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Neuer Ozeanflug von Kanada nach England.

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Aus aller Welt

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Obwohl diel es nicht verl

12jähriges und ein 23jähriges Mädchen verletzt.

Mädchenmörder zum Tode verurteilt.

Die englischen Flieger Farnes Aylin Leonhard Reid, die am Mittwoch in j

an den Tag gelegt hatte.

Dem eigenen Kinde beim Mähen beide Füße abgeschnitten.

Hindenburg. Als tReü, bürg 1928 während seines Belm

MWMriede zwischen Danzig und Polen

Verständigung über den Gesamtkomplex. Friedlicher Ausgleich.

lin-Tempelhof und dessen Base. Werner selbst erlitt eine Halsverletzung, sein bjähriger Sohn eine Kopf­verletzung. Don den Insassen des Hamburger Wagens erlitt der Kaufmann Wilhelm Wiese eine schwere Kopfverletzung, außerdem wurden

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e,n .iner der letzten Nächte sind na* einer Mel- düng derNS.°Ryeinfront" an der elsasstsch-psälzi. s*en Grenze bei der Bienwaldmühle von jenfetts Schul!- gefallen. Es konnte nicht fest, gestellt werden, ob sie den Grenzbeamten oder Wild

auf deutschem Boden gegolten haben. Die Staats­anwaltschaft Landau weilt zur Ermittlung über die Schießereien der letzten Zeit im Grenzgebiet. Zu den Ermittlungen waren auch französische Gendar­meriebeamte hinzugezogen worden, die sich bereit­willig zur Verfügung gestellt haben. Man vermutet, daß die Feuerüberfälle von Angehörigen dep Wildererbande ausgeführt wurden, zu der ein in Kandel inhaftierter elsässischer Wilderer gehört.

folgenschwerer Irrtum eines Iagdpächters.

Aus Godelhausen (Pfalz) wird gemeldet: Die beiden Jagdpächter S t e m m l e r und Braun be­gaben sich dieser Tage mit dem 17jährigen Fabrik­arbeiter Ludwig Graff auf die Suche nach einem von ihnen am Vortage angeschossenen Rehbock. Da­bei wurde Braun durch die braune Kleidung des Graff, der im Walde suchte, getäuscht und gab in der Meinung, den Bock vor sich zu haben, einen Schuß ab, durch den der junge Mann im Gesicht und am Kopf getroffen wurde. Der Ver­unglückte wurde sofort in das Evangelische Kranken­haus in Kusel gebracht. Sein Befinden hat sich be­reits gebessert.

Zwei lote, fünf verletzte bei einem Autounglück.

An der Kreuzung der Straßen Braunschweig Celle und PeineGifhorn stießen ein Berliner und ein Hamburger Personenkraftwagen zusammen. Beide Wagen wurden vollständig zertrümmert. Zwei Frauen wurden getötet und fünf Per- onen verletzt. Die Getöteten sind die Ehefrau des Generalvertreters Walter Werner aus Ber-

i g und Wafaga Beach (Ontario) mit dem ZweideckerTrail of the caribou zu einem Ozeanflug gestartet waren, haben am Donnerstag um 18.05 Uhr den Londoner Flugplatz Hendon erreicht. Die Flieger haben die Absicht, den Langstrecken-Rekord der französischen Flieger Cobos und Rossi zu brechen und eben­falls nach Bagdad weiterzufliegen. Damit ist der erste direkte Fluo KanadaEngland durchgeführt worden. Natürlich sind die beiden Flieger ent­täuscht darüber, daß ihnen die Absicht, den Fern­flugrekord zu brechen, nicht gelungen ist. Sie erzählten, daß sie landen mußten, weil infolge eines Motorschadens der Benzinverbrauch zu groß wurde. Unterwegs seien sie durch Nebel und Kälte sehr behindert worden. Eine Funkanlage hatten sie nicht an Bord. Die Flugstrecke von insgesamt 5900 Kilometer ist in 30 Stunden 51 Minuten zurück-

Die deutsche Fliegerin Elly Beinhorn tra am Donnerstag auf ihrem Amerikaflug in San Jos6 de Costarica ein und wurde von der gesamten deutschen Kolonie begeistert empfangen. Aus allen Mittelamerikanischen Ländern trafen Zuschriften von Deutschen ein, in denen um den Besuch des ersten deutschen Flugzeuges in Mittelamerika gebeten wird. Am Dienstag nahm die deutsche Siegerin in Cristobal in der Kanalzone an einer Trauerseier der deutschen Kolonie anläßlich des Todes des Reichspräsidenten von Hindenburg teil, die außerordentlich eindrucksvoll verlief.

