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Dienstag, 2'.August 1934

Nr. 194 Erstes Blaff

184. Jahrgang

Eichener Anzeiger

Das Ausland und der 19. August

e in- der Hand

An den Reichswehrminister Generaloberst v. Blomberg, Berlin.

Mann-Wahlkreis-System Regierungen geherrscht, wie z. B. 1924 die der Arbeiterpartei, die tatsächlich nur eine Minderheit der im ganzen Lande abge­gebenen Stimmen repräsentierten. Diese formal­demokratischen Regierungen sind also nicht Reprä- entanten des Volkes, sondern einer kleinen Schicht.

Es bedarf keines Beweises, daß ein Führer, der 90 v. 5). aller Wähler hinter sich hat, Wähler, die ihn ohne das Mittelglied eines Parla­mentariers direkt wählten, ganz anders den Willen des Volkes repräsentiert und eine ganz an­dere Autorität besitzt als ein im Parteienkuhhandel zusammengeschobenes Kabinett wie das Doumer- gues oder das Macdonalds. Das ungeheure Ver­trauensgut und die seelische Wandlung, die aus den Parteideutschen aller Schichten die Rationaldeut-

herr Generaloberst!

heule nach der erfolgten Bestätigung des Gesetzes vom 3. August durch das deutsche Volk will ich Ihnen und durch Sie der Wehrmacht Dank sagen für den mir als ihrem Führer und Ober­befehlshaber geleisteten Treueid. So, wie die Offiziere und Soldaten der Wehrmacht sich dem neuen Staat in meiner Person verpflichteten, werde ich es jederzeit als meine höchste Pflicht ansehen, für den Bestand und die Unantastbar­keit der Wehrmacht einzutreten in Erfüllung des Testamentes des verewigten Generalfeldmar­schalls und getreu meinem eigenen Willen, d i e Armee als einzigen Waffenträger in der Ration zu verankern.

gez.: Adolf Hitler.

Führer und Reichskanzler.

Jugend- und Frauenorganisationen Einzig­artiges geleistet. Erfüllt von grenzenlosem Vertrauen zu Euch, bin ich entschlossen, den Kampf um die Seele und für die Ein­heit des deutschen Volkes erneut aufzu­nehmen und weiterzuführen. Ihr werdet in diesem neuen Ringen um unser Volk neben mir stehen wie in den 15 Jahren, die hinter uns liegen, und so, wie es uns möglich war, 90 v. h. des deutschen Volkes dem Nationalsozialismus zu erobern, muß und wird es uns möglich sein, auch die letzten 10 v. h. zu gewinnen. Dies wird die letzte Krönung unseres Sieges fein.

Berlin, den 20. August 1934.

Gez. Adolf Hiller.

Dank an die Wehrmacht.

Der Führer verspricht erneut Unantastbar­keit des einzigen Waffenträgers der Nation.

Berlin, 20. Aug. (DNB.) Der Führer Hal am Wontag, der NSK. zufolge, an den Reichswehr- miniffer Generaloberst von Blomberg, das folgende Schreiben gerichtet:

Berlin, den 20.8.34.

Des Führers Dank an Volk und Partei.

Oer Kampf um die Seele auch des letzten Deutschen nimmt seinen Fortgang.

Berlin, 20. Rüg. (DRV.) Die NSK. veröffent­licht folgende Aufrufe des Führers an das deutsche Volk und die NSDAP.:

Nationalsozialisten, Nationalsozialistinnen, deutsche Volksgenossen!

Ein 15jähriger Kamps unserer Bewegung um die Wacht in Deutschland Hal mit dem gestrigen Tage seinen Abschluß gefunden. Ange­fangen von der obersten Spitze des Reiches über die gesamte Verwaltung bis zur Führung des letzten Ortes befindet sich das Deutsche Reich heute in der Hand der Nationalsozialistischen Partei. Dies ist der Lohn für eine unermeßliche Arbeit, für zahllose Opfer. Ich danke all de­nen, die gestern durch ihre Stimme mit beigetra­gen haben, die Einheit von Staat und Bewegung vor der ganzen Welt zu dokumen­tieren.

Weine und unser aller Aufgabe wird es fein, diese Einheit zu vertiefen und in einem ebenso genialen wie entschlossenen und beharrlichen Kampfe auch den letzten Re st unseres Volkes für die nationalfozialiftifche Idee und Lehre zu gewinnen.

