SJL-tfpoit
Davispokal
Deutschland - Rumänien 3: 0.
Den dritten Punkt und damit auch den G e - samtsieg holten am Samstag im Davispokal- Ausscheidungskampf zwischen Deutschland und Rumänien v. Cramm-Henkel II. im Doppel. Wieder hatten sich nur wenige Zuschauer auf den Rotweiß- Plätzen in Berlin eingefunden. Man erwartete allgemein nach den glatten Ergebnissen des Freitags auch diesmal einen deutschen Sieg. Unser Doppel v. Cramm-Henkel II. enttäuschte auch nicht, sie konnten in drei Sätzen die Rumänen Hamburger- Schmidt sicher mit 6:1, 6:2, 6:2 schlagen. Unser Meister v. Gramm zeigte sich in guter Form und wurde von Henkel II. gut unterstützt. Bei den Rumänen war Schmidt der bessere Spieler.
Internationale Alpenfahrt.
Bei der Internationalen Alpenfahrt gelang es dem Adler-Diplomat-Team, den Internationalen Alpenpokal zu gewinnen. Ebenso konnte das 1,7- Liter-Trumpf-Team wieder den Internationalen Alpenpokal erringen, nachdem im vorigen Jahre bereits dieses Team den Alpenpokal für Deutschland in seiner Klasse gewonnen hatte. Als Einzelfahrer konnten D e l m a r auf 1,7 Liter Adler- Trumpf, sowie Sauerwein auf Adler-Trumpf 1,7 Liter den Gletscherpokal erringen und, was
besondere Bedeutung verdient, der Münchener Schweder aus 1 Liter Junior-Sportwagen den Gletscherpokal gewinnen. Ferner konnte unter den Einzelfahrern Graf Westerholt auf 1,7 Liter Adler-Trumpf die Goldene Gletscher-Plakette erringen. Damit wurden die Adlerwerke bei der Wertung der Internationalen Alpenfahrt wieder das erfolgreichste deutsche Werk. Im Verein mit anderen deutschen erfolgreichen Werken haben sie die deutsche Kraftfahrzeugindustrie würdig ver- treten.
Kurze (Sportnotizen.
Außer Gefecht gesetzt ist für die nächste Zeit unser bester Langstreckenläufer Max Syring. Der Wittenberger leidet an einer Knochenhautentzündung und mußte sich in ein Krankenhaus begeben.
Exweltmeister Primo Carnera hat auf seinen Titel eines italienischen Landesmeisters im Schwergewichtsboxen freiwillig verzichtet.
*
Mit einem Siege Englands endete der Tennis-Länderkampf gegen England. Nach dem 6:6-Sand des ersten Tages holten die englischen Spieler und Spielerinnen am zweiten Tag einen 13:11-Sieg heraus.
Sportfest des Vannes 116 her Hitler-lugend
(Großen-Buseck) ein weiteres Tor zu landen, so daß sie das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden kann.
Unterbann I (Gießen) — Unterbann IV (Großen- Linden) 6:5.
Sehr interessanter und schneller Spielverlauf zweier ganz gleichwertiger Mannschaften, rascher Torwechsel, der zu dem sehr schönen Erfolge führte. Im Unterbann IV war der Linksaußen ein sehr guter Torschütze.
Die Einzelwettkämpfe.
An den verschiedenen Stellen auf dem Universitätssportplatz sah man am Nachmittag sehr lebhafte Kämpfe. Im Hundermeterlauf, Keulenweitwurf, Kugelstoßen, Hochsprung wurden beachtliche Leistungen erzielt. Das Tauziehen brachte eine besondere Abwechselung und bewirkte in den Reihen der Zuschauer eine weit größere Erregung als bei den Kämpfenden selber.
Die Ergebnisse:
Keulenwerfen, Altersklasse I (über 16 Jahre): 1. Lotz (Unterbann III) 60 Meter; 2. Launsbach (Unterbann II) und Stumpf (Unterbann III) beide 58 Meter; 3. Mehl (Unterbann IV) und Harbach (Unterbann III) beide 56 Meter.
Altersstufe II (unter 16 Jahren): 1. Keil (Unterbann II) 57 Meter; 2. Kley und Krenzien (Unterbann I) beide 50 Meter; 3. Emmel (Unterbann I) 48 Meter.
