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Nr. 105 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für vderhesien)Montag, 7. Mai 1954
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Obechessischer Appell des ASDW. in Gießen.
Am gestrioen Sonntag hielt der National» sozialistische Deutsche Frontkämpfer» bund (Stahlhelm), Kreisoerband Ober- Hessen, seinen ersten Appell ab. Schauplatz des Treffens war die Provinzialhauptstadt Gießen. Zur Begrüßung der alten Soldaten waren viele Däuser unserer Stadt mit Hakenkreuzfahnen und mit schwarzweißroten Fahnen geschmückt. Dazu brachte arr Vormittag und am Nachmittag eine große Menschenmenge den Formationen des NSDFB. bei den Märschen durch die Stadt großes Interesse entgegen.
Vormittags gegen 9 Uhr marschierte ein Ehrensturm mit klingendem Spiel zum Bahnhof, um hier
und Gros, Oberst a. D. K l e i n h a n s, Seine Magnifizenz der Rektor Prof. D. Bornkamm. Nachdem Kamerad Petri dem Kreisverbandsführer Dr Dehner die aufmarschierten Formationen gemeldet hatte, schritt dieser in Begleitung seiner nächsten Mitarbeiter, des Bataillonskommandeurs und der drei vorgenannten Generäle die Front ab. Hierauf nahmen die Fahnengruppen rechts und links von der Feldkanzel Aufstellung, wo sich die Fahnen der Militäroereine bereits befanden. Dann begann der Gottesdienst mit dem Gesang der ersten Strophe des Chorals „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren". Die erste Ansprache hielt der evangelische Militärgeistliche Pfarrer
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Kreisoerbandsführer Dr. Dehner und Ehrengäste schreiten die Front ab.
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den Landesführer abzuholen. Dieser war jedoch — was hier zu spät bekanntgeworden war — durch anderweitige dienstliche Inanspruchnahme am Erscheinen verhindert, so daß die Formation am Bahnhof dem Kreisverbandsführer Dr Dehner gemeldet wurde. Nach dem Abschreiten der Front wurde mit flotter Marschmusik der Marsch zum Oswaldsgarten angetreten. Gegen 9 Uhr war auch ein langer Sonderzug aus Alsfeld und Grünberg angekommen, der viele Abteilungen des NSDFB. »md eine große Menge von Angehörigen aus dieser Gegend brachte. Unter den Klängen ihrer Kapellen und Spielmannszüge rückten diese Formationen zum Oswaldsgarten ab.
Auf dem weiten Platz des Oswaldsgarten stellten -sich die Abteilungen, die zum Teil zu Fuß, zum Teil noch in weiteren Sonderzügen hierhergekom- imen waren, zum Marsch nach dem Trieb bereit. Gegen 10 Uhr erfolgte der Abmarsch durch die Neustadt, Bahnhofstraße, Kaplansgasse, Neuenweg, «Gartenstraße, Ludwigsplatz, Kaiserallee zum Trieb. Hier marschierten die Abteilungen zum
Feldgottestienst
ouf der großen Triebfläche neben dem 1900-Sport- platz auf. Als Ehrengäste waren u. a. erschienen das Mitglied der Gauleitung der NSDAP. Pg. B u l l m a n n als Vertreter der Polizeidirektion Gießen, Major und Bataillonskommandeur von Wachter mit mehreren Herren seines Offizierkorps, die Generalmajore a. D. Mohr, Fritz
Unö nun, Ellen?
Roman von Käthe Mehner.
Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.)
Nachdruck verboten.
Erstes Kapitel.
Hinter den kleinen, zierlichen Butzenscheiben, die dem Siedlungshauje das friedlich-romantische Aus- sehen gaben, stand Ellen Ehlers und sah hinaus im den warmen Frühlingstag.
Seltsam. Hier in der Heimat hatte der Frühling doch wenigstens noch etwas von seinem stillen Zauber urfb seiner hoffnungsvollen Ruhe. Oder schien das Ellen Ehlers nur so?
Plötzlich fuhr sie auf. Sie hörte Schritte. Das dlasse, schöne Gesicht der Neunzehnjährigen nahm überraschend den Ausdruck gekünstelter Sorglosigkeit an und wandte sich dem Innern der Stube zu.
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„Du bist doch wohl ein wenig verbittert, Ellen? Sieh einmal, andere werden doch auch abgebaut. Jnb bei uns geht es noch eher, glaube ich, Wie gut, daß ich wenigstens zwei Zimmer an Herrn Öolm vermieten konnte So geht s schon. Die Zinsen für die Hypothek bringt es doch."
„Verbittert, Muttchen?" Ellen Ehlers wandte die Haren Augen voll der Mutter zu und lächelte. , Sieh mal, es ist nur nicht so leicht, sich miteinem Rale untätig zu wissen, nachdem man Jahre hin- burch nichts als Arbeit kannte. Na... es wird schon verden. Verbittert-bin ich Nicht Ich habe ,a auch (leid) einige Bewerbungen geschrieben. 3$. Wicht doch unternommen. Jetzt mache .ch erst nal Ferien "
Ricsttia Gutes! Nur nicht traurig fein! Doch run omm' Wir wollen decken Gleich kommt fierr tostu zu Tisch Hast du etwas dagegen, wenn er au» wettert) n mit uns ißt? Ich war |a immer so «n und Ernst Holm ist wirklich em prächtiger ^°W-"du denkst. Warum sollte ich etwas dagegen mie fd,roer der Mutter damals der ß-nHdMuft aewordcn war, einen fremden Menschen iSL “n*«n zu müssen. Sie selber kannte nn* nicht Sie war ja erst einen Tag zu fÄ und wußte nur, daß Ernst Holm Diplom- iiuaenieur und Betriebsleiter der Automobilwerke Dar, die hier außerhalb der Stadt am Ende der | '<sje" hatte ^die Mutter nie nach dem Alter Ernst tolms gefragt und sich eine eigene Vorstellung über den Untermieter gemacht.
Nun, da er vor ihr stand, war Ellen überrascht. Ernst Holm mochte kaum dreißig Jahre zahlen.
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Ausfeld auf Grund des Briefes an die Römer Kap. 8, Vers 31 und 32: ,Zst Gott für uns, wer mag wider uns fein". Die Feldpredigt schloß mit dem Vaterunser und dem Segen. Nach dem Choral „Wachet auf ruft uns die Stimme" sprach der katholische Pfarrer Dr. H e m m e s. Mit dem Choral „Großer Gott wir loben dich" fand der Gottesdienst feinen Abschluß. Die Choralmusik stellte die Gießener Stahlhelmkapelle.
Im Anschluß an die Predigt formierten sich die Kolonnen zur
Parade.
Der Aufmarsch und der Vorbeimarsch standen unter dem Kommando des Kameraden Petri, den Vorbeimarsch nahm der Kreisverbandsführer Dr. Dehner ab, bei dem auch die Ehrengäste Aufstellung genommen hatten. In strammem Paradeschritt zogen die Formationen noch den Klängen der schneidigen Märsche vorüber. Damit schloß die Veranstaltung auf dem Trieb. Für die auswärtigen Kameraden wurde dann Feldküchenverpflegung auf dem Trieb ausgegeben.
Gegen 15 Uhr versammelten sich die feldgrauen Kolonnen auf Oswaldsgarten, um von hier aus den Morsch durch die Stadt zur Volkshalle, anzutreten. Die Kolonnen marschierten vom Oswaldsgarten durch die Neustadt, Bahnhofstraße, Liebigstraße, Frankfurter Straße, Seltersweg, Neuenweg, Neuen Bäus, Gartenstraße, Ludwigs-
„Diplomingenieur Holm", hatte er sich mit Betonung seines akademischen Titels oorgestellt.
Ellen Ehlers fand das einigermaßen belustigend. Doch das Lächeln, das dieses kleine Intermezzo unbewußt bei ihr auslöste, erweckte den Eindruck angenehmster Ueberraschung bei Ernst Holm.
„Haben Sie schon Pläne für die Zukunft, gnädiges Fräulein? Ich meine bezüglich einer neuen Stellung?"
„Pläne?" Unwillkürlich wiederholte Ellen das Wort und sah mit ihren großen blauen Augen auf ihr Gegenüber.
„Die Zeit ist nicht danach, Pläne zu schmieden, Herr Holm! Zunächst heißt es abwarten. Hoffnungen freilich. Doch Hoffnungen sind Träume, aus denen man schnell erwacht, und dann kann man bitter enttäuscht werden."
„Nun, so ganz trübe sehe ich das denn doch nicht. Ich glaube bestimmt, daß es mir leicht fallen würde, Sie irgendwo zu placieren. Ich habe eine Anzahl Bundesbrüder in der Stadt, die sämtlich in leitenden Stellungen sitzen, und würde gern ein Wort einlegen, wenn Sie es gestatten!"
,Das würden Sie tun, Herr Holm?" Die Freude von Frau Ehlers perlte überschnell in die Unterhaltung. „„„ .....
Merkwürdig! Ellen ersehnte die Möglichkeit einer baldigen Wiederbeschäftigung wohl, und doch lehnte sie mit einem verbindlichen Lächeln ab
Ernst Holm hatte eine Art zu sprechen, die an gewisse Lebemänner erinnerte. Ganz instinktiv warnte das junge Mädchen etwas vor diesem Menschen.
„Wie Sie denken. Gnädigste! Noch haben Sie den unbeweglichen Optimismus der Jugend auf Ihrer Seite. Doch ich glaube, jetzt ist es fast umgekehrt, Sie sehen die heutigen Zeitverhältnisse leichter als ich. Ich stehe doch immerhin in leitender Stellung eines bedeutenden Werkes und habe daher einen gewissen Ueberblid. Na, es war nur gut gemeint meinerseits. Mir ist klar, daß Sie ohne Verbindung kaum wieder unterkommen werden. Ich weiß. Sie haben sich beworben. Doch hoffen Sie nicht auf Bewerbungen..."
Fast drohend klangen die letzten Worte, die Ernst Holm warnend in das zaghafte Herz von Frau Ehlers senkte.
„Entschuldigen Sie meine Tochter bitte, Herr Holm! Sie ist wohl noch zu unerfahren. Mir selbst würden Sie einen großen Dienst erweisen, wenn Sie ..!"
Ernst Holm, der kein Auge von Ellen gelassen hatte, unterbrach die ängstliche Hausherrin.
„Mit dem größten Vergnügen, Frau Ehlers! Ich weiß zudem, daß Ihrem Fräulein Tochter jede Absicht, meine Hilfe abzuschlagen, fern liegt. Es ist ja alles nur die natürliche Reaktion auf die plötzliche Daseinsveränderung."
„Möglich!" gab Ellen kurz zurück und bemühte sich, während der übrigen Zeit des Essens Ernst Holm mit zuvorkommender Freundlichkeit zu be-
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Feldgottesdienst: Ganz rechts Kreisverbandsführer Dr. Dehner: dann nach links hin: Generalmajor a.2). Mohr, Major und Bataillonskommandeur o. Wachter, Generalmajor a.D. Fritz, Generalmajor a.D, Gros, Oberst a.D. Kleinhans; NSDFB.-Kam. Petri, Hauptmann von H e r f f, Hauptmann Hofmann, Oberleutnant Voigtsberger.
platz, Kaiser-Allee zur Dolkshalle. Auf dem Marsche bekundeten große Menschenmengen ihr starkes Interesse an den alten Frontsoldaten durch aufmerksame Besichtigung des Zuges. Die Formationen zogen in guter Marschordnung der alten Soldaten ihres Weges und machten allenthalben einen vortrefflichen Eindruck.
Mittlerweile hatte sich in der Volkshalle bereits eine große Menschenmenge eingefunden, um dem
Festakt
beizuwohnen. Die Volkshalle war nach der Ankunft der Marschkolonnen bis auf den letzten Platz besetzt. Nach dem feierlichen Einzug der Fahnengrup
pen, bei dem die Menge die Fahnen mit dem Hitler» grüß ehrte, entbot Kamerad Platho im Namen des Kreisoerbandes Oberhessen des Nationalsozialistischen Deutschen Frontkämpferbundes (Stahlhelm) der großen Versammlung herzlichen Willkommensgruß. Sein besonderer Gruß galt den Ehrengästen, u. a. dem Mitglied der Gauleitung der NSDAP. Pg. B u 11 m a n n als Vertreter der Polizeidirektion Gießen, den Generalmajoren a. D. M o h r, Fritz und Gros, Oberst a. D. Kleinhans, Major und Bataillonskommandeur von Wachter und mehreren Offizieren des Bataillons sowie Vertretern des Unteroffizierkorps unserer Garnison.
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Der Vorbeimarsch der Gießener Fahnengruppe bei der Parade.
handeln, die dieser sich allerdings wieder auf feine Art auslegte.
Als er sich endlich zum Dienst erhob, summte er schon draußen hinter der Gartentür leise vor sich hin.
„Verdammt nettes Kerlchen, die filia hospitalis! Nett! Noch ein wenig dumm und stolz. Doch das legt sich, wenn die Not mit gebieterischer Strenge an die Speisekammer klopft. Noch bin ich derjenige, der euch euer Haus halten hilft. Niemand würde hier draußen in der Einöde zwei Zimmer mieten."
Mit seinem breiten Seemannsgange schritt er dicht an der breiten Autostraße, die ins Thüringische führte, dahin und verschwand bann in dem großen Tor der Werke.
Wie dumm, daß er auch gerade an dem Abend die Unterredung mit Olaf Olsen hatte!
Den ganzen Nachmittag war er in heiterster Stimmung und fuhr dann vom Dienst aus in die Stadt.
In dem kleinen Cafö der Altstadt schritt er durch den schmalen Gang auf einen einsamen Herrn zu.
„Sie kommen spät, Holm! Bitte ..."
Der große blonde Holm sah auf fein Gegenüber und bewunderte im stillen das gepflegte Aeußere des Dänen, der in jeder Geste, in jeder Haltung ganz und gar Gesellschaftsmensch mar.
„Was wollen Sie von mir, Doktor?"
„Arbeit, Holm! Nichts als Arbeit. Machen Sie nicht ein so verächtliches Gesicht!"
Holm lachte breit.
„Ich habe es heute eilig — die schöne Tochter meiner Wirtin ist heimgekommen. Also, fassen wir uns kurz, Doktor!"
Der sah Holm ernst an. „Für Abenteurer wie Sie können die Frauen leicht zum Verhängnis werden, Holm! Ich warne. Lachen Sie nicht. Kein Scherz."
„Und Sie selbst, Olsen?"
„Ich bin Großindustrieller."
„Durch bezahlte Werkspione!" scherzte Holm frech.
Der andere überhörte bas geflissentlich.
„Der Coup mit ben Autowerken gelang gut und hat Ihnen noch die Stellung als Betriebsleiter ein» gebracht, Holm! Aber... jetzt gilt es, mehr zu verdienen."
Holm zuckte auf. Wie mit seltsamer Magie bannte ihn das Wort „Verdienen". Jetzt war er ganz Ohr.
Geld brauchte er immer, und jetzt... er dachte an Ellen Ehlers und deren trostlose Lage ... erst recht.
„'raus mit der Sprache, Doktor!"
„Also... es handelt sich um das Entgiftungsverfahren des Leuchtgases. Ich habe vorerst noch friedliche Verhandlungen. Das heißt, ich will beim Erfinder selber ergründen, ob die Sache tatsächlich bereits spruchreif ist. Sie hören bann noch von mir."
Holms Gesicht zeigte glatte Enttäuschung.
„Dazu brauchten Sie mir wahrhaftig nicht bie kostbare Zeit zu nehmen, bie ich besser in Gesellschaft meiner filia hospitalis verbracht hätte."
Holm war es ernst mit biefer Meinung. Der anbere ignorierte sie, zog statt dessen seine Brieftasche.
„Ich glaubte, Sie brauchten einen kleinen Vorschuß; aber offenbar reicht jetzt endlich einmal Ihr Verdienst."
Holm reichte lächelnd die Hand über den Tisch.
„Gehen Sie nur... auf mich ist Verlaß. Also, wann höre ich ...? Und ... was wird verdient?" „Einverstanden!" Holm hatte sich schon erhoben, strich das Geld ein und ließ seine Eile, zum Erstaunen des Dänen, deutlich merken.
Eine knappe Stunde später stand Holm daheim auf der Veranda des einstöckigen Siedlungshauses und blickte in den abendlichen Garten, in dem Ellen der Mutter gießen half.
Blumenschön in ihrem buntgestreiften Leinenkleid, dessen kurze Aermel die ebenmäßigen Farmen der weißen Arme blendend freigaben, schritt Ellen Ehlers, unbekümmert um den Mieter, durch Beete von blühenden Nelken und buntfarbigen Stiefmütterchen.
„Die Arbeit des Gießens können Sie sich sparen, Frau Ehlers! Wir werden Regen bekommen. Sehen Sie doch, wie sich die Abendsonne so milchig im Asphalt der Straßen drüben spiegelt", sagte Holm von der Veranda herüber.
Er hatte kurz vor seinem Weggang aus der Fabrik die Wettermeldungen durch das Radio abgehört. Nun prahlte er auf feine Art, als verstände er sich tatsächlich auf Prophezeiungen.
Er zog den hellgelben Gürtel feiner Sporthose enger und warf einen wohlgefälligen Blick über das blütenweiße Leinen seines Sporthemdes.
„Meinen Sie wirklich?" fragte auch Ellen zurück, die auf der Mutter ausdrücklichen Wunsch sich freundlicher als am Mittag gegen den Mieter einzustellen beabsichtigte.
„Unbedingt, gnädiges Fräulein! Auf einen Mann von der Waterkant können Sie sich wenigstens in bezug auf das Wetter eine Prophezeiung gefallen lasten.. auf Arbeitsaussichten haben Sie sie ja wohl abgewiesen."
Ernst Holm war die Treppe hinuntergeschritten und stand nun lachend neben Ellen.
„Sie können es mir also nicht vergessen, Herr Holm? Auch nicht, wenn ich mich nachträglich noch einmal entschuldige?"
Die grauen scharfen Augen Holms blinzelten. Sein etwas breiter Mund verzog sich sekundenlang. Sofort aber war er wieder beherrscht.
„Ich wüßte nicht, daß ich Ihnen schon jemals böse gewesen wäre... oder überhaupt sein könnte."
„Jemals? Wir kennen uns doch kaum einige Stunden! Und die Zukunft wird Sie anders denken lehren, Herr Holm! Ich bin durchaus nicht so leicht genießbar!"
(Fortsetzung folgt.)


