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sein soll. In dem Geheimprotokoll erklären sich die vertragsschließenden Staaten Südslawien, Rumä­nien, Griechenland und die Türkei damit einver­standen, gegen Bulgarien die Bestimmungen des Art. 2 des Londoner Abkommens vom 3. und 4. Juli 1933 über die F e st st e l l u n g des An­greifers anzuwenden, falls die bulgarische Re­gierung sich nach Aufforderung eines der interessier­ten Staaten weigert, diebewaffneten Or­

ganisationen", die nicht aufhören, vom bul­garischen Gebiet in das der vertragsschließenden Staaten einzudringen, a u f z u l ö s e n. In diesem Falle werden die vertragsschließenden Parteien innerhalb von 24 Stunden mit entsprechenden militärischen Kräften Bulgarien ßanz oder teilweise besetzen. Die Enthüllun­gen derMakedonia" haben in Bulgarien größte Erregung hervorgerufen.

Die Grundsteinlegung des neuen Reichsbank­gebäudes in Anwesenheit des Meers.

Berlin, 5. Mai. (DRB.) Die weihevolle Grund­steinlegung zum Reichsbankerweiterungsbau erfolgte auf historischem Boden, mitten im ältesten Berlin. Das große Baugelände, an dessen Rändern noch die Reste der niedergerissenen alten Häuser sicht­bar sind und das nahe heranragt an das Ufer des einen Spreearmes, bot ein bunt bewegtes fest­liches Bild. Auf den großen in Holbkreisforrn her- gestellten tannengeschmückten Tribünen drängten sich schon lange vor Beginn der Feier Kopf an Kopf die Gäste. Man sah u. a. fast sämtliche Reichsmini st er. Ferner den Kommandanten von Berlin, Generalmajor Schaumburg, den Staatskommissar von Berlin Dr. Lippert, Ober­bürgermeister Dr. Sa hm, den Präsidenten S y r u p, den Polizeipräsidenten v. Levetzow, den Beauftragten des Führers für Wirtschaftsfragen Keppler, die Rektoren der Berliner Hochschulen und zahlreiche andere. Im Hintergrund der Mittel­tribüne waren drei haushohe weiße und tannenum- kränzte Pylonen aufgestellt, zwischen denen man die Farben des Reiches über den weiten Neubau­platz leuchten sah. Davor zwei kleinere Säulen, auf denen aus Schalen Flammen emporstiegen. Ein Kette von Fahnen, die an hohen Masten wehten, umgab den Bauplatz.

Um 15 Uhr kündeten Heil-Rufe schon aus der Ferne die Ankunft des Führer an. Am Grundstein überreichte ihm ein Hitler-Junge einen herrlichen Strauß dunkelroter Rosen und auch ein kleines Mädchen grüßte ihn mit tiefem Knix. Das von der Kapelle gespielte LiedDie Himmel rühmen des Ewigen Ehre" leitete die Feier ein. Dann trat Mchsbankprüsidenl Dr. Schacht an den Grundstein und nahm von dort aus das Wort zu seiner Weiherede, in der er einen Rückblick auf die Entwickelung des Bankwesens in Deutsch­land gab. Es ist altpreußischer G e i st, aus dem das Zentralnoteninstitut des Reiches erstand und altpreußischer Geist hat im Hause der Reichs­bank geherrscht von Anbeginn bis zur Stunde. Un­beirrbares Pflichtgefühl, Aufopferung des einzelnen für das Wohl des Volkes und Staatsganzen, hin­gebende Arbeit, Treue zur Sache und zu sich selbst, waren und sind die Richtlinien, die den Geist der Reichsbank gebildet haben. Der Reichsbankpräsident wandte sich mit Nachdruck gegen das Nichtverstehen des Geld- und Bankwesens in breiten Volksschich­ten und betonte, daß keine vorgeschrittene Volkswirtschaft und keine höhere Zi­

vilisation denkbar sei ohne ein ge­regeltes Geld- und Bankwesen. Aber so wenig man dem Marodeur erlaube, den Beruf des zuchtgewohnten Soldaten zu beflecken, so wenig sollte es den Spekulanten möglich gemacht werden, den Beruf des ehrbaren Bankherrn zu be­schmutzen.

