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nach Anlegung von Verbänden in ihre Wohnunaen entlassen werden. Der Verkehrsminister und der Direktor der Bulgarischen Eisenbahnen haben sich sofort an die Unglücksstätte begehen.

Italienische Mischer im Kampf mit Delphinen.

In Spezia sah sich eine italienische Fischerflotte, die am frühen Morgen ausgefahren war, plötzlich von einem Schwarm von Delphinen umringt. Diese griffen ein Boot an, das seine Netze bereits ausgeworfen hatte. Um ein Kentern des Bootes zu vermeiden, stürzten sich die Fischer mit Messern ins Meer und töteten nach erbittertem Kampfe drei Delphine von je 90 Kilogramm Gewicht.

Drei Kinder in einer Kiesgrube erstickt.

In Holbäk auf Seeland erstickten, einem Funk­spruch aus Kopenhagen zufolge, drei Kinder im Alter von 3 bis 11 Jahren beim Spielen in einer Kiesgrube. Plötzlich kamen die Kiesmassen in Be­wegung und verschütteten die Kinder. Als das Un­glück entdeckt war, waren sie bereits tot.

Neue Hitzewelle über Amerika.

Eine neue Hitzewelle hat, wie aus Neuyork gemeldet wird, fast den ganzen Mittelwesten heim­gesucht und verursacht stellenweise den größten Schaden und unbeschreibliche Qualen. Im Staate Iowa sind bereits vier Menschen infolge der Hitze ums Leben gekommen. In Kansas City stieg das Quecksilber auf 43 Grad Celsius und in Springfields (Illinois) auf über 40 Grad. An vielen Orten wird die Hitze durch außerordent­lich heißen Wind ins unerträgliche gesteigert. Die Qualen, die das Vieh auszustehen hat, sind gerade­zu entsetzlich. Präsident Roosevelt, der gegen­wärtig durch die von der Dürre besonders heim- gesuchten Landstriche reist, erklärte nach einer Fahrt durch Nord-Dakota, daß die Regierung alle nur möglichen Maßnahmen ergreifen werde, um den Folgen der Dürre zu begegnen.

*

Aus dem mittleren Westen der Vereinigten Staaten werden Rekordtemperaturen ge­meldet. So zeigte in Ottumwa (Iowa) das Thermo­meter 46 Grad Celsius, in Quincy (Illinois) 43,3 Grad Celsius. In den letzten 53 Jahren waren als Höchsttemperatur nur 45 Grad Celsius gemessen worden.

Auf Anordnung der amerikanischen Regierung sind bereits eine Million Stück Vieh aus den Dürregebieten geschlachtet worden, um ein Verdursten und Verhungern der Tiere zu verhin­dern. 850 000 Stück Vieh sind weiterhin zur Not- fchlachtung aufgekauft worden. In unterrichteten Kreisen nimmt man an, daß weitere 5 000 000 Stück Vieh geschlachtet werden müssen, ehe die Lage auf dem Viehmarkt wieder normal ist.

Gasexplosion verursacht Panik in einem Neuyorker Wolkenkratzer.

Eine gewaltige Panik entstand durch eine Gasexplosion in einem Neuyorker Wolken­kratzer. Das Gebäude, das 22 Stockwerke zählt, ist nur für Wohnzwecke bestimmt und in lauter Klein­wohnungen aufgeteilt. Durch die Gasexplosion wurde das Dachstockwerk vollständig vernichtet, sämtliche Zwischenwände, Türen und Fenster wur­den eingedrückt. In den darunter gelegenen Stock­werken ergriffen die Bewohner hals über Kopf die Flucht, da sie mit einem Einsturz des Gebäu­des rechneten. Glücklicherweise waren durch die Ex­plosion die Fahrstühle nicht außer Betrieb gesetzt worden. Im Hause selbst wurde niemand verletzt. Dagegen gab es auf der Straße eine ganze An­zahl ernstlicher Verletzungen durch herabfal­lende Glasscherben und Trümmer. Mehrfach wur­den Autodächer von Ziegelsteinen durchschlagen. Eine Bewohnerin des Hauses wurde mit schwerer

Gasvergiftung aufgefunden. Die Explosion ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, daß ein Hausbewohner, der auf Ferienreise gegangen ist, seinen Gashahn offenstehen ließ.

