hrüder"; Marianne von Angern, „Junges Mädchen von übermorgen"; außerdem ein Gedichtband „Kleine Welt vom Turm gesehen" von S i e g - f riet) von Vegesack.
Hilfe für Admiral Byrd.
Der amerikanische Polarforscher Admiral Byrd, der den Winter in einer Observationshütte in völliger Einsamkeit, 200 Kilometer von seinem Haupt-
stühpunkt entfernt, verbracht hatte, ist fetzt von der Hilfsexpedition, die ihn abholen sollte, er- reicht worden. Der Admral ist abgemagert und er s ch öp f t, aber guter Laune. Die Expedition, die von Dr. Thomas Poulter geleitet war, hatte am 8. August „Little America" verlassen. Zwei frühere Rettungsversuche waren mißglückt, da die Expedition beidemal durch Sturm und Unfälle zur Umkehr gezwungen wurde.
Aus aller Welt.
Standesamt soll Sippenamt werden. — Dr. Gercke wird Führer des Reichsbundes der
Standesbeamten.
Die Mitgliederversammlung des R e i ch s b u n - des der Standesbeamten Deutschlands in Kassel wählte einstimmig den Sachverständigen für Rassenforschung beim Reichsministerium des Innern, Dr. Gercke, zum Führer des Reichsbundes. Dr. Gercke führte u. a. aus: Der Reichsbund will die Standesbeamten auf eine größere Aufgabe oorbe- reiten. Es gilt, geeignete Kräfte heranzubilden, die persönlich und sachlich befähigt sind, später das Standesamt zum Sippenamt auszubauen. Das zum Sippenamt ausgebaute Standesamt soll die Blutszusammenhänge im Volk urkundlich festlegen und Register über die Familien und Sippen führen, die über den Personenstand hinaus auch die zur erbgesundheitlichen und sozialen Beurteilung notwendigen Daten umfassen. Der Standesbeamte soll über die zahlenmäßige und wertmäßige Entwicklung des deutschen Volkes wachen.
Eröffnung der Funkausstellung Freitag 10 Uhr.
Die feierliche Eröffnung der G r o ß e n D e u t - fchen Funkausstellung 1934 findet in Berlin am Freitag, 17. August, bereits um 10 Uhr statt.
„Graf Zeppelin" auf der Heimreise.
Die deutsche Seewarte in Hamburg teilt mit, daß das Luftschiff „Graf Zeppelin" auf seiner Heimreise von der fünften Südamerikafahrt am Sonntag um 12.20 Uhr MEZ. die Kapverdischen Inseln erreichte und sich um 21 Uhr unserer Zeit Halbwegs zwischen diesen und den Kanarischen Inseln befand. Das Wetter, das das Luftschaff antraf, war auch weiterhin schön.
Elly Beinhorns Flug durch Propellerschaden unterbrochen.
Aus San Jose de Costarica wird gemeldet: Der Weiterflug der deutschen Fliegerin Elly Beinhorn ist durch einen Propellerschaden unterbrochen worden. Der Propeller vibrierte derartig, daß bereits auf der ersten Flugetappe die größten Schwierigkeiten beim Wolkenflug über den hohen Bergketten Mittelamerikas entstanden waren, da der Kompaß durch die Erschütterungen nicht ordnungsgemäß arbeitete. Es bleibt der deutschen Fliegerin nichts anderes übrig, als das Eintreffen eines Ersatzpropellers abzuwarten, da die Mechaniker des hiesigen Fliegerkorps nicht m der Lage waren, den Schaden zu beheben. Der Ersatz- Propeller wird dem Luftschiff „Graf Zeppelin" auf seiner nächsten Südamerikafahrt mitgegeben werden, so daß er gegen Ende des Monats in San Jose de Costarica eintreffen dürfte. Elly Beinhorn hat ihre unfreiwillige Muße dazu benutzt, mit einem ihr zur Verfügung gestellten Flugzeug nach Radeh (Guatemala) zu fliegen, um die Uebcrreste der alten Maya-Kultur zu besuchen.
Aufgeklärter Gemäldediebstahl.
Vor einigen Monaten wurde aus einer Trierer Privatsammlung eine Anzahl wertvoller Gegen
stände, darunter ein Rembrandt, entwendet. Nunmehr ist die Polizei den Tätern auf die Spur gekommen. Es handelt sich um eine größere Diebesgesellschast. Der Polizei gelang es in den letz- ten Tagen, 22 entwendete Bilder und eine Anzahl andere Gegenstände, die ebenfalls aus dieser Privatsammlung stammen, wieder herbeizuschaffen. Mehrer Verhaftungen wurden vorgenommen.
