Wirtschaft
Die rhein-maillische Wirtschaft im Juli
zur bisherigen Bestimmung kann das Lieferungs- kula mit plus 3,25 v. H. stärker hervor, daneben gebiet für einen Käufer auf das gesamte Gtzbiet I gewannen Gesfürel 2 v. 5)., Schuckert 1,75 v. H.,
Backschrottypen 1370 und 1800 dürfen nach wie vor hergestellt werden. Die Abschläge sind neu festgesetzt. Entsprechend den neugeschaffenen Typen ist die Aschengrenze höher gezogen worden. Im Gegensatz
Llchk und Straft 0,50 v. $. und AEG. 0,13 v. H., während Lahmeyer 0,75 v. S). niedriger einsetzten. Stärker befestigt waren außerdem Aschaffenburger Zellstoff mit plus 4 v. H. und Conti-Gummi mit plus 3,50 v. H. sowie Kunstseide Aku mit plus 3,75 d. 5). Auf den übrigen Marktgebieten ergaben sich durchschnittliche Erhöhungen von 1 bis 1,50 v. H.
Auch der Rentenmarkt war fest, jedoch bei wesentlich ruhigerem Geschäft. Es eröffneten Altbesitz 0,50 v.H., späte Reichsschuldbuchforderungen 0,50 v.H., Stahlverein-Bonds 2 v.H. und Reichsmark-Obligationen von 0,25 bis 0,50 v. $). fester.
Im Verlaufe blieb die Börse fest und meist ergaben sich nochmals Erhöhungen von durchschnittlich 0,25 bis 0,50 o. H. Gelsenkirchen gewannen 1 v. 5)., Rheinstahl 0,75 v. 5). Farbenindustrie 149 nach 148,50 v. $). Die Umsätze waren, abgesehen von einigen Montanwerten, klein. Bon später zur Notiz gekommenen Werten sind Rhein. Braunkohlen mit plus 6 v. $)., Buderus mit plus 2,50 v.H., Mansfeld mit plus 2 v.H., Reichsbank mit plus 2 v. S). und Holzmann mit plus 1,75 v. H. zu erwähnen. r , P1,„
Der Rentenmarkt lag auch späterhin sehr still und ohne größere Veränderung. Goldpfandbriefe blieben behauptet, auch Kommunal-Obligationen und Stadtanleihen lagen nur wenig verändert. Dagegen waren Liquidationspfandbriefe uneinheitlich, wobei Meininger zirka 1 v. H., andere 0,25 v. H. verloren, andere wieder zirka 0,25 bis 0,50 v. H. gewannen. Staatsrenten lagen ruhig.
Abendbörse gut behauptet.
An der Abendbörse blieb das Geschäft mangels neuer Anregungen und Aufträge eng begrenzt, die Stimmung war jedoch weiter fest. Seitens der Kulisse beobachtete man etwas Zurückhaltung.
Etwas Interesse erhielt sich für Montanwerte, wobei Gerüchte, die von 3 bis 4 v. H. Dividende bei Klöcknerwerke wissen wollten, etwas angeregt haben dürften. Hier lagen die Kurse auch größtenteils noch etwas über dem sehr festen Schluß von Berlin, während die Mehrzahl der übrigen Aktienpapiere nur knapp behauptet lagen, gegen das Frankfurter Schlußniveau aber noch etwas darüber notierten. Im Verlaufe blieb das Geschäft an allen Marktgebieten bei kaum veränderten Kursen klein.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 8. Aug. Infolge allgemein vorherrschender Zurückhaltung waren die Umsätze am heutigen Getreidegroßmarkt minimal. In Brotgetreide haben sich die Anlieferungen seitens der Landwirtschaft verstärkt, während die Mühlen nur sehr geringe Aufnahmeneigung bekundeten, insbesondere für Weizen. In Hafer und Futtergerste be* steht kaum Angebot, auch die Nachfrage ist nur
Der monatliche Bericht des Rhein - M a i n i ° scheu Industrie - undHandelstages teilt mit, daß im Juli die Aufwärtsbewegung im E is e n st e i n b e r g b au sich fortsetzt; Vie Leistungsfähigkeit des Bergbaus ist allerdings nicht voll ausgenutzt. Mit Bohrarbeiten im Lahn-Dillkreis wurde begonnen. Die B a f a l t i n d u st r i e im Westerwald, in Oberhessen und im Fuldaer Bezirk ist ungenügend beschäftigt. Der Bau der Reichsautobahn wirkt sich bisher nur schwach aus; die Aus- fichten für den Monat August werden günstiger beurteilt. In der K a l k i n d u st r i e ist das Geschäft saifonmäßig ruhig. Der Bedarf nach Erzeugnissen des Tonbergbau ist stark und scheint anzuhalten. Dagegen hat die Nachfrage in der Granit- und Syenit-Industrie des Darmstädter Bezirks plötzlich und stark nachgelassen. Die Ziegeleien im Limburger Becken und im Taunus verzeichnen eine nicht unerhebliche Absatzsteigerung, während die Betriebe im Fuldaer Bezirk Absatzrückgang mitteilten.
