Einzelbild herunterladen

Vesper (Homberg) sprechen wird. Außerdem wird Gaumänneraturnwart Dahms einen Vor­trag über die Turner-Weltmeisterschaften in Buda­pest halten. Erste Kräfte des Gaues find als Lehrer zu dem Lehrgang berufen.

Amtliche Tabelle der Bezirkskiaffe, Gruppe Oberheffen.

Verein Spiele

Gew.

Unentsch. Verl. Pkte.

SD. Bad-Nauheim

18

12

3

3

27:9

SV. 05 Wetzlar

18

11

4

3

26:10

FV. Ockershausen

18

9

4

3

22:14

RSV. Germania

Marburg

18

8

4

6

20:16

DfB.-Reichsbahn

Gießen

18

8

4

6

20:16

SV. Großkarben

18

8

3

7

19:17

FE.Teutonia"

W.-Steinberg

18

8

2

8

18:18

Spvg. 1900 Gießen

18

6

5

7

17:19

VfR. Butzbach

18

1

4

13

6:30

SD. 20 Lollar

18

2

1

15

5:31

SB. Bad-Nouheim ist zwar Tabellenerster mit einem Punkt Vorsprung vor dem SV. 05 Wetzlar, muß aber noch mit Langenseelbold und Nieder­brechen um den Aufstieg kämpfen. Die Aufstiegs­kandidaten 09 Kassel, Germania Fulda und Wallau spielen in einer zweiten Gruppe. Don jeder Gruppe steigt nur einer zur Gauliga auf. Die Aufstiegspiele beginnen am 6. Mai und enden am 17. Juni.

Der SV. 05 Wetzlar hat unter ganz ungünstigen Umständen die Serie durchgeführt. In Fußballer­kreisen ist man sich darüber klar, daß der SV. sich bei den Rivalen durchgesetzt hätte.

Der FD. Ockershausen hat seine Punkte fast alle auf eigenem Platze geholt.

Germania Marburg und VfB.-Reichsbahn Gießen stehen mit 20:16 Punkten gleich, doch das Torver­hältnis der Germanen ist günstiger.

FE.Teutonia" Watzenborn-Steinberg hat sich als Neuling ganz gut bewährt und steht mit einem Punkt vor 1900 Gießen.

VfR. Butzbach und SV. Lollar haben ein Jahr in der Klasse gespielt. Es fehlt diesen Vereinen doch noch die nötige Spielerfahrung, Lollar hat zudem wenig Glück bei seinen Spielen gehabt.

Abkommen zwischen HI. und Westdeutschem Gchüler-^uderverband.

Zum 1. Mai 1934 wurde zwischen der Ober­gebietsführung West der HI. und dem obengenann­ten Verband ein Abkommen getroffen, wonach jedes Mitglied eines Schülerruderoereins persönlich der HI. beizutreten hat. Ein straffer Trainings- und Uebungsruderbetrieb in den Vereinen unter Füh­rung der HI. ist gewährleistet.

Oberleutnant Momm ohne Fehler.

Reil-Turnier in Rom am Mittwoch.

Nach einer eintägigen Ruhepause wurde das internationale Reit-Turnier in Rom am Mittwoch mit dem schweren Jagdspringen um denPreis der Stadt Rom" fortgesetzt. Als einziger Deutscher blieb wieder Oberleutnant Momm auf Baccarat ohne Fehler, doch war er zu langsam, um für die nähere Entscheidung in Betracht zu kommen. Sieger wurde der französische Leutnant de Maup^ou auf Espiatz mit 0 Fehlern und einer Zeit von 2:14,8 vor Major Bettoni (Italien) aus Judex. Oberleutnant Momm kam auf den sechsten Platz mit einer Zeit von 2:23,4 Minuten. Die übrigen deutschen Pferde waren nicht ganz auf dem Posten und schieden vorzeitig aus.

Kurze Sportnotizen.

Nach einundzwanzig Jahren wurde nun der Weltrekord im Hammerwerfen verbessert. Bei einem Universitäts-Sportfest in Philadelphia kam der Student Hullman Holclomb auf 59 Meter; der alte Rekord mit 57,77 Meter war seit 1913 im Besitz des Amerikaners I. P. Ryan.

*

Einen neuen Rekord erzielte bei ihrem ersten Freiwasserstart die Krefelder Brustschwim­merin Martha Genenger über 200- Meter mit 3:09,6 Minuten; allerdings betrug die Bahnlänge nur 33Vs Meter. Der alte Rekord ist mit 3:10,4 im Besitz der CharlottenburgerNixe" Suchardt.

