n
L I. it t n
a, ?
ü
n, ie ie et al ch |u
m
u- en m ich n>
e? M itr an an an ■en ie. nd en, nf« »6. ns, ei? ien 3m de- >ns er« ei? ine ma
ine. jan ief en- rnt asi' ide- ier<
die, iber für jem neu hat :uB) ter« am imi'
euer
das
M
d «r
bis nei” Jlth ins*: auf
Das bucklicht Männlein.
Volksweise.
Will ich in mein Gärtlein gehn. Will mein Zwiebeln gießen. Steht ein bucklicht Männlein da, Fängt als an zu niesen.
Will ich in mein Küchel gehn. Will mein Süpplein kochen. Steht ein bucklicht Männlein da, Hat mein Töpflein brachen.
Will ich in mein Stüblein gehn. Will mein Müslein essen. Steht ein bucklicht Männlein da, Hat's schon halber gessen.
Will ich auf mein Boden gehn, Will mein Hölzlein holen. Steht ein bucklicht Männlein da, Hat's schon halber g'stohlen.
Will ich in mein Keller gehn. Will mein Weinlein zapfen. Steht ein bucklicht Männlein da. Tut mir ’n Krug wegschnappen.
Setz ich mich ans Rädlein hin, Will mein Fädlein drehen, Steht ein bucklicht Männlein da, Läßt mir 's Rad nicht gehen.
Geh ich in mein Kämmerlein, Will mein Bettlein machen. Steht ein bucklicht Männlein da. Fängt als an zu lachen.
Wenn ich an mein Bänklein knie, Will ein bißlein beten, Steht ein bucklicht Männlein da, Fängt als an zu reden:
Liebes Kindlein, ach, ich bitt, Bet fürs bucklicht Männlein mit!
Theater im Dorf.
Von Karl Heinrich Waggerl.
Es ist eine Truppe von Schauspielern angetommen.
Der Direktor erschien persönlich, um mich einzuladen.
Er ist entschieden ein feiner Mann, ich schäme mich, daß ich gleich auf den Gedanken kam, er trinke vielleicht zuviel, weil er ständig bas nne Auge zukniff. Aber jedenfalls bestellte ich für den Abend drei platze, zwei nebeneinander und den dritten davor.
Davor! wiederholte der Direktor und schloß verständnisvoll auch das andere Auge. Er drückte es abermals zu, als ich ihn bat, diese dritte Sorte beim Nachbar Michael abzugeben, für den Sommergast. Weiter tein Wort, keinen Namen, nichts. Jawohl, das würde besorgt werden, erklärte der Direktor, in solchen Dingen wüßte er Bescheid. Und gleichsam in einer Vorahnung, hatte er auch das Stück auf das passendste gewählt, tr brauchte mir nur den Titel zu nennen: Treu bis in den Tod. Das erwähnte er nebenbei, für den Fall, daß ich etwa Lust hätte, den Liebhaber persönlich auszustatten, das sei nämlich eine besondere Einrichtung feines Unternehmens. Er trüge zum Beispiel meinen Mantel in dem Ctück, einen Schlips oder sonst ein Kleidungsstück von tieferer Bedeutung, »nd er mache sich erbötig, damit jede Wirkung hervorzurufen, von der firteften Anspielung bis zur völligen Lebenstreue. Vor allem der große Auftritt in der Gewitternacht, wenn der Förster Konrad entdeckt, daß feine Braut vom jungen Grafen in bas Jagdhaus gelockt worden mar, nenn er unter heftigen Blitzen zum Himmel schwört, daß er die Unschuld rachen werde, und zwei Kugeln in die Büchse stößt, eine für den Grafen imö eine für sich, dieser Auftritt, meinte der Direktor, würde durch die grüne Jacke, die ich eben trug, bedeutend an Wirkung gewinnen.
Kein Zweifel. Eine solche Szene konnte unmöglich im Gehrock gezielt werden. Ich zog die Jacke augenblicklich aus und übergab sie ihm. 3um Abschied aber gönnten mir uns noch einen rechtschaffenen Schnaps. Öir hoben die Gläser auf Kunst und Liebe, und ich kniff auch meiner- fiits ein Auge zu. Scharfe Schnäpse soll man nur einäugig trinken.
