Iir.184 Erster Blatt
184. Zahrgang
Donnerstag, 9. August 1934
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,3 i g Mittrauer Ehrenbürgers, unse ten, zum Ausdruck
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Keine Tannenberg-Erinnerungsfeiern.
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Gewalt geht vor Rechi!
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Der Protest der Gaardeutfchen
diesen wurden 142 als be1
gerechnet so stark Es dürfte hier ein
40 unter Polizeiaufsicht oder gegen Kaution bis zum Prozeß auf freiem Fuß.
Berlin, 8. Aug. (DNB.) Unter dem Eindruck der nationalen Trauerfeier für den Heimgegangenen Generalfeldmarschall in seiner Ruhestätte, dem - - ' ' ■ ? siegte-
Saarbrücken, 8. August (DNB.) Die K e - gierungskommisfion des Saargebiets hat heute eine Verfügung erlassen, in der sie sich weigert, der gemeldeten heutigen Entscheidung des Untersuchungsgerichtes entsprechend die beschlagnahmten Akten der Landesleitung der Deutschen Front und der „Saarkorrespondenzfrei zugeben. Sie begründet ihre Ablehnung mit der Berufung auf das allgemeine Landrecht als Präventivmaßnahme.
Wenn irgend noch ein Zweifel daran möglich war, daß die Regierungskommission des Saar- gebietes die Geschäfte landfremder Elemente besorgt und gegen die saardeutsche Bevölkerung parteiisch eingestellt ist, so ist dieser Zweifel nunmehr beseitigt. 3n ihrer von Emigranten einseitig bestimmten Einstellung
Oie innerpolitische Spannung in Frankreich.
Eine Erklärung Doumergues.
Oer Terror der Litauer im Memettand.
Erklärungen des Justizministers.
gesandt:
„Für die herzlichen und teilnehmenden Worte, mit denen Sie Ihrer und der freien Stadt D a n - ■ ' ' : anläßlich des Hinscheidens Ihres
—.seres altverehrten Reichspräsidenten, zum Ausdruck brachten, spreche ich Ihnen meinen wärm st en Dank aus.
gez. Adolf H 1 t l e r.
hat. ll..„-, ... ,
aber Beunruhigung der
Offener Rechtsbruch der Saar-Regierung.
Oie Deutsche Front erfährt Gerechtigkeit durch richterliche Entscheidung, die Saar Regierung verweigert die Ourchsührung des Urteils.
Oer Führer dankt Oanzig.
Danzig, 8. .Aug. (DNB.) Reichskanzler Adolf i t l e r hat an den Danziger Senatspräsidenten r. Rauschning folgendes Danktelegramm
des Volkes. Obwohl Hitler durch die national- ozialiftische Revolution und durch die tatsächliche Macht es nicht notwendig hätte, versäumt er doch nicht, das Volk in jeder bedeutenden ' genheit um seine Meinung zu Gerade deshalb hat dieses zu seiner Füh-
Eine ernste Frage stellt sich immer dringender an Herrn Knox: Ist man gewillt, derartige Greue lphantasien und Schmähungen weiterhin zu dulden? Ist es mit den sonst so strengen Ansichten über die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung vereinbar, wenn man Darstellungen und Beleidigungen ungeschoren läßt, die offensichtlich die Auspeitschung und ~ Bevölkerung be-
Saarbrücken, 8.Aug. (DNB.) Der Untersuchungsrichter des Saargebietes hat auf die Beschwerde der Landesleitung der Deutschen Front und der Saarkorrespondenz eine Verfügung erlassen, nach der die von der Regierungskommifsion veranlaßte B e - schtagnahme der Akten am 24. Juli z u Unrecht erfolgt und sofort aufzuheben sei.
