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Der schlesische Stellmachergeselle grübelte eine Zeit­lang vor sich hin und gab dann seinem Kollegen einen Rippenstoß.Wie wär's, wenn wir zusam­men ein riesiges Wagenr-ad bauen und noch Berlin rollen würden?" Gesagt, getan. Die beiden machten sich sofort an die Arbeit und bauten einRadvon 2,40 Meter Durchmesser. Als das Werk beendet war, rollten sie das Rad von Bad Warm­brunn nach Berlin. Manchmal schien es, als ob sie den Mut verlieren würden, denn es war keine leichte Arbeit, das schwere Rad über die holprigen Landstraßen zu rollen. Aber wenn der eine mutlos wurde, flöhte ihm der andere neue Kraft ein. Und so kamen sie endlich glücklich in Berlin an, nachdem sie neun Tage lang marschiert waren. Die beherzten Handwerker haben mit dem Rad und mit hundert­fünfundzwanzig Kilogramm Gepäck insgesamt 300 Kilometer zurückgelogt. Wie's eben kommt: der eine schlägt sich, der andere rollt sich durchs Leben.

Berlin am Wasser.

In den letzten Tagen hatten die Berliner Vorort­bahnen Mühe, den riesenhaften Verkehr zu bewäl­tigen. Am vergangenen Sonntag ist eine Armee von Berlinern in Een Frühling marschiert, ausge­rüstet mitStullen", gemahlenem Kaffee und Ther­mosflaschen. Zn Werder häuften sich schon die ersten Obstleichen.Die Lokale in der Havelaegend, weit und geräumig wie eine unübersehbare Arena, sind voll- aepropft von Menschen. Wie ein Kellner vom äußer­sten Ende bis zum andern das Bier herbeischleppen müßte, würde es warm ankommen: so groß sind diese Lokale. Die Kellner servieren den Kaffee mit einem Lächeln, als ob sie sagen wollten: prima Frühling gefällig? Kaffee mit Kuchen, einem mil­den Frühlingslüftchen und dem sanften Geplätscher der Wellen, das sind die Dinge, nach denen sich die Berliner Familien sehnen. Wenn es finster wird, erhebt sich auf den Straßen ein Höllenlärm. Kara­wanen wandernder Familien, Hupen von rasenden Autos, ohrenbetäubendes Geknatter von Motor­rädern, jubelnde Kinderstimmen, Scherzen und Lachen: alle diese Laute vereinigen sich zu einer brausenden und verwirrenden Frühlingssymphonie.

Buntes Allerlei.

Oer Kampf mit dem Wolf.

Die Hirten des herdenreichen Balkans müssen im­mer darauf gefaßt sein, die ihrer Obhut anver­trauten Tiere gegen gefährliche Raubtiere verteidi­gen zu müssen. Aber zumeist gelingt es ihnen, die Räuber durch Rufe und Drohungen zu verscheuchen. Um so mehr ist der Mut und die Standhaftigkeit eines jungen Hirten aus Solveo in Südserbien, des erst 15jährigen Jdris Aslan, anzuerkennen, der sich in einen erbitterten Kampf mit den Bestien

einließ, in dem er trotz schweren Verletzungen das Feld behauptete. Als er die Ziegenherde feines Va­ters von der Weide nach Haufe trieb, wurden drei der Tiere von einem blutdürstigen Wolf getötet. Jdris schlug mit seinem Stock wütend auf den Räu­ber ein, der sich nun gegen ihn wandte, ihn anfiel und ihm sofort schwere Verletzungen im Gesicht und an den Händen zufügte. Trotz dieser schweren Verletzungen überließ der Knabe dem Wolf nicht das Feld, sondern schlug weiter auf ihn, fortwäh­rend laut um Hilfe rufend. Sein älterer Bruder kam ihm aus dem Haus mit einer Axt zu Hilfe, aber nunmehr wurde dieser von dem reißenden Wolf angegriffen. Obwohl Jdris über und über von Blut überströmt war, stand er nun seinem Bruder bei. Erst nach längerem Kampf gelang es den beiden, den Wolf durch einen gewaltigen Schlag auf den Kopf, der seinen Schädel zertrümmerte, zu töten. Die beiden Brüder mußten ins Krankenhaus gebracht werden, aber das ganze Dorf nimmt an ihrem Schicksal Anteil und freut sich darauf, die beiden Helden, vor allem den jungen Jdris, bei seiner Rückkehr ins Dorf nach feiner Gesundung gebührend feiern zu können.

