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Bei den Gioux-Zndianern.
Von Josef Ponten.
Josef Ponten wurde, wie bereits gemeldet, vor einigen Tagen mit dem Dichterpreis der Stadt München ausgezeichnet, steht westlich des Missouri in Süd-Dakota in Nordamerika ein
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Morgenlled.
von Friedrich Bischoff*.
Mit dem Tau vor Tag, Linde, lau und zag. Aus dem Nebel, der da zieht — Klingt es ferne schon. Süßer seliger Ton: Scheu verfrühtes Vogellied.
Fröstelnd seufzt ein Blatt, Das geschlafen hat. Und dann rauscht der Wipfel nach; Andere fallen ein, Lied und Morgenschein Füllt die Welt und glüht sie wach.
Holder Vogellaut, Der dem Licht vertraut, Das sich atmend nun erhebt — Wie der Amseln Schlag Lobt mein Herz den Tag, Dessen Sonnenlächeln mich umschwebtl
Wunderwerk der Natur, das menschlichem Werk der Architektur in seiner iiußeren Erscheinung merkwürdig sich nähert.
Man kommt vom Norden. Durch magere Prärien schleicht auf schlechten Wegen das Automobil. Vielleicht braust eine Herde von freiweidenden Jndianerpferden vor dir auf — im Zeitalter des Kraftwagens kann man hier ein Pferd für nur einen Dollar kaufen. Auf einem Erdhügel steht vielleicht ein schweigender Siouxindianer (die Amerikaner sprechen Sioux wie Ssu), aus scharf geschnittenem Gesicht, die Hand über der Stirn, nach den Rossen äugend. Aber da steigen weiße und cremefarbene Mauern auf. Der Laie spricht von „senkrechten Wänden", die er etwa in der Alpennatur gesehen habe — sehr selten findet sich in der Natur die «geometrische Senkrechte, fast nie in den Alpen. Das merkwürdige Land- ßchaftswesen löst sich in einzelne massige Bauten. Klöße von mehr Areitenerstreckung als Höhenerhebung. Wir fassen einen Klotz ins Auge.
Vor uns steht ein Erdbau, über anlaufenden Böschungen senkrecht, breit ausladend, mit kräftigen horizontalen Bändern, die wir Gesimse nennen müssen. An den Ecken erheben sich vollkommene Türme. Die „Dächer" (so sind wir versucht zu sagen) sind säst slach mit ganz kleinem Steigungswinkel. Und siehe da, da sind aus den Dächern jedes der breiten Flügeltrakte auch die bekrönenden Knäufe. Dazu eine Fülle des wohlangebrachten Kleinwerks der Zierung. Dieses, tropfen- und knollenförmig, erinnert einen sofort an ein Ziermotiv, reich verwendet etwa am Luxembourgpalast in Paris. Bald denken wir an gewisse, mit Schmuck überladene indische Tempel und fühlen uns bei diesem Erinnerungsbilds wohl. Denn diese Nat-urevdklötze und die gewissen indischen Tempel sind massive, von außen nach innen aus Erde oder Fels herausmodellierte Gebilde. Sie gehören der Plastik an, nicht der Architektur.
Ein Naturdaumen hat hier gearbeitet, geformt, er heißt Wasser. Der Daumen ist geführt worden von der zufälligen Schichtung der Stoffe und der verschiedenen Härte der Schichten.
Aber man wird noch nicht verstehen, man wird verwundert und un- lbesriedigt bleiben, man wird z. B. wissen wollen, warum es bei uns folche Erdphantastik nicht gibt.
Nun: der Baustoss dort in Dakota ist äußerst bildsamer Ton und Mergel. Auch bei uns gibt es Tone und Mergel in ähnlicher Lagerung. Aber es bedarf für Bildungen wie die von Dakota dann weiter eines worwiegend trockenen Klimas mit scharf abgesetzten Wechseln. Die Tone mnd Mergel lösen sich unter Wasser sehr schnell, aber sie verhärten sich vuch unter der Sonne sehr bald. Gibt es viel Regen zu seiner und viel Sonne zu ihrer Zeit, so ist die Bedingung für die Ausbildung solch plastischer Formen gegeben. „ , , „ n ,
Das Schöne in der Erde und Geschichte muß sehr oft durch das Opfer !des Nützlichen erkauft werden — diese Lande sind äußerlt unfruchtbar.
