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Kummer 8
Zreitag, den 2Z. Januar
hrgang 1939
Siebener Samilienblatter
UnterhattungZbeilage zum Gießener Anzeiger
gebeten. Er will mit der Armee in Verbindung bleiben, und das ist "°Rabenau'^win-e lieber geblieben. Hadik befehligte mit den Generalen Serbelloni und Laudon den Vortrab des Marschalls Daun, der endlich eine Stellung in Böhmen verlassen hatte und langsam heranzog. Daun wollte wohl die Entsatzschlacht schlagen. In die Schlacht zu reiten wäre Rabenau lieber gewesen als der Festungsdienst, bei dem für einen Reiter keine Ehre einzulegen war. Er sagte das Hadik auch. Aber es half ihm nichts. . , „
Mit seinem Burschen und einem Pikett Dragoner ritt er am nächsten Morgen wohlbehalten in Olmütz ein. Den Festungskommandanten mußte er erst suchen. Schließlich sand er ihn bei der Batterie neben dem The- resientor Tor und Batterie standen in schwerem Feuer. Das hatte Rabenau schon gemerkt, als er sein Pikett ins Quartier geschickt hatte, und allein über den Oberring zum Tore ging, lieber den Dächern heulte und fauchte es. Schindeln und Ziegeln flogen auf. Balken und Schutt polterten von den Dächern. Die Bürgerwehr rasselte mit Feuerspritze und Wasserwagen durch die Gassen. Verwundete humpelten ihm entgegen. Am Theresientor riß ihn gerade noch ein Offizier der Torbesatzung in die schützende Torfahrt hinein. Dann fuhr krachend die Bombe ins Strahen- pf lasier. r „ -
Rabenau fragte, ob er wisse, wo der Feldzeugmeister sei. Er müsse sich melden. Der Offizier deutete mit dem Kopf hinter sich: „In der Batterie links vom Tor. Auf die haben es die Preußen abgesehen seit heute nacht. Was daneben geht, bekommen wir aus unsere unschuldigen Häupter." Er wies gegen die Decke des Gewölbes, von der eben wieder der Kalk rieselte. Rabenau wartete die nächste Bombe ab, bann sprang er aus der Torfahrt .heraus Hinter ihm lachte der Offizier: „Angenehme Himmelfahrt, Herr Bruder!"
Mit wenigen Sprüngen war Rabenau bei der Batterie. Das erste Geschütz war demontiert. Zwei Tote lagen neben den Rädern. Drei Kanonen feuerten noch, lieber den zerslatternden Morgennebeln, über Pulver und Dampf schwamm wie ein Urwelttier die breite Masse der Tafelbergs, von dem die feindlichen Batterien schossen. Es waren keine fünfzehnhundert Schritt. Man konnte manchmal die Bedienung mit den Wischern hinter den Faschinen sehen.
Der Feldzeugmeister von Marschall stand am zweiten Geschütz neben dem Richtvormeister, der eben über das Rohr visierte. Oben aus dem Tafelberg blitzte es zweimal rötlich auf. Dann rauschte und heulte es heran Auf der Mauerkrone und dicht hinter der Batterie flammte es krachend auf. Die Splitter surrten. Der Richtvormeister duckte sich und wandte den Kopf. Der Feldzeugmeister knurrte: „Geht dich gar nichts an, mein Sohn! Schieß lieber los! Der Vormeister sprang von der Lafette, hob den Arm. Brüllend fuhr der Dampf aus dem Vierund- zwanzigpfünder. Als er sich verzogen hatte, staubte es drüben am Tafelberg unter der Kreuzkapelle. Die Kanoniere stießen den Wischer ms ^Freiherr von Marschall sah den Richtvormeister mißbilligend an: „Was meinfte, mein Sohn, wie die Preußen jetzt über dich lachen? Das kommt davon, wenn man sich um die feindlichen Bomben kümmert statt ums Visieren. Zwei Strich höher und ein halb Zoll nach links kalkulier ich." „ . „ , , . .