Außer Konkurrenz warfen Unterbannführer Schneider, Großen-Buseck, 62 Meter und Bannführer Häuser 58 Meter.
Hochsprung, Altersklasse I (über 16 Jahre): 1. Klinkel, Müller und Biehl, sämtlich Un- terbann II je 1,60 Meter; 2. Weißel (Unterbann I) und Launsbach (Unterbann II) beide 1,55 Meter.
Altersklasse II (unter 16 Jahre): 1. Dort (Unterbann II) 1,30 Meter.
1000-Meter-Lauf: 1. Bender (Unter- bann IV) 3:05,2 Min.; 2. Becker (Bann 116)3:11,4; 3. Bonarius und Link (Unterbann I) 3:12 Min.
Kugel st oßen, Alterklasse I: 1. Klinkel (Unterbann II) 12,02 Meter; 2. Launsbach (Unterbann II) 11,03 Meter; 3. Müller (Unterbann II) 10,38 Meter. — A l t e r s st u f e 11: 1. Kley (Unterbann I) 10,03 Meter; 2. Bierau (Unterbann II) 7,70 Meter.
Hierauf folgt das
yandballenlscheidungsfpiel.
Bei sehr günstigem Wetter wurden gestern die Sportwettkämpfe der Hitlerjugend auf dem Universitätssportplatz durchgeführt. Für die sportlichen Entscheidungskämpfe am 1. und 2. September in Frankfurt, dem Tag der „Hunderttausend" sollten die auf dem Gebiet des Sportes besten Kameradschaften ermittelt werden, die dann in Frankfurt den Bann 116 gegen die Mannschaften sämtlicher anderen Banne des Gebietes Hessen-Nassau zu vertreten haben.
Der Sonntagmorgen begann mit den Ausscheidungen im Lausen, Kugelstoßen, Keulenwerfen und Weitsprung. Jede Gefolgschaft der einzelnen Unterbanne stellte hierzu eine Sportkameradschaft, die jede dieser mer Prüfungen ablegen mußte, so daß. hierdurch die beste Mannschaft des Bannes ermit-: telt wurde. Es kam also nicht auf Einzelhöchst- teistungen an, so daß der einzelne im Laufen oder Weitsprung eine besondere Note erringen könnte, sondern eine Mannschaft mußte in sämtlichen Leistungsgruppen das beste Gesamtergebnis erzielen, um in Frankfurt den Bann vertreten zu können.
Die siegende Blannschaft des Vierkampfes stellte der Unterbann III (Watzenborn - Steinberg) Kameradschaft 1 mit 3570 Punkten.
Ausschlaggebend bei diesem Siege waren in erster Linie die beim Keulenwerfen erzielten Weiten. Fritz Lotz warf hier 64 Meter. Es folgen dann: Unterbann I (Gießen) Gefolgschaft 4 mit 3534 Punkte; 3. Ub. I Gef. 3 3414 P.; 4. Ub. III Gef. 2 3302 P.; 5. Ub. II Gef. 4 3254 P.; 6. Ub. I Gef. 2 3189 P.; 7. Ub. IV Gef. 1 2893 P.; 8. Ub. II Gef. 2 2494 P.; 9. Ub. II Ges. 3 2409 Punkte.
Den Wanderpreis des Bannes 116 erhält somit der Unterbann III, der ebenfalls in Frankfurt den Bann 116 vertreten wird.
Es folgen hierauf die beiden
Vorrundenspiele lm Handball um die Vannmeisierschaft:
Unterbann II (Großen-Vuseck) — Unterbann III (Watzenborn-Steinberg) 4:3.