*

Oesterreichs Fußballmeister wurde Admira Wien. In Italien holte sich Juventus Turin die Meisterschaft.

Von (Tramm schlug bei den internationalen Tennismeisterschaften der Tschechoslowakei S§ o f k a (Tschechoslowakei) mit 6:2, 6:0 und Marsalek mit 6:2, 6:1.

Für das Marienburger Dreiecks­rennen, das am kommenden Sonntag zur Aus­tragung gelangt, haben insgesamt 190 Fahrer ge­meldet. Die besten deutschen Motorrad-Rennfahrer sind selbstverständlich am Start.

Wirtschaft

ausgerichtet ist? Die Handelst

»andelsspannen für Trinkmilch waren vor

Was bezweckt die Neuordnung der deutschen Milchwirtschaft?

^indennarkt in Gießen.

Auf dem gestrigen Rinder- (Nutzvieh-) Markt in Gießen standen 680 Stück Großvieh, 132 Fresser und 177 Kälber zum Verkauf. Es kosteten a) Milch, kühe oder hochtragende Kühe: 1. Qualität 330 bis 470 Mark, 2. Qualität 220 bis 300, 3. Qualität 140 bis 200 Mark; b) Schlachtkühe: 1. Qualität 130 bis 285, 2. Qualität 80 bis 130 Mark; c) Rinder:

bis jährig, 60 bis 110, 3/*= bis 2jährig 80 bis 160, tragend 190 bis 350 Mark; d) Kälber: das Pfund Lebendgewicht 20 bis 35 Pfennig. Aus­gesuchte Tiere über Notiz. Marktverkauf: Dormarkt lebhaft, später schleppend.

Frankfurter Schlachtviel markt.

Frankfurt a. M., 3. Mai. Auftrieb: Rinder insgesamt 48 (gegen 67 am letzten Donnerstags­markt), darunter befanden sich 16 Ochsen, 5 Bullen, 19 Kühe und 8 Färsen. Kälber 1162 (976), Schafe 15 (23), darunter 10 (20) Hümmel, Schweine 594 (547). Notiert wurde pro ein Zentner Lebend­gewicht in Mark: Kälber: Sonderklasse, andere a) 49 bis 50, b) 46 bis 48, c) 38 bis 45, d) 27 bis 37. Lämmer und Hämmel: bl) Stallmafthäm- mel 39; Schafe nicht notiert. Schweine al), a2), b) 40 bis 43, c) 40 dis 43, d) 37 bis 42, e), f), gl), g2). Im Preisvergleich zum letzten Donnerstagmarkt blieben Kälber und Schweine unverändert, Hämmel zogen um eine Mark an. Marktverkauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft. Schweine lang­sam, ausoerkauft.

Flei sch großmarkt. Beschickung: 989 Viertel Rindfleisch, 224 ganze Kälber, 10 ganze Schafe bzw. Hämmel, 797 Schweinehälften. Preis für ein Zent­ner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rind­fleisch I 53 bis 58, II 49 bis 53; Bullenfleisch 48 bis 54: Kuhfleisch II 38 bis 46, III 30 bis 36. Kalb­fleisch II 70 bis 80, III 65 bis 70. Hammelfleisch 75. Schaffleisch nicht notiert. Schweinefleisch 60 bis 66. Geschäftsgang des Fleischgroßmarktes: ruhig.

Bekanntmachung: Der ursprünglich am Donnerstag, 10. Mai (Himmelfahrtstag) stattfin­dende Schlachtviehmarkt, wird bereits am Mitt­woch, 9. Mai abgehalten.

Neuordnung des Trinkmilchmarktes stark überhöht und waren ofl höher als der Preis, den der Bauer selbst betam. In erster Linie mußten daher die Han­delsspannen verringert werden, was durch plan­mäßige Ausschaltung überflüssiger Zwischenglieder im Berteilungsapparat weitgehend erreicht wurde. Dadurch konnte teils eine Entlastung für den Ver­braucher, teils eine bessere Belohnung für den Bauern eintreten. Damit dem Verteiler jebocf) seine Existenz erhalten wird, wird ihm ein bestimmter Umsatz zugewiesen, der meist dadurch erhöht wird, daß die unmittelbare Belieferung des Verbrauchers durch den Erzeuger oder Selbftmarkter weitest­gehend beschränkt wird. Durch die Festsetzung von Preisen wird der Verteiler vor den früher üblichen Preisschleudereien geschützt.

