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184. Jahrgang

Nr. 189 Erstes Blatt 184. Jahrgang Mittwoch, 15. August 1934

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Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

Ein Volk, ein Wille, einJa"!

AutounsalldeSMmsierpräsidentenGöring

Um 1 W)t stattete der Führer, der zur Zeil

nach seinem Befinden zu erkundigen.

Boltogtmeilitoa^

heit und Ausgeglichenheit der Kräfte beibehält und damit die Garantie für den Fortbestand des Weltfriedens mit übernimmt.

Davon abgesehen aber verlangen alle innen­politischen Aufgaben gebieterisch die Ver­einigung von Macht und Verantwortung in einer Hand. Das große Aufbauwerk, das der Führer sofort nach seiner Betrauung in Angriff nahm, ist mitten im Zuge, und seine großen Erfolge sind bereits seit langem im ganzen öffentlichen Leben sichtbar geworden. Die Wirtschaft befindet sich in einem Zustand langsamer, aber andauernder Erholung. Die Gefahren, die im Verlauf dieses Gesundungsprozesses aufgetaucht sind, wurden zum Teil schon überwunden, zum Teil ist die Regierung damit beschäftigt, sie zu überwinden. Jede Störung dieses Prozesses könnte nur Schaden und Unheil

Oberfalzberg. 15. Aug. (DRB.) Der preu-I Um 1 Uhr stattete der Führer, der zur den ßische Ministerpräsident Hermann Göring erlitt in feinem heim auf dem Oberfalzberg weilt, dem am Dienstag. 19 Uhr. auf der Fahrt von München Ministerpräsidenten einen Besuch ab. um sich

nach Berchtesgaden in der Gegend von Bad Aibling einen A u t o u n f a l l, der sich dadurch ereignete, daß beim Ueberfahren einer Bergkuppe aus der entgegengesetzten Richtung ein Lastwagen kam und gleichzeitig ein zweiter Kraftwagen, der in diesem Augenblick unvorschriftsmähigerweise den Lastkraftwagen zu überholen versuchte. Die Fahrbahn wurde dadurch blockiert und ein Ausweichen unmöglich. Ministerpräsident Göring, der scharf rechts fuhr, versuchte, zwischen den beiden Kraftwagen hindurchzusteuern, was ihm aber in­folge der Enge der Fahrbahn nicht gelang, so daß sein Wagen mit voller Wucht gegen das Lastauto prallte. Die linke Seite des Wagens des Minister­präsidenten wurde vollkommen zertrümmert, die Insassen leicht verletzt. Ministerpräsident Göring erlitt eine harte Quetschung an der rech­ten Rückenseite, sowie leichte Schnitt­wunden im Gesicht und an den Knien.

Die Verletzten wurden durch das Vegleitkom- mando dem Krankenhaus Rosenheim zugeführt, wo sofort Röntgenaufnahmen gemacht und Rotverbände angelegt wurden. Die Aerzte konnten feststellen, daß zu besonderer Besorgnis kein An­laß besteht. Rach mehrstündigem Aufenthalt im Krankenhaus konnte die Fahrt zum Landhaus Görings in Oberfalzberg fortgesetzt werden, wo der Ministerpräsident kurz nach Mitternacht eintraf. Das Befinden des Ministerpräsidenten ist den Umständen entsprechend gut

anrichten.

Darum fordern wir: AlleMacht inhitlers Hand!

Die Regierung hatte verfassungsmäßig die Mög­lichkeit, von sich aus diesen Entscheid zu treffen. Es war der ausdrückliche Wunsch des Führers, daß dieser Entscheid noch einmal der Bestätigung des ganzen Volkes in einer allgemeinen, geheimen Wahl unterworfen wurde. Das Volk s e l b st soll zum Entschluß der Regierung sein Ja-Wort geben und damit feierlich vor aller Welt beteuern, daß es sich m t t dem Führer und seiner Regierung

Staatsbesuch des Führers in Hamburg.

Große Rede des Führers an die Nation.