Ich gehe also und suche Klaus in der Kammer auf. Er ist eben mit iiner Arbeit fertig und schiebt etroas in die Tasche, ich kann nicht genau i il)en, mas es ist, ein glänzendes Ding, ein Armreifen vielleicht. Wir 'äfften noch einmal unsere Schuhe im Flur und dann schlendern wir jus Dorf hinunter. Es regnet nicht mehr. Ein zarter Wasferdunst hängt Iiöer den Wiesen, die Lust schmeckt frisch und säuerlich. Dann und wann shütielt ein Windstoß rauschende Tropfenschauer aus dem Laub der Säume, es tommt-eine dunkle Nacht.
In der großen Scheune neben der Schenke hat man die Bühne auf* 8-schlagen, wir zeigen dem Burschen am Tor unsere Karten und drängen ii UNS hinein.
Klaus hat unsere Plätze gefunden, er schickt mir einen Pfiff herüber, | i«, ich komme schon. Der Sommergast ist da und auch Michael, sieh an! haben wir da etwas versäumt, wäre es vielleicht schicklicher gewesen, bis Fräulein abzuholen? Nun hat sie den Alten mitgenommen und auf 'Iren Platz gesetzt, da hockt er, stemmt die Fäuste auf die Knie und schaut finster und mißtrauisch unter seinem runden Hut heraus.
Und nun klingelt es hinter ber JBüljne, der Lärm legt sich, bas letzte Schneuzen und Niesen, und die Stille wäre vollkommen, wenn nicht hinten eins von Christoss Kindern ein kleines Mißgeschick zu melden hätte. Aber dafür ist jetzt keine Zeit mehr, schon schlägt der Vorhang rasselnd auseinander.
Zunächst steht man beinahe gar nichts, ein dunkles Loch. Etliche Bäume stehen auf dem Bretterboden herum und vorn ein Wegkreuz unö eine Bank. Im ganzen ist es eine recht öde Gegend, und trotzdem muß da irgendwo jemand sitzen, dem sie gefällt, weil er so munter auf [einer Zither spielt.
*3etjt aber trippelt ein Mädchen herein, eine engelschöne Jungfrau, ihr Anblick allein preßt den Zuschauern sörmlich die Luft aus dem ßeibe. Es ist die Försterdraut, aber das weih nur ich, sie selber verrät es noch mit keiner Miene. Sie huscht umher und pflückt Beeren und legt sie einzeln in ihr Körbchen, obwohl doch gar keine Beeren auf dem Fußboden wachsen. Der alte Michael läßt ein verächtliches Schnauben hören; alles Schwindel, er hat es ja gleich gewittert.
Die Jungfer scheint fremd in der Gegend zu [ein oder schwachsichtig, es dauert ein« ganz Weile, bis sie das Kreuz unter der Fichte entdeckt. Und vielleicht ist sie auch sonst nicht ganz bei Trost, aber bas muß man ihr zugutehalten, denn wie sie sich nun selber erzählt, ist sie eine Waise namens Luise, ein armes Waisenkind. Ihr Vater, der Gärtner in gräflichen Diensten war, hat ihr nichts vererben können als ein frommes Gemüt.
So etwas kann einen schon rühren. Obendrein kniet dieses verlassene Geschöpf auch noch hin und fängt zu beten an, und nun wird sogar der verstockte Michael unruhig und rutscht aus seinem Stuhl hin und her.
Die Wahrheit zu sagen, mir geht es auch nicht besser. Ich habe freilich schon mit größerer Kunst meinen und beten gesehen, es wäre leicht, die Beine übereinander zu schlagen und nachsichtig zu lächeln. Aber im tiefsten Innern bin ich ja doch bewegt, angerührt von der magischen Macht des Gleichnisses, die von jedem Spiel ausgeht, vom erhabenen so gut wie vom lächerlichen.
Es nützt auch wenig, eine Weile gar nicht hinzuschauen, dadurch läßt sich das Schicksal keineswegs aufhalten. Das Schicksal naht unerbittlich, zunächst in Gestalt des jungen Grafen. Vorhin nahm er uns an der Tür die Karten ab, aber jetzt will er uns nicht mehr kennen, weil er Reithofen trägt und ein Glas ins Auge geklemmt hat. Ein unangenehmer Bursche, kaum hat er sich recht umgesehen, da macht er sich schon an das Mädchen heran, mit seinem zudringlichen Geschwätz.
