Einzelbild herunterladen

Nr. U5 Drittes Blatt Glrtzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen)Samstag, (y. Mai |93^

Oberbürgermeister Hitler, der neue Leiter der Gießener Stadtverwaltung.

Herr Oberbürgermeister Ritter hatte gestern mittag die Freundlichkeit, ein Mitglied unserer Redaktion zu empfangen. Die angeregte Unter­haltung gab unserem Vertreter die Ueberzeugung, daß unserer Stadt in Herrn Oberbürgermeister Ritter ein Mann zum Leiter bestellt worden ist, der für seine Amtsführung nur einen Grundsatz kennt: hingebungsvollsten Dienst für die deutsche Volksgesamtheit nach dem Willen des Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler und des Reichsstatt­halters in Hessen Gauleiters Sprenger. Auf dieser Grundlage wird der neue Leiter unserer Stadtverwaltung seine ganze Arbeit .dem einen Ziele widmen: dem Wohlergehen und der Auf­wärtsentwicklung unserer Stadt.

Oberbürgermeister Ritter ist ein alter Kämpfer der nationalsozialistischen Bewegung. In seinem Heimatorte GawOdernheim in Rheinhessen war es seinem unermüdlichen und selbstlosen Wirken zu danken, daß dort schon im Jahre 1924 der National­sozialismus eine starke Grundlage bekam. Erfüllt von den hohen Idealen des Führers Adolf Hitler und überzeugt von der Richtigkeit und dem Segen des Nationalsozialismus für das deutsche Volk setzte Heinrich Ritter alle seine Kraft daran, die in Gau- Odernheim geschaffene Position der NSDAP, im Orte selbst und auch in Rheinhessen immer mehr auszubauen. Seiner Persönlichkeit war es zuzu­schreiben, daß die nationalsozialistische Bewegung in Gau-Odernheim immer mehr anwuchs und bei der Bürgermeisterwahl im Jahre 1930 das Bürger­meisteramt erringen konnte, wobei auch die politi­schen Gegner in Anerkennung der lauteren Ge­sinnung und der sachlichen Fähigkeiten Heinrich Ritters ihm ihre Unterstützung bei der Wahl zum Bürgermeister zuteil werden ließen. Zwar machte L e u s ch n e r dem neugewählten Bürgermeister alle möglichen Schwierigkeiten, u. a. wollte er ihn nicht bestätigen. Aber mittlerweile war der junge Bürger­meister auch als Abgeordneter der NSDAP, in den Land^g gewählt worden, er setzte sich allen Schwie­rigkeiten zum Trotz durch und mußte denn auch von der Leuschner-Regierung als Bürgermeister be­stätigt werden. Neben seinen Amtspflichten widmete sich Bürgermeister Ritter in unermüdlicher Weise weiter dem nachdrücklichen Kampfe zur Eroberung Rheinhessens für die nationalsozialistische Weltan­schauung, und er hatte schließlich als ideellen Lohn für seinen jahrelangen schweren Kampf die Freude, daß seine selbstlose Arbeit in dem Siege der natio­nalsozialistischen Revolution ihre schöne Frucht trug.

Vor seiner Betrauung mit dem Gießener Ober- büraermeisterposten versah er, gestützt auf das volle Vertrauen des Reichsstatthalters in Hessen, Gau­leiters Sprenger, das Amt des Kreisleiters, Kreisdirektors und Bürgermeisters von Bingen, für dessen ausgezeichnete Wahrnehmung Gauleiter Sprenger ihm jetzt in einem Schreiben seinen Dank und seine volle Anerkennung ausgesprochen und zugleich als Zeichen dafür ihm das Recht zum Tragen der Uniform eines Kreisleiters z. b. V. ver­liehen hat.

Oberbürgermeister Ritter bringt für sein Wir­ken in Gießen, wie unser Redaktionsmitglied in der längeren Aussprache als starken Eindruck von der Persönlichkeit unseres neuen Stadtoberhauptes fest­stellte, die edelsten Grundsätze mit. Der neue Ober­bürgermeister wird mit Entschiedenheit dafür ein­treten, daß die von unserem Führer und Volks­kanzler Adolf Hiller erstrebt" Volksgemein­

schaft in unsererStadt aufderbreite- st en Grundlage verwirklicht werden wird. Alle deutschen Volksgenossen, die mit ehr­lichem Herzen und mit gutem Willen den Idealen des Führers zugeneigt sind, werden in dem neuen Stadtoberhaupt einen unermüdlichen Wegbereiter, Mitkämpfer und Förderer finden. Die alten Kämp­fer der SA., wie das neue Deutschland in der Hitler-Jugend und im Jungvolk, nicht minder aber auch die alten Frontsoldaten werden an ihm, der selbst Frontkämpfer des Weltkrieges ist, allezeit die stärkste Stütze und die lebendig fördernde Kraft haben, die sie sich nur wünschen können. Selbstver­ständliche Voraussetzung dafür ist allerdings, daß jeder in ehrlicher Weise und in treuer Gefolgschaft dem Führer Adolf Hitler nachstrebt und in dessen Geiste mitarbeitet im Dienste und zum Wohle der Gesamtheit. Unsere Bürgerschaft aller Stände und Schichten wird in Oberbürgermeister Ritter einen getreuen Sachwalter feststellen können, in dessen Hand sie das Geschick unseres Gemeinwesens und damit auch das Wohl des einzelnen sicher ge­borgen wissen darf.

