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Juristisches Schulungslager auf Burg Gleiberg

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^ndet der Empfang der mit Son- erhofften Erfolg.

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j. I -uciuunuenven zulammen, dies ersten iuriftifrhpn tor. Zum Schlüsse seiner Slüsfnbrn 2SÄ Begrußungsabend.

Pause schloß sich dann der Kamerad-

Qben° Qn- bcr bie Lagerteilnehmer mit den Gasten noch eine gemütliche Stunde vereinte.

Nach dem Abendbrot vereinigte der Kaisersaal die Kursusteilnehmer mit den zahlreich erschienenen Gästen zu dem Begrühungsabend, dem sich ein Ka­meradschaftsabend anschloß. Der Schulungsleiter Adam begrüßte mit herzlichen Worten die Gäste und seine Kgmeraden. Seiner Rede entnehmen wir folgendes: Selten werdet Ihr bisher in einer solchen Gemeinschaft zusammengekommen sein. Wir haben dieses Lager einberufen, um mitzuhelfen, das Rechtsleben wieder deutsch zu gestalten. Groß sei das Ziel, das wir uns stecken, klein der Anfang zwar. Aber trotzdem wollen wir in diesen Tagen mutig an die Arbeit gehen, und in einigen Jahren werden wir sagen können, wir sind auf dem rechten Wege, ein neues Recht dem deutschen Volke schenken zu können.

wr. Zum Schluffe feiner Ausführungen wünschte der yUnf'i,den ^lung-,uger den

ttefempfunbenen Worten und flocht dcrbet einige weitere köstliche Erlebnisse seines Lebensweges er­zählend ein.

Ernennungen zum Ehrenmitglied.

Die Historische Kommission für den Dolksstaat Hessen wünscht ihrem Senior

Herrn Geheimerat Prof. Dr. Otto B e h a g h e l Glück zu seinem achtzigsten Geburtstag, dankt ihm für seine Mitarbeit an ihrer Begründung, an ihren Unternehmungen und Beratungen und ernennt ihn in Anerkennung seiner Verdienste um die hessische Geschichtsforschung zu ihrem Ehrenmitglied.

Darmstadt, den 3. Mai 1934.

Der Vorsitzende der Historischen Kommission für den Volksstaat Hessen.

gez. R i n g s h a u s e n, Ministerialrat.

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Bornottzen.

Tageskalender für Freitag. Stadt­theater: 19 bis nach 22.30 Uhr:Försterchristl". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Rakoczy-Marsch". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg:Eine Razzia in Paris" undEndkampf".

Am nächsten Sonntag findet in Gießen der letzte Appell des Stahlhelm (Bund der Frontsoldaten) und erste Appell des NS.-Deutschen Frontkämpfer- (Stahlhelm) im Kreisverband Oberhessen statt. Mit dem Treffen wird eine besondere Ehrung öer alten Stahlhelm- und Freikorpskämpfer verbun- oen sein. Wie man uns mitteilt, wird ein Ehren- inrHrf» UTn 9 Uhr vormittags den kommis-

LTrffi Landesfuhrer des NSDFB., General a. D. Hihror^h a *V.r unb bisherigen Landes-

& i(Bund der Frontsoldaten) Dr.

Reichslusischuh!

Die gefährlichste Waffe der modernen Kriegs- technik ist die Flugwaffe. Schutzlos ist Deutschland der Willkür fremder hochgerüsteter Luftstreitkräfte ausgesetzt. Aus der Erkenntnis der unendlichen Ge­fahren, die im Ernstfalls für die Bevölkerung be­ziehen, fetzt nach dem Willen der Reichsregierung eine gewaltige Aufklärungs- und Schulungsaktion em. Der Reichsluftschutzbund wurde vom Luftfahrt­ministerium mit der schnellsten Durchführung dieser Aufgabe betraut. In einer Reihe von Zeitungsver­öffentlichungen und Veranstaltungen wird in der nächsten Zeit jedem Volksgenossen bewiesen, daß er im Interesse seines Volkes, der Heimat und des eige­nen Lebens Mitglied des Reichsluft- schutzbundes werden muß, um im Falle der tatsächlichen Gefahr zu wissen, wie er sich zu ver­halten hat. Mit dem Jahresmindestbeitrag von 1 RM. bringt er das Opfer, das die Erreichung der Bestrebungen des Reichsluftschutzbundes in Kürze gewährleistet.

