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Das Wiedersehen.
Bon Hedwig Forstreuter.
Ausdruck von Befangenheit, daß er sie gerade Unordnung vorfand. Sie hatte keine Zeit mehr zu sehen, sicher war ihr Haar zerzaust, und so
Die Schreibmaschine
Bon Ruth Schaumann
Die Zeichen unsrer Worte Zwitschern so vogelhast, Und Zeilen werden Orte Als Ziel der Wanderschaft.
Ein Kahn, zur See getrieben, Schwebt Inbrunst hock und tief — Die Liebste ihrem Lieben Schreibt einen kleinen Brief.
Wohl sind die schmalen Zeilen Gescheckten Elstern gleich, Das Schwirren und das Eilen Wird doch an Lächeln reich.
Und alle Tasten weben Des Teppichs bunten Sinn — Der Liebe legt das Leben Zum Tanz den Teppich hin.
o,qner wurde gerade in dem Augenblick gemeldet, als Ursulas qeAonszimmer im Zuit'^' mnr 1W @nHer
fjirt halb geöffnet auf
Geheimnisvolles, Menschen ähnlich zu sehen, die nicht mehr (Erben- lüft atmen. , ,, ,,
Bogner hatte seine Brieftasche vor sich hmgelegt, er suchte offensichtlich noch ein anderes Bild, gab es dann aber auf. .
Ich war noch ein sehr junger Schüler damals, als mich mein Baler zu deinen Eitern brachte. Dies Photo schenkte man mir, weil ich bescheiden und klein im Hintergrund zu sehen bin; man legt als schwärmender Jüngling sehr viel Wert auf solche Erinnerungszeichen."
Sie sah ihn an und glaubte den Zusammenhang zu sehen: er schwärmte damals für Tante Sophie, die bann fo früh starb. Man. konnte sich nach diesem Bilde gut vorstellen, dah dies Mädchen geliebt wurde. Aber inzwischen waren viele Jahre vergangen, und letzt lebten fiel — Sie fühlte es wie ein starkes Glück, dah sie hier sah, auf Urlaubs« tagen in dieser schönen Stadt, und das Bogner zu ihr gekommen war, der so fest verbunden war mit ihren Erinnerungen an das Zuhause von einst Sie hat ihn immer gut leiden mögen, wie einen gewissenhaften älteren Bruder. Jetzt freilich sah sie, dah man ihn keineswegs alt nennen konnte, fein Gesicht war braun und straff, feine Zähne blitzten beim Sprechen. Eben wandte er fich lebhaft zu ihr. „Nun bist du so über» raschend wieder in meinem Leben aufgetaucht und darfst nicht wieder gleich einem Meteor verschwinden. Laß uns heute abend irgend etwas Nettes unternehmen." . .. ... . u K Jhz
In ihr Gesicht kam wieder jener Ausdruck der Unsicherheit, »er ihn bei seinem Eintritt überraschte. „Ich erwarte noch einen Anrus , sagte sie dann zögernd, .vorher kann ich nichts bestimmen. Der Bruder einer Freundin studiert hier in München. Ich habe ihm Gruhe und Be« stellungen zu überbringen. Er wollte heute abend Nachricht geben.
Bogner fühlte, wie sein Gesicht in Höflichkeit erstarrte. „Da will ich selbstverständlich nicht stören", sagte er mit einem Ton in der Stimme, ür den er sich selbst haßte. War dies nicht deutlich? Gab sie ihm nicht zu verstehen, daß ihr das Beisammensein mit ihm nicht wichtig erschien? Er griff nach seinen Handschuhen und stand in wenigen Minuten wieder aus der Straße, ging quer über den Fahrdamm und wartete auf die Bahn, die von Schwabing her heranrollte. Aber die dann kam war nicht die Nr. 3, die er brauchte, und so erwartete er die nächste Bahn. Während er die Handschuhe überstreifte, ging er hm und her auf der schmalen Verkehrsinsel. Er versuchte nachzudenken, gerecht zu sein. Warum war er so enttäuscht und ernüchtert? Er hatte sich früher nicht so besonders viel aus dem etwas farblosen kleinen Mädchen gemacht, als das ihm Ursula früher erschien. Sie gefiel ihm heute besser als damals, wo sie in dem anspruchsvollen Haushalt der Eltern immer ein wenig Aschenputtel gewesen war. Aber mußte dies Gefallen gegenfeitig fem. Vielleicht enttäuschte er sie. „ . -
Nach einigen Besorgungsgangen und einer verdrossenen Stunde m eitlem halb leeren Cafe, kam er m sein kleines, überfülltes Arbeitszimmer zurück, riß das Fenster auf, rauchte im Auf- und Abgehen eine Zigarette und oevfuchte dann zu arbeiten. Er schrieb, strich au- und schrieb wieder, die Konzentration fehlte. Als er verzweifelt den Sogen aus der Maschine nahm und einen neuen einspannen wollte, klingel e es an der Wohnungstür. Er achtete nicht daraus, die Wirtin mochte oftnen. Aber als sich das schwache Klingeln wiederholte und niemand ausmachen ging, erhob er sich, ärgerlich über die Störung und druckte im Flur auf den Knopf, der die Haustür aufiprmgeii ließ Ursula kam ihm entgegen.
