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Eine große Volkskundgebung aus dem Marktplatz

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Oer Ehrentag des Reichsstatthalters in Hessen

Oer Dank des Heffenlandes. Eine Kundgebung der Verbundenheit von Volk und Führung.

standen, die Verwaltung im nationalsozialistischen Geiste zu führen. In unermüdlichem Streben haben sie sich rasch in die ihnen bisher fremde Tätigkeit, die Verwaltung, eingearbeitet; sie konnten dies, weil sie in der Kampfzeit der NSDAP, zu ver­antwortungsbewußten und verantwortungsbereiten Männern erzogen waren. So ist denn auch das Ergebnis der Verwaltungstätigkeit im allgemeinen ein sehr erfreuliches.

Der Voranschlag des hessischen Staates ist ausgeglichen.

Dies war allerdings nur möglich unter großen Opfern und unter Zurückstellung mancher berechtig­ter Wünsche. Auch die Zahl der Gemeinden, deren Voranschläge noch nicht ganz ausgeglichen sind, hat sich stark verringert. Es seien nur folgende Zahlen genannt, um zu beweisen, daß auch die Finanzlage der Gemeind.en sich wesentlich gebessert hat:

Die hessischen Städte Mainz, Offenbach, Worms, Darmstadt hatten im Zähre 1933 noch ein Defizit von insgesamt 12,5 Millionen Mark aufzuweisen. Die Voranschläge für das Jahr 1934 der genannten Städte schließen mit einem Fehlbetrag von nur 5,4 Millionen Mark ab. Don den etwa 1000 Ge­meinden Hessens wiesen 150 Gemeinden im Jahr 1933 Fehlbeträge von etwa 19 Millionen Mark auf. Im Jahre 1934 ist die Zahl der Gemeinden mit Fehlbeträgen auf 80 mit einem Gesamtfehlbetrag von 8 Millionen Mark zurückgegangen, einschließ­lich der obengenannten Städte.

Die fünf oberhessischen kreise Alsfeld, Lauter­bach, Gießen, Schotten und Büdingen mit ihren

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tische und sportliche Erziehung in die Hand zu neh­men, habe ich jede Förderung zuteil werden lassen und werde versuchen, in Zukunft diese Förderung noch zu überbieten. Es kann in Deutschland nur eine deutsche Jugendorganisation geben, ohne Un­terschied des Standes, der Klasse, der Herkunft, der Konfession, die Hitlerjugend. Die Organisation zu anderen gesonderten und von der Regierung gedul­deten Zwecken wird hierdurch nicht berührt. Ich bin stolz darauf, daß es mir vergönnt war, die zahl­reichen Kulturstätten, die im Hessenland vom deutschen Werken Kunde geben, der Oeffent- lichkeit zugänglich zu machen. Die Glauburg in Oberhessen führt uns in Jahrtausende zu­rück, in Rheinhessen und im Odenwald fanden wir vielfach Kunde von der hohen Kultur unseren Alt­vorderen. Gar nicht zu reden von Mainz, Worms

Lin Zahr nationalsozialistischer Regierung in Hessen.

Oer Tätigkeitsbericht des Htaatsministers Jung.

erschöpft, um mit Hilfe der von den verschiedenen Anstalten des Reiches zur Verfügung gestellten Mitteln, aber auch mit eigenen Mitteln die wirt­schaftlichen Verhältnisse in Hessen einer Besserung entgegenzuführen. Als eines der wichtigsten und wesentlichsten Arbeitsprogramme der Hessischen Regierung ist das große Projekt der Meliorations- und Feldbereinigungs- arbeiten in der Provinz Starkenburg, sowie in anderen Teilen Hessens zu erwähnen. Die Arbeiten, die in vollem Gange sind, werden in ganz Hessen etwa 5 0000 Morgen Land freimachen, die zum Zwecke der Anliegersiedlung, der Schaffung neuer Bauernhöfe und der Kleinsiedlung dienen werden. Allein im ersten Arbeitsgebiet sind es 4000 Hektar, deren Ueberweisung bereits im Herbst 1935 erfolgen wird. Auch auf kulturellem Ge­biet hat der Hessische Staat mit Hilfe des Reiches Arbeiten in Angriff genommen, die dafür Beweis liefern, daß der Nationalsozialismus nicht bereit ist, Kulturgüter des gesamten Volkes verkommen zu lassen. Ich erinnere an die erheblichen Mittel, die für die Erhaltung der Katharinen­kirche in Oppenheim, die Neugestaltung des Domplatzes zu Worms und den Ausbau der Schulburg in Friedberg zur Ver­fügung gestellt wurden.

