Einzelbild herunterladen

Erkennt die Gefahr!

ver-

nerkennung oer»

Feierliche Semestereröffnung in der Reuen Aula

in einem

Adolf Hitler.

J

II

V'

Ü

die Unschuld des Angeklagten. Es F r e i f p r u ch. Die Kosten trägt

aufnahme ergab erfolgte deshalb die Staatskasse.

Ein befehl haben

H et

in

et

en

r eint;

tn ien ts. ein

'Bis rem e|er ch.

t an> lügen Mai, Serie.

en.

uns 0 sch ien|b nben bem ode W ixd) >nyi und ieginn ragen.

Amtsgericht Gießen.

Mann aus Reiskirchen erhielt einen Straf- in Höhe von 20 Mark, da er es geduldet sollte, daß in einem von ihm erbauten und

Mutter und Kind sichern die Zukunft des deutschen Volkes!

Opfert für sie!

Der überaus wohlgelungene Abend klang aus dreifachen Sieg-Heil auf unfern Führer

Dneflaffen der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

ft. 11. Die Verlängerung der Reichszuschüsse für Jnstandssetzungsarbeiten bis Ende März 1935 er­streckt sich auf alle diejenigen Anträge, die bis 31. Januar 19 3 4 gestellt und genehmigt waren. Rach dem 31. Januar 1934 find keine Anträge mehr genehmigt worden. Der Antrag auf Verlängerung muß beim städtischen Hoch- und Tief­bauamt besonders gestellt und begründet werden.

iene be» eben, r in grö. r. zu öfter, , be> den i zu­schon M nales i Be- diese

kmrern pädagogischen Talent leitete, und die in ihrer gesundheitlichen Wirkung überzeugen. Die von ihr selbst getanzten Studien zeugten von

in seinem Eigentum stehenden Schlachthaus ein Schwein geschlachtet wurde, ohne nach gesetzlicher Vorschrift beschaut worden zu sein. Die Beweis-

eiligen rgelM beleijrt Reger . B. it töbei turrüi1 . Rot ab. Z! n, M iulichen

W

Deutscher Abend der AS.-Frauenschaft Gießen-Mte

UliN

'J 'n

sich gegenseitig zu beschuldigen, daß die Hochschule unfruchtbar sei.

Die Universität sei der glühende Schmelztiegel, in den sich alle hineinwerfen mühten, um aus dieser Gemeinschaft heraus Gröhes zu voll­bringen.

Alle Forderungen, die jetzt gestellt würden, feien unter diesem Gesichtspunkt zu verstehen. Rur wer sich in diesem Feuer bewährte, könnte die Wider­stände überwinden und die Aufgaben lösen, die uns niemand abnehmen kann, zum Wohle Deutschlands. Oer Führer der Gießener Studenten­schaft cand. jur. Adam

der nach dem Rektor sprach, führte folgendes aus: Geschichte sei der ewige Kampf gewesen von Treue gegen Untreue, Freie gegen Unfreie und letzten Endes der Kampf Germaniens gegen Rom. Deutsch­land stände nicht da, wo Asphaltmänner Kultur machten und wo man rauschende Feste aufzöge, son­dern nur bei den braunen Soldaten Adolf Hitlers. Auch könne man Deutschland nicht bei den Nörglern und Kritikastern finden, heute sei dort Deutschland, wo sich die Jugend im Lager zusam­menfände.

Die Jugend müsse sich der Verantwortung, die sie am 7. Februar bei der Verkündung des neuen Studenlenrechtes übernommen habe, ge­wachsen zeigen.

Dann gab der Studentenschaftssührer in großen Zügen den D i e n st p l a n für das kommende Se­mester bekannt. Er sprach von der Einführung des D i e n st b u ch e s, das jeder Student zu führen habe. Die politische Schulung der 1. bis 3. Semester habe das Lehramt für politische Er­ziehung übernommen, während die älteren Semester durch die SA.-Stürme politisch geschult würden. Durch SA.-Dienst und Kameradschaftshaus werde die Jugend zu Nationalsozialisten erzogen. Die älte­ren Semester fänden sich in der Fachschaftsarbeit zusammen, um von hier aus den Kampf gegen die reaktionäre Hochschule zu führen und an dem Boll­werk der alten Hochschule zu rütteln.