„Mauvaises terres’1 sagten schon die ersten französischen Erforscher des Landes zur Zeit des französischen Louisiana-Reiches angesichts dieser merkwürdigen Landschaft des Erdballs, sie übersetzten damit nur das i.,mako sika'* der Dakota-Indianer. „Von Gott vergessene Gebiete « sagte mein Führer, „bad lands'1 nennt sie der Amerikaner, und das ist em fefter Sachname für olche Tonwüsten auf der Erde geworden.
Präriegräser wachsen dünn auf ebener Fläche, einige weniU Baume findet man in geschützten Runsen und Rissen, rot hangt die Beere am Seltenen hellgrauen Büfselbeerstrauche. „ .
Der graue Wolf und der Coyote streifen umher und wachen Jagd «us den possierlichen „Ground dog“, der murmeltierahnllch au dem Monde feiner Erdhöhle neugierig sitzt und, kommst du nahe, wie der Mlitz in sein schützendes Loch schießt.
Und einige Jndianersamilien wohnen auf den Tafeln. m . <
Wenn man nicht wüßte, daß man den Indianern das Gebiet der ...Schlechten Lande" als „reservation" überlas en hat, so konnte man es «nnehmen, da es eben die „Schlechten Lande" sind, denn die konnte der Stetige Weihs den Indianern ohne große Opfer cinraumen.
TH^Auior des erfolgreichen Romans Die goldenen Schlösser" und ®es schönen Gedichtbandes „Schlesischer Pfalter erschien im Propyläen Perlag ein neuer großer Roman „Der Wassermann
Das „Mako sika** ist nicht überall so ausgeprägt sormvoll, es hat auch flache und wellige Bereiche wie die Pi ne Kidge, und in der Pine Ridge hauptsächlich sitzen heute die etwa 8000 Menschen des Oglala- ftammes des Siouxvolkes. Wir sind in der Pine Ridge Indian Reservation. Ja, der weiße Mann war nicht sehr freigebig mit der Landzuteilung an die Indianer. Sie bekamen armen Boden. Aber die Indianer sind auch wenig zur Arbeit geneigt. Sie sagen, ihre 55 zu 90 Meilen große Reservation ist zu weitläufig für sie, sie verkaufen und vermieten gerne ihr Land an weiße Ansiedler, die sie als die besseren Landarbeiter betrachten. Ich soll in Deutschland sagen, bittet mich „Süßes Gras" (und schenkt mir glasperlenbestickte, köstliche weiche Mokassins), man soll deutsche Leute schicken. Denn „Süßes Gras" war in Deutschland, als Indianer einer Zlrkusschau, und er wünscht — ach sehr! — wieder von einem deutschen Zirkus geheuert zu werden. Und weil noch manche andere das wünschen, dürfen wir sie photographieren und malen (wogegen sich Indianer gewöhnlich höchst ablehnend verhalten), in uollem Kriegsschmuck, den sie herausholen, mit dem Adlerkranz und -schwänz, der schönsten Dekoration wohl, die menschliche Phantasie erfand; den Indianer „Zeder" und „Adler-Bär", den „Messer-Chief“. Ich habe mein Versprechen erfüllt, und Deutschland und Zirkus Krone oder Sarrasani mögen danach handeln.
Aber ich denke noch lieber an andere Indianer, an Maria „Bergschaf", die Lehrerin, und Elisabeth „Erschrick-nicht-vor-ihren-Pferden", welche die Mokassins so perlenbunt bestickt. Besonders aber an den Alten „Er-füllt-die-Pfeifs" und seine liebe alte Indianerin aus der „Roien- Hemd-Tafel".
