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Bulgarien und der Balkanpakt

Auf der Suche nach einer neuen Karmel.

des Angreifers angenommen. Allerdings wird befürchtet, daß sich aus dem Artikel 5 des Definitionsabkommens für öle bul­garische Regierung gewisse Schwie­rigkeiten im Hinblick auf die mazedonische Frage ergeben könnten. Nach optimistischer Auf­fassung wäre es aber nicht ausgeschlossen, daß eine Neuformulierung dieser Bestimmungen erfolgen könnte, womit der Weg für Bulgarien geebnet er­scheine. Tewsik ist mit seinen Begleitern am Sonn­tagabend nach Belgrad abgereift. Mit demsel­ben Zuge begab sich der rumänische Außenminister T i t u l e s c u gleichfalls nach Belgrad.

Bukarest, 13. Mai. Der türkische Außen­minister Tewfik Ruschdi Den weilte auf der Durchreise nach Genf hier-zum Besuch der rumäni­schen Regierung. In unterrichteten Kreisen ist man sich darüber klar geworden, daß in Südslawien Irotz der Unterzeichnung noch starke Widerstände gegen das ohne Teilnahme Bulgariens zustande gekommene Abkommen zu überwinden find. Diesen Widerständen werde es auch zugeschrie- ben, daß die Ratifizierung des Balkanpaktes durch Südslawien noch nicht erfolgt sei. Der Abschluß Les bulgarisch-südslawischen Nichtangriffsoertrages bestätige, daß Südslawien das Hauptgewicht auf Die Verbesserung seiner Beziehungen zu Bulgarien lege und dem Balkanpakt nur unter tiefem Gesichtspunkt Bedeutung beimesse. Der süd­slawische Außenminister Jeftitsch soll entschlossen ein, die Ratifizierung des Balkanpaktes solange Unzuziehen, bis ein NichtanHriffspaktsystem zwi- chen Bulgarien und sämtlichen Partnern Les Balkanpakts zustande gekommen sei.

Die kritische Lage, die für die Existenz des Bal­

kanpaktes hierdurch geschaffen worden ist, soll durch die Besprechungen Titulescus mit Tewfik überwunden werden. Man erörtert deshalb die völlige Ersetzung des Bal- kanpaktesdurch ein neues System von balkan staatlichen Nichtangriffspak- t e n. Als Basis dafür wird offenkundig owohl von Titulescu wie von Tewfik Ruschdi Bey das Lon­doner Abkommen über die Definition

Schweres SchiffsiWlim auf der Weser.

SchleppdampferMerkur^ gerammt und gesunken.

Acht Menschen ums Leben gekommen.

Bremerhaven, 12.2HaL (DBB.) Am 5ams- agsnachmattag geriet auf der Weser der Schlepp- iampferBl erku r" beim Abschleppen des Damp- isrsAlbert Ballin" (hapag) vor den Bug des Schiffes, nachdem der Schlepper bereits die Leinen lssgeworfen und zum Absehen des Lotsen langsseits sehen wollte. Infolge der Kollision kenterte ter Schlepper und sank sofort. Fünf wann der Besatzung, darunter der Kapitän, konnten gerettet »erden. Weitere sieben wann der Besatzung und iie Frau des Kochs, die sich zufällig an Bord des Schiffes befand, find in dem gesunkenen Schiff ^lngeschlossen. Die Arbeiten zur Hebung des Seeschleppers wurden auch während des ganzen Sonntags mit allen erdenklichen witleln und un­ter größten Anstrengungen fortgesetzt. Die Bemü­hungen waren aber bis zum Nachmittag erfolg- lo s, obwohl die VergungsdampferWille" und Kraft" eingesetzt wurden. Das gesunkene Schiff legt kieloben mitten in der Fahrrinne. Bei tuflausendem Strom ist es völlig unter Wasser, »ährend bei Ebbe nur der Steven und ein Teil des Liels aus dem Wasser herausragen.

Drei Stunden nach dem Unglück d er ft um m- ie n plötzlich die zunächst sehr deutlichen und dann immer schwächer werdenden Klopfzeichen der § ingeschlossenen. Gerettet werden konnten der aus Bremerhaven stammende Kapitän Heinrich Ernst, ter Steuermann Mackens, gleichfalls aus Bre­

merhaven, der Leichtmatrose Rüge aus Rönnebeck bei Blumenthal, ein nicht zur Besatzung gehörender Handlungsgehilfe aus Bremerhaven, der Proviant an Bord gebracht hatte, sowie ein Heizer, dem es im letzten Augenblick gelang, aus dem Heizraum an Deck zu kommen und ins Wasser zu springen.