Im Metallgewerbe konnte sich bei der Hütten- und Eisenindustrie der Absatz einigermaßen auf der bisherigen Höhe halten, doch mußten wegen des Anwachsens der Lagerbestände in einigen Betrieben Feierschichten eingelegt werden. Im Maschinenbau hat sich die Beschäftigung der Werkstätten gegenüber Juni gehoben. Die gegenüber dem Vorjahr lebhaftere Umsatztätigkeit in der Herstellung landwirtschaftlicher Maschinen hielt an; ebenso hat sich der Exportumsatz gehalten; Bingen berichtet über schlechten Zahlungseingang au» der Landwirtschaft. Der Export von Gerbereimaschinen ist gestiegen, der Jnlandabsatz zurückgegangen. Die Beschäftigung in der Automobilindustrie ist nach wie vor zufriedenstellend. Aus der M a - schin en Industrie im Darmstädter Bezirk wird ein Anziehen berichtet. In der Elektrotechnischen Industrie ist, außer in der des Binger Gebietes, das Jnlandgefchäft etwas zurückgegangen; das Auslandgeschäft ist weiter still. Die Betriebslage der Optik hat sich im Juli nicht verändert, die der Feinmechanik jäh verschlechtert.
Der Umsatz in der chemisch - pharmazeu- tischen I n d u st r i e ist zufriedenstellend. Die
den linken Flügel des Korps herangeführt. Das I. Armeekorps wurde über Königsbera-Elbing-Ma- rienburg und über Wormditt nach Deutsch-Eylau und Bischofswerder abgedreht, um dort zum Flankenstoß gegen die Russen entladen zu werden. Zum erstenmal in der Gefchichte wurde die Eisenbahn in großzügiger Weise als strategisches Hilfsmittel benutzt.
Das XVII. Armeekorps und das I. Refervekorps marschierten in südwestlicher Richtung aus Allen- ftein zu. Diese beiden Korps hatten ungeheure Gewaltmärsche zurückzulegen, um rechtzeitig zur Stelle zu sein. Teile von ihnen legten i y vier Tagen über 200 Kilometer zurück! — Was das zu bedeuten hat in sengender Augusthitze mit dem „Affen" auf dem Buckel, in.neuen Uniformen, kaum einmarschierten Stieseln, mit Reservisten, die jahrelang nicht des Königs Rock getragen, vielleicht jahrelang im Büro gesessen und als längsten Marsch den bis zur nächsten Haltestelle der Elektrischen geleistet — das vermag nur der zu bewerten, der selbst mit schwerem Gepäck marschiert ist, den Feind auf den Fersen oder dem Feind entgegen! —
Am Abend des 24. nahm das Hauptquartier seinen Sitz in Riefenburg. Der Stabschef des XX. Armeekorps telephonierte —: die Lage des Korps wurde immer schwieriger, da die Russen — Armee Samsonow — ständig neue Kräfte zum Sturm gegen die Front heranführten, aber auch den linken Flügel der zäh ihre Stellung Verteidigenden zu umklammern drohten; der Korpschef machte Bedenken geltend aegen weiteres Ausharren in der gefährdeten Stellung.
Die Antwort: „Das Korps muß halten bis zum letzten Mann!" Und das Korps hielt. — Hätte es nachgegeben, so wäre eine Schlacht südlich Deutsch-Eylau — wäre die Schlacht von iannenbera unmöglich geworden und es nicht gelungen, die im Marsch von allen Seiten her befindlichen Teile der deutschen Armee noch zu ^nheitlicher Verwendung und zu der geplanten großen Umklammerung und Zange zu sammeln. Das war der kritischste Augenblick der ganzen Operation! Durch den eisernen Willen der „neuen Männer", den einmal begonnenen Plan auf Gedeih oder Verderb durchzuführen, tritt die Wendung zum Guten ein.
