Schach-Ecke.
Bearbeitet von Otto Den kn er.
Problem Nr. 373.
Von Johann Berger, Graz (1933).
Weiß 8 Steine: Kgl; Da8; Sf3; Sd5; Le8; Bb4,
Weiß die Absicht, den schwarzen Damenflügel unter Druck zu setzen.) 15. ..Sg6—h4. (Dieser Zug kann nicht gutgeheißen werden. Schwarz sollte lieber etwas für seinen Damenflügel tun.) 16. Sc3—e2, c7—c6. 17. Tal—bl, Te8—e7. 18. a3—a4, Ta8—e8.
h2, h3.
Schwarz 11 Steine: Ke4; Tbl; Lei; Lfl; Bb2, b5, e2, e3, 14, g7, h7.
Weiß zieht und setzt in drei Zügen matt.
Problem Nr. 374.
Von I. I. R i e t v e l d, Kesteren (Holland).
Weiß 8 Steine: Kd7; Dc2; Ta8; Lei; Lfl; Sa4; Sc4; Bd6.
Schwarz 6 Steine: Kb5; Tf3; Sa5; Sd2; Ba3, 17.
Weiß zieht und setzt in zwei Zügen matt.
Partie Nr. 260.
Der Weltmeister geschlagen!
Aus dem Internationalen Meisterturnier in Zürich.
Weiß: Dr. Euwe (Hollands Vorkämpfer). Schwarz: Dr. A l j e ch i n (der Weltmeister).
1. c2—c4, c7—e6. 2. d2—d4, d7—d5. (Damen- gambit.) 3. Sbl—c3, a7—a6. (Die sog. „Schweizer- Verteidigung. Um die Jahrhundertwende von dem französischen Meister Janowski oft angewandt.) 4. c4Xd5, e6Xd5. 5. Lei—14, Sg8—16. 6. e2—e3, Lf8—d6. 7. L14Xd6, Dd8Xd6. 8. Lfl— d3, Sb8—c6. 9. Sgl—e2, 0—0. 10. a2—a3, Sc6—e7. 11. Ddl—c2, b7—b6. (Hiermit bietet der Weltmeister ein Bauernopfer an: z. B. 12. e3—e4, d5Xe4. 13. Sc3Xe4, S16Xe4. 14. Ld3Xe4, Se7-d5. 15. Le4Xh7+, Kg8—h8. 16. Lh7—15, Lc8X15 usw. Dr. Euwe lehnt jedoch das angebotene Bauernopfer ab, da nach der Annahme desselben der Weltmeister Gelegenheit hätte, sein Spiel zu befreien und in das Fahrwasser taktischer Verwicklungen zu steuern, die er wie kein zweiter Meister beherrscht. Der Verlust des Randbauern hätte dann im Moment keine Bedeutung. 12. b2—b4, Lc8—b7. 13. 0—0, T18—e8. 14. Se2—g3, Se7—g6. 15. TU—cl. (Damit bekundet
19. a4—a5, bb—b5. 20. Se2—14, Te7—c7. 21. Dc2 —c5, Dd6—d7. 22. Tel—el, Sh4—g6. (Siehe Anmerkung zu Zug 15.) 23. Ld3—15, Dd7—d8. 24. S14 —d3, Lb7—c8. 25. Tbl—cl, Sg6—e7. 26. L15Xc8, Se7Xc8. 27. Sd3—e5, Te&—e6. 28. e3—e4. (Dieser Vorstoß sollte Weiß nicht in Vorteil bringen. Allerdings ist ein Weg, der die weiße Stellung weiter verstärkt, schwer zu sehen. Vielleicht kam Dc5—c2 nebst Dc2—15 in Frage.) 28. ..., S16Xe4. 29. Sg3Xe4, d5Xe4. 30. TelXe4, 17—16? (Ein schweres Versehen des Weltmeisters! Dr. Aliechin muß offenbar glauben, daß sein Gegner eine Figur eingestellt hat, denn anders ist das Versehen nicht zu erklären. Schwarz sollte den auf c8 untätig stehenden Springer über e7 wieder ins Spiel bringen, wonach eine weitere Angriffs-Fortsetzung für Weiß nicht zu sehen ist.) 31. Se5—17! (Eine hübsche Kombination! Schwarz darf den Springer nicht schlagen, z.B.: 31. ..., Kg8X17. 