tgegentommen der Verwaltung Betrüger. Aus Frankfurt a. D Försters den großen und schö- Der 40jcxt)rige Johannes P e tz i g Herrn von Stumm besichtigen, das Rhein-Main-Gebiet und such!
Oberhessen
dich
ausgiebiger Rast in Wolzhausen konnten die Wan* derer durch düs Entgegenkommen der Verwaltung
•* Warnung vor einem reisenden
" er. Lus Frankfurt a. M- wird gemeldet: * ~ ‘ * i bereist zur Zeit
>t in allen Orten
noch in längeren Ausführungen der hohen Der- dienste des verstorbenen Reichspräsidenten General- eldmarschalls von HAndenburg um Volk und Vaterland im Kriege und Frieden. Mit der Auf- orberung, jeder deutsche Sparer und Rentner müsse bei der Volksabstimmung am 19. August für den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler mit „Ja" stimmen, und mit dem Wunsche, daß Gott auch die Arbeit des neuen Reichsoberhauptes segnen möge, schloß der Versammlungsleiter die gut- besuchte Versammlung.
yornoti^cn.
— Tageskalender für Montag. RS.- Frauenschaft Gießen-Süd und -Ost: 20.15 Uhr, Haus der Deutschen Arbeit, Ortsgruppenabend. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Abenteuer im Sud- expreß".
unter Führung des — ---- « - ..... -
nen Park der Freiherrn von Stumm besichtigen. Von hier aus ging es dem blauen Viereck entlang durch herrliche Wälder über Höingen. Rach dem Verlassen des Waldes bietet sich von der hohe ein entzückender Ausblick in das liebliche Ohmtal mit einen vielen Dörfern und vor allem auf Homberg, ras Ziel der Wanderung. Rach längerer Rast und Besichtigung des Städtchens, das eine schone Lus-
hiT noch immer schweres Kopfzerbrechen machte. Geld spielte keine Rolle. Aber es mußten einige tteine Häuser weg. Und darum gerade ging es Denn wenn auch die beiden anderen Besitzer, gelockt durch ?in hohes Geldangebot, ihre Häuschen rau. men wollten - Frau Greta Omslö wollte nichts Ln wissen: Sie wollte das kleine, schone Haus nicht verlassen. . _ .. ,
Und Farnhorst war der Meinung, daß dieses S)aus vielleicht auch gar nicht weg muffe. Da6 aber 'Rarinafcn aerade dieses Haus weghaben wollte, Seine^ügen glühten, wenn °°n Haus Omsla d,°
Schweres Verkehrsunglück bei Pohl-Göns.
Zwei Tote.
Am gestrigen Sonntag gegen 20 Uhr ereignete sich auf bet Landstraße Zwischen Butzbach und pohl-Göns ein schwerer Zusammenstoß zwischen einem von zwei jungen Männern besetzten Motorrad und einem Automobil, wobei die Motorradfahrer um» Leben k a m e n. Das Motorrad wurde von dem 23 Jahre alten Autoschlosser Wilhelm Menges ausGroßen- Linden geführt, der auf dem Soziussitz den 23 Jahre alten Arbeiter Lrnst heußner von Pohl-Göns bei sich hatte. Obwohl das Personenauto — wie man hört — den Motorradfahrern soweit wie nur möglich ausgewichen sein soll, erfolgte doch der Zusammenstoß. Dabei wurde der Soziusfahrer heutz- ner über das Personenauto hinweg auf die Straße geschleudert, wo er auf der Stelle tot liegen blieb. Der Motorradführer Menges erlitt sehr schwere Verletzungen, denen er gestern abend unmittelbar nach seiner (Anlieferung in das Iohanntter-Krankenhmis in Rieder-weifel ebenfalls erlegen ist. Das Motorrad wurde stark beschädigt. Die Insassen des Personenautos sind nach unseren bisherigen Informationen unverletzt davongekommen.
Lanvkrets Vietzen.
• Rabertshausen, 19. Aug. Dieser Tage wurden in unserem Orte verschiedene Hühn er- diebstähle ausgeführt. Dem Landnnrt Karl $ ofmann II. wurden acht weihe huhner^Kon^
SA.-Ausweis ist vollgültiges LegitimationSpapier.