Lin ehemaliger vurfche Hindenburgs gestorben.

Wie derOberschlesische Wanderer" aus Ratibor- Hammer berichtet, starb dort am 3^. August der älteste Einwohner des Ortes, der Altveteran von 1866 und 1870/71, Franz Zwaka, im 91. Lebens­jahr. Der Verstorbene war warend se ner Militär- dienstzeit Bursche des damaligen Leutnants d o n Hindenburg. Als Reichsprastdent von Hinden­burg 1928 während seines Besuches in Oberschlesien in Ratibor und Lubowitz weilte feierte Zwaka mit seinem früheren Herrn ein herzliches Wiedersehen.

Schüsse an der Grenze. - Racheakt elsässischer Wilderer?

tionalsynode oder, wenn es sich um Kirchengesetze für die Landeskirchen handelt, die Landessynode beteiligen."

Das Sirchengeseh zur Sicherung des reformier­ten Bekenntnisses

besagt u. a.:Ein Kirchengesetz für das Gebiet der Evangelisch-Reformierten Landeskirche der Provinz Hannover kann nur auf Antrag oder im sonstigen Einverständnis des Landeskirchenrates dieser Lan­deskirche erlassen werden. Soweit nur Bekenntnis und Kultus in Frage kommen, ordnet die Landes- kirche ihre Angelegenheiten selbst. Macht das refor­mierte Mitglied im Geistlichen Ministerium geltend, daß ein Deutsches Evangelisches Kirchengesetz nicht mit den Erfordernissen des reformierten Bekennt- nisses in Einklang stehe, so ist das Gutachten der beratenden Reformierten' Kammer der Deutschen Evangelischen Kirche als maßgeblich einzuholen. Das Kirchengesetz ist alsdann dem Geistlichen Ministe­

rium zur Beschlußfassung vorzulegen."

Weiter gelangte zur Annahme das Kirchengesetz über den Diensteid der Geistlichen und der Be­amten der Deutschen Evangelischen Kirche.

Zustimmung fand ferner das kirchengeseh über die Rechtmäßigkeit von gesetzlichen und ver- wallungsmahnahmen,

das u. a. bestimmt:Die gesetzlichen und Verwal- tunasmaßnahmen, die der Reichsbischof oder das Geistliche Ministerium, oder der Reichsbischof als Landesbischof der Evangelischen Kirche der Alt- preußischen Union bisher, insbesondere zur Ord­nung der Deutschen Evangelischen Kirche oder ein­zelner Landeskirchen und zur Regelung des Der- hältnisses der Deutschen Evangelischen Kirche zu

glatt abgeschnitten wurden.

Opfer des Blitzschlages.

Ueber Klotzsche bei Dresden ging ein schweres Unwetter nieder. Um Schutz vor dem strömen­den Regen zu suchen, hatten sich sechs Frauen un­ter eine Gruppe hoher Fichten gestellt. In diese Baumgruppe schlug ein Blitz und verletzte die darunterstehenden Personen teils schwer, teils leichter. Ein 20jähriges Mädchen erlag kurz dar- auf ihren schweren Verletzungen. Die beiden 19 bzw. 15 Jahre alten Schwestern der Getöteten wurden schwer verletzt, ebenso eine in mittleren Jahren stehende Frau aus Dresden; zwei weitere Personen erlitten leichte Verletzung. Die Verletzten wurden der Diakonissenanstalt Dresden zugeführt.

..Graf Zeppelin" in Rio zur Rückfahrt gestartet.

Die Deutsche Seewarte in Hamburg teilt mit: Das LuftschiffGraf Zeppelin" ist Donners­tag um* 11.10 Uhr MEZ. in Rio de Janeiro ge- landet und nach einem halbstündigen Aufenthalt zur Rückfahrt, zunächst nach Pernambuco, gestartet.

Elly Beinhorn in San Jose de Loslarica.

