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Die Saarlagung des VDA. nimmt in Minz ihren Anfang

lches Dolkstum kämpfen müssen. Hier im Westen Das Deutschland- unD Horst-WeM-^le sei die Volkstumsgrenze seit 1000 Jahren fest und I auch musikallsch umrahmte Feierstunde.

Geschlecht zum folgenden.

g e n d- Hinsicht

Geist und dem Buchst so setzt er sich dem V<

In einer Pressebesprechung sprach am späten Nachmittag Dr. Hermann Ullmann überD as Südostdeutschturn". Er schilderte die Verschie- denartigkeit des Erlebens der Deutschen in der alten österreichisch-ungarischen Monarchie, in Ru­mänien, Südslawien usw. Eines aber sei allen ihren Schicksalen gemeinsam; sie verträten, als Träger und Erzeugnis eines tausendjährigen Kolonisations­vorganges, mit ihrem Kampf um ihre Selbsterhal­tung auf weite Sicht die Interessen des großen süd­osteuropäischen Raumes, den sie an Europa anzu-

Die Deutschen draußen seien nicht selten die besten und tüchtigsten Menschen unseres Blutes. Sie gehörten zu der großen deutschen Volksfamilie, der sie nicht verloren gehen sollen und dürfen. Sie sollen nicht nur Kulturdünger sein, sondern Trä­ger des nordischen Gedankens bleiben. Die deutsche Auslandsschule sei der sichtbare Aus­druck des Willens der Ausländsdeutschen, sich und

daß aber beruflich, methodisch und gesinnungsmäßig die deutschen Lehrer überall sich zum einheit­lichen deutschen Lehrer st and rechneten, wo sie auch wirken mögen. Der Auslandslehrer dürfe die in der Heimat gegebenen Organisationen nicht ohne weiteres in das Ausland übernehmen, sondern müsse aus der hohen Pflicht der gesamt­deutschen Erziehung heraus in eigenem Ver­antwortungsbewußtsein die richtigen Organisationsformen draußen finden und sich da­bei durch zu starkes Anlehnen an die anders ge­

wiss darauf hin, daß die Menschen an der mitt­leren Saar schon seit Jahrhunderten um ihr deut-

Der deuWk Lehrer Träger und Mittler deutschen Kulturguts im Ausland.

dem Nachwuchs die getftige feelW unb kulturelle von Nordamerika stehe in einem moralischen und. Verbindung mit dem deutschen Volkstum zu erhal- wirtschaftlichen Abwehrkampfe, der vielfach die ten. . . , ,. . -

deutschfeindliche Propaganda während des Welt-1 Direktor Schulz- Madrid wies darauf hin, daß krieaes noch übertreffe. Die deutsch-amerikanische j die Uebertragung des Schlußwortes auf dieser deut- Presse sei trotz der wirtschaftlichen Schädigung durch schen Lehrertagung an einen aktiven Aus- die Boykotthetze in die Abwehrfront gegen Deutsch- landslehrer ein bedeutsames Zeichen dafür feinde eingetreten 1 sei, daß den deutschen Lehrerstand wohl staatliche

Anschließend sprach Präsident Dr. H e l f e r i ch Grenzen in verschiedene Gruppen trennen konnten, über denDeutschen Nord ost en". Das deut- b-ruslick,. methodisch und aeünnunasmaMa

sche Volkstum habe seine Stellung behauptet. Im Memelland gebe es keine deutsche Minderheit. Trotzdem hätten die national-litauischen Kreise in immer schärferem Maße versucht, die Selbständigkeit der autonomen Verwaltung zu vernichten. In L i - ta u e n selbst habe diese von der litauischen Regie­rung geduldete und geförderte Politik, gegen das Memelland naturgemäß die Lage der deutschen Minderheit ebenfalls verschlechtert. In E st land, das von schweren innerpolitischen Krisen heimgesucht

sprechenden Führung auf weite Sicht gesichert sei.1 lieber die Lage des Nordamerika-Deutsch­

tums (USA. und Kanada) äußerte sich dann der Neichsführer des VDA., Dr. Steinacher. Die Gegner unseres Deutschtums in USA. und Kanada hätten Krieg und Prohibition dazu benutzt, um das deutsche Volksleben im Sprachbestand und Or-

