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auf dem Lande den Besuch des Gießener Stadtthea­ters zu ermöglichen. Von dieser Gelegenheit wird auch reger Gebrauch gemacht. Der Wunsch der bis 19 Uhr im Geschäft tätigen Volksgenossen ist aber, ebenfalls eine passende Zuqverbindung zur Heim­fahrt zu haben. Einzelnen Angestellten ist es wohl möglich, in den Sommermonaten mit dem Fahrrad au fahren, andere müssen aber vier Stunden bis zur Abfahrt des Zuges warten. Bei weniger dringen­der Arbeit läßt es sich wohl einrichten, die Geschäfts­

zeit abzukürzen, damit der Zug 18.48 erreicht wer­den kann, auf die Dauer lost dies aber bei den anderen Angestellten Verstimmung aus, ganz abge­sehen davon, daß es nicht angenehm ist, den Chef jeweils um den notwendigen Urlaub zu bitten. Viel­leicht ließe es sich ermöglichen, einen der drei Züge oder einen Triebwagen so einzulegen, daß den bis 19 Uhr in Gießen in Arbeit stehenden Volksgenossen die Möglichkeit gegeben ist, früher zu Hause zu sein, als es gegenwärtig möglich ist. W. D.

Vor zwanzig Jahren: Eroberung von Lüttich.

Tagebuchnotizen aus dem großen Kriege.

einen seiner Offiziere und einen Arzt als Dol­metscher mit, ihnen die Wirkung unserer Mörser auf Loncin und Lantin zu zeigen. Man merkte, daß es den beiden Belgiern beim Anblick der zerstörten Werke unbehaglich wurde. Dann ging es in die Stadt zu dem gefangenen Kommandanten. Ihm wurde vorgehalten, daß auch nach preußischer Auf­fassung ein Festungskommandant seine Pflicht getan habe, wenn er seinen Platz so lange gehalten, wie er bis jetzt. Doch Leman war ein ganzer Mann. Ein tapferer Soldat übergibt sein Werk nicht, ehe es unter schwerem Feuer gelegen hat", war seine Antwort an die belgischen Offiziere. Bei dunkler Nacht wurden sie in ihr Fort zurückgebracht und ihnen gesagt, daß, wenn am 16. früh sechs Uhr die weiße Flagge nicht wehe, das Feuer eröffnet würde."

Von Oberarchivrat Carl Henke, Oberstleutnant a. D.

Es war fast Mitternacht, als ich den Auftrag bekam, die Batterie schwerer Küstenmörser, die auf

Am 4. August 1914 drangen die ersten deutschen Truppen in das Gebiet der Festung Lüttich ein. Bis zum 16. währte der Kampf um die endgültige Behauptung der Festung. Der Verfasser der nachstehenden persönlichen Erinnerungen war in den entscheidenden Ta­gen Generalstabsoffizier bei Exz. v. Einem, also an den getroffenen Maßnahmen un­mittelbar beteiligt.

Ordonnanzritt.

Endlich im Zuge. Die Ausfahrtkurve entzieht dem rückschauenden Blick das letzte Tücherwinken, die Gedanken gehen in die Zukunft. Noch am Mor­gen vor der Abfahrt hat eine Anfrage in Berlin die Bestätigung der Nachricht ergeben, daß Lüt­tich durch die immobil vorgeworfenen Brigaden unter General von Emmichs Befehl genommen sei. So scheint es, daß die Zweite Armee, zu der das unter General v. E i n e m s Kommando stehende 7. Armeekorps gehören soll, in aller Ruhe werde planmäßig aufmarschieren können. Daher ist die Stimmung gehoben und zuversichtlich. Bei Rhein­hausen geht's über den Strom. Kruppsche Werke grüßen zu uns empor, Deutschlands Rüstkammer. Noch ahnen auch wir Generalstabsoffiziere nichts von den riesigen 42-Zentimeter-Geschützen, deren Wir­kung wir bald kennenlernen sollen. So geheim ist ihre Anfertigung geblieben.

Unendlich langsam geht der Transport. Wohl zehn und mehr Stunden sind wir unterwegs, als der Zug in Stolberg hält. Im Halbdunkel des Bahnhofs tritt Generalleutnant v. d. B o r n e, der Führer der 14. Division, heran, und staunend er­fahren wir, daß es General v. E m m i ch zwar Ge­lungen sei, die Fortslinie zu durchbrechen, die Zi­tadelle und die Karthause zu nehmen, die Panzer­forts aber mit ihren weittragenden Geschützen in der Hand des Feindes geblieben seien.