In nächster Zeit wird Oberbürgermeister Ritter selbst Gelegenheit nehmen, durch die Presse und auch in einer großen öffentlichen Versammlung die persönliche Verbindung mit den breitesten Schichten unserer Bürgerschaft herzustellen.

Vizekanzler von papen auf dem historischen Glauberg.

Vizekanzler von Papen besuchte am gestrigen Freitag mit den Führern des freiwilligen Arbeits­dienstes den G l a u b e r g bei Stockheim, um sich über die dortigen Ausgrabungen zu unter­richten. Er traf gegen 14 Uhr von Btrstein aus in Glauberg ein und wurde von der Bevölkerung aufs herzlichste begrüßt. Um sich einen Ueberblick über die Arbeiten zu verschaffen, besichtigte er zu­nächst in der Wohnung des Ausgrabungsleiters, des Denkmalpflegers für Oberhessen, Dr. Richter, die Pläne und Bilder und einen Teil des aus­gegrabenen Materials, wobei er das lebhafteste In­teresse und eine erstaunliche Sachkenntnis zeigte, die wie sich herausstellte auf seine Anteil- nähme bei Ausgrabungen zurückzuführen ist, die während des Krieges auf sein Anraten hin von Wiegand hinter der P a l ä st i n a - F r o n t vor- genommen wurden. Später begaben sich die Herren auf den Glauberg, um sich von Dr. R i ch t e r in die vorgeschichtlichen Anlagen, in die Methoden und Ergebnisse der vorjährigen Ausgrabungen ein­führen zu lassen. Vizekanzler von Papen war außerordentlich interessiert, sowohl vom volkskund­lichen Gesichtspunkt aus, als auch von demjenigen des alten, im Stellungskrieg erfahrenen Front­soldaten. Er turnte vergnügt und wißbegierig über das zur Zeit durch die Abholzung den Berg be­deckende Rundholz und Reisig hinweg, fühlte sich ausgesprochenerweise als alter Hindernisreiter in seinem Element und eroberte sich die Herzen der zahlreich herbeigeströmten Jugend durch manche Anregung zur Bewegung und durch manches freundliche Wort. Rach dem Abstieg, der ihm das schöne Oberhessen in der Abendsonne zeigte, ver­abschiedete sich Vizekanzler von Papen von Dr. Richter und sprach ihm seine Anerkennung für seine Leistung, für seine erfolgreichen Bemü­hungen um die Anteilnahme der Bevölkerung und, seinen Dank für die Führung aus.

Oer Reichsberufswettkampf.

Auszug aus der Siegerliste im Wettkampfort Gießen.

Gruppe I.

Graphisches Gewerbe: Leistungsklasse 1: 1. Graoeurlehrling Z ö r b, Gießen, 2. Buchbinder­lehrling Brück, Gießen; Leistungsklasse 2: 1.

Setzerlehrling G r i e s m a n n, Butzbach, 2. Drucker­lehrling Rohrbach, Wieseck, Leistungsklasse 3: 1. Setzerlehrling S ch r o d t, Friedberg; Leistungs­klasse 4: 1. Setzerlehrling Brücke!, Watzenborn, 2. Setzerlehrling Stommel, Gießen, 3. Setzerlehr­ling Fischer, Wetzlar.

Gruppe II.

Oeffentliche Betriebe (Fachschaft Fri­seure) männl.: 1. Lehrjahr: l.Ernst Janisch, 2. Karl Sack, 3. Ewald Dormöhl; 2. Lehrjahr: 1. Willi Zodel, 2. Willi Braun, 3. Heinrich Simon; 3. Lehrjahr: 1. Willi Weinbrenner, 2. Karl Schlund, 3. Karl Volk; weibl.: 2. Lehr- jahr: 1. Elisabeth Lehrmund, 2. Frieda Kraft; 3. Lehrjahr: 1. Erika Hof, 2. Hella Sonder­mann, 3. Gertrud Wisker.

Gruppe III.

Holz: Leistungsklasse 1: 1. Ewald Immel, 2. Wilhelm Weigel, 3. Erich Haas; Leistungsklasse 2: 1. Karl Bonarius 3. Bezirkssieger, 2.Heinrich Hofmann, 3. Reinhard R e u s ch ling; Leistungsklasse 3: 1. Gottfried Eidmann, 2. August Zimmer.

