20, an denen er aktiv als Frontsoldat teilnahm, wurde Krannhals aus der Heimat wegen letten- feindlicher Propaganda ausgewiesen. Don da ab schriftstellerische Tätigkeit auf kulturpolitischem Ge- biet. Als philosophischer Begründer der organischen (ganzheitlichen) Natur und Kultur als lebendige Einheit erschauenden Weltanschauung — deren politische Ausdrucksform der Kern der nationalsozialisti- schen Bewegung ist — bereitet Krannhals die Wende geistig mit vor und verwies auf das geistig- seeli che Fundament einer kommenden wahrhaft deutschen Kultur. Die folgenden Werke prägen fern weltanschauliches Bekenntnis aus: „Das organische Weltbild, Grundlagen einer neu entstehenden deutschen Kultur", „Der Weltsinn der Technik, als Schlüssel zu ihrer Kulturbedeutung", „Religion als Sinnerfüllung des Lebens, ein Bekenntnis zur schöpferischen Weltheiligung", „Revolution des Geistes , eine Einführung in die Schöpfungswelt organischen Denkens, „Die absolute Wertordnung", (erscheint
als Nachlaßwerk).
In Würdigung seiner Verdienste um die deutsche Volksgemeinschaft verlieh ihm die M a r b u r g e r Philosophische Fakultät einstimmig die E h r e n d o k- t o r ro ü r b e als dem Denker, der die neue Ziel- richtung des Lebens früh und klar erkannte, dem Deutschen, der unserem Volk seine hohe Aufgabe an der Zeitwende gibt, dem Manne der das als richtig Erkannte durch alle Widrigkeit des Schicksals unbeirrt vertrat.
Internationaler Kongreß
für hauswirtfchaftsunterricht in Berlin.
Auf Grund eines Beschlusses des Internationalen Amtes für Hauswirtschaftsunterricht in Freiburg (Schweiz) findet der 5. Internationale Kongreß für Hauswirtschaftsunter, richt in Berlin statt. Mit dem Kongreß ist eine große Ausstellung aus dem gesamten Gebiet des Hauswirtschaftsunterrichtes verbunden, die in den Räumen des Zentralinstituts für Erziehung und Unterricht ftattfindet. Etwa 440 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 20 Ländern haben sich em- gefunben, barunter etwa bie Hälfte aus Deutsch- land. In ber Eröffnungssitzung begrüßt« St-As- lekretär Dr. Stuck art in Vertretung des Reichs- erziehungsminifiers den Kongreß im Namen der
„ffiraf Zeppelin" in Pernambuco.
Bas Luffsihsif 3"® ^ra ^Pernambuco D‘Creiad)'t unb wird heute Mittwoch von bort aus
Die Neuyorker Vorstabt Brooklyn war Schauplatz eines nicht alltäglichen BanbenÜberfalles auf einen Gelbtransport. 15 mit Maschinenpistolen bewaffnete Räuber umzingelten einen mit Bankgelbern gefüllten Panzerwagen, als bie- jer vor einer Fabrik vorfuhr, um Lohngelber abzuliefern. Die Verbrecher hielten ben Fahrer und zwei bewaffnete Begleiter in Schach, warfen bie Gelbsacke mit einem Inhalt von 4 5 7 0 0 0 Do 1 - l a r in ein bereitstehenbes Auto unb enttarnen unerkannt. Einen Gelbsack mit 29 000 Dollar Inhalt ließen sie „versehentlich" zurück. Die Polizei nahm bie Verfolgung ber Banbiten mit 20 ^ßraftroagen auf. — Der Raubüberfall hat sich inzwischen als ein überaus sorgfältig vorbereitetes Verbrechen heraus» gestellt. Die Räuber waren zum Teil als Schlächter unb Hänbler mit weißen Schürzen betleibet; ein Maschinengewehr war in einem Straßenhänblerkarren verborgen. Der ganze Raub war mit solcher Ruhe ausgeführt wor- ben, bah nur bie Nächststehenben merkten, was vorging. Die Polizei hat bie größten Anstrengungen gemacht, durch Flugzeuge bie Motorboote zu entbeden, bie bie Beute von Brooklyn nach ber Küste von Jersey bringen sollten; vorläufig hat ich inbeffen noch nicht bie gering ft e Spur feftftellen lassen. Aus ber Art unb Weise je- boch, wie ber Raub vorbereitet und durchgeführt wurde, glaubte die Polizei auf die Person des Verbrechers schließen zu können, der den Ueberfall leitete. Die Höhe der Beute stellt übrigens, wie die Polizei mitteilt, eine Rekord summe bar. Es würben zwar verschiedentlich in Neuyork unb Chi- kago Raubüberfälle ausgeführt, bei benen ben Räubern Wertpapiere in Höhe von zwei bis drei Millionen Dollar in bie Hänbe fielen. Die gestrige Beute von fast einer halben Million Dollar stellt jedoch bie größte jemals in ben Vereinigten Staaten geraubte Bargelbsumme bar.