Eupen auf dem stockdunklen Bahnhof wird ausgeladen. Der vorausgesandte Generalstabsoffi­zier bestätigt die Stolberger Nachrichten und Über­gibt den Befehl des Armeeführers, daß General v. E i n e m das 9., 7. und 10. Korps unterstellt seien mit dem Auftrage, Lüttichs Eroberung zu vollenden. In unserem Quartier trifft alsbald General Lu­de n d o r f f ein, als ehemaliger Kommandeur des Füsilier-Regiments 39 dem Generalkommando wohl­bekannt. Jetzt ist er Oberquartiermeister der Zwei­ten Armee. Unter seiner Führung war die 14. Bri­gade in die Festung durchgebrochen. Es mußte dort nicht zum besten stehen: General v. Emmick mit der 11., 14. und 27. Brigade in Lüttich, der Aufenthalt, der übrigen nicht bekannt, zwischen der deutschen Grenze und der Festung eine aufrührerische Be­völkerung, die mit allen Waffen von Tücke und Hinterlist den Volkskrieg führe. Die nötigen Befehle wurden gemacht. Mich traf das ehrenvolle Los, die im Südosten der Festung versprengten Brigaden aufzusuchen, ihnen die neuen Befehle zu über­bringen.

Müde zum Umfallen Schlaf hatte es seit dem 2. August kaum gegeben stürzte ich, während die Pferde gesattelt wurden, schnell zwei Tassen schwar­zen Kaffee hinunter. Da fuhr wieder ein Kraft­wagen vor das Hotel. Zwei Offiziere meldeten auf­geregt. Sie kamen vom Bahnhof Dolhain, dem ersten Ort jenseits der Grenze. Die am Abend ein- gerückte Ulanenschwadron sei überfallen und zusarn- mengeschossen worden; eine kleine Besatzung halte den Bahnhof. Ich sagte ihnen, daß ein Detachement bereits im Antreten sei, um über den Ort auf Ver- viers vorzugehen, sie sollten zurück und unter allen Umständen den Bahnhof halten. Dann ritt ich los.

Rechts und links am Straßenrand trabten mein Bursche, der wackere Jakob Schreiber, und ich dahin. Da scheut schnaubend mein Fuchs ein toter Zivilist liegt am Wege. Unheimlich leuchtet vor uns immer Heller werdender Brand auf. Als wir die Hauptstraße des Ortes erreichen, müssen wir uns durch Funkenregen und Gluthauch brennen­der Häuser, über umherliegende Sättel, Lanzen, Karabiner und tote Pferde den Weg suchen Aus einer Seitenstraße pfeifen uns Kugeln um die Ohren. Das erstemal, daß wir im Kriege den Ton hören. Am Dorfausgang finden wir die 4. Schwa­dron Ulanenregiments 16, von der ich auftrags­gemäß zwei Patrouillen mitnehmen sollte. Flackern­den Auges meldet ihr Führer, daß die auf der hellerleuchteten Straße ruhende Schwadron plötzlich aus den dunklen Häusern beschossen worden sei, ein großer Teil der Pferde sich losgerissen habe und in die Nacht verschwunden sei. Zwei Vizewacht­meister seien gefallen, ein Teil seiner Leute und Pferde verwundet, kaum 40 Pferde sei die Schwa­dron noch stark. An eine Mauer gedrückt standen mit verzerrten Gesichtern aus den Häusern geholte Einwohner, vor ihnen kniete ein Gruppe Ulanen mit fertiggemachtem Karabiner ... So begann für mich der Kampf um Lüttich. Mein Ritt ging weiter. Am Spätnachmittag kam ich nach Eupen zurück, den Verbleib der gesuchten Brigaden zu melden.

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Acht Tage später, wieder an einem Samstag, verlegte das Generalkommando Einem sein Hauptquartier nach Lüttich hinein. Die Forts der Ostfront waren jetzt gefallen und auf dem west­lichen Maasufer hatte das Fort de Pontiffe, das der 1. Armee den Durchzug zwischen der Festung und der holländischen Grenze sperrte, zwei Tage vorher die weiße Flagge gezeigt. Heute verkündete seit Tagesanbruch von Norden her das Grollen schwerster Mörser, daß der Kampf um die Forts Loncin und Lantin begonnen hatte. Da plötzlich gegen 5 Uhr erschütterte eine gewaltige Detonation den Boden, daß Fenster klirrten und Türen auf­sprangen. Eine 42-Zentimeter-Granate war in das Munitionsmagazin des Forts Loncin geschlagen und hatte es in einen Trümmerhaufen verwandelt. Wie Kiesel in einem Wildbach waren die Betonklötze umhergestreut. Weit klaffte das Werk, offen lagen dem Blick auseinandergeborsten die Hohlgänge, Überall umher gestreut Geschosse schwerer Kaliber, vermischt mit der Patronenmunition^ der Sturmab­

wehrgeschütze. Auf der Vorderseite war ein Panzer­turm in die Lust gehoben worden; sich überschlagend war er auf das Fort zurückgefallen und lag nun da gleich einer riesigen Schildkröte auf dem Rücken. Gräßlich roch es nach Puloergasen, Staub und verbranntem Fleisch ...