Dieser Rückblick auf die Arbeit der national­sozialistischen Regierung in Hessen im Jahre 1933 wird uns nicht dazu veranlassen, die Hände in den Schoß zu legen. Wir werden nicht in den einmal gewonnenen Stellungen einschlafen, sondern wir werden wach bleiben und diese Stellungen ausbauen. Wir sind be­reit, anzuerkennen, daß das, was wir getan haben, nichts ist im Vergleich mit dem, was wir noch zu tun haben. Wir kennen unsere Verantwortung vor dem Volke, deshalb muh

Nanu! Schon braun? A-

Bewunderung fragen, wenn Sie schon setzt im Mai nach einem ein­zigen Sonnenbad braungebrannt nach Hause kommen. Sie wollen wissen, wie sich das erreichen läßt? Ganz ein­fach: reiben Sie beim Sonnenbaden Ihre Haut gründ­lich mit Leokrem ein. Leokrem hilft schneller bräunen, weil er Sonnen-Vitamin enthält! Dank seinem Fettgehalt verringert Leokrem zugleich die Gefahr schmerzhaften Sonnenbrandes. Dosen schon von 22 Psg. ab in allen Ehlorodont-Verkaufsstellen erhälllich.

Wortes deutschester Bedeutung. Wenn wir so wie in diesem.einen Jahr weiter zusammenstehen, wer­den wir allen Aufgaben, die uns der Führer stellt, gewachsen sein. Er war unser Rufer, er wird st e t s unser Führer sein. Ihm wollen wir uns ver­schreiben mit Leib und Leben. Adolf Hitler Heil!

An das dreifache Sieg-Heil der Anwesenden schloß sich unter Vorantritt einer Kapelle und der Fahnenabordnung der gemeinsame Marsch nach dem Marktplatz, wo sich bereits eine unübersehbare Menschenmenge versammelt hatte.

und den bekannten Brennpunkten deutscher Ge­schichte im Gau.

Ein Jahr, meine lieben Volksgenossen, ein Jahr nur war erforderlich, um das deutsche Volks­leben zu heben und aufwärtsslreben zu lassen, die Wirtschaft in Gang zu bringen, ein Jahr hat genügt, dem verfall Einhalt zu tun und den Staat seiner Bestimmung wieder zurückzugeben.

Was will es dagegen besagen, wenn konfessio­nelle Hetzer, Miesmacher und Reak- tionäre versuchen, das Aufbauwerk des Führers au stören. Mögen sich die Staatsfeinde, die Feinde des Volkes sind, und sich da und dort unter Miß­brauch der Kirche in den Konfessionen zu sammeln versuchen, warnen lassen. Unerbittlich werden wir getreu dem Punkt 18 unseres nationalsozialistischen Programms den rücksichtslosen Kampf aufnehmen gegen diejenigen, die durch ihre Tätigkeit das Ge­meininteresse schädigen. Der Führer hat sich zu Be­ginn seiner Regierungstätigkeit an das Volk ge- wandt. Das Volk hat sich zu ihm bekannt und hat zu ihm gestanden, das Volk wird auch in Zukunft treu zum Führer stehen, weil seine Taten seinen Worten und seinem Wollen entsprechen. Besonderer Dank aber gebührt denjenigen, die aktiv hier an meiner Seite gestanden haben, den politischen Lei­tern, der SS., der SA., der HI., sie alle waren, jeder für sich, bewußter Garant des nationalsozia­listischen Programms und damit fühlte sich jeder von ihnen als treuer Hüter des Programms des Führers. So wollen wir denn zusammen- stehen als Deutsche, uns ganz fühlen als Volksgenossen, bann werden wir das Hiel erreichen, das Adolf Hitler sich und uns gesteckt hat. Deutsch­land soll werden ein germanischer Staat deutscher Nation!