Zur Warnung.

Die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" teilt mit:

In der letzten Zeit mehren sich die Fälle, in denen zu geschäftlichen Zwecken die Bezeichnung der NS.- GemeinschaftKraft durch Freude",Kraft durch Freude", benutzt wird. Wir weisen nochmals darauf hin, daß wir fortan diese Benutzung strafrechtlich verfolgen werden. Die BezeichnungKraft durch Freude" ist nur mit unserer ausdrücklichen Geneh- migung zu verwenden.

llrlauberzugStraff durch Freude" zur Nordsee.

Der am 6. Mai angesetzte Urlauberzug nach Hamburg mit anschließender Seefahrt fährt am Sonntag abend. Für die Urlauber unseres Gaues sind Emsteigeftellen Darmstadt, Frankfurt a. M Friedberg, Gießen und Marburg. Der Verlauf der Fahrt wird wie folgt sein: Ankunft in Ham- bürg Montaa morgen gegen 7 Uhr. Um 8 Uhr Be- steigen des DampfersMonte Olivia", anschließend Hafen- und Stadtbesichtigung, sowie Begrüßung durch die Hamburger Kameraden. Am Dienstag geht der Dampfer in See und je nach Wetterlage in den Kanal oder die Nordsee (dänische Küste). Die Rückkehr wird voraussichtlich Sonntag abend sein. Die Schiffs- und Bahnfahrkarten werden den Zugteilnehmern durch die Kreisleitungen am Sams­tag nachmittag ausgehändigt. Die genauen Abfahrt­zeiten werden am Samstag in der Presse noch be­kanntgegeben. Die Fahrtteilnehmer haben sich recht­zeitig an den Einsteigebahnhöfen einzufinden.

Aufmarsch des oberhefsischen Stahl­helm in Gießen.

In Vertretung des Gauführers des BNSDJ. prach der Bezirksobmann für Oberhessen Pg. Luley zu den Gästen und Studenten. Er überbrachte die Grüße der Gauführung und des Justizministeriums. Dabei betonte der Redner, daß in Juristenkreisen diesem Lager viel Interesse entgegengebracht werde. Die Erfolge dieses Lagers würden nicht ausbleiben, wenn das Lager nationalsozialistisch durchgeführt werde. Schon habe der Gleiberg in früheren Jahren Studenten in seinen Mauern vereinigt, aber damals tand die studierende Jugend im Kampfe gegen den Staat. Heute seien Staat und Jugend eins, beide eien bestrebt, eine echte Führerschicht heranzubilden im Geiste der nationalsozialistischen Volksgemein- chaft. Jeder solle sich merken, daß man allein nichts ist' rn der Gemeinschaft aber alles. Mit diesen Wor- ten wünschte er dem Lager ein gutes Gelingen. ^?ch Ni- Luley richtete der Bürgermeister der Stadt Gießen, Dr. Hamm, einige Worte der Be- grüßung namens der Stadt an die Versammelten. Dr. Hamm sprach zunächst davon, wie im Mittel- alter eine Stadt besiedelt wurde und nach mittel- österlichem Recht erbaut worden fei. Im heutigen Staat wollen wir bei der Siedlung auf eine gesunde ©runblage kommen, hierbei müsse der Jurist dem Städtebauer helfen. Zu dem Lager Gleiberg sagte Dr. Hamm: Wir Gießener haben an dem Gleiberg ein aI*cs anoenMtütf und Ausflugsort. Wenn mdn vom Gleiberg auf die Stadt Gießen schaue, so böte fid) bie Stadt und die Universität dem Auge als Einheit dar. Aber auch in Wirklichkeit sei dies der Fall, denn seit Jahren arbeiten Stadt und Uni- versitat in engster Verbundenheit zusammen dies

zum Marsch von Oswaldsgarten aus durch die Stadt zur Volkshalle angetreten, von 16 Uhr ab folgt dann ein Festakt in der Volkshalle, bei dem auch die Familienangehörigen zugelassen sind. Ab 20 Uhr wird kameradschaftliches Beisammensein in der Dolkshalle den xag beschließen. (Siehe heutige

Baumblüte.