Berlin. 14. August (DRB.) Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler wird am Freitag, dem 1 7. August 1 934. der Freien und Hanse­stadt Hamburg einen Staatsbesuch ab- statten. Bei Gelegenheit dieses Staatsbesuches wird er abends von Hamburg aus zum ganzen deutschenVolk sprechen. Diese Rede beginnt um 20.30 Uhr und endet gegen 22 Uhr. Sie wird auf alle deutschen Sender übertragen. Gemeinschaftsempfang ist angeordnet

Hitler-Worte.

Der deutsche Arbeiter wird nicht über dem Um­wege schwächlicher Verbrüderungsszenen in den Rahmen der deutschen Volksgemeinschaft gehoben, sondern durch bewußtes heben seiner sozialen und kulturellen Lage, so lange bis die schwerwiegendsten Unterschiede als überbrückt gelten dürfen.

Die Gesinnung, die das Interesse des eigenen Ichs zu Gunsten der Erhaltung der Gemeinschaft zurücktreten läßt, ist wirklich die erste Voraus­setzung für jede wahrhaft menschliche Kultur.

Das deutsche Volk ist aufgefordert, am 19. August einem von der Regierung beschlossenen Gesetz seine Zustimmung zu geben. In diesem Gesetz wird die Nachfolgeschaft des verstorbenen Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls von Hindenburg auf das einfachste und natürlichste geregelt. A d o l f h i t l e r nimmt nach ihm auch die Höch st e Spitze des Reiches ein und vereinigt die ganze Macht in seiner Hand.

Nur böswillige Menschen können in dieser Rege­lung etwas merkwürdiges oder verwunderungswer­tes sehen. In Wirklichkeit entspricht sie dem tiefsten Denken und Empfinden des ganzen deutschen Vol­kes. Es gibt wohl keinen Vernünftigen, der über­haupt etwas anderes für möglich hielte; denn Adolf Hitler ift heute in der Tat der Repräsen­tant der Nation, nach innen und nach

außen. Er spricht und handelt im Namen von < 66 Millionen Deutschen. Seine autoritäre Führung des Volkes ist souverän und über jeden Zwei- : fei erhaben. Man kann sich niemanden denken, der über ihn gesetzt werden und von dem I er Anordnungen und Befehle entgegenehmen könnte.

Diese Tatsache kann als der w i ch t i g st e und entscheidungsvoll st e Faktor in der ge­samten deutschen Politik gewertet werden. < Denn dadurch, daß Adolf Hitler in sich die Gesamt­fülle der Macht vereinigt, ist er gleicherweise auch der Garant der deutschen Einigkeit und sie wiederum wirkt allein für die Lebenssicherheit des deutschen Volkes. Je mehr es uns an Waffen und Kanonen fehlt, um unser nationales Dasein zu verteidigen, um so fester und unerschütterlicher muß sich die deutsche Nation zusammen­schließen, wenn sie sich unter den anderen Welt­völkern behaupten will.

Die Ueberwindung der inneren Zerissenheit bietet auch die einzige Möglichkeit, die infolge einer 14jährigen Bankerottpolitik noch außerordentlich leidende deutsche Wirtschaft in zielbewußter und zäher Arbeit zu neuer Blüte emporzuführen. Alle schönen Theorien und Programme wären zur Wir­kungslosigkeit verurteilt, wenn hinter ihnen nicht ein entschlossenes und opferbereite s V o l k stünde, das sie unter der lenkenden und weisenden Hand des Führers auch in die Tat umsetzte. Wer es heute ernst meint mit der Wiederaufrichtung der deutschen Nation und der Neuerkämpfung ihrer na­türlichen Lebensrechte, der kann sich deshalb nur für den Führer und seine unum- chränkte Autorität entscheiden.