Kraftwagenunglück bei Glogau. — Drei Tote, sechs Schwerverletzte.
Auf der Straße Berlin—Breslau zwischen Neu- städtl und Polkwitz an der Kreuzung mit der von Glogau nach Primkenau führenden Straße ereignete sich ein furchtbares Kraftwagenunglück. Ein von Berlin kommender Personenomnibus, der mit mehr als 30 Personen besetzt war, fuhr an der Kreuzung mit einem Personenkraftwagen zusammen, Bei dem Zusammenprall geriet der mit hoher Geschwindigkeit fahrende Omnibus ins Rutschen und überschlug sich. Kurz nach dem Zusammenstoß ertönten aus dem Omnibus furchtbare Hilferufe. In der Nähe weilende Leute und die Feuerwehren aus der Umgebung eilten sofort herbei und befreiten die Verunglückten. Drei von ihnen, der Besitzer des Wagens, Röder aus Schweidnitz, und zwei Frauen, waren bereits t o t. Don den übrigen waren der Sohn des Besitzers und fünf Frauen schwer verletzt. Sie wurden ins Glogauer Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr besteht für sie zunächst nicht. Die übrigen Insassen des Wagens kamen mit dem Schrecken davon.
Kirchendiebe läuten versehentlich die Glocken.
In der französischen Stadt Lorient (Dep. Mor- bihan) spielte sich in der Nacht zum Montag ein eigenartiger Zwischenfall ab, der ein ganzes Stadt- viertel in Aufruhr brachte. Kirchendiebe hatten sich Eingang in die Kirche verschafft und nach einigem Suchen einen elektrischen Schalter gefunden, von dem sie annahmen, daß er die Lichtleitung bediene. Kaum chatten sie jedoch auf den Knopf gedrückt, als sämtliche Glocken der Kirche z u läuten begannen, denn der Schalter bediente das elektrisch betriebene Läutewerk. Die Bewohner der Umgebung, die durch dieses unerwartete Ge- läute beunruhigt waren, liefen zur Kirche und sahen gerade noch, wie die Diebe das Weite suchten.
lieber 30 Verletzte bei einem Stierkampf.
Ein S t i e r k a m p f, der auf dem Marktplatz eines Dorfes in der spanischen Provinz Granada abgehalten wurde, nahm einen aufsehenerregenden Verlauf. Als die zwei Berufsstierkämpfer durch einen riesigen, besonders bösartigen Stier verletzt und kampfunfähig gemacht worden waren, sprangen etwa 50 junge Burschen aus dem Publikum in die Arena, um ihre Stierkämpferkünste zu zeigen. Der Stier blieb jedoch auch dieser lieber« macht gegenüber Sieger und verwundete etwa 30 seiner Gegner durch Hörnerstöhe mehr oder weniger schwer.
Zu viel Salz in Frankreich.
Die Salzgewinnung aus dem Meer, die an der Küste von St. Martin de R6 betrieben wird,
hat sich einer Pariser Meldung zufolge alsUeber - Produktion erwiesen. Es gelingt den Salz- erzeugern nicht mehr, «ihre Ware abzusetzen. In den Vorratslagern befindet sich noch Salz, das im vorigen Jahre gewonnen worden ist, in großer Menge. Die Salzproduzenten beabsichtigen daher in der Mehrzahl, ihr Gewerbe vom nächsten Jahre an aufzugeben.
Panik im Zirkus. — Ein Toter, ein Schwerverletzter.
Nach Schluß einer Zirkusvorstellung in der Nähe von Bayonne ereignete sich ein ungewöhnlicher Zwischenfall. Eine Frau, die von der Menschenmenge gedrückt wurde, ohrfeigte deswegen ein Kind. Der Vater des Kindes, empört über die Miß. Handlung, zog einen Revolver und schoß blindlings um sich. Er erschoß einen 60jährigen Mann und traf einen jungen Mann in die Brust, der schwerverletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Die empörte Menge versuchte darauf den Mörder zu lynchen, so daß er nur mit Mühe durch die Polizei in Sicherheit gebracht wer- den konnte.
Zusammenstoß
zweier Venzin-Transportzüge in Rumänien.