LDD Auf einen Antrag der Obersten SA.-Füh- mna den SA.-Ausweis als amtlichen Ausweis aberkennen, hat der Herr Reichsminister des Innern wie folgt entschieden: „Die Frage der allge- meinen Ausweispflicht ist in Deutschland grund- leaend durch das Gesetz über das Paßwesen vom 12 Oktober 1867 geregelt. Dieses Gesetz hat den damals in Deutschland bestehenden Pahzwang für den In- und Ausländer grundsätzlich beseitigt, gleichzeitig aber vorgeschrieben, daß auch Reichsange- böriae verpflichtet bleiben, sich auf amtliches Er- fordern über ihre Person genügend auszuweisen. Unter diesen Umständen ist der berechtigte Inhaber eines gültigen, ordnungsgemäß ausgestellten und abgestempelten SA.-Ausweises im Emzelfall ohne weiteres in der Lage, der bestehenden allgemeinen Ausweispflicht zu genügen. Der ausdrücklichen Anerkennung des SA.-Ausweises als eines amtlichen Ausweises, die überdies aus grundsätzlichen Erwägungen' nicht möglich wäre, bedarf es daher nicht Nach dieser Entscheidung ist der SA.- und der SS-Ausweis und in gleicher Anwendung dieser Vorschrift auch der Ausweis der Amtswalter der PO. mit Lichtbild als genügendes Legitimationspapier anzusehen.
Mitglied erversammlung des GparerbundeS.
agte:
„Oh, Sie sind sicherlich ein willkommener Freiers- mann! Sie find ja nicht so häßlich, wie ich es war, als ich auch eine kleine Braut aus dem Hause Omslö holen wollte."
Baringsen wandte sich ab, ließ es zu keinem Wort mehr kommen. Er hastete förmlich davon und stützte sich dabei schwer auf den Stock.
In Farnhorst aber war ein großes echtes Mitleid mit diesem armen, reichen Manne. Jetzt verstand er so vieles, was ihm an Baringsen zuweilen ein Rätsel gewesen war. Und dann dachte er:
Ob es sich um Helges Mutter handelt? Oder um Noras Mutter? Wahrscheinlich doch um die letztere, denn das würde im Alter eher zusammenstimmen.
Sie mochten etwa zwanzig Minuten gelaufen sein, als sich Baringsen umwandte.
„Wenn Sie in Haus Omslö Besuch machen, dann sagen Sie, daß ich es mir anders überlegt hätte. Ich werde das Projekt etwas abändern. Denn — wahrscheinlich — wird die Kleine auch nicht wollen, daß man ihr ihre vielen Rosen und das alte Haus wegnimmt."
„Herr Baringsen! Dieser Entschluß wird in der Tat Freude machen. Und das Haus tft wirklich em kleines Idyll."
Baringsen antwortete nichts mehr. Er ging weiter — immer weiter. Sein häßliches Gesicht war ganz tief auf die Brust gesenkt.
Und Doktor Farnhorst dachte:
In seinem Leben ist eine Tragödie. Riesengroß vielleicht! Und keiner hat es gewußt!
Daheim angekommen, arbeiteten die beiden Herren noch mehrere Stunden zusammen. Die Ingenieure hatten die Pläne vollständig ausgearbeltet, und nun hatte nur noch Baringsen das letzte Wort au sprechen. Der aber besprach alles mit Faniyorft. Und jetzt wandt» er sich ganz besonders mit jeder Frage an ihn.
Al» die Besprechung erledigt war, stand Barinasen auf. Er legte seinem jungen Freunde die Hand auf die Schulter.
(Fortsetzung folgt.)
Hände zitterten. , „ _ _ .,.
Droben besann sich Fritz Farnhorst, daß er nicht allein mit Helge war. Er stellte sie wieder auf die Füße, brachte sie hinauf auf den Pfad.
Helge! Gehe jetzt heim! Und verlasse den Garten nicht mehr! hörst du? Ich komme morgen früh zu deiner Tante Greta. Ditte sie, daß sie mich emp- fänat. Und dann sind wir in aller Oeffentuchkeit verlobt."