Ruhr-Masienerkrankungen in USA.

In Jersey City und Umgebung find 160 Perso­nen an Ruhr erkrankt. Sechs Krankheitsfälle ver­liefen tödlich. Die Behörden halten es für mög­lich, daß die Krankheit durch den Genuß von nicht einwandfreiem Speiseeis und anderen Genuß­mitteln, die von Straßenhändlern verkauft worden find, eine solche Ausbreitung erfahren hat. Eine Untersuchung ist eingeleitet. Von den Krankenhäu­sern sind der Bevölkerung Vorbeugungsmaßnahmen empfohlen worden.

V/2 Milliarden Dollar vor Erdbeben gesichert.

Gold im Werte von l1/2 Milliarden Dollar wurde aus der Münze in San Franzisko nach Den­ver im Staate Colorado übergeführt. Die Maß­nahme wird vom Schatzamt damit begründet, daß eine solche Goldmenge nicht in einem häufig von Erdbeben heimgesuchten Gebiet aufbewahrt werden dürfe.

Feuersbrunst im Eingeborenenviertel von Singapur.

In Singapur wurden Tausende von Eingeborenen durch ein Feuer obdachlos, das große Teile des Eingeborenenviertels zerstört hat. Die Zahl der Opfer ist noch nicht bekannt.

Textilarbeiterstreik in Neuyork.

Neuyork, 8. Aug. (DNB.) Etwa 21000 Ar­beiter der W i r k w a r e n i n d u st r i e sind in der Stadt Neuyork, sowie in verschiedenen Nachbar­städten im Staate Neujersey am Mittwoch in den Streik getreten. Die Arbeiter verlangen u. a. die Einführung der 35-Stundenwoche und die An­erkennung ihrer Gewerkschaft. Insgesamt sind von dem Streik über 300 Fabriken betroffen.

Kunst und Wissenschaft.

Die Anthropologen-Tagung in Speyer.

Die Tagung der Deutschen Gesellschaft für An­thropologie, Ethnologie und Urgeschichte in Speyer brachte am Hauptsitzungstage eine Anzahl inter­essanter Vorträge. Professor Dr. T u ck e r m-a n n - Mannheim sprach über den geographischen Raum des Saargebiets. Professor Dr. Roche-Leipzig sprach über das schwierige Thema der Rassenkunde der Kelten. Professor Dr. Behrens-Mainz be­handelte die Germanisierung des linken R h e i n u f e r s. Er kam zu dem Ergebnis, daß zum Schluß der germanischen Völkerwanderung die Germanen den südlichen Teil des linken Rheinufers, die Franken den nördlichen Teil in Besitz nahmen. Professor Dr. Krause-Leipzig sprach über die kulturgeschichtlichen Beziehungen der westlichen Grenzmark. Gerichtsassessor Dr. Grote n, St. Wendel beleuchtete die Saarfrage vom rechtlichen Standpunkt aus.

Das deutsche VolksSildungswerk.

Durchführungsbestimmungen des Amtes für Ausbildung.

Die NSK. veröffentlicht die vom Amt für Aus­bildung der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" erlassenen neuen sehr umfangreichen Durchführungsbestimmungen, in denen es u. a. heißt:

Das Amt für Ausbildung stellt sich bewußt hin­ein in die Feierabend-Organisation des Werkes Kraft durch Freude". Damit setzt es sich bestimmte Grenzen. Wir wollen dem deutschen Menschen außerhalb seines Berufes am Feierabend die Möglichkeit schaffen, sich eine

gediegene zusähtiche Allgemeinbitdung

zu erarbeiten. Damit schließen wir bewußt alle Fach- und Berufsausbildung, als nicht in den Rah­men unseres Werkes gehörig, aus. Wir werden den gesamten Dolksausbildungsapparat in Deutschland (Dolkshochschulwesen) für unsere Organisation er­fassen und erneuern. Um dies erfolgreich durchzu­führen, ist es

dringend notwendig, dem Bildungsbegriff einen neuen Inhalt und eine neue Richtung zu geben.

