Einzelbild herunterladen

Hauptaufgabe der Reichsregierung, sämtlichen Er­werbslosen Arbeit zu schaffen. Wenn die Arbeits­losen erst alle untergebracht wären, würde auch daran gedacht werden, den Lebensstandard des gan­zen Volkes zu heben. Leider machten sich jetzt Mies­macher breit, denen die Aufwärtsentwicklung zu langsam gehe. Diese Menschen hätten aber ganz vergessen, in welch furchtbare» Lage sich unser Volk befunden habe. Alle müßten unserem Führer Adolf Hitler dafür Dank zollen, daß er uns vor dem furchtbaren Zusammenbruch gerettet habe. Der unerschütterliche Glaube an unser deutsche Volk und seinen Führer dürfe nicht verloren gehen. Trotz der Miesmacher werde unser Volk unter seinem Führer Adolf Hitler den rechten Weg zur besseren Zukunft finden. Reicher Beifall lohnte den Redner für seine Ausführungen. Der Ortsgruppenführer sprach dem Redner den Dank der Versammlung aus, gedachte noch des Jahrestages des Amtsantritts unseres Gauleiters und Reichsstatthalters Spren­ger und würdigte dessen Verdienste um unsere enge Heimat. Mit demSieg-Heil" auf den Gauleiter und unseren Volkskanzler und mit dem gemeinsam gesungenen Horst-Wessel-Lied klang der Abend aus.

(T) Grüningen, 5. Mai Ein großes Erlebnis war für unseren Ort der Feiertag der natio­nalen Arbeit. Nach einem Umzug der Jugend am frühen Vormittag folgte um 10 Uhr Festgottes­dienst der ganzen Gemeinde. Nach dem Festzug am Nachmittag, der sehr starke Beteiligung aufwies, hielt der Ortsgruppenleiter M a r st e l l e r eine zün­dende Ansprache, in der er den gewaltigen Wandel in Deutschland unter der Führung Adolf Hitlers eindrucksvoll schilderte. Ein Sprechchor der Hitler­jugend und turnerische Darbietungen der Mädchen­riege des Turnvereins leiteten über zu einer An­sprache des NSBO.-Vertreters Heinrich Hof­mann und zu einer weiteren Rede des Ortsgrup­penschulungsleiters Bender. Anschließend hörte man die Uebertragung der Rede des Führers. Der Gesangverein der Adam Jsheimschen Stiftung um­rahmte die Feier mit guten Chorvorträgen. Abends fand sich die Einwohnerschaft zu froher Geselligkeit zusammen, wobei die Mädchenriege des Turnvereins neuzeitliche Bodenübungen darbot. Mit Gesang und Tanz wurde der Tag beschlossen.

)( Lich, 7. Mai. Bei schönstem Wetter unter­nahm die Evangelische Frauenhilfe 1 (Frauenkranz) einen Ausflug nach Marburg. Noch herrlicher Fahrt durch die in schönstem Früh­lingsschmuck prangende Landschaft wurde der Gottes­dienst in der EKsabethkirche besucht. Am Nachmittag wurden unter sachkundiger Führung des Verkehrs­vereins die Elisabethkirche, das Schloß, die Frei­lichtbühne und Universität besichtigt. Hochbefriedigt von allen Eindrücken traten die Frauen gegen Abend die Heimfahrt an. Seit vielen Jahren wird in unserer Gemeinde das Himmelfahrt­fest als M i s s i o n s f e st gefeiert und am Nach­mittag in derMeilbach" ein Missionsfest abge­halten. In diesem Jahre wird der neuernannte Basler Missionsinspektor für die Heimatgemeinde

H a n n l ch zu der Missionsgemesnde sprechen. Bel sehr schlechtem Wetter findet das Missionsfest am Nachmittag in unserer Stiftskirche statt.

Kreis Schotten.

§ Ulrich stein, 7. Mai. Am Sonntag versam­melten sich hier Bauern aus mehreren Orten der Umgebung, um einen Vortrag des Pg. Rühl aus Schotten über Viehverwertungsgenossen­schaften zu hören. Anschließend ergab sich Ge­legenheit, durch Anfragen diese für den Vogelsber­ger Bauern so bedeutsame Frage weiter zu klären. Gerade auf diesem Gebiete gilt es noch Erziehungs­arbeit zul eisten.