Jeder Student sei verpflichtet, den gesamten angesehten Dienst mitzumachen, falls er nicht sein Studium gefährden wolle. Die älteren Se­mester dürften nicht zuschauen, wenn die jünge­ren Kameraden durch strammen Dienst stark be­ansprucht würden.

Zum Schluß seiner Ausführungen betonte der Red­ner, daß ein Volk Stolz und Ehre haben müsse, um nicht dem Untergang preisgegeben zu sein.

Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler wurde diese erste Veranstaltung der Universität in diesem Semester, die sämtliche in Gießen anwesende Studenten ver­sammelt sah, geschlossen.

UN' als in )lgti ant, Für do-

Die NS. -Frauenschaft Gießen-Mitte veranstaltete am Montag im Cafe Leib einen Deut­schen Abend, der über Erwarten gut besucht war.

In ihrer Begrüßungsansprache forderte die Orts­frauenschaftsleiterin, Pg. Frl. H o ch st ä 11 e r, die Besucher auf, den inneren, viel wertvolleren Men­schen einmal nach außen zu kehren und alle Sor­gen über Bord zu werfen, um sich frohen Herzens an der Vortragsfolge des Abends erfreuen zu können.

Nach einem von Frl. Annaker vorgetragenen Begrüßungsgedicht, das in sinnvoller und neckischer Weise auf das Abendprogramm Bezug nahm, fang der NS.-Frauensingchor unter der bewährten Lei­tung seiner Dirigentin, Frau Friedrich Schäfer, ein mit großem Beifall aufgenommenes historisches Volkslied aus dem Jahre 1540An die deutsche Nation". Im Anschluß.daran sprach die

Kreisfrauenschaftsleiterin pg. Brink- hoff-Laubach

überD i e Frau in der Volksgemein­schaft". Anknüpfend an die vor der national­sozialistischen Erhebung liegende Zeit, wo über allem Erdendasein ein grauer Schleier lag, weil die Not überall ihre Linien hineingezeichnet hatte, führte die Rednerin weiter aus, wie trotz dieser alles erdrückenden Not die Vergnügungsstätten überfüllt waren, weil die Menschen einfach das Bedürfnis hatten, das Elend einmal abzuschütteln. Das war das Bild der damaligen Zeit, aber heute fehen wir vor uns ein anderes Bild. Die rauschenden Feste sind verschwunden, verschwun­den auch die lüsternen Vergnügungsstätten mit

wonnen haben!

Vorsicht bei Maiglöckchen!

Die Giftigkeit der Tollkirsche, der Herbstzeitlose und ähnlicher Töchter unserer deutschen Herbstflora ist heute im Volk hinlänglich bekannt. Weniger verbreitet ist die Kenntnis von der Giftigkeit des Maiglöckchens, der lieblichsten Tochter des Früh­lings. Blätter und Blüten dieser Pflanze erzeugen nämlich einen Stoff, der im menschlichen Körper einen stark erregenden Einfluß auf die Herztätig--

atteft in d- hätte- besst estrebt« streik. dürtz tunW

it tot * ieneW Meiis 'tW' u bie^ nU ins einbllk c B Hen,J siebet

nne^ aus J gnisr.

> I .

. iin^ !01

i-" be";, f

.nF I

Mit der Machtübernahme durch Adolf Hitler wurde auch hier die Bahn frei. Hermann Göring war es, dessen Initiative die Gründung des Reichs­luftschutzbundes zu danken war. Alle bis dahin nebeneinanderlaufenden Bestrebungen wurden ein­heitlich zusammengefaßt, und in wenigen Monaten wurden die unerläßlichen Voraussetzungen für die Arbeit des Bundes geschaffen. Oberstes Gesetz ist:

Die Wirkung jeder Waffe, auch des Flugzeugs, kann beschränkt, kann abgewehrt werden, wenn der Wenfch die riesengroßen Gefahren er­kennend es will. Wille und Geist wirken im Reichsluftschuhbund zusammen.