Wir stehen mitten im Frühling, in der Zeit, da die linden Lüfte erwacht sind und in diesem Jahre sich sogar zu hochsommerlichen Gluten entwickelten. Die Knospen haben sich entfaltet allüberall.

Die eine ober andere Blumen- ober Baumart hat schon abgeblüht: ber Himmelsschlüssel im feuchten Walbesgrunbe unb auf ber Wiese, die Steinobst­bäume und die Birne.

Doch die schönste Blüte in Feld und Garten, die Apfelblute, entzückt noch unser Auge. Fast über­reichlich ist sie in diesem Jahxe gediehen. An man­chen Baumen kann man in ber Krone roeber Stamm noch Aeste sehen: In einem einzigen Rie- senblutenstrauß finb sie verschwunben. Das Auge hängt mit Entzücken an diesem Wunder ber Natur.

Aber alle Blütenpracht ist nur eine Ahnung, eine Hoffnung. Der Blütentraum ist zu schön, um ganz wahr werben zu können.

Du träumtest gewiß schon einmal von herrlichen Dingen. Etwa, baß bu auf hohem Berge saßest, daß zu deinen Füßen gesegnete Felder lagen, von deren Wegen dir die Menschen freundlich zuwinkten. Und bu träumtest, baß die gesegneten Fluren bir gehörten, bir ganz allein. Aber bann kam ein Er- wachen, bas dich enttäuschte. Der Traum zerflog, zerstiebte in ein Nichts. Klein unb bescheiben gingst bu roieber an beine Arbeit bes Alltags. So kann es wohl auch mit ber Baumblüte werben, bie an sich doch volle Wirklichkeit ist.

Von tausend Dingen hängt ihre Entwicklung ab, von Dingen, denen der Mensch machtlos gegenüber- sieht unb über bie nur eine höhere Macht verfügt, von Regen, Sonnenschein unb Kälte, bazu vom Bienenfleiß unb auch von schäblichem Getier man­nigfacher Art.

Das Auge, das da göttlicher Natur ist, erfreute sich an ben Wundern ber Blütenpracht, jetzt im zeitigen Frühjahr, zur wunberschönen Maienzeit, zu allermeist. Aber nicht ohne Sorge besieht ber ©artenfreunb unb ber obstzüchtenbe ßanbmann bie a ufr?$L änb ber mit ihm benfenbe Mensch versteht feine Sorge. Gehört boch bie Baumblüte n bem Besitzer bes Baumes allein, nein, sie tft an sich unb m ihrer Entwicklung, ganz nüchtern gesprochen, volkseigen. Gedeiht bie Entwicklung, er- e om Baum unb wir wissen, baß Millwrben von Bluten unb kleinen Früchten in ben Buscheln der Jungftuchte ihr Leben lassen müs- fen so kommt bie Ernte bem ganzen Volk zu- gut, das dereinst zur Herbst- unb Winterszeit ben Segen ber Baume genießen bars. Der Baumbesitzer ist nur Verwalter eines Volksgutes, so wie es ber Canbmann ist ber im Schweiße seines Angesichts die Felber bestellt, um baraus für sich unb anbere Nahrung zu schaffen.

v fiwf s° mancher verstehen gelernt, wie eng die Schicksale ber Menschen unb bie Schicksale ber Menschen und Dinge miteinander verflochten sind Emer schafft für den andern, einer hilft bem an- bem ober wirb noch lernen, es zu tun. Wir leben m einem neuen Frühling bes Volkes. Auch an ber Baumblüte geht fo mancher achtlos vorüber ober murrt unb schilt gar, weil ber Baum, ber bie Blü- ienpracht trägt, nicht ihm ihm allein gehört. Wer aber tiefer in die Dinge sieht, der weiß, daß ber Segen, der in ber Blütenpracht steht, letzten Endes allen zugute kommen wirb.