(Fortsetzung folgt.)
Scheideindustrie konnte infolge ungenügender Rohstoffzufuhren nicht den gesamten Bedarf befriedigen. Die Beschäftigung im Baugewerbe ist mit Rücksicht auf die Beendigung der Zuschuß-' aktion zurückgegangen. Günstiger liegen die Verhältnissen im Tiefbau, bei denen sich das Fortschreiten der Arbeiten für die Reichsautobahn auswirkt. Im Bekleidungsgewerbe war der Ordereingang erwartungsgemäß gering. Die Textilindustrie berichtet übereinstimmend, daß die Beschäftigung sehr gut war, die Läger restlos geräumt sind und darüber hinaus Aufträge vorliegen; die Kundschaft neige zur Voreindeckung. Rohstoffverknappungen wirkten sich in der Oberhessischen Leinenindustrie und in der Darmstädter Tuchsabri- kation aus.
In der Offenbacher Lederindustrie ist sowohl der Jnlandabsatz, als auch, trotz aller Bemühungen, das Auslandgeschäft zurückgegangen; dasselbe wird von der Darmstädter Leder- Fabrikation berichtet.
Die Beschäftigung der Möbelindustrie ist unverändert günstig.
Die Konservensabrikation hat unter schlechten Ernteergebnissen zu leiden. Die Belebung in der S ch a u m w e i n i n d u st r i e hat sich nicht fortgesetzt. Der Absatz an Zigarren ist bei den Großbetrieben im Steigen, bei den Mittel- und Kleinbetrieben jedoch im Rückgang begriffen. Die Brauindustrie klagt über noch vollkommen ungeklärte Verhältnisse in steuerlicher Beziehung.
Im Großhandel war das Geschäft in betreibe, Mehl und Futtermitteln ruhig, ebenso saison- gemäß im Weinhandel; die Geschäftslage im Kohlen- handel gestaltete sich befriedigend, besonders im Platzgeschäft.
Im Einzelhandel besserten sich die Umsätze in Lebensrnitteln, Textilien, Photvartikeln und verschlechterten sich erstmals nach einem Jahr im Büro- bedarfs-Geschäft. Die Lage in der Mainschiff, f a f) r t ift nach wie vor außerordentlich schwierig, der Wasserstand erreichte an einigen Stellen Rekordtiefstand. Im Wiesbadener Hotelgewerbe hat der Besuch keine Verschlechterung erfahren.
lichen Beziehungen nicht vernachlässigt. Ein ehe- maliger Generalstabsoffizier im Stabe Hindenburgs, W. von Stephani, erzählt:
Vor dem Eintreffen Hindenburgs und Luden- dorffs war der Stab nie vereinigt. Den Oberbefehlshaber und seinen Chef des Stabes sah man selten und nur zufällig. Jeder suchte sich seine Mahlzeit, so gut und schlecht es ging, und wann die Zeit es gerade erlaubte. Man lernte die Offiziere und die Beamten des Stabes nur kennen, wenn man dienstlich oder durch Zufall mit ihnen für kurze Zeit in Berührung kam. Daß solches Verfahren dem großen Ganzen nicht nützlich war, bedarf feiner Erläuterung. Es wurde auch sofort geändert, sobald Hindenburg und Ludendorff den Oberbefehl übernommen hatten.
Wenn es Zeit und Gelegenheit irgend gestatteten, wurde abends gemeinschaftlich gegessen, wozu der Verpflegungsoffizier ein einfaches Essen zu besorgen hatte. In der Mitte der Tafel nahm der Oberbefehlshaber, rechts von ihm der Armeechef Platz. Im übrigen wurde nicht etwa streng nach dem Dienstalter eine Sitzordnung ausgegeben, sondern man fetzte sich, w i e man kam, und der Jüngste konnte neben dem Armeeführer sitzen, der für alle stets ein freundliches Wort hatte und selbst in diesen mit ungeheuerlichen Entscheidungen gelaßenen Tagen immer d i e gleiche Ruhe bewahrte. Durch solch menschlich-kameradschaftliches Verhältnis, das sich naturgemäß auf den ganzen Stab übertrug, wurde der Dienst außerordentlich erleichtert.