Ueberschwrmmungskatastrophe in der Südmandschurei.
Die Verwaltung der südmanbschurischen Eisenbahn teilt mit, daß infolge von U e b e r s ch w « m m u n - gen bie Eisenbahnverbindung zwischen Antung und Mukden unterbrochen ist. Rach bisherigen polizeilichen Feststellungen fielen 122 Personen ben Fluten zum Opfer, darunter 42 Personen, bie auf einer Fähre in ben Wellen umkamen. Zur Bekämpfung der Wafserkatastrophe haben die Regierungsbehörden alle Maßnahmen getroffen.
für Bauvergebung.
Die bekannten Mängel bei der Vergebung öffentlicher Aufträge haben den Reichshandwerksfuhrer W G. Schmidt veranlaßt, diese in Zusammenarbeit mit ben beteiligten Reichsressorts unb ben Wirtschaftsstänben eingehenb zu prüfen. Als Ergebnis biefer Prüfung hat ber ^.et^5^anb!Df 2 sichrer einen R e i ch s g u t a ch t e r a u s s ch u ß ü r Bauvergebung gegrunbet, ber emen Interbau in Gestalt von Lanbesgutachterausschussen unb Bausachverständigen erhalt. Die Aufgaben des Reichsgutachterausschusses sind u. a. Klärung der großen unb grunbsätzlichen Fragen auf bem Gebiete ber Bauvergebung, insbesonbere beim Mahnung s- unb S i e b l u n g s b^u in Stabt und Land in Gemeinschaft mit allen beteiligten<5eilen, Schaffung einer vertrauensvollen natlonalsoMlstl schen Gemeinschaftsarbeit Zwischen Bauauftraggebern unb B au a u f t r a g nehmern; Förderung von Untersuchungen zur Schaffung wissenschaftlich °in"°ndfr-,-Jin erlagen für die Feststellung emroanbfreier ^auieiiiungen, für bie Klärung ber Frage bes angemessenen Preises usw.; Entscheibung lchwie^n E.nze^ fragen von Bebeutung auf dem Gebiete oer ^au Vergebung. Die Arbeiten bes Nelchsgutachteraus schusses sollen ferner bazu bienen, auf dem Geb'ete ber Bauvergebung nach sachlicher und grunbsatz licher (Seite Unterlagen für d'e Mahnahmen ber, Reichsregierung unb ber Wirtschaftsgruppen z schaffen, um gegen Störer des nationalen Aufbaues einzugreifen, ohne bie gutwilligen W sch f ^Dcr^R-ichsgutacht-rausfchuß W sich zusammen aus den stüL-n Vertretern der b-^-gten R«ch.- vernehmen mit!dem im Reichs
und Lanbwirtschaft hat ber* '^ommler ben
«’S“ M««uU°da^S ün> Staat 7in° wesentliche Forderung erfahren.
Die Zuckerkonferenz in Brüssel ist gescheitert; bie Gegensätze in ber Quotenfrage finb zu groß gewesen. Von ben iava- n i l ck e n Unterhänblern ging von Anfang an em Uarfer Wiberstanb aus. Vergrößert würbe bie Nwerigket Javas daburch, baß bie Philippinen mit einem Teil ihrer Probuktion an ben feeltmarft kommen wollen, weil sie nach ber neuen Einfuhrregelung von USA auf bem amerikanischen Markt nickt mehr Unterkommen können. Selbst Deutschland si-ht sich °°r die Frage g-stellt.'er


