Ausgabe 
3.2.1939
 
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Oer zugefrorene Gee.

Von Anton Schnack.

Ich liebte ihn zur Schlittschuhzeit,

Da war er mir vertraut, Da wuchs kein grünes Wasserkraut Aus Undurchdringlichkeit.

Es summte, wenn der Knabenstein

Die glatte Fläche traf:

Ein Sumpsgeist schrie aus Abgrundschlas Klirrende Winterpein.

Der Salamander, schwarz und rot, Hielt sich im Schlamm versteckt.

Von Algenschichten ganz bedeckt Lag ein Urzeitenboot.

Mir jungem Lauser wurde Heist,

Ich tanzte, schwebte, glitt, Die dünne Eisenftntze schnitt Figuren in das Eis.

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Ich dachte nicht an Schlamm und Grund, An Scherben, Frosch und Molch, Nicht an den bösen Schwedendolch Und den rrsäusten Hund.

Ich dachte nicht ans Bauernkind, Das, spielend, jäh ertrank Und tief ins schwarze Wasser sank An einem Tag voll Wind.

Ich freute mich am schönen Schwung, Der meinem Fuß gelang Und was von unten sang und klang, Klang wie Verzauberung.

preußische Erziehung.

Von Friedrich dem Großen.

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Der große König ist als geistvoller Schriftsteller und Dar­steller seines Lebens und feiner Zeit immer noch viel zu wenig bekannt. Dr. Henrik Becker hat in einem im Bernhard Sporn Verlag erschienenen, reich illustrierten BucheFridrich" aus den Werken, Briefen und Staatsakten einen ungemein fesselnden Lebensbericht des Königs zufammengestellt und so ein eigenartiges Meinoirenwerk geschaffen, aus dem wir den folgenden Ausschnitt bringen:

ß-e Erziehung des jungen Adels ist in ganz Europa angreifbar. In itjen Lande erhält er die erste Färbung im Elternhaus, die zweite if ben Akademien und Hochschulen, die dritte, die gibt er sich selbst, itil inan ihm zu früh Freiheit läßt und das ist die schlimmste. 3m liieÄjaufe schadet die blinde Liebe der Eltern der nötigen Kinderzucht. Horners die Mütter herrschen, das sei nebenbei bemerkt, recht eigen* tidjig über ihre Männer, als einzigen Erziehungsgrundfaß aber »nun sie eine Nachsicht ohne Grenzen. Die Kinder läßt man in den Ihlen von Dienstboten, die ihnen schöntun und sie verderben, da sie Itter schädliche Grundsätze eintrichtern, die nur zu gut Wurzel fassen, |M sich in so zarten Geistern die Eindrücke tief Niederschlagen. Der (ins ehrer, den man für sie aussucht, ist meist ein Prüfling fürs jmamt ober ein Anwärter auf die Richterlaufbahn, eine Sorte Leute,

"Zill filber weit mehr eine tüchtige Sittenzuckt brauchten. Unter diesen gelitten Meistern lernt der junge Telemach seinen Katechismus, Latein ut;.6 bestenfalls etwas Erdkunde, dazu französisch aus dem Gebrauch. Siele: und Mutter sind mit dem Meisterwerk, das sie in die Welt ge- «£itjitt'fct| laben, sehr zufrieden und niemand wagt ihm dreinzureden aus itel diiFstM, der Kummer könnte die Gesundheit dieses Phönix unterwühlen, «gfyjei Bit 10 oder 12 Jahren schickt man den jungen Herrn aus die Aka- ? ftojlibeMiit an denen hier kein Mangel ist. Es gibt mehrere, so die Joachima, dlichqik neue Adelsakademie zu Berlin, die vom Dom in Brandenburg und uujltbiibwm Kloster in Magdeburg: sie sind von geschickten Lehrern geführt.