Als ich eine Stunde später durch die Stadt ging, wurde ich durch schüchterne Zurufe von Einwohnern auf einen im scharfen Trabe fahrenden Kutschwagen aufmerksam. Die Stirn verbunden, lehnte im Fond ein belgischer Offizier, General Leman. Der tapfere Kommandant Lüttichs hatte nach dem Ein­bringen der deutschen Brigaden in dem festesten seiner Forts bis zuletzt ausgeharrt. Nun fuhr er Ön, auf Ehrenwort freigegeben, in fein Haus, ben hatte Oberst v. Wolff als Chef des Generalstabs am Fort Loncin einen schwerwiegen­den Entschluß gefaßt.Die Trümmer von Loncin", so erzählte der Generalstabschef am Abend,die stöhnenden, verbrannten und zerfetzten Menschen hatten uns auf den Gedanken gebracht, unnützes Blutvergießen zu vermeiden. Mit Parlamentär­flaggen näherten wir uns sieben Uhr abends dem Fort Hollogne. Mit verbundenen Augen wurden wir in eine Kasematte geführt, wo uns der Fort­kommandant empfing Ungläubig lächelte er auf unsere Eröffnung, daß schon zehn der zwölf starken Panzerforts gefallen seien. Doch dann gab er uns

einem freien Platz in Lüttich gegen Hollogne und Flömalle eingebaut wurde, aufzusuchen. Die ge­spannte Pistole in der Hand, suchte ich den Weg durch die dunkle Stadt. Unheimlich hallte der Schritt in den stillen Straßen. Hier und da huschte eine Gestalt bei meiner Annäherung um die nächste Ecke oder in einen Torweg hinein. Nach manchem Um­weg fand ich schließlich die Batterie. Wie ein riesi­ges Grab gähnte mir wohl acht Meter im Geviert und zwei Meter tief das eben vollendete Loch für die Bettung des Mörsers entgegen. Ich ließ mir den Befehl, nicht vor sieben Uhr früh das Feuer zu eröffnen, bestätigen, bann machte ich' mich auf ben Rückweg. Dichter Nebel nahm am frühen Mor­gen zunächst jebe Sicht. Noch in ber Nacht war ber belgische Offizier roieber erschienen. Nach Abschluß ber Verhanblung fuhr ein Generalstabsoffizier bes Korps mit ihm hinaus, bie Genehmigung bes Fort- fommanbanten einzuholen. Auf bem Glacis ange­kommen, schlug krachenb vor ihnen ber erste Schuß in bas Hinbernis bes Werkes. Zwar hatte bie Bat­terie bis gegen acht Uhr mit ber Feuereröffnung gewartet, boch erst als bie Sonne burchbrach, er­kannte ihr Beobachter bie weiße Flagge. Lüttichs letztes Fort war gefallen, ber Weg burch Belgien war frei. Am nächsten Tag begann planmäßig ber Vormarsch ber beutschen Armee.

Berliner Gedenkfeier am 20. Jahrestage des Kriegsausbruches.

Am Abenb bes 2. August veranstalteten Truppenteile ber Garnison Berlin unb ber Landespolizei, Slborbnungen bes Kyffhäuferbunbes unb nationcllsoziialistische Verbänbe im Berliner luftgarten anläßlich bes Jahrestages ber Mobilmachung eine (Bebenffeier, mit der gleichzeitig eine trauer» funbgebung für ben verstorbenen Reichspräsibenten verbunden war.

Aus aller Well.

FurchtbareCholera-EpidemieinIudien. Bisher über 5500 Todesopfer.