Die Ausführungen des Reichsstatthalters fanden den lebhaften Beifall der auf dem Marktplatz ver­sammelten Menge, aus deren Mitte spontan ein dreifaches Heil auf den Reichsstatthalter ausge- bracht wurde. Dann nahm Staatsminister Jung das Wort zu einem eingehenden Tätigkeits­bericht, in dem er u. a. ausführte:

Franken, Chatten, kurz allen Stämmen, die ihre Namen hineintragen in die heutige Zeit, sind durch die nationalsozialistische Bewegung selbst Deutsche geworden, und nur Deutsche! Die Vorberei­tung zum neuen Deutschland lag im nationalsozia­listischen Kampf; die zielsichere Hand des Führers kann hier, wenn immer er den Zeitpunkt für ge­kommen erachtet, ordnend eingreifen. Hessen-Nassau, Rhein-Main, ist ein st a r k e r Kern, ein Magnet in der Hand Adolf Hitlers! Das alles haben wir erreicht als Kampfgenossen. Aus Kampfge­nossen sind Freundschaften erwachsen in des

Der Herr Reichsstatthalter schritt die Front der Ehrenhundertschaft der Schutzpolizei ab, neben der auch der Fliegersturm, SA. und SS. auf­marschiert waren, und nahm dann nach herzlicher Begrüßung durch Oberbürgermeister Kreisleiter W a m b o l d t das Wort zu einer großen Rede, die durch Lautsprecher über den weiten Platz ver­breitet wurde. Magisch wuchs hinter der mit Hakenkreuzbanner und Blumen geschmückten Rednertribüne das in Flutlicht getauchte Massiv des Schlosses mit der Ehrengalerie aus dem Dunkel, in das mehrmals die Maanesiumblitze der Photographen einschlugen. Und schon hallte die allen Hessen wohlbekannte Stimme des Gauleiters über die Taufende hin, der u. a. ausführte: Oer Reichsstatthalter spricht.

Deutsche Volksgenossen und -genossinnen! Ich bin der Vorsehung dankbar, daß es mir ermöglicht ist, heute unter euch sein zu können. Ein Jahr national­sozialistischer Regierung, aber auch ein Jahr praktischer Erfahrung liegt hinter uns. Wir hatten im Kampf die Besten des Volkes ge­wonnen, nicht etwa nur, um Macht auszuüben, sondern wir haben ihnen zum Bewußtsein ge­bracht, daß das deutsche Volk zurückkehren muß zu der Erkenntnis von dem Eigenwert des deutschen Menschen, um auf dieser Erkennt­nis aufzubauen die nationalsozialistische Weltan­schauung und ihre Verkörperung im Staate. Die Abwärtsbewegung im alten System war in der Zwischenzeit in ein derartiges Tempo gekommen, daß entweder das System gesklirzt werden mußte oder Deutschland war verloren. Aus dieser Erkennt­nis wurde Adolf Hitler, und das wird dem ehr­würdigen Herrn Reichspräsidenten das deutsche Volk ewig danken, zum Kanzler des Reiches be­rufen. Adolf Hitler, von der Ueberzeugung durch­drungen, daß alles, was politisch bestehen soll, dem Willen bc: Volkes entsprechen muß, wandte sich an das Volk. Das war damals das lieber» raschendste für die ganze WeltI daß er, von dem man glaubte, daß er ein Regiment des Terrors ausüben werde, mit seinem ganzen Sein auf das Vertrauen des deutschen Volkes auf­baute. So war denn der Ausgang der Wahlen im März 1933 im ganzen vorauszusehen. Im Lande Hessen allerdings sah es damals noch recht trübe aus.

Die hessische Sysiemregierung verschaffte sich noch im letzten Augenblick, schon unter der Kanzlerschaft des Führers, Waffen und sonstige Machtmittel, um sie gegen die nationalsoziali­stische Volksbewegung einzusehen. Ein gütiges Schicksal bewahrte sie vor diesem Wahnsinn. Wie oft habe ich in jenen Tagen der Regie­rung erklärt, daß sie sich darauf vorbereiten soll, am Tage nach der Wahl abzutreten, da Para­graphen und überlebte Gesetze keine Regie­rungsstühe sein könnten, sondern daß das Volk hinter uns, hinter Adolf Hitler stehe. In diesen Tagen schon habe ich angesichts der frevel­haften Haltung dieser Regierung wiederholt um die Uebertragung der Polizeigewalt beim Reichsinnenminister nachgefucht. Am 6. März, am Tage nach der Reichs- und Landtagswahl, wurde endlich mein längst begründetes Ver­langen erfüllt.