In zahlreichen Städten Deutschlands ist es be­reits im vergangenen Jahre gelungen, große Teile der Zivilbevölkerung von der Notwendigkeit des Luftschutzes und der bis in alle Einzelheiten ver­breiteten Abwehr zu überzeugen. Immer stärker wird in allen Gauen die Einsicht, daß wir den ge­waltigen Vorsprung, den unsere Nachbarn in der Luftabwehr durch zähe Kleinarbeit erreicht haben, einholen müssen, und allerorten finden sich die Volksgenossen zur Mitarbeit im Reichsluftschutzbund zusammen.

Auch Gießen soll und darf nicht zurückstehen.

Der Reichsluftschutzbund bietet, dank seiner aus­gedehnten Organisation, der gesamten Bevölkerung im Ernstfälle einen weitreichenden Schutz. Der Bei­tritt zu dieser Organisation, die einen Mindest- jahresbeitrag von einer Reichsmark erhebt, ist die Pflicht jedes guten Deutschen, der dazu beitragen will, Heimat und Herd zu schützen.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Zur Ehrenrettung unserer Amsel.

Den beiden Katzenfreunden, die in ihremEin­gesandt" unsere Amsel als einen gemeinenNest­räuber" bezeichnen, möchte ich folgendes mitteilen:

Als große Vogelfreundin habe ich in langjähri­gen Beobachtungen unsere einheimische Vogelwelt genau kennengelernt, wozu mir ein parkartiger, mit Singvögeln reich bevölkerter Garten zur Verfügung stand. Zählte ich in einem einzigen Sommer doch einmal nicht weniger als 25 Nester. Den schlagend­sten Beweis dafür, daß die Amsel nicht zu den Raubvögeln zu zählen ist, liefert die Tatsache, daß die Vogelwelt selbst die Amsel nicht zu ihren Fein­den zählt, sondern friedlich, oft mit ihr denselben Baum bewohnt. Ich erinnere mich, daß in einer schmalen Zwerqeiche Amsel und Buchfink zu glei­cher Zeit ihr Nest bauten, der Buchfink etwa zwei Meter über der Amsel. Beide Parteien vertrugen sich vortrefflich, und beider Jungen wurden groß. Ganz anders ist es, wenn ein wirklicher Nesträuber sich im Garten blicken läßt. Naht ein Katze ober läßt sich ein Rabe, oft nur vorübergehend, auf einem Baumwipfel nyber, fo verstummt sofort iebes frohe Lieb, unb man hört nur Klagelaute und Angstgefchrei. Allerdings wird es mitunter vor­kommen, daß eine Amsel sich an der Brut eines kleinen Vogels vergreift, das ist aber stets ein Aus­nahmefall, der nur in einer Notzeit in Erscheinung treten mag. Bekanntlich lebt die Amsel vorzugs­weise von Würmern, Schnecken usw. Bei großer, anhaltender Trockenheit zieht sich das Gewürm tief in den Erdboden zurück, und auch die Schnecken verschwinden. Da weiß die Amsel oft nicht, wo sie die Atzung für ihre Jungen hernehmen soll, und sie vergeht sich wohl auch einmal in ihrer Not an der Brut eines anderen Vogels. Man sollte deshalb aber die Amsel nicht als einen gemeinenNest­räuber" bezeichnen. Sie gehört zu unseren nützlich­sten Singvögeln, ihr Nutzen im Vergleich zum Scha­den ist gleich 25 zu 5. Und wer möchte ihren me­lodischen Gesang missen? Gönnen wir ihr als kleine Gegengabe auch gerne einmal einige Erdbeeren, es kommen noch genug auf unseren Tisch.cf.

ft $ J-

Fliegeralarm! Verdunkelte Häuser, Plätze, Stra­ßen, platzende Bomben, die Schreie der Verletzten, brennende Gebäude, panischer Schrecken, namen­loses Leid daran erinnern uns von Zeit zu Zeit die Aelteren, die im westlichen Deutschland in Den letzten Kriegsjahren die Schrecken der Flieger­angriffe kennengelernt haben und ständig auf einen feindlichen Angriff gefaßt fein mußten. Seitdem hat sich unendlich viel zu unserem Nachteil geändert.