Zum allgemeinen Befremden der Saarbevölke- rung hatte sich die Regierungskommission bekanntlich am 24. Juli veranlaßt gesehen, mit schärfsten und einschneidendsten Maßnahmen gegen Pie Landesleitung der Deutschen Front und die Nachrichtenbüros, DNB. und Saarkorrespondenz, vorzugehen. An diesen Stellen fanden unter Heranziehung eines beträchtlichen Polizeiaufgebots, das auf Fahndung nach Verbrechern schließen ließ, am 24. Juli Haussuchungen statt. Sämtliche Akten wurden beschlagnahmt. Diesem Vorgehen war der ungeheuerliche, völlig unbegründete Verdacht der Aufreizung zum Morde und die Vermutung einer Mittäterschaft an dem Attentat auf den Emigranten - Kommissar M a ch t s zugrunde gelegt. Drei Bürohäuser der Deutschen Front wurden sogar für sechs Tage versiegelt, so daß die gesamten Arbeiten der
fr a g e n. Gerade deshalb hat dieses zu seiner Führung tiefstes Vertrauen." In Gegensatz dazu stellt das Blatt die österreichischen Verhältnisse, wo Dollfuß zwar auch unumschränkt zu regieren hatte, wo es aber allein im Verlauf dieses Jahres zwei heftige Revolutionen gab, die nicht weit vom Bürgerkrieg entfernt waren. Wörtlich schließt das Blatt: „Es ist daher eine bedeutsame Belehrung, daß in den Angelegenheiten der internationalen Politik, die natürlich auch unsere Außenpolitik betrifft, die Welt nicht nur mit Hit- l e r zu tun hat, sondern stets auch mit dem gesamten Deutschen Reich und dem Volk, das in sich denselben Geist hegt als sein nunmehr unumschränkter Führer Adolf Hitler."
denskabinetts geübte Kritik und gleichzeitig als Stellungnahme zu der allenthalben sich geltend machenden innerpolitischen Spannung anzusehen sind. Der Ministerpräsident scheint ganz bestimmte Pläne zu verfolgen, über die er sich jedoch erst äußern will, wenn er nach reiflicher lieber- legung eine Entscheidung getroffen hat. Im übrigen führte er aus, von gewisser Seite werde behauptet, daß das von ihm unternommene Werk noch keine großen Ergebnisse gezeitigt habe. Man brauche sich darüber nicht zu wundern. Er habe sich stets gegen die Anmaßung verwahrt, Wunder vollbringen zu können. Jeder Neuaufbau erfordere eine gewisse Zeit. Diese Zeit könne je nach den Begleitumständen kurz oder lang sein. Sie werde kurz sein, wenn man es nicht darauf absehe, die Bedeutung der unternommenen Anstrengungen herabzusetzen und zu kritisieren und das wachsende Vertrauen zu vernichten. Sie werde lang sein und könne sogar zu einem Mißerfolg führen, wenn man, statt zur Geduld zu mahnen und m i t z u h e l - s e n, das Vertrauen zu stärken, beides zerstöre. In diesen schwierigen Zeitläufen fielen die Geduld und das Vertrauen für das Gelingen
entscheidend ins Gewicht.
Neue Unruhen in Algier.
11 Tote.
P a r i s, 9. Aug. (DNB.-Funkspruch.) Nicht nur in Constantine, sondern auch an anderen Orten von Algerien ist es zu neuen judenfeind- ljchen Ausbreitungen gekommen. In Ain-Beda büßten dabei, wie der „Matin" berichtet, 11 jüdische Bewohner, sechs Frauen und fünf Männer, das Leben ein. Sämtliche Leichen weisen, wie in Constantine, Halsschnitte auf. Gerüchtweise verlautet, daß Truppen nach einer Stelle in Inner-Algerien abgegangen sind, wo man Unruhen zu befürchten scheint.
Der in Sonftantine angetommene Generalgouverneur von Algerien, C a r d e, hat im Laufe des Mittwoch lange Unterredungen mit Abordnungen der muselmanischen und der jüdischen Bevölkerung gehabt.
Tannenberg-Denkmal, hat die r u n g beschlossen, am 2 6. Augu hielten Erinnerungsfeiern an Schlacht von Tannenberg ftattfinben zu lassen.
