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dem sich die Kräfte tummeln können!

auf

tlU y, Dr. w.

nehmen.

engste verknüpft bleiben. _ , f ,

Er selbst sagte einmal von sich:Ich glaube, diese Erzählungen haben dem besten Teil meines literarischen Werkes geschadet: ohne sie wurde ich

sie wird im Gesetz stark beschränkt ist in der deutschen Theatergeschichte eine vollkommene N e u -

Atemzug mit Goethe genannt wird, so hat er doch Tausenden und Abertausenden von Menschen Stun­den voll atemloser Spannung verschafft.

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hVit di- den Dielen verantwortungslofen Theater- dem seiner Hauptfigur Sherlock Holmes immer aus das sorgt |em. »nn uu jj----1;,s or >/,!

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Sherlock Holmes seligen Andenkens.

Zur Wiederkehr des 25. Geburtstages von Conan Doyle am 22. Mai Äon Werner Hillbring.

»Die Nervensäge", das neueste Etüll der »Mer Nachrichter".

Doyle in eine recht mißliche Sage, Da ihn ferne Leser immer wieder bestürmten, ihren Liebling Sherlock Holmes auch in allen seinen anderen Er­zählungen auftreten zu lassen. So wurde Conan Doyle der ohnmächtige Gefangene seiner eigenen Volkstümlichkeit. Er mutzte seine Absicht, ernste hi­storische Romane zu schreiben, sehr bald aufgeben. Die Nachfrage nach Sherlock-Holmes-Erzählungen wuchs ins Ungemessene. Rasch bildete sich um Die geheimnisvolle Gestalt dieses Detektivs ein Kranz von Gerüchten und Legenden. Als sich Conan Doyle eines Tages entschloß, den Helden Sherlock Holmes, den er ins Leben gerufen hatte, zu begraben, erhob

Sechs Frauen und ein König."

Lichtspielhaus.

Dieser Film ist nicht nur um seines Stoffes willen von Interesse wir haben in Deutschland das gleiche Thema, wenigstens als Teilmotiv, vor Jahren schon in derAnna Boleyn" behandelt ge­sehen, sondern vor allem um deswillen, weil er einen Vergleich unserer eigenen Produktion mit einer ausländischen, in diesem Falle mit der eng­lischen, gestattet. Es darf gesagt werden, daß wir diesen Vergleich nicht zu scheuen brauchen, wofern man nach einem Einzelbeispiel urteilen darf. Der Stoff kann in seinen Grundzügen als bekannt vor­ausgesetzt werden; Heinrich VIII. ist wegen sei­nes durchaus und glücklicherweise ungewöhnlichen Privatlebens und wegen seines historisch beglau­bigten Verbrauches an Gemahlinnen bei uns wahrscheinlich der bekannteste in der stattlichen Reihe englischer Herrscher. Sein Leben mit leinen sechs Frauen war von einer so abenteuerlich ausladen­den Fülle, daß es als Stoff fast den Rahmen eines normalen Spielfilmes zu sprengen droht. Das eng­lische Drehbuch Regie Alexander Kor da be­schränkt sich denn auch begreiflicherweise auf eine überwiegend aphoristische oder episodenhafte Dar­stellung. Und der Film wirkt, was bemerkenswert erscheint, in seiner Gesamtheit und besonders gegen Ende hin, nicht so sehr als eine blutrünstige und unheimliche Tragödie der englischen Königsgeschichte, vielmehr als ein Lustspiel vor romantischen und historischen Kulissen. Jedenfalls schien uns der Ein­druck beim- Publikum diese Auffassung zu bestätigen, und jedenfalls hat die Regie in der ganzen Anlage und Aufteilung des Stoffes, auch in der Besetzung, auf diese Züge erheblich mehr Nachdruck gelegt als etwa auf die Herausarbeitung einer Königstragödie; nur angedeutet erscheint hier und da das Motiv des vereinsamten und im tiefsten Grunde ungeliebten Herrschers, oder der Konflikt zwischen Staatsräson und Privatneigung, der übrigens sehr bald ins Derbkomische umgebogen wird. Der Schluß vollends kommt überraschend: hier fehlt dem Film die Ent- wicklungsmöglicykeit der epischen Darstellung, die etwa den schrittweisen Uebergang vom starken Mann zum bemitleidenswerten Pantoffelhelden überzeugend machen könnte. Den König Hein­rich VIIL, den bei uns seinerzeit Jannings gespielt hatte, gibt bei den Engländern Charles Laugh- t o n. Er ist um den Eindruck zusammenzu- faffen ein Komödiant, der in realistischen und überwiegend komischen Wirkungen seinen unmittel-