Riesenhaft, in nie geahntem Ausmaß sind die Luftgeschwader aller Rachbarstaaten ange­wachsen. Immer stärker wurden die Dolore der Flugzeuge, immer größer die Zahl der mitgeführlen Bomben, immer ausgedehnter im Aktionsradius, keine deutsche Stadt, kein Dorf, keine Bahnstation, kein industrielles Werk ist vor ihnen sicher.

Beispiellos war die Entwicklung noch ist kein Ende abzusehen und immer eindringlicher wird die Frage des Schicksals an das deutsche Volk gestellt. Lange Jahre haben wir tatenlos zugesehen, Partei­hader, pazifistische Illusionen, weltfremde Theo­rien haben selbst eine Abwehr unmöglich gemacht, die uns sogar die anderen gestatteten, willenlos ließen wir uns treiben, lieber den Sorgen des All­tags, die niemand zu meistern wußte, vergaßen wir die Zukunft. Nur wenige Einsichtige rafften sich auf, schufen die ersten Abwehreinrichtungen, konnten sich aber nicht in die Breite entwickeln, weil Sozialdemokraten und Kommunisten sich sperrten und das Bürgertum, von Sorgen fast erdrückt, gleichgültig blieb.

** Von der Universität. Umgewandelt wurde am 28. April 1934 die auf Grund des § 4 des Reichsgefetzes vom 7. April 1933 erfolgte ^Dienstentlassung der außerordentlichen Professorin für klassische Archäologie an der Landesuniversität Gießen Dr. Margarete Bieber mit Wirkung vom 1. Juli 1933 an in eine Versetzung in den Ruhestand nach § 3 des vorgenannten Gesetzes.

** Arbeitsjubiläum. Man berichtet uns: Am 11. Mai feierte der Werkzeug-Dreher Ludwig Schmidt aus Lindenftruth sein 25jähriges Blrbeitsjubiläum bei der Fittingsfabrik Bän- minger G. m. b. H. in Gießen. Die Feier fand an Beinern schön geschmückten Arbeitsplatz statt. Außer ien Arbeitskämeraden der Werkzeugmacherei er» ßchien um 10 Uhr eine größere Abordnung der Ge­folgschaft und überbrachte dem Jubilar die Glück­wünsche und die von der Gefolgschaft gestifteten ^Geschenke. Ein Geschenk seitens der Firma wird ihm am Tage des 25jährigen Geschäftsjubiläums über­reicht werden. w

** Evangelisch-kirchliche Persona­lien. Uebertragen wurde dem Pfarrer Karl B e r n- e tf zu Stockhausen die 1. evangelische Pfarrstelle ju Alsfeld, Dekanat Alsfeld: dem Pfarrer Berthold Li t e l zu Mainz-Weisenau die 2. evangelische Pfarr- iteüe zu Langen Dekanat Offenbach a. M.: dem Oberkirchenrat Rudolf Zentgraf zu Mainz die evangelische Pfarrstelle zu Bingenheim, Dekanat Nidda; dem Pfarrer August Herber zu Wölfers­heim die evangelische Pfarrstelle zu Mainz-Weisenau, Dekanat Mainz.

** Maienblasen. Bei dem heutigen Maien- blasen um 19 Uhr vom Turme der Stadtkirche aus werden folgende Stücke zu Gehör gebracht: 1. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 2. Das treue deutsche Herz. 3. Das Heidenröslein.

ihren unnatürlichen Auswirkungen, aber eine große innerliche Freude hat heute das deutsche Volk ergriffen, denn

alle erfüllt das Bewußtsein, daß es wieder aufwärts geht und daß wir das von unse­rem Führer gesteckte Ziel erreichen werden, wenn wir wieder eine große Volksgemein­schaft werden und an einer gemeinsamen Arbett bauen.