Für Maulwurf unb Wühlmaus blühen die Baume umsonst. Dem aber, ber sehenben Auges ist, ist bie Blüte Symbol unb Hoffnung zugleich.

Am Mittwochabend begann auf dem Gleiberg ein mehrtägiges Schulungslager für Juristen. Die Lei­tung der Schulung liegt in den Händen des Füh­rers der Gießener Studentenschaft und des Leiters der juristischen Fachschaft, cand. jur. Heins Jürgen Adam. Lagerleiter ist wiederum Hans Fritz Schu­ster (Gießen). Gegen 19 Uhr versammelten sich die Schulungsteilnehmer auf dem Turm der Burg, wo die Lagerfahne feierlich gehißt wurde, cand. jur. H. Ä. Adam machte auf bie Bedeutung dieses Lagers aufmerksam unb richtete einige ermahnende Worte an die Versammelten.

Die Hessische Vereinigung für Volkskunde er­nennt ihr Mitglied

Geheimerat Professor Dr. phil., Dr. jur. h. c. Otto Behaghel, ben Begründer ihrer volkskunblichen Sammlung, ben Erzieher ber Germanisten unseres Hessenlan­des zur wissenschaftlichen Erforschung bes heimi­schen Volkstums unb unserer hessischen Mund- arten, an feinem achtzigsten Geburtstag in herz­licher Dankbarkeit zu ihrem'

Ehrenmitglieb.

Gießen unb Friedberg, 3. Mai 1934.

gez. Dr. Georg Faber.

Oer Dank des Deutschen Sprachvereins

Berlin, den 28. April 1934.

Hochverehrter Herr Geheimerat!

Die große Freude des Tages, an dem Sie das neunte Jahrzehnt, Ihres fruchtbaren und segens­reichen Lebens beginnen, teilt von Herzen auch der Deutsche Sprachverein, denn Ihrem Rat, Ihrer tätigen Hilfe und Ihrem in ber ganzen wissenschaftlichen Welt leuchtenben Namen ver- bantt er ein gut Teil bes Ansehens, bas er jetzt überall genießt.

Als ein äußeres Zeichen unserer großen Dank­barkeit überreiche ich Ihnen ben golbenen Ehrenring bes Vereins unb bitte Sie, ihn bem Deutschen Sprachverein zu Ehren zu tragen.

Mit bem innigen Wunsche, daß Ihnen noch Jahre unveränberter Rüstigkeit unb Schaffens- freube beschieben fein mögen, begrüße ich Sie mit herzlichem Heilgruß sehr ergeben

Hierauf begrüßte der Rektor der Landesuniver- sität Prof. Bornkamm die Juristen. Sie feiert hier zufammengekommen, um gemeinsam zu leben und zu arbeiten. Ein kostbares Gut sei den Juristen vom deutschen Volke übertragen worden, nämlich das deutsche Recht. Dieses gelte es nun nach deut­schem Sinne umzugestalten, ohne bas seitherige Recht zu verletzen ober zu brechen. Man solle nur mit Mut unb fester Hanb barangehen. In diesem Sinne wünschte ber Rektor diesem Schulungslagxr einen fruchtbaren Erfolg.