Gruppe IV.

Nahrungsmittel: 1. Else B ö ck e l, Lollar, 2. Heinrich R e i t s ch m i d t, Gießen, 3. Otto Schmidt, Gießen, 4. Paul Kunz, Gießen, 5. Erich Hillberg, Gießen, 6. Artur Rinn, Gießen.

Gruppe V.

Tabak: Sieger werden noch veröffentlicht.

Gruppe VI.

Textil und Bekleidung: Schneiderlehr­linge und Junggesellen: männlich, 3. Lehr­jahr: 1. Willi Koch, Großen-Buseck, 2. Kurt Hildebrand; 2. Lehrjahr: 1. Hans König, Heuchelheim; 1. Lehrjahr: 1. Ernst Becker, Gießen, 2. Erwin Schmidt, Gießen. Gesellen: 1. K. B r a m m, Gießen.

Modi st innen: 1. Elli Runzheimer, Mendorf, 2. Emma Schneider, Wieseck.

Schneiderinnen: Leistungsklasse 1: 1. Math. Jünger, Gießen, 2. Marie Wolf, Gießen, 3. Luise Mathes, Gießen; Leistungsklasse 2: 1. Hilde Weintraut, Gießen, 2. Else Abel, Gießen; Leistungsklasse 3: 1. Anni Stephan, Gießen, 2. Herta Graulich, Gießen, 3. Luise Hardt, Gießen.

Wäschenäherinnen: 1. Lehrjahr: 1. L. 3t e über, Gießen, 2.K. Dönges, Gießen; 2.Lehr- jahr: 1. Erna Bender, Gießen; 3. Lehrjahr: 1. Gretel Pfaff, Launsbach, 2. Dora Römer.

Gretel Pfaff, Launsbach ist gleich­zeitig er sie Bezirkssiegerin und hat deshalb in Berlin den Ausscheidungs­kampf um die Höch sie berufliche Ehre mitmachen können. Eine sehr respek­table Leistung!

Gruppe VII.

Baugewerbe: An st reicher: Gruppe 1: 1. Rudolf Gräf, 2. Erwin Müller, 3. Wilhelm Kehl; Gruppe 2: 1. Ludwig Weber, 2. Erich Später, 3. Willi Rinn; Gruppe 3: 1. Albert Rlehl, 2. Karl Schepp, 3. Robert Henkel; Gruppe 4: 1. Ludwig Westbrock, 2. Karl

Die Bezirkssiegerin im Derufswettkampf Klasse 3, die auch bei den Entscheidungskämpfen in Berlin be­teiligt war, Gretel Pfaff, Launsbach. (Aufnahme: Photo-Pfaff.)

Schweizer, 3. Ludwig Baumann. Dach­decker: Gruppe 1: 1. Erich Schmidt; Gruppe 2: 1. Karl Hofmann. Glaser: 1. Emil Nürnberger, 2. Willi Büchler, 3. Hugo Wagner.

Gruppe VIII.

Eisen und Metall: Elektroinstallateure: 1. Walter Medenbach, Bonbaden; Werzeug» macher und Feinmechaniker: 1. Karl Heinz Schmidt, Gießen; Schlosser: 1. Gustav Keil, Nieder-Ohmen; Spengler und Installateure: 1. Wilhelm Blum, Gießen, 2. Fritz Müller, Großen-Buseck; Dreher: 1. Erich Wrssemann, Lollar; Maschinenschlosser: 1. Willi Loh, Duten­hofen; Former: 1. Helmut Äeuß, Friedberg.

Gruppe IX.

Allgemeine Fabrikation: Wettkampf­ort Mainzlar, (Didierwerke): 1. Wilhelm E u - ler, 2. Heinrich Weiche, Mainzlar, 3. Karl Rabenau, Mainzlar; Wettkampfort Abend­stern (Tonarbeiter): 1. Wilhelm Wack, Franken­bach, 2. Karl G e r t h , Frankenbach, 3. Adolf R e e h, Bieber.

Gruppe XII.

Heimarbeiter und Hausgehilfenr Leistungsklasse 1: 1. Margarete Lewandowski, Gießen, 2. Liesel D ö r r s ch u ck, Friedelhausen, 3. Erna Hahn, Gießen, 4. Toni Fuchs, Gießen, 5. Meline Wagner, Gießen; Leistungsklasse 2: 1. Gerda Hamer, Gießen, 2. Anna Volk-

«m» *****

Der Kreisamtsleiter der Deutschen Arbeitsfront, Gruppe Holz, Pg. Betz, bei seiner Rede. Im Hinter­gründe der Bannführer der HI. (Aufnahmen: Photo-Pfaff.)

Wahrend der PreisverteUun^

-

r r;

«M

4 I

4

i

M L- - :

T