Der gesunkene Schlepper hatte dem aus der Nordschleuse fahrenden DampferAlbert Ballin", der von Newyork kam, in Bremerbaven Station machte und nach Hamburg weiterfahren wollte, assistiert.Albert Ballin" hatte auch schon die Lei­nen des Schleppers losgeworfen, während sich Merkur" längsseits legen wollte, um den Lotsen zu übernehmen. Dabei gerietMerkur" vor den Bug des ausfahrendenAlbert Ballin", wurde g e - rammt und sank innerhalb weniger Minuten. Albert Ballin" kehrte sofort nach dem Unglück an dieEolumbus"-Kaje zurück. Er erlitt am Bug einen Plattenschaden, wodurch der vordere Lade­raum bis zum K-Deck voll Wasser liest

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Bremen, 14. Mai (DNB.) Auch bis zum späten Abend des Sonntag gelang es infolge des bewegten Seeganges nicht, den mit acht Personen gesunkenen SchleppdampferMerkur" zu heben. Nach wie vor liegt das Schiff noch unter dem Wasserspiegel. Am Montagfrüh bei Tagesanbruch werden die Bergungsarbeiten fort­gesetzt. Inzwischen haben die Taucher den Schaden beim DampferAlbert Ballin" sestgestellt, der nach erfolgter Ausbesserung nach Hamburg weiterfahren wird.

Aus aller Well.

Explosiouskakastrophe in Hongkong. 20 Tote, 100 Verletzte.

Auf eine der westlichen Inseln der Stadl Hong­kong flog ein Gasometer in die Luft. Iie Explosion war so heftig, daß die Häuser der Umgebung völlig zerstürt wurden. Die Explosion hrlte viele Brände im Gefolge, an deren Be- t mpfung die Feuerwehr mit allen Kräften arbeitet, lins Explosionsunglück hat bis jetzt 2 0 Tote ge­federt. Etwa 100 Verletzte liegen in den Krankenhäusern. Ls handelt sich um den größten lkcasometer von Südchina. Heber die Ursache des Illiglücks verlautet, daß offenbar der Gasdruck zu slirk gewesen ist, wodurch eine Platte des Gaso­meters fortgeschleudert wurde. Ein riesiger Gas- sbom ergoß sich nunmehr durch die Straßen, drang in die Häuser und entzündete sich am offenen herd- fmer. 3m Augenblick entstand an mehreren Stellen fin Brand, bei dem der Gasometer schließlich in die Cift flog. Die Wohnungsinhaber sprangen afl 8 den Fenstern, andere stürzten entsetzt auf die Straßen mit schrecklich verbrannten Ge­stern und haaren. Unter den Toten, die zum Dil bis zur Unkenntlichkeit verbrannt sind, befin- tan sich zahlreiche Frauen und Kinder. Die Feuer- iv^hven der ganzen Umgegend sind an den lln- zlLcksort gerufen worden.

Acht Tote bei einem Autounglück in Frankreich.

Bei dem Autorennen, das der Automobilklub Ile b( France am Sonntag in Fontainebleau veran- (tcltete, fuhr der Bugatti-Wagen, der von Erlic Lora gesteuert wurde, 300 Meter vor dem Ziel ir öie dicht gedrängt stehende Men­schenmenge. Bisher sind acht T o t e gemeldet Wrden, darunter zwei Soldaten. Biele Personen vicrden verletzt. Einer Frau wurde der Kopf gefahren. Lora ist im Krankenhaus feinen Verletzungen erlegen. Wie sich nun her- nisstellt, war der Name Lora lediglich ein Pseu­donym, das sich der Militärflieger Coch in zuge- Igl hatte, da er sich unter seinem eigenen Namen vc hrend seiner Dienstzeit sonst nicht hätte an Auto- mbilrennen beteiligen dürfen. Cochin war 28 Jahre oll.

Linier den Toten aus der Menge der Zu- |t)2uer befinden sich zwei Frauen, ein 23jähriger Wer aus Fontainebleau, der sich erst vor einigen legen verlobt hatte, ein Zuschauer aus Pans und |pjei Artilleristen aus der Garnison Fontainebleau. 6hier von den sonst noch verletzten Zuschauern hat i; Id ro e r e Verwundungen davongetragen. Ei mußte mit einem Beinbruch und Kopfwunden i ein Krankenhaus gebracht werden.