Oie Vorbereitungen zur 'Uiesenfchlacht.
Am 24. August begab sich das Armee-Oberkommando im Auto über Elbing-Osterode nach Tan- nenberg, wo eine längere Besprechung mit dem Kommandierenden General des XX. Armeekorps, nunmehr in den Mittelpunkt der kommenden Entscheidungen gerückt, mit dem General der Artillerie v. Scholtz stattfand. Das Korps ttotzte in ver- fchanzter Stellung zwischen den masurischen Seen bei Waplitz und ©ilgenburg schon zwei Taae den wütenden Angriffen von drei bis vier russischen Korps. ,
Zu seiner Unterstützung wurde die m Angerburg verladene 3. Reserve-Division mit der Bahn hinter
der Bezirksgruppe, in der er seinen Sitz hat, ausgedehnt werden; es ist gestattet, Teile desselben auszuschließen.
Zu der Anordnung Nr. 10 der Wirtschaftlichen Vereinigung und zum Reichsmühlenschlußschein sind den Bedürfnissen des Verkehrs entsprechende Aende- rungen getroffen worden. Unter Weizenmehl ist die neue Type 2000 (das dunkle Weizenbrotmehl) hin- zugefügt. Bei den Typen 502, 563, 630 und 790 ist die Latitude erhöht. Bei den Typen 630 und 790 ist die Höchstminderwertgrenze erhöht worden. Unter Roggenmehl sind die fortgefallenen Typen 610, 700 und 815 fortgelassen. Die neue Type 997 ist dafür eingesetzt worden.
Frankfurter Börse.
Hliffagsbörfe fest.
Frankfurt a. M., 8. August. Die erste Börse nach der langen Unterbrechung durch die Trauerfeierlichkeiten um unseren verstorbenen Reichspräsidenten eröffnete in fester Haltung und wies zu den ersten Kursen auf den meisten Marktgebieten recht lebhafte Umsätze auf. Während der langen Pause haben sich auf Grund der günstigen politischen und wirtschaftlichen Momente bei den Banken eine ganze Anzahl von Kauforders angesammelt, die nunmehr zur Ausführung kamen und bei der herrschenden Marktleere ziemlich starke Kursbefestigungen im Gefolge hatten. Das nunmehr erteilte Agrement für Herrn v. Popen, sowie die Berufung Dr. Schachts zum Reichswirtschafts, minifter und eine ganze Reihe günstiger Jndustrie- abschlüffe und Mitteilungen veranlaßten auch die Kulisse zu einigen Deckungen und Meinungskäufen.
Nach Erledigung der ersten Kauforders wurde das Geschäft jedoch wesentlich ruhiger, es schien aber weitere Nachfrage zu bestehen. Am Chemiemarkt gewonnen Farbenindustrie 4 v. H., Deutsche Erdöl 3,13 v. H., Goldschmidt 3 v. H. und Metallgesellschaft 1 v. H., während Scheideanstalt nur knapp behauptet lagen. Größere Kursgewinne verzeichnete außerdem der Montanmarkt, wo Klöcknerwerke und Kali Westeregeln mit plus 4,25 bzw. plus 5,50 v. H. an der Spitze standen. Gelsenkirchen, Harpener, Mannesmann und Rheinstahl zogen von 2,50 bis 3 v. H., Phönix und Stahlverein je 1,50 v. H. an. Am Elektromarkt traten Siemens und Elektr. Lieferungen mit je plus 4 v. H. sowie Be-
Sortierung von Großvieh nach Schlachtwertktaffen.
Der Makktbeaustragte des Frankfurter Viehmark- tes teilt mit: „Auf Anordnung des Herrn Reichs- kommisfars für die Milch-, Vieh- und Fettwirtschoft sind die Agenten, Kommissionäre und Händler von Großvieh und Kälbern verpflichtet, die von ihnen aufgetriebenen Tiere nach Schlachtwertklassen sortiert aufzustellen. Die Reihenfolge der Tiergattungen beim Großvieh ist: Bullen, Ochsen, Rinder, Kühe. Innerhalb dieser Reihenfolge sind die Tiere so zu gruppieren, daß die Tiere der Schlachtviehklasse a zuerst stehen und dann folgend solche der Klassen b, c und d. Die Richtigkeit der Einteilung wird von einer hierfür bestimmten Kommission nachgeprüft."