Ja!"
„Fritz heiße ich. Ich würde meinen Namen von dir gern einmal hören."
„Leb wohl, Fritz — lieber, lieber Fritz!
Nu/Äre Hände ruhten noch einmal ineinander. Und die Augen. Dann lief Helge schnell den schmalen Pfad entlang. Farnhorst aber wandte sich um und kletterte wieder den Hang hinunter. Drunten sah
rin verliehen worden waren.
Fritz Farnhorst aber stürzte sich in seine- neue Arbeit! Und tausendmal sagte er sich, hnrh ipi haft er diese Arbeit habe. Und Mit -Daring Äb S sich gut. Die Grillen und Ab onderl.A keiten des alten Herrn störten ihn. mcht. Er er kannte ja doch am besten die menschttche Große dieses sonderbaren alten Mannes Er wußte was für hohe Summen immer wieder hmausgmgen ohne Namensnennung des Spenders. Und diese Summen sollten Not lindern. Auch nach Deutschland gingen solche Summen! Denn der reichste M n Norwegens vergaß nie, daß ferne ^ttcr eine Deutsche gewesen war und ihr Heimatland s grenzenlos geliebt hatte.
Das verband sie noch fester. Den alten,, knorrigen, reichen Normannen und den jungen deutschen Doktor der Volkswirtschaft Und der Aeltere profotierte auch aern ein bißchen von den Kenntnissen des jüngeren. Es gab aber auch läge, an denen Barinasen kein Wort sprach. Dann saß er wie ein böses Tier vor seinem Schreibtisch und schrieb und zeichnete. Dann hürfte ibn kein Mensch stören. Nicht mit einem SBottl Auch Doktor Farnhorst nicht! Der arbeitete bann eben in dem ihm angewiesenen Ä'mm-r.
Als der Fuß Baringsens wieder ganz in Drbnung war da waren sie viel miteinander draußen Und zwei Ingenieure, jüngere, m ell,gente Menschen, nahmen Maß, suchten bas Sestern ab
Einmal war Baringsen allein mit Doktor Farn horst. Sanz well droben Su> beiwaÄen eine
hatte! ,. . hm geworden, weil
er^Noras junge, blühende Schuster kennengelernt hatte! -
Siebte er fte ge. ft zu kurz gewesen.
Dazu war d - Bekannr,^, Göhlich«,
SHber er baf/te inrn« a_ reicht liebte er in ihr warmes Lachen. und weil er sich
Noral Weil erJM ■1|‘u”“mar er nicht mehr hin- vor neuen Irrung ! ^mslö. Er wollte auch dieses aufgegangen zu Haus VMS ^rzeleid
junge Mensch ihn dorthin. Und das
& W bet9 Anfang einer wahren.
** Seinen 6 0. Geburtstag feierte Kaufmann Rudolf Poschmann, Wetzlarer Weg 43. Der aus dem deutschen Osten kommende Jubilar diente bei den Ortelsburger Jägern Nr. 1 und brachte es bis zum Dizefeldwebel. Aus Liebe und Treue zur angestammten Heimat setzte er sich als einer der Ersten für die Vorarbeiten für ine Volksabstimmung in West- und Ostpreußen im Bezirk i Gießen ein. Zusammen mit dem mittlerweile ver- i storbenen Oberregierungsrat Welcker und Apo- । theker Wronker (Grohen-Linden) gründeten sie , die Ortsgruppe der West- und Ostpreußen in Gießen, deren Schriftführer Posch mann wuM>e. Bei der Neugliederung der ostdeutschen heimatvErbande in Gießen wurde Poschmann für seine selbstlose, aufopfernde Arbeit für den bedrohten deutschen Osten in schicksalsschwerer Zeit besondere Anerken- ^MrWlle in btr Stabt Sieben. In der Zeit vom 1. bis 16. August verstorben: 2. Heinrich Lenz, Postschaffner i.R., 70 We, Krofdorfer Straße 46; 3. Georg Kraft, Metzger- meister, 75 Jahre, Wetzsteinstrahe 12; 4. Elisabethe Becker, geb. Kaiser, 65 Jahre, Neustadt 24; 7. Isabella Grünewald, geb. Jaffe, 52 Jahre, Bahnhofstraße 50; 10. Johannes Weingartner, Händler, 43 Jahre, Kläranlage 50; 15. stille Theis, geb Straßfeld, 74 Jahre, Ludwigftrahe 60; 15. Karl Becker, Gärtnereibesitzer, 67 Jahre, Am Nahrungs- berg 8; 16. Henriette Fromme, geb. Bandmann, 80 Jahre, Bleichstrahe 24.