Das trifft oor allem auch auf dem Gebiet der Außenpolitik zu. Deutschland, ohnehin mit Freunden in der Welt nur wenig gesegnet, hat in Verfolg seiner nationalen Revolutionierung einen Zustand innerer Festigkeit angenommen, der in einer von schweren sozialen, wirtschaftlichen und politischen Krisen heimgesuchten Welt nur Neid und Mißgunst Hervorrufen konnte. Das liegt nicht so sehr an uns, als an denen, die nicht zur Ver­nunft kommen und einsehen wollen, daß der , Faktor Deutschland heute von ande- , rem Rang und Wert ist, als etwa vor fünf Jahren. Und trotzdem ruht bei ihm die einzige I Sicherheit für die Stabilität und den Frieden Euro­pas. Denn ein feiner Ehre und feiner nationalen Verteidigungsmöglichkeiten vollends beraubtes deut­sches Volk wäre für mißgünstige, bis an die Zahne bewaffnete Gegner und Nachbarn nur eine Ein­ladung, es mit Krieg zu überziehen, um sich an ihm und seiner Not schadlos zu halten, oder gar zu be­reichern. Es liegt deshalb auch im wohlverstande­nen Interesse aller anderen Völker, daß Deut s ch- land seinen Zu st and innerer Sicher-

solidarisch f ü h l t und in ihm die einzige Ge. währ für die Fortdauer der allmählichen und or­ganischen Wiedergesundung der deutschen Nation

Ungeheures wurde schon geleistet, seitdem der Führer das Steuer des deutschen Staatsschiffes in seiner Hand hält. Vieles gibt es noch zu tun, bis wir über dem Berg sind. Nur mit Mut, Kraft, Vertrauen und Einigkeit werden wir die Gefahren überwinden, die Deutschland als Volk unb Nation umgeben.

Voll Begeisterung und Dankbarkeit werden am 19. August die Millionenmassen in Deutschland an die Wahlurne treten und dem Führer ihr heiliges und unerschütterliches Ja­wort geben. Sie legen ihm damit ihr ganzes Vertrauen in die Hand und sind entschlossen, unter seiner Führung jede Krise zu überdauern und alle Hindernisse niederzuren­nen. Voll Ekel und Verachtung schiebt das deutsche Volk jene Dokumente einer lügnerischen Emi­grantenpropaganda beiseite, die davon wissen wol­len, daß das nationalsozialistische Regime gefährdet sei. Gebe Gott, daß überall die Regierungen aus so festem Boden stehen, wie in D e u t s ch la nd die Adolf Hitlers. Das deutsche Volk bekennt sich zum Führer, wie der Führer sich zu ihm bekennt. Und die Welt soll am 19. August eine neue Bestätigung des deutschen Wunders erleben.

Warum Ja?

Von Reichsminister Or. Goebbels

Oer Mann des Bottes.

Zum dritten Male während seiner bisherigen Staatsführung seit dem 30. Januar 1933 ruft der Führer und Kanzler Adolf Hitler das deutsche Volk zur Entscheidung über das Handeln seiner Re­gierung auf. Am 5. Ätärz 1933 suchte der Führer, nachdem er aus den Händen unseres Feldmarschall- Reichspräsidenten von Hindenburg die Regierungs­gewalt empfangen hatte, zum ersten Male die Unter­mauerung seiner politischen Stellung durch das Volk selbst nach, die ihm in einem wuchtigen Be­kenntnis des Volkes gegeben wurde. Der für alle Zeiten denkwürdige 12. November 1933 als zweite Befragung des deutschen Volkes über eine grundlegende Wendung seines politischen Kurses brachte Adolf Hitler ein Vertrauensvotum, wie es noch keinem oeutschen Staatsmanne je vorher zuteil

wurde; das deutsche Volk bekannte sich an diesem Tage i zur vollendeten Einheit mit dem Führer j und der von ihm verfolgten Politik. Der kommende ' 19. August, der zum dritten Male unter Hitlers ' Regierung das deutsche Volk zu aktivem politischem Handeln in das Getriebe der Staatsführung als 1 bestimmenden Faktor einschalten wird, gilt der Be­stätigung eines Regierungsaktes, der für unser staat­liches Leben und für den Neubau unseres Vater­landes von grundlegender Bedeutung für alle Zeiten ist: der Zusammenfassung der beiden Höch st en Aemter der Reichssührung in der Hand des Führers des deutschen VolkesAdolfHitler!