Wohl gibt es noch einige Zweifler, die abseits stehen und nicht rnitrnachen wollen, weil sie kein Vertrauen haben und glauben, es ginge auch ohne sie. Diese Außenseiter zu erfassen und zu über­zeugen, ist Aufgabe eines jeden, denn jeder muß mithelfen, wenn die große Arbeit zu einem guten Ende geführt werden soll. Und da sollen besonders wir Frauen das gemeinsame Zusammenstehen erlernen, um zu einem gemeinsamen Zusammen­halten zu kommen, denn uns Frauen fällt die wich­tige Aufgabe zu, die Erziehung unserer Jugend zu leiten, sie zu bewußt deutschen Männern und Frauen heranzubilden.

Und wenn die Jugend oft andere Dege geht, denen wir Erwachsene scheinbar nicht folgen können, dann sollen wir die Fehler nicht an der Jugend suchen, sondern an uns und uns bemühen, sie zu verstehen, alles kleinliche ab­zulegen, dann werden wir ihnen auch hierin Wegbereiter sein und ihnen den Rationalsozia­lismus der Tal vorleben können.

starker Begabung und überraschendem technischen Können; der letzte, mehr ins Operettenhafte gehende Tanz dürfte jedoch aus dem Rahmen einer Gyrn- nastikvorführung etwas herausgefallen fein.

' Zufammenfasjend muß man sagen, daß die f «Siebenen Arbeitsergebnisse hohe Anerkennung dienen; es war überaus fesselnd, das Können der Schülerinnen, die ja auf den verschiedensten Alters­stufen standen, zu vergleichen und die Einwirkung längerer oder kürzerer Schulung, angeborener Be­gabung und anerzogener Körperbeherrschung fest­zustellen. Reicher Beifall des interessierten Publi­kums begleitete alle Teile des anregenden Abends. Möchte er der Gymnastik neue Jüngerinnen ge=

feit ausübt und in größeren Mengen gefährlich wirkt. Die Giftigkeit Des Maiglöckchens und ähn­lich wirkender Pflanzen, wie z. B. des roten Fingerhuts oder des Oleanders, ist aber besonders bedenklich bei Kindern, die nur zu leicht versucht sind, alles, was ihnen in die Hand kommt, in den Mund zu stecken. Während dies z. B. beim Sauer­klee in geringer Menge ungestraft geschehen kann, würde ein einziges Blatt des Fingerhutes beim Kinde tödlich wirken. So gefährlich ist nun ge­rade das Maiglöckchen nicht, doch kann es z. B., einfach in den Mund gesteckt, leichtere Erkran- kungserfcheinungen nach sich ziehen. Besondere Ge­fahr besteht weiter dadurch, daß Wasser, in dem Maiglöckchen längere Zeit gestanden haben, als direktes Extrakt dieses Maiglöckchengiftes anzu- sehen ist. Die Giftigkeit des Maiglöckchens soll kei­neswegs überschätzt werden, falsch und unverant­wortlich aber wäre es, sie aus Leichtsinn oder Nachlässigkeit zu unterschätzen.

BornoNzen.

Tageskalender für Mittwoch. Stadt­theater: 19.30 bis 22.30 Uhr,Fiesko". NSLB., Abteilung Höhere Schule, Fachschaft für Deutsch: 16 Uhr, Oberrealschule, Sitzung. NSLB., Kreis Gießen: 15.30 Uhr: Haus der Deutschen Arbeits­front, Tagung der Arbeitsgemeinschaft Volksschule. Ortsgruppe Gießen-Süd: 20.30 Uhr, Hotel Hopfeld, Zellen 4 und 5, Zellenabend. Ortsgruppe Gießen-Nord der NS.-Hago: 20.15 Uhr,Aqua­rium", Mitgliederversammlung. Ortsgruppe Gie- ßen-Nord, Zelle 4: 20.30 Uhr, Kaufmännisches Ver­einshaus, Zellenabend. Lichtspielhaus, Bahnhof­straße:Spione am Werk". Bergschenke: 20 Uhr, Reichswehrkonzert. Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz: 16 bis 17 Uhr, Aus­stellung. Aula der Universität: 20 Uhr, Licht- bilderoortrag über dieContax".