Wir bauen das Amt für Ausbildung (und darin also die Organisation der das ganze Volk erfassen­den zusätzlichen Allgemeinausbildung) in enger Z u- sammenarbeit mit der Nordischen Ge­sellschaft in Lübeck auf, deren ungeheuer wich­tige, mühsam erarbeitete Erkenntnisse wir weit­gehend zu verwerten gedenken. Daneben stellen wir die gesamte Durchführung von Vortragskur­sen,' Ferienlagern, Arbeitsgemein­schaften usw. auf das Fundament der national­sozialistischen Weltanschauung, weil uns in ihr der Schicksalsweg des deutschen Volkes aufgezeigt ist. Von dieser Grundhaltung aus vermögen wir den Bildungsbegriff in völlig andersartiger Weise, als das bisher geschehen ist, neuen Inhalt und neue Richtung zu geben. War bisher jede Aneignung von Bildung lediglich eine Möglichkeit, Wertunter­

schiede, damit aber Mißtrauen und Verachtung zwi- sch den deutschen Menschen aufzurichten, hfo wollen wir nun ganz im Gegensatz dazu das umfassende Gebiet von Wissen und Bildung so auswerten, daß es zu einem tragfähigen Fundament einer deutschen Volksgemeinschaft wird, in welcher sich das Hoch­gefühl einer deutschen Arbeitsgemeinschaft ausprägt.

Die von uns gewollte und gepflgete Allgemein­bildung erfaßt drei Bildungsgebiete von unab­sehbarer Wichtigkeit: sie gestaltet sich als welt­anschauliche, charakterliche, künstlerische Bil­dung und Erziehung.

Der Unterricht darf nichts Schulmäßiges, Langweilendes an sich haben, darf auch nicht ledig­lich in einer Häufung von Wissen und Bildung be­stehen. Nicht Lehrstunden sollen geboten werden, sondern Kraft durch Freude soll vermittelt werden. Anschauung und Lebendigkeit sind die Grundforderungen, um Interesse zu gewähr­leisten. Neben Vortragskursen, die packend und ein­fach, lebendig und begeisternd zu gestalten sind, rich­ten wir Ferienlager und Arbeitsgemeinschaften zum Zweck der Erweiterung und Vertiefung auf allen Bildungs- und Wisfengebieten ein.

Um die nationalsozialistische Grundhaltung in allen Veranstaltungen zu gewährleisten, bedürfen wir besonders geeigneter und geschulter Lehrkräfte.

Wir brauchen zwei bis drei Schulungsbur­gen, in hervorragend schöner für unser Volkstum charakteristisch gelegener Gegend, die nach Art der Gauschulen einzurichten sind. Dort ist in etwa vier- bis sechswöchigen Kursen ein Stab von Lehr­kräften heranzubilden. Von der restlosen Zuver­lässigkeit der geeigneten Lehrkräfte hängt der Er­folg unserer Arbeit ab. Diese besonders geschulten Kräfte find zunächst einmal in den einzelnen Unter­richtsanstalten als Prediger unseres Wollens einzu­

setzen, um so Zellenarbeit Innerhalb der einzelnen Lehrkörper zu treiben.

Ein sicheres und durchschlagendes Propaganda- mittel für unser Bildungswerk wird eine eigene Monatsschrift fein, die wir zu möglichst billi­gem Preise als Organ des Amtes für Ausbildung (welches sich mit der Bildungsorganifation im gro­ßen und ganzen deckt) herausgeben werden.

Wir werden die vorhandenen Einrichtungen des deutschen Volkshochschulwesens nicht etwa zerschla­gen, sondern unserem Kulturwerk in weitestem Maße dienstbar machen.

Das gesamte Volkshochschulwesen wird zentral zusammengefaht und dem Reichsschulungsamt der NSDAP, und der DAF. als deutsches Volksbildungswerk angeschlossen.