Arthur Conan Doyle, der weltberühmte Klas­siker der Detektivgeschichte, hat zwei unsterbliche Gestalten geschaffen: den unvergleich­lichen Meisterdetektiv Sherlock Holmes, der mit einer beispiellosen Ueberlegenheit und einem unheimlichen Scharfsinn die schwierigsten Probleme löst und die rätselhaftesten Mordsälle ausklärt und jenen gewissen Dr. Watson, seinen Freund und Begleiter, dem die Aufgabe zufällt, den Scharffmn und das Genie des Meifterdetektios zu bewundern.

Es wäre schwer zu entscheiden, ob Conan Doyle oder Hedwig Courths-Mahler größere Be­rühmtheit genossen. Die Bücher Conan Doyles sind, man möchte sagen: solange die Welt besteht, die Lieblingslektüre aller männlichen jungen Leute im Alter zwischen 12 und 70 Jahren gewesen. Die ein­zigen Konkurrenten, die den Büchern Conan Doy­les hätten gefährlich werden können, sind vielleicht Karl May und Jules Verne. Es gibt kein Land der Welt, in dem nicht die amüsanten und span­nenden Sherlock-Holmes-Geschichten mit Begeiste­rung verschlungen wurden. Dieser Sherlock Holmes, mit seinem unnachahmlichen ironischen Charme, mit seiner verschmitzten Gelassenheit, mit seiner humor­vollen Würde und seinem verblüffenden Instinkt, hatte sich, als er zum erstenmal auf der Bildfläche erschien, im Nu die Herzen der Leserwelt erobert. Er war der Allgegenwärtige, der Mann, der schweig­sam und ohne mit der Wimper zu zucken in den unheimlichsten und verzwicktesten Fällen Hilfe brachte, der Herr in Zivil, der in seinem Hirn den Scharfsinn aller Kriminalbeamten der Welt ver­einigte. Seine messerscharfe Logik ist von einem hinreißenden Schwung. Die Art und Weise, wie er die' geheimnisvolle Spur eines Mörders ent­hüllt, ist von unwiderstehlichem Reiz. Rasch wurde Sherlock Holmes zu einem Begriff. Die Geschichten, in denen er mit feinem Freund Watsop die Haupt­rolle spielte, wurden verschlungen.

Da ist irgendwo in einem alten einsamen Schloß ein grauenvolles Verbrechen geschehen. Der Mann der Schloßherrin ist auf eine rätselhafte Weise er­mordet worden. Das Verbrechen ist in ein undurch­dringliches Dunkel gehüllt. Wann ist die Tat ge­schehen? Wie hat sie sich ereignet? Mit welchem Instrument ist das Verbrechen verübt worden? Wer ist der Schuldige? Die Schloßherrin befindet sich in höchster Verzweiflung. Die gesamte Dienerschaft läuft aufgeregt durcheinander. Eine Armee von Kriminalbeamten durchsucht die Zimmer des Schlos­ses, den angrenzenden Park, die Umgebung. Vom Mörder ist nicht die geringste Spur zu finden. Der Polizeibeamte zuckt bedauernd die Achseln. Nir­gends auch nur der geringste Anhaltspunkt. In diesem entscheidenden Augenblick, da alle resignie­rend Die Hände in den Schoß legen, erscheint Sher­lock Holmes, der Amateurdetektiv, der Mann, der aus Lust an der Sache, ohne materielle Gewinn­absichten den Leuten Hilfe bringt: Sherlock Holmes, der Meisterdetektiv, greift ein. Er zieht die Schloß­herrin diskret und unauffällig in ein Gespräch, er läht sich durch die Zimmer führen, er stellt zwi­schendurch allerhand harmlose Fragen, er zeigt für die nebensächlichsten und unscheinbarsten Dinge ein ungewöhnliches Interesse. Von Zeit zu Zeit bleibt