Der Reichsbankpräsident wandte sich dann a n den Reichskanzler und sagte: Sie haben die Güte gehabt, mir den Auftrag zu erteilen, die Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau der Reichsbank zu vollziehen. Ich danke Ihnen da­für und werde, solange Sie mir Ihr Vertrauen schenken, keinen höheren Ehrgeiz kennen, als das deutsche Geld- und Kreditwesen in Ordnung zu halten, eine Aufgabe, groß genug, um das Leben eines Mannes auszufüllen. Mein und unser aller Gelöbnis, das ich Ihnen, Herr Reichs­kanzler, hierdurch ablege, ist, daß wir uns aus­rüsten wollen mit allem Wissen, das unsere Auf­gabe erfordert, auf daß unser Können diese Auf­gabe meistere und unser Wille soll stets nur eine Richtung haben: Das Wohl des deutschen Volkes und Reiches; und dieses Gelöbnis soll jeden binden, wer immer jetzt oder in Zukunft im Dienste der Reichsbank steht.

Der Reichsbankpräsident nannte dann die Ur­kunden und Zeitdokumente, die in dem Grundstein eingeschlossen wurden, darunter auch die vom Reichspräsidenten, vom Reichskanzler und vom Reichsbankdirektorium unterzeichnete Grundstein­legungsurkunde. Dann weihte er den Grundstein durch drei Hammerschläge und sprach dazu folgen­den Spruch:

Laß Weisheit Deine Mauer sein.

Und Können sei der Pfeiler Dein,

Und deutscher Wille Dein Fundament!

Das Uebrige stell' in Gottes Händ'!

Im Anschluß an seine Weiherede rief der Reichs­bankpräsident aus: Alle unsere Gefühle, alle unsere Wünsche und Hoffnungen fügen wir zusammen in ein Siegheil für unseren ehrwürdi­gen Reichspräsidenten und unseren geliebten Führer. Brausend erschollen die Heilrufe über den Platz. Nach dem Gesang des Deutschlandliedes und des Horst Wessel-Liedes be­gab sich Dr. Schacht zum Führer, der ihm für seine Worte dankte. Noch einmal brausten die Heilrufe auf, als der Führer dann den Platz ver­ließ. Damit hatte die Feier der Grundsteinlegung zum Reichsbankerweiterungsbau ihr Ende ge­funden.

Die MchsMrerlagung des ÄS.-Deusschen Zronlkäinpserbnndes in Magdeburg.

Magdeburg, 6. Mai (DNB.) Der National­sozialistische Deutsche Frontkämpserbund (Stahlhelm)

hielt am 5. und 6. Mai in der Gründungsstadt des Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, im Beisein des Gründers, des Reichsarbeitsministers Franz S e l d t e, seinen ersten Führertag ab. Samstagnachmittag fand eine Tagung der Bun­desführer statt, aus der in schlichter Weise die for­melle Umgründung des Bundes vorgenommen wurde. Der Sonntagvormittag vereinigte alle Teil­nehmer zu einem Gottesdienst verbunden mit Heldengedenkfeier im Magdeburger Dom. Das weite Kirchenschiff war bis auf den letzten Platz mit An­dächtigen gefüllt. Vor dem Altar hatten die Fahnen- abordnungen Aufstellung genommen. Die Fest­predigt hielt Pastor Friedrichs- Dessau. Nach dem Gottesdienst traten die Kolonnen auf dem Domplatz an und mit klingendem Spiel setzte sich der Zug nach der Stadthalle in Bewegung, überall in den Straßen von der Menschenmenge freudig begrüßt. Der große, reich mit Hakenkreuz- und schwarzweißroten Fahnen geschmückte Saal der Stadthalle, wo um 10.30 Uhr die eigentliche Führer­tagung ihren Anfang nahm, konnte die Menge der Teilnehmer kaum fassen. Bundesführer Seldte wurde bei seinem Erscheinen mit lauten Heilrufen begrüßt. Zunächst ergriff der Landesführer Mitte, H u h o l d, das Wort, der die Vertreter aus allen Gauen in der Gründungsstadt des Stahlhelms herz­lich willkommen hieß, unter ihnen ganz besonders die Führerkameraden des Saargebietes und aus Danzig.