Noch heute nacht find die Entfchlüffe für die Durchführung dieser Aktion gefaßt worden, sie selbst wird mit nationalsozialistischer Schnelligkeit und Gründlichkeit ablaufen. Der Kampf um die Staatsgewalt ist mit dem heutigen Tage beendet. Der Kampf um un­ser teures Volk aber nimmt feinen Fortgang. Das Ziel steht unverrückbar fest: Es muß und es wird der Tag kommen, an dem auch der letzte Deutsche das Symbol des Reiches als Bekenntnis in feinem Herzen trägt

Berlin, den 20. August 1934.

Gez. Adolf Hitler. Parteigenossen, Parteigenossinnen!

Der gestrige herrliche Sieg unserer National­sozialistischen Partei ist In erster Linie Eurer Treue, (Eurer Opferwilligkeit und (Eurem F1 eihe zu verdanken. Ihr habt als politische Kämpfer der Bewegung, als SA.- und SS.-Wänner, als Witglieder unserer Arbeiter-,

Das deutsche Volk wußte bereits vor der Wahl des 19 August, wie ernst die Zeiten sind und daß wir den Helm nicht lockern, sondern fester binden müssen. Das Echo der Wahlen aus dem Auslande beweist, mit welchen kleinlichen Mit­teln und Geschichtsklitterungen eine gewisse Presse versucht, die bisher in der Weltgeschichte wohl bei­spiellose Tatsache umzufälschen, daß ein Volk in freier Wahl sich einen Führer mit einer Stimmen­zahl erkor, wie sie niemals ein Staatsoberhaupt auf sich vereinen konnte, weder der amerikanische Präsident Roosevelt noch Mussolini. Die Leute, die nur aus Zahlen schauen und mit Zahlen alles be­weisen wollen, was in Wirklichkeit ganz anders aussieht, können diese Tatsache aber nicht bestreiten.

Das Echo in Frankreich.

Oie preffe warnt davor, den Sieg des Führers zu unterschätzen.

Paris, 21. Aug. (DRV. Funkspruch.) Es wäre übertrieben, wenn man behaupten würde, das 2lp= ftimmungsergebnis werde in Frankreich als ein restloser Erfolg des Führers hingestellt, eine solche Beurteilung würde der ganzen Einstellung oer französischen Politik gegenüber Deutschland zuwwer- laufen. Immerhin geben die Blätter zu, daß die Rein-Stimmen nicht ins Gewicht fallen, wett pe einmal keine geschlossene Opposition darstellen, fon- dern sich aus den verschiedensten Elementen zu­sammensetzen und weil s5e auf der anderen Seit weniger gegen Hitler selbst gerichtet seien, als geg n die augenblickliche Wirtschaftskrise, in der sich

Und sie können auch nicht verdunkeln, daß das deutsche Volk die Waage in-der Hand hielt. Wenn es in geheimer Wahl rund 90 v. H. aller Stimmen auf einen Mann vereinte, dann liegt hier doch eine Vertrauenskundgebung und eine Zu­versicht von einem Ausmaße vor, wie sie bisher kein Staatsmann der Geschichte auf sich vereinte.

ges wie alle Diktatoren natürliche Abneigung. 'Er wolle vielmehr durch eine friedliche Arbeit die feindselige Einstellung des Auslandes brechen.

DerT e m p s" hebt hervor, daß die ablehnende Haltung zum größten Teil aus den Reihen der Katholiken komme. Nichtsdestoweniger habe Hitler aber eine beträchtliche Mehrheit auf sich vereinigt. Da die künftige Entwicklung infolge des Tempera­ments des deutschen Volkes schwer vorauszusagen fei, hätten alle Länder, die den Frieden wollten, die Pflicht, auch weiterhin stark und geeinigt zu bleiben. Zwei Handlungen müsse der Führer zu­nächst begehen, um seine Worte mit den Taten in Einklang zu setzen: Erstens Deutschland wieder in den Völkerbund zurückführen und zweitens dem Ostlocarno zustimmen.

Scharfe Kritik am Abstimmungsergebnis übt der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Se­nats 'Henry Börenger in der Agence econo- mique et financtere. Man könne dieses Ergebnis nicht lächerlich machen und könne über die 5 Mil­lionen Nein-Stimmen Debatten eröffnen. Das än-

ziellften Persönlichkeiten Frankreichs erklärt, daß die Tage des Regimes in Deutschland gezählt seien und es vielleicht sogar angebracht erscheine, schon jetzt Verhandlungen mit den Nachfolgern Hitlers aufzunehmen. Es fei zu hoffen, daß die erdrückende Mehrheit, die der Führer erhalten habe, den füh­renden französischen Staatsmännern die Schuppen von den Augen nehme.