In den Großstädten sind mehrere Bildungsanftal­ten, in den Mittel- und Kleinstädten je eine Bil­dungsanstalt zu errichten. Auf dem Dorfe hat der Lehrer in Abendkursen, Arbeitsgemeinschaften usw. Bildungsmöglichkeiten entsprechend dem Cha­rakter seines Dorfes zu gestalten. Wir werden einerseits geeignete Dorflehrer im Einvernehmen mit dem Reichsministerium für Wissenschaft, Erzie­hung und Volksbildung schulen, andererseits ihnen unsere Lehrkräfte zur Verfügung stellen.

Es ist dem Unwesen Abhilfe zu schaffen, daß die einzelnen Kurse sich in verschiedenen Schulklassen einmieten. Es sind Gebäude zu schaffen oder zu mie­ten, welche rein äußerlich schon unser Werk gegebe­nermaßen darstellen. In großzügiger Weise wird so das Dolkshochschul- und Allgemeinbildungswesen, welches den NamenDeutsches Volksbil­dungswerk" erhält, durchzuorganisieren sein. An den Volkshochschulen sind Volksbiblio­theken und Volkslesehallen anzugliedern.

Die Kurse werden im allgemeinen von Oktober bis Mai jedes Jahres durchzuführen fein. Neben den Winterkursen sind Sommer- und Ferienlager einzurichten. Hervorragend befähigte Kurfusteil­nehmer sind den Schulungsburgen zuzuweisen, um in ihnen so einen zuverlässigen Lehrernachwuchs heranzubilden. Der Unterricht wird in dringenden Fällen unentgeltlich zu erteilen fein, während im allgemeinen ein Teilnehmerhonorar zu erheben ist.

Wettervoraussage.

Da sich das neue Tief recht schnell vorgearbeitet hat, ist das Hochdruckgebiet wesentlich zusammenge­schrumpft und verliert feinen Einfluß. Wohl steigt von der Biskaya her das Barometer wieder an, doch erhalten wir zunächst unter den gegebenen Druckoerhältniffen Luftzufuhr von Westen her, so daß sich das Wetter etwas wechselhaft gestalten wird und vereinzelt mit leichten Niederschlägen zu rechnen ist. Auch werden die Temperaturen vor­übergehend leichten Rückgang erfahren.

Aussichten für Freitag: Wolkig und vor­übergehend aufheiternd, noch warm, doch etwas kühler, vereinzelte Niederschläge.

Lufttemperaturen am 8. August: mittags 25,6 Grad Celsius, abends 16 Grad-, am 9. August: morgens 16 Grad. Maximum 25,8 Grad, Mini­mum 11,9 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 8. August: abends 22,7 Grad, am 9. August: morgens 18,8 Grad. Niederschläge 0,8 Milli­meter. Sonnenscheindauer 10,6 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellv. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Ver­antwortlich für Politik: I. V.: Ernst Blumschein, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VII. 34: 10100. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei

R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Todesanzeige.

gestern abend um 11 Uhr im Alter von 75 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen.

03868

Heuchelheim, den 8. August 1934.

4606 D

Die Beerdigung findet Freitag, den 10. August, nachmittags 6 Uhr. vom Sterbehause Gießener Straße 16 aus statt.

Heute morgen 4.15 Uhr entschlief nach kurzer, schwerer Krank­heit mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Groß­vater, Schwager und Onkel

Heinrich Rinn XII., Landwirt

im Alter von 67 Jahren.

Die trauernden Hinterbliebenen :

Frau Marie Bräuning, geb. Heß

Familie Otto Bräuning

Karl Walter und Frau Margarete, geb. Bräuning

Karl Seipp III. und Frau Marie, geb. Bräuning Ludwig Herzberger und Frau Anna, geb. Bräuning Heinrich Schomber II. und Frau Elise, geb. Bräuning Emma Bräuning

Kolbenmühle, Ober-Bessingen, Harbach und Ettingshausen, den 8. August 1934.

Die Beerdigung findet Freitag, den 10. August, nachmittags 2 Uhr, von der Kolben­mühle aus statt

In tiefer Trauer: Katharina Rinn, geb. Sack Familie Albert Rinn Familie Wilhelm Rinn Familie Ernst Rinn.

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