** D i e Hühnerjagd in Reffen geht am Donnerstag, 23. August, auf. .
** Straßeninstandsetzu n g s a r beiten i m S ü d v i e r t e l. In den letzten Wochen wurden i im Südviertel unserer Stadt an einer Reihe von Straßen beträchtliche Verbesserungsarbeiten vorae- ' nommen. Die Glaubrechtstrahe, die Straße Am [ Stea zwischen Wetzlarer Weg und Frankfurter Straße, Buchnerstraße, Crednerstraße, Mittelweg und der Wetzlarer Weg zwischen Klinikstraße und Elaubrechtstraße wurden beiderseits mit erhöhtem Bürgersteig versehen, die Gossenrmnen gepflastert und Abflußmöglichkeiten für die Abwässer m die Kanalisation geschaffen. Auch wurden der Wetzlarer Weg zwischen Klinikstraße und Elaubrechtstraße, ferner die Buchnerstraße und em Teil der Glau- brechtstraße von Grund aus neu aufgebaut und m t der Walze unter Zusatz von Splitt und Teer neu bearbeitet. Die Jnstandsetzungarbetten, bei denen zahlreiche Leute beschäftigt werden, sind noch mcht abgeschlossen. Die Herrichtung der Straßen wird von den Anwohnern begrüßt, denn die Staubplage wird damit verschwinden.
** DHL. Gießen. Man schreibt uns: Nach Bahnfahrt bis Marburg-Süd ging die Augustwan. berunq des Zweigvereins dis zum Hof Capelle! unL von da über Moischt, das große, saubere Bauern- Höfe mit schönen Fachwerkhäusern Hat, nut dem gelben Kreuz nach Holzhausen. Der Himmel war meist bedeckt, wie es für diese Wanderung, die gut zwei Stunden durch offenes Gelände führte, er- Echt mar. Von bem Weg hinter Mm,cht wirb der Blick immer wieder gefesselt durch den Frauen- berg und die Amöneburg .sowie durch das hoch- gelegene Wittelsberg m»t ferner, alten^Kirche^Nach
Kreis Alsfeld.
* Burg-Gemünden, 19.Aug. Der 72Jahre alte Landwirt Georg Heinrich Schleuer von hier erlitt gestern einen Unfall. Er wurde von einer cheugewordenen Kuh a n g e f a 11 e n und chwer verletzt. Mit einem Oberschenkelbruch mußte der bedauernswerte Mann in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.
83. Grebenau, 18. Aug. Gestern nachmittag ereignete sich hier ein Unglücksf all, der leicht chlimme Folgen haben konnte. Der Gutsbesitzer Schreiber von Breitenbach am Herzberg kam mit seinem Fuhrwerk von Bieben und fuhr an der gefährlichen spitzwinkligen Kurve bei der Gastwirtschaft Krug in Grebenau in etwas raschem Tempo, wobei er mit dem Motorradfahrer Schäfer aus Eudorf zusammenstieß. Das Motorrad wurde stark beschädigt. Während der Fahrer mit dem Schrecken davonkam, erlitt die Mitfahrerin leichte Verletzun- gen an den Beinen. Dr. Althoff (Grebenau) fegte einen Notverband an. Die Gendarmerie war sofort zur Stelle und nahm den Tatbestand auf.