Gemälde auf Briefmarken.

In den Vereinigten Staaten trägt man sich mit dem Gedanken, Briefmarken mit einem der be­rühmtesten Bildnisse ihres Malers und Graphikers James Mc. Reill Whistler herauszugeben. Man denkt an die schöne Studie von seiner Mutter, die ganz in grau und schwarz gehalten ist. Dieses Kunstwerk ist zwar Eigentum des Louvre in Paris, befindet sich aber seit einiger Zeit als Leihgabe im Besitz des Metropolitan-Museums in Neuyork. Die Absicht der Amerikaner hat jetzt auch in den Kreisen französischer Kunstsachverständiger und Briefmarken - Kenner den Wunsch rege werden lassen, daß die französischen Marken ebenso den Ruhm der Kunstschätze von Paris in alle Welt trage. In einer neuen Serie hat man bereits eine Reihe kennzeichnender Landschaftsbilder gewählt und möchte nun die Kunst sprechen lassen. Der Louvre besitzt so viele Meisterwerke, daß es nicht schwer fallen wird, eine Gruppe hervorragender Vorwürfe zu finden, so z. B. das schöne Bildnis der Mona Lisa. Man ist sich jedoch darüber klar, daß es nicht ganz einfach sein würde, diese Meister­werke in einer würdigen Weise wiederzugeben. Die Fachleute haben verschiedene Ansichten. Die einen glauben, daß Frankreich seine Kunstschätze auf diese Weise weltbekannt machen sollte, während die anderen die Auffassung vertreten, daß man von diesem Vorhaben lieber Abstand nehmen sollte, weil die Wiedergabe eines Meisterwerkes auf einer Briefmarke nur einen sehr unzulänglichen Eindruck der Gemälde vermitteln und deshalb keineswegs werbend wirken würde.

Wirtschaft.

Allgemeine Belebung des ganzen deutschen Inlandsgeschäftes im April.

Während in den Vormonaten eine mehr oder weniger saisonbedingte Frühjahrsbelebung der einzelnen Wirtschaftszweige zu verzeichnen war, hat der Monat April, wie in denWirtschafts- Nachrichten" auf Grund von Berichten der deut­schen Industrie- und Handelskammern, Hand­werkskammern und Wirtschaftsverbände fest- gestellt wird, eine generelle Belebung im ganzen Znlandgefchäft gebracht. Die Regierungsmaßnah­men und -aufträge wirken sich weiter günstig aus.. Das Auslandgeschäst allerdings hat noch keinen Um­schwung aufzuweisen. Der Kohlenbergbau hat ttotz der vorgeschrittenen Jahreszeit den Stand des Vor­monats gut gehalten. Nur im Braunkohlenbergbau machte sich ein Rückschlag bemerkbar. In der Groß- eisenindustrie ist eine weitere Belebung und Festi­gung der Beschäftigungslage festzustellen. Die Auf­nahmefähigkeit des Jnlandmarktes hat zugenom­men. Ein sehr günstiges Bild zeigt die Automobil­industrie. Auf dem Metallmarkt herrscht lebhafte Nachfrage bei festen Preisen, insbesondere nach Alt­metallen. Günstige Entwicklung in Auftragsertei­lung und Beschäftigung meldet die elektrotechnische Industrie. Normal entwickelte sich die Textilindu­strie. Der Holzmarkt war belebt, insbesondere hat Ostpreußen über eine lebhafte Geschäftslage berichtet. Der Getreidemarkt ist unverändert, ebenso di-e Nah­rungsmittelindustrie. Der Verkehr auf den Wasser­wegen litt teilweise unter dem schlechten Wasser­stand, unter der trockenen Witterung und der damit verbundenen Einschränkung der Abladetiefe für die Bergfahrt. Der Hamburger Hafenverkehr hat eine nicht unerhebliche Belebung erfahren. Die Börse be­wegte sich in ruhigen Bahnen trotz allgemeiner Ge­schäftsschrumpfung. Der Rentenmarkt war auffällig still. Am Geldmarkt ist nach dem Vierteljahrstermin eine weitgehende Erleichterung eingetreten.