unverrückbar. Aber seit 250 Jahren müsse unser deutsches Volkstum an der Saar einen Kampf führen gegen eine fremde Machtpolitik. Aus militärpolitischen Gründen und seit Anfang des 19. Jahrhunderts auch aus wirtschaftlichen Gründen versuche Frankreich seine Hand auf dieses Land zu legen. Diesem Bestreben habe sich das deutsche Dolkstum an der Saar stets in voller Geschlossenheit e n t g e ge ng e st e ll t. Sv viel man heute auch an politischen und wirtschaft­lichen Gesichtspunkten den Saarländern vorzufuh. ren versuche, eins habe man den Saarlandern bis­her noch von keiner Seite abgesprochen, nämlich ihr hundertprozentiges deutsches Dolkstum. Wenn unser deutsches Dolkstum an der Saar bisher habe unversehrt erhalten werden können, so habe nicht zum geringsten mügewirkt, daß an der Saar als Vorort und stärkstes Boll­werk des deutschen Volkstums die Stadt Saar- brücken liege, die in allen Kämpfen der Der- aangenheit stets die Führung gehabt habe

DerGruß der Ausländsdeutschen, mit dem Gelöbnis nie aufhören zu wollen dem deutschen Volke die Treue zu halten, und sich stets dessen bewußt zu bleiben, daß es die Sendung sei, überall draußen in der Welt f ür d e u ts ch e A r t und deutsches Wesen zu werben und Zeug- nig abzulegen, leitete über zu der Schlußansprache des Reichsführers des VDA., Dr. Steinacher. Das Deutschland, und Horst-Wessel-Lied schloß die

Gebt der Saar ihr Recht!

Wiederum erwarten wir saarländische Vvlks- genossen zum Fest in unseren Mauern. Der Män­nergesang ist neben Turnen und Sport von jeher eines der urwüchigsten und volkstümlichsten Aus- drucksmittel edlen Wettstreits und enger Verbunden­heit deutscher Stämme. Und wie viel eindringlicher wird das deutsche Lied zu uns sprechen, wenn Sänger von der Saar es zum Dolmetsch ihrer Treue für Volk und Reich machen! Es ist uns Herzenssache, ihnen einen herzlichen Willkommens- grüß zu entbieten und alles zu tun, was in unse­ren Kräften steht, um unseren Gästen den kurzen Aufenthalt in Gießen zu einem eindrucksvollen Er­lebnis nationalen Verbundenseins zu gestalten. Wissen wir doch und erfahren es aus den Genfer Verhandlungen des Völkerbundsrats täglich aufs neue, welch unmenschlicher Druck fünfzehn Jahre hindurch auf unfern deutschen Brüdern an der Saar gelastet hat und wie man ihnen jetzt, wo die Befreiungsstunde schlägt, trotz ihres einmütigen und unbezweifelbaren Bekenntnisses zum Reich, die ersehnte Heimkehr ins Vaterhaus mit allen Mitteln hinauszuzögern sucht. Um so freudiger empfin­den wir unsere Aufgabe, den wackeren Kämpfern zu danken für ihre in langer Leidenszeit bewährte Gesinnung und ihnen neuen Mut zu machen, auch die letzte Prüfung in gleicher Treue zum ange- tammten Volke zu bestehen und dem Recht der reien Selbstbestimmung zum Siege zu verhelfen, )as vor fünfzehn Jahren in Versailles um der im­perialistischen Ziele des französischen Nachbarn willen so schmählich gebeugt worden ist.

worden sei, sei die Spitze der deutschen Minderheit ausgewiesen worden. Der deutschen Volksgruppe fei es bisher aber gelungen, das, was sie in mühevoller Arbeit in dem vergangenen Jahrzehnt aufgebaut habe, zu halten und auszubauen.

Abendliche Feierstunde in der Mainzer Gtadthalle.

Ein Begrüßungsabend im Stadthallensaal schloß den ersten Tag der Verhandlungen. Hierbei entbot namens des Landesführers Hessen, Staatsrat Block, Studienrat Dr. Klenk die Willkommens- arühe der örtlichen VDA.-Verbände und eröffnete den Abend als Auftakt zu einem machtvollen Treue­bekenntnis zum deutschen Volkstum und seinen Füh­rern. Namens der Stadt Mainz begrüßte Ober- .bürgermeister Dr. Barth und namens der Stadt Trier Oberbürgermeister L. C h r i st die Tagungs- teilnehmer. Beide gedachten dabei der schmachvollen Besatzungszeit, die jedoch nur dazu angetan ge­wesen sei, das Zugehörigkeitsgefühl zum deutschen Vaterland stahlhart zu schmieden.