32. DcS-H5+, K17—e7 erzwungen. 33. Te5Xe6+, Ke7Xe6. 34. Tel—el+, Ke6—d6, 35. Dh5—c5+, Kd6—d7. 36. Dc5—15+, Kd7—d6. 37. D15—e6+ und matt.) 31. ..., Dd8—e8. (Jetzt geht der Bauer c6 verloren. Es muß noch gesagt werden, daß die Kombination Se5—17 von der Brettseite des Schwarzen aus betrachtet viel schwerer zu sehen ist, als von der weißen Seite; um so mehr, da die durch den Vorstoß e3—e4 und den Wegzug des Springers frei werdende Linie c5—H5 die Hauptrolle hierbei spielt.) 32. Te4Xe6, De8Xe6. 33. S17—d8, De6—e4. 34. Sd8Xc6, H7—h6. (Mit einem Bauern weniger steht der Weltmeister nunmehr klar auf Verlust. Der Gewinn ist nur noch eine Frage der Spieltechnik, die von Dr. Euwe ausgezeichnet gelöst wird. 35. d4 —d5, De4—d3. 36. b2—h3, Dd3—d2. 37. g2—g3, Kg8—h8. 38. Kgl—g2, Dd2—d3. 39. Tel—el, KH8—H7. 40. Tel—e3, Dd3—d2. 41. Te3—e8, Dd2—d3. 42. Dc5—d4, DdT-c4. 43. Dd4—e4+, Dc4Xe4. 44. Te8Xe4, Kh7—g8. 45. Sc6—b8,
Kg8—17. 46. SbSXaö, Tc7—d7. 47. Te4—d4, Sc8 —e7. 48. d5—d6, Se7—15. 49. Td4—d5, S15Xd6. 50. Sa6—c5, Td7—d8. 51. Sc5—e4, Sd6—b7. 52. a5—a6, K17—e6. (Falls Td8Xd5, so folgt 53. a6Xb7, Td5—d8. 54. Se4-d6+ nebst Sd6—c8.) 53. Td4Xd8. Aufgegeben. Die einzige Niederlage des Weltmeisters in Zürich! Der holländische Vorkämpfer Dr. Euwe gilt als der nächste Anwärter um den Kampf um die Weltmeisterschaft, die demnächst stattfinden soll.
Lösung des Problems Ttt. 371.
Von F. Giegold.
1. De2-d3!, Kab-a5. 2. La3—b4+, Ka5Xb4. 3. Dd3—c3+ und matt.
1. .. ... 2. ..., Ka5—a6. 3. Dd3—d6+ und matt.
1. ..., g3—g2 oder h3—h2. 2. Dd3—d6+, Ka6 —a5. 3. La3—b4+ und matt.
1. ..., d7—d5. 2. La3—b4, nebst Dd3—g6+ und matt.
1. ..., auf Ka6—b6 oder d7—d6 oder 14—13 geht sowohl 2. Dd3—d6+ als auch 2. La3—b4 usw.
Lösung des Problems Ur. 372.
Don Professor Rudolf Dütschke.
1. Ddl—gl! usw.
Oie Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedaktionStisch
Der größte König.
Das war noch vor dem Kriege. Irgend etwas hatte der Einjährige verkorkst, und der Feldwebel winkte ihn zu sich heran.
„Einjähriger, wen halten Sie für den größten König der Weltgeschichte?"
Der Einjährige knallte die Hacken zusammen und meldete: „Friedrich der Große, Herr Feldwebel!"
„Nee, mein Herr, der nicht", belehrte ihn auf diese Antwort der Feldwebel, „sondern Herodes. Natürlich wissen Sie mal wieder nicht, warum — werde ich es Ihnen sagen: er ließ nämlich alle ,Einjährigen^ umbringen!"