Unterbann III hat Mittelanstoß und kommt schon nach zwei Minuten zum ersten Tor. Unterbann II kann unverzüglich durch schönen Gegenangriff zum Ausgleichstor kommen. Ueberhaupt hat das Spiel einen schönen und wechselvollen Verlauf. Am Schluß, nach 20 Minuten Spieldauer steht das Spiel 3:3, so daß das Spiel verlängert werden muß. Es gelingt der Mannschaft des Unterbannes II
Unterbarm N (Großen-Buseck) gegen Unterbann I (Gießen). Die Mannschaft von Unterbann I bricht sofort bis zum Tor des Gegners durch, kann aber noch nicht zum Wurf kommen. Nach einigem Hin und Her schießt der Mittelstürmer von Unterbann II das erste Tor. Das Spiel wird jetzt bedeutend schneller und die Gießener können gleich darauf den Ausgleich erzielen. Es fallen noch einige Tore, so daß das Ergebnis zur Halbzeit 4:3 für Unterbann I lautet. Nach der Halbzeit kommt der Unterbann I stark auf und kann in kurzen Abständen drei weitere Tore erzielen. Unterbann II landet noch drei Tore, kann aber an einem Ergebnis von 12:6 nichts ändern. Der Unterbann I gewann das Spiel mit 12:6 Toren für sich.
Entscheidung im 100-Meter-Lauf: Altersklasse I: 1. Klinkel (Unterbann II) 11,7 Sek.; 2. Viehl (Unterbann II) 11,9 Sek.; 3. Schwalb (Unterbann II) 12 Sek. Altersklasse II: 1. Möll (Unterbann I) 12,2 Sek.; 2. Kley (Unterbann I) 12,5 Sek.
1500-Meter-Lauf: 1. von Pentz (Unter, bann I) 4:52,1 Min.; 2. Möll (Unterbann I) 4:54 Min.; 3. Frischholz (Unterbann III) 5:07 Min.; 4. Bonarius (Unterbann I) 5:10 Min.
Weitsprung: Altersklasse I: 1. Klinkel 6,30 Meter; 2. Viehl 6,25 Meter; 3. Moos 5,48 Meter, alle Unterbann II. Altersklasse II: 1. Möll 5,55 Meter; 2. Emmel 4,50 Meter, beide Unterbann L
Am Schluß dieser ersten großen sportlichen Ver- anstaltung innerhalb der Hitler-Jugend des Bannes 116 treten die Gefolgschaften an und nach kurzen Worten des Bannführers überreichte er der Sieger- Mannschaft im Mehrkampf den Wanderpreis des Bannes 116 und im Liede der Jugend: „Vorwärts, vorwärts, schmettern die hellen Fanfaren" findet diese Veranstaltung ihren Ausklang. Man kann wohl sagen, daß dieses Sportfest des Bannes 116, das unter Leitung von Bannsportwart Körner stand und das aum erstenmal in dieser Form durchgeführt wurde, ein voller Erfolg für die Jugend wurde. Wg.
Emopa-Misterschasteil der Schwimmer.
Gisela Arendt schwimmt neuen deutschen Rekord.
Bei den Schwirnrn-Europa-Meisterschasten in Magdeburg fiel am Freitag — wir berichteten am Samstag kurz darüber — nur eine Entscheidung. Auf dem Programm stand neben den Vorläufen der Herren über 100 Meter Rücken und 1500 Meter Kraul die Entscheidung im 100-Meter-Rücken- schwimmen der Damen. Hier stellte die Berlinerin Gisela Arendt mit 1:20,4 als Zweite einen neuen deutschen Rekord auf. In den Dorläufen der Herren kamen im Rückenschwimmen die deutschen Vertreter Küppers und Schwartz in die Entscheidung, im 1500-Meter-Kraulschwimmen setzte sich wieder nur der Stettiner Nüske für die Entscheidung durch, während Meister Deiters einmal mehr versagte und ausschied. Im Wasserballturnier dürfte die Entscheidung bereits gefallen sein, wenn nicht noch ganz große Ueberraschungen in den restlichen Spielen eintreten. Deutschland verlor gegen Ungarn mit 4:1 (2:0), und damit wird den Ungarn kaum der Endsieg zu nehmen sein.
3m I00-We1er-Rückenschwlmmen der Damen führte die Berlinerin Gisela Arendt noch bei 90 Meter. Hier spurtete sich die Holländerin M a - stenbrook auf gleiche Höhe, und es gab einen erbitterten Endkampf. Nur der schnellere Anschlag der Holländerin entschied ihren Sieg in 1:20,3, während Giesela Arendt mit 1:20,4 in neuer deutscher Rekordzeit auf den zweiten Platz kam, dabei aber die beiden favorisierten Schwimmerinnen Over- sloot-Holland und Harding-England noch hinter sich lassen konnte.