Er starrte sie ziemlich fassungslos an. Nach dem kühlen Abschied vor wenigen Stunden hätte er alles andere erwartet, als sie heute noch einmal zu sehen. Sie kam unbefangen auf ihn zu und überreichte ihm ein Päckchen in Seidenpapier. „Du hast deine Brieftasche bei uns hegen Ia^Sein Staunen belustigte sie. „Und das hast du un^bemerki? Ich malte mir aus, wie verzweifelt du zu Hause alle Schubladen um- kehren würdest, wie du dir den Kops zermartern mußtest, bei welcher Gelegenheit du die Brieftasche zuletzt brauchtest."
Er bat sie mit einer Handbewegnng einzutreten und ließ sie vor« an neben in dem langen Flur, der mit Möbeln und Geraten vollgestellt war In seinem Zimmer verharrte sie zunächst etwas faffung5los Dor bem Wirrsal von Büchern, Schriften und Heften, die sich auf Tische«, und Stühlen häuften. Als er einen Sessel für sie frei macht hatte, ia6 «e werteren und blickte zu ihm auf wie ein Kind, das überzeugt ist seine Lektion sehr gut gelernt zu haben. Bogner fuhr sich etwas verleben durch den braunen Haarschopf.
9 Ich bin der gedankenloseste Idiot, der femals herumhef. Wie tonnte mir bas passieren. Und du bist genau so gut und fürsorglich, wie ich vergeßlich war, mir die Tasche sofort wiederzubringen. Es marejanur eine ganz gerechte Strafe gewesen, wenn ich mich erst einmal heftig 9CQUriula^iab ihn an. „Mach mich nicht bester als ich bin. Als du fnrtatnaft war ick traurig, ich weih selbst nicht warum. Du schienst o erSf unb Mt unb es tat mir leib, daß ich dir für den Abend nicht zugesagt hatte. Dann kam bas erwartete Telephongesprach vom Bruder meiner Freundin. Wir haben uns zu Morgen verabreden Als ich wieder im Zimmer war und weiter auspacken wollte, fand ich aus dem Fenstersims deine Brieftasche, halb unter eine Zeitung gerutscht
Ich bin sehr befchämt, Ursula. Wahrhaftig ich werde alt. Sieh mal" schon ganz grau —" Er strich über seine Schlafen und sah sie bekümmert an, aber sie lachte ihn einfach aus. „Jetzt kokettiere nicht mit deinem Alter, das ist dir ja gar nicht ernst. Du weiht genau, dah graue ftaare einen gut aussehenden Mann nur interessanter machen.
1 „©ut aus$enben Mann hast du gesagt", er lachte „Das hast du fein ausgedrückt, Urselchen. Gut, dah ich nicht zum Größenwahn neige.
' sonst würde ich mir jetzt etwas einbilden."
Ursula betrachtete die Bücher an seinen Wanden, sehr viel englische । Schriftsteller, Amerikaner, Polen. Sie stand auf, zog em und das ander,
। Buch heraus und vertiefte sich darin. Sie las, blätterte und fühlte sich
। ui flaute. Aus dem kleinen Vorgarten tonte uiN'"terdrochen das feine
, Zirpen von Meisen und ein sehr langgezogener Amselruf. Das machte
• bas Gefühl der Geborgenheit in dem Zimmer noch tiefer.
l.ieriDfe.
Dabei ist gar kein Verdienst; man wird ins Wasser geworfen und W schwimmen. Nach den ersten krampfhaften Beängstigungen lernt m sehr bald, sich zu behaupten."