3m Bezirk Ganjam in der indischen Provinz Ma­dras ist eine furchtbare Eholera-Maf- fenerkrankung ausgebrochen. 20 Aerzte haben sich von Kalkutta aus im Flugzeug an Ort und Stelle begeben. Die Landstraßen sind beinahe unpassierbar infolge der vielen von Ochsen gezoge­nen Karren, auf denen die Toten zu den landes­üblichen Scheiterhaufen befördert werden. Die amt­liche Liste der Toten verzeichnet bisher mehr a t s 1 0 0 0 Opfer, man befurchtet aber, daß die Zahl weitaus höher ist, weil viele Bauern aus Angst vor der Anmeldung bei den Behörden ihre Toten dem Feuer übergeben. Die Arbeit der Aerzte ist außerordentlich erschwert durch die Abneigung der Eingeborenen gegen das Impfen, weil diese be­fürchten, durch eine solche Handlung die Göttin, auf deren Zorn sie die Masfenerkrankung zurückführen, noch mehr zu reizen. Auch die Zentralprovinzen und die vereinigten Provinzen Indiens sind von der Cholera ersaßt, die seit Anfang Iuli schon über 5 5 0 0 Opfer gefordert hat. In den Zentralprovinzen allein st a r b e n in der vorigen Woche 1500 Menschen.

Die schwarze Bauernfahne von Neumünster.

DieSchwarze Bauernfahne", unter der die schleswig-holsteinischen Bauern bei ihrem Aufmarsch am 1. August 1929 gegen bas System unb für bie Freiheit bes Bauernftanbes kämpften, ist vom Bezirksbauernführer Schwarzloh, Neu­münster, b e m Führer zum Geschenk an- geboten worben. Nach einer Mitteilung ber Kanzlei bes Führers hat ber Befreier bes beutschen Bauern­tums Abolf Hitler bas Geschenk angenommen, bas seinen künftigen Aufbewahrungsort in ber Kanzlei bes Führers finben soll.

Die Riesenerbschaft aus Amerika.

Die SO-Millionen-Dollar-Hinter- l a s s e n s ch a f t bes Amerikaners Daniel Petras, von ber, wie bereits gemelbet, Zweibrittel nach Deutfchlanb entfallen, darf nach ben bisherigen Ermittlungen als einwandfrei erachtet werden. Aus

den oorgemiefenen Schriftstücken, unter denen sich auch bereits bie Anmelbung ber Devisen an bie Reichsbank befanb, bestätigt sich, baß bas märchen­haft Klingenbe einmal Wirklichkeit werben kann. Zu ber Vorgeschichte dieser Erbschaftsangelegenheit gibt ber bevollmächtigte Sohn ber Berliner Erbin R. noch einige interessante Einzelheiten. Anfänglich hatten mehr als 60 Personen Ansprüche geltenb gemacht. Erbberechtigt waren jeboch nur bie Schwester bes Verstorbenen in Berlin, Frau R., geborene Petras, ein Bruber in Posen, ber einen in Essen lebenben Sohn hat, unb ein anberer Bru­ber in Warschau. Nachbem sich bie Erbberechtigung ber brei Personen enbgültig herausgestellt hatte, starb plötzlich ber in Posen lebenbe Bruber unter ganz eigenartigen Umftänben. Sein Tob würbe von ben bort lebenben unb entfernten Verwanbten selt­samerweise oollftänbig geheimgehalten, unb auch ber in Essen lebenbe Sühn erfuhr nichts von bem Tobe seines Vaters. Erst brei Monate später erfuhr es burch Zufall Frau R. in Berlin unb übermittelte bie Nachricht sofort ihrem Neffen nach Essen. Dieser fuhr nunmehr fchnellstens nach Posen, um bort bie Vorgänge zu klären. In Posen aber würbe er von bisher noch unbekannt gebliebenen Tätern überfallen unb erlitt eine Kopf. Verletzung. Obwohl es sich nur um eine leichtere Verletzung hanbelt, würbe auf bem Posener Stan- besamt fälschlicherweise bie Tobesanzeige erstattet. Es barf angenommen werben, baß bie Akten in biefer geheimnisvollen Angelegenheit noch nicht enbgültig geschlossen sinb. Der Berliner Erbin unb ihrem Sohn kam bie Nachricht von ber Riesen­hinterlassenschaft keineswegs überrafchenb, benn Daniel Petras ist bereits vor 11 Jahren gestorben. Das Testament bürste jeboch nach feinem Willen erst 10 Jahre nach feinem Tobe geöffnet werben.

Qualvoller Tod durch einen Wespenstich.