Oer Bundesführer Reichsarbeitsminister Seldte hielt dann eine Ansprache, in der er von der Vereinbarung vom 28. März 1934 ausging, durch die der Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, sich in den Nationalsozialistischen Deutschen Frontkämpfer- bund (Stahlhelm) umgründete. Die Reichsführer- tagung, so fuhr dann der Minister fori, fei nach Magdeburg berufen worden, weil dort die Wur­zeln des Bundes liegen. Aus dem gleichen Empfinden heraus, wie München der Sitz der nationalsozialistischen Bewegung geblieben ist, habe sich der Bundesführer entschlossen, daß die alte Gründerstadt Magdeburg auch der Sitz des neuen Bundes, des NS.-Deutfchen Frontkämpfer­bundes (Stahlhelm) bleibe. Nach einem Rückblick auf die zwanzigjährige Geschichte des deutschen Frontsoldatentums fuhr der Bundesführer fort:

Eine alte weise Philosophenforderung lautet: E r - kenne dich selbst! Ich mochte hinzufügen: Werte dich selbst und dann fordere als echter Soldat so viel Raum und Möglichkeit für dich, daß du dich als Träger des Frontsoldatentums und des Leistungsprinzips im Deutschen Reich auswirken kannst. Das wollen wir jetzt tun und wir dürfen es mit vollem Recht tun. Der Minister erklärte dann, er fei froh darüber, daß durch den NS.-Deutschen Frontkämpferbund dasFrontsoldatentum feinen b e - ftimmten P la tz in der großen natio­nalsozialistischen Bewegung erhal- ten habe. Mit aller Kraft halte dieser Bund im nationalsozialistischen Deutschland die Tradition des Frontsoldatentums hoch. Alle Kameraden feien überzeugte Soldaten und Staatsbürger, seien poli­

tische Soldaten und Soldaten des Friedens. Kei­ner wisse besser und keiner erwähne es auch stär­ker, daß die deutsche Nation den Frieden zum Aufbau brauche. Diesen Frieden wolle man aber nicht nur in der Arbeit, sondern in der ganzen großen nationalsozialistischen Frontund darum können wir alte Kameraden mit ruhiger Kraft sagen, daß der NS.-Deutsche Frontkämperbund (Stahlhelm) kein Gefühl der Konkur­renz, der Rivalität oder des Neides zwischen sich und den anderen Teilen der national­sozialistischen Bewegung ober zwischen sich und den anderen deutschen Soldatenbünden ober Soldaten­vereinigungen wünscht. Im Gegenteil erhoffe ich, baß eine Arbeitsgemeinschaft bald alle Bünde erfasse unb vereinige."

Die Parole heißt Einigkeit. Auch weiter­hin bleibt der Leitspruch, daß auf den Opfern und aus den Waffen der Sieg beruhe. Die alten Ideale und die alten Sym­bole bleiben bestehen; nunmehr wird aber zum Stahlhelm das siegreiche Symbol des Hakenkreuzes sowohl im Abzeichen, als auch- in der Fahne hinzugefügt. Der Stahlhelm wolle mit allen in bester Ka­meradschaft stehen. Er wolle, daß zwischen den Kameraden der grauen, braunen. und der schwarzen Front Kameradschaft und Zutrauen bestehe. Er wolle keinen Zwang und keine Zwangszugehörigkeit zu seinem Bunde, sondern Mitkämpfer aus Freu­digkeit. Zugunsten der Jüngeren hätten die alten Frontsoldaten bewußt auf die Aufgabe der körperlichen Betätigung und des Wehr­sportes verzichtet. Geblieben seien die hohen geistigen Aufgaben der Frontsoldaten.

Nachdem der Bundesführer seine Kameraden auf­gefordert hatte, auf die neue Treuformel, die der Bundeskanzler verlas, zu schwören, ging er auf die Aufgaben des NS.-Deutfchen Frontkämp­ferbundes (Stahlhelm) ein, die zunächst in der Pflege der Fronttradition, des Front­gei st es und der Frontkameradschaft be­stünden. Neben dieser geistigen Arbeit werde der Bund aber noch eine Reihe anderer Aufgaben an­fassen und fördern müssen. Da sei zunächst e i n würdig, heroisches Reichsehrenmal zu errichten; dann scheine es wichtig, neben dem Tag der Arbeit, dem Tag des Bauern, künftig auch einen Tag des Frontsoldaten einzurich­ten. Endlich müsse der Bund sein Augenmerk darauf richten, in welcher Form das Reich den Frontsol­daten besser als im früheren System den Dank des Vaterlandes abstatten könne. Kein Land der Erde sei reich genug, seinen Söhnen, die für feinen Be- ftanb geblutet haben, die Opfer durch materielle Ent­schädigung aufzuwiegen; Deutschland aber fei arm uns es könne oft nicht einmal dort Mittel begeben, wo sie zur Behebung der bittersten Not gebraucht würden. Trotzdem müsse man immer wieder ver­suchen, Wege zu finden, um die Frontkameraden oon staatswegen besser zu versorgen. Neben der materiellen Frage bestehe aber noch die Aufgabe einer ideellen Anerkennung unb Ehrung der Front­kämpfer. Man werde also der Frage eines Reichs-

Schreckliches Einsturzunglück in einem würiiembergischen Dorf.