Oh, flüstert Luise betreten, heißet mich nicht schön! Sie ist zwar einfacher Leute Kind, sagt sie, aber es steht auch dem größten Herrn nicht an, Spott mit der Armut zu treiben.
Das unschuldige Kind, es findet treffende Worte. Der Graf müßte sich schamrot in die Büsche schlagen, wenn es hier nicht wie überall in der Welt zuginge, daß nämlich die Tugend blind ist und bas Laster taub.
Ja, wüßte Luise, was ich weiß! Ahnte sie, daß der Förster hinter der Bühne schon die Kugel des Verhängnisses in der Hosentasche trägt, sie wäre vorsichtiger und verschwiege wenigstens den Namen des Geliebten. Schlüge Luise nur ein einziges Mal die Augen auf statt nieder, dann könnte sie sehen, daß der Graf förmlich zurücktaumelt und einen häßlichen Fluch zur Seite flüstert, sobald er nur den Namen des Försters hört.
Ich aber sitze da wie Gottvater selbst, ich durchschaue alles. Leicht könnte ich hintreten und dem Schurken etwas ins Ohr sagen: Haltet ein, Graf Wolkenburg, oder Ihr habt keine Stunde mehr zu leben! Dann ginge er heim auf fein Schloß und das Mädchen auch in feine Hütte, und alles wäre gut, der Vorhang könnte fallen. Aber ich tue das nicht. Ich mische mich so wenig hinein wie der liebe Sott und vielleicht «tfs dem gleichen Grunde.
Inzwischen ändert sich das Bild, Luise eräugt plötzlich den Förster in der Ferne. Dort, sagt sie, naht mein Bräutigam, sie kann bas besser sehen als wir. Dem Verführer kommt der Förster jedenfalls sehr ungelegen. Verdammt! sagt er in die Faust hinein, und dann hat er eben noch Zeit, nach der anderen Seite zu verschwinden.
Nun begreifen wir ja alle, daß sich Luise nicht stehenden Fußes in den Grafen verlieben konnte. Aber wenn man ihn mit dem Förster vergleicht, dem sie sich jetzt ohne Umstände an den Hals hängt, bann muh man wieder einmal fragen, nach welchen Grundsätzen eigentlich die Mädchen ihre Gunst verteilen. Daß der Mann mit einem Auge zwinkert, möchte für einen Förster noch hingehen, und auch die grüne Jacke sitzt ihm nicht übel, aber sonst hat er wenig Anziehendes, jedenfalls nicht die geringste Aehnlichkeit mit mir.
Er küßt seine Braut vor allen Leuten und umarmt sie kunstgerecht, und dabei wirft er mir hinter ihrem Rücken bedeutungsvolle Blicke zu, ich wage gar nicht mehr Hinzusehen. Ein Glück, daß bald der Vorhang fällt, ich weiß nicht, aus welchem Grunde.
Man kann endlich ein wenig Luft schöpfen und ein Gespräch anfangen, es ist drückend heiß in der Scheune. Und dazu der Geruch, sagt das Fräulein, sie mußte die ganze Zeit in das Taschentuch beißen, um nicht zu ersticken.
Nun ja, das läßt sich nicht ändern, hier duftet jeder, wie er muß. Aber es lohnt den Schweiß, darin sind wir alle einer Meinung, Michael ausgenommen. Es ist mehr eine Sache für die Weiber, meint er. Aber rechne nur einmal, ich einen Schilling, du einen und jedes, das sind schon vier, dafür kannst du einen Gaul nagelneu beschlagen lassen.
So nüchtern denkt das Fräulein nicht, sie betrachtet alles von einer anderen Seite her. Die Menschen tun ihr leid, es ist doch gewiß ein bitteres Brot. Immer auf der Wanderschaft, immer von der Hand in den Mund zu leben! Dieses Mädchen zum Beispiel, wie alt könne es fein, und dabei schon so welk, so kümmerlich und blutleer unter der Schminke!
Hübsche Haare hat sie, sagt Klaus dazwischen. Wenn sie echt sind, fügt er hinzu, und dann geht er nachdenklich hinaus, er will sehen, ob er ein Glas Bier auftreiben kann.