Bei der Eisenbahnstation Recea auf der Strecke Bukarest—Craiova stießen zwei Benzin-Transport- züge zusammen. Alle Wagen und die Lokomotiven entgleisen. In wenigen Augenblicken war, da das Benzin auslief, die Unglücksstätte in ein Flammenmeer gehüllt, aus dem kurz hintereinander die Explosionen der Benzintanks zu ver- nehmen waren. Das Feuer war auf eine Entfernung von 40 Kilometer zu sehen. Infolge der großen Hitze konnte sich niemand den Unglückszügen nähern, so daß die Zahl der Opfer bisher noch unbekannt ist. Man fürchtet, daß das ganze Zugpersonal den Flammen zum Opfer gefallen ist. Der Bahnhof Craiova wurde geräumt, da der Brand auf die Bahnhofsbauten überzugreifen droht. Der Betrieb auf der Strecke, der sonst sehr lebhaft ist, mußte eingestellt werden.
Eine Windhose am Schwarzen Meer.
Bei Nowo Rossijsk am Schwarzen Meer richtete eine Windhose auf dem Meer und an der Küste große Verwü st ungen an. Mehrere Fischerboote werden vermißt. Am Ufer wurde wertvoller, zum Teil hundertjähriger Baumbestand um- gelegt. Ob Menschenopfer zu beklagen sind, konnte noch nicht festgestellt werden.
Zusammenstoß zweier Autobusse in England. — Dreizehn Schwerverletzte.
Auf einer Landstraße bei Romford in Essex stießen am Sonntag zwei vollbesetzte Autobusse zusammen. 13 Personen wurden schwer und 30 leicht verletzt.
Endlich Regen im amerikanischen Mllelwesten.
Wolkenbruchartige Regenfälle in Colorado, Nebraska, Indiana, Kentucky erlösten endlich einen großen Teil des Dürregebiets im amerikanischen Mittelwesten von der seit vielen Wochen andauernden Gluthitze und Trockenheit. Die gewaltigen Wassermassen verursachten an vielen Stellen größere Ueberschwemmungen, da zahlreiche Flüsse und Bäche über die Ufer getreten sind. Auf den Landstraßen steht das Wasser zum Teil bis zu einem Meter hoch. In dem von dem Beurcreck durchflossenen Canyon westlich von Denver im Staate Colorado wurden zahlreiche Personen von den reißenden Fluten erfaßt. Vier Personen sind ertrunken.
Die Todesopfer der Hitzewelle in Amerika.
Eine Zusammenstellung der bisher vorliegenden Meldungen ergibt, daß die Hitzewelle, die in
der vergangenen Woche den mittleren Westen heim» suchte, 63 Todesopfer gefordert hat.
Erdbeben in Panama.
In Panama wurde ein Erdbeben mittlerer Heftigkeit verspürt, das drei Minuten dauerte. In den Verwaltungsgebäuden der Kanaloerwaltung in Balboa bildeten sich zahlreiche Risse.
Selbstmörderin springt in die Niagara-Fälle.
Die Fahrgäste der Seilschwebebahn, die vom amerikanischen zum kanadischen Ufer mitten über die Niagarafälle führt, waren Zeugen eines aufregenden Vorfalls. Als die Kabine der Schwebe- bahn sich mitten über dem Wasserfall befand, überflieg eine Frau in selbstmörderischer Absicht das Geländer der Plattform und stürzte sich in die tosenden Fluten, wo sie den Tod fand. Es handelt sich um eine aus Branford (Pennsylvanien) stam- mcnde Frau. Der Grund der Tat ist nicht bekannt.
• Naturkatastrophe in Lhiua.
Das Chinesische Reich wird in diesem Sommer wie jo oft in seiner vieltausendjährigen Geschichte von furchtbaren Naturkatastrophen heimge- sucht. In den südchinesischen Provinzen Kwantung und Kwangsi regnet es bereits feit Dielen Wo chen ohne Unterbrechung. Die Flüsse sind über die Ufer getreten. Ganze Dörfer wurden von den Fluten hinweggespült, unzählige Menschen ertranken. Im Gegensatz hierzu leiden die im mittleren China gelegenen Provinzen An hui. Hu- nai, Tschekiang und Kiangsi seit Wochen unter einer ungewöhnlichen Trockenheit und Hitze. Die Ernte ist in diesen Gebieten fast vollkommen vernichtet. Die Leiden der Bevölkerung sind unvorstellbar. Ganze Familien begingen Selbstmord, um dem drohenden Hungertode zu entgehen. In der ■am Jangtse in Mittelchina gelegenen Provinz Hu- peh vereinigen sich die beiden Heimsuchungen. Während der östliche Teil der Provinz unter Dürre und Hitze leidet, wird der westliche Teil durch Ueberschwemmungen verwüstet. Nach den bisher vorliegenden Schätzungen werden ungefähr 10 Millionen Menschen von den Naturkatastrophen unmittelbar betroffen.