In diesen drei Appellen Adolf Hitlers an sein Volk bestätigt sich in eindrucksvollster Weise die von dem Führer und Kanzler immer wieder betonte grundsätzliche Einstellung, daß er seine Staatsfuh- rung nur in Uebereinftimmung mit dem Willen des Volkes ausüben will. Adolf Hitler, der aus dem schaffenden deutschen Volke in hartem Lebenswege zur Führung des Deutschen Reiches emporgestiegen ist, will eben nur als ein Glied dieses Volkes leben und wirken, er will dieses Volk nicht beherrschen, sondern er will es mit seiner heißen Liebe zum deutschen Volkstum füh­ren und es mit feinen Idealen in eine bessere Zu­kunft geleiten. Der Mann, der als unbekannter Ge­freiter den gewaltigen Krieg in vorderster Front mitgemacht hat, der schon vorher und während des Ringens gegen eine Welt von Feinden, aber auch in den Nachkriegsjahren das schwere Los des schaf­fenden deutschen Menschen in der vielfältigsten Weise selbst durchkostet hat, dessen Persönlichkeit durch die schweren Erlebnisse der eigenen Jugend und des Kampfes für seine Ideale ihre Prägung empfing, will bewußt den Zusammenhang mit seinem Volke ausrechterhalten, auch jetzt, da er als Führer und Kanzler an der Spitze des deutschen Volkes für das Vaterland wirkt. Mit dieser innigen Volksverbundenheit, die durch das gewaltige Erlebnis des Schützengrabens des Weltkrieges geadelt ist, steht unser Führer und Kanzler als Kamerad neben allen deut­schen Kameraden und Kameradinnen, beseelt von dem Willen, all seine Kraft und seine hohen Geistesgaben einzusetzen für das Glück und das Wohlergehen des deutschen Volkstums, es zu schützen und zu verteidigen gegen die Welt von Feinden, die stets dann gegen das deutsche Volk aufstand, wenn sich Anzeichen dafür bemerkbar machten, daß das deutsche Volk e i n i g war und in Geschlossenheit sich der Führung eines ge­nialen Mannes aiwertraute.

Diese kameradschaftliche Haltung des Führers und Kanzlers, die den besten soldatischen Tugenden un­seres Volkes entspricht, in Verbindung mit seiner vorbildlichen Selbstlosigkeit und Hingabe für das deutsche Volk hat die Herzen aller deutschen Mari­ner und Frauen für diesen Führer warm gemacht. Unser Volk in allen seinen schaffenden Schichten hat in zunehmendem Maße mit dem Verstände er­faßt und mit dem Herzen erfühlt, daß es in Adolf Hitler den Führer besitzt, der von dem lautersten Wollen beseelt ist und sein persönliches Gluck dann erblickt, dem deutschen Volke eine bessere Zukunft zu erringen. Wie stark diese Erkenntnis in unserem Volke Wurzel geschlagen hat, zeigt sich immer wie­der an der Verehrung und herzlichen Zuneigung, die überall in deutschen Landen dem Führer und Kanzler bei seinem Erscheinen entgegengebracht werden. Man denke nur daran, wie lebhaft und herzlich die schaffenden Volksgenossen aller Kreise ihm zujubeln, sobald er sich irt ihrer Mitte aufhält. Die Bilder von seinen Besuchen an den Stätten der Arbeit sind dafür eindrucksvolle Beweise; da offen­bart sich keine künstliche Mache, keine geschickte Regie, sondern nur der spontane Drang aus über­vollem Herzen dankbarer deutscher Menschen für den Mann, der ihnen neues Licht in ihr schweres Dasein gebracht hat, der ihnen Arbeit und Brot gab und sie als gleichwertige Volksgenossen in die deut­sche Gemeinschaft stellte.

Wie unserem Feldmarschall und Reichspräsidenten von Hindenburg, den Adolf Hitler als väterlichen Freund bezeichnete, die uneingeschränkte Liebe aller Deutschen gehörte, so ist auch Adolf Hitler als echter Mann des deutschen Volkes, als bester Kamerad im Besitze der vollen Liebe und Verehrung aller derer, die das Glück und die Wohlfahrt des ganzen deutschen Volkes erstreben. Diese vertrauensvolle Liebe seiner Volksgenossen wird unserem Führer und Kanzler Adolf Hitler am 19. August mit dem Ja-Stimmzettel für alle Welt sichtbar be­kundet werden!