0er Oberbürgermeister der Stadt Saarbrücken Dr. Meikes

ten aufzufassen und demgemäß eineLösung" im Sinne eines Kompromisses zu erstreben. In Wirk­lichkeit handelt es sich um nichts anderes, als um die loyale Durchführung eines Vertrages, der eine auf hoher Kulturstufe stehende Bevölkerung unge­fragt vom Mutterlande getrennt hat, ihr aber we­nigstens in aller Form das Recht gibt, nach 15jäh- riger Trennung über ihre staatliche Zugehörigkeit f e t b ft zu bestimmen. Das gegenwärtige Regime war von vornherein befristet; es geht vom 10. Ja­nuar 1920, dem Tage des Inkrafttretens des Ver­sailler Vertrages, bis zum 10. Januar 1935. Der Termin für d i e Abstimmung, den der Völkerbund jetzt formell festzufetzen hat, ist daher schon im Vertrag deutlich bezeichnet. Die Be­völkerung des Saargebiets hat ein Recht darauf, daß ihr beim Ablauf der 15jährigen Frist alsbald Gelegenheit zur Beantwortung der im Vertrag vorgesehenen Fragen gegeben wird; eine Verlänge­rung des gegenwärtigen Regimes über den 10. Januar hinaus wäre ein Vertragsbruch,

Reiche beweisen. In der Eisenindustrie ist in der letzten Zeit die Ueberfremdung durch französisches Kapital zurückgedrängt worden. So sind die meisten Hütten überwiegend in deutschem Besitz und es sei bemerkt, daß vor allem die G l a s i n d u st r i e an der Saar, die etwa ein Fünftel der gesamtdeutschen Produktion an Tafelglas erzeugt, sich von allen französischen Beeinflussungen freigehalten hat. Der Deutsche Absatzmarkt hat sich für die aanze Saar­industrie als unentbehrlich erwiesen, uno auch durch Sonderzollabkommen mit Deutschland alle Versuche, die Saar wirtschaftlich in Frankreich einzubeziehen, überstanden. Das naturgemäße Absatzgebiet für die Saarproduktion ist Süddeutschland, vor allem nach dem Ausfall der ehemaligen Reichs­lande. Für Kohle und Gas, Stahl und Eisen sowie für die Erzeugnisse der weiterverarbeitenden Indu­strie des Saargebietes ist dieser Absatzraum durch keinen anderen zu ersetzen. Die Versuche Frankreichs, eine naturgesetzliche wirtschaftliche Ent­wicklung geradezu auf den Kopf zu stellen, haben sich daher als aussichtslos erwiesen.

Es war eine Sinnlosigkeit, wenn nicht eine Barbarei, die Saarbeoölkerung 15 Jahre lang dazu zu verurteilen, einen Schwebezustand zu er­tragen, zumal dieser Schwebezustand das Saar­gebiet auf alle Fälle wirtschaftlich und sozial schwer schädigen mußte. Im übrigen ist diese Quälerei der Saarbevölkerung auch ein Beweis dafür, daß die Urheber des Versailler Vertrages Geist und Welen des deutschen Volkes so gut wie gar nicht verstanden und begriffen hatten. Und lewer auch heute noch nicht begreifen und verstehen. Schon der Versuch, das Saarvolk aus der deutschen Nation durch die wirtschaftliche Eingliederung in das fran­zösische Zollsystem zu lösen, läßt alles andere eher erkennen als Verständnis für die Stärke unb Ge­walt des deutschen Nationalgefühls.