barsten Ausdruck findet. Er gibt diesen Heinrich, der zwar anfangs ein wenig unheimlich, ein wenig rät­selhaft, ein wenig gefährlich-despotisch anmutet, bald nur noch als einen zufällig auf den Dhron geratenen Liebhaber und Ehemann von abenteuerlicher Vi­talität. Und seine Geschichte wirkt im Grunde eher wie die freilich einzigartige Geschichte eines Man­nes als wie die Biographie eines Königs. Aller­dings haben seine Lebensäußerungen etwas von den Entladungen einer Naturgewalt. Laughton gibt einen Renaissancemenschen in der hemmungs­losen und ost überwältigenden Fülle männlicher Kraft. Er zeigt den König höchst unbedenklich und unbekümmert um Würde und Haltung beim Essen und Trinken, beim Rasieren, bei der Toilette, zu Pferd, auf der Jagd und selbst bei einem aus männlicher Eifersucht, Angst und Prahlerei impro- visireten Ringkampf. Neben solchen Szenen verblas­sen die zarteren und menschlich stärkeren, die den König etwa an der Wiege seines Kindes oder im Staatsrat zeigen, wo ihn die Nachricht von der durch viele Zeugen beglaubigten Untreue seiner Gemahlin Katharina Howard ereilt und bis zur Fassungslosigkeit erschüttert. Von den sechs Frauen­gestalten interessieren darstellerisch in erster Lime Merle Oberon (Anna Boleyn), Binnie Bar­nes (Katheryn Howard) und Elsa Lauche st er (Anna von Cleve), die schon äußerlich bemerkens- wert von den übrigen absticht. Franklin Dyall als Cromwell und Robert Senat als Thomas Culpeper sind vom großen Ensemble noch zu nen­nen. Der Film erschien gestern, am zweiten Feiertag, zum ersten Male im Lichtspielhaus und fand ein zahlreiches, aufmerksames, vielfach sehr erheitertes Publikum. -r-.

Merkwürdige Launen der Natur.