Die nähere Untersuchung der Ursache des Un­sticks hat ergeben, daß die ursprüngliche Annahme, ei Fahrer des verunglückten Wagens sei durch fiten auf die Rennstrecke gelaufenen Hund abge- Mt worden, nicht stichhaltig ist. Es hat sich Dieb khr gezeigt, daß der Wagen Fehler auf- o e s. Eine der beiden Bremsscheiben hatte sich Herwegs gelöst und war abgeflogen. Als der Wa- e* kurz vor dem Ziel im 170-Kilometer- i f m p o fuhr, wollte der Fahrer bremsen. Da aber u- ein- Schell" auf dis Räder wirkte, wurde der

Hßaflen zur Seite geschleudert und raste in die Menge. Man hat ferner festgestellt, daß der Ord­nungsdienst entgegen den polizeilichen Anordnun­gen die Zuschauer bis dicht an die Rennstrecke her­angelassen hatte.

Der Bund der Ausländsdeutschen.

Durch Verfügung des Stellvertreters des Füh­rers, Reichsminister Rudolf Heß, ist der Bund der Ausländsdeutschen (Bund der ehemals im Ausland ansässigen Reichsdeutschen) mit der Zu­sammenfassung der ehemals im Ausland ansässigen Reichsdeutschen im Sinne eines landsmannschaft­lichen Zusammenschlusses und mit der Betreuung seiner Mitglieder bei dem Wiederaufbau ihrer Exi­stenz beauftragt worden. Der Bund der Ausländs­deutschen wird die ihm neu gesteckten Ziele nur er­reichen können, wenn ihm alle im Reiche lebenden ehemaligen Ausländsdeutschen beitreten. Der Bund der Ausländsdeutschen will die Erfahrungen der Ausländsdeutschen in den Dienst der Volksgemein­schaft stellen. Die Anlage einer Sonderkartei, die alle sprach- und landeskundigen Ausländsdeutschen, die zur Zeit im Reiche leben, umfassen wird, soll diesen Zwecken besonders dienen. Die Leitung des Bundes hat Pg. Wolfgang Roemer übernom­men.

Unerhörtes Verhalten eines jüdifchen Angestellten.

Wie das Deutsche Nachrichtenbüro mitteilt, wurde am 11. Mai der jüdische Angestellte der Commerz- unö Privatbank, Dr. Jacob Wassermann, der 1900 in Riga geboren ist, durch die Geheime Staats­polizei fe ft genommen, weil er aufreizende und schwerste Verunglimpfungen persönlicher Art gegen Reichsminister Dr. Goebbels systematisch und in aller Oesfentlichkeit mit zynischer Frechheit in Um­lauf gesetzt hatte. Dr. Wassermann wurde direkt aus dem Betrieb heraus verhaftet. Diese Verhaftung löste bei der Belegschaft starke Genugtuung aus, denn das unerhörte Verhalten von Dr. Wassermann hatte bereits zu einer Reihe unliebsamer Erörte­rungen im Betriebe geführt. Dr. Wassermann wird im Konzentrationslager Oranien­burg längere Zeit Gelegenheit haben, darüber nachzudenken, wie man sich als Gast des deutschen Volkes in Deutschland zu benehmen hat.

KreuzerKarlsruhe" in Boston.

Der deutsche KreuzerKarlsruhe" traf am Samstag als erstes deutsches Kriegsschiff seit der Vorkriegszeit im Hafen von 93 o ft o n ein, begrüßt durch 21 Salutschüsse. Anschließend fand der übliche Höflichkeitsbesuch des Kommandanten in Begleitung des Generalkonsuls von Tippelskirch beim Hafenkommandanten und ein Empfang im Staats­hause statt. Später folgten Einladungen deutsch- amerikanischer Gesellschaften. Die Offiziere sind am Dienstag Gäste des Generalkonsuls Borchers in Neuyork.

Deutscher Fliegerbefuch in Bukarest.

Das deutsche GroßflugzeugGeneral- feldmarschall von Hindenburg" traf von Sofia kommend auf dem Bukarester Flugplatz ein, wo sich fast die gesamte deutsche Kolonie versam­melt hatte und dem Flugzeug spontane Huldigungen bereitete. Den Gästen zu Ehren gab die deutsche Gesandtschaft am Abend ein Essen. Das Flugzeug führte am Sonntagvormittag mit geladenen Gästen mehrere Rundflüge über Bukarest aus.