Wenn nun der Völkerbundsrat sich vor die Auf­gabe gestellt sieht, diesem Schwebezustand ein Ende zu machen, so muß von Anfang an vor dem Feh­ler gewarnt werden, die Abftimmungsvorbereitun- gen als eine Kontroverse zwischen bestimmten Mäch-

Im Donauraum spielten in dem Kampf um das Erziehung . Darauf ^te^ n i st all a t Dr^ Los s- iinnfihnnrnrrp" Heft erreich zahlreiche außer- ler - Stuttgart die Bedeutung der Auslanoschulen deutsche Kräfte ein höchst verworrenes und gefähr- für den volksdeutschen Gedanken dar^Die Erhaltung liches Spiel. Diesem Spiel setzten wir nichts anderes Erbguts deutschen Volkstums m fremden entgegen, als ein offen vor aller Welt bekanntes Landern fei nur rnogüch,.TTLcT hin*

völliq eindeutiges Ziel: Anerkennung und Sicherung ; ^olkstmns triebhaft, nicht nur bewußt daraus hm- fenes natürlichen Lebensrechtes für unsere deutschen 3sele. Wer in feinem Volkstum bleiben wolle muffe Volksgruppen, das ihnen nicht genommen werden nicht "ur biologisch angehoren, son-

fönne, ohne daß der ganze Südosten kulturell und Hern auch in de r Geistesarbeit seine wirtschaftlich von einem Aufstieg abgeschnitten ol k e s bleiben. _ _ .....

werde, der ihm bei einer feinen Lebensgesetzen ent» I 1

Pflicht erfüllen will, unter keinem Vorwande ein« lassen. Die Abstimmungsberechtigten, die ja nicht nur an der Saar, sondern sehr zahlreich außerhalb des Saargebietes und teilweise in sehr großer Ent­fernung von ihm wohnen, können verlangen, schon mehrere Monate im voraus zu wissen, an wel« chem Tage sie ihrer Heimat zur Versüguna stehen müssen. Gegenüber den vielen Scheinarünoen, die manche Interessenten aus Angst vor Der AbstiM' mung an den Völkerbund herantragen, um der peinlichen Gewißheit möglichst fange zu entgehen, sollte allein die vernünftige Rücksichtnahme auf die Bevölkerung selb ft das Ermessen des Rates, soweit es innerhalb der vertraglichen Grenzen Platz zu greifen hat, beeinflussen.

Der Versailler Vertrag bestimmt, daß die Abstim« mung gemeinde- ober bezirksweise zu erfolgen hat. Das ist ein technischer Behelf, ber ben Wahlvorgang selbst beschleunigen soll. Aus dieser Bestimmung laßt sich unter keinen Umstän­den folgern, daß Das Ergebnis dieser Abstimmung nach Bezirken oder Gemeinden politisch ausge* legt werden kann. Wenn der Bericht des Dreier- Ausschusses an den Völkerbundsrat dies für möglich erklären sollte, so fetzt er sich nicht nur über das Selbstbestimmungsrecht, sondern überhaupt über Vernunft und Recht hinweg. Der Völkerbundsrat wird wohl nicht wiederholen wollen, was in Dber« schlefien geschehen ist, denn hier wurde beispiels­weise die Stadt Kattowitz, in der über 90 Prozent für das Verbleiben beim Reiche stimmten, nach Polen ausgezirkelt, nur weil einige Dörfer ber Um- gegenb unter bem Druck ber französischen Besatzung unb ber Aufstänbischen eine kleine Mehrheit st» Polen gebracht hatten. Das Deutschlanb von 1934' bas seine nationale Wiebergeburt erlebt hat, ist nid)1 bas Deutschlanb von 1921. Vernunft unb Recht ft' wie bie Pflicht, für bie Befriebung Europas zu fol' gen, müssen für ben Völkerbunb bie Veranlassung fein, bas Abstimmungsergebnis im Saargebiet eiM heitlich zu werten. Wie es ausfallen wird, darüber ist auch bei den Franzosen unb ihren Freunven längst kein Zweifel mehr.

feit für die gemeinsame Empfängnis hergeben. Zu Derartigen Massenwirkungen gehört bas hinreißende Wort, Der führenbe Wille eines überragenDen Man­nes wie des Kreuzzugprebigers Beruh, v. Clairvaux, Gottes schöpferischer Wille, geschah hier unmittel­bar zu Den tief bewegten, sie schöpferisch, tatmächtig zu heben; denn dessen bedurfte es jetzt, damit der erste Vorstoß Des jungen Heils, der Gewißheit vom Reiche Gottes, in Die Menschenwelt hinein geschehen könne: Ritter, Helden, Geheiligte brauchte es jetzt, Da war keine Zeit zu verlieren, keine Entwick­lung, kein langes Reifen ab,zuwarten, in das der VerstanD ewig hereinredet; Herzen, in Denen alle bangen Erdgefühle, alle Angst des Irdischen auf einmal hinweggezehrt war, alle Jchbefanaenheit hinweggeläutert, Erstlinge Der glühenDen Gewiß­heit: Es ist alles neu geworden, fortan ist Die Welt eine andere! An der Lohe der Stunde wurden viele Fackeln entzündet, also daß ein Fackellauf begann auf allen Straßen der Welt, und das Feuer ist nicht erloschen und wird nicht ausgehen bis an der Welt Ende.