Auf qualvolle Weise büßte in Bissenberg (Kreis Metzlar) bie 26jährige Hausangestellte Else Klee- m a n n ihr Leben ein. Beim Wassertrinken würbe sie plötzlich unterhalb bes Kehlkopfes von einer Wespe gestochen, bie sich im Wasser befunben haben muß. Sie schrie laut auf, unb nach kurzen Erbrechenserscheinungen kam bas tote Insekt roieber Zutage. Nun begann ein entsetzlicher Kampf um Luft. Dis Luftröhre schwoll allmählich zu, so daß

Die Siegerplakette für bie Europa-Schwimm- Meisterschaften, bie vorn 12. bis 19. August in Magbeburg ftattfinben, besteht aus Bern­stein. Die Plakette, bie von ber Staatlichen Bernstein-Manufaktur in Königsberg geschaffen würbe, zeigt in Negativschnitt bas Wappen ber Stabt Magbeburg.

Turnierreiter Freiherr von Langen f.

Rittmeister a. D. Freiherr von ß a n g e njift im Alter von 49 Jahren ben Folgen bes Sturzes erlegen, ben er bei der Olympia-Vorprüfung in Döderitz in ber vorigen Woche getan hat. Er war einer ber besten beutschen Turnierreiter, ber auch einen Olympiasieg für Deutfchlanb erringen konnte.

bas Atmen zur Unmöglichkeit würbe. Ein sofort herbeigerufener Arzt nahm Wieberbeledungsversuche vor unb führte einen Luftröhrenschnitt aus. Aber seine Hilfe kam zu spät. Das Mäbchen war bereits g e ft o r b e n.

Ein Mörder stellt sich der Polizei.

Dieser Tage erschien bei ber Staatsanwaltschaft in Saarbrücken ein Mann, ber sich mit ben Worten Ich habe einen Morb begangen" stellte. Es hanbelt sich um ben 32jährigen Franz (3 o e r g e n aus Saarlouis-Roben, ber seit bem 15. Juni flüchtig war unb wegen Ermorbung seines Schwiegervaters streckbrieflich'gesucht würbe. Goergen würbe sofort in Haft genommen unb bem Untersuchungsrichter vorgeführt. Er hatte am 15. Juni in ber Wohnung seines Schwiegervaters in Fraulautern (Saar) seine Frau schwer unb seine Schwiegermutter leicht ver­letzt. Auf ber Treppe traf er seinen Schwieger­vater, ben er sofort nieberschoß. Wie ber Tä­ter in einem kurzen Verhör angab, hat er sich in der letzten Zeit meist in Lothringen aufgehalten.

Kamps mit einer Kreuzotter.

Aus Bacharach am Rhein wirb gemeldet: Auf ber Höhe bei Mebenscheib waren Zigeuner im Be­griff, auf einer Wiese zu lagern, plötzlich sprang aus dem Geröll eine Kreuzotter mehrere Male an einem Zigeuner hoch unb versuchte, ihm Bisse beizubringen. Die übrigen Zigeuner bewaffneten sich mit Knüppeln, unb es gelang ihnen nach eini­ger Zeit, das speiende unb wütende Reptil zu tref­fen unb schließlich zu töten. Die giftige Schlange hatte eine Länge von etwas über einem Meter.

Bergwerksbrand bei Kassel.

In einem in ber Umgebung Kassels befinblichen Bergwerk brach in einem Flöz Feuer aus. Der gefährlich aussehenbe Branb konnte von ben ein­gefallenen Bergleuten selbst gelöscht werben. Bei ben Löscharbeiten ereignete sich leider ein Unglücks­fall. Ein 27jähriger Bergmann aus Dörnberg, ber währenb bes Löschens Kohlenoxybgase eingeatmet hatte, würbe mit einer schweren Vergiftung geborgen. Er würbe bem Lanbeskrankenhaus zu- geführt.

Teerkesselexplosion in Hannover. Zwei Tote, mehrere Verletzte.

3n Hannover ereignete sich ein folgenschweres Explosionsunglück. Ein großer Teerspritz­kessel explobierte mit großem Getose. Mit ungeheu­rer Wucht würbe der Kesfel in bie Luft geschleudert. Durch bie herumfliegenden Maschinenteile wurden zwei Arbeiter getötet unb ein weiterer schwer verletzt. Ferner erlitten mehrere Kinber, bie ben Arbeiten zusahen, Verletzungen, Durch ben Luftdruck würben in ben nahegelegenen Häusern unzählige Fensterscheiben zertrümmert.

SchulschiffDeutschland" in der Danziger Bucht.

Das deutsche SegelschulschiffDeutfchlanb^ traf auf ber Reebe vor Zoppot ein. Die Schiffs« besatzung unternimmt eine Reife nach Marienburg. Am Dienstag unternimmt bieDeutschland" mit geladenen Gästen an Bord eine Kreuzerfahrt in der Danziger Bucht.