Als lächerlich bezeichnet dieAction F r a n xaise" (royalistisch) den Versuch, in dem Ergeb­nis des Volksentscheides Anzeichen für einen baldi­gen Sturz Hitlers erblicken zu wollen. Viel klüger ei es, sich an die Tatsache zu halten, daß 38 Mil­lionen Deutscher entschlossen seien, Hitler zu folgen. Es sei nichtig, Haarspaltereien wegen des kleinen Teils derer zu treiben, die verneinten. Diese woll­ten vielleicht das Sowjetregime in Deutschland ein» ühren. Würden die Nachbarn Deutschlands dadurch gewinnen? AuchJournal" (im Besitz der- tungsindustrie) warnt, die Stimmen der Nein- Sager überschätzen und den Sieg des Führers un­terschätzen zu wollen. Dieser Sieg bleibe vorbild­lich. Wenn es Hitler nicht gelungen sei, alle Stim­men auf sich zu vereinigen, so bleibe nichtsdestowe­niger die Tatsache bestehen, daß 38 Millionen, dar­unter die ungeheure Mehrheit der Jugend, die sozu- agen durch Zuruf gewählt habe, ihre Stimmen ab- ;aben auf das Losungswort, gegen das Ausland. 90 v. H. des Wahlkörpers haben sich um den Füh- rer geschart, um mit ihm gegen das Ausland Front zu machen, dem es zu beweisen gelte, daß die deutsche Einheit kein Mythos sei.

Wie stets, läßt auch diesmal wieder das dem Generalstab nahestehendeEcho de Paris" sei­nen hetzerischen Instinkten freien Lauf. Die Bestäti­gung Hitlers durch das deutsche Volk bringe schwere Gefahren für Europa mit sich. Deutschland scheine entschlossen, diesystematische Aufrüstung" fortzu- setzen. Aufgabe der Mächte sei es, sich eng anein­ander zu schließen und eine so feste Front zu bilden, daß Berlin niemals auf den Gedanken kommen könnte, es wäre möglich, diese Front zu brechen.

Englische Betrachtungen.

London, 21. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die beiden großen Londoner BlätterTimes" und Morning Post" äußern sich am Dienstag ausführ­lich über das Ergebnis der Volksabstimmung vom letzten Sonntag.Morning Po st" (konserv.) be­harrt auf ihrem Standpunkt, daß das Stimmergeb­nis kein Bild von der wahren Stimmung des deutschen Volkes liefere, gibt jedoch zu, daß Hitler einen neuen Beweis feiner Stärke gegeben habe und daß er als identisch mit Deutschland betrachtet werden müsse. Aber gerade diesen Um- stand hält das Blatt für beunruhigend, indem es in bezeichnender Unbelehrbarkeit nach dem Vor­bilde Pariser Blätter frühere, kurz nach Beendi­gung des Krieges gemachte Steuerungen Hitlers anführt und daraus auf kriegerische Pläne schlie­ßen will. ~.

Beträchtlich objektiver äußert sich dieTimes . Das Blatt legt zwar nach wie vor Gewicht auf die Höhe der am Sonntag abgegebenen Nein- Stimmen, erkennt aber an, daß ein beinahe 90- prozentiges Ja unmöglich gewesen wäre, wenn der Führer nicht nach wie vor über eine große und be­geisterte Anhängerschaft verfügte und wenn die Mehrheit der Nation nicht der Ueberzeugung wäre, daß unter den obwaltenden Umständen k eine andere Führung als d i e seine möglich sei. Sehr beunruhigt ist das Blatt über verschiedene Steuerungen, die während des Propagandafeld­zuges der Vorwoche in Deutschland gefallen sind und die bei dem deutschen Volke zweifellos die Vorstellung erweckt hätten, es sei von Gegnern umringt. DieTimes" meint, die (Erregung solcher fremdenfeindlicher Gefühle könne kaum als ein Beitrag für den internationalen Frieden bezeichnet werden, vergißt aber zu erwähnen, daß ja auch die Aeußerunaen maßgebender fremder Blätter über deutsche Zustände keineswegs immer auf einen deutschfreundlichen Ton abgestimmt sind.

Amerikanische Entgleisungen.