Die Bestimmungen des Versailler Vertrages über das Saargebiet sind ja das Schulbeispiel für die krankhafte Verirrung des Geisteszustandes, aus dem ber Versailler Vertrag überhaupt zusammengestop­pelt worden ist. Es war wie ein Rausch, gemischt aus Furcht unb Beutegier über bieSieger" gekommen, aus Der Deutschen Ländermasse so viel wie möglich her- auszureißen. Hätte Frankreich auch nur einen Schein des Rechtes auf feiner Seite gehabt, ganz einerlei, wie dieses Recht geworden ober beschaffen war, so hätte Frankreich bas Saargebiet bedingungslos als Beute gefordert. Schon das ist ein wichtiges Zuge­ständnis Frankreichs, daß es k e i n e r l e i i r g e n b- w i e geartete Rechtsansprüche in Hinsicht auf bas Saargebiet hatte ober hat, benn wären solche vorhanben gewesen, so hätte Frankreich nicht gezögert, aus dem Rechtsanspruch eine vollendete Tatsache zu schaffen. Das Märchen von ben Saar- Franzosen war üble Stimmungsmache, bie genau fo lange vorhielt, als Frankreich doch irgendwie den Beweis dafür hätte antreten müssen, daß es Saar- Franzosen gäbe. Daß das Saargebiet über 1000 Jahre zum Reiche gehört, hat Frankreich niemals widerlegen können, denn das Zwischenspiel, das un­ter der napoleonischen Herrschaft das Saargebiet vorübergehend Frankreich eingliederte, gibt keinen Rechtsanspruch. Sonst müßten in Europa alle na­tional und geschichtlich gewordenen Grenzen über ben Hausen geworfen werden. Was Frankreich ver­anlaßte, aus dem Saargebiet eine Kriegsbeute zu machen, war in der Hauptsache bie Saarkohle. Es war aber nicht Frankreich, bas bie gewaltige Schwereiseninbuftrie im lothringischen Becken aufge­baut hatte, sondern Deutschland. Die französische Schwerindustrie, der die lothringische Hüttenindustrie zusallen sollte, forderte einfach die Saarkohle, ohne sich um das Selbstbestimmungsrecht zu kümmern. Die französische Schwerindustrie wurde dabei von den französischen Militärs unterstützt, die im Saar­gebiet ein Ausfalltor nach Deutschland sahen und

DNB. Mainz, 19. Mai. Der zweite Tag der Saarbrücker Pfingsttagung des DdA. an Rhein und Mosel wurde mit Der Lehrertagung im StaDthallensaal eingeleitet, Deren Ehrenvorsitz Staatsminister Schemm inne hatte. Staatsrat Block-Darmstadt, der Landesführer des Landes­verbandes Hessen-Nassau des VdA. wies in seiner I Begrüßungsansprache darauf hin, daß das Deutsch- tum seine Grenze nicht an willkürlich geschaffenen Schranken finde, sondern fo weit wie fein Volkstum reiche. Deshalb werde auch der deutsche Lehrer über die Grenzen des Reiches hinaus in die weite Welt gewiesen, überall, wo Deutschtum lebe und arbeite. Der deutsche Lehrer sei der verantwortliche Träger und Mittler des Kulturgutes unseres Volkes von einem

arteten Verhältnisse in der Heimat in seiner Tätig- keit nicht hemmen lassen. Gesamtdeutsche Erziehung sei gerade heute eine der allerersten Forderungen, die der Heimat und dem Auslandsdeutschtum zu stel­len seien. Alle deutschen Schulen, drinnen und draußen, müßten sich darauf einstellen. Dann wür­den wir erreichen, was der Führer wolle: Deutsche draußen und drinnen zu einem Volke zusam- menzufchmieden zum deutschen Volke des Dritten Reiches!