Um eine lohnende Verwertung der Ueberschuß- mengen aus dem Trinkmilchaufkommen zu erzielen, werden die Molkereien, wo dies den praktischen Dedürfnisien entspricht, in den Weg der Milch vom Erzeuger zum Verbraucher eingeschaltet. Grundsätz­lich wird.also die Milch vom Erzeuger über die Molkekei und den Verteiler dem Verbraucher zuge- führt. Die Einbeziehung der Molkereien trägt zwei-

plus 2,40 v. H., Aku waren zu 59,75 v. H. unverändert. Farbenindustrie bröckelten um 0,25 o. H. auf 129,25 v. H. ab.

Am Rentenmarkt war das Geschäft ebenfalls sehr klein. Neubesitzanleihe schwankten zwischen 15.80 bis 16 v. H., Altbesitzanleihe gingen um 0,40 v. H. auf 94,75 v. H. zurück. Stadtanleihen gaben über­wiegend um 0,25 bis 0,50 v. H. nach, während Staatsanleihen keine Veränderung aufwiesen. Gold­pfandbriefe lagen gut behauptet, dagegen tendierten Liquidationspfandbriefe und Kommunal-Obligatio- nen uneinheitlich bei Abweichungen von 0,25 bis bis 0,50 v. H. nach beiden Seiten. Fremde Werte lagen still und nur wenig verändert. Tagesgeld unverändert 3,75 v. H.

Abendbörse geschäflslos.

Auch an der Abendbörse hielt die starke Zurück­haltung an, da von der Kundschaft jegliche Auf­tragserteilung fehlte. An den Aktienmärkten sta­gnierte das Geschäft fast vollkommen die meist nomi­nellen Kurse lagen überwiegend etwas unter dem Berliner Schlußniveau, besonders Montanaktien bröckelten weiter ab. Schwach lagen am Kunstseide­markt Aku, die auf niedrige Amsterdamer Kursmel­dungen nach Minus-Ankündigung schließlich 1,75 v. H. verloren. IG. Farben waren bei kleinem Um­satz behauptet. Im Verlaufe hielt die Gefchäftsstille weitgehendst an.

Am Rentenmarkt zeigte sich bei Börseneröffnung etwas Interesse für deutsche Anleihen, das Geschäft war aber auch hier nur gering. Neubesitz lagen um 10 Pf., Altbesitzanleihe um 0,13 v. H. höher. Späte Reichsschuldbuchforderungen taxierte man unver­ändert 94,40 v. H. Im Verlaufe wurden Neubesitz im freien Markte etwas niedriger bewertet. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 16,15, Altbesitzanleihe 94,75, Schutzgebietsanleihe v. 1908 bis 1911 8,90, do. v. 1913 9,10, do. v. 1914 9.30, 6 v. H. Stahl­verein-Bonds 68, Reichsbank 146,50, Gelsenkirchen 61, Harpener 89, Mannesmann 63,50, Rheinstahl 90, Aku 58, Bekula 128,50, Bemberg 64,50.

In der Neuordnung des Marktes für landwirt­schaftliche Erzeugnisse, die auf der Grundlage des Reichsnährstandsgesetzes durchgeführt wurde, ist neben der Regelung des Getreidemarktes der Auf­bau der deutschen Milchwirtschaft bisher am weite­sten fortgeschritten. Während durch das Reichs­erbhofgesetz der Bestand der deutschen Bauernhöfe gesichert wurde, ist durch die Regelung der Milch­wirtschaft ein bedeutender Teil der bäuerlichen Wirtschaft in feste Bahnen geleitet worden. Da­durch wird endlich dem unlauteren Wettbewerb und der Spekulation mit lebenswichtigen Nahrungs­mitteln des deutschen Volkes ein Ende gesetzt und dem Bauern die Sicherheit gegeben, daß er für seine Arbeit stets ausreichende Entlohnung erhält.