* Dr. ßüer Vorsitzender des Verban­des Mitteldeutscher Industrieller. Auf der ordentlichen Jahres-Hauptversammlung des Ver­bandes Mitteldeutscher Industrieller mit dem Sitz in Frankfurt a. M. legte der bisherige verdienstvolle und langjährige Vorsitzende Dr. Waldemar Braun sein Amt nieder. Auf seinen Vorschlag hin wurde der Präsident der Industrie- und Handelskammer für das Rhein-Mainische Wirtschaftsgebiet, Dr. Carl ßüer, einstimmig von der Mitgliederversammlung zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Frankfurter Börse.

Frankfurter Börse schwächer.

Frankfurt a. M., 5. Mai. Die Börse verkehrte auch am Wochenschluß in schwächerer Haltung, da dem in kleinem Umfange herausgekommenen An­gebot mangels jeglicher Anregung keine Aufnahme gegenüberstand und andererseits die noch laufenden Transfer-Verhandlungen jegliche Unternehmungslust lähmen. Eine gewisse Verstimmung bereitete auch der abermalige Rückgang der Neubesitzanleihe von 15,75 auf 15,13 v. H.

Bei fast vollkommener Stagnation betrugen die durchschnittlichen Verluste von 0,50 bis 1 v. H. Far­benindustrie eröffnete 1 v. H. niedriger, Scheidean- ftalt waren behauptet. Montanwerte wiesen durch­weg Verluste von 0,25 bis 0,75 v. H. auf, nur Har- pener lagen 0,50 v. H. höher. Von Kaliwerten Aschersleben 1,50 v. H. schwächer, Westeregeln 1 v. H. höher. Am Elektromarkt waren AEG. um 1,25 v. H., Schuckert um 1 v. H., Gesfürel um 0,75 v. H. und Siemens um 0,50 v. H. gedrückt. Zellstoff- und Kunstseideaktien verloren bis 0,65 v. H. Von Schiff­fahrtswerten lagen Nordd. ßloyd 1,25 v. H. schwä­cher, Hapag waren 0,25 v. H. gebessert. Holzmann, die bereits gestern abend auf den Dividendenaus­fall gedrückt waren, gaben zunächst um 1 v. H. auf 63 o. H. nach, später gingen sie bis auf 60,50 v. H. zurück. Gement Heidelberg lagen gut behauptet. Im

einzelnen eröffneten Reichsbank 1 v. H., Daimler und Deutsche ßinoleum je 0,25 v. H., Westdeutscher Kaufhof 0,75 v. H. niedriger.

Im Verlaufe hielt die Gefchäftsstille zwar an, doch erwies sich das Kursniveau als widerstands­fähiger. IG. Farben unterlagen Schwankungen 127,50 bis 127,13 bis 127,50 bis 127,25 v. H., AEG. waren 0,13 v. H., Hapag insgesamt 1,50 v. H. hoher, andererseits gaben Klöcknerwerke nochmals 0,75 v. H. nach und von später notierten Werten verloren Accumulatoren Berlin 4,50 v. H. (168,50).

Am Rentenmarkt waren Neubesitz auf 15,25 v. H. erholt, schlossen mit 14.95 v. H. aber matt. Altbesitz blieben wie anfangs 95 v. H., späte Schuldbücher bei 94,25 0,25 v. H. niedriger, 6prozentige Stahlver­eins-Bonds minus 0,50 v. H. Der Pfandbriefmarkt lag uneinheitlich bei Abweichungen von 0,25 bis 0,50 v. H., wobei Abschwächungen überwogen. Preu­ßische Landespfandbrief-Anstalt Berlin aber nach wie vor gut behauptet. Stadtanleihen lagen meist niedriger, besonders Mainzer (77 Id. H.) und 6 v. H. roertbeft. Frankfurt v. 19H6 (76,502 v. H.). Staatsrenten lagen ruhig und unverändert. Fremde Werte hatten nur wenig Geschäft bei kaum verän­derten Kursen. Am Kassamarkt büßten DD.-Bank 1 v. H., Commerzbank 0,50 v. H. ein. Tagesgeld blieb zu 3,50 v. H. unverändert.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 5. Mai. Die savsonmäßig großen Zufuhren hielten an, während der Absatz auch nach dem Monatswechsel keine nennenswerte Belebung aufwies. Billige Sorten sind jedoch laufend gesucht, die Nachfrage wird hauptsächlich mit Bal­

kanware befriedigt. Holländer und Flandern waren kaum am Markt. Die Preise blieben gegenüber der Vorwoche unverändert. Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt a. M.: Deutsche Frisch- eier S 9%, A 9%, B 8% bis 9, C 8 bis 8V2. Bul- garen und Rumänen B 8%.