Anordnungen der Wirtschaftlichen Vereinigung der loggen- und Weizenmühlen.
Die Wirtschaftliche Vereiniaung der Roggen- und W e i z e n m ü h l e n hat die Anordnungen Nr. 13 und 14 herausgegeben, die am 8. August in Kraft treten. Sie schließen eine andere endgültige Regelung durch die Hauptvereinigung der Deutschen Getreidewirtschaft nicht aus. Es werden die Zahlen des zulässigen Höchstaschegehaltes zum Teil neu festgesetzt. Die Type 2000 (Weizenbrotmehl), welche etwa von 65 v. H. bis 78 v. H. ausgemahlen werden Fann, wird mit einem Abschlag von 7 RM. eingeführt. Die bisherige Bestimmung über die Herstellung von Weizenmehl mit 15 und 30 v. H. Auslandsweizenbeimischung ist dahingehend geändert, daß mit Inkrafttreten dieser Anordnung nur noch Weizenmehl mit 20 und 10 v. H. Auslandsweizenbeimischung hergestellt werden darf. Die Aufschläge für diese Mehle sind in den jetzigen Preisen entsprechend neu festgesetzt. Da die Roggenmehltypen 610, 700 und 815 nicht mehr hergestellt werden können (Verordnung vom 14. Juli 1934) wurde die neue Roggenmehltype 9 9 7 als Basistype eingeführt. Die beiden
mäßig. Angesichts der Ungewißheit über bevor- stehende Festpreise für Kleie herrschte am Futtermittelmarkt stärkste Zurückhaltung. Man erwartet in diesem Zusammenhang auch für andere Futtermittel bzw. Mühlenabfälle neue Verordnungen. In ölhaltigen Futtermitteln zeigten sich die Oelmühlen etwas abgabefreudiger, nachdem wochenlang kaum Material zu haben war; inzwischen ist aber die Nachfrage der Landwirtschaft sehr gering geworden. Die heute notierten Preise zeigten im Vergleich zum letzten Markttag keinerlei Veränderung.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen 207, Roggen R 9 157, do. R 13 161, do. R 15 165, Futtergerste G 9 159, G 11 162, G 12 164, Hafer H 13 157, H 14 159, Weizenmehl W X 28,90 plus 0,50 RM. Frachtausgleich, do. W VII 28,60 plus 0,50, Roggenmehl Type 997 R 9 23 plus 0,50, R 13 23,35 plus 0,50, R 15 23,75 plus 0,50, Weizenmehl IVB 17 bis 17,25, Weizen- nachmehl 16,50 bis 16,75, Weizenfuttermehl 12,75, Weizenkleie fein 11, grob 11,50, Roggenfuttermehl 13,25, Roggenkleie 12,25, Soyafchrot 15,80, Palrn- kuchen 15,70, Erdnußkuchen 17,20, Treber 17 bis 17,10, Heu 11, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt 2,80 bis 2,90. Kartoffeln: runde gelbfleischige Frühkartoffeln 4 RM. pro 50 Kilogramm ohne Sack ab Station.
Schweinemarkt in Lauterbach.
Lauterbach, 8. Aug. Der heute hier abgehaltene Schweinemarkt war sehr gut beschickt. Das Angebot war groß. Es waren 163 Ferkel aufgekrie- ben. Die Preise lagen etwas unter denen früherer Märkte. Der Handel vollzog sich ziemlich schleppend, so daß Ueberftanb verblieb. Die Preise: 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 11 bis 13 Mark, 8 bis 11 Wochen alte Tiere 13 bis 15 Mark. Besonders schone und große Tiere erzielten entsprechend höhere Preise.
Allgäuer Käsemarkt.
Kempten, 8. Aug. Rahmeinkauf bei 42,50 Fetteinheiten ohne Buttermilchrückgabe 120 (zuletzt 120). Weichkäse mit 20 v. H. Fettgehalt, grüne Ware 21 (21). Allgäuer Emmenthaler mit 45 v. H. Fettgehalt 1. Sorte 70 bis 72 (70 bis 72), 2. Sorte 65 bis 67 (65 bis 67). Tendenz: Weichkäse bessere Nachfrage, Emmenthaler normale Nachfrage.