Um die Neuordnung des Marktes einheitlich zu regeln, sind 15 Milchwirtschaftsverbände aufgestellt worden, die sich wiederum in eine Anzahl von Milchversorgungsverbänden aufgliedern. Don dieser Organisation werden nicht nur die Erzeuger, son­dern zwangsläufig auch die Molkereien erfaßt. Auf Grund weitgehender Ermächtigungen sind die Ver­bände in her Lage; die Preise für Trink- und Werk­milch festzusetzen und den Absatzweg der Milch bis ins einzelne vorzuschreiben. Welches sind nun die Ziele, auf die die praktische Arbeit der Verbände

fellos zu einer wesentlichen Verbesserung der Güte der Frischmilch bei; denn es ist dadurch die Mög­lichkeit Gegeben, eine lückenlose Güteüberwachung und im Anschluß daran eine her Güte entsprechende ab gestufte Auszahlung zu gewährleisten, wie sie früher nicht mögljch war. Die Gütefeststellung wird unter Berücksichtigung des Frischzustandes und des FettgehäUs her angelieferten Milch erfolgen. Von dem Zwang zur molkereimäßigen Bearbeitung wird selbstverständlich Vorzugs- und Markenmilch, die nach den Bestimmungen des Milchgesetzes unter Anwendung besonderer Sorgfalt gewonnen, aus tierärztlich überwachten Einzelbetrieben an den Markt gelangt, befreit bleiben. Um auch bei den Molkereien die Preisspanne auf ein Mindestmaß zu mindern, ist eine möglichst rentable Ausnutzung der Betriebe erforderlich. Um irgendwelche Fehl­investitionen und andere Betriebsmittel, die Kapi­talverluste nach sich ziehen könnten, zu verhindern, stehen die Mvlkereien unter der Aussicht der Milch- . Derforgungsoerbänbe. Da die Verbände auch die Vollmacht haben, den Molkereien Lieferanten und Abnehmer zuzuweisen, wird das Risiko der Molke- reibetriebe weiterhin auf ein Mindestmaß herab- gedrückt. Durch diese umfassende Regelung des Milchmarktes, die genaue Festlegung des Weges vom Erzeuger zum Verbraucher, ist es möglich, den ganzen Markt zu übersehen, jahreszeitliche Schwan­kungen auszugleichen, Spekulationen zu verhindern und allen Beteiligten gerechte Preise zu gewähr­leisten.

Auch bei Butter und Käse wird über kurz oder lang durch eine genaue Festlegung des Weges vom Erzeuger zum Verbraucher eine Stabilität des Marktes erreicht werden. Die milchwirtschaftliche Hauptvereinigung unb die Reichsstelle für Milch- erzeugnisse, Oele und Fette haben in Zusammen­arbeit mit den 15 Milchwirtschaftsverbänden die Aufgabe, den gesamten Butter- und Käseverkehr entsprechend dem Angebot und dem jeweiligen Be­darf des Marktes zu regeln. Durch hie Zusammen­fassung der Hersteller von Kondensmilch und Milch- trockenpulver, die als Fachvereinigung der Deut­schen'Milchwirtschaftlichen Vereinigung angegliedert sind, ist ein weiterer Schritt zur Neuordnung des Marktes milchwirtschaftlicher Produkte getan wor­den. Insgesamt ist durch die Regelung der Milch­wirtschaft ein organisches Ganzes geschaffen wor­den, das die Interessen der Erzeuger, der Verbrau­cher und des Handels gegeneinander ausgleicht und jedem einen Anteil an her Bedarfsdeckung zusichert.

Aur Zeit von einer kaum noch zu überbietenden Ge­schäftsstille beherrscht, wobei die schwebenden Trans­fer-Verhandlungen der Hauptgrund für die außer­ordentliche Zurückhaltung sowohl der Bankenkund­schaft, als auch der Spekulation fein dürfte. Die Auftragserteilung hielt sich weiter in denkbar eng­sten Grenzen, zum Teil erfolgten noch kleine Ent­lastungsverkäufe. Aus der Wirtschaft lagen einige günstige Mitteilungen vor, so u. a. die weiter stark zunehmende Stromerzeugung, die aber bei der Enge des Geschäfts ohne Wirkung bleiben mußte. Die Grundstimmung war nicht unfreundlich, wenn auch die Kursgestaltung wieder ein sehr uneinheitliches Bild bot. Das Interview des Reichswirtschaftsmini­sters fand Beachtung, insbesondere die erneute Fest­stellung gegen eine jegliche Art von Inflation ober Währungsentwertung. Hiervon zog der Ren­tenmarkt einigen Nutzen, an dem die Neubesitz­anleihe bei allerdings kleinem Umsatz eine weitere Erholung um 20 Pf. auf 16,13 v. H. verzeichneten, daneben gewannen Altdesitz 0,40 v. H., wogegen aber Stahlverein-Bonds 0,65 v. H. und umgetauschte Dollar-Bonds ebenfalls eine Nuance schwächer la­gen. Späte Reichsschulbuchforderungen waren etwa behauptet.