Ne uy o r k, 20. Aug. (DNB.) Wie schwer es dem Amerikaner fällt, europäische und vor allem deutsche Ereignisse objektiv und vor allem leiden­schaftslos zu betrachten, dafür bietet die Beurtei­lung des Wahlergebnisses in den Vereinigten Staa­ten wiederum ein klassisches Beispiel.Der Natio­nalsozialismus ein Rückfall in das Barbarentum", Die Wahl ein burleskes Spiel" so urteilt beispiels­weise die NeuyorkerW o r l d", während andere Blätter den Volksentscheid als ein Ereignis ohne jede Bedeutung hinstellen. Die Washingtoner Blät­ter glauben aus dem Ergebnis ein Anzeichen für das Nachlassen der Popularität Hitlers heraus­lesen zu können. Die Hearst-Blätter, die vor der Wahl das Märchen wieder aufbrachten, daß die Stimmzettel unrichtig gezählt werden würden, müs­sen heute auf Grund ihrer Berliner Berichterstat­tung zugeben, daß die Zählung offenbar voll­kommen korrekt vor sich gegangen sei. Man möchte hoffen, daß dieses Urteil des Berliner Ver­treters der Hearst-Presse, der sich auf Grund der tatsächlichen Verhältnisse zur Wahrheit bekennen mußte, auch in der übrigen amerikanischen Presse Schule machen wird.

Unfreundliche Kommentare der italienischen preffe.

Mailand, 20. Aug. (DNB.) Die italienischen Blätter bringen lange Berliner Berichte über die i deutsche Abstimmung. Ihr Ergebnis wird, um mit , derStamp a" zu sprechen, als einunzweifel* : Hafter Wahlerfolg von weitesten Ausmaßen" hinge- : stellt.(Eorriere della Sera" spricht von demabsolut positiven Ausgang der Volksabstim-

dere aber alles nichts an der Tatsache, daß es nur ein einziges Deutschland gebe, nämlich das Deutschland des Nationalsozialismus und der Reichswehr, d. h. das pangermanistische Deutschland, das sich die Wiederherstellung des hei­ligen Reiches deutscher Nation zur Aufgabe gemacht habe. Für die unmittelbaren Nachbarn Deutschlands und für die übrigen Teile der Welt gebe es nichts Gefährlicheres. Seit Monaten habe man die groh-

fchen schuf, sind am 19. August so sichtbar gewor­den, daß auch das Ausland sich dem nicht entziehen kann. Man kann nicht wähnen, einen solchen Gra­nitblock echten Dolkswillens mit Schreibfedern zu zerspalten, aber man sollte doch im Ausland statt allen Phrasengeklingels und eines innerlich ver­logenen Lobens der Zustände, die in England und Frankreich selbst berechtigte Kritik fanden, einmal sachlich sich überlegen, was einem Volke vorteil­hafter ist, die politische Selbstzucht und das F ü h- rertum a u f der Basis des Vertrauens der Nation oder jener parlamentarische Par­teienklüngel, der in England und Frankreich be­hauptet, die Nation zu repräsentieren und mit einer gewissen Presse nichts anderes ist als eine Kaste.

Wer wagt im Ausland auch nur ein Gegenbeispiel ßu dieser Erscheinung aus den Grüften der Ge­schichte oder gar aus den Wahlerfahrungen der Demokratien der Gegenwart anzugeben! Er melde . sich. - -

Seit dem nationalen Durchbruch mußte bie Um» pflügung des deutschen Bodens, die Reinigung des deutschen Ackers vom Unkraut, die Neuordnung des lKuttur- und Gesellschaftslebens und Wirkens ganz maturgemäß hart und unbarmherzig vorgenommen , :roerben; vieles Gewohnte, an dem der Mensch 1 hing, versank jäh. Aus dem furchtbaren wirtschaft- : llichen Zusammenbruch können wir nur stufenweise i und in harter Arbeit wieder nach oben kommen. , 'Alles das hat der Führer dem Volke gesagt, und ; >es ist erklärlich, daß in einem 66-Millionen-Volk . immer noch eine kleine Gruppe abseits steht. Aber . ider Deutsche gesunder Art pflegt d i e T a t auf sich , -wirken zu lassen. Die Erziehung zum neuen Reich und das Wirken des neuen Reiches sind eben so ' nnie die Formung der deutschen Menschen aus Par- tteideutschen zu Gesamtdeutschen noch in den An- : ffängen, und nach den bisherigen Leistungen wird , »uch ein Teil der Neinsager nach und nach sich in foie Front eingliedern. «

Noch vor V/2 Jahren wäre es undenkbar gewesen, , Daß ein Volk, jahrelang von 46 Parteien zerrissen, sich «einer Führung und einer Autorität in Ge- ; ffolgschaftstreue zugesellte. Wir haben erlebt, was rwar. Die Einsetzung des individuellen Urteils zum Richter über alle menschlichen Fragen wurde zur ^Zerstörung aller Autorität, nicht nur in Fragen der »Staatsführung und des Geistes, sondern führte zu »einer Atomisierung des Reiches und der Volkheit. »Es war notwendig, die uns angeborene innere »Grenzenlosigkeit des germanischen Wesens frucht­bar zu machen durch die äußere Begrenztheit des Deutschen Einzelwesens. Diese Notwendigkeit war Die Mutter der deutschen Neuwerdung, eine Not- menbigfeit, bie schon ber alte Germane in seiner Rnterorbnung unter eine freigewählte Pflicht in­stinktiv gefühlt hat.