Kreis Alsfeld.

ll. Nieder-Ohmen, 4. Mai. An der hiesigen Feier des Tages der nationalen Arbeit beteiligten sich neben unserer Einwohnerschaft noch die deutschen Volksgenossen aus 13 Dörfern der Umgegend. Am Vorabend wurde ein Maibaum feierlich eingeholt und aufgestellt, wobei Kreis- oetriebs^ellenobmann Hartmann eine zündende Ansprache hielt. Anschließend folgte Feldgottesdienst, bei dem Pfarrer A l b predigte. Der Abend brachte dann Volkslieder und Volkstänze. Am Feiertag selbst faitd morgens die Kundgebung der Jugend statt, wobei die Feier in Berlin übertragen wurde. Mittags bewegte sich ein großer Festzug durch die Ortsstraßen, an dem neben der SA., HI., Arbeits­dienst usw. alle Vereine teilnahmen. Auf einem Fest­wagen wurde die Maikönigin gefahren. Auf dem Festplatze hielt Kreisbetriebszellenobmann Hart­mann eine Ansprache, sodann wurde die Ueber­tragung der Rede des Führers gehört. Die Feier schloß mit einer begeisterten Huldigung für den Führer.

st. Kirtorf, 4. Mai. Der Feiertag der nationalen Arbeit wurde hier zu einem Tag schönster Volksverbundenheit. Am Vorabend brannte die Jugend in der Nähe der Horst-Wessel-Anlage einen riesigen Holzstoß als Maifeuer nieder. Ge- folgschaftsfuhrer Hipp- Lehrbach hielt hierbei die Ansprache. Am Feiertagmorgen veranstaltete die Jugend auf dem Marktplatz eine Kundgebung, bei der wiederum Gefolgschaftsführer Hipp die An- St hielt. Sodann hörte man die Uebertragung erlin. Am Nachmittag bewegte sich der große Festzug durch die Straßen zur Horst-Wessel-Anlage, wo eine eindrucksvolle Kundgebung stattfand. Hier sprachen Betriebszellenobmann Schombert, Ortsgruppenleiter und Bürgermeister L a t h e r sowie Lehrer R ö h rl g - Arnshain. Gedichtvorträge vom BdM. und Darbietungen der NS.-Frauen- schäft und des Männergesangvereins bereicherten die Veranstaltung. Mit dem gemeinsamen Gesang des Deutschlandliedes wurde die Feier geschlossen. Nachmittags hörte man auf dem Marktplatz die Uebertragung der Rede des Führers. Ortsgruppen­leiter L a t h e r schloß hierauf die Veranstaltung. Der Rest des Tages war der Geselligkeit gewidmet.

Höhenfeuer der Hitler-Jugend im Unterbann 2/116.

Gefolgschaft 1 Lollar.

Die Jugend des Dritten deutschen Reiches hat eine fast in Vergessenheit geratene schöne altdeutsche Sitte wieder eingeführt. Wenn es gilt, den Tag der Sonnwende öder einen Tag nationalen Ereig­nisses festlich zu begehen, so tut die Hitler-Jugend das meist auf ihre besondere Art. Sie geht hin­aus aus dem Häusergewirr der Städte und den engen Gassen der Dörfer in die freie Natur und gedenkt am Feuer, den von den Germanen geheilig­ten Zeichen, der Feierstunde.