Stadttheater Gießen. Im Rahmen der Oberhessischen Kulturwoche" veranstaltet das Or­chester des Stadttheaters unter Leitung von Kapell­meister Fritz C u j e und unter Mitwirkung der Kon­zertpianistin Frl. Irmgard Decker (Gießen) als Gast am morgigen Donnerstag ein Symphonie­konzert in Gestalt eines Beethoven-Abends. (Siehe heutige Anzeige.)

Abonnementskonzerte unserer Reichswehrkapelle. Am heutigen Mittwoch wird die Folge der 6 Abonnementskonzerte unserer Reichswehrkapelle auf der Bergschenke ihren Anfang nehmen. Es werden im Mai, im Juni und im Juli je zwei Konzerte unter Leitung von Obermufik- melfter Krauße gegeben. Die Konzerte dürften bei dem mufifliebenben Teil unserer Bürgerschaft an­gesichts der hohen künstlerischen Qualitäten unserer Gießener Bataillonsmusik starkes Interesse finden. (Siehe gestrige Anzeige.)

Die Pfing st führten des Hapag - Reisebüros nach Rothenburg o. d. Tauber und an den Rhein werden in einer Anzeige in unserem heutigen Blatte noch einmal in Erinnerung gebracht. Da der Reiseverkehr bekanntlich zu Pfing­sten immer sehr groß ist, erscheint schnelle Anmel­dung zu diesen Pfingstfahrten geboten. Man beachte die Anzeige.

Gestern abend fand in der Neuen Aula der Universität die feierliche Eröffnung des Sommer- semesters 1934 statt. Der Führer der Gießener Studentenschaft, cand. jur. Heinz-Jürgen Adam, eröffnete die Kundgebung und kam auf den Sinn dieser Veranstaltung zu sprechen. Dann gedachte er des beim Skiläufen im Walsertal tödlich ver­unglückten Kameraden cand. med. Ernst-Walter Wirth als einem der Besten, der vorn Schicksal allzu früh ereilt wurde. Zum stillen Gedenken an den Verstorbenen erhoben sich die Versammelten von ihren Plätzen.

Oer Rektor der Landesuniversität Prof. D. Bornkamm

ergriff daraus das Wort und führte u. a. folgen­des aus: Nicht zum ersten Male ständen Dozenten und Studenten der Universität anläßlich einer Kundgebung zusammen. Zunächst gelte es, zurück­zublicken aus das vergangene Semester, das sie beide gemeinsam durchlebt hätten. Die im vorigen Halbjahr begonnene Arbeit müsse nun fortgesetzt werden. Das wichtigste, was ihnen das letzte Se­mester gegeben hätte, sei die unbedingte treue Kameradschaft. Auf dieser Grundlage müßten die weiteren Ausgaben aufgebaut und gelöst werden. Vieles sei im letzten Semester noch Anfang und Uebergang gewesen, aber ein fester Grund sei gelegt worden: ohne Ansehen von Stand und Alter sei die gegenseitige Achtung gewachsen durch den kameradschaftlichen Zusammenschluß.

Wenn auch gegen eine lleberbelaslung von feiten der Kommilitonen Klage geführt worden sei, so könne er doch heute voller Stolz und Dankbarkeit erklären, daß die wissenschaftlichen

Leistungen besser gewesen seien als früher.

Die rechten Kerle einer Generation, die weiß, was ihr auserlegt ist, seien gefunden worden. Die K a - meradschast, die man im letzten Semester ent­deckt habe müsse als diskussionsloses Ge­bot in Zukunft bestehen bleiben.