Das Schulhaus während des Unterrichtes zusammengebrochen. - Ein Lehrer und sechs Kinder getötet, fünf Kinder schwer verletzt.

3n Winterbach (Oberamt Schorndorf) stürzte am Samstagvormittag kurz nach 10 Uhr wäh­rend des Unterrichts unter donnerähnlichem kra­chen der Mittelteil des alten Schul­hauses zusammen. 3n den Schulzimmern be­fanden sich die Lehrer und Kinder, die nicht mehr alle den Ausgang gewinnen konnten. Von allen Seiten rannte die bestürzte Einwohnerschaft herbei, um die erste Hilfe zu leisten. Der Schorndorfer Autolöschzug sowie die Sanitätskolonne vom Ro­ten Kreuz waren schnell zur Stelle, ebenso die Aerzte. Unter größter Lebensgefahr mußte an die Bergung der Verschütteten gegangen werden. Lehrer Kohnle, der mit seinem Körper noch zwei Kinder deckte, wurde f o t aus den Trüm­mern gezogen. Von den Getöteten konnten ferner die Schüler Renz (12 3ahre alt), Beu­te 15 f p a d) e r (10 3ahre), Schlierer (9 3ahre), Günther (9 3ahre), Maria Ueuh (10 3ahre) und Lore Käfer (10 3ahre) geborgen werden. Vermißt wird der Schüler E i s e tn a n n, von dem angenommen werden muh, daß er noch unter den Trümmern liegt. Außerdem sind fünf Kinder, von denen eins im Sterben liegt, schwer verletzt worden. Zwölf leichter verletzte Kinder be­finden sich in ärztlicher Behandlung.

Von dem alten Schulhaus, das in der Mitte durchgebrochen scheint, stehen noch die beiden Gie­bel. Die Ursache des Einsturzes scheint nicht in der vorgeschrittenen Baufälligkeit des Gebäudes be­gründet zu fein, sondern, wie vermutet wird, in Kanalisationsarbeiten, die in der Rahe des Hauses vorgenommen werden und durch die eine Senkung des Untergrundes eingetreten zu fein scheint. 3nsgesamt waren in dem Schulhaus 20 Schulkinder und drei Lehrer untergebracht.

Ein Augenzeuge berichtet.

Zu dem furchtbaren Einsturzunglück in Winter­bach gab ein Augenzeuge, ein junger Mechani­ker, der sich von Anfang an an den Bergungs­arbeiten beteiligt hatte, dem an die Unglücksstätte entsandten DNB.-Berichterstatter folgende weitere Einzelheiten, die in ihrer Unmittelbarkeit einen Ein­druck geben von dem Ausmaß dieser Katastrophe, die das stille und werktätige Dorf im Renstal be­troffen hat.

Als die Mauern unter großem Getöse und rieft« ger Staubentwicklung durchbrachen und der mitt­lere Teil des Hauses einstürzte, suchten sich die Kin­der dadurch zu retten, daß sie aus ben Fenstern sprangen. Während dies den Schülern, die im Erdgeschoß waren noch gelang, wurden diejenigen, die aus den Fensteröffnungen des oberen Stockwer­kes herausfprangen, von den unten stehenden Er­wachsenen in den Armen aufgefangen. Aus diese Weise konnten sich noch zahlreiche Kinder vor dem sicheren Tode retten. Vor der Unglückstätte hatten sich herzzereißende Szenen abgespielt. Schreiende und weinende Mütter suchten nach ihren Kindern, die zum Teil in ihrer Verwirrung den Platz verlassen und sich irgendwo versteckt hatten. Die Kinder waren durch den Schreck so erschüttert, daß sie am Anfang weder sprechen noch meinen noch irgendeine Auskunft über den Her­gang des Unglücks geben konnten. Der Augenzeuge berichtete weiter, daß er unter dem Klavier drei Kinder hervorgezogen hatte, zwei von ihnen waren t o t, das dritte konnte er noch lebend bergen. Es war mit dem Schreck davongekommen.