Wieder brüllte der Schuß. Aus der Kreuzkapelle fuhr eine Stichflamme zum Himmel. Ein dumpfer, donnernder Schlag polterte über die Stadt. Der Feldzeugmeister lachte: „Siehfte, mein Sohn, jetzt haben d'e dort drüben ein Pulvermagazin weniger und du einen Silbertaler mehr." Er richtete sich auf, machte ein paar Schritte, wohl um beim nächsten Geschütz einen ähnlichen Sermon zu halten. Da bemerkte er den Leutnant Er ging auf ihn zu. Rabenau meldete. Aber dem Alten schien es keinen Eindruck zu machen, daß der Leutnant vor einer Stunde mit zehn Mann glücklich durch die preußischen Linien geritten war. Er sagte nicht danke und nicht guten Morgen, sondern brummte nur vorwurfs- voll: „Wieder ein paar überflüssige Esser mehr."
Rabenau mochte einen anderen Empfang erwartet haben. Eine Lustpartie war der Ritt schließlich auch nicht gewesen. Er war gekrankt. Der Alte schien es zu merken. Er nahm ihn unterm Arm und sagte: „Wenn Er sonst nichts Gescheiteres vorhat, als sich hier in der Batterie ganz überflüssigerweise totschießen zu lassen, so komm Er mit! Er ging mit dem Leutnant über ein paar Stufen in den gedeckten Gong hinunter. Dort blieb er stehen, gab Rabenau die Hand: „Ra, denn also willkommen! Aber ein überflüssiger Esser ist Er doch."
Rabenau meldete, daß der Feldzeugmeister doch selber um einen Offizier von der Reiterei des Generals von Hadik gebeten habe.
„Weiß ich, mon eher. Ich werde Ihm später auch die Rechnung für das Essen präsentieren. Rückt mir nämlich zu langsam heran, der Daun. Kann sein, daß ich ihm Beine machen muß. Und das muß dann Er besorgen, Rabenau. Aber einstweilen hab ich nichts für Ihn zu tun ... Spielt Er Schach?"
Der kerMacher von Sankt Stephan
Lin heiterer Liebesroman von Alfons o. Lzibulka
Eopgrlght bv J. G. Eotta'fche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart
18. Fortsetzung.
Sie legt bett Kranz auf die Bank, stellt das Mädchen behutsam auf bei Boden und steht auf. Sie ist so erstaunt, daß sie diesmal em Geschenk für den Buben vergißt. Der trollt sich enttäuscht. Sie geht aufs Haus-zu, ui, der Doktorsfrau zu sagen, was der Bub ihr gemeldet. Doch plötzlich b,sinnt sie sich. Sie ruft in den Flur, daß sie ein wenig spazierengehe. 2) r Doktorin ist es recht. Sie weiß, daß die List oft halbe Tage durch die Dulder und Wiesen läuft.
Elisabeth Brand geht durch den Garten zur Straße hinab. Schon von M item sieht sie das Pferd, daneben den Reiter, der unter einem Obstbaum sicht. Sie sieht ihn nicht deutlich. Seine Gestalt verschwimmt in den griinltdjen Sonnenlichtern und Schatten.
Jetzt hat er sie erblickt, tritt, das Pferd am Zugel, auf die Straße Ijtraus. Eben hat sie das letzte Wiesenstück erreicht. Ihr Herzschlag stockt. P< bleibt stehen. Langsam kommt Rabenau auf sie zu, greift nach ihrer tzmd Was er spricht, hört sie kaum. Sie sieht nur feine dunklen, lachenden Siqen Aber ihr Herz ersaßt seine Worte. Hand in Hand gehen sie über bin Steg. Das rieselnde, goldgrüne Licht des Jungwaldes hüllt sie em. L e bleiben stehen. Rabenau küßt sie. .....