Das Schwurgericht in Halberstadt verurteilte Donnerstag nach viertägiger Verhandlung 36jährigen Josef Mosch aus Thale am Harz wegen Mordes in Zwei Fällen zweimal zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Mosch hatte im Mai und Juni 1934 in den Wäldern des Harzes die Lernschwester Inge- borg Rackwitz und die Hausangestellte Marie D i ck a r e ck, denen er sich akA Fremdenführer ge­nähert hatte, ermordet. In der Urteilsbegrün­dung wurde betont, das Gericht habe keinen Zweifel daran gehabt, daß die Morde vorsätzlich mit Ueber» legung ausgeführt worden feien. Die Angaben des Angeklagten, die beiden Mädchen feien ihm zu Willen gewesen, seien unwahrscheinlich. Der Ange­klagte nahm das Urteil mit derselben Kaltblütigkeit auf, die er während der ganzen Verhandlungsdauer

Danzig, 9, Aug. (DNB.) Nachdem bereits vor Jahresfrist durch das Danzig-polnische Hafenabkommen der Anfang zu einer B e r e i n i g u n g der zwischen den beiden Staaten vor­handenen Gegensätze gemacht worden ist, ist es nun­mehr nach langwierigen Verhandlungen gelungen, eine Verständigung über den Gesamt­komplex der Danzig-polnischen Wirt­schaftsbeziehungen herbeizuführen.

Durch eine Reihe von Abkommen wird der Zoll- und Wirtschaftskampf zwischen Danzig und Polen beseitigt und endlich ein freier Wirt­schaftsverkehr zwischen den beiden durch eine Zollunion wirtschaftlich miteinander verknüpften Staaten ermöglicht. Zur Unterzeichnung dieser Ver­träge geben die Danziger und die polnische Regie­rung folgendes gemeinsame Communiquö heraus:

Am 6. August wurde in Danzig eine Reihe von Abkommen zwischen dem Senat der Freien Stadt Danzig und der polnischen Regierung unterzeichnet, und zwar

1. das Abkommen über die Regelung verschiede­ner Zollangelegenheiten,

2. das Abkommen über die Beteiligung Danzigs an dem polnischen Einfuhrkontingent,

3. das Abkommen über den Verkehr mit Lebens­rnitteln und Bedarfsgegenständen,

4. das Veterinärabkommen,

5. das Pflanzenschutzabkommen,

6. das Uebereinfommen über den Absatz polnischer landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Zusammen­hang mit der Danziger Marktregulierung mit vielen dazu gehörigen Ausführungsprotokollen und Bestimmungen.

Diese Abkommen, die nach mehrmonatigen Ver­handlungen zustandegekommen sind, sind der Ausdruck des beiderseitigen Wunsches, eine engere Verflechtung und Zusammenarbeit des Danziger und des polnischen Wirtschaftslebens zu erreichen. Insbesondere verdient hervorge­hoben zu werden, daß die Abkommen den freien Warenverkehr zwischen Danziger und polnischem Gebiet wiederherstellen.

Durch die Anlehnung Danzigs an das Kontin- gentsystern Polens ist der Fortfall der bisher vorgenommenen Wirtschaftskontrolle er­reicht. Bei dem Abschluß des Abkommens über die Zollangelegenheiten ist der Wunsch maßgebend ge- rvesen, durch die Regelung einer Reihe von Zwi» schenfragen die Atmosphäre des Vertrauens und die Einheitlichkeit des Wirtschaftsgebietes zu verstärken. Der Abschluß dieser Verträge wird trotz gewisser Zugeständnisse Danzigs auf dem Gebiet der Danziger Einfuhrkontingente und der Danziger Zollverwaltung in Danzig mit großer Befriedigung begrüßt werden. Es ist ohne Preisgabe

Danziger Hoheitsrechte und unter Wah­rung der selbständigen Organisation der Danziger Zollverwaltung gelungen, eine Regelung zu finden,

die wirtschaftlich eine Belebung der Danziger wirtschaft im freien verkehr mit dem polnl- fchen Absatzgebiet erwarten läßt und die poli­tisch den Schlußstein des friedlichen Ausgleichs zwischen Danzig und polen bedeutet.

Don wesentlicher Bedeutung ist das Abkommen über die Zollverwaltung und das Abkom­men über die Beteiligung Danzigs an den polnischen Kontingenten. In der Frage der Zollverwaltung bestanden ursprünglich außerordentlich weitgehende Forderungen Polens in personeller, wie in sachlicher Hinsicht, die auf völlige Eingliederung der Danziger Zollverwaltung in die polnische Zollverwaltung hinausliefen und daher für Danzig unannehmbar waren. Unter beider­seitigem Entgegenkommen ist nunmehr eine Ver­einbarung getroffen worden, die für beide Teile befriedigend ist. Sämtliche Abkom­men sind zunächst auf zwei Jahre abgeschlossen. Bei den Einfuhrkontingenten hat Danzig für die Dauer des Abkommens auf die ihm vertragsmäßig zustehenden Eigenbedarfskontingente verzichtet. Da­für wird Polen Danzig prozentual genau festgeletzte Anteile an den gesamten polnischen Einfuhrkontm- genten zubilligen. Außerdem ist vorgesehen, daß Danzig auf Waren, deren Einfuhr in Polen ver­boten ist, bestimmte Sonderkontingente erhält.