Motorradfahrer fährt in GA.-Kolonne
LPD. Bad Homburg, 19. Aug. Auf der Straße zwischen Friedrichsdorf und Köppern ereig- nete sich ein schweres Unglück. Ein Motor- radfahrer (mit Beifahrer) fuhr in eine marschierende SA.-Kolonne. Neun Mann wurden dabei zu Boden gerissen. Vier SA-Männer wurden leicht, der SA.-Mann Willy Ettling er jedoch sehr schwer verletzt. Er erlitt einen Schätz e lb r u ch und verschiedene andere erhebliche ' Derletzungen, die seine sofortige Ueberführung ; in das Homburger Krankenhaus notwendig mach- ; ten. Dort ist er den Folgen der Verletzungen erlegen. Der Verunglückte mar 27 Jahre alt und \ erst seit vier Monaten verheiratet.
,,^ch habe dich lieb, helae! Und du?
„Ich habe immer an Sie — an Sie — an — gedacht. Und ich habe Mich so gesehnt, dich wiederzusehen!" sagte sie leise. .
Da küßte er sie wieder und immer wieder, und Helge erwiderte seine Küsse.
Und dort unten stand der häßliche alte Mann und starrte hinaus. Wandte sich plötzlich ab — bückte sich. Seine Hände hoben einen Stein aus, besahen ihn aufmerksam. Aber diese großen behaarten,
Rede war.
hatte er eine Abneigung gegen bte Bewohner von Omslö? haßte er sie etwa gar?
Farnhorst lächelte bitter.
Dann bereitete ihm das Schicksal wieder eine Srube, in der er sich fangen mußte. D-Mi m diejen letzten Wochen hatte er das Gefühl, daß (ein Herz noch nicht erstorben mar. Daß es lung und he B mar, und daß es Erfüllung forderte.
Helge Nordstrom! Sie, die Nora ft> M™Mwar, und bie doch ihrer Jugend nach zu ihm paßte.
Es mar klar in ihm geworden Ganz klar. Was hatte die Vergangenheit immerfort IM Ver. Menschen zu suchen, swänge er sich gangenheit nicht zu schämen brauch .
Seine Siebe zu Nora mar echt und tief
Und sie Nora, hatte das Verhältnis gelost, we i wußte, daß ein Zusammenkommen niemals mog ch gewesen wäre.
Wirklich? , ,
Wäre es nicht möglich , gewesen r
Nora war eine kluge schone Frau- 2atte sie ihn wirklich aufrichtig gebebt Ab« fie^atte auch immer gewußt, wie an 1 Erkenntnis -"Mt- - genug mochi-^iese ines
gewesen fern — gewußt yaoen, o nid)t
Sages den Unterfch-ed zwM^n s»^ m^te (ie m?hr a-rleugnen könne BteUschönen keinen unnutzen Ballast m
X* ruhig UM
übersah, was ihn doch zuersi w i >
In einer sehr gut besuchten Mitgliederversarnrn- 1 lung des Sparerbundes, Ortsgruppe Gießen, zu der auch zahlreiche Mitglieder des Reichsbundes • der Kapital- und Kleinrentner erschienen waren, sprach — wie uns berichtet wird — nach Erösf- nungsworten des Versammlungsleiters h. L o - r e n z - Gießen der stellvertretende Landesverbands- führer des hessischen Sparerbundes, Justizrat Lind t - Darmstadt, über aktuelle Rentner--und Sparerfragen. Zunächst befaßte sich der Redner mit dem Inhalt des neuen Kleinrentnergesetzes vom 5. Juli 1934, das am 1. September d. I. in Kraft tritt. Don der Kleinrentnerhilfe würden alte und erwerbsunfähige Personen erfaßt, die hilfsbedürftig sind und nachweislich am 1. Januar 1918 em Kapitalvermögen von mindestens 12 000 Mark oder einen Rechtsanspruch auf eine lebenslängliche Rente von jährlich mindestens 500 Mark besaßen, sofern das Vermögen oder der Rentenanspruch der Geld- entwertung zum Opfer gefallen fei. Wichtig sei, daß das neue Gesetz den Ersatzanspruch der Fur- soraebehörde gegenüber den Kleinrentnern beseitige. Bedeutsam sei auch, daß die Kleinrentner dadurch