Sie gehen weiter den Pfad hinauf, der ein Stuck hoher oben aus dem Mb auf einen Hügel führt. Unter einen Birnbaum, von dessen roeth Meidenden Aesten der sanfte Wind die Blütenslocken weht, setzen sie sich ite Gras. Sie halten sich an der Hand, sehen über die zwischen den Obst- bmmen glitzernde Piesting, über die weiß und gelb gesprenkelten Wiesen, itter die dunklen Wälder und zu den Felsen, zwischen denen noch die Lchneeflecken blitzen. Rabenaus Pferd weidet im Wiesengmn.
Er kann nicht lange bleiben. Zwei Stunden nur hat er Zeit. Er muß in Morgen wieder in Wien sein. Die Kaiserin hat befohlen, daß er sich Mittags bei ihr melde, ehe er übermorgen wieder ins Feld abgeht.
Eine Weile sitzen sie noch vor einem Bauernhaus, trinken Milch, essen Fot und goldgelbe Butter, lachen sich an, erzählen. Dann muß er reiten. Lf den Kämmen über dem Tal glühen schon die Stamme der Fohren. Eie gehen einen Feldweg hinab, der durch Mesen und junge Saat ^nunter zur Piesting führt. Auf der Straße steigt er in den Sattel, beugt jtj herab und küßt sie noch einmal. . , .
Lange steht sie und sieht ihm nach. Bis sein Pferd hinter Staub und Blütenschleiern verschwindet. Dann geht sie wie im Traum zum Doktor- hius zurück. Immer schon hat sie an Märchen geglaubt.
Daß er einen Tag und eine Nacht geritten war, sah man dem Leutnant d. n Rabenau nicht an, als er vor der Kaiserin stand. Sie war sehr mcidig. Sie sagte freundlich: „Ich seh, Seine Blessur ist noch nicht geheilt, hat Ihm denn der van Sroieten das Reiten schon erlaubt?"
„Ich habe ihn nicht gefragt, Jhro Majestät.
Maria Theresia droht ihm lächelnd. „Dann will ich Ihn auch nicht fingen. Denn ich muß gestehen, es ist mir recht lieb, daß Er reitet. Ich -gebe einen wichtigen Brief für Ihn ... Aber, was ich noch sagen wollte $r <ollte jetzt bald heiraten, Rabenau. Ich weiß, daß Er damals nicht nipljr nach Jaunitz kam. Das ist sehr schade. Es wäre mir recht gewesen, irpnn Er dort eine Weile im Quartier gelegen wäre ... Kennt Er die tlrine Hartenberg eigentlich?"
„Nein, Jhro Majestät!" Gott mochte ihm die Luge verzechen.
Die Kaiserin dachte einen Augenblick nach. Merkwürdig, daß sie von dir Komtesse nichts mehr gehört hatte. Die Briefe hatte ihr der Peters- burger Kurier doch übergeben. Maria Theresia sah auf: „UebrigensJon= (urbar, daß Er die Hartenberg damals in Olmütz oder sonst auf seinem Biege nicht getroffen hat. Sie reifte nämlich umdie gleiche Zeit wie (Er- 31 der Postkutsche. Mit ihrer Tante, der alten Wolf ... Er braucht nicht j« rot zu werden, Rabenau. Aber wenn Ihm die Komtesje gefiele, nar’s mir schon lieb ...Da hat Er jetzt den Brief, bring Er ihn dem hadik. Ich laß ihn schön grüßen. Er soll ihn gleich an den Daun sckncken,
Mit ernstem Gesicht ging Rabenau durch die Gassen. Dieser Wunsch dir Kaiserin machte die Sache mit der Lisi nicht leichter.
Als er sich drei Tage später bei Hadik meldete, sagte der General: „ISreut mich, daß ich äfjn wiederhobe, Rabenau. Aber diese Freude ist ■ lo der kurz. Der Feldmarschall hat mir besohlen, den besten meiner jungen D siziere dem Festungskommandanten von Olmütz zur Versagung zu sollen. Auf die Gefahr hin, daß Er mir eitel wird: ich muß Ihn nach d mütz schicken, Rabenau. Der Feldzeugmeister von Marschall hat drum