Das Abkommen tritt bereits am 1. September in Kraft, Mit diesem Tage fallen sämtliche Be­schränkungen fort, die an der polnischen Grenze den Danzig-polnischen Wirtschaftsverkehr bisher be­hindert halten, vor allem durch die von den polnischen Zollkontrolleuren ausgeübte Wirt­schaftskontrolle, die eine Ausfuhr Danziger Waren nach polen bisher nahezu völlig unter­band.

Der diplomatische Vertreter Polens in Danzig, Minister P a p e e, hat am 6. August ausdrücklich eine dahingehende Erklärung abgegeben, die in dem gemeinsamen CommuniquL nochmals wiederholt wird. Das Abkommen über die Danziger Markt- regulierung läuft darauf hinaus, daß Polen sich mit den Danziger Maßnahmen zum Schutz landwirtschaftlicher Erzeug­nisse e i n d e r ft a n b e n erklärt, wofür Danzig sich zur Abnahme b e ft i m m t e r polnisch e r Lebensmittelkontingente verpflichtet. Die Einzelheiten darüber sollen durch Branchenabkom­men zwischen den beiderseitigen Wirtschaftsverbän- den festgelegt werden. Dieses Abkommen tritt be­reits am 10. August in Kraft.

den Landeskirchen getroffen hat, werden in ihrer Rechtmäßigkeit bestätigt."

Das kirchengeseh über die Beflaggung von Kirchen und kirchlichen Gebäuden wurde schließlich noch verabschiedet, das u. a. besagt: In allen Fällen, in denen die Beflaggung der Dienstgcbäude des Deutschen Reiches, oder der staatlichen Dienstgebäude angeordnet wird, find auch die Kirchen und die kirchlichen Gebäude entweder nur mit den beiden Flaggen des Reiches in gleicher Größe, ober baneben auch mit ber Lanbesflagge zu beflaggen. Anbere Flaggen bürfen in Zukunft auf den Kirchen unb kirchlichen Oebäuben nicht mehr gehißt werben."

Die von ber Reichskirchenleitung auf Grunb ein» gehenber theologischer Erörterungen gemäß Anre­gung bes Derfassungsausschusses vorgelegten beiben theologischen Denkschriften über Kirche und B e» k e n n t n i s und über bas grunbsähliche Verhältnis von evangelischem Chri­stentum und politischer Bewegung wurden von der Nationalsynode dankbar zur Kennt­nis genommen in ber Hoffnung, baß sie zur weite­ren Klärung ber theologischen unb kirchlichen Lage beitragen werben.

Neichsbischof Ludwig Mütter schloß bie Nationalsynobe in ber Ueberzeugung, daß bie Tagung bazu beigetragen habe, zu einer brü­ber l i ch e n Gemeinschaft zu kommen, um bas hohe Ziel erfüllen zu können. Er brachte ein freubig aufgenommenes Sieg-Heil auf bas beutsche Volk unb Daterlanb unb auf ben Führer unb Reichskanzler aus.

Aus Kappeln an ber Schlei wirb gemelbet: In Angeln lief bas breijährige Söhnchen eines Bauern unversehens in bie Mähmaschine bes Vaters. ......ser sofort bie Maschine anhielt, konnte er 'yinbern, bas bem Kleinen beide Füße

In der Nähe von Plock ging dieser Tage ein schweres Gewitter nieder, das etwa sechs Stunden anhielt. Durch Blitzschläge sind zehn Personen getötet worden. In mehreren Ortschaften zündete der Blitz und legte zahlreiche Gebäude in Asche.

Zwei deutsche Bergsteiger vor dem Absturz gerettet.

Zwei junge Deutsche, die von Predazzo im Fleimsthal (Dolomiten) aus ohne Führung eine Besteigung der Stsilfelsen versuchten, kamen an einem Hang über Felsgeröll ins Rutscken und landeten unmittelbar vor einem [teilen Abgrund. An einem Felsvorsprung, konnten sie sich mit Mühe festklammern. Auf ihre verzweifelten Hilferufe hin bewaffnete sich ein junger Hirt, der in der Nähe seine Herde hütete, mit einem Seil unb rettete die beiben, deren Kräfte schon zu schwinden brohten, mit eigener Lebensgefahr vor dem sicheren Tode.

