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Aus dem Turnqau Jioröfyeffen OT.

Vad-Nauheim rüstet für das DT.-Tennislurnler.

3n Bad-Nauheim, wo vom 17. bis 19. August das Tennisturnier der Deutschen Turnerschaft (verbun­den mit dem zweiten Länderturnier) stattfindet, weilten am Samstag und Sonntag zu vorbereiten­den Arbeiten und Besichtigung der Platzanlagen der Tennis-Obmann der DT. Hofer (München) und Gau-Tennisobmann Breitenstein (Kassel).. In Zusammenarbeit mit dem städtischen Verkehrsamt und der turnerischen Ortsleitung wurden alle Ein­zelheiten über Aufbau und Durchführung der DT.- Großveranstaltung besprochen. Die zwölf Plätze fassende Turnieronlage, herrlich inmitten des Kur­parks gelegen, wurde als mustergültig befunden. Es erfolgte in großen Zügen die Festlegung des Programms, das in seiner technischen und gesell­schaftlichen Gestaltung den nach der hessischen Bade­stadt kommenden besten Tennisspielern aus allen Gauen der DT. erlebnisreiche Tage bereiten wird.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

' 1900 (Ciga) Alsfeld (Liga) 0:0.

Die Gießener Blauweißen konnten trotz größter Feldüberlegenheit das Gesellschaftsspiel gegen den Sportw^rein 06 Alsfeld nur unentschieden gestalten. Das Mickspiel fand der nationalen leichtathletischen Wettkämpfe wegen schon am Samstagabend statt. Es stand unter der einwandfreien Leitung des Schiedsrichters Rüspeler (Gleiberg). 1900 hatte in letzter Minute noch Aenderungen an der Mann­schaftsaufstellung vornehmen müssen. So spielte für Wittmann Schmidt im Tor. Im Angriff fehlte Roth. Erstmals dagegen stand Keul (früher Aßlar) auf dem Posten des Mittelläufers, und man kann schon nach diesem ersten Spiel sagen, daß er für die Gießener Elf eine wertvolle Verstärkung ist. Vorweg sei gesagt, daß das Schlußdreieck und die Läufer­reihe in ausgezeichneter Verfassung wirkten und da- durch dem Gegner kaum die Chance eines Erfolges überließen. Die Geschehnisse auf dem Spielfeld wickelten sich fast ausschließlich in der Alsfelder Spielfeldhälfte ab. Der Gegner kam nur zu einem halben Dutzend durchbruchartiger Angriffe. Schmidt im 1900-Tor hatte nicht einen einzigen schweren Ball zu meistern. Daß die Alsfelder trotzdem zu diesem schmeichelhaften Unentschieden kamen, ver- danken sie der vorzüglichen Leistung ihres Torhüters und der vollkommenen Unfähigkeit der Gießener Angriffsreihe, auch nur eine einzige der zahlreichen Situationen zu Treffern auszuweiten.

Aus dem Spielverlauf ist deshalb auch nichts weiter zu berichten, als daß die Hiesigen das ganze Spiel hindurch das Alsfelder Tor berannten, ohne den guten Hüter zu überwinden. Gute plazierte Schüsse der Gießener sah man nur selten. Es wur­den aber viele der besten Chancen versiebt, wobei . es ein Leichtes gewesen wäre, den Ball mühelos ins feindliche Gehäuse zu tragen. Die Läufer hatten mit ihren mehrmals versuchten Torschüssen und auch mit einigen wuchtigen Strafstößen kein Glück. Und so blieb es trotz aller Anstrengungen der Hinter- mannschast bei dem 0:0. Alsfeld hat gegen frühere Begegnungen im Feldspiel stark nachgelassen. Die Elf war aber auch nicht in stärkster Aufstellung nach Gießen gekommen. Trotzdem war sie sehr eifrig in der Zerstörung der Gießener Angriffe. Das Treffen nahm einen sehr fairen Verlauf. __________

Spielvereinigung 1926 Leihgestern.