Das Goethewort:Nach außen hm begrenzt, im ' Innern unbegrenzt" spricht bieses germanische Prin- mp kurz unb bünbig aus. Statt ber Zersetzung hat sich ber Deutsche selbst bas politische Gesetz ber Zusam- tmenbinbung aller Kräfte aus ben Erfahrungen be- iitruftioer Zeiten auferlegt. 90 Prozent bes Volkes ber Denker unb. Schöpferischen haben nach Wirr- uvahns Zeit erkannt, baß nur biefe große Zufam- snenbinbung ben wirklichen Dolkwi11en mit ber Zielrichtung auf Gesunbung bebeutet unb baß ber Führer, ber biesen Willen rein reprasen- ! tiert unb ihn praktisch bewies, auf bie Nibelungen­treue biefer Millionen rechnen kann. Damit ist eine Autorität geschaffen, bie nicht gewalthaberisch ist, fonbern vorn Volke ausgeht unb im Volke verwurzelt bleibt. Die wahre Demokratie besteht doch barin, baß das Volk bas Regierungshaupt

Was wir dagegen bisher hatten und in England und ben USA. unb Frankreich heute noch besteht, Lft bie Formaldemokratie, wonach Zwar a u ß er - Cid) der Wähler entscheidet, bie Souveränität bes Dolkswillens aber umgebogen unb oft gegen das Volk zurecht gebogen wirb.

Ganz abgesehen davon, daß m Deutschland auch bie Frauen zur Wahlurne gehen, was m Frank­reich nicht der Fall ist, ebensowenig wie in Italien, Öa in Wirklichkeit dem Romanen die Frau etwas ' anderes ist als dem Deutschen, ist in der Formal- bemoEratie der Weg der Willensmeinung eines Volkes durchweg so: nach dem Mehrheitssystem werden Beauftragte des Volkes gewählt, Parlamentarier, die nach der Ideologie nur nach hrem freien Gewissen unb nur dem Volke ver­antwortlich handeln sollen, in Wirklichkeit aber rgendeiner Parteigruppe angehören. Diese Mittler zwischen Volk und Regierung stellen immer nur eine Minderheit bar, unb aus biefer Minder­heit wird bie Regierung gebildet, so daß tatsächlich weder in England noch in Frankreich der Premier- minifter bzw. Staatspräsident auch nur ein Drittel aller Wähler hinter sich hat. Es ist doch bezeichnend, »uft der aus freier Volkswahl hervorgegangene imerifanifdje Präsident Roosevelt -um Prost- Lenken erkoren wurde von nur einem Drittel der Wähler' Man hat berechnet, daß in Frankreich seit ^852 noch niemals eine wirkliche Dolksbefra- gung vorgenommen wurde, durch die eine Regie­rung oder ein Staatsoberhaupt eine Autorität er- mnate man hat auskalkuliert, daß die zumeist zusammengesetzten französischen Kabinette stets Kabinette'der Minderheiten waren, und m England haben Jahrzehnte lang durch das Ein-

Deutschland befinde. ,. ,

Hitler, so schreibt derIn t r ansi g e an , \ heute wieder unumschränkter Herrscher de R. ch und könne sich auf eine mächtige Mehrheit stutzen, die sich zu seinen Gunsten ausgesprochen habe. Der Paris Soir" sieht die Ursache der Neinstim­men in den Ereignissen der Atzten 3®*1 ?n? e_

Man dürfe deshalb aber nicht glauben, daß der Führer dadurch irgendwie sich werde beirren lassen. Gestützt auf die Reichswehr, habe er Deutschland fest in Händen und könne sowohl gegen die Wirt­schaftskrise, als auch gegen 'nnerpolttische

Krisen Front machen. Die einzigen Wolken, bie sich' Über Deutschland zusammenziehen konnten, könnten von außen kommen und deshalb werde er ettie Hauptaufmerksamkeit nunmehr auch dem Auslande schenken. So diszipliniert das deutsche

tVnnen *Kr?eg zu Wnfen. Ver I ten ^Dummheiten über Deutschland und Hitler oer Rührer habe gegen das Vabanquespiel eines Krie- breitet. Noch im Mai d. I. habe ihm eure der öffn

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