Die Granate im Schmelztiegel.

Wie bereits berichtet, ereignete sich auf der Katharinenhütte in Sosnowitz (OS.) beim Ein­schmelzen von Eisen eine Explosion, bei der vier Arbeiter durch das umherspritzende flüssige Eisen schwer verletzt wurden. Wie sich nun herausstellte, befand sich unter dem einzuschmelzen- den Eisen eine Granate kleinen Kalibers, die zur Entzündung gelangte. Wie das Geschoß in das Eisen geraten ist, konnte noch nicht ermittelt werden. Schwere Strafen in italienischen Spionageprozessen.

In der Zeit vorn 1. Januar bis zum 1. Juli 1934 sanden in Rom vor dem Sondergericht für bie Verteibigung bes Staates achtzehn Prozesse wetzen Verrates militärischer Geheimnisse statt, bie jetzt burch bie Verurteilung von 29 Per­sonen ihren Abschluß fanben. Gegen bie Angeklag­ten, unter benen sich zwei Frauen unb vier Aus- länber befinben, würben sehr schwere Strafen Der- hängt. Einer ber Angeklagten würbe zu lebens- länglicher Zwangsarbeit verurteilt. Drei Angeklagte erhielten 25 Jahre Zwangsarbeit, einer 24 Jahre, bret 20 Jahre, einer 17 Jahre, einer 16 Jahre unb fünf 15 Jahre.

Verheerende Wasserhose über Frankreich.

In ber (Begenb von Charolles (Departement Saöne-et-Loire) ging eine Wasserhose nieber, bie untzeheueren Schaben anrichtete. In vielen Orten ftanb bas Wasser in ben Häusern 50 bis 60 cm hoch. Mehrere Gehöfte würben burch Blitz­schläge in Branb oefteeft. Eine Menge von Rinbern unb Pferben ist umgekommen.

Todesopfer eine» schweren Unwetter» in USA.

In ben Ausflugsorten westlich von Denver (Co- lorabo) richtete ein schwerer Regen st urm gro­ßen Schaben an. Zwei Personen würben getö­tet, 18 Personen werben vermißt. Man be­fürchtet, baß sie von ber reißenben Flut, bie sich von ben Bergen ergoß, mitgerissen worben sinb.

gelegt worden. Das Fluaze ^g ist ber vormalige Seafarer, in dem der Flieger M o l l i s o n und seine Frau Amy Johnson im vorigen Jahr ben Ozean von Osten nach Westen überflogen haben. Bei der Landung wurde die Maschine damals schwer beschädigt, aber wieder repariert und auf den NamenTrail of the caribou umgetauft. Bei dem gestern beendeten Flug handelte es sich um die 24. Ueberquerung des Atlantischen Ozeans von Westen nach Osten.

Eine Bettlerin mit 155 000 Work Vermögen. An einem vergifteten Brötchen gestorben.

Wiebedürftig" oft Bettler sind, geht am besten aus einer Entscheidung des Neuyorker Erb­schaftsgerichtes hervor, das das Vermögen einer Frau, die jahrelang gebettelt hat, auf über 62000 Dollar gleich 155000 Mark bei dem gegenwärtigen Kurs des Dollars fest­setzte. Dabei ist zu berücksichtigen, daß sich die Bettlerin bestimmt den größten Teil ihres Ver­mögens in den Jahren zusammengeschachert hat, in denen der Dollar noch nicht abgewertet war. Man kommt dann zu dem Ergebnis, daß die Bett­lerin es verstanden hat, sich die runde Summe von einer Viertelmillion Mark zusammenzuschwindeln, indem sie die Mildtätigkeit ihrer Mitmenschen aus- nutzte. Der Tod der Bettlerin ist einer der seltsam­sten Fälle des an merkwürdigen Menschenschicksalen reichen Neuyorker Lebens. Vor Jahresfrist hatte sich ein Automechaniker in einem Automatenrestaurant dadurch das Leben genommen, daß er ein be­legtes Brötchen vergiftete und einen Teil davon. Er starb kurz darauf im Waschraum des Restaurants. Die Bettlerin, die sich gewohnheits- mäßig in Automatenrestaurants Herumtrieb und dort Speisereste verzehrte, ahnungslos von dem vergifteten Brötchen und starb gleichfalls. Bei der Leichenschau rouroe festgestellt, daß die Todesursache bei beiden auf dasselbe Gift zurückzuführen war. Weitere Nachforschungen brachten die Ueberraschung, daß die von ben Resten lebenbe Bettlerin in Wirk­lichkeit eine Frau mitzehn Bankkonten war. Außerbem würben in ihrer Behausung einige Wert­papiere entbeckt.