Frankfurter Buttermarkt.

Frankfurt a. M., 5. Mai. Infolge des zur Zeit stärkeren Frischmilchoerbrauchs haben die An­lieferungen in deutscher Butter eine Verknappung erfahren, auch in ausländischer Butter waren die Zufuhren klein. Daher konnten die ßäger leicht ge­räumt werden, zumal die Nachfrage des Konsums sich in der laufenden Woche erheblich gebessert hat. Die Preise blieben unverändert. (Großhandels-Ein­standspreise per 50 Kilogramm in Mark): Deutsche und holländische Markenbutter 127, feine deutsche Molkereibutter je nach Qualität 123 bis 125.

Frankfurter Schlachwreffmartt.

Frankfurt a. M., 7. Mai. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1244 Rinder (469 Ochsen, 108 Bullen, 341 Kühe, 294 Färsen), 541 Kälber, 31 Schafe, 3716 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 26 bis 36 Mark, Bullen 25 bis 32, Kühe 14 bis 30, Färsen (Kalbinnen) 26 bis 36, Kälber 30 bis 32, Hämmel 37 bis 39, Schweine: al) fette Speckschweine über 350 Pfund ßebend- gewicht 50, a2) Fettschweine über 300 Pfund, gl) fette Specksauen g2) andere Sauen 32 bis 43 Mark. Marktverkauf: Rinder, Hämmel und Schafe sowie Schweine mittelmäßig, Kälber lebhaft.

Oie Bauproduktion an der Spitze.

Jm Tiefbau der Stand von 1929 bereits überschritten.

Die ßage der Bauwirtschaft ist, wie die Deutsche Bau- und Bodenbank in einer Sonderschrift über die Entwicklung der deutschen Bauwirtschaft in 1933 berichtet, im Jahre 1933 durch die Arbeitsbeschaf­fungspolitik der Reichsregierung entscheidend beein­flußt worden. So hat sich die wirtschaftliche ßage des Baugewerbes nach dem außerordentlichen Tief­stand vom ersten Halbjahr 1932 und nach der ersten leichten Erholung vom zweiten Halbjahr 1932 im Berichtsjahr rasch gebessert.

Für das Baugewerbe insgesamt ist der Be­schäftigungsgrad von seinem Tiefstand im Fe­bruar 1932 12,1 v. f). der Arbeitsplahkapa- zität auf 37,6 v. h. im Oktober 1933, also auf das Dreifache gestiegen. Der dann eingetre­tene Rückschlag auf 26,9 v. h. im Dezember war lediglich durch die Witterung bedingt. Im Wärz 1934 sind die Oktoberzahlen bereits beträchtlich Überschritten worden.

Insgesamt ist also der Rückgang in der Beschäfti­gung und in der Produktion während der Winter­monate nur verhältnismäßig schwach und nur von kurzer Dauer gewesen. Im Durchschnitt der drei Wintermonate Dezember bis Februar waren im Baugewerbe über 400000 Arbeiter mehr beschäftigt, als im Winter vorher. Die Zahl der Beschäftigten im Baugewerbe war schon Anfang März dieses Jahres hoher als zum gleichen Zeitpunkt in den Hochkonjunkturjahren 1928 und

1929. Das Jahr 1934 wurde mit einem Bestand von

etwa 70 000 vollendeten Wohnungen begonnen, ge­

gen rund

54 000 im Jahre vorher.

Während in

den

letzten Jahren die Schrumpfung der Bauproduktion erheblich stärker war als die der industriellen Ge­samterzeugung, ist jetzt die umgekehrte Erscheinung eingetreten: die Bauproduktion hat sich rascher ent­wickelt als die industrielle Erzeugung insgesamt.

Die Zunahme der Beschäftigung entfällt vor allem auf den Tiefbau, in dem Anfang dieses

Jahres bereits die Befchäftigungszahlen des

Hochkonjunkturjahres 1929 überschritten worden

sind.