Am Sonntag gastierte die zweite Mannschaft des SV. Bad-Nauheim in Leihgestern und mußte eine verdiente Niederlage von 7:3 hinnehmen. Die Blau- Weißen waren vom Anstoß weg im Vorteil und konnten auch halb in Führung gehen, dem bald darauf das zweite Tor folgte. Nun wurde auch Bad-Nauheim gefährlich und schließlich verkürzten die Gäste auf 2:1. Die Platzbesitzer vergrößerten aber ihren Vorsprung durch einen Foulelfmeter und durch einen schönen Schuß des Halblinken auf 4:1. Mit diesem Resultat wurden die Seiten gewechselt. Die Badestädter gingen in der zweiten Hälfte vom Anstoß weg sofort vor das gegnerische Tor, und der Torwart der Blau-Weißen mußte einen lieber- raschungsfchuß passieren lassen. 4:2. Leihgestern war dauernd feldüberlegen und schließlich vergrö­ßerten der Mittelstürmer und der Halblinke den Vorsprung auf 6:3. Der Mittelstürmer der Gäste schoß dann aus fünf Meter abermals ins Schwarze und verkürzte auf 6:3. Fast mit dem Schlußpfiff zusammen fiel aus einem Gedränge noch ein sieben­tes Tor für die Blau-Weißen. Mit 7:3 Toren muß- tcn die Badestädter eine verdiente, auch in dieser Höhe, Niederlage hinnehmen.

Vorher spielte die Zugendelf der Blau-Weißen gegen die Jugend des FC. Allendorf (Lahn) und fertigte diese mit 5:2 Toren ab. Die Ueberlegenheit der Einheimischen war so groß, daß das Ergebnis leicht zweistellig hätte lauten können.

Sportabteilung des Tv. Wieseck.

Lollar I Wieseck I 1:2 (0:2).

Am Samstagabend standen sich in Lollar diese Mannschaften im Freundschaftsrückspiel gegenüber. Beide Mannschaften traten mit je einem Ersatz­mann an und zeigten von Spielbeginn ein flottes, scharfes Spiel. Wieseck fand sich zuerst besser und drückte zeitweise etwas. Schon nach zehn Minuten gelang es ihm, in Führung zu gehen. Lollar ging nun mehr aus sich heraus, doch zerschellten alle seine Angriffe an der guten Abwehr des Schluß­trios der Gäste. Noch vor Halbzeit erhöhten diese das Resultat auf 2:0. Nach Seitenwechsel gab es auf beiden Seiten wohl schöne Momente, doch zeigte der Sturm der Gastgeber wenig, was zu Erfolgen führen konnte, während auf der Gegenseite manch schöner Schuß neben oder über die Pfosten gejagt, oder von dem Hüter der Gastgeber gut pariert wurde. Erst in der Schlußminute kam Lollar mit viel Glück zum Ehrentor.

Wieseck I Grünberg I 7:3 (3:2).

Am Sonntag war Grünberg mit zwei Mann­schaften in Wieseck zu Gast. Im Spiel der ersten Mannschaften stellten sich dem Unparteiischen, Offenbacher (Lollar), die Gäste komplett, Wie­seck mit Ersatz. Grünberg griff sofort schnell an mit dem Erfolg, daß es in wenigen Minuten zwei Tore erzielt hatte. Wieseck hatte bann, abgesehen von einigen Durchbrüchen, stets mehr vom Spiel, doch gelang es ihm erst nach zwanzig Minuten, zum ersten Gegentreffer zu kommen, bem auch balb der Ausgleich folgte. Wohl versuchten die Gäste durch großen Eifer die technische Ueberlegenheit der Gastgeber auszugleichen, sie konnten aber trotzdem nicht verhindern, daß Wieseck die Führung über­nahm. Halbzeit 3:2. Nach Seitenwechsel erhöhte Wieseck sofort auf 4:2, doch stellte ein schöner Schuß des Gästehalbrechten ebenso schnell die alte Tor­differenz wieder her. Dann wurde Wieseck stark

Werfegen, rmv Grllnderg soft ganz tn feiner Hkkkfte festgehalten. Eine ganze Serie von Ecken war Oie Ausbeute, in deren Verlauf noch drei Tore für Wieseck fielen. Erst gegen Schluß wurde das Spiel wieder ausgeglichener, doch reichte es auf beiden Seiten nicht mehr, um zu Erfolgen zu kommen.