Eine Fran und zwei Männer in Amerika hingerichtet.

Im Gefängnis von Sing-Sing würbe Frau Anna Antoni unb ihre beiben Helfershelfer hingerichtet. Frau Antoni hatte ihren Gatten e r m o r b e t, um Versicherungsgelber zu erhalten. Sie ist bie zweite Frau, bie in ben letzten 25 Jahren im Staate Neu- york hingerichtet würbe.

Banditen überfallen ein mexikanisches Dorf und richten ein Blutbad an.

Das Dorf Vista Hermosa im Staate Daxama wurde nach einer Meldung der ZeitungLa Prensa" aus der Stadt Oaxaca ber Schauplatz eines fürchterlichen Blutbades. Eine Räuber­bande fiel über das Dorf her, brannte etwa 60 Häuser nieder, raubte alles, was irgendeinen Wert haben konnte, und ermordete insgesamt 43 Männer, Frauen und Kinder. Die herbeigeholten Regierungstruppen fanden an der Stelle, wo das Dorf gelegen hat, nur noch einen rauchenden Trüm­merhaufen vor. Sie nahmen sofort die Verfolgung der Banditen auf, die in einem darauf folgenden Gefecht zwei Tote und einen Verwundeten verloren und sich schließlich in die Berge zurückzogen.

Französische Flugpostmarken

zur Erinnerung an Vl6r1ot» Kanalflug.

Die französische Postverwaltung will zur Erinne­rung an ben 25. Jahrestag ber Ueberquerung bes Aermelkanals durch ben französischen Flieger Bl 6 riot eine Flugpostmarke Heraus­gebern Sie wirb die französische und englische Küste, verbunden durch das Flugzeug Bl6riots, darftellen. Das Hungerleben im SowjeiparadieS

Moskau, 9. Aug. (DNB.) Amtlich wird be» tanntgegeben, öafc der Plan ber Fleischbereit- ftellung für die erste Hälfte des Jahres 1934 nur z u 12,9 v. H. erfüllt ift Schlecht arbeiten bie Fleischbereitstellungsorganisationen an der mitt­leren Wolga, dem Schwarzerbegebiet, in Kirgisien unb in der Ukraine usw. Besonders schlechte Fleisch­bereitstellung wird von den Staatsgütern durchge- führt. In größeren Städten, außer Moskau, Le­ningrad und Charkow, macht sich der I e i f d) - ma n g e l schon jetzt bemerkbar.

Wieder furchtbares Unwetter über Nierstein.

Nierstein, 10. Aug. (DRV. Funkspruch.) Ueber Nierstein, da» vor etwa zehn Tagen von einem schweren Unwetter heimgesucht wurde, ent­lud sich in den gestrigen Spätnachmittagsstunden ein schwere», mit Wolkenbrüchen ver­bundenes Gewitter. Die Wassermasfen ris­sen in den Weinbergen zahlreiche Mauern ein. An vielen Stellen wühlte das Wasser drei bis vier Meter tiefe Löcher. 3n der Rheinstraße, die völlig verschlammt wurde, mußten die Keller ausgepumpt werden. Man ist noch damit be­schäftigt, die nach Schwabs bürg führende Straße, die mit Schutt und Schlamm be­deckt ist, freizulegen. Der Schaden in den Wein­bergen ist sehr erheblich, da ganze Reihen von Rebstöcken aus dem Vaden herausgerisfen wur­den. Auch der Schaden auf den Feldern ist noch nicht zu übersehen. Das Wasser Hal die Wein­garten an der provinzialstraße völlig über­schwemmt, nur die Reben ragen noch aus dem wasser heraus. Der Bahnverkehr mußte gestern nachmittag für etwa zwei Stunden unter­brochen werden, da der Schlamm die Schienen fast zwei Meter hoch bedeckte. Arbeitsdienst und Feuerwehr arbeiten fieberhaft, um die fchlimmften Schäden zu beheben.

SegelschulschiffGorch Fock" in helfingfors.

Das deutsche SegelschulschiffGorch Fock" ist in Helsingfors eingelaufen. Das Schiff befin» bet sich auf längerer Reise unb wird erst im Sep­tember nach Kiel zurückkehren.