Diei - inzige Vorwurf, den man ihnen machen könnte, ist vielleicht der. L disbotß s e nur das Gedächtnis der Schüler füllen wollen, diese aber nicht tiaitjltEbftänbiges Denken gewöhnen, daß man das Urteil nicht zeitig ÜÖt tmd daß man versäumt, das Gemüt zu begeistern und ihm edle 01l!ttni6 kttiche Gedanken nahezubringen.

nt ilM icntm hat der junge Mann die Schwelle der Akademie verlassen, da «r alles Gelernte. Denn er hat dies nur ausgenommen, um sein 8 «utlauswendig dem Erzieher vorzuleiern, und wo er dies nicht nötig hat, sind bald die Spuren seines Wissens durch neue Ge- "^ LbeMei verdrängt oder durch Vergessen ausgelöscht. Diese Zeitvergeudung Schulen schreibe ich mehr Fehlern der Erziehung als dem Leicht- ' er Jugend zu. Warum macht man dem Schüler nicht begreiflich, er nsOoM liie Last, die ihm fleißiges Lernen aufzwingt, einmal sein größter btt.Sijliten wird? Warum übt man nicht sein Urteil, nicht indem mar ihm en, ®y'rditift6i Denkgrundsätze einlernt, sondern ihn selbst nachdenken läßt? Das ßoftt*1' »ilin bas Mittel, ihm begreiflich zu machen, wie nützlich es für ihn ist, liß Oats G elernte nicht gleich wieder zu vergessen.

tiitniw Beendigung der Akademie schicken die Väter chre Kinder auf fltüb® biiü Hochschulen oder stecken sie ins Heer oder lassen sie sich um Ver- lteigsschulen bewerben oder verbannen sie auf ihre Güter.

, «r®- $i Hochschulen von Halle und Frankfurt a. d Oder sind die Stätten, Wil) ji ihre Ausbildung finden. Sie bestehen aus so guten Lehrern,

wie die Zeit sie bietet Man bemerkt indessen mit Bedauern, daß der Betrieb der griechischen und lateinischen Sprache gegen früher zurück» geht. Die guten Deutschen scheinen die tiefe Gelehr|amkeit, die sie einst besaßen, satt zu haben und gegenwärtig mit möglichst wenig Muhe be­rühmt werden zu wollen. Sie haben das Vorbild eines Nachbarvolkes, das sich damit begnügt, liebenswert zu fein, und so werden fit alsbald oberflächlich.

Das Leben der Hochschüler war früher ein Gegenstand öffentlichen Aergernisses. Die Jugend lernte alles, was sie niemals zu erfahren brauchte, und erfuhr nie, was ihr zu wissen nottat. Der Mißbrauch dieser Ausschweifungen ging soweit, daß es Tote gab. Das erweckte die Regierung aus ihrem Trägheitsschlaf und sie war aufgeklärt genug, die Ungebundenheit einzufchränken und die Einrichtung wieder ihren Zwecken zuzusühren. Seitdem können die Väter ihre Sohne zur Hoch­schule mit dem berechtigten Vertrauen schicken, daß sie dort etwas lernen, und ohne die Sorge, daß sie sittlich verkommen.

Dieser Mißbrauch ist beseitigt, aber andere erwarteten nicht minder die starke Hand. Die Selbstsucht und Trägheit der Hochschullehrer ver­hindern eine so durchgreifende Ausbildung als wünschenswert wäre. Diese begnügen sich damit, ihre Amtspflichten im geringsten möglichen Ausmaße zu erfüllen: sie halten ihre Vorlesungen und damit ist Schluß. Wenn die Hochschüler von ihnen besondere Kurse verlangen, |o be­kommen sie diese nur zu haarsträubenden Preisen. So können die weniger Bemittelten eine öffentliche Einrichtung nicht ausnützen, die dazu da ist, alle zu belehren und zu bilden, die besondere Bedürfnisse hinziehen.

Ein anderer Fehler: die jungen Leute verfassen chre Reden, Prüfungs­arbeiten und Aussprache», niemals selbst, vielmehr besorgt dies der Einpauker. Ein Hochschüler mit gutem Gedächtnis, oft aber ohne andere Gaben, kann für etwas Geld gute Erfolge einheirnsen.

Uebrigens ist die höhere Mathematik in Deutschland nicht so gut ge­pflegt wie in den anderen Ländern Europas. Man behauptet, daß die Deutschen keinen mathematischen Kopf haben, was sicher falsch ist. Die Namen Lelbnitz und Kopernikus beweisen das Gegenteil. Mir scheint der Grund vielmehr darin zu liegen, daß es diesem Wissenszweige an Ermutigung fehlt und besonders an Hochschullehrern, die ihn gut genug vortragen.