Die Machtmittel des Staates standen uns nun zur Verfügung. Ich kann aber auch sagen, daß, wenn uns Widerstand entgegengesetzt worden wäre, Vorsorge getroffen war, dem Willen des Führers, der zum Willen des Volkes geworden war, restlos Geltung zu verschaffen. Die Durchführung der Kommunalwahlen am 12. März war dann der Schlußstein in dieser Entwicklung. In der Woche bis dahin hatte ich die weitere Gestaltung klar fest­gelegt. Arn 13. März war für den gesamten Gau die endgültige Regierungsübernahme ge­plant. Jeden Versuch des Einmischens, gleichgültig von welcher Seite er auch kam, habe ich zurückge­wiesen. Der entscheidende Schritt im Zuge der Er­eignisse war dann die Einsetzung der Reichsstatthalter in den Ländern als Ga­ranten des Willens des Führers im Reich.

2HU dem 5.Zttai begann dann das program­matische Dirken der hessischen Staatsverwal­tung, deren oberstes Ziel nach dem Willen des Führers sein mußte, den Arbeitslosen Brot zu schaffen und der Bauern Existenz zu sichern, heute können wir sagen, der hessen-nassauische Bauernstand steht fest! Die erwerbslosen Volksgenossen sind zu 55 Prozent an die Arbeitsstätten zurückgekehrt, und unser oberstes Bestreben muh weiter sein, auch den Rest dieser Unglücklichen alsbald an die Arbeitsstellen zurückzubringen; denn nur wenn Arbeiter und Bauer festen Nährboden

haben, kann das Volksleben blühen.

Die Staatsverwaltung wurde getreu dem Punkt 6 des nationalsozialistischen Programmes gesäubert. Mancher mag es hart empfunden haben, aber jeder wird zugeben müssen, daß die Verwaltung des Staates nur treuen und erprobten Staatsbürgern anoertraut werden kann. Heute hat es dank der Milde und Güte unseres Führers Adolf Hitler noch jeder in der Hand, feine Bewäh­rung als Staatsbürger unbeschadet seiner früheren Haltung zu beweisen. Der Förderung der Jugenderziehung galt mein unaufhörliches Bemühen. Die behördliche Schulung ruht in guten nationalsozialistischen Händen. Der Hitler­jugend, die bestimmt ist, die ganze staatspoli-

Die erste nationalsozialistische Regierung in Hessen, die am 13. März 1933 gebildet wurde, mußte sich von Anfang an darüber klar sein, daß ihre Arbeit die organische Umgestaltung des gesamten staatlichen Apparates zum Ziele haben müsse. Allerdings durfte auch die Ueberlegung, daß die Reichsreform den Föderalismus beseitigen werde, in den Plänen der. Regierung nicht unbeachtet bleiben. Denn jeder Nationalsozialist war sich darüber klar, daß die Zeit vorbei sei, in der die Länder für ihre sogenannten Lebensbelange eine Politik führen konnten, die sich schädlich für das große Ganze, für das Reich auswirken mußte. Es ist auch selbstverständlich, daß zunächst die neue Re­gierung es als dringendste Aufgabe ansah, den nationalsozialistischen Staat gegen feine inneren Feinde zu schützen.

Mit der Ernennung des Gauleiters zum Reichs­statthalter von Hessen am 5. Mai 1933 bahnte sich sofort und klar eine neue Entwicklung an. Der Reichsstatthalter vertrat die Auffassung, daß das von der NSDAP, und auch von ihm in zahl­reichen Reden propaganbierte Einminister- system in Hessen eingeführt werden müsse. Nun­mehr konnte auch im übrigen die Neuorgani­sation der Zentraloerwaltung vorge- nommen werden. Die Ministerialverwaltung er­fuhr eine wesentliche Vereinfachung. Ein Minister, Darunter ein Staatssekretär, dem ein Personalamt unterstellt wurde, die Abteilungen I, II, III, mit der Untergliederung der Abteilung I in Polizei, Innere Verwaltung, Justizverwaltung, Finanzver­waltung und Landwirtschaft. Dieses System hat sich durchaus bewährt, wenn man auch zugeben muß, daß damit an den Einzelnen sehr erhebliche SInforberungen gestellt werben. Dank bes technisch sehr gut arbeitenben Beamtenapparates war es auch möglich, die Vorstände der Ministerialabtei- lungen so zur verantwortlichen Arbeit heranzu­ziehen, daß auch Aufgaben von höherer Bedeu­tung ihrer selbständigen Entscheidung unbedenklich überlassen werden konnten. Es wurde dadurch auch der Wille, Verantwortung zu übernehmen, und damit auch die Arbeitsfreudigkeit weitgehendst gesteigert.

Innerhalb ganz kurzer Zeit war es auf diesem Wege gelungen, in Hessen eine Vereinfachung der Zentraloerwaltung in einer Weise herbei- zuführen, die als vorbildlich bezeichnet werden darf.