$r dachte daran, wie er sie vor Jahren blaß und aufgeregt vor fimm Hausen unbezahlter Rechnungen sand, als sie von ihrem kranken Otter die Ordnung der wirtschaftlichen Angelegenheiten übernommen hebe. Er bot ihr damals feine Hilfe an, aber sie war nicht zur An- mlime von Geld zu bewegen. Auf seinen Rat befriedigte sie damals die @lcubiger in monatlichen Abzahlungen und er entdeckte spater, dah sie Di e ihres persönlichen Eigentums versetzt hatte, um die dringendsten Schulden zu begleichen. Jetzt lagen diese J^ittn hinter ahr, durch den Ersatz ihres Willens war es ihr gelungen, Schritt um Schritt aus den $r misten der Vergangenheit emporzutauchen. ^hr geschmackvolles Sileto, be Anordnung ihres Haares, die kleinen Perlen in den Ohren ver- titten, daß sie über dem Kampf nicht ihre Weiblichkeit vergessen hatte. 0r sah sie mit nachdenklichen Augen an. .Weißt du, wem du ähnlich giworden bist: Deine Mutter hatte eine jüngere Schwester, die viel bei Euch im Hause war, ich besitze ein älteres Gruppenbild; es fiel niii neulich beim Kramen in die Hände und ich steckte es zu mir, um es dir zu geben." Er nahm seine Brieftasche heraus, blätterte in dem Jn- h>li und reichte ihr ein Photo, auf dem sie mit der etwas "erlegenen l&rung, die einen vor alten Familienbildern überkommt, ihre Eltern in jungen Jahren entdeckte, neben einem Mädchen, das sie mit sanften Buijen ansah. Es verwirrte sie, daß sie diesem anmutigen Menschenbilde gikichen follte. Zudem war Tante Sophie tot und es hat immer etwas
!s ertionszimmer im Zustande der höchsten Unordnung war. Der Koffer fi in* halb geöffnet auf dem Gestell, Wasche lag auf dem Bett aus- a bi-itet und Kleiderbügel, Toilettenfachen und Taschentücher bedeckten tjb3 Tisch denn sie war erst vor einer halben Stunde angekommen. Urftla schob mit ein paar Griffen die Wäsche zusammen fegte mit einer c roten Bewegung die Sachen vom Tisch in einen Kosfereinsatz da ö fnite sich auch schon die Tür und neben dem rotwangigen Gesicht des §,ae-mädchens,' bas den Türflügel für ihn aufhielt erschien Bogners Cl'e ilt im braunen Mantel, groß und mit breiten Schultern die feine Cie alt schmal werden ließen. Sie ging ihm entgegen, sie freute fiel), ttl« auf ihrem Gesicht lag neben dem Lächeln, feinem schar en Auge fHM-ar, aud) noch ein Ausdruck von Befangenheit, daß er sie gerade ilti 'liefern Zustand der Unordnung vorfand. Sie hatte keine Zeit mehr ciefjibt in den Spiegel zu sehen, sicher war >hr Haar zerzaust, und so tief er sie nach Jahren der Trennung, in denen sie sich oft den Augen- lillid des Wiedersehens ausgemalt hatten. Sie setzten sich, sie plauderten, Urners Stimme klang vertraut wie früher, und sie erkannte auch dlis Lächeln wieder, bas seinen Mund hob in einer Kurve, die spöttisch uinlj scharf gewesen märe, wenn nicht der freundliche Blick der Augen dliesim Spott alles Verletzende genommen hätte. Von diesem Blick ge- niMiiri sie ihre alte Ruhe und Sicherheit zurück; sie erzählte von dem Kedm der letzten Jahre, der Unruhe, die sie brachten, mit Wohnungs- «Dttilel, Krankheit und Tod der Eltern, mit bem Alleinsein, in dem sie fltdi Dann fand und im neuen Anfang, den ihre entschlossene Zuwendung
einem Beruf ihr brachte. Ihr Gesicht belebte sich beim Sprechen; er M wie die zarten Farben sich vertieften, wie die grauen Augen unter B en dunkelblonden Brauen in einem Licht von Hoffnung und Gebens- i ririrtung schimmerten. „Sie ist sehr jung geblieben , dachte er, , di' Kampf hat sie nicht verbraucht, sondern gestillt und gestrafft; es fiert mehr in ihr, als ich vermutete." Fast kam er sich alt und »er« •f'nSnert vor gegenüber dieser Tatkraft, denn er lebte unverändert in ita engen Bezirk seiner Arbeit und bes kleinen Kreises von Freunden M Bekannten, der sich feit Jahren um ihn schloß. Er scheute jede ' Jeiinberung seiner Lebensweise, weil sie Unruhe für seine Arbeit nut ; ich brachte, so lebte er wie ein Pedant nach einem genau festgelegten 1 öhinbenplan und die großen Erschütterungen und Ereignisse seiner Tage .«frohen nur auf den Seiten der Romane und Novellen die er schrieb.
tei la aber hatte sich ins Leben hinausgewagt; gerade sie, deren Natur it für zu weich, zu nachgiebig hielt, bestand die Belastungsprobe. |i Er tagte ihr, wie sehr er diese Aktivität bewundere und sie lächelte ihn in, halb übermütig, halb traurig in Erinnerung an zurückliegende