Wir suchen den Badlands von Süden beizukommen und fahren mit Mister Renz (einem Nachkommen eines Auswanderers und selbstverständlich einem Verwandten der deutschen Zirkusleute) auf einem mögen* brecherischen Pfade fünfzig Meilen Nord aus die Rote-Hemd-Tasel. Oben auf der Prärietafel auf den großartig bunten, in der Ferne grau uer» schwimmenden Badlands des Cheyonne- und White River in majestätischer Einsamkeit haust das alte Paar. Eine Blockhütte ist sein Haus, Häuser wünscht die amerikanische Regierung von den Indianern statt der Zelte; aber ein Zelt steht meistens neben dem Hause, darin die Sommernächte zu schlafen, und ein Schattenschirm mit Gestrüppdach davor. Mr. Renz ist, nach indianischer Sitte, der angenommene Sohn der Alten, und selten habe ich größere Freude beim Wiedersehen von Mutter und Sohn gesehen als dort oben, da Mr. Renz nach einem Jahr wieder einmal zu seiner Mutter tarn. Auch uns Fremde nahmen die Alten mit größter Herzlichkeit auf, die eine Hand (die andere ist verstümmelt) kann uns die Indianerin aber nicht geben, denn sie war eben dabei, wie zur glorreichen Zeit der Bisonjagden Beeren und Fleisch in Kuchenform zusammenzukneten, damit es, getrocknet, im Winter als Nahrung diene. Aber der Alte stapfte in die Hütte und holte ein Geschenk für meine grau: einen Beutel aus Rindshaut, von ihrer Enkelin ßueie „Bärenklau" mit Perlen bestickt. Und wir gaben als Gegengeschenk eine Büchse Ananas, Kafsee, Tee und Tabak, was wir gerade im Wagen haben. Aber bann beginnt Silas „Cr-füllt-die-Pfeise" zu erzählen, in leisem, jede Silbe betonendem Sioux, das Herr Renz ins Englische übersetzt; von seinen Bisonjagden und seinem Anteil an den Kämpfen mit den Crow-Indianern im Norden, die in die Jagdgebiete der Sioux eingedrungen waren. Es sind alte bekannte Jndianergeschichten, aus dem Munde eines lebenden Indianers klingen sie freilich anders als aus Büchern. Doch wichtiger erscheint es mir, ein Dokument wiederzugeben, das, vom Tragen vergriffen, „Er-süllt-die-Pseife" mir zu lesen gibt. Es ist ein Beitrag zur Geschichte eines untergehenden Volkes. Die Siouxindianer haben einen alten „Claim", Anspruch auf die benachbarten Black Hills, der in einem Prozeß gegen den Staat in Washington aus- getragen wird. „Er-ftillt-die-Pfeise" wurde vor zehn Jahren als Zeuge vernommen, er sollte aussagen, wessen er sich bei der Szene der Ver- tragsschließung erinnere. Das Schriftstück ist in englisch abgefaßt und lautet (gekürzt):
„Ich bin 65 Jahre alt. Ich bin der Sohn vom Roten Hund, Häuptling der Oglala Sioux-Indianer. Ich war zugegen, als der Vertrag wegen der Black Hills zwischen den Indianern und der Regierung gemacht wurde. Ich glaube, dieser Vertrag wurde im Jahre 1877 gemacht Soldaten waren zugegen, und die Indianer waren auch bewaffnet. Die Häuptlinge der verschiedenen Stämme waren versammelt in einem Kreis zwischen der Hauptmasse der Indianer und der Kommissionäre der Regierung. Als das Volk versammelt war, erhob sich einer von den weißen Männern der Regierung und sagte, daß er vom Großen Vater (dem Präsidenten der Vereinigten Staaten) gesandt sei, die Black Hills von den Indianern zu pachten. Er frag, ob die Häuptlinge anwesend seien. Roter Hund ging umher und frag die Häuptlinge etwas. Dann sagte er: Ich habe mein Volk gefragt, ob es willens sei, den Vertrag betreffend die Black Hills zu machen. Er sagte, sie seien's, doch unter der Be- bingung daß sie den Wald der Black Hills behielten und daß für sieben Generationen die Kinder ernährt und bekleidet würden. Die Kommissio- näre fragen, was unter sieben Generationen gemeint sei, und er sagte, daß nach indianischem Gedanken eine Generation 100 Jahre sei. Also würde es eine Zeit von 700 Jahren betreffen. Red Dog war der erste der Häuptlinge. Red Dog war mein Vater, und ost sprach er zu mir uon den Black Hills und anderen Dingen. Ich erinnere mich, daß er es mir erzählte, damit ich es behielte, und er bezog sich oft daraus. Er sagte, diese Dinge könnten in Zukunft von Wert sein. „Der gefleckte Schwanz sprach nach dem „Roten Hund" Er frag, ob die Kinder Nahrung und Kleidung erhielten, solange als die Welt stünde? „Einziges Horn sprach dann und machte die Häuptlinge darauf ausmerkfam, daß die meisten de- Volkes nach dem Norden gegangen seien, und daß man warten solle bis zu ihrer Rückkehr, ehe man den Vertrag mache. Er werde nicht für den Vertrag fein zu dieser Zeit"
Der Vertrag tarn zustande, aber er wurde, w,e es fast die Regel mit Verträgen war, die man mit Indianern schloß, von den Weißen nicht gehalten