Diese organisatorischen Maßnahmen hatten na­türlich auch weitgehende Personalveränderungen zur Folge: Am 1. März 1933 waren vorhanden: 1 Staatspräsident, 2 Minister, 5 Ministerialdirek­toren, 5 Staatsräte, 33 Ministerialräte, 27 Vor­tragende Räte, 12 Regierungsräte. Der Stand am 1. April 1934 ist folgender: 1 Minister, 22 Ministerialräte, darunter der Landforstmeister, 27 Vortragende Räte, 20 Regierungsräte. Es sind also weggefallen: die Ministerialdirektoren, die Staatsräte und 11 Ministerialräte. So wie die Zentraloerwaltung des Landes eine Vereinfachung erfuhr, so wird auch der sonstige Behör­denaufbau, insbesondere, was die Verwaltung und die Justiz betrifft, eine Vereinfachung erfah­ren. Zum Teil ist dies bereits ich erinnere an das Vermessungswesen geschehen. Andere Maß­nahmen sind noch in der Durchführung begriffen.

Auch die Gemeindeverwaltungen haben eingehende Veränderungen erfahren.

Die großen Städte haben ihren Behördenapparat einer Prüfung unterzogen, und zwar ich bitte, mir das nicht zu verübeln, wenn ich das sage nach dem Vorbild der Si,adt Mainz, der es in geradezu glänzender Weife gelungen ist, ihre Verwaltung zu vereinfachen. Die Städte haben ihre Reform an der Spitze der Verwal­tung begonnen, indem sie die Zahl der Bei­geordneten reduzierten. Auch im übrigen haben sie, z. T. auf Anregung des Staatsministeriums hin, ihre Verwaltungsorganisation wesentlich vereinfacht und dadurch erhebliche Ersparnisse erzielt.

In den Landgemeinden war es zunächst notwendig, die Bürgermeistereien in zuverlässige Hände zu legen. Ich freue mich, auch hier an dieser Stelle aussprechen zu können, daß die neu bestellten Männer ihre Pflicht in vollstem Maße getan haben. Unbelastet mit der Vergangenheit, haben sie es ver-

Die ITC a i n l i n i e , eine besondere Domäne der früheren hessischen Regierung, war zwar politisch durch die Partei und durch die Vereini­gung der Gaue Hessen-Darmstadt und hessen- Rasfau-Süd in den Gau Hessen-Nassau schon überwunden; es galt nunmehr aber auch, die Folgerungen aus diesem politischen Vor­gang zu ziehen.

Industrie und Handel, die in diesen Tagen sich noch mit Konkurrenzneid gegenüber» standen, h r t e i ch zusammen. Die Städte, die sich gegenseitig den Rang abzu­laufen versuchten, wurden zu gemeinsamem H a nd e l n unter ihre neuen nationalsozialistischen Führer gebracht. Die Landesplanung wurde einheitlich gestaltet und die Leiter des gesamten Verkehrswesens in Fühlung gebracht, um ein einheitliches Wirken zum Wohle Aller herdei- ')Uführen. Die Schaffung der Landesbauern- schäft für das gesamte Gebiet unter einheitlicher Leitung gehört zu den hervorragendsten Ereig- rtiffen dieses Jahres. Die Handwerker reich­ten sich im Rhein-Mainischen Handwerkertag die Hand. Die Theater des gesamten Gebiets laten sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen unb die Schaffung des Reichsbundes für Volkstum und Heimat schlang ein einigen» bes Band um die verschiedenartigen Stämme und Gegenden. Kurz, Politik, Wirtschaft und Verkehr und das gesamte Kulturleben wurde zur Zu- iammenarbeit, zum Zusammenklang gebracht.

Gan; besonders hebe ich hervor, daß es ge­lungen ist, mehr als die hälfte der arbeitslosen Volksgenossen, insbe­sondere aber die Alle Garde, die mir nahezu restlos persönlich als Mitkämpfer bekannt find, in die tätige Volksgemeinschaft zurückzuführen. Die vom Führer gesteck­ten Grundziele, die er am 1. Mai 1934 wieder klar heraushob, sind in meinem Gau in. einem Maße zur Wirklichkeit geworden, daß ich stolz sagen kann, wir stehen in edlem Wett- \ bewerb mit an der Spitze der Gaue. Eine Ehrenpflicht ist es mir, Ihnen, die Sie hier vor mir stehen, meinen be­sonderen Dank abzustatten. Ohne Eure letzte Einsatzbereitschaft, meine Mitkämpfer, hätte das Werk in diesem Ausmaß nicht ge­lingen können.