Zur gleichen Zeit fand im Saal der Liedertafel die Studententagung statt. Hier sprachen zu- nächst der Reichsführer der Deutschen Studentenschaft und des NS.-Studentenbundes, Dr.-Jng. S t a b e l:

Das Gesamtvolk unb ber deutsche Student". An­schließend hielt Prof. Dr. Max Hildebert Boehm- Jena einen Vortrag über das Thema:Volkstum und deutscher Staat". Er wies darauf hin, daß das heutige Geschehen die Wiedergeburt deutscher Staats- Wirklichkeit aus der rassischen Urkraft des Volkes und aus der Zeugungskraft der männlichen Ehre sei. Das Volk lerne es wieder, freudig Opfer für feine staatliche Existenz in ber Welt zu bringen. Der Klaffen- und Schichtenzwiespalt werde durch eine neue Volks- und Führungsordnung überwunden. Noch stärker aber müsse jetzt der gesamtdeutsche Ge­danke auch über Staatsgrenzen hinweg ins Bewußtsein gehoben werden, zu dem sich ber Führer, selber vor den Toren des Reiches entspros­sen und ausgewachsen, leidenschaftlich immer wieder bekannt habe. Zur Neugliederung des Reiches in Stämmen und Landschaften gehöre das Spannungs- Verhältnis zwischen gesichertem B i n n e n d e u t s ch- t u m und ständig ringendem A u ß e n d e u t s ch- t u m notwendig hinzu. Dor den Toren des feit 1919 Doppelt verengten Reiches versuche man heute einen volksverneinenden' Staatsgedanken an verschiedenen Stellen gegen die elementare Ein­heit des gesamtdeutschen Volkes einzufetzen. Nur die Wiedergewinnung deutscher Wehrhoheit gebe dem Staate die Kraft, demgegenüber die Machtmittel einer völkisch bestimmten Außenpolitik einzusetzen. Noch immer aber fei die furchtbare Wirklichkeit eine Mehrheit von Staaten deutscher Menschen und ein gewaltiger Teil des deutschen Volkes unter Fremdherrschaft, die sich Verdrängung und Entnationalisierung deutscher Manschen zum Ziel setze statt dem völkischen Aus­gleich ehrlich zuzustreben. Die Aufgabe der volks­deutschen Bewegung sei es. das Volkstum, die Volks­gemeinschaft als Mutterfchvß staatlicher Gestaltungs- , fräfte zeugungskräftig, heil und seelisch wach zu ; erhalten. Im Glauben des ganzen deutschen Volkes an die geschichtsgültige Aufgabe seines Führers er- : wachse nach jahrtausende langer Entfremdung zwi- schen Volk und Staat die Einheit beider im - Dritten Reich.

ftrie fand in ber Vorkriegszeit ihren Hauptabsatz nach Süddeutschland. Die Ausfuhr der Saar nach diesen Gebieten war aktiv. Frankreich nahm 1913 nur 4,5 Prozent der gesamten Saarausfuhr, und zwar hauptsächlich Steinkohte, auf. Wenn die fran­zösische Propaganda behauptet, das Saargebiet neige wirtschaftlich zu Frankreich und Lothringen, dann wird hier ein erst während der Besatzungszeit unternommener Versuch als Tatsache hingestellt, aber auch heute findet trotz der Verwaltung der Saargruben durch Frankreich diese Behauptung keine Bestätigung.

Seit Frankreich die Steinkohlengruben an der Saar ausbeutet, ist ein schonungs­loser Raubbau getrieben worden. Die Stein­kohlenförderung der Saar betrug 1913 13,2 Milli­onen Tonnen, bis 1930 war sie weder gestiegen noch gefallen. Dagegen förderte die französische Verwaltung bie Steinkohlenförberung in Lothrin­gen, die im gleichen Zeitraum von 3,8 auf 6,1 Millionen Tonnen stieg. Dabei werden von Fran­zösisch-Lothringen aus unterirdisch die wertvollen Fettkohlenflöße der Warndt, also eines Teiles des Saargebietes, systematisch abgebaut Für die Steinkohlengewinnuna unb ihre Verwertung hat mehr unb mehr bie Ferngasversorgung Bebeutung gewonnen. Auch hier ist Frankreich nicht in ber Lage, auch nur einen winzigen Teil des Ferngases abzunehmen. Dagegen ist ein oor^mfiges Abkommen mit der Ruhrferngasversorgung getroffen worden, so daß die Saar mit diesem Gas die Gebiete Trier, Birkenfeld, die Pfalz beliefert unb im rhein-maini- schen Teil 40 v. H. ber Gasversorgung zugewiesen erhält.