über die sonstige Fürsorge emporgehoben wurden, daß der Richtsatz die für die allgemeine Fürsorge geltenden Richtsätze mindestens um ein Viertel übersteigen müsse. Erfreulich fei auch, daß nmimehr Arbeitspflicht und Arbeitszwang auf dem Gebote der Rentnerfürsorge vollkommen beseitigt seien. Die Anrechnung von Aufwertungs- und Arbeitsemkom- men sei auch wesentlich gemildert worden. Ferner sei bestimmt, daß die hilfsbedurftigkett der (Empfänger der Kleinrentnerhilfe erst nach Ablauf von je zwei Jahren nachgeprüft werde. Wahrend die früheren Regierungen trotz aller Versprechungen den Rentnern in ihrer Lage ferne merkliche Er leichterunq gebracht hätten, habe das neue Gesetz eine Anzahl Wünsche der Rentner erfüllt. Justtzrat ß™nbt fam dann noch insbesondere auf die am 1 <\nnuar 1935 fällig werdenden Rückzahlung der Aufwertungshypotheken und auf den Aufschwung der Sparerfchutzkassen zu sprechen. Hinsichtlich der preußischen Sparkassenaufwertung erwähnte der Referent noch, daß bis zum 30. September die s Jahres jeder Sparer, der am 1. Januar 1918 em Guthaben bei einer preußischen Sparkasse hatte, eine nachträgliche Aufwertung bet der betreffenden Sparkasse beantragen kann, wenn dieses Guthaben ganz oder teilweise in der Inflationszeit abgehoben worden ist.
In der darauffolgenden Aussprache beantwortete der Redner eine Anzahl gestellter Fragen. Am Schluß der Versammlung gedachte Herr Lorenz
£ Wies eck, 20. August. In der vergangenen Nacht gegen 0.45 Uhr wurde am Ortsausgang em Mann aus Gießen von einem Wagen der Straßen- bahn erfaßt und zur Seite geschleudert. Der Waaen- ührer hatte zwar Läutezeichen gegeben und außer- )em sofort gebremst, er konnte den Unfall jedoch nicht verhüten. Der Verunglückte wurde durch einen des Weges kommenden Kraftwagen in die Ehirur- gische Klinik nach Gießen gebracht. Welcher Art die erlittenen Verletzungen sind, mutz erst die Untersuchung ergeben.
* Klein-Linden, 19. Aug. Dem Arbeiter Otto Lippert von hier wurde, während er auf dem Bahnkörper der Umaehungsbahn arbeitete, das Fahrrad, das mit vielen anderen m der Unter- fuhrung abgestellt war, gestohlen. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die Gendarnerie.
in. Lang-Göns, 19.Aug. Bei der am S<miS- tag stattgefundenen Versteigerung des Ge- m e i n d e f r ü h o b st e s wurden ziemlich niedrige Preise erzielt. Im Durchschnitt kostete em Korb voll Aepfel oder Birnen eine Mark, das entspricht einem Zentnerpreis von etwa 3 bis 3,50 Mark. Vom tzpätobst gibt es in unserer Gemarkung m diesem Jahre nur eine geringe Mittelernte.
MMirMeW.
Vornan von Geri Gothberg.
Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.) 19. Fortsetzung. Nachdruck verboten!
Helae sah auf das Buch nieder. Hier in diesem Buche waren zwei junge glückliche Menschenkinder. Und sie hatte sich in den Gedanken eingesponnen, daß der Mann Farnhorst sei, und sie, sie sei die kleine Lisabethe, von der hier tm Buche geschrieben ^Als Helge wieder aufblickte, war der Mann dort drüben verschwunden. Ganz hell und licht war der Garten mit den vielen Blumen bis vorhin gewesen. Aber jetzt war es trübe und traurig ringsum. Unb ftelge kletterte vom Baum herunter und stand dann noch eine ganze Weile im ©arten. Dann aber ging sie schnell ins Haus hinein, lief in reizendes kleines Madchenstübchen und wemte dort. Weinte^ . .