Der Grundstein des nationalsozialistischen Staa­tes ist gelegt. Gemeinsam wollen wir nun auch D a s Jaus bauen. Der Parteigenosse Goring hat vor kZrzer Zeit der Oeffentlichkeit bekanntgegeben, day e- berufen ist, dem Führer Vorschläge zur Anglie­derung Preußens zu machen. Wir in Hessen st e he n bereits auf diesem Wege. Aus Hessen,

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Darmstadt, 6. Mai. (LPD) Der Reichsstatt­haltertag begann in Darmstadt mit einer Parade der S ch-u tz p o l i z e i im Hofe der Polizeikaserne, wobei Hauptmann Spatz in einer Ansprache die großen Verdienste des Reichsstatthalters und unbe­irrbaren Kämpfers der Bewegung Adolf Hitlers umriß und die Kameraden zu einsatzbereitem Kampf für das neue Deutschland aufforderte. An die Platz­konzerte der Kapellen der Schutzpolizei, SA., SS., HI. schloß sich am Nachmittag ein Besuch bes Herrn Reichsstatthalters mit betn Gaustab unb ber hessischen Regierung, an der Spitze Staatsminister Jung, sowie den Gästen aus Partei, Wirtschaft, Kultur unb Sport der Freilichtfpiele im Fürstenlager Auerbach an.

Die Feier im Landlagsgebciude.

Des Reichsstatthalters Dank an seine Mitarbeiter.

Vor dem Landtagsgebäude in Darm­stadt hatte sich am Samstagabend eine riesige Menschenmenge eingefunben, bie bem Reichsstatt­halter bei seinem Eintreffen lebhafte Ovationen bereitete. SA. und SS. bildeten Spalier. Der Ple­narsaal des Landtags prangte in prächtigem Fah­nen-, Grün- und Blumenschmuck. Von der früheren Präsidententribüne grüßte vor einer Blumenwand die lebensgroße Bronzebüste des Führers. Im dicht besetzten Plenarsaal hatten sich die Mitarbeiter des Herrn Reichsstatthalters und der hessischen Re- gierung, die Kreisdirektoren, die Amtsleiter der (Bauleitung Hessen-Nassau, die Kreisleiter der NSDAP, und die Kreisbetriebs^ellenobmänner in Hessen, die Führer der Spitzenstäbe der SA., SS. unb HI., bes Arbeitsdienstes und der Flieger im Lande Hessen (auch der gerade in Darmstadt wei­lende Führer des Deutschen Luftsportoerbandes, Hauptmann Loerze'r, war anwesend) sowie die Spitzen aller wirtschaftlichen, kulturellen und sport­lichen Verbände versammelt. Als der Herr Reichs» ftatthalter mit Staatsminister Jung und seinen engsten Mitarbeitern eintrat, begrüßte ihn ein jubelndesHeil Hitler". Infolge seiner eben erst überstandenen Krankheit nahm der Herr Reichs­statthalter nur kurz das Wort zur Begrüßung, wo­bei er erklärte:Ich drücke jedem, der mir in der Vergangenheit zur Seite gestanden hat, die Hand".

Oie Botschaft des Reichs­statthalters.

Darauf verlas Regierungsrat Reiner eine Er­klärung des Reichsstatthalters, in der es u. a. hieß:

Parteigenossen und Mitkämpfer? Ich begrüße Sie, meine Mitkämpfer, und an Ihrer Spitze Sie, Herr Staatsminister, nach einem Jahr national­sozialistischer Regierung hier in Darmstadt. Wir können heute mit Befriedigung auf dieses arbeitsreiche Jahr zurück­blicken, und die Grundlage, die wir in diesem Jahr geschaffen haben gibt uns die Zuversicht, .baß es gelingen wirb, bie nationalsozialistischen Ziele in bie T a t umzusetzen. Zur Siche­rung unb Erhaltung bes deutschen Volkes hat unser Führer Abolf Hitler als vorbringlichste Auf­gabe bie Erhaltung und Festigung des Bauern­standes, die Eingliederung des Arbeiterstandes in die Volksgemeinschaft und seine soziale Rehabili­tierung vorgezeichnet. In Hessen ist dieses Wollen des Führers in die Tat umgesetzt worden. Als Voraussetzung hierzu mußte vor allen Dingen der hessische Staats- und Verwal- lunasapparat in Ordnung gebracht werben.