Wie wir noch erfahren, haben sich Reichsstatthal­ter Murr sowie die Vertreter des roürttembergi- schne Kultusministeriums sofort nach Bekanntwerden der Katastrophe an die Unglücksstätte begeben.

frontkämpferabzeichens das Augenmerk zu schenken haben. Das sei aber nur ein erster Aus­schnitt aus dem Aufgabengebiet, das vor dem NS.- Deutfchen Frontkämpferbund (Stahlhelm) liege.

Nachdem Minister Seldte auf die Bedeutung die­ser ersten Gründungsoersammlung hingewiesen hatte, schloß er mit folgenden Worten: Noch nie­mals haben die alten Frontsoldaten den Appell ver­säumt. Keiner versteht besser den Schicksalsruf unse­res Führers, und darum tritt der NS.-Deutfche Frontkämpferbund feinen neuen Weg in Magdeburg an, und auf den Appellruf unseres Führers Adolf Hitler klingt ihm als Meldung zur Kampfbereitschaft und Arbeitsbereitfchaft von uns allen der starke Ruf entgegen: Hier find mir zur Stelle, hier treten wir an und hiermit marschieren wir los zum Wohle von Volk und von Vaterland.

Huldigungstelegramm an Hindenburg und Hitler.

Aus Anlaß der Reichsführertagung des National­sozialistischen Deutschen Frontkämpferbundes (Stahl­helm) wurden folgende Begrüßungstelegramme ab» gesandt:

An den Herrn Reichspräsidenten Gene­ralfeldmarschall von Hindenburg, Berlin. 8000 Führer-Kameraden des NSDFB., die zur Reichsführertagung in Magdeburg versammelt sind, grüßen ihren verehrten Führer aus dem Weltkriege und aus Deutschlands schwer­ster Zeit und geloben dem verehrten Generalfeld­marschall und Reichspräsidenten unverbrüchliche Treue. Front Heil! (gez.) Franz Seldte, Bun­desführer."

An den Herrn Reichskanzler Adolf Hit- l e r, Berlin. Die zur Reichsführertagung versam­melten Führer des NSDFB. (Stahlhelm) senden ihrem obersten Führer Adolf Hitler kameradschaftliche Grüße und versichern unver­brüchliche Treue und Gefolgschaft. Front Heil Hitler! (gez.) Seldte, Bundesführer."

Weitere Telegramme wurden gesandt an Mini­sterpräsident General der Infanterie Hermann Göring, Vizekanzler von Papen .(Ehrenlan­desführer Westfalen), Reichswehrminister General­oberst vonBlomberg, Stabschef der SA. Reichs­minister Ernst Röhm, Generalfeldmarschall von Mackensen.

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Der Reichspräsident hat an den National­sozialistischen Deutschen Frontkämpferbund (Stahl­helm) auf ein Huldigungstelegramm mit folgendem Telegramm geantwortet:Haben Sie herzlichen Dank für Ihr freundliches Meingedenken anläßlich Ihrer heutigen Reichsführertagung und das mir ausgesprochene Treuegelöbnis, daß ich gern ent­gegennehme. Ich erwidere Ihre Grüße in alter kameradschaftlicher Verbundenheit.

Ein Telegramm des Ministerpräsidenten Göring lautet:Für die mir übersandten Grüße danke ich Ihnen und allen Kameraden mit den besten Wünschen für einen erfolgreichen Verlauf der Reichsführertagung. Heil Hitler!

Vizekanzler von Papen übersandte folgendes Telegramm:Ihnen und allen Kameraden im NSDFB. treueste Grüße. Ich weiß, daß die alten Frontkämpfer den Weg, den sie der nationalen Revolution bereitet haben, im Geiste des Füh­rers Schulter an Schulter mit allen denen marschieren werden, die ein neues Deutschland der Gerechtigkeit, der Ordnung, der Disziplin und des Friedens wünschen."

Hohe Strafen für Veruntreuungen beim Winterhilfswerk.

In Halberstadt wurde vom Erweiterten Schöffengericht das Urteil im Prozeß gegen die ehemaligen Leiter und Mitglieder der Halberstädter Zentrale des Winterhilfswerkes gefällt. Es erhielten gemäß dem Anträge des Staatsanwaltes unter Ab­erkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren: der bisherige Bezirks­amtswalter Alfred Winter zehn Jahre sechs Monate Zuchthaus, Kafsenwalter Wooge zehn Jahre Zuchthaus, Wilhelm Großmann sieben Jahre Zuchthaus, Walter Seeburg und Walter Bufchikowsky je fünf Jahre Zuchthaus. Die An­klage warf den Angeklagten Untreue, unberechtigte Aneignung und Ausgabe von Zuweisungen und

Bedarfsdeckungsscheinen, Beiseiteschaffung von Kon- tenbüchern unb Veruntreuung von 332 Mark aus dem Ergebnis des Winterhilfswerkes vor.