Am Aktienmarkt waren einige Werte noch etwas mehr gedrückt, so Reichsbankanteile um 1,50 v. H., Siemens um 1,75 v. H. Buderus Eisen um 1,25 v. H. und Farbenindustrie um 1 v. H. Auch Schiff­fahrtswerte zeigten noch keine Besserung, vielmehr verloren Hapag 1 v. H. und Nordd. Lloyd 0,25 v. H., auch Reichsbahn-Vorzugsaktien gaben 0,40 v. H. nach. Auf den übrigen Marktgebieten hielten sich die Veränderungen nach beiden Seiten im Ausmaß von 0,25 bis 0,75 v. H., wobei u. a. Schuckert und Gesfürel zu 0,50 v. H., Klöcknerwerk? 1 v. H. und Scheideanstalt 0,75 v. H. gewannen. Gement Hei­delberg lagen auf die Abschlußveröffentlichung gut behauptet, ebenso Ph. Holzmann.

Auch in der zweiten Börsenstunde blieb die Ge- schäftsstille unvermindert groß, die Kurse erfuhren aber kaum eine Veränderung von Belang, sie hiel­ten sich größtenteils auf dem Anfangsniveau. Merk­lich fester lagen am Kunstseidemarkt Bemberg mit

5 Millionen Zwischenkredite für Bausparer.

Der Reichsverband deutscher Bausparer teilt mit: Aufgrund der vom Reichsverband deutscher Bau­sparkassen zwecks Heranziehung fremder Mittel für die Bausparkassen geführten Verhandlungen hat nunmehr die Deutsche Bau- und Bodenbank AG. im Interesse der Arbeitsbeschaffung über den von ihr für die privaten Bausparkassen zur Verfügung Gestellten Wechselkredit von rund 60 Millionen Mark hinaus einen Betrag von 5 Millionen Mark bereitgestellt, her für Zwischenkredite an Bausparer solcher Bausparkassen verwendet werden soll, die mit ihr seit längerer Zeit in Geschäftsverbindung stehen. Die Zwischenkredite an Bausparer werden an die einzelnen Bausparer als Vorschüsse auf die aus den abgeschlossenen Bausparverträgen zu er­wartenden Zuteilungen gegeben, vorausgesetzt, daß sie im Laufe des Jahres 1934 für die Durchführung von Bauvorhaben verwendet werden. Die Laufzeit der Kredite, die in der Form von Kontokorrent­krediten gegeben werden, beträgt bis zu drei Jahre, d. h. längstens bis 1. Mai 1937. Die Zwischen­kredite werden nur solchen Bausparern gewährt, die kreditwürdig sind und die ihren Sparwillen insbesondere durch regelmäßige Leistung ihrer Sparraten erwiesen haben. Die Sicherung erfolgt durch Abtretung der Rechte, die dem Baufparer aus seinem Bausparvertrag zustehen, sowie durch die übliche erststellige Hypothek auf dem Baugrund- stück. Voraussetzung für die Gewährung der Kre­dite ist, daß in jedem Einzelfall die Bausparkasse, mit der der Kreditnehmer seinen Bausparvertrag abgeschlossen hat, di- Kreditgewährung befürwortet und insbesondere bestätigt, daß aller Voraussicht nach mit einer Zuteilung der bevorstehenden Bau- sparsumme innerhalb der nächsten drei Jahre ge­rechnet werden kann. *

* Bayerische Motoren-Werke, Mün­chen. Die Gesellschaft, die bekanntlich für 1933 6 (5) v. H. Dividende auf 15 Millionen Aktien­kapital verteilt (Generalversammlung 17. Mai), ver­zeichnet eine Steigerung des Automobilversands auf, 216 v. H., des Motorradversandes auf 110 v. H. des Vorjahres. Auch im Flugmotorengeschäft sei eine Belebung eingetreten. Der Anteil an der deutschen Auto- und Motorradausfuhr konnte erhöht werden. Die Steigerung der Produktion und des Absatzes habe im neuen Geschäftsjahr angehalten, man rechne daher mit einem befriedigenden Ergebnis.

Frankfurter Börse.