Mit Kreß und Ezepan.

Deutsche Fußball-Elf für das dritte Derby County-SpieL

Der Deutsche Fußvall-Bund hat jetzt seine Mann- schäft, die am Mittwoch, 16. Mai, in Düsseldorf das dritteLehrspiel" gegen die englische Profi-Ligamann- schäft Derby County austrägt, aufgestellt. Nachdem nun im deutschen Meisterschafts-Spielbetrieb eine kurze Zwischenpause eingetreten ist, kann der DFB. auch auf die seither beschäftigten Spieler zurück- greifen. So kommt es, daß in der neuen deutschen National-Mannschaft diesmal auch Kreß (Dresdener SC.) und Czepan (Schalke 04) stehen. Es spielen: Kreß (Dresdener SC.); Haringer (Bayern Mün­chen), Schwarz (Dikt. Hamburg); Janes (Fortuna),

Tz span (Gchalk), «krev (Wacker München); Schn«k (Augsburg), Hohmann (Benrath), Conen (Saar­brücken), Sifsiing (Waldhof), Kodierst! (Fortuna).

Wieseck U (Brünberg II 9:1.

Dor dem Spiel der ersten Mannschaften erprob­ten diese Mannschaften chre Kräfte. Die Gastgeber waren ihrem Gegner technisch und taktisch überlegen und führten bereits bei Halbzeit mit 3:0 Toren. Nach Seitenwechsel gab Grünberg wohl alles her, konnte jedoch nicht verhindern, daß Wieseck, obwohl es nur noch mit zehn Mann spielte, noch sechs­mal erfolgreich war. Erst kurz vor Schluß kam Grünberg zu seinem Ehrentore.

Derby Lounty nicht in Berlin.

Die englischen Berufsspieler von Derby County sollten am Pfingstdienstag, 22. Mai, noch ein fünftes Spiel gegen eine deutsche Nachwuchsmannschast aus­tragen. Auf besonderen Wunsch der Leitung des englischen Clubs hat nunmehr der Deutsche Fuß- baübunb bas geplante Spiel abgesetzt.

Gau Aor-heffen OT.

8. Kreis Lahn-Dill.

Am Sonntag fanben an mehr als 500 Orten Deutschlanbs in ben Turnkreisen der Deutschen Turnerschaft (DT.) Tagungender Vereins- führer statt. Auch der Kreisführer unseres Krei- ses Lahn-Dill hatte seine Gefolgsleute zusam­mengerufen.

Kreisführer Daupert (Wieseck) konnte außer dem Führerring die Vertreter von über 70 Ver­einen willkommen heißen. Sein besonderer Gruß galt einem Ehrengast, dem ersten Vertreter des früheren Kreises Mittelrhein, Turnbruder A. P fe i- f e r aus Wetzlar.

Vor Eintrit in die Tagesordnung gedachte der Kreisführer des kürzlich verstorbenen Ehrenmit- gliedes Georg Kling (Gießen). Die Versammlung ehrte ben Entschlafenen in üblicher Weise.

Weiter gab ber Kreisführer bekannt, baß an Stelle bes nach Worms versetzten Bezirksführers Dr. R a u Turnbruder Dr. Drucke (Kirchhain) be­rufen worben ist.

In längeren Ausführungen zeichnete ber Kreis­führer bie Lage ber Deutschen Turnerschaft im neuen Reich. Wir wollen vertrauensvoll vorwärts schauen. Der Glaube an bie DT. unb an bie von ihr jahrzehntelang geleistete Arbeit, bie beste deut­sche Kulturarbeit war, muß uns bie Kraft unb Zu­versicht zu weiterem Schaffen geben. Unb wenn von oben bis unten jeber Führer mit Kraft unb gutem Willen freubig an seine Arbeit geht, dann wirb auch ber Erfolg nicht ausbleiben.

Der Kreisführer stellte bann bie Richtlinien f ü r bie Arbeit im Kreise unb in ben Vereinen klar unb bestimmt heraus. Aus der Besprechung klang stets hervor, daß die Turner allezeit marschbereit hinter dem Reichssportführer und dessen Plänen stehen. Die Ausführungen waren überaus vielseitig, es 4ann nur aus wenige Punkte zusammenfassend hingewiesen werden.

Mit den politischen Formationen ist auf kame­radschaftliche Zusammenarbeit zu ach­ten. Wo sich dennoch Schwierigkeiten ergeben, sind kurze, treffende Sachberichte an unsere Führer ein­zureichen. Die Zusammenarbeit ist an vielen Orten I gut, unb ba wir ja bas gleiche Ziel haben, näm­

lich: eine gesunde, starke Jugend im national­sozialistischen Staate heranzubilden, sollte es auch gelingen, in harmonischer Zusammenarbeit den Weg zu diesem Ziele zu gehen.

Die unlösliche deutsche Volks- und Schicksalsgemeinschaft mit dem Saar­land und unsere Bruderschaft mit den Turnern bes Saargebietes soll burch bie große Saar­treue-Staffel zum Ausbruck kommen. Jeber Verein unb jebes Vereinsmitglied muß Mitarbei­ten, baß biese große Kunbgebung glänzenb ver­läuft.

lieber den Bezug der Gauzeitung herrscht noch viel Unklarheit. Don allen über 14 Jahre alten Mitgliedern eines Turnvereins erhalten 6 Prozent die Zeitung unentgeltlich. Nötig ist, daß die Der» einsfuhrer Die Namen derjenigen Mitglieder, an bi< je ein Stück gefanbt werben soll, bem Gaugeschäfts­führer, Turnbruder Chr. Siebert zu Hersfeld, melden. Auch der Poftbeftellort ist anzugeben.

Gauschwimmwart Sauer berichtete über bie' Reichsschwimmwoche. Er forberte wieberholt auf, die übersandten Erhebungskarten ausgefüllt an den Kreisschwimmwart Wilhelm Luft, Wetzlar, einzuschicken.

Das erste Kreisfest des Kreises Lahn- Dill findet in Großen-Linden statt. Es soll für alle Turner zu einem großen Erlebnis werden. Großen-Linden gibt sich große Mühe, das Fest gut vorzubereiten. Alle Vereine haben sich mit Fahne an dem Kreisfest zu beteiligen. Mit Beifall und Dank ausgenommen wurden wertvolle Mitteilun­gen, die Ehrenmitglied Pfeiffer- Wetzlar gab.

Kreisführer Daupert zeichnete im Schlußwort nochmals scharf und klar den Weg der Deutschen Turnerschaft im neuen Reich und versicherte, daß die Turnerschaft nicht nur lebhaften Anteil nimmt an allem Geschehen unserer Zeit, sondern daß sie sich auch gern und freudig hineinstellt in die Arbeit für Heimat, Volk und Vaterland.

In dasGut Heil" auf den Reichspräsidenten von Hindenburg, auf den Volkskanzler Adolf Hitler und auf das deutsche Vaterland stimmte der Führertag mit Begeisterung ein.Z

3i>ad<U)ifdungin für Tiare u.ui)£a»e

Auf Anordnung des Vorsitzenden des Verwaltungsrates der

Bezirkssparkasse (neben

werden zwecks Durchführung der durchgehenden Arbeitszeit

die Kassestunden

ab 16. Mai 1934 wie folgt festgesetzt:

werktäglich von 8 1 Uhr vormittags und von 2x/23^2 Uhr nachmittags

Samstags nur von 81 Uhr vormittags

Bezirkssparkasse Gießen

2795 D

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