Ein Vater, der seine Tochter auf eine privtzf Handelsschule in Neuyork geben wollte, machte J nächst einen Besuch bei dem Leiter.
„Ist man mit Ihren Schülerinnen zufrieden?"
„Das will ich meinen. Von vierzig, die im vorige Jahr ihr Diplom machten, sind jetzt fünfundzwanzü mit ihrem Chef getraut."
Das gute Geschäft.
Ein amerikanischer Millionär hatte hm t. 13 Jahren keinen neuen Mantel gekauft. Nicht ihh- aber feiner Frau war das Ding schließlich ; schäbig. Unter dem Vorwand, daß ein äußert wöhnlicher Gelegenheitskauf zu machen sei, sie ihren Mann in ein Pelzgeschäft, und für fe*,; Dollar kaufte er einen Gehpelz, der in Wirklich^ dreihundert kostete. Den Rest bezahlte sie hj^ rücks.
Am Tage daraus ging er aber schon wieder seinem schäbigen Fetzen aus. „Aber", fragte unglückliche Gattin, „warum ziehst du denn schönen Pelz nicht an?"
„Denk dir, Kind, mit dem habe ich ein gutes schäft gemacht! Ein Freund auf der Börse hat k mir für bare hundert Dollar abgekauft."
Amerikanisches.
In Chikago hat man einen Taschendieb in flag. ranti erwischt. Man führt ihn vor den Richter, ihn zu fünfzig Dollar Strafe verurteilt. Der DetG erklärt dem Richter:
„Ich habe dem Mann soeben die Taschen dm sucht, er kann eine Strafe von fünfzig Dollar i+ zahlen, denn er hat nur dreißig."
Darauf der Richter: „Lassen Sie ihn frei, ch, verlieren Sie ihn nicht aus den Augen. Und brinJ Sie ihn in einer Stunde wieder."
Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm ßangt Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lanc> für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrige: Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans BeL verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theod.- Kümmel. DA. VII. 34: 10100. Druck und Verlar Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindrucke« R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
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Die Offizier-Vereinigung des alten Inf.-Rgts. Kaiser Wilhelm Nr. 116 hat einen sehr schmerzlichen Verlust erlitten. Unser ältester Kamerad
Generalleutnant a. D. V. Madai
ist am 19. August in Dessau im Alter von 91% Jahren gestorben. Er war und blieb bis zu seinem Tode „unser Oberst“, der nie die Zeit vergaß, in der er als Regiments-Kommandeur in Gießen weilte. Treu bis zum letzten Atemzug, Soldat und Kamerad durch und durch, so wird er stets in unserer Erinnerung bleiben
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Amtliche Bekanntmachung des Kreisamts Schotten.
Polizeiordnung über die Verwahrung von Sensen.
Vom 18. August 1934.
Auf Grund des Art. 64 des Gesetzes, die innere Verwaltung und die Vertretung der Kreise und Provinzen betreffend, vom 8. Juli 1911, sowie des Art. III der Verordnung über Vermögensstrafen und Bußen vom 6. Februar 1924, wird mit Zustimmung des Kreisausschusses und mit Genehmigung des Hessischen Staatsministeriums, Ministerialabtei- lung la (Polizei) und Ministerialabteilung le (Landwirtschaft) vom 8. August 1934 zu Nr. I/e 16643 für den Kreis Schotten verordnet:
§ 1.
Sensenklingen müssen, solange sie unbenutzt sind, der ganzen Länge nach mit einer die Schneide vollständig bedeckenden und über die Spitze hinausragenden Verkleidung versehen oder durch Umwickeln geschützt sein.
Ebenso müssen Heugabeln und ähnliche Geräte, sofern sie beim Radfahren getragen werden, mit einer entsprechenden Schutzvorrichtung versehen sein.
§ 2.
Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften des § 1 werden mit Geldstrafe bis zu 150,— RM., im Unvermögensfalle mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft.
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