Diitfagsbörfe sehr still.

Frankfurt a. M., 3. Mai. Die Börse wird

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt belchlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfun a. 2JI.

Äerlm

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß- kurs

Schlußt. Abend- börse

Schluß furt

Schlußt.

Mittag, börse

Schluß« kurs

Schluß!. Abend­börse

Gchluß- kurs

Schlußt. Mittag- böese

Datum

2-5-

3-5.

2.5.

3-5.

Datum

2-5-

3-5-

2-5-

3-5.

% Deutsche Reichsanleihe v. 1927

95,5

94,5

95,4

94,75

4% deSgl. Serie 11 .............

6,65

6,65

6% ehem.7A» Dt. Reichsanl.v. 1929

99,9

99,9

100

100

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1902

4,25

4,25

4,25

3,75

6%% Doung-Anleihe von 1930 ..

90,75

90,25

90,6

90,6

4^%Rum5n.vereinh.Rentev.l91!

7

7

7,1

Deutsch, Anl.-Ablös.-Schuld mit

94,75

4% Rumänische vereinh. Rente ..

3,8

3,8

Auölos.-Rechten .............

94,75

94,9

94,65

8 Anatolier ...............

30

30

30,4

DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte......

15,95

16,15

15,7

16,05

6% eiern.8% Hess. BollSstaat 1929 (rückzahlb. 102%j............

93

93

93

93

Hamdurg-Amerika-Pakel .....O

Hamburg-Südam. Dampfschiff. O

23

20,5

22,5

21

20,4 21

6% Hess. LaodeSbank Darmstadt Gold Ä. 12..................

91,25

91,25

91,25

91,25

Hansa-Dampfschifs...........O

Norddeutscher Lloyd .........O

25,9

25

25,75

25,25

Hess. LandeS^ypotheken- bank Darmstadt Liqui.........

90,5

90,25

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O

65

64

64,5

64,13

Berliner Handelsgesellschaft ... 4

85,25

85,25

85,5

85

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

94,25

94

Commerz- und Privat-Bonk ... O

42

41

42

41,25

AuSlos..Rechten .............

Deutsche Bank und Disconto»

Deutsche Komm. Sammelabl. An­leihe Serie 1 mit Auölos.-Rechten % ebem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar biö 1935

94,13

93,2

94,5

_

Gesellschaft................o

Dresdner Bank..............O

55

60

55

59

55

60

55

59

91,25

91,25

_

_

Reichsbank ............... 12

149,5

146,5

149,5

147,22

<% ebem. 7% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 16 unkündbar bi» 1936

91,25

91,25

*

A.S.«.......................

24,5

23,65

23,5

23,65

K% -hem. *yx% Rheinische

90

90

Bekula......................

128,25

103

128

97

102,25

128,25

98,5

102,25

128,13

97,25

102,25

Hyp.-Bank-Liau.-Goldpfe.....

91

90,5

Rtlien & Guilleaume.........ö

Gefellsch.s.Eiektr.Unternehmlmg. 6

Rheinische ElekUkzitLl ....... 5

54

54,25

54

54,5

6% ehern. 8% Pr. LandeSpsand- briejanstalt, Pfqpdbriefe R. 19

94,25

94,25

94,25

94,25

96,5

97,5

91,75

96,5

92

96,5

95,75

% ehern. 7% Pr. LandeSpsand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10

94

94

94

94

Schuckert6 Co.......... 5

Siemens L Halsr,..........

90

134,75

89

133

90

132,5

89

133

Steuergutich. Verrechnungskurs..

97,9

97,9

97,9

97,9

LahmeverSTo. ............10

115,25

115

116

117,5

4% Oesterreich«che Soldrear».... 4,20% Oesterreichische SUberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 ey,% deSgl. von 1913..........

22

22,5

23,25

74

72,75

73

73

1,15

7

7,25

1,15

7,25

7,15

7,25

1,15

7,35 7,4

7,25

7,35

Deutsche «Ä......TT.T/.V. 4

Gelsenkirchener ......0

Harpener...................0

LoeschStseuDüln-Neuesseu.. 0

113,25

61,5

90

111,5

61 89

112 61,75 90,75 71,5

111,75

61,25

90

71

6% abgest. Goldmexikaner von 99

8,25

8,13

8,5

8,13

Jlfe Bergbau .............9

4% Türkische Zollanleihe von 1911

6,65

Q ß5

Zlse Bergbau Genüsse...... e

111,5

110,4

111

110,9

4% Türkische BagdadbahwMllelh-

6,65

Klöcknecwerke ........ <j

62

62,5

63

63

I....................