Dann kam der Rektor auf die eigentlichen Aus­gaben der Universität zu sprechen. Die heutige Hoch­schule habe noch Dieselben Verpflichtungen wie die frühere Universität, denn weder die wissenschaftliche Ausbildung, noch die Erziehung für den Beruf sei der Hochschule abgenommen. Die ganze wissen­schaftliche Arbeit müsse auf ein Ziel gerichtet sein und ins helle Licht des Nachdenkens gesetzt wer­den. In der Spezialisierung der einzelnen Fächer, so führte er u. a. weiter aus, haben wir den Mangel der Universität vor uns empsunden.^Heute hat sich die Universität die politische Schulung als Ziel gesetzt. Wenn es nicht gelingt, all das, was im deutschen Geisteswesen da gewesen ist, aufzuschlie­ßen, dann wird die Universität sterben. Wir be­fänden uns jetzt auf der Entdeckungsfahrt in ein unbekanntes Land. Infolgedessen müßten wir immer etwas Neues suchen. Es habe keinen Zweck mehr,

Bisher stand über unserer Frauenarbeit die soziale Arbeit aller Volksgenossen, wie wir sie im Win - terhilfswerk vorfanden. Nun, nachdem diese» abgeschlossen hinter uns liegt und durch seine ge­deihliche Arbeit unsere notleidenden Volksgenossen vor Hunger, Kälte und weiterer Verelendung geschützt hat, eröffnet sich uns durch das neue große Hilfs­werkM utter und Kind" ein weiteres über­aus wichtiges Betätigungsfeld. Für diese Riesen­arbeit brauchen wir wieder jede Dolksgenos- s i n. Helfen soll jede, und wenn es nur mit gutem Rat oder freundlichem Wort ist, keine darf sich fortan wegen Mangel an Zeit oder Kraft entschul­digen, darumklag nicht, hilf, pack an, nutze die Zeit und erkenne in ihr einen neuen Prüfstein für das Wort Volksgemeinschaft."

Wir sollen fortan Düller sein für ein ganzes, großes, deutsches Volk, Kameradinnen unseren 2Hännern im Kampf um Deutschlands Auf­erstehung und stolz sein auf die heutige große Zeit.

Oie unterhaltenden Darbietungen.

Nach diesem gut durchdachten Vortrag, der in den Herzen aller Widerhall fand, sang Frau W e y l mit gut geschulter Stimme und sicherer Tonwiedergabe in Begleitung der Damen Frau Luley (Klavier), Frl. Zimmer (Violine) und Frl. W e y l (Cello) drei Volkslieder von Joseph Haydn. Nach einer Pause, in der den Besuchern reichlich Gelegenheit gegeben war, durch die Tombola für wenige Pfen­nige die schönsten Gewinne, u. a. eine vom hiesigen Verkehrsoerein gestiftete Autobusfernfahrt ins Blaue, einzuheimsen, trug der Friedberger Mund­artdichter Wilhelm PhilippsWetterauer Haus­macher" vor, unter denenDie Himmelsahrts- tour" besonders stürmische Lachsalven hervorrief und größten Anklang fand. Ebensoviel Heiterkeit löste das zweiaktige Wetterauer VolksstückDie Bienekeenigin" aus, die die anerkannt vorbildliche Friedberger Spielschar in vollendeter Weise wie- bergab.

Große Strafkammer Gießen.

Wegen Betrugs «in Tateinheit mit schwerer Ur­kundenfälschung wurde ein Versicherungsvertreter zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte nahm, entgegen den Aufnahmebedin­gungen, Leute in die Versicherung auf, die das vor­geschriebene Alter schon überschritten hatten. Um sich die Provision zu beschaffen, änderte dann der An­geklagte das tatsächliche Alter in ein falsches um. Außerdem bewog er die Geschädigten durch Vor­spiegelung falscher Tatsachen, der Versicherung bei­zutreten. Die Kosten des Verfahrens trägt der An­geklagte.

Sodann befaßte sich die Kammer unter Ausschluß der Öffentlichkeit mit einem Manne aus Göbeln­rod, dem die Anklage in zwei Fällen Verbrechen gegen die Sittlichkeit zum Vorwurf machte. Das Gericht erkannte auf eine Gefängnisstrafe von sieben Monaten. Die Kosten trägt der Angeklagte.