Doch kehre ich zu dem Teil der adligen Jugend zurück, den wir beim Verlassen der Akademien und Hochschulen gesehen haben. In diesem Augenblick bestimmen die Eltern nochmals über den Lebensweg der Söhne. Meist entscheidet der Zufall ihre Wahl. Die meisten der jungen Herren fürchten den Soldatenstand, well er in diesem Lande eine wahre Sittenschule ist. Man läßt den jungen Offizieren nichts durchgehen, man zwingt sie, sich anständig, ordentlich und gemessen zu führen, sie werden scharf überwacht und haben schonungslose Beobachter über sich. Wenn sie unverbesserlich sind, zwingt man sie ohne Rücksicht auf ihre För­derer, den Abschied zu nehmen, und dann ist es mit Achtung und Rück­sicht für immer vorbei. Das paßt ihnen gar nicht, denn sie wollen lieber unter dem Schatten eines großen Namens sich den Launen ihrer Ein­fälle ober den Ausschweifungen ihrer Sitten hingeben. Daher kommt es, daß nur wenige Söhne der ersten Häuser im Heere dienen.

Das Kadettenhaus stellt auch fein Teil der Offiziere. Diese Nach­wuchsschule ist einem hochverdienten Offizier (Buddenbrock) anver­traut, dem es das Glück feines Lebens bedeutet, die Jugend heranzu­bilden, deren Erziehung er leitet, deren Geister er erhebt denen er die sittlichen Gcundlehren bietet und die er dem Vaterlande nützlich zu machen suche Diese Anstatt ist für den armen Adel bestimmt: die ersten Familien schicken ihre Kinder nicht dorthin.

Wenn der Vater seinen Sohn in die Verwaltung oder den Reichs­dienst einschlagen läßt, verliert er ihn aus den Augen; er ist ganz sich selbst überlassen, und der Zufall bestimmt, was aus ihm wird.

Oft fetzt man auch den Erben nach dem Verlassen der Hochschule anf seine Ländereien, wo ihm alles so gut wie unnütz wird, was er allen­falls gelernt hat.

Nun komme ich zum weiblichen Geschlecht, das so erstaunlich bat andere beeinflußt. Man unterscheidet hier Frauen eines gewissen Alters dank ihrer überlegenen Billtung von denen, die eben erst in die große Gesellschaft eingeführt sind. Die ersteren haben Kenntnisse und sind an- genehm geistreich mit einer stets anständigen Fröhlichkeit. Der Gegensatz ist auffällig. Es gab früher einige begabte Frauen, die Mädchen guter Abkunft in ihr Heim nahmen. Jedermann schickte mit Eifer seine Töchter hin. In solchen Anstalten sind die Damen, die einem so angenehm auf­fallen, erzogen worden. Diese Schulen sind mit dem Tod ihrer Grün­derinnen eingegangen und niemand hat sie ersetzt. So ist jeder ge­zwungen, seine Töchter im Haus zu erziehen. Meist aber folgt mau an­fechtbaren Erziehungsweisen. Man gibt sich keine Mühe, den Geist der Mädchen zu bilden, man läßt sie ohne Kenntnisse, ja ohne Gefühle für Sitte und Ehre auswachsen. Gewöhnlich geht die Erziehung nur um äußere Reize, auf Haltung und Kleidung, dazu ein Dunst von Musik, die Belehrung durch einige Bühnenstücke und einige Romane, Tanz, Spiel und damit habt ihr ein Handbuch der weiblichen Kenntnisse. Die schlechte Lebensweise der Frauen kommt weniger aus ihrer heißen Ver­anlagung als aus ihrem müßigen Leben. Zwei drei Stunden vor dem Spiegel, um seine Reize zu betrachten, zu verfeinern, zu bewundern, ein Nachmittag mit Klatschereien, dann Schauspiel, am Abend Spiel, dann Nachtmahl und nochmals Spiel, wo solle man da Zeit finden, bei sich Einkehr zu halten, und wie sollte auch nicht die Langeweile dieses weichen und faulen Lebens zu anderen Vergnügungen locken, fei es nur der Abwechslung halber und um neue Reizungen zu erleben?

Ich gestehe, daß ich mich oft darüber erzürne, daß man in Europa die eine Hälfte der Menschheit so verachtet, bis zur Vernachlässigung von allem, was ihre Vernunft bilden könnte. Wir sehen so viele Frauen, die es den Männern in Nichts nachgeben. Unsere Zeit hat große Fürstinnen, die ihren männlichen Vorgängern weit überlegen waren, sie hat ... doch ich will sie nicht nennen, um ihnen nicht zu mißfallen, indem ich ihre Bescheidenheit kränke, die ihre sittlichen und geistigen