Im Jahre 1932 war der Anteil der Bauproduk­tion an der industriellen Produktion auf nur 6 v. H. gesunken. Für 1933 wird dagegen der Anteil wieder auf fast 8 v. H. berechnet. Insgesamt wird der Bruttowert der baugewerblichen Produktion für das Jahr 1933 auf 3,1 Milliarden Mark geschätzt, gegen nur 2,2 Milliarden Mk. im Jahre 1932.

Die kräftige Steigerung entfällt fast ausschließ­lich auf den öffentlichen Bau, der auch die durch die Arbeitsbeschaffungsprogramme geförderten Tiefbauarbeiten umfaßt. Die Produktion wird hier auf 1,7 Milliarden Mk. geschätzt, gegen 0,9 Milliar­den Mk. im Vorjahre; sie ist also fast auf das Dop­pelte gestiegen. Dagegen war der Wert des gewerb­lichen Baues mit rund 600 Mill. Mk. nur ebenso hoch, der des Wohnungsbaues mit rund 800 Mill. Mk. um 100 Mill. Mk. höher als im Vorjahre.

Lehrerveteranen treffen sich in Lich.

A Lich, 3. Mai. Seit vielen Jahrzehnten ist es in hessischen ßehrerkreisen löbliche Sitte, daß die Abiturienten der Seminarklassen sich zu Wiedersehensfeiern zusammenfinden. Zuerst geschieht dies meist nach zehn, später nach fünf, drei oder zwei Jahren und zuletzt alljährlich. Je nach dem individuellen Bedürfnis finden diese Zusammenkünfte an verschiedenen Orten statt; der zentralen ßage wegen oft in Frankfurt a. M., meist aber in den früheren Seminarorten, weil dort die meisten Erinnerungen haften. Der Jahrgang 1889 Friedberg, dessen Angehörige bereits zu den ältesten ßehrern Hessens zählen und die bis auf ganz wenige sich sämtlich im Ruhestand be­finden, will zu Pfingsten erstmalig an d e m Orte Zusammenkommen, an dem sich die meisten von ihnen zum erstenmal in ihrem ßeben sehen und kennen lernten, wo sich Freundschaftsbande knüpf­ten, die ein ganzes ßeben lang hielten: in dem schönen Städtchen ß i ch, in dem sie vor 50 Jahren zum Eintritt in die Großherzogliche Präparanden- schule sich zusammenfanden. Ein halbes Jahrhun­dert ist seitdem verflossen, aber gern und freudig gedenken die heutigen Veteranen ihrer einstigen Bildungsstätte, weil sie wissen, daß sie ihr in mancherlei Hinsicht viel zu danken haben, und das wollen sie durch diesen Besuch sichtbar zum Aus­druck bringen. Mögen andre Jahrgänge diesem ersten Vorgehen folgen; sie werden alte Erinne­

rungen auffrischen und dazu mancherlei Neues in sich aufnehmen können. Alle sollen uns herzlich willkommen fein!

Rundfunkprogramm.

Dienstag, 8.2Nai.

6.05 Uhr: Gymnastik. 7.10: Frühkonzert (S(fjaff- platten). 8.25 bis 8.45: Gymnastik. 10.10: Schul­funk. 11: Werbekonzert. 11.50: Sozialdienst. 12: Miftugskonzert I. 13.20: Mittagskonzert II: Moderne Operette (Schallplatten). 14: Mittagskonzert III: Bauernmusik (Schallplatten). 14.40: Stunde der Frau: Hausfrauen sehen sich die erste große Rhein- Mainische Braune Messe an. 15.50: Wirtschafts­bericht. 16: Nachmittagskonzert des Rundfunk- orchestes. 17.30: Die Madonna vom Breidenbacher Hof, Novelle von Walter Perfich. 17.45: Kleine Unterhaltung. 18:Junge Mädchen im kaufmänni­schen Beruf." Zwiegespräch zwischen Emma Diehl und Sid ßift, Frankfurt a. M. 18.25: Italienischer Sprachunterricht. 18.50: Das ßeben spricht (soziale Funkberichte). 19: Unterhaltungskonzert. 20.10: Alexander von Humboldt. Zum 75jährigen Todes­tage des großen deutschen Naturforschers. 21: Variationen über ein eigenes Thema für Klavier (zweite Fassung), Opus 29, 2 von Johann Fr. Hoff. 21.15: Instrumental-Kabarett. 22.40:Der Blüten­garten der Vorderpfalz", Plauderei von Wilhelm Michel.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

19

20,75

93

93

92,9

92,9

91,25

91

91,25

90

90,5

129,25

128

o

94

94

93,2

93,4

93,5

93,75

91,25

91

91

62

91,25

91

90,5

90,25

90,25

90,75

Banknoten.