Die E i s e n i n b u ft r i e an ber Saar war zwar auf Kohle aufgebaut, ftanb aber in enger Der- binbung mit ben Erzvorkommen bes lothringischen Minettegebietes. Die Saar hat sich bem franzö­sischen Wirtschaftskörper nicht einfügen lassen, wie schon bie Saar-Zollabkommen mit bem Deutschen

Aber bie Wirtschaftsstellung ber Saar weist ein» . heutig nach Deutschland. Schon daß das Saar­gebiet am meisten angebaute Getreide Roggen ist gegenüber dem weizenbauenden Frankreich be­weist die Zugehörigkeit der Saar zum deutschen Rheinraum. Die mächtige Kohlen- und Eisenindu-

eine Vergewaltigung des Selbstbestimmungsrechts, die heute viel schwerer wiegen würden als in Den Zeiten unmittelbar nach dem Kriege. Die Stim­mung der Bevölkerung an der Saar ist verkörpert durch dieDeutsche Front", die jetzt 455 000 Mit­glieder zählt und alle früheren politischen Rich­tungen umfaßt.

Kann sich der Völkerbund auch auf feiner jetzigen Tagung nicht entschließen, den Abstimmungstermin feftzusetzen und so festzusetzen, wie es allein dem Geist und dem Buchstaben des Vertrages entspricht, so setzt er sich dem Verdacht aus, das Spiel derjeni­gen zu begünstigen, bie schon lange nicht mehr hoffen, in ber Saarfrage auf bem geraben Wege zum Ziele zu gelangen. Es ist bekannt unb, auch außerhalb Deutschlands, oft ausgesprochen worden, daß maßgebende Kreise Frankreichs ein französisches Interesse darin erblicken, daß die Ab- stimmuna soweit wie möglich hinausgescho- oen wird und ihr Zeitpunkt so lange wie möglich ungewiß bleibt. Auf diese Spekulationen kann sich ber Völkerbund, wenn er als Treuhänder feine

Die Frau im Volksiumskampf

Mainz, 18. Mai. (DNB.) Der Nachmittag der Frauentagung des DDA. im Rheingold-Saal der Stadthalle stand unter Leitung von Frl. Inge Dietrich-Köln und befaßte sich mit dem Haupt­themaDolksdeutsche Mädchenarbeit im Ausland". Ehe man in die Besprechung eintrat, nahm der erste Vorsitzende des DDA., Dr. Hans Steinacher, stürmisch begrüßt, das Wort zu einer Ansprache, in Der er u. a. ausführte: Die Bedeutung der Frau in den Kampfgebieten draußen kann nicht hoch genug bewertet werden. Wenn wichtige Stel­lungen fallen, selbst wenn Schule und Kirche unter­miniert werden, dann geht der Entscheidungskampf um den Wesens- und Wirkungsbereich der Frau, bie an der Schwelle des Hauses wacht. Die deutsche Frau hat gerade in den Generatio­nen der Landgewinnung, in dem mühevollen Rin­gen um den Boden, ihre ungeheuerliche Kraft und ihren Arbeitswillen gezeigt. Jetzt, wo wir auf Er­neuerung unseres gesamten Lebens hinarbeiten, er­leben wir die Bedeutung dieser biologischen Mächte. In Bewunderung blicken wir nach draußen, wo die deutsche Frau diese Lebenskräfte bewahrt, wo das Deutschtum oft besser und reiner erhallen wird, als im Reichsinnern.

Nach lebhaftem Beifall nahm Frau Marie R a b l - Leipzig, die Reichsleiterin des Frauen­dienstes des DDA., das Wort zu einem Rückblick auf die Arbeit der VDA.-Frauengruppen. Die ein­zelnen Landesleiterinnen schilderten anschließend dieJugendarbeit des Schwäbisch-Deutschen Kul­turbundes in Südslawien", dieVolksbildungs­tätigkeit in der Zips", das Landleben in den bal­tischen Landen" und dieBedeutung des Frauen­volksdienstes der Nationalen Erneuerungsbewegung der Deutschen in Rumänien", sowie dieAufgaben und Pflichten Der VDA.-Jungmädchengruppe in Kopenhagen".

Die Lage

des Auslandsdeuischiums.