Aus einem goldenen Rahmen aber blickte Nora Nordström mit großen schönen Augen auf ihre junge Schwester. Und über die Imke Schulter war ba»9 breite, rote Band straff gespannt Das brette, rote Seidenband, auf dem bte vielen Orben waren, die von allen Staaten ber genialen schonen Sange-
Hotels, Pensionen usw auf unb gibt diesen gegenüber vor, Auftrag zu haben, für eine bestimmte Anzahl von Personen der Organisation „Kraft burcy Freude" Quartiere zu bestellen, deren Eintreffen für einen bestimmten Tag in Aussicht gestellt wird. P c tz i g läßt sich dann von dem jeweiligen Wirt __einen Snferatenauftrag erteilen, kassiert die Kosten sicht^a^^as"^Ohmtal^und"'den"hohe'n ' Vogelsberg I hierfür fofort und verschwindet. Petzig ist reifender geftaM erfolgte bie Rückr-if- mit ber Sahn. Reiniger. E- wirb dringend vor chm gewarnt.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bi» 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
ihm Baringsen entgegen. Ein eigener Ausdruck lag aus seinem häßlichen Gesicht.
„Herr Baringsen, ich bin Ihnen eine Erklärung chuldig. Ich liebe diese junge Dame und kannte ie bereits länger. Morgen gehe ich zu der Frau Greta Omslö unb bitte sie um ihr Einverständnis, mich der kleinen Helge anoerloben zu dürfen. Ich muß mit einer Heirat noch warten. Helge ist noch nicht achtzehn Jahre alt. Und ich brauche Ihnen nicht zu versichern, daß mein Verlöbnis meinen Arbeitseifer nur noch mehr anspornen wird. Denn ich möchte um Helges Willen hierbleiben dürfen.
Ein sonderbares Lächeln spielte um den Mund des alten häßlichen Baringsen. Dann nickte er unb
rab Lubwia elf rebhuhnfarbige und Rudolf Hofmann drei braune Hühner gestohlen. Die Hühner befanden sich im Stall. Don Den Tätern fehlt jede Spur.
Kreis Frievberg.
* Ober-Rosbach, 19. Aug. Der 46 Jahre alte Invalide Paul Mascha von hier wurde von Wespen überfallen unb besonders am Kopf schwer verletzt. Er mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.
Vilbel, 18. Aug. (LPD.) Gestern gegen 17 Uhr wurde auf dem nicht durch eine Schranke geschützten Bahnübergang zwischen Vilbel und Gronau ein mit zwei Pferden bespanntes Fuhrwerk von einem Personenzug üb erfahren. Beide Pferde waren auf ber Stelle tot. Wie durch ein Wunder wurde der Fahrer, der den llebergang überfahren hatte, trotzdem der Zug die vorgeschriebenen Warnungssignale; gegeben hatte, nur leicht verletzt.
großen Liebe, die in jeder Beziehung ihre Derech- h9Srebenem Hang wurde ein munterer Zuruf hörbar. Farnhorst hob das Gesicht. Dort droben stand in schwindelnder Höhe, im weißen Kleide und mit wehendem blondem Lockenhaar, Helge Nord- tröm und lachte auf ihn herab.
Herrgott noch mal! Seien Sie doch ein bißchen vorsichtiger!" sagte er, und die Angst um sie verschlang ihm den Atem. , x _ r
Ein silbern klingendes Lachen, dann sagte Helges „Ich falle nicht. Ich hab hier schon oft gestanden.
Auf einem spitzen Stein standen die kleinen Füße, und das Herz schlug ihm wie rasend. Mit einigen Sätzen erklomm er den Abhang.
Er vergaß ganz, daß er nicht aQein »ar. Daß dort drunten noch immer Gunnar Baringsen stand.
Helge wollte entfliehen im neckischen Spiel. Da glitt sie aus unb stürzte! Aber Farnhorst sing sie in seinen Armen auf. Hielt sie an sich gebrückt.
„Sehen Sie es jetzt ein, daß Sie nicht so leichtsinnig sein dürfen?" r . .
Seme Stimme klang weich, und sein Mund «ar dicht an dem kleinen rosigen Ohr des Mädchens.
Helge hatte die Augen geschlossen. Sie wagte nicht, ihn anzusehen. Da küßte er sie plötzlich.
Helge! Ich habe Sie lieb!"
Das Mädchen öffnete die Augen. Und in den reinen blauen Sternen war ein solcher Strahl von Glück, daß es ihn durchschauerte. Noch einmal rußte