Im Namen der Gaugruppe der Assessoren und Referendare im BNSDJ. des juristischen Nach­wuchses überbrachte der Gaugruppenleiter für Hessen Pg. Regierungs-Assessor D e n z e r die Grüße der Kameraden. Dann zeigte Pg. Denzer an Hand von einigen Beispielen, wie sehr das heutige Recht noch im argen liege. Das römische Recht dürfe man nur noch kritisch betrachten, um das neue deutsche danach zu verbessern, denn es sei immer volksfremd geblieben. Es fei erstanden ohne Fühlung mit dem Boden des Volkes. Die Formaljuristen könne man heute nicht mehr gebrauchen, überhaupt müsse der, der deutsches Recht sprechen will, erst National- sozialist sein, sonst spreche er nämlich nur Para­graphenrecht, bas vom Volke nicht verstauben werben könne. Im Vorbergrunb stehe baher heute keine große Facharbeit, fonbern zunächst bie poli­tische Schulung. Man dürfe nicht eher anfangen, sich zu streiten, bevor man nicht die Grundlage gelegt habe, richtiger Nationalsozialist zu sein. Es gäbe in Deutschland nur einen hundertprozentigen Nationalsozialisten, und das sei unser Führer Adolf Hitler. Wir anderen alle hätten nur Prozente, die wir durch Arbeit erhöhen müßten, damit wir Hitler ähnlich würden. Dann sprach Pg. Denzer von der heutigen deutschen Jugend, die, wenn sie auch nicht der Frontgeneration angehörte, Großes für Deutschland geleistet habe und noch leisten werde. Die deutsche Jugend sei der Maurer am Dau des Dritten Reiches und der Träger der Evolution. Unsere Aufgabe sei hier, mitzuschaffen für ein Volk, ein Reich und für ein Recht. Die Worte des Gaugruppenleiters wurden mit großem Beifall aufgenommen.

Am Schluffe des offiziellen Teiles des Begrü- ßungsabends sprach der Dekan ber juristischen Fakultät Pg. Prof. Bley (Gießen). Unsere poli- tische Schulung, so führte ber Dekan aus, ist fach- ltd) unb wir versuchen, sie im Recht zu verwirk- lichen. Heute sei bie Gelegenheit geboten, sich schöpferisch zu betätigen unb etwas Neues zu for­men unb zu gltebern. Abolf Hitler habe schon immer biefe Bestrebungen geförbert. Wir brauchen keine neuen Gesetze, fonbern bie Gesetze müßten nur im neuen Geiste ausgelegt werden. Die Geschichte muffe als Lehrmeisterin gefragt werden, jede Ge- schichte habe ihr eigenes Recht gehabt. Heute mässe !?an den Dingen unmittelbar ins Auge sehen, denn der Kampf um die Macht sei vorbei und die Auf- bauarbeit beginne. Dies sei die Aufgabe dieses Or» ^ckulungslagers. Das gemeinsam

essel-Lied schloß ben offiziellen

Verzügen eintreffenben auswärtigen Kameraden statt. Vom Oswaldsgarten aus folgt gegen 10 Uhr ber Abmarsch zum Trieb. Dort findet um II Uhr Feldgottesbienst mit anschließenbem Parademarsch statt. Nach Feldküchenverpflegung ber auswärtigen Stahlhelmer in ber Dolkshalle wirb um 15 Uhr

mtf, daß Geheimerat Veyaghek zum Ehrenmit- glieb ber Hessischen Vereinigung für Volkskunde ernannt worben sei. Außerdem brachte ber Redner die Glückwünsche der Universi­tätsbibliothek zum Ausdruck.

Für die Philosophische Fakultät der Universität Basel, zu deren Lehrkörper Behaghel vor einer lan­gen Reihe von Jahren gehörte, sprach Prof. Dr. Hoffmann-Krayerin herzlichen Worten Dank, Gruß unb Glückwunsch der 475 Jahre alten Uni­versität Bafel, ihrer Philosophischen Fakultät unb insbesondere bes Deutschen Seminars aus.

Weiterhin beglückwünschten ben Gelehrten Ver­treter ber zweiten Abteilung der Philosophischen Fakultät, ber Theologischen, der Medizinischen, der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Gie- ßen, schließlich noch Dr. A r n tz (Bonn) aus dem gegenwärtigen Schülerkreis des Gelehrten. Dabei wurden von ben Sprechern herrliche Blumenspenden übereicht.

Hierauf bankte Geheimerat Behagh.el in be­wegten Worten für bie reichen Ehrungen. Er brachte dabei zum Ausdruck, baß biefe offizielle Feier für ihn außerordentlich überraschend gekommen sei, da er seinen 80. Geburtstag nur im Kreise der Fa­milie hätte begehen wollen. Die freundliche Gesin­nung, die aus der Veranstaltung dieser Feier spreche, begrüßte er mit herzlicher Dankbarkeit. Sodann gab er in launiger Erzählung Einblicke in feinen Lebensgang als Student, junger Doktor und Hochschullehrer, wobei man mancherlei denkwürdige Begebenheit erfuhr, die die Persönlichkeit Behaghels noch schätzenswerter machte als bisher schon.