Frankfurter Schlachtviehrnarkt.
Frankfurt a. M., 9. Aug. Vorbericht. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 51 Rinder (22 Ochsen, 6 Bullen, 23 Kühe), 1204 Kälber, 107 Schafe (51 Hümmel), 566 Schweine. Es kosteten: Kälber 22 bis 44 Mark, Hämmel 32 bis 35, Schafe 26 bis 32, Schweine 42 bis 51 Mark. — Marktverlauf bei allen Diehgattungen ruhig.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H.,
Franliuri a. M
Berlin
Frankfurt a.M.
Berlin
•
Aranksuri a. M.
Berlin
Schluß» turS
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Schluß» turs
Schlußt. Abend- börsc
Schluß» furd
Echlußk. Mittag» dörse
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Schlußk. Abend« börse
Schluß» hud
Schlußk. Minag» börse
Datum
7-8.
8.8.
7-8.
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Datum
7-8.
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Datum
78-
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•% Deutsche ReichSanleihe v 1927 •% ehem.7°/o Dt. Retchsanl. v. 1929 bVi% Doung.'Anlethe von 1930 . Deutsch, Anl.-Ablüs.-Schuld mtt
AuSlos.-Rechten
DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte......
6% ehern.8% Heft. Bollsstaat 1929 (rückzahlb. 102%) .....
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6y?% Heft. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Ltqul
Oberheften Provinz-Anleih» mit AuSlos.-Rechten
Deutsche Komm. Sammelabl. An. leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten «% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank
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Kaliwerke Ascheröleben........ 6
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Zementwerk Heidelberg ...... 0
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Schultheis Patzenhoser .......0
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Seilstoss Waldhos ..........0
Zellstoff Aschaffenburg .......0
Dessauer Gas ............ 7
Daimler Motoren ............ 0
Deutsche Linoleum...........0
Lrenstein L Koppel...... 0
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Aerumulawren-Fabrkk........0
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Matnkraftwerke Höchst a-BL... 4
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72,75
47
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88
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113
157,5
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77
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149,4
82,5
39
83,75
115,5
64,5
66,75
47,75
126,75
46,25
58
76,65
22,5
219
174,5 129,75
1 24,25
1 185
Lombardzinsfuß 5 v. H.
Devisenmarkt Berlin —
Frankfurt a. ZU.
7.August
8. August
Amluche
Notierung
Amtliche Notierung
0Vi
Brie'
Geld
Brie
Buenos Aires
0,648
0,652
0,648
0,652
Brüssel_____
58,94
59,06
58,94
59,06
Rio de Jan. .
0,184
0,186
0,184
0,186
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
56,43
56,55
56,43
56,55
Danzig.....
81,74
81,90
81,74
81,90
London .....
12,64
12,67
12,64
12,67
HelsingforS..
5,574
5,586
5,574
5,586
Paris ......
16,50
16,54
16,50
16,54
Holland ....
169,73
170,07
169,73
170,07
Italien.....
21,58
21,62
21,58
21,62
Japan ......
0,750
0,752
0,750
0,752
Jugoslawien.
5,664
5,676
5,664
5,676
Oslo..... :
63,52
63,64
63,52
63,64
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon ....
11,47
11,49
11,47
11,49
Stockholm...
65,17
65,31
65,17
65,31
Schweiz ....
81,67
81,83
81,67
81,83
Spanien....
34,32
34,38
34,32
34,38
Prag.......
10,44
10,46
10,44
10.46
Budapest ...
Neuyork...
2,502
2,508
2,502
2,508
Banknoten.
Berlin, 8.August
Geld
Brie'
Amerikanische Noten..............
2,455
2,475
Belgische Noten..................
58,78
59,02
Dänische Noten .................
56,38
56,60
Englische Noten .................
12,595
12,655
Französische Noten ...............
16,52
Holländische Noten ...............
169,99
Italienische Noten................
21,54
Norwegische Noten ..............
63,35
63,61
Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling
•—
Rumänische Noten...............
—
—
Schwedische Noteu...............
65 01
65,27
Schweizer Noten.................
81,49
81,81
Spanische Noteu.................
34,32
Ungarische Note» eeeM.eeeee.eeee