6,65

«armes mann-Nb brr« ,HWM. 0

64,5

63,5

65

63,75

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend» börse

Schluß« kms

Schluß!.

börse"

Datum

2.5.

3-5-

2-5.

35-

Mansselder Bergbau ..

......O

70,4

69,75

70,5

68,5

DokSwerke ...........

93,75

93,25

Phönix Bergbau......

Rheinische Braunkohle»

.......0

49

48,5

49,4

48,25

.....10

215

216

214

215,5

Rheinstahl ...........

.......0

90

90

90

90,25

Bereinigte Stahlwerke.

.......0

41

41,25

41

Otarn Minen ........

.......0

14

13,5

13,65

13,5

Kaliwerke AscherSlebeu.

.......6

106,5

103,2

106,5

104,5

Kaliwerke Westeregeln .

.......6

108

107

106

105,5

Kaliwerke Salzdetfurth

.....7Vi

140

140

137

Goldschmidt ......

Rütgerswerke .......

Metallgesellschaft

1

130,5

129,4

130,25

129,4

9

182,25

182,5

O

62

61,5

61,75

61,5

O

52,75

53

52,65

53

0

80

80

80,5

80

Philipp Hohmann Ol 65,5 I

Zementwerk Heidelberg O 102

Lemenrweü Karlstadt.........O| 114 |

65,5 1 65,51 65,75

Schultheis Patzenhoser ...... o

Aku (9UIflemeinc Kunstseide) .. O

Bemberg................ o

E Waldhof ........... O

Aschaffenburg O

töa8 ...............7

Daimler Motoren ........... O

Deutsche Linoleum .......... O

Oren stein S Koppel..........O

Leonhard Tietz .......... o

rhade............... io

Arru mulato ren-Fabrü O

Lonti-Guwnu............... o

Gritzaer....................Ol

Mainkraftwerke Höchst a.M. 4

Süddeutsch« Luck» s|

101,25

102,75

59,75

58

59,25

59,75

61,5

64,5

62,25

65

48,5

47,25

48,75

47,5

40,75

40

40,25

40

123

122

44

44,25

44,5

44,13

55,75

55,25

55,75

55,25

64,5

62,75

18,75

18

18,5

77,9

159

158,5

159

158,5

172,25

-

172,75

173

142,75

141,5

141,75

141

25

23

25

23,25

-

170,5

170,5

172

170,5

Banknoten.

Berlin, 3-Mal

Amerikanische Sloten.

65,57

80,82

34,11

65,83

81,14

34,25

Norwegische Noten ........

Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten...............

Belgische Noten...

Dänische Noten ..

Englische Noten .. Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten.

Spanische Notem ...

üagarische flUrtOi»««.

gric>

2,467

58,50

57,11

12,78

16,52

169,79

21,30

64,18

Geld 2,447 58,36 56,89 12,71 16,46 169,11 21,22 63,92

Devi

enmarfl Berlin Frankfurt a. Bl.

2. Mal

3-Mal

Amtliche Notierung (Seit) | Brie'

Amtliche Notierung

Geld | Sriei

Heisings««..

5,619

47,20

5,631

47,30

5,629

47,20

5,641

47,30

Prag.......

10,40

10,42

10,41

10,43

Budapest ...

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ....

169,53

169,87

169,48

169,82

ÖSlo.......

63,89

64,01

64,09

64,21

Kopenhagen.

56,79

56,91

56,99

57,11

Stockholm...

65,53

65,67

65,73

65,87

London .....

12,715

12,745

12,755

12,785

Buenos Aires

0,588

0,594

0,583

0,587

Neu York ....

2.494

2,498

2,495

2,499

Brüssel.....

58,39

58,51

58,42

58,54

Italien.....

21,28

21,32

21,29

21,33

Paris......

16,50

16,54

16,50

16,54

Schweiz....

81,00

81,16

81,02

81,18

Spant«....

34,23

34,29

34,25

34,31

Danzig.....

81,66

81,82

81,66

81,82

Japan ......

0,754

0,756

0,755

0,757

Rio de Ian. .

0,214

0,216

0,212

0,214

Jugostawte».

Liiiaba» ....

5,664

5,676

5,664

5,676

11,59

11,61

11,61

11,63