Kowno, 8. Aug. (DNB.) Außer dem Landtagspräsidenten Dreßler werden jetzt noch drei weitere führende Persönlichkeiten im Memelgebiet durch den Untersuchungsrichter von Schaulen verhört und bis zum Ablauf des Versah- rens unter Polizeiaufsicht gestellt. Der litauische Ju st i z m i n i st er erklärte in einer Unterredung zur Frage des Verfahrens, daß bisher 1237 Personen verhört worden sind. Von diesen wurden 142 als beschuldigt zur Verantwortung gezogen. 15 von ihnen sind geflüchtet, einer ist ermordet worden. 86 befinden sich in Gefängnissen,
gegen das nakionalbewußle Deutsch- tum hat sie sich nun schon zu einer offenen Nichtachtung richterlicher Autorität hinreihen lassen. 7Nit dieser Entscheidung hat sie sich in bewußten Gegensatz zu den im Saatgebiet geltenden R e ch t s g r u n d s ä h e n gestellt. Die Lage ist damit eindeutig geklärt.
Saarseparatisten schänden Kriegergräber.
Saarbrücken, 9. August (DNB. Funkspruch). Anläßlich der 64. Wiederkehr des Jahrestages der Erstürmung der Spicherer Höhen waren die Kriegergräber in ^-absterdick mit Kränzen und Schleifen geschmückt worden. Mittwochmorgen rissen nun drei separatistische Rowdys die Schleifen ab und traten sie unter den Rufen „Frei Saar!" in den Schmutz.
Saarbrücken, 9. 2lug. <DNB Funkspruch) Die gesamte deutsche Saarpresse steht heute unter dem Eindruck des offen ausgebroche- n e n R e ch t s ft r e i t e s zwischen der D e u t s ch en Front und der S a a r r e g i e r u n g. ObgleiJ fie wegen der strengen Vorschriften ihre Helle Empörung nur vorsichtig zum Ausdruck bringen kann, fehlt es nicht an Kommentaren, die den Protest der hiesigen Bevolkerung gegen die gestrige Weigerung der Regierungskommission, einer richterlichen Entscheidung zu entsprechen, zum Ausdruck bringen.
Die „Saarbrücker Zeitung" fdjreibt: „Der Beschluß des Gerichts und seine Begründung lassen über die unzureichende nächtliche Aktenbeschlagnahme keinen Zweifel.
Zes, stehl, d°h die oon den Haussuchungen betroffenen Stellen mit dem Satt Baumgärtner nicht im g e r i n g ft en Zusammenhang gestanden haben, fest steht aber auch, dah das Attentat nur ein V O rmand für eine Polizeiaktion gewesen ist, die nun nachträglich eine völlig andere Rechtfertigung erfahrt.
Die Reaierunqskommiffion m £ i g e r t
des Allgemeinen Landrechts d sp tzl 9
ebenso langen, wie ergeoniöiuicu bemeroi$aarbeOölferung hat dafür kein Verständnis Es wird ihrem Rechtsgefühl nicht verborgen bleiben, dah mit der hier belebten Auw-mdung urpuhifdien Landrechts jene ponzeuikye
LhLmkA-ck. werden konnte und fei fi- nicht noch so willkürlich.
w mnre nach diesem Schema noch
voreinem polizeiüchen Zugriff sicher? Die Regie- vor einem o ' nicht umhin können, die rung-kommifsion w'rd „ d a ch t e s deut- .^undlag ach?n, menn fiß die Bevölkerung iKijer 3 u - d Gefühl der Rechtsunsi- ^r bTi t JeÄ Was gibt zu einer so Äiwerwieaenden ? Anwendung des Allgemeinen Ndkechts Anlaß? Wir haben ein Recht auf Antwort."
Werk gewesen sein, der wieder einmal versuchte, den hiesigen Behörden etwas über illegale Tätigkeit der Deutschen Front weißzumachen.
Der Geist des Hasses und der Verleumdung um jeden Preis, der sich ungestört in der hiesigen Separatistenpresse breit machen darf, wird u. a. auch durch die Kommentare zum Ableben des Reichspräsidenten von Hindenburg beleuchtet. Ein Blatt z. B. wie die „Volks- stimme" spricht von dem Verstorbenen als „dem Abgott des nationalistischen Deutschland" und beschuldigt ihn in nicht wiederzugebenden Schmähungen als „den Repräsentanten des un- geistigen Barbarismus und eines der Zivilisation abholden Deutschland".
Paris, 9. Aug. (DNB. Funkspruch.) Ministerpräsident D o u m e r g u e, der am heutigen Donnerstag in Paris eintrifft, gab einem Mitarbeiter des „Exzelsior" Erklärungen ab, die als Ant- den Leistungen des B u r g f r i e - ts geübte Kritik und gleichzeitig
Die Verfügung des zuständigen Unterfuchunas- richters hat eindeutig erwiesen, daß die von der Re- gierungskommission angeordneten ^ßnahmen Dölliq unberechtigt und ohne stichhaltige Begründung erfolgt waren. Sie sind deswegen als reiner Willkürakt gegen die Deutsche Front zu werten. Für diese unerhörte Terrormaßnahmen gegen die Landesleitung der Deutschen Front, die in der Bevölkerung eine begreifliche Beunruhigung während der letzten 14 Tage heroorriefen, trägt die Regierungskommifsion vor aller Welt die volle und nicht abzuleugnende Verantwortung.
Heue Hetze und Verleumdungen durch die Separattstenpreffe.
Saarbrücken, 8. Aug. (DNB.) In der Separat i st e n p r e s f e findet sich heute ein angeblicher Bericht der Wiener „Reichspost" über „Spionagezentrale im Saargebiet", ..Schwarze Mordliste" „Terrororgamsationen und ähnliche furchteinflößende Einrichtungen. Nach diesem Greuelbericht soll der Emigrantenkommissar M a ch t s bei feinen Haussuchungen nicht nur einige Flugblätter gefunden haben, sondern auch einer gefährlichen und verzweigten Spionageor g a- n i s a t i o n auf die Spur gekommen sein. Das auf-
Die Tageszeitung „Deutsche Front" schreibt zu der Ablehnung der Regierungskommission:
„Das bedeutet also nichts anderes, als dah die Saarregierung trotz der gerichtlichen Entscheidung die beschlagnahmten Akten nicht freigibt. Wan wird es der Saarbevölkerung nicht verübeln können, daß sie für einen derartigen .Verwaltungsakt', der mit der vom Volksgericht nun einmal getroffenen Entscheidung in krassem Widerspruch steht, nicht das geringste Verständnis aufbringen kann. Der gesunde Laienverstand urteilt so, dah eine gerichtliche Entscheidung in Beschlagnahmefachen unbedingt maß- gebend sein muh. Wenn im Gegensatz dazu die Saarregierung eine andere Ansicht vertritt, über die die Saarbevölkerung ihre eigene Meinung hat, so weih man ja nur zu genau, dah dabei ganz besondere Gründe mahgebend sind.
Aber auch durch diesen Akt wird die Regierungskommission die Tatsache nicht aus der Welt schaffen können, daß nach gerichtlicher Auffassung die Beschlagnahme völlig zu Unrecht erfolgt ist. Warum das Urteil des Gerichts nicht maßgebend fein soll, das kann kein Saarländer begreifen. Weshalb die Aufrechterhaltung der Beschlagnahme im Interesse der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung notwendig ist, das dürfte wohl ewiges Geheimnis bleiben, es fei denn, daß die Regierungskommifsion den Schleier baldigst lüftet. Darauf wartet die gesamte Saarbevölkerung mit begreiflicher Spannung."
Gerechtes Urteil über Hitler und Deutschland.
Klare Erkenntnis in der Tschechoslowakei.
Prag, 8. Aug. (DNB.) Unter der Überschrift „Auf legalem Wege" bringt die in der Tschechoslowakei vielleicht verbreitetste tschechischnationaldemokratische „Narodny Politika" eine ausführliche Darstellung des Aufstieges Hitlers zur Macht, als deffen besonderes Kennzeichen das Blatt feststellt, daß der Führer bei allen feinen Handlungen zu feinem 3^1 stets den W e g des Gesetzes befolgt hat. „Auch Die sogenannte' .Diktatur' Hitlers", schreibt die.Zeitung, „ist ständig legal zustcmdegekommen und ist lediglich der Ausdruck des Gefamtwillens
Landesleitung lahmgelegt waren.
Selbstverständlich hatten die betroffenen Stellen sofort Beschwerde eingelegt In eingehenden Begründungen wurde dem Amtsgericht dargelegt, daß die Deutsche Front, sowie die beiden Nachrichtenbüros aufs schärfste Verwahrung gegen diese Maßnahmen einlegen müßten. Die Regierungskommission jedoch hatte dem Amtsgericht hierauf erklärt, das Vorgehen gegen die Deutsche Front stütze sich auf den begründeten Verdacht, daß die Auswirkungen der Deutschen Front nach Aufbau, Untergliederung, nach Verbindung, Beziehungen und nach dem Geschäftsgebaren eine Gefährdung der Regierungsautorität und damit der öffentlichen Ruhe, Ordnung und Sicherheit bedeuteten. Dieser Gefahr müßte die Regierungskommifsion mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln vorbeugend entgegentreten. Diese Begründung der Regierungskommission sollte sinngemäß auf die Beschlagnahme im DNB. und bei der Saarkorrespondenz Anwendung finden.
Aus der Begründung der Regierungskommission ging jedoch eindeutig hervor, daß sie von ihrem ursprünglichen Mordverdacht abrückte und den non ihr angeordneten Beschlagnahmen nachträglich andere, allgemeiner gehaltene Gründe, wie die Gefährdung der Staatssicherheit, unterschob.
Unterdessen waren dem DNB. sämtliche Akten zurückgegeben worden, und es lag keine Veranlassung mehr vor, die Beschwerde aufrechtzuerhalten. Selbstverständlich konnte sich die Landesleitung der Deutschen Front und die Saarkorrespondenz diese Ansicht der Regierungskommission nicht zu eigen machen und bestanden auf ihrer Beschwerde.
Heute hat nunmehr der Untersuchungsrichter der Landesleitung der Deutschen Front und der Saarkorrespondenz feine Entscheidung mitgeteilt. In der sehr ausführlichen Begründung heißt es u. a.:
Eine so umfassende und schwere Maßnahme wie die bei der Deutschen Front vorgenommene Beschlagnahme erheischte ;um mindesten, dah irgendwelche Anhaltspunkte für die Beziehungen des Attentäters Baumgärtner zur Deutschen Front vorhanden seien. Ganz abgesehen von den allgemein dagegen sprechenden Erwägungen hat die hier gerade auch in dieser Richtung geführte Voruntersuchung nicht das geringste für Beziehungen zwischen dem Attentäter und der Deutschen Front ergeben. Diese Maßnahme war ungerechtfertigt und sofort aufzuheben.
gefundene Material hätte unzweideutig bewiesen, daß sich gewisse Stellen mit dem Plan befaßten, in der allernächsten Zeit in das Saarland einzu- brechen und hier eine Art S t r a f e x p e d i t i o n zu veranstalten. Der FAD. im Saargebiet sei das Zentrum und die Werbezelle für die Saarländische Legion gewesen. Es habe sich im übrigen heraus- gestellt, daß das amtliche Deutsche Nachrichtenbüro das getarnte Hauptquartier der deutschen Terroristen gewesen sei, und daß auch Dokumente, die sich auf die aufgedeckte Spionageaffäre bezogen, dort versteckt worden seien. Ganz bunt geht es in dem Bericht zum Schluß her, in dem behauptet wird, daß man bei den verschiedenen Beschlagnahmungen auch Boller, Bomben, Höllenmaschinen und Handgranaten gefunden habe, mit denen die Gleise an der französischen Grenze in die Luft gesprengt werden sollten, um französische Truppenzusammenziehungen zu verhindern
Dieser blühende Wahnsinn ist zu grotesk, als daß er der Oeffentlichkeit vorenthalten werden dürfte. Durch diesen Bericht scheint man jedoch eine Erklärung dafür gefunden zu haben, aus welchen Gründen sich die Regierungskommifsion
' ' " " für den FAD. interessiert
zwar nicht sehr schlauer, erfindungsreicher Denunziant