Wettervoraussage.
Noch immer wird unsere Wetterlage von bet Skandinavienftörung beherrscht. Da diese sich weiter südlich nach Deutschland ausgebreitet hat und an ihrer Rückseite kühle Luft abwärts fließt, bleibt das Wetter ziemlich unbeständig und kühl. Bei wechselhafter Bewölkung, die zwischendurch durch Aufheiterung unterbrochen wird, treten vereinzelt noch schauerartige Niederschläge auf.
Aussichten für Dienstag: Wechselnd- wolkig, mit vorübergehender Aufheiterung, noch ziemlich kühl, vereinzelte Schauer.
Aussichten für Mittwoch: Ruhigeres und etwas wärmeres, aber noch fein beständiges Wetter.
Lufttemperaturen am 12. August: mittaas 19,2 Qfrab Celsius, abends 14,7 Grad; am 13. August: morgens 13 Grad. Maximum 19,9 Grad, Minimum 12,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 12. August: abends 18,3 Grad; am 13. August: morgens 16,1 Grad. — Niederschläge 2,1 mm. — Sonnenscheindauer 3,1 Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellv. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik: I. V.: Ernst Blumschein, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VH. 34: 10100. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
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In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 6. August 1934 bei der Firma Luftoerkehrsaktien- gefellfchaft Oberhesfen-Lahngau in Gießen folgendes eingetragen: Die bisherigen Vorstandsmitglieder Provinzialrat Heinrich Vogt in Gießen und Bankdirektor Franz Zeller, daselbst, sind Liquidatoren. Durch den Beschluß der Generalversammlung vom 29. Mai 1934 ist die Gesellschaft aufgelöst. 4670D
Gießen, den 10. August 1934.
Hessisches Amtsgericht.
Bekanntmachung.
Die Umlage zur Aufbringung der Kosten der Handwerkskammer für das Rechnungsjahr 1934 ist nunmehr festgesetzt worden. Mit Genehmigung des Hessischen Staatsministeriums, Abteilung 3 (Arbeit und Wirtschaft), werden außer einem Stammbeitrag von 6 RM. für jeden Handwerksbetrieb - 24 Rpf. für je 100 RM. Steuerwert des gewerblichen Anlage- und Betriebskapitals erhoben.
Die Zahlung der Umlage hat in 4 Zielen zu geschehen, und zwar: 1. Ziel sofort, 2. bis 4. Ziel jeweils bis zum Ende der Monate September und Dezember 1934 und März 1935. 46610
Anforderungszettel weroen den Umlagepflichtigen in Kürze zugestellt.
Gießen, den 8. August 1934.
Bürgermeisterei Gießen: Ritter.________
Grummetgrasversteigerung.
Samstag, den 18. b. 2H.» vormittags 9 Uhr. wird das Grummetgras von den fiskalischen Wiesen in den Gemarkungen Garbenteich, Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn-Steinberg, das Gras von Schneisen, Mähplatten, dem Petersweiher, der Klosterwiese und vier Losen des Grasaartengeländes am Forsthaus Baumgarten in der Wirtschaft des Georg Sommer VI. zu Watzenborn versteigert.
Gießen, den 13. August 1934. 4668D
Hessisches Forstamt Schiffenberg.
Gez.: Nicolaus.
groetfOelämpfungoer
Schwarzarbeit
können Arbeits-Angebote von Handwerkern nur mit Tlamensnen- nung n. unter Vorlage desSewerbenachweiies ausgenommen werden.
Verlag besGiebenerAnzeigers
Reichsverbaod Deutsch. Baumeister Montag, den 13. Aug., 20.30 Uhr, im „Hess. Hof": Monats-Versammlung m.Berichterstatt. über den Reichs- üerbanb§tag.4684D
Der Vorstand.
llllllllllllllllllllllllllllll
Kameraden beweist, daß Deutschland hinter seinem Führer steht. Besucht die Dahl- Kundgebung am Dienstag, ««d iiiiiiiitiiiiimiiiiiiiiiiiii
Wl-Innung öet malet- und
MWimr- meiitet
MW-Slnvk.
Sämtliche ftn* nungsmitglieoer nehmen an der Kundgebung am Dienstag abend 8 Uhr in der Volkshalle teil.
Der InnungsfUhrer.
Treffpunkt 7.30 a. Schützenhaus.
Kartenausgabs daselbst. 0393«