Im Anschluß an die Feier im kleinen Kreise sand zu Ehren des Geheimerats Behaghel im gro­ßen Saale des Studentenhauses ein gemeinsames Abendessen statt, an dem sich viele Mitglieder des Lehrkörpers unserer Alma mater Ludoviciana, fer­ner Vertreter auswärtiger Universitäten und wissen- sckaftlicher Körperschaften, sowie zahlreiche Gießener Mitbürger beteiligten. Im Verlaufe des Essens würdigten die Professoren Viötor (Gießen), Güntert als Dekan ber philosophischen Fakul­tät Heibelberg, Hoffmann-Kraner (Basel), Helm (Marburg), Horn (Berlin), Eger (Gie­ßen) und Krüger (Gießen) ben Menschen und Gelehrten Behaghel, wie auch fein Wirken als For­scher unb Hochschullehrer In herzlichen Ansprachen. Diel Liebe unb Verehrung für den hochverdienten Wissenschaftler und Träger eines weltberühmten Namens kamen in diesen Worten zum Ausdruck unb sanden bei ben Zuhörern starken Widerhall. Von besonderem Interesse war die Mitteilung von Prof. Eger, daß im Garten des Gießener Studenten­hauses junge Studenten zwei Linden gepflanzt haben, von denen die eine ben NamenAdolf- Hitler-Linde" tragen soll, während die andere den NamenB e h agh e l - L i nd e" erhielt. Ge­heimerat Behaghel dankte auch hier wieder mit

gestaltung bes deutschen Hundewesens notwendig. Seit seiner Gründung im Jahre 1921 richtete öer Verein seine besondere Aufmerksamkeit auf die Heranzüchtung eines deutschen Gebrauchshundes zur Jagd, ohne den ein weidgerechtes Jagen nach feiner Auffassung nicht denkbar ist. Die Gießener Prüfun­gen sind seitdem überall bekannt, unb zahlreich« Hunde haben auf Grund ihrer hiesigen Prüfung den Weg in das deutsche Gebrauchshundestammbuch gefunden. Auch das neue preußische Jagdgesetz be­tont die Notwendigkeit des guten Hundes und macht von einer bestimmten Reviergröße an feine Haltung zur Pflicht. Dabei werden als Hunde im Sinne bes Jagdgesetzes nur solche anerkannt, die ben Prüfungs­bedingungen derFachschaft Jagdgebrauchshunde- wesen" imReichsverband für das deutsche Hunde- wesen (MH.)" gerecht werden. Die vom Gesetzgeber verlangten Hunde werden aber nicht von den im gleichen Gesetz eingesetzten zwangsläufigen Jäger­organisationen unter Führung der Jägermeister ge­schaffen, sondern ihre Züchtung bleibt Sache der Zuchtoereine und ihre Prüfung bie ber Vereine, die schon seicher im sogenanntenGebrauchshunde- verband" zusammengeschlossen waren. Selbst wenn also bie Bearbeitung aller allgemein jagdlichen Fragen auf die neuen staatlichen Zusammenschlüsse übergehen sollte und in der Hand ber Jägermeister läge, wäre eine Ergänzung ihrer Arbeit durch bie Vereine zur Prüfung von Gebrauchshunben zur Jagd unerläßlich. Es herrschte daher Einhelligkeit darüber, daß auch unter ber Führung bes neu- gegründeten RdH. derHubertus" dem Jagd- gebrauchshunbeverband weiter angehören müsse, um Zu seinem Teil dazu beizutragen, daß dem Jäger sein unentbehrlicher Geselle, der Gebrauchshund, zur Seite stehe. Die Zugehörigkeit zum RdH. aber macht ein Aenderung der Satzung nötig, die einstimmig gebilligt wurde. Aus ber damit verbundenen Führer­wahl ging als Vereinsführer der langjährige Vor­sitzende August Pascoe- Dutenhofen hervor. In den Führerrat berief er feine erprobten Mitarbeiter Dr. van Bentheim, Studienrat Holzel, Regierungsrat Freiherr Schenck zu Schweins­berg, Kaufmann Fritz Jung, Oekonomierat Carl Hoffmann, Rentner August K i l b i n g e r, Kaufmann Louis Benner und Oberforstmeister Nicolaus. Die Berichterstattung über die Der- banbsjugenbprüfung, bie am 28. April bei Gießen stattfand, ergab wiederum den Beweis für die erfolgreichen Bemühungen einheimischer Züchter um den brauchbaren Hund. An 23 erschienene Jung- hunbe konnten 18 erste und 5 zweite Preise ver­geben werben. An ber VeranstaltungDer Hund im Dienste des Menschen" wird sich der Verein beteiligen. Sie findet am 3. Juni statt. Auf das Verbot des Freilaufenlassens von Hunden durch das Kreisamt Gießen, das am 1. Mai einfetzte und zum Schutze bes Jungwildes auf vier Wochen sich er­streckt, wurden bie Mitglieder besonders hingewiesen, da auch die Jagdhunde mit gwisser Einschränkung darunter fallen und für Zuwiderhandlung empfind­liche Strafen angedroht sind. Das diesjährige Schie­ßen beginnt mit einem Einschießen der Büchsen am 9. Mai auf ben eigenen Ständen des Vereins. Abschließend berichtete Stubienrat Holzel noch über bie Richtlinien des preußischen Landesjäger­meisters für die Abschlußgestaltung.