Eisenbahnunglück in Frankreich. 20 Schwer­verletzte.

Ein folgenschweres Eisenbahnunglück ereignete sich im Bahnhof von La Rochelle. Ein Rangierzug fuhr mit etwa 50 Kilometer Geschwindigkeit auf einen haltenden Personenzug auf. 20 Personen wurden schwer verletzt. Bei einigen von ihnen besteht Lebensgefahr. Die Schuld an dem Unglück trägt der Lokomotivführer des Rangierzuges, der die Signale nicht beachtet hat.

Explosion in einem Warenhaus in Nizza. Ein Toter, drei Schwerverletzte.

In einem großen Warenhaus in Nizza ereignete sich kurz vor Geschäftsschluß in den Kellerräumen eine schwere Explosion. Der Luftdruck, den sie hervorrief, war so stark, daß die Gewölbedecke zer­trümmert wurde. Auch sämtliche Fensterscheiben des Warenhauses gingen in Trümmer. Ein Arbeiter, der in den Kellerräumen beschäftigt war, wurde getötet. Drei Angestellte erhielten schwere Verletzungen.

Drei Franzosen von der Flut überrascht und ertrunken.

Drei junge Leute, die am Sonntag bei Ebbe in der Nähe des berühmten Mont Saint Michel (Departement Manche) zum Fischfang ausgezogen roaren, sind von der Flut überrascht wor­den und ertrunken. Alle Nachforschungen nach den Leichen sind bisher ergebnislos geblieben.

Riesiger Petroleumbrand bei Istanbul.

Die riesigen Petroleumtanks in Tschubuktu, einem an der asiatischen Seite des Bosporus gelegenen Ort, etwa 20 Kilometer von Istanbul entfernt, die der Standard Oil Company gehören, sind nachts in Brand geraten. Ein gewaltiger Feuerschein erleuchtete den Himmel. Die Feuerwehr des Werkes und der umliegenden Bosporusorte machen ver­zweifelte Anstrengungen, das Feuer einzudämmen, das durch den starken Nordwind immer wieder angefacht wird. Die Ursache des Brandes ist noch nicht bekannt. Ebenfalls ist es noch ungewiß, ob Menschen dabei zu Schaden gekommen sind.

Schweres Hagelunwetter über Rom.

Dieser Tage ging über Rom ein heftiges H a - gelunroetter nieder, wie es seit Jahrzehnten dort nicht zu verzeichnen war. In einzelnen Teilen der Stadt, wo der Hagel besonders heftig nieder­ging, zerschlug er Fensterscheiben und Straßen­laternen, entblätterte die Bäume fast vollständig und lag noch mehrere Stunden später zollhoch auf den Straßen und Plätzen. Straßenbahnen und Autobusse mußten teilweise ihren Betrieb einstellen.

Zwei Bergleute von Gesteinsmafsen erschlagen.

Wie aus Neunkirchen (Saar) gemeldet wird, ging auf der Hüttensohle der Grube Reden-Fett e i n Bruch nieder, durch den zwei Berleute erschla­gen wurden. Der 38 Jahre alte Otto I o ch u m aus Heiligenwald und sein 39jähriger Kamerad Erwin Neuhauser aus Wemmetsweiler wurden von hereinbrechenden Gesteinsmassen vollkommen ver­schüttet. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich sehr schwierig, da ein neuer Bruch niederging und große Gesteinsmassen mitriß. Die Leichen der Bergleute, die beide verheiratet sind und ein bzw. drei Kinder haben, konnten erst später geborgen werden.

SA.-Lastkraflwagen verunglückt. Fünf Schwer- und 13 Leichtverletzte.

In Breslau stieß ein Lastkraftwagen mit 23 SA.- Männern vom Sturm 11/51 aus Neumark, der aus dem Stadtinnern kam und in Richtung Flughafen fuhr, bei Ausweichen mit einem Personenkraft­wagen zusammen, wobei der Lastkraftwagen infolge seiner Geschwindigkeit umstürzte. Verletzt wurden 18 SA.-Männer, davon fünf schwer.

Explosionsunglück auf Sachalin fordert 21 Todesopfer.

Auf dem japanischen Teil der Insel Sachalin er­eignete sich beim Bau eines Kraftwerkes eine E x - plosion. Bisher sind 21 Todesopfer gebor­gen worden. Die Rettungsarbeiten werden fortge­setzt.