Hoher japanischer Marine- besuch in der Reichshauptstadt.

Berlin, 7. Mal. (DNB. Funkspruch.) Der Chef des zur Zeit im Mittelmeere weilenden japa­nischen Schulschiffgeschwaders Vizeadmiral M a t u f i t a traf heute gegen 9 Uhr auf dem Bahn­hof Friedrichstraße zu einem offiziellen B e - such in Berlin ein. In seiner Begleitung befan- ben sich die Kommandanten der Schulkreuzer Asama" undJwata" sowie mehrere Herren seines Stabes. Zu seiner Begrüßung hatten sich der japa­nische Marineattachs in Berlin y e n ö o, sowie zahl­reiche Mitglieder der japanischen Kolonie eingefun­den. Von deutscher Seite bemerkte man Kapitän Brückner von der Marineleitung des Reichs­wehrministeriums sowie Admiral B e h n ck e und Dr. Hack als Vertreter der Deutsch-japanischen Ge­sellschaft. Die japanischen Gäste werden um 12 Uhr vom Reichspräsident en Generalfeldmarschall von Hindenburg empfangen werden, um 14 Uhr folgen sie einer Einladung des Chefs der Marineleitung, Admiral Dr. h. c. Raeder, zu einem Frühstück. Am Abend findet ein Essen beim japanischen Botschaf­ter statt. Dienstagvormittag werden die japanischen Seeoffiziere vom Reichskanzler Adolf Hitler empfangen. Es folgen Besuche beim Reichsaußenminister und beim Reichsluftfahrt­minister, woran sich eine feierliche Kranzniederlegung am Ehrenmal Unter den Linden anschließt. Nacy einem Tee-Empfang treten die Gäste abends die Weiterreise nach London an. .

Das Ende der rumänischen Offiziers­verschwörung.

In B u k a r e st wurden die Teilnehmer der Offiziersverschwörung Oberstleutnant Pre- cup und sieben andere Stabs- und Subaltern­offiziere in Gegenwart der Bukarester Garnison öffentlich degradiert. Den zu je 10 Jah­ren Zuchthaus verurteilten acht Offizieren, die einen völlig gebrochenen Eindruck machten, wurde der Dekradierungsbefehl vom Festungskommandanten bekannt gegeben, worauf unter präsentiertem Ge­wehr der aufmarschierten Garnison die eigentliche Degradierung erfolgte. Mit der umschriebenen For­melUnroürbig, die Uniform zu tragen, degradiere ich Dich im Namen des Königs", riß der Artillerie- oberft Marinescu dem Oberstleutnant Precup die Treffen ab und zerbrach den Degen. Ein zweiter Stabsoffizier degradierte dann die "übrigen Offiziere. Jedesmal wenn ein Degen zerbrochen wurde, bliesen die vereinigten Trompeterkorps Fanfaren. Unmittel­bar darauf wurden die Verurteilten, die sich wäh­rend der ganzen peinlichen Aktion kaum aufrecht er­halten konnten, mehr tot als lebendig in die bereit- gestellten Polizeiautos verladen und unter starker Bewachung, begleitet von dem Pfeifen und den Der- wünfchungen einer vor der Kaserne zahlreich ver­sammelten Dolksmasse in das Zuchthaus von V a k a r e st i überführt.

Kunst und Wissenschaft.

3ahresversammlung des Deutschen Museums. Gedenkfeier für Oskar von Miller.

In München hielt das Deutsche Museum seine Jahresversammlung ab. Unter dem Eindruck des schweren Verlustes, den das Museum vor weni­gen Wochen durch den Tod seines genialen Schöp­fers Oskar von Miller erlitten hat, wurde von jeder Feierlichkeit abgesehen. Den Auftakt zu der Jahresversammlung gab die Gedenkfeier im Ehrensaal des Deutschen Museums. Eine große Versammlung oon Freunden und Förderern des Museums, von Vertretern der Behörden und der Kunst mit Ministerpräsident Siebert an der Spitze füllte den Raum. Die Gedächtnisrede hielt Geheimrat Dr. Zenneck, der den großen Toten als Elektrotechniker, als Schöpfer des Deutschen Museums und als Menschen würdigte. Musik schloß die eindrucksvolle Weihestunde.