Küppers und Schwartz, unsere beiden Vertreter im 100-Bleter-Rückenschwimmen, setzten sich beide für die Entscheidung durch.
In den Vorläufen zu diesem Wettbewerb zeigten sich überraschend die Engländer als ganz große Schwimmer. Ihre Vertreter Francis und Besford gewannen ihre Vorläufe, und außer ihnen kam noch ihr Landsmann Forn als bester Dritter in die Entscheidung. Der Magdeburger Schwartz blieb im zweiten Vorlauf Sieger, während Küppers im dritten Vorlauf hinter Besford den zweiten Platz belegte. Außer den drei Engländern und den beiden Deutschen stehen noch der Schweizer Siegrist und der Norweger Carlson im Endlauf.
Nur der Stettiner Nüske konnte sich für die Entscheidung im 1500-Meter-Kraulschwimmen durchsetzen. Er belegte im ersten Dorlauf hinter dem Franzosen Jean Taris in 21:31,7 den zweiten Platz, während Meister Deiters im dritten Dorlauf in 21:55,9 nur Vierter wurde und ausschied. Den Endlauf bestreiten Nüske, Jean Taris, die Ungarn Lengyel und Pataky, die Italiener Costoli und Signori und der Engländer Wainwright.
Wasserball: Deutschland — Ungarn 1:4 (0:2).
Unsere Wasserballer muhten Ungarn einen Sieg mit 4:1 (2:0) überlassen. Bei gleichwertigen Lei- stungen in Technik, Ballbehandlung und Schwim-
men gab die bessere Zusammenarbeit und Taktik der Magyaren den Ausschlag. Dazu kam, daß die Deutschen viel Pech hatten und außerdem oft sehr zusammenhanglos spielten. Sie vermochten auch dann keine Erfolge zu erzielen, als die Ungarn mehrfach Spieler außerhalb des Wassers hatten. Boszi brachte Ungarn bis Halbzeit 2:0 in Führung, Nemeth erhöhte nach dem Wechsel auf 3:0, dann fiel durch Schulze der Ehrentreffer Deutschlands durch Strafwurf, aber auf die gleiche Weise war der Ungar Nemech kurz vor Schlpß nochmals erfolgreich.
Der vorletzte Tag (der Samstag) brachte noch eine Reihe interessanter Kämpfe, bei denen auch die deutschen Teilnehmer wieder recht gut abschnitten.
Hertha Schieche (Spandau) setzte sich im Turmspringen der Damen erfolgreich durch und gewann mit 35,43 Punkten den Europameistertitel vor der Schwedin Sjoquist und der Dänin Kragh. Die zweite deutsche Vertreterin, Anneliese Bingel, belegte nur den vierten Platz.
Die 4X100 - Meter - Damen - Kraul- staffel war »der holländischen Mannschaft nicht zu nehmen. Die Holländerinnen siegten in 4:41,5, während Deutschland in der neuen deutschen Bestleistung für Ländermannschaften von 4:50,4 den zweiten Platz belegte.
Das 100 - Meter - Rückens ch w Immen der Herren wurde eine Beute des Engländers Besford, der den bis 90 Meter führenden Bremer Küppers auf den letzten Metern überspurtete und in 1:11,7 siegte. Küppers belegte in 1:12,5 den. zweiten Platz, während Schwartz nur den fünften Platz belegen konnte.
Zwei deutsche Vorlaufsiege gab es im 2 00- Meter-Brustschwimmen. Der Göppinger Schwarz gewann den ersten Vorlauf in 2:49 Minuten, der Hamburger Sietas siegte im zweiten Lauf in 2:51,8.
Die deutschen Damen Salbert und Halbs- guth schieden, in schwacher Form schwimmend, in den Vorläufen zum 400 - Meter - Kraulschwimmen aus.
Im Wasserball kamen zwei Spiele der Gruppe 2 zum Austrag. Am Vormittag sicherte sich Jugoslawien durch einen Sieg mit 3:2 (2:2) den fünften Platz in der Gesamtwertung. Am Nachmittag siegte Frankreich über die Tschechoslowakei mit 5:3 (5:3). Im Kampf um den „Europa-Pokal" steht Deutschland noch mit 62 Puntten vor Ungarn mit 40 Puntten an erster Stelle.
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|Verschiedenes"|
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