** Die abstimmungsberechtigten Saardeutscheu werden von der Gießener Po­lizeidirektion in einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil aufgefordert, sich umgehend beim Ein­wohnermeldeamt eintragen zu lassen. Auf die Be­kanntmachung fei besonders hingewiesen.

** Silbernes Dienstjubiläum. Der mit der Versetzung der Stelle des Bureaudirektors bei der Verwaltung der Universitätskliniken beauf­tragte Verwaltungsoberinspektor Heinr. F r e u n d- lieb kann am morgigen Samstag auf eine 25jäh- rige Tätigkeit im Dienste unserer Klinikverwaltung zurückblicken.

** Dienstjubiläum bei ber P ost. Post- inspektor Wilhelm Sack beging am 1. Mai das Jubiläum seiner 40jährigen Postdienstzeit. Getragen vom Vertrauen und der Wertschätzung seiner Vor­gesetzten, geachtet und beliebt bei feinen Mitarbeitern und Untergebenen, ist Herr Sack allen Anforde­rungen bes vielgestaltigen und aufreibenden Post- bienstes stets in vollem Umfange gerecht geworden. Im Kreise der Postbeamten wünscht man bem pflichttreuen Mann aus der alten Schule, dem kerndeutschen Menschen aus altem Schrot und Korn, weitere Jahre gesunden Schaffens auf seinem Posten.

** Die Bürger st euer der Lohn- unb Gehaltsempfänger betrifft eine Bekannt- machung ber Bürgermeisterei in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die besonders hingewiesen sei. Für den Arbeitgeber ist es wichtig, baß er für bie Ein- behaltuna unb Abführung ber Bürgersteuer feiner Arbeitnehmer haftet und falls er seiner Verpflich­tung nicht nachkommt, die Steuer von ihm durch Haftungsbescheid angefordert und schließlich im Ver­waltungszwangsverfahren beigetrieben wirb.

** Der Sonntagsverkehr auf ber Kraftpostlinie Alten-BuseckWieseck wird vom Sonntag, 6. Mai, ab bis auf weiteres ein­gestellt. Der Werktagsverkehr bleibt wie bisher be­stehen.

** DerHubertus" Verein weid­gerechter Jäger, Sitz Gießen, hielt feine Maioersammlung, wie man uns berichtet, als außerordentliche Hauptversammlung am Mittwoch imHessischen Hof" ab. Sie wurde durch bie Um-

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