So hatte sich am Abend des 30. April die Hitler- Jugend überall in Deutschland auf Bergeshöhen zu­sammengefunden, um den 1. Mai zu feiern, als den Tag des Erwachens in der Natur. Die Feuer, die alle gleichzeitig angezündet wurden, sollten Zeugnis ablegen von der Einheit und Geschlossenheit der deutschen Jugend. Die Gefolgschaft Lollar war auf dem Mainzlarer Sportplatz aufmarschiert. Während die Flammen zum Himmel emporloderten, wies .Gefolgschaftsschulungsleiter W. Müller in einer kurzen Ansprache daraufhin, daß sich eine Jugend versammelt habe, die nicht unterscheide zwischen Arbeiter, Bauer und Bürgern, sondern die nur Kameraden und deutsche Volksgenossen kenne. Die Hitlerjugend, so fuhr er fort, betrachte es als ihre Aufgabe, die Volksgemeinschaft und Kameradschaft in ihren Reihen zu verwirklichen und Männer heran- aubilbcn, die fähig und würdig seien, dereinst das dritte Reich zu führen. Nach der Verlesung der Bot­schaft des Reichsjugendführers folgte die Toten­ehrung. Aus allen Richtungen erschallten die Namen der 21 Hitlerjungen, die im Kampf um Deutschland fielen, und denen es nicht vergönnt war, die neue Zeit mitzuerleben. Die Versammelten ehrten ihre Toten durch eine Minute des Schweigens. Trommel­wirbel und das Lied der Hitlerjugend beschlossen die Feier. H. P.

Gefolgschaft 2 Großen-Buseck.

Abendruhe ist in dem Dorfe eingekehrt. Eine Kolonne schweigender Hitlerjungen zieht hinaus auf einen, nahe dem Dorfe gelegenen Berge. In einem Rechteck steht das junge Deutschland um den Holz­stoß herum, um den 1. Mai zu feiern. Alles auf­rechte und zukunftsfrohe junge Menschen. Ein HI.- Lied schallt in das Dunkel der Nacht hinein. Die

Flammen des Holzstoßes schlagen zum Himmel em­por und werden von dem warmen Frühlingswind fortgetragen. In weiter Ferne sieht man am Hori­zont den Feuerschein von Maifeuern unserer ande­ren HJ.-Kameraden. Während die Flammen hoch emporschlagen, steht der Unterbannführer Schneider inmitten des Kreises nahe dem Feuer und beginnt zu sprechen. Seine kurzen, klaren Sätzen springen in die Reihen der lauschenden Jugend und was er sagt, das fühlt ein feder dieser jungen Menschen, die Meinung der neuen deuttchen Jugend, die Sprache der Zukunft. Die Volksgemeinschaft ist zwar äußerlich hergestellt, aber die Jugend ist heute bereit, sie auch innerlich zu verwirklichen. Es wird der Hitlerjugend ihre yöchste und größte Aufgabe sein und bleiben, den Kastengeist und Klassenkampf der.seither in dem deutschen Volke in großem Maße herrschte, ganz auszutreiben. Wir, die Hitlerjugend, so fuhr er fort, unterscheiden nicht Arbeiter, Bauer und Bürger, sondern wir kennen nur Kameraden und deutsche Volksgenossen. Wir kennen nur ein Volk, einen Führer und eine Jugend.

Nachdem der Gefolgschaftsführer Schwalb' die Bot­schaft des Reichsjugendfüyrers verlesen hatte, folgte die Ehrung unserer toten Kameraden, die im Kampf um Deutschland für uns gefallen sind. Alles steht still. Dumpfer Trommelwirbel ertönt die Fahnen der HI. senken sich. Aus allen Himmels­richtungen hört man die Namen der 21 Märtyrer der HI. aufklingen. Trommelwirbel eine Mi­nute des Schweigens.

Mit dem Kampflied der HitlerjugendVorwärts, vorwärts" und einemSieg-Heil" auf Führer und Reichsjugendführer wurde die Feier beschlossen.

E. V.

Gefolgschaft 4 Grünberg.

Dumpf und schwer dröhnt der Marschschritt schwei­gender Kolonnen auf den Straßen. Dumpf und schwer hallt es wider von den Häuserfronten. Deut­sches Jungvolk und Hitlerjugend ziehen hinaus in den warmen Frühlingsabend, der Abend vor dem 1. Mai.

Auf dem Berge draußen vor der Stadt zeichnet ein letzter Schein die Umrisse eines mächtigen Holz­stoßes an den abendlichen Horizont.

Und dann stehen sie im weiten Ring um den Holz­stoß herum. Trommelwirbel und ein trotziges Lied

Sus den fungen Kehlen schmettern tn die Nacht hin­aus.Flamme empor!" Prasselnd schießt eine Flammengarbe auf. Nun flackern auch da und dort schließlich überall am Horizont Feuer auf. Das sind die Flammenzeichen der Jugend, die hinausleuchten in einen neuen Mai. Sie leuchten und winken in dieser Nacht von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt und immer weiter durch das ganze Land bis auf die entfernteste Grenze.

Allmählich sinkt die Flamme mehr und mehr ab, und die Stimme des Sprechers übertönt das schwä­cher werdende Geprassel des brennenden Holzstoßes. Die Stimme malt, von Trommelwirbel begleitet, in die rote Loh der Vision dreier Totenheere: Die Gefallenen des Weltkrieges, die Märtyrer der NSDAP, und SA. und die Blutzeugen der Hitler­jugend, deren 21 unsterbliche Namen aufklingen

und vom Frkihlttigswlnd fortgewtzht werden. Und weiter spricht die Stimme vom neuen Mai der Natur und vom Mai des Volkes, bis schließlich, während im verglimmenden Feuer die letzten RestK eines von der revolutionären Jugend leidenschaft­lich bekämpften Spießertums symbolisch verbrennen, jugendlich begeistertesSieg-Heil!" erschallt.Vor­wärts, vorwärts." Das mutvolle Kampflied der HI. braust auf. Dann Trommelwirbel und Kommandos. Die Kolonnen ordnen sich und marschieren wieder hinab in die Stadt zurück.

Nur eine schlichte Feier der Jugend zu Ehren und als Auftakt zum 1. Mai, wie sie wohl zu hunderten sich zugetrogen haben, aber trotzdem eine Offen­barung des vorwärts gerichteten Zeitgeistes, der siegreich sein wird, solange er die Jugend als Vor­kämpfer hat. R. G.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

<£ Wißmar, 5. Mai. Am Feiertag der nationalen Arbeit war unser Ort überall mit Hakenkreuzfahnen und frischem Grün festlich geschmückt. Am Morgen hörte die Jugend die Uebertragung von Berlin, am Nachmittag bewegte sich ein großer Festzug durch den Ort. An der Spitze des Zuges marschierte die SA., ihr folgte eine stattliche Fahnengruppe, auf vier Feftwagen zeigten die Landwirtschaft und das Handwerk ihre berufliche Tätigkeit. Auf dem Adolf Hitler-Platz hielt Stützpunktleiter Haibach eine eindrucksvolle Ansprache an die Menge, in der er das frühere System und den Stand von heute einander gegen­überstellte und dabei die Aufbauarbeit im Dritten Reich gebührend hervorhob. Die Rede schloß mit begeistertem Sieg-Heil auf den Führer. An­schließend wurde Die Uebertragung der Rede des Führers aehört. Danach folgte frohgeftimmtes Volksfest, bei dem Jung und Alt viel Freude er­lebten.

(D Krofdorf, 8. Mai. Auf Anordnung der ßanbe&gruppe. Frankfurt des R e i ch s l u f t schütz-

bundes sind die bisherigen Ortsgruppen Krofdorf- Gleiberg, Vetzberg, Rodheim-Bieber und Fellings­hausen vereinigt worden mit dem Sitz der Führung in Krofdorf (Leiter: Apotheker Habich). Unter­gruppenführer sind: in Vetzberg Lehrer Bürbach, in Rodheim-Bieber Bürgermeister B e p le r und in Fellingshausen Bürgermeister Wagner. Bis zum Herbst gedenkt man die Unterrichtung der gesamten Bevölkerung in Luftschutzfragen durchzuführen.

p. Bieber, 4. Mai. Am Feiertag der nationalen Arbeit nahm untere Bevölke­rung starken Anteil. Vormittags wurde die Fahne an Der höchsten Stelle der Schlierbach'schen Stein­brüche gehißt, wobei Stützpunktleiter Lerch eine Ansprache hielt. Anschließend-fand die Kundgebung der Jugend im Schulhofe statt, wo Pg. Lerch abermals sprach. Die Hissung der neuen Schul­fahne und Gedichtvorträge bereicherten die Stunde. Nachmittags fand auf dem Schulhofe Feldgottes­dienst statt, bei dem Pfürrer V ö m e l die An­sprache hielt. Anschließend sprach noch Pa. Lerch. Sodann wurde die Rede des Führers gehört.

Rodheim a. d. Bieber im Zeichen des Kyffhänserbunbes.

<£ Rodheim a. d. Bieder, 6. Mai. Alle Miesmacher und Skeptiker haben einen argen Rein- fall erlebt: Der Wettergott ist mit den alten Fah­nen! Herrlich strahlt die Sonne auf das Meer von Fahnen, das heute dem Straßenbhld unseres Dor­fes den Stempel des Festtages aufdrückt. Alle Häu­ser finb festlich geschmückt, Ehrenpforten grüßen die Kameraden von nah und fern, die zu Fuß, mit dem Bieberlieschen, per Autobus ufw. nach Rodheim kamen, um hier die erhebende und unvergeßliche Stunde der Weihe der neuen Kyffhäu- serbundesfahnen der Kreisgruppe' Wetzlar des Kyffhäuserbundes rnitzuer- leben und frohe Stunden echter alter Frontkame­radschaft zu verleben.

Um 10 Uhr begann im Denderschen Lokale

die Iührertagung

die geleitet wurde von dem verdienstvollen Führer der Kreisgruppe Major d. R. a. D. Schütz (Wetz­lar). Die Tagung wies ein außerordentlich reichhal­tiges Programm auf und konnte angesichts der kurz der zur Verfügung stehenden Zeit nur mit Mühe und Not zu Ende geführt werden, lieber die wich, tigsten Beschlüsse wird später noch zu berichten sein.

Anschließend an die Tagung fand Essen- ausoabe statt, pro Portion würzig duftender Ersensuppe ä laKüchenschrnor" 50 Reichspfen­nige. Mancher bemooste Krieger schlich sich nach dem zweiten Schlag" und dachte vielleicht voll Weh­mut an die Zeit, wo ihm derzärtliche Küchenchef" den erflehten zweiten Hieb mit der Schöpfkelle schmackhaft machte.

Inzwischen stauten sich in den Straßen die Mas­sen. Alte Kameraden feierten langersehntes Med er­sehen. Grüße wechselten herüber und hinüber, Kriegserinnerungen wachten auf und wurden aus­getauscht, dem schmachtenden Gaumen wohltuende Labuna dargeboten. Dann riefen die Trommeln zum Antreten. Auf dem festlich hergerichteten Schulhofe sollte

die feierliche Bannerweihe

vor sich gehen. Um 14 Uhr mar der geräumige Schulhof bis zum letzten Platz gefüllt. In liefen- kolonnen angetreten, nahmen die Vereine vor dem Portal, das als Tribüne hergerichtet war, Aufstel­lung, in langgestreckter vorderster Linie die noch verhüllten neuen Bundesfahnen, links und rechts vom Portal Spielmannszug (aus Wetzlar) und Musik (SA. - Reserve aus Gießen) und Ehrenkompanie unter Gewehr. Wie eine Mauer stand die Menge in Achtung, als Lt. Dr. Witte (Wetzlar) dem Kreisführer Meldung erstattete und die Feierlichkeit ihren Anfang nahm.

Sie wurde eröffnet durch F e l ü g o 11 e s d i e n st, in dem der Ortsgeistliche, Pfarrer V ö m e l, der Kamerad zum Kameraden sprach und Gottes Segen auf die neu zu weihenden Fahnen heraberflehte. Der Gottesdienst klang aus in dem ChoralIch bete an die Macht der Liebe".

Dann betrat der Kreisführer Major d. R. a. D. Schütz (Wetzlar) das Rednerpult, um. die Weihe der neuen Bundesbanner vorzunehmen. Seine von echtem Soldatengeist getragenen und durchdrunge­nen Ausführungen waren allen ehemaligen Front­soldaten aus dem Herzen gesprochen, zumal der Redner Worte fand, wie man sie selten hört. Er führte etwa aus, daß in den Jahren nach dem gro­ßen Kriege die Frontgeneration, zunächst noch unter der im Frontleben ihr anerzogenen Bescheidenheit stehend, im Hintergründe stand, später vielfach übersehen, immer unbeirrt den soldatischen und kameradschaftlichen Geist sich zu erhalten wußte. Nicht Militarismus war und ist es, was im deut­schen Volke lebte und auch noch lebt, sondern der Deutsche ist Soldat. Besondere Pflegestätten der »Kameradschaft, der Opfevbereitschast war sowohl nach dem siegreichen Kriege von 1870/71, wie auch nach dem Weltkriege der Kysfhäusevbund. Der deutsche Frontsoldat hat auch die deutsche nationale Revolution gewollt und begrüßt. Die Frontgene­ration, die sich im Kyffhäuserbund sammelt, fühlt sich mit dem deutschen Volke und seinem großen Kanzler verbunden, der unser Mitkämpfer und Frontkamerad war. Wir stehen zu ihm und halten ihm die Treue, die Frontsol­datentreue. Heute wollen wir unsere neuen Banner weihen. Nicht, daß wir unsere ehrwür­digen alten Banner verachten wollen. Sie sind und bleiben uns heilig. Aber sie sind in ihrer Verschie­denartigkeit Abbild des einst so verschieden gearte­ten alten Deutschland, während unsere neue ein­heitliche Fahne dem einheitlichen, geeinten neuen Deutschland entspricht. Sie sind uns geschenkt durch den Opfergeist der Kameraden, deshalb uns be­sonders wertvoll.

Als die Hüllen fielen, die neuen Fahnen unter dem Präsentier mansch sich hoben, da schlugen die Soldatenherzen einen Taktschlag schneller. Der Kreisführer weihte die Fahnen mit folgenden Wor­ten:Ihr Fahnen, ich weihe euch im Glauben an Deutschland, ich weihe euch im Geiste deutschen Kriegertums und deutschen Soldatentums, ich weihe euch mit Gott für unfern großen Führer und unser deutsches Vaterland. Zum Zeichen, daß ihr geweiht seid, schmücke ich euch mit dem hoffnungsvollen (Brün unseres deutschen Waldes!" Mit den Wor­ten:Das erste Gedenken mit den neuen Fahnen gilt unseren Reichspräsidenten und unferm Führer", forderte der Redner die angetretenen Kameraden auf zu einem begeistert aufgenommenen Sieg-Heil, worauf die Nationalhymnen gesungen wurden. Damit war der Weiheakt beendet.

Es folgte noch die Verleihung von zwei Krieger- vereins-Ehrenkreuzen 1. Klaffe und 13 Kreuzen 2. Klasse an verdiente Kameraden, sowie einiger Jubiläumsabzeichen. Die Namen der Dekorierten werden wir später melden.

Anschließend Aufstellung zum Festzug. An der Spitze die hiesigen SA.-Formationen, Spielmanns­zug, Musik, Ehrenkompanie, Führerstab, Dekorierte,

UnserZiel,der Allgemeinheitzudienen

DEUfMHCB

Krahn & Comp., Gießen, Frankfurter Straße 82.

entspricht der jahrzehntelangen FORD-Tradition. Unsere neuen, aus deut­schem Material und mit deutschen ArbeitskrSftenher gestellten Wagentypen bieten ein Höchstmaß an Wirtschaftlichkeit, Leistung u.Prelswürdigkeit.Unsef straff organisierter Kundendienst sichert Ihnen alle erdenklichen Vorteile.

Wir bauen: 1 Liter 21 PSVOLKSWAGEN" RM 1990.

ModeMKÖLN" 1 Liter 21 PS ModellRHEINLAND" 3,24 Uter 50 PS

LAST- und LIEFERWAGEN von 6003300 kg Chassis-Tragfähigkeit.

Die Credlt-A.G. für Ford-Fehrxeuoe finanziert Ihren Ankauf.

2815V