94,25

94,25

94,25

94,25

24

0

7,5

7,2

136

22

o

9,651

6,65

170,51

170,5

170

94,9

15,8

94

97,9

94,13

100

94

97,9

o 0

0 0

0

52,5

58

87,5

132

115

19,4

21

7

9

0

0 0

17,5

158

173

140,5

43

55

94,5

99,9

90,25

94,9

15,75

94

97,9

94,75

99,9

90,5

94,9

100

90,5

0 c

12

0

0

0

6

23

62,5

84,5

40

23,4

128,4

96,25

101,75

53,5

96,5

22,65

128,13

95,5

101

52,5

95,75

24

62,5

85

40

16,75

158

168.5

141

58,5

63

46,5

39,5

95

14,95

24,25

63

85

40,5

95

15,13

59 63,25 47,13

40

127,25

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58

52,4

79,5

43

54,75

100,25 59,25 63,75

47

39,75

122 43,75 54,75

62 17,65 158,5 172,5 140,25

60,25

53

80,5

58,9

52,75

80

72,13

110,75

59,75

88

59,65

62

90,25

131

116,25

Mainkrastwerke Süddeutscher Zucker

71,5

109,5

59,5

87,75

70

136

110

60

62,75

21,25

20

128,5

182

60,75

53

80

86

132,25

115,25

51,5

58

147,25

71,5

109,75

59

88,5

23,65

128,25

96

101,75

54

96,75

22,65

128

96

101,25

54

96

92,5

87

131,5

52,5

58

147,25

51,75

58

147,75

98,5

58,9

62,75

47

39,75

119,25

43,13

55

60,25

16,65

157

168,5

141

24

63

85

40,5

24 0,90 7,5 7,35 7,35

A.C.G. Bekula

7,3

7,15

7,13

8,13

6,75

24 0,90

7,3 7,2

7,25 8,05 6,75

PhUtPP Holz mann .... Zementwerk Heidelberg Xementoeri Ratißabt..

o

0

0

6

I. G. Farben-Industrie ScheideanstaU........

Goldschmidt RülgerSwerke ..

Merallgese lischest

vamvurg-Amerika-Paker Hamburg-Südam. Dampfschiff. Hansa-Dampfschifs...........

Norddeutscher Lloyd 21.®. für Verkehrswesen Alt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz- und Prioat-Bank ... Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................

Dresdner Bank Reichsbank ...............j

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M

71,51 110,25

59,65 88,25 !

70,13 | 137,51 110,51 60,25 I 62,75 1

4% Oesterretchtsche Goldrrnte.... 4,20% Oesterrelchische Sstberrente 4% Ungarische Goldcente .......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4Yt% desgl. von 1913..........

6% adgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe

ZÄsi,,^^ügsHschast Licht und Kraft Selten & Guilleaume o »^^Ik^'^^HErnehmung. 5 Rheinische Elektrizität .. s Schuckert L Co. .. 6

Siemens8 Halske... ....... 7

LahmeverLLo.........^'.io

94

97,9

O| 64 |

O| 102,25 i

1151

110,65

61 i

63 I

Schultheis Patzenhoser

Aku (Allgemeine Kunstseide)

Bemberg gstoss Waldhof ....

stoss Aschaffenburg auer Gas

Daimler Motoren .. Deutsche Linoleum . Orenstetn & Koppel Leonhard Tietz ....

Thade Sctu mul atoren-Fabrik Lonri-Gummi

Buderus

Deutsche Srdbl " Gelsenkirchener.............

barpener .............

Voesch Sisen-Köln-Neueffen ' Nie Bergbau ...........

Ilse Bergbau Genüsse

Klöcknerwerke ..............