3n einem Sommer 42 000 Walfische in den Südpolgewässern getötet.

Meldungen aus Auckland (Neuseeland) zufolge haben norwegische Walfischfänger während eines einzigen Sommers im antarktischen Meer 4 2 0 0 0 Wa l f is ch e getötet. Von sachverständiger Seite wird erklärt, daß bei solchen Verhältnissen die Wal- fische in den Südpolargewässern bald vernichtet sein werden.

Auch Italien hat fein Seeungeheuer.

Bei der Insel Ischia vor Neapel sichteten italie­nische Fischer ein riesiges schwimmendes Ungeheuer, das von Zeit zu Zeit auftauchte. Zuerst versuchten die Fischer mit Gewehren dem schwarzen Riesen zu Leide zu rücken, doch hatten ihre ^ahlreicken Schüsse keinerlei Wirkung. Sie be- schlosfen dayer, Verstärkung aus Neapel heran­zuziehen. Zwei Motorboote der Hafenpolizei von Neapel liefen mit bewaffneten Beamten aus dem Hafen aus und versuchten ihrerseits, das Ungeheuer, über dessen wahre Größe man noch im Unklaren war, durch Karabinerschüsse zu erledigen. Das war jedoch vergeblich. Die Pvlizeibeamte sahen sich nun genötigt, den Hafenkommandanten von Neapel zu verständigen und um weitere Verstärkung zu bitten. Auf dessen Befehl hin liefen zwei weitere große Polizeibarkassen mit Maschinengewehren und Scharf­schützen aus. Nach einer langen und beschwerlichen Jagd konnte das Ungeheuer, dauernd unter Feuer genommen, schließlich so in die Enge getrieben werden, so daß es, obwohl es noch nicht gefangen werden konnte, den Absperrnetzen nicht mehr ent­weichen kann. Polizeibeamte und Fischer sind ängstlich auf der Hut und hoffen, mit besonderen Fanggeräten das Tier an Land ziehen zu können. Inzwischen konnte man in dem seichten Wasser fest­stellen, daß der Riesenfisch eine Länge von rund 20 Metern hat. Sein Gewicht beträgt schätzungs­weise 240 Zentner.

Wettervoraussage.

Don Norden her hat sich eine Störung bis über Deutschland ausgebreitet und läßt an ihrer Rück­seite recht kühle Ozeanluft abwärts fließen. Das Wetter erfährt somit eine durchgreifende Umge­staltung; die Temperaturen gehen allgemein zu­rück und zeitweise treten auch Niederschläge auf.

Aussichten für Dienstag: Wechselnd bewölkt und kühler, einzelne Niederschläge.

Aussichten für Mittwoch: Weiterhin wechselhaftes Wetter mit schauerartigen Nieder­schlägen.

Lufttemperaturen am 13. Mai: mittags 26,4 Grad Celsius, abends 16,1 Grad; am 14. Mai: morgens 11 Grad. Maximum 26,8 Grad, Minimum 8,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. Mai: abends 21,5 Grad; am 14. Mai: morgens 15,6 Grad. Sonnenscheindauer 12 Stunden.

Doch! Es ist wohl möglich, eine Zigarette zu rauchen mit einem Papier, das nicht stört, sodaß man glauben könnte, es sei überhaupt nicht vorhanden. Das Neutra- Papier der Oberst schmeckt neutral und fördert noch das Aroma ihrer milden Tabak-

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Amtliche Bekanntmachung des Kreisamts Alsfeld.

Detr.: Amtstage.

Das Kreisamt beabsichtigt, folgende Amtstage ab­zuhalten: 2909C

Mittwoch, 16. Mai 1934, von vormittags 11.30 bis nachmittags 1 Uhr auf dem Bürgermeisterei- zimmer in Grebenau für die Gemeinden des Grebenauer Grundes;

Donnerstag, 17. Mai 1934, von vormittags 10.30 bis 12.30 Uhr auf dem Rathaus in Homberg für die Gemeinden des Amtsgerichtsbezirks Homberg;

Mittwoch, 23. Mai 1934, von vormittags 11.30 bis 12.30 Uhr auf dem Rathaus in Nieder-Ohmen für die Gemeinden aus den Amtsgerichtsbezirkek Grünberg und Ulrichstein.

Die Bürgermeistereien der betreffenden Gemein­den wollen dies wiederholt ortsüblich bekanntmachen lassen.