die Stoßzähne des Mammuts angeführt werden, die wegen ihrer starken Krümmung nicht mehr als Waffe dienen konnten, oder die gewaltigen Eck­zähne des Säbeltigers. Ebenso hindern die mächti­gen Schaufeln am Geweih der Renntiere am Sehen und stören auch beim Aesen auf dem Boden, wes­halb die Samojeden bei ihren Tieren diese Augen- sprossen entfernen. DieMuschelhaube" der Bu­charin-Taube beeinträchtigt ebenfalls so stark die Sicht, daß die Züchter sie beschneiden. Doch gerade solche Fälle bieten uns einen Schlüssel zum Ver­ständnis zweckwidriger Erscheinungen, denn sie zei­gen die Natur noch bei der Arbeit, das Nutzlose auszumerzen. Wenn diese Beseitigung fehlerhafter Anlagen aus irgend einem Grunde unterbleibt, dann entstehen so wunderliche Formen wie Schoß- Hündchen, Purzeltauben und dergleichen. Einseitige Ausbildung kann zu den merkwürdigsten Erschei­nungen führen, so bei den Amazonen-Ameisen, die sich von ihren Sklaven füttern lassen. Diese In­sekten haben deshalb ihre Kiefer nur als Waffe ausgebildet und den Freß-Instinkt vollkommen em- gebüßt. Sie müssen bei vollen Schüsseln ver­hungern, wenn man ihnen in der Gefangenschaft nicht eine Dienerin beigesellt. Die Auslese kann schließlich so weit gehen, daß die Natur in eine Sackgasse" gerät und nicht mehr aus und ein weiß. Es entstehen dann wahre Zerrbilder von Organismen, so bei manchen Schmarotzern, die den Darm, den Kopf und fast sämtliche Sinnes- und Bewegungsorgane eingebüßt haben. Da sie sich beim Kampf ums Dasein ganz auf ihre Zwangs­wirte verlassen, verkümmern sie immer mehr. An­dere Unzweckmäßigkeiten erklären sichhistorisch" aus den Zickzackwegen der Stammesentwicklung. So hatten die Vorfahren unserer meisten Südwas- ser-Schnecken, weil sie sich immer mehr dem Land­aufenthalt angepaßt hatten, ihre Kiemen verloren und dafür Lungen erworben. Ihre Nachkommen, die ins Wasser zurückkehrten, müssen infolgedessen an die Wasseroberfläche emporsteigen, um über­haupt atmen zu können. Manchmal kommt es zu Einrichtungen, die zwar "ihren Zweck erfüllen, aber auf eine ganz seltsame und umständliche Weise. So füttern einige mexikanische Ameisen einzelne Artgenossen solange mit Honig, bis ihr Hinterleib zu einer Kugel anschwillt, und hängen dann diese lebendigen Honigtöpfe" an die Decke ihres Baus, um stets ihre Lieblingsnahrung vorrätig zu haben. ---

Bei den Gettos, deren Augen durch ein durchsich- Kuckucksuhr. Frank Je o r b e r tiges Lid dauernd gefdjloffen sind, erfolgt die Rei- Orchester. Die Beifallsstürme des aus nigung nicht durch Tränenflüssigkeit, sondern da- geratenen Publikums wollten schier re durch, daß sie Unreinlichkeiten ablecken. nehmen.

Nach Goethekult und klassischem Altertum haben dieVier N a ch r i ch t e r" jetzt den Kriminal' roman zur Zielscheibe ihres Witzes erkoren.Du Nervensäge" heißt ihr neues Stück; im Wil' Helm-Theater in Magdeburg erlebte es feine Urans' führung. Es spielt auf einem alten schottischen Land' sitz, ausgerechnet an einem 13. und an einem Frei' tag. Kein Wunder, daß da Ahnenbilder von de" Wand herabfallen und Gespenster in Ritterrüftu? gen umherwandeln (ein unvergleichlicher Anhlick es freilich, wenn solch ein Gespenst anfängt, Z" schuyplatteln). Die Tochter des Hauses will eim'i> Kriminalroman schreiben, und der alte Lord la zu diesem Zweck die berühmtesten Kriminalisten ein. Sherlock Holmes und Stuart Webbs erscheinen höchst persönlich und mit ihnen Edgar Wallace um Dr. Mabuse der Spieler. Dieser freilich verschnM det nur zu bald wieder unter recht geheimnisvollen Umständen, und da außerdem der chinesische M Tau En Tsien im gleichen Augenblick als Leuv aus einem Schrank fällt, in dem Edgar Wallace auf der Orgel des alten Landsitzes auf das bre,igc' ftrichenerote Fis" drückt, haben die Kriminalisten Arbeit genug für vier Akte. Daß eigentlich (W-, Wallace und der Vertreter eines Nervenberui?' gungsmittels, der in einer Maske in das Haus ctf'' Dringt, an allem schuld sind, macht die Sache NM- weniger verzwickt. Zur Befriedigung aller Men. die nicht nur von scheußlichen Mordtaten, fonoen auch vonLiebe" hören wollen, stehen am SclM, innig vereint nicht weniger als drei Paare aus oc

Wir sind gewohnt, in der Natur den Begriff des Zweckmäßigen verwirklicht zu finden, und je mehr wir uns in das Reich des Lebendigen vertiefen, desto klarer tritt uns der sinnvolle Zusammenhang entgegen, der hier waltet. Aber auch die Natur schlägt in ihrem Streben nach Vervollkommnung nicht immer den rechten Weg ein, sondern gerät manchmal auf Jrrpfade. Dabei handelt es sich nicht nur um überflüssige Einrichtungen, wie sie die Rudimente, d. h. die Reste einst bedeutsamer Or­gane, darstellen, sondern es gibt auch geradezu Fehlkonstruktionen", woraus Dr. v. Franken- b e r g in Der Frankfurter WochenschriftDie Um­schau" hinweist. Als Beispiel solcher übertriebener BilDungen, Die geradezu hinderlich wirken, können

er nachdenklich stehen und heftet seinen Blick die Gardinen oder auf den Aschenbecher auf Dem Rauchtisch. Ein kaum merkliches, überlegenes Lä­cheln gleitet über feine Züge: der Mörder? Kleinig­keit! Ein großer breitschultriger Mann mit einer Glatze uni) einem Schmerbauch, der auf Der Ober­lippe einen rötlich schimmernden Schnurrbart trägt. Die Stimme ist ein tiefer, etwas heiserer Baß- baritan. Als Der Mord geschah, trug dieser Mann einen dunkelgrauen Flanellanzug, der an den Knien leicht durchgescheuert war. Sherlock Holmes ent­wirft vor den bewundernden Blicken der Anwesen­den ein ebenso sachliches wie ausführliches Bild des Mörders. Er schildert seinen Lebenslauf, seine Vergangenheit, seine Lebensgewohnheiten. Dies alles schließt er aus einem geringfügigen Aschen- reft, Den er irgenDroo auf einem Teppich gefunden hat. Alles weitere überläßt Sherlock Holmes Der

Nickt weniger ließen sich"^ sagt Schiller in jener Ansprache,von der Schaubühne aus Die Meinungen der Nation über Regierung und Regen­ten zurechtweisen. Die gesetzgebende Macht spräche hier durch fremde Symbole zu dem Untertan, ver­antwortete sich gegen seine Klagen, noch ehe sie laut werden, und bestäche «seine Zweifelsucht, ohne es zu scheinen. Sogar Industrie und Erfindungsgeist könnten und würden vor dem Schauplatz Feuer fangen, wenn die Dichter es Der Mühe wert hielten, Patrioten zu fein, unD Der Staat sich herablassen wollte, sie zu hören." Solche Worte wirken heute wieder erstaunlich zeitgemäß. Denn in Der Tat be= »ält sich Das Propagandaministerium, Dem nun das gesamte Theaterwesen unter­stellt Wird, Das Recht vor, nicht nur Stücke zu verbieten, sondern auch deren Aufführung zu fordern. Diese Auflage bestimmter Aufführungen

leuten, die es auch heute noch gibt, als unbillige Härte erscheinen wird. Schiller, gewiß ein Feuer­kopf, dazu selbst als Theaterdichter mit dem Betrieb der Bühne vertraut, hat sie offenbar nicht als solche empfunden, und über die Ansicht des einzelnen wird auch heute die Notwendigkeit hinweggehen, wenn es da's Wohl d e r Gesamtheit erfordern sollte.

Was Schiller einst als Utopie erträumte, will Wirklichkeit werden: die Schaubühne als ethische Einrichtung, begründet auf der selbstbewußten, ver­antwortlichen Ueberzeugung der Theaterleiter und Dichter, Die als Die Erzieher Der Nation heran ge­nommen merDen Der Kampfplatz ist bereitet, auf

Die Gestalt Des MeisterDetektivs Sherlock Holmes erwarb sich im HanDumDrehen eine beispiellose Volkstümlichkeit. Im Laufe Der Zeit geriet Conan - .Hk mißliche Lage, Da ihn seine

eeer bestürmten, ihren Liebling

Polizei.

Wer war nun Der Mann, Der auf Den originellen GeDanken kam. Diesen seltsamen Sherlock Holmes nebst seinem Begleiter Watson zu erfinDen? Was mußte Das für ein fonDerbarer Kauz fein! Der Mann hieß, wie schon erwähnt, Arthur Conan Doyle. Die Figur, Die er aus Dem Nichts ins Leben gerufen hat, hat feinen Namen verdunkelt. Wer Sherlock Holmes ist, wissen alle, wer aber Canon Doyle war, wissen nur die Ein­geweihten. Conan Doyle hatte sich nach einem Le­ben voller Mühsal und Entbehrungen als kleiner Arzt etabliert, der zunächst nicht im Traum daran dachte, Detektivgeschichten zu schreiben. Sein In­teresse wendete sich vielmehr einem anderen Gebiet zu: er wollte um jeden Preis historische Romane verfassen. Er hatte sogar Den Ehrgeiz, auf Diesem Gebiete etwas Besonderes, Einmaliges zu leisten. Aber das Schicksal hatte ihn -für andere Ausgaben ausersehen. Da er als Arzt sehr wenig verdiente, hatte er Zeit in Hülle und Fülle, um sich mit Dingen zu beschäftigen, Die nicht zu seinem Beruf gehörten. So verschlang Der einsame Arzt eine Kriminal- nalnovelle nach Der anDern, bis er schließlich Lust verspürte, selbst eine solche Erzählung zu schreiben. Auf Diese Weise entstand Die erste Sherlock-Holmes- Erzählung: StuDie in Rot. Diese Erzählung war Der Anfang zu seinem Ruhm. Er mochte schrei­ben, was er wollte: Das Publikum verlangte von ihm nichts anDeres als Sherlock-Holmes-Erzäh-

Den Mühlen befanDen. Erheblich war Der Rückgang Der BestänDe an Hafer unD Gerste, Die sich um 30 bzw. 33 Prozent verringerten. Die Mehlvorräte nahmen um 11 bzw. 20 Prozent ab. Sie o^rge. nannten Zahlen umfassen roieDer ungefähr 95 Pro- zent aller in Mühlen unD Lagerhäusern be- findlichen GetreiDe- unD Mehlvorräte. Die bei den Mischfutterfabriken und anderen industriellen Ver­brauchern (Mälzereien, Getreidekaffeefabriken, Nahr- mittelwerken usw.) lagernden Getreidemengen, so­wie die schwimmenden und rollenden Mengen und die Mehlvorräte der Bäcker sind in Den Ergebnis, sen nicht enthalten. Die Verarbeitung von Brotge. treibe hat im April infolge Der Herabsetzung des Dermahlungskontingentes beträchtlich abgenommen. In den Mühlen mit mehr als Drei Tonnen Tages­leistung rourDen 270 000 (325 000) Tonnen Weizen unD 272 000 (339 000) Tonnen Roggen verarbeitet.

Weitere zuversichtliche Markt­beurteilung bei den Eisenverbänden.

Heber Die Entwicklung Der Lage am Eisenrnarki wirD vom StahlverbanD in Gemeinschaft mit Dem Röhrenverband, dem DrahtverbanD, sowie dem Walzdrahtverband folgenber Bericht ausgegeben:

Der Absatz in Halbzeug hat sich sowohl nach Dem JnlanD, als nach Dem Auslände gegenüber dem Monat März wenig geändert. Die Kauftätigkeit in Formeisen hat im April nachgelassen. Die Abrufe auf abgeschlossene Geschäfte gingen gut ein. Das Auslandsgeschäft hat einen ähnlichen Verlauf, wie das Jnlandsgefchäft. Bei Eifenbahnoberbaustoffen hat die verhältnismäßig gute Beschäftigung auch im April angehalten. Das Stabeiseninlandsgeschäsl hat im abgelaufenen Monat keine Aenderung er­fahren. Das Auslandsgeschäft lag verhältnismäßig ruhig. In Grobblechen hielt sich Der Auftragsein, gang ungefähr wie im März. Der Eingang von Aufträgen aus Dem Ausland ist gegenüber dem März wieder etwas besser geworden. Das Geschäft in Mittelblechen, das immer noch sehr schwach ist, hielt sich in denselben Grenzen, wie im Vormonat In Universaleisen war der Eingang in Aufträgen aus dem Inland ungefähr der gleiche wie im ver­gangenen Monat, während das Auslandsgefchäst etwas schwächer geworden ist. In warmgewalzten Bandeisen- ist im Inland keine Veränderung ein- getreten. Die Aufträge gehen gut ein. Auf Den Aus- lanDsmärften herrscht eine gewisse Ruhe. Stärkere Nachfrage herrschte bei Feinblechen, im Berichts­monat bei Qualitatsblechen. Der Geschäftsgang für Röhren ist feit Anfang Mai auf der ganzen Linie ruhiger geworden. Das Auslandsgeschäft zeigt gegenüber Den Vormonaten keine wesentliche Ver- änberung. Die Auftragseingänge in Walzdraht aus dem Inland blieben im April nur wenig unter den Ziffern des März. Der Versand des April hat den des März fast erreicht. Die bisherigen Bestellungen im Mai sind als etwas rückläufig zu bezeichnen. Im Auslandsgeschäft ist keine Aenderung eingf treten. Bei Drahterzeugnisfen sind die Abschluß- tätigkeit und Abrufe im Jnlandsgefchäft etwa- ruhiger geworden. Die Verkäufe nach dem Aus­land hielten sich ungefähr auf Dem gleichen Stand, als in Der vorangegangenen Berichtszeit.

Frankfurter Schlachwrehmarkt.

Dorbericht.

Frankfurt a. M., 22. Mai. Um 10 Uhr war : folgenDe Marktlage: Es waren aufgetrieben: Rin- : Der 921, Darunter 366 Ochsen, 51 Bullen, 278 Kühe, : 225 Färsen, 301 Kälber, 3682 Schweine. Es koste- : ten: Ochsen 26 bis 36, Bullen 26 bis 32, Kühe 11 - bis 32, Färsen 26 bis 36, Kälber 30 bis 52, ; Schweine a) fette Speckschweine über 350 Pfd. Le- i benDgewicht 50, b) anDere 30 bis 41 Mark de - Zentner Lebendgewicht. Marktoerlauf: Bei aller : Viehgattungen ruhig._________________ _

Deutsches Eisen aus deutschem Erz. Die einheimische Erzgrundlage der deutschen Eisen- - industrie ist bekannlich verhältnismäßig schmal. Nur ; im Siegerland, im ßatjn- und Dillgebiet sowie in , einigen Bezirken Oberhessens befinden sich bedeu­tende Erzvorkommen. Im freien Wettbewerb mit den reicheren ausländischen (hauptsächlich schwedi­schen) Erzgruben kann freilich der deutsche Erzberg- bau nicht gedeihen. Er war deshalb viele Jahre hindurch notleidend, weil ihm Die früheren Regie­rungen zwar bisweilen Unterstützungen gewahrten, aber ihm keine ausreichenDe AbfatzgrunDlage sicherten.

Die Deutschen Eisenerze müssen an Der Sieg, Lahn und Dill im Tiefbau mühsam gewonnen und durch ein verhältnismäßig kostspieliges Auf­bereitungsverfahren verfeinert werden. Dagegen werden Die an sich schon unter weit günstigeren Verhältnissen (meist sogar im Tagebau) geförDerten unD einer nachträglichen Aufbereitung nicht be= Dürftigen ausländischen Erze heute teilweise auch noch durch den Währungsverfall Der Erzeugungs­länder künstlich verbilligt. Deutschland hat aber aus nationalwirtschaftlichen, arbeitsmarkt- und nament­lich aus devifenpolitifchen Gründen sehr erhebliches Interesse daran, daß in möglichst großem Umfange anstatt ausländischer deutsche Erze verarbeitet werden. Denn selbst wenn Der Bezug Der AuslanDs- erze billiger ist, so frißt er Devisen unD muh schon Deshalb nach Möglichkeit oermieDen werben, ganz Davon abgesehen. Daß Der inländische Erzbergbau zahlreichen deutschen Arbeitern Beschäftigung und Brot gibt.

Unter Liesen Gesichtspunkten ist nach der Macht­ergreifung Lurch Len Nationalsozialismus am 5. Mai 1933 von den rheinifchwestfälifchen Hütten­werken ein Erzlieferungsabkommen mit den deut­schen Erzgruben an Sieg, Lahn und Dill abge­schlossen worden. Dieses Abkommen, Las dem deut­schen Eisenerzbergbau einen bestimmten Anteil an Der Erzversorgung Der deutschen Eisen- und Stahl­industrie gewährleistete, endet am 31. Mai dieses Jahres. Es ist aber jetzt bis zum 31. Mai 1935, also um ein weiteres Jahr verlängert worden, und zwar ohne wesentliche Veränderungen. Die Bestre­bungen, Den Anteil Der deutschen Erzgruben an Der Rohstoffversorgung der deutschen Großeisenindustrie zu erhöhen, konnten sich noch nicht durchsetzen. Das hätte zu eine Verteuerung des Erzbezugs für die Eisenindustrie geführt, und dadurch wäre wieder die sehr notwendige deutsche Eisenausfuhr behindert worden. Es ist im Augenblick auch aus devisen- politifchen Gründen noch wichtiger, Die deutsche Eisenausfuhr zu vermehren, selbst wenn ein Teil der Erze weiter aus dem Ausland bezogen und mit Devisen bezahlt werden muß. Doch sichert das ver­längerte Erzlieferungsabkommen den deutschen Erz­gruben auf ein weiteres Jahr einen festen Mindest- abfatz von 625 000 Tonnen, lieber die Uebemahme- preife und über eine andere Verteilung der Erzliefe­rungen auf die Eisenhütten und Die reinen Stahl­werke sollen noch weitere Verhandlungen gepflo­gen werden.

Unsere Getreidevorräte im April.

Nach den Feststellungen Des Statistischen Reichs­amtes haben Die GetreiDevorräte Der zweiten HanD im April allgemein abgenommen, erstmals auch Die BestänDe an Weizen. LeDiglich bei Den Mühlen ist eine weitere Zunahme Der Weizenvorräte zu ver­zeichnen. Die Weizenvorräte Der Lagerhäuser haben sich Dagegen beträchtlich verringert. Die Gesamtvor- räte an Weizen betrugen 1309 000 (1320 000) Ton­nen. In Den Mühlen lagerten hiervon 685 000 Ton­nen, D. s. 52 (49) Prozent Der gesamten Weizen- beftänDe Der zweiten HanD. Die Vorräte an Roggen gingen insgesamt auf 872 000 (943 000) Ton­nen zurück, von denen sich 54 (53) Prozent in

Bühne.

Selbstverständlich ist auch in diesem wie Vorgänger formlosen Stück der Vier die Handl"" ' nur notwendiger Behelf, Anlaß für Spott, S"" und tiefere Bedeutung. Daß Die Nachrichter K' Pointe ihres Themas auslaffen unD sich über Q Requisiten Des Kriminalkitsches gehörig luftig w chen, weiß jeder. Der sie kennt. Längen wer sie aus Der Praxis heraus wohl selber noch aus» ' Stück entfernen. Als Darsteller schoß ®urD J Heyne als EDgar Wallace Den Vogel ab. Heim Käutner spielte Den Sherlock Holmes,[ TodD Den Vertreter Des Nervenberuhigungsw tels alias Stuart Webbs alias Den Kuckuck J t leitet wie imme^* d°m §°uK