Mannes m auu-Rödren

60,5 I 65,13|

102,5

115,5 -

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., ßombardzinsfuß 5 o. H.

% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 6% ehem.7% Dt. Retchsanl. v. 1929 6Vi% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuSlos.-Rechten .............

DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte......

6% ehem.8% Hess. BoUSstaal 1929 (rückzahlb. 102%) ............

6% Hess. Landesbank Darmstadt

Gold R. 13..................

6Yi% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Ltqui.........

Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 6% ebem. 8% Franks. Hyv.-Bank

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 % ehern. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 6y*% ehem. 4y,% Franks. Hyp.- Bank.Liqu..Pfandbriese.......

6K% ehem. 4Yt% Rheinische

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe 6% ehem. 8% Pr. LandeSpfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ebcm. 7% Pr. LandeSpfand- briesanNalt, Pfandbriefe R. 10 Gteuergutsch. Verrechnungskurs..

O 0

0 0

0 7 Ci O O

O ,10

0 0

Franksuri a. M.

ZJerlin

Schluß- turs

Schlußk. Abend­börse

Schluß- knrs

Schlußk. 2JllHog» börse

Datum

4.5.

5.5-

4.5.

5.5.

Frankfurt a.M.

Serlln

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß- kurö

Schlußk. Mittag- börse

Datum

4.5.

5.5.

4.5.

5-5.

4% desgl. Serie 11 .............

6,6

6,6

6,6

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

4,25

4,25

4,25

4^,%Rumän.vereinh.Rentev.l913

7

7

7,25

7

4% Rumänische vereinh. Rente ..

3,65

3,6

3,8

3,75

2%% Anatolier ...............

30,13

30,25

30

30,13

Frankfun a. M.

ZJerlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- börse

Schluß- furd

Schlußk. Minag- börse

Datum

4.5.

5-5.

4.5.

5.5.

ManSselder Bergbau ..

.......O

66,5

67,25

67,5

Kokswerke ..........

.......0

92,25

91,4

Phönix Bergbau......

.......0

47,25

47

47

47,25

Rheinische Braunkohlen

..... 10

218

218

218,4

218,65

Rhetnstahl ...........

.......0

90,5

89,75

90,25

90

Bereinigte Stahlwerke.

.......0

40

39,5

40,25

39,75

Otavi Minen ........

.......0

13,65

13,75

13,65

13,4

Kaliwerke Aschersleben.

.......5

105,5

104

105,5

104

Kaliwerke Westeregeln .

.......5

105,5

105,5

107

Kaliwerke Salzdetfurth

.....iy»

136

137,9

136,5

4. Mai

5-Mai

Amtliche Geld

Notierung Lriet

Amtliche Notierung

Geld

1 Erie

Helsingfoe»..

5,644

5,656

5,634

5,646

Wien.......

47,20

47,30

47,20

47,30

Prag.......

10,42

10,44

10,42

10,44

Budapest ...

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ....

169,53

169,87

169,53

169.87

ÖSlo.......

64,19

64,31

64,04

64,16

Kopenhagen.

57,04

57,16

56,89

57^01

Stockholm...

65,88

66,02

65,73

65,87

London .....

12,775

12,805

12,745

12,775

Buenos Aires

0,578

0,582

0,563

0,567

Neuyork....

2,495

2,499

2,493

2,497

Brüssel.....

58,44

58,56

58,39

58,51

Italien.....

21,31

21,35

21,30

21,34

Paris ......

16,50

16,54

16,50

16 54

Schweiz....

81,08

81,24

81,00

8l"j6

Spanien....

34,25

34,31

34,25

34,31

Danzig.....

81,64

81,80

81,64

81,80

Japan......

0,755

0,757

0 756

0 758

Rio de Ian. .

0,21 i

0,213

0,211

0,213

Jugoslawien.

5,664

5,676

5,664

5,676

Ltiiatzo» ....

11,63

11,65

11,61

11,63

Serlin, 5-Mai

Geld

Sn7TL

Amerikanische Noten..............

Belgische Noten..................

2,445 58,23 56,84 12,70

16,46

169,11

21,23 63,87

65,57 80,82

34,11

2,465

58,47

57,06

12,76

16,52

169,79 21,31

64J3

65,83

81,14

34,25

Englische Noten .................

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, 